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Schluss mit der „gendergerechten“ Sprache!

Von Uwe Froschauer

Aus dem links-grünen Lager kommende, dogmatische Zeitgeistliche haben durch die „gendergerechte Sprache“ eine Atmosphäre der Angst vor Unkorrektheit geschaffen, und – bei Befolgung – so ziemlich jeden freien Dialog unmöglich gemacht. Viele Menschen befürchteten, ihren Ruf und ihre Existenz zu verlieren, wenn sie sich diesem dümmlichen Dogma nicht beugen. Dieses „Neusprech“ berührt politische, gesellschaftliche und sprachphilosophische Aspekte.
Diese meines Erachtens kranken Gehirnen entspringende, neudeutsche Korrektheit war und ist nicht nur lächerlich und unfreiwillig komisch, sie ist auch gefährlich, da sie ein Programm zur Umerziehung durch Sprachlenkung im Orwell‘schen Sinne beinhaltet.

Newspeak in Orwells „1984“

Dieses – von meines Erachtens geistig Verwirrten geforderte – „Neue Sprechen“ erinnert doch sehr an das „Newspeak“ aus Orwells dystopischen Roman „1984“, den George Orwell 1948 veröffentlichte. „Newspeak“istin diesem Buch eine künstlich geschaffene Sprache, die vom totalitären Regime entwickelt und vom sogenannten Wahrheitsministerium verbreitet wurde, um freies Denken zu unterdrücken. Durch radikale sprachliche Vereinfachung und Bedeutungsverschiebung von Worten wollte die „Partei“ erreichen, bestimmte Gedanken zum Beispiel über Freiheit und Widerstand zu eliminieren beziehungsweise zu kriminalisieren. Wer Worte wie Freiheit oder Widerstand nicht mehr kennt, kann diese Ideen möglicherweise nicht denken oder ausdrücken. Wer dennoch Anzeichen von Gedanken an Freiheit, Rebellion und dergleichen erkennen lässt, wird eines „Gedankenverbrechens“ bezichtigt und umerzogen. Das Wahrheitsministerium hat in dieser Dystopie unter anderem die Aufgabe, alte Texte in Newspeak neu zu schreiben, Dokumente, die nicht zur offiziellen Sprachregelung passen, zu löschen oder anzupassen, und die Bevölkerung zu „korrektem“ Sprachgebrauch“ zu erziehen.

Newspeak ist in diesem Roman ein Werkzeug der Gedankenkontrolle durch Sprachreduktion und ideologische Steuerung. Die Einführung von Newspeak in diesem absolut lesenswerten Werk, dessen Dystopie in der Coronazeit vielleicht sogar übertroffen wurde, ist Teil eines größeren Projekts ideologischer Kontrolle, in dem alle vier Ministerien (Miniluv, Minipax, Miniplenty, Miniver) zusammenwirken.

Kommt Ihnen, werte Leserinnen und Leser das nicht bekannt vor? Haben, beziehungsweise hatten die Genderisten nicht etwas Ähnliches vor? Ist es nicht evident, dass beispielsweise die Verbotspartei „Die Grünen“ – die ich früher im mittlerweile ent-täuschten Glauben an ihren Pazifismus ein paar Mal gewählt habe – versuchen, uns umzuerziehen?

Die Befürworter dieses sprachlichen Debakels führen ins Feld, das nicht etwa Gedankenkontrolle oder gar Unterdrückung, sondern sicht- und hörbar gemachte Inklusion und Gleichstellung mit diesem neuen Sprachgebrauch beabsichtigt wäre. Es ginge nicht um einen von der Obrigkeit oktroyierten sprachlichen Zwang, sondern um einen demokratischen Diskurs einer pluralistischen Gesellschaft, der nicht die Sprache reduzieren und das Denken verarmen, sondern die Sprache, aufgrund neuer Realitäten erweitern soll. Aber genau diese „Realitäten“ sind doch infrage zu stellen? „Gender“ – das soziale Geschlecht, also wie jemand sich selbst identifiziert oder in einer Gesellschaft wahrgenommen wird – ist in diesem fragwürdigen Gedankengebäude subjektiv und wandelbar. Aus diesem Grund wird in der diesbezüglichen „Wissenschaft“ meist von einer offenen Zahl von sozialen Geschlechtern ausgegangen, die momentan zwischen 50 und 100 liegt. Die Social-Media-Plattform Facebook bot in den USA zeitweise über 70 verschiedene Gender-Optionen an.
Prost, Mahlzeit! Sind das die „neuen Realitäten“? In meinen Augen sind das Hirngespinste realitätsentrückter Geister, die eine Daseinsberechtigung in der scheinbaren Sinnlosigkeit ihres Seins suchen!

Verkomplizierung durch gendergerechte Sprache

Wenn die Sprache durch „Gendergerechtigkeit“ nicht komplexer wird, ist meines Erachtens nichts dagegen einzuwenden. Wenn beispielsweise anstatt „Alle Studenten müssen ihre Projektarbeit abgeben“ gesagt oder geschrieben wird „Alle Studierenden müssen ihre Projektarbeit abgeben“, ist die Inkludierung von Männern und Frauen in einem, die Sprache nicht komplizierter machenden Begriff begrüßenswert. Auch die Vermeidungstereotypisierender Sprache ist in einem bestimmten Ausmaß noch okay. Statt „Der Abteilungsleiter lässt seine Sekretärin einen Brief schreiben“ könnte man geschlechtsneutral auch sagen „Die Führungskraft bittet ihre Assistenz einen Brief zu schreiben“, um klassische Geschlechterrollen zu vermeiden. Selbst bei diesem harmlosen Beispiel habe ich jedoch rein sprachlich kein gutes Gefühl mehr.
Redundante Aufblähungen der Sprache wie zum Beispiel „Die Ärztin oder der Arzt erklärt der Patientin oder dem Patienten die Diagnose“ statt „Der Arzt erklärt dem Patienten die Diagnose“ ist meines Erachtens mentale Onanie, eine unnötige Überfrachtung der Sprache, und aus diesem Grunde abzulehnen. Noch schlimmer wäre angewendet auf dieses Beispiel eine geschlechtsneutrale Berufsbezeichnung wie etwa „Die medizinische Fachkraft erklärt der betroffenen Person die Diagnose“. Wer ist die medizinische Fachkraft? Der Arzt, der Krankenpfleger, die Krankenschwester – verflixt nochmal, schon wieder binäres, biologisches Denken in männlich und weiblich, warum nur?

Ich habe – in meiner Tätigkeit an einer Akademie zur Ausbildung von Bachelor und Master – meine Studenten gefragt was sie von den Skripten halten, in denen Wortmonster wie „Lieferanten und Lieferantinnen“, „Kunden und Kundinnen“, „Dreher und Dreherinnen“ oder von dem Genderstern, Doppelpunkt oder Unterstrich, beispielhalber Kund*innen, Mitarbeiter:innen, Lieferant_innen halten. Sie haben mich gebeten – Frauen wie Männer –, doch den für die Erstellung der Skripten Verantwortlichen zu schreiben, diesen Unsinn wegen der Nichtlesbarkeit der Texte in Zukunft zu unterlassen.

So, und jetzt noch etwas Grammatikalisches zu diesem leidigen Thema und ihren manchmal unterbelichteten Verfechtern. In einem aufklärenden Artikel
(Link: https://telegra.ph/Gendern-Biologie–Grammatik-08-)02
wurde die grammatikalische Fehlerhaftigkeit der gegenderten Sprache aufgegriffen. Hier das Wesentliche dieses Textes:

„In der deutschen Sprache gibt es ein natürliches Geschlecht (Sexus) und ein grammatisches Geschlecht (Genus). Beides wird von feministischen Linguistinnen gerne verwechselt, um nicht zu sagen: wild durcheinandergeworfen. Dabei können auch sprachwissenschaftliche Laien, wenn ihr Blick nicht ideologisch getrübt ist, den Unterschied leicht erkennen. Erstens nämlich gibt es drei Genusformen (maskulin, feminin, neutrum), aber nur zwei biologische Geschlechter (männlich und weiblich). Zweitens wird das Genus auch für Objekte ohne jede erkennbare Parallele zum natürlichen Geschlecht verwendet: der Herd, die Straße oder das Buch. Auch dass der Busen maskulin, die Eichel feminin und das Glied neutrum sind, beruht ganz offensichtlich nicht auf irgendwelchen biologischen Hintergründen. Ähnlich verhält es sich z. B. mit der Leser oder der Kunde. Während der Genus übergeschlechtlich verwendet wird (der Gast, der Mensch, die Person, die Waise, das Kind, das Individuum), stellt der Sexus eine weitere Aufsplitterung in männlich und weiblich dar.

Wir haben es hier mit etwas zu tun, was man in der Sprachwissenschaft „Synonymie“ nennt. Synonyme sind gleichlautende Wörter, die aber unterschiedliche Dinge meinen. Ein „Flügel“ kann beispielsweise der Teil eines Vogels sein, der Teil einer Fußballmannschaft oder ein Klavier. Manchmal sind diese Synonyme nicht so leicht auseinanderzuhalten, und da kommt es dann zu Missverständnissen wie in der feministischen Sprachwissenschaft. „Kunden“ kann nämlich ebenfalls zweierlei bedeuten: „Menschen, die einkaufen“ ebenso wie „Männer, die einkaufen“. Indem Sprachkritiker*innen behaupten, mit „Kunden“ seien nur Männer gemeint, erzeugen sie den Eindruck, Frauen würden sprachlich unterdrückt. Sie richten sich nicht danach, was Menschen meinen, wenn sie etwas sagen, sondern danach, was sie ihnen unterstellen, was sie meinen: „Sie reden ja nur von den Männern! Uns Frauen lassen Sie mal wieder unter den Tisch fallen!“

Aber das ist ebenso nervtötend wie falsch.

Auch sorgt der Artikel im Singular mit dem grammatischen Geschlecht für den Unterschied zwischen der (frohen) Kunde und dem Kunden sowie der Leiter und dem Leiter…

Aus eben den soeben erklärten Gründen sind 99 Lehrerinnen und ein Lehrer zusammen hundert Lehrer: Es wird nämlich der grammatikalische Oberbegriff verwendet, sobald eine auch nur irgendwie gemischte Gruppe besteht. Ohne einen solchen Oberbegriff, der für beide Geschlechter gilt, würden sich bestimmte Sachverhalte auch überhaupt nicht formulieren lassen (etwa „Jeder dritte Unternehmer in Österreich ist eine Frau.“ oder „Wir kennen nicht mal das Geschlecht des Verdächtigen.“) Ein „Tag“ mit seinen 24 Stunden besteht aus Tag und Nacht, genauso wie „der Kunde“ männlich oder weiblich sein kann – unabhängig von seinem grammatischen Geschlecht. Ähnlich verhält es sich mit „die Katze“: Die weibliche Form steht als Oberbegriff sowohl für das weibliche Tier als auch für das männliche, das wir, wenn wir es genauer spezifizieren möchten, als „der Kater“ bezeichnen (so wie „der Kunde“, wenn weiblich, zu „die Kundin“ wird). Zu behaupten mit „der Kunde“ seien nur Männer gemeint, allein weil „der“ davorsteht, ist grammatisch ungefähr so durchdacht, wie es die Argumentation ist, mit „die Kunden“ seien offenbar nur Frauen gemeint, weil „die“ davorsteht. In Wahrheit drückt natürlich keiner der beiden Artikel den Sexus aus: „die“ bezieht sich auf die Pluralform, „der“ auf den Genus. Erst durch die konsequente Doppelbenennung in der feministischen Sprache „die Kunden und Kundinnen“ wird der Sexismus in die Sprache eingeführt, wo er vorher durch den geschlechtsunabhängigen Oberbegriff nicht vorhanden war.

Tja, liebe feministische Linguisten und Linguistinnen, jetzt seid ihr platt, oder? Ihr wolltet alles richtig machen, und habt mal wieder alles falsch gemacht. Anstatt Sexismus zu vermeiden, habt ihr ihn mit eurer dümmlichen Ausdrucksweise in die Sprache reingebracht.

Jenseits jegliches Verständnisses sind für mich begriffliche Umdeutungen oder Neuschöpfungen wie „Gebärende“ statt „Mütter“, „Menschen mit Uterus“ statt „Frauen“, „Stillende“ statt „Mütter“, „Menstruierende“ statt „Frauen“, „Personen mit Eierstöcken“ und „Menschen mit Prostata“, „Schwangere Person“ statt „Schwangere Frau“, „Eltern mit Geburtserfahrung“ oder generell „Elternteil“ statt „Mutter/Vater“ in medizinischen Kontexten. Diese sprachlichen Vergewaltigungen, nur um trans und nicht-binäre Menschen – eine Minderheit in der Bevölkerung – sprachlich einzuschließen, die gebären können, aber sich nicht als Frauen identifizieren, ist ein No Go!

Ich begegne – auch mir nicht positiv gewogenen – Menschen ausschließlich auf Augenhöhe. Geschlecht, sexuelle Neigung, Nationalität, Herkunft, Hautfarbe und dergleichen spielen bei mir nicht die geringste Rolle. Aber ich verwehre mich gegen eine Verhunzung der Sprache. Wenn die selbsterkorenen Fürsprecher sexueller Minderheiten, die diesen Minderheiten zurecht verbrieften Minderheitenrechte mit ununterbrochener medialer Unterstützung schamlos ausnutzen, und mir vorschreiben wollen, wie ich zu reden habe, werde ich das nicht akzeptieren. Von diesen im Universum Gestrandeten lasse ich mir meine deutsche Muttersprache nicht verstümmeln! Oder soll ich jetzt „Gebärendensprache“ sagen? Ihr habt sie doch nicht mehr alle!

Befürworter dieser verkorksten und grammatikalisch unkorrekten Sprache wollen mit ihrer Hilfe Minderheiten nicht ausgrenzen, und die ihrer Meinung nach sozial-geschlechtliche Vielfalt in die Sprache einbeziehen. Sie glauben damit zu vermeiden, Menschen falsch zu klassifizieren und mitzuhelfen, zum Beispiel medizinische Kommunikation zu präzisieren.
In meinen Augen ist die gegenderte Sprache unnatürlich und auch entmenschlichend – Gebärende statt Mutter –, sowie kompliziert und entfremdend. Gerade, wenn man den speziell weiblichen oder männlichen Erfahrungen mehr Aufmerksamkeit schenken will, anstatt sie zu entpersonalisieren, wird man den Bedürfnissen der biologischen und gegebenenfalls sozialen Geschlechter eher gerecht.

Kulturstaatsminister Weimer untersagt Gendersprache

Der parteilose, im Mai 2025 von Bundeskanzler Friedrich Merz in dieses Amt berufene Kulturstaatsminister, Wolfram Weimer, hat die Verwendung gendergerechter Sprache in seiner Behörde untersagt, und will, dass sämtliche staatlich finanzierte Einrichtungen wie Museen, Stiftungen und Rundfunkanstalten ebenfalls darauf verzichten.

„Es geht dabei um eine gemeinsame Verantwortung für die Verständlichkeit staatlich geförderter Kommunikation”,

sagte Weimer. Es scheint noch Menschen mit Hirn zu geben. Vielleicht liegt es an der Parteilosigkeit von Weimer. Fraktionszwang in Parteien scheint die Gehirne der Politmarionetten insbesondere der Altparteien doch ein wenig zu vernebeln. Dass Weimer mehr Hirn als der Durchschnitt seiner Kollegen besitzt, zeigt schon der Umstand, dass er Skeptiker des menschengemachten Klimawandels ist. 2007 wandte sich Wolfram Weimer zusammen mit Josef Reichholf gegen den Weltklimarat IPCC und den vom IPCC inszenierten „Untergangsterror“ und die Gleichschaltung der öffentlichen Meinung. Er leugnete zwar nicht den Klimawandel – ein natürliches Phänomen kann ein intelligenter Mensch auch nicht leugnen –, ließ es aber dahingestellt, ob dieser menschengemacht sei. Dass es sich um eine „Klimalüge“ handelt – wie das Magazin Cicero einen Artikel seinerzeit betitelte – wird immer offensichtlicher. Weimer war bis 2010 Chefredakteur des Magazins Cicero.

Der Nachfolger der grünen Claudia Roth hat in seiner Behörde der Verwendung von Sonderzeichen wie Gendersternchen oder Unterstrichen die rote Karte gezeigt, was insbesondere die Grünen und diverse Medien gar nicht erfreute. Wörtlich sagte Weimer:

In der offiziellen Kommunikation verzichten wir daher auf Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkte oder Unterstriche – zugunsten von sprachlicher Klarheit, rechtlicher Eindeutigkeit und allgemeiner Verständlichkeit.“

Stattdessen soll durchgehend die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ verwendet werden. Wie angenehm, diese klaren und warmen Worte zu vernehmen!

Weimer fügte hinzu:

„Diese Linie empfehle ich auch jenen Institutionen, die mit öffentlichen Mitteln arbeiten – von Museen über Stiftungen bis hin zu Rundfunkanstalten.

Wer im öffentlichen Auftrag spricht, sollte eine Sprache wählen, die für alle nachvollziehbar ist und breite Akzeptanz findet.“

Der Bild am Sonntag sagte Weimer:

„Erzwungenes Gendern spiegelt keineswegs wider, wie die überwiegende Mehrheit in unserem Land spricht. Vielmehr vertieft das Gendern die Spaltung unserer Gesellschaft“ (…) „Sprache solle verbinden, nicht trennen”. 

Da hat Weimer zweifelsfrei recht. Die Macht- und Besitzeliten sowie ihre politischen und medialen Handlanger wollen jedoch spalten, sei es nun mit Themen wie Corona, Klima oder Gender. An Bürgern, die sich gegenseitig beharken, gehen die wirklich wichtigen Entscheidungen, die dann im Hintergrund getroffen werden können, vorbei. Divide et impera, teile und herrsche, wie es schon die alten Römer wussten.

Überdies sagte Weimer der „Bild am Sonntag“, privat stehe es weiterhin jedem frei, „sich so auszudrücken, wie er oder sie es möchte“.

Zudem hält sich Weimer an die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Dieser stellte 2023 erneut fest, dass Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich nicht zum Kernbestand der Orthografie gehören und daher auch nicht ins amtliche Regelwerk aufgenommen werden sollten. Der Staatsminister betonte, dass er „jede bevormundende Spracherziehung” ablehne. Mutwillige Eingriffe beschädigten ihm zufolge zudem die Schönheit der Sprache „im Land der Dichter und Denker”. Ja, und für dieses Land der Dichter und Denker schämen sich einige mental unterbelichtete Grüne, deren stupide Zitate ich an dieser Stelle nicht zum x-ten Male wiederholen möchte. Aber so schlau sind die Grünen dann doch, zu wissen, dass man mit einer verkorksten Sprache wie dem Gendern einen Teil der Kultur des Landes und damit auch einen Teil der Identität der Bürger zerstört. Hier mal zum Spaß „Der Erlkönig – gegendert nach Johann Wolfgang von Goethe“

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der/die Vater/Mutter/Elternteil mit seinem/ihrem Kind.
Er/Sie hat den/das Knaben/Mädchen wohl in dem Arm,
Er/Sie fasst ihn/es sicher, er/sie hält ihn/es warm.
Meine Sohn/Tochter, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater/Mutter/Elternteil, du den/die ErlkönigIn nicht!
Den/die ErlenkönigIn mit Kron’ und Schweif?
Meine Sohn/Tochter, es ist ein Nebelstreif.
Du liebes Kind, komm geh’ mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter/Vater/Elternteil hat manch gülden Gewand.

… und so weiter.

Vielleicht haben ja ein paar der grünen Politiker doch „1984“ von George Orwell gelesen, und mitgekriegt, was veränderte Sprache bewirken kann.
Ricarda Lang hat jedenfalls Kenntnis von diesem Buch. In einem Video vom 27. Dezember 2023 erklärte Ricarda Lang, den dystopischen Roman 1984 von George Orwell, den sie 2023 zu Weihnachten geschenkt bekam, „gestern“ gelesen zu haben — scheinbar an nur einem Tag. Hut ab, Frau Lang, das hätte ich nicht geschafft! Ich las das Buch zwei Mal vor langer Zeit und benötigte jedes Mal mehrere Tage. Frau Lang äußerte:

„Es ist sehr empfehlenswert. Es ist auch extrem bedrückend, weil es sehr genau beschreibt, wie Propaganda funktioniert, wie Menschen seelisch gebrochen werden und wie sich so auch eine Ideologie der Unterdrückung verbreiten kann.“

Beim Anhören dieser Worte fiel mir spontan das US-amerikanische Filmdrama aus dem Jahre 1955 mit James Dean „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ ein. Oder auch der Sinnspruch „Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage“. Nun, das trifft sicherlich auf viele Grüne in gehobenen Positionen zu.

Ist sich denn Frau Lang nicht darüber im Klaren, dass gerade auch ihre Partei mit den Methoden der im Orwell‘schen Buch beschriebenen Verfahren und ihren Instrumenten arbeitet? Entweder hat sie es nur oberflächlich gelesen, oder die eigentliche Aussage blieb ihr verborgen.

Nun wieder zurück zu Herrn Weimer und seinem Gender-Verbot in seiner Behörde. Mehrere Medien und Kulturschaffende reagierten kritisch und sehen in dem „unerhörten“ Vorstoß ein rückschrittliches Signal in einer offenen Gesellschaft. „Staatliche Bevormundung lehnen wir ab”, sagte der Geschäftsführer vom Deutschen Kulturrat, Olaf Zimmermann.

„Die Idee der Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der Kunstfreiheit ist es ja gerade, dass diese Institutionen in ihrem Wesenskern unabhängig sind. Deswegen müssen sie auch unabhängig darüber entscheiden können, wie sie sich äußern”,

sagte Olaf Zimmermann der Zeit.
Was meinen Sie mit Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Herr Zimmermann? Das meinen Sie doch nicht ernst, oder?
Olaf Zimmermann hat sich in der Corona-Diktatur klar gegen eine Diskriminierung von Kulturschaffenden geäußert hat. Er forderte die Bundesregierung und Politik mehrfach auf, den Kulturbereich angemessen und gerecht zu unterstützen und nicht wie bloßes Freizeitvergnügen zu behandeln. Hut ab, Herr Zimmermann!

Der Deutsche Journalistenverband nannte Weimers Ratschlag einen Angriff auf die Rundfunkfreiheit. Seit wann ist der Rundfunk frei? Das wäre mir neu. Bei allen Krisen – sei es Corona, die Ukraine, Gaza, das Klima – hat sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Propagandaorgan der eliteinstruierten Regierung entpuppt. Das jeweilige Narrativ wird aufrechterhalten, koste es, was es wolle, und wenn es noch so ein Schmarrn ist!

Das Magazin Spiegel schrieb:

„Die Idee der gendergerechten Sprache ist eine gesellschaftliche Forderung im Zeichen der Inklusion – sie ist wortwörtlich als Konzept gegen jegliche Spaltung gedacht und zielt darauf ab, alle Menschen miteinzubeziehen. Sprache formt Gesellschaft, schafft ein Miteinander.“

Richtig, Sprache formt die Gesellschaft, aber verformte Sprache kann sie spalten. Wenn durch das unsägliche Gendern Texte nicht mehr lesbar sind, und Teile der Kultur eines Landes den Bach runter gehen, dann werden einige Bürger – wie ich zum Beispiel – etwas dagegen haben. Und mit dieser Einstellung stehe ich nicht alleine. Hier eine Civey-Umfrage zu diesem Thema:

Wie Sie sehen, gehen knapp ¾ der Bevölkerung mit Wolfram Weimer konform.

Sven Lehmann von den Grünen – Vorsitzender des Kulturausschusses – äußerte heftige Kritik an Weimers Vorgehen. Zur dpa sagte er:

„Ist Herr Weimer eigentlich Kulturstaatsminister oder missionarischer Kulturkämpfer?“
„Es ist schlimm genug, dass er in seiner Behörde Sprachverbote verhängt. Dass er nun aber sogar freie Kulturinstitutionen einschränken will, geht eindeutig zu weit. Weimers Formel für seine Kulturpolitik lautet offenbar: Freiheit predigen und Verbote erlassen.“

Mit der Anspielung auf Doppelmoral sollten die Grünen vorsichtig sein. Keine Rüstungsgüter in Krisengebiete vor der Wahl, und emsigster Befürworter von Waffenlieferungen an die Ukraine nach der Wahl, oder Wladimir Putin als Berserker hinzustellen und das kindermordende Israel zu dulden – das nenne ich Doppelmoral!

Misbah Khan, die grüne Fraktionsvize äußerte sich ebenfalls kritisch:

„Wer nicht folgt, riskiert den Verlust relevanter Finanzmittel.“

Khan sieht im Vorstoß Weimers einen direkten Angriff auf die Freiheit von Kunst und Kultur, und sieht im Genderverbot eine Bevormundung.

Eine Empfehlung ist noch keine Bevormundung, auch wenn eine gewisse Bevormundung in Weimers Appell mitschwingen mag. Auch hier wäre ich als „die Verbotspartei“ schlechthin in Deutschland etwas vorsichtig mit solchen Anspielungen. Bei den Grünen war Bevormundung während der Ampelkoalition Tagesgeschäft. Und noch was: Was spricht dagegen, etwas Dümmliches abzuschaffen? Muss ja nicht per Gesetz sein, eine Empfehlung, verbunden mit der Hoffnung, dass sich Intelligenz letztendlich durchsetzt, reicht vorerst.
Und wie Sie aus der Civey-Umfrage ersehen, Frau Khan, hat die Bevölkerung von dem Gender-Schwachsinn die Nase gestrichen voll!

Gendering mal humorvoll

Abschließend möchte ich Ihnen noch einen Ausschnitt aus dem Text des herrlichen Films „Das Leben des Brian“ („Life of Brian“) von Monty Python kredenzen. Diese Szene illustriert auf wunderbar satirische und überspitzte Weise die Diskussion um Geschlechtsidentität und damit verbundene Rechte – eingebettet in den bizarren, politischen Humor von Monty Python. In dieser Szene dieses satirischen Meisterwerks besteht Stan immer wieder auf die weibliche Form.

Frage: „Warum redest du nur pausenlos über Frauen, Stan?“

Stan: „Weil ich eine sein möchte…“

Andere Person: „Was?“

Stan: „Ich möchte eine Frau sein. Ich möchte, dass ihr… dass ihr mich von jetzt an Loretta nennt.“

Andere Person: „Was?“

Stan: „Das ist mein Recht als Mann.“

Andere Person: „Ja, aber warum möchtest du Loretta sein, Stan?“

Stan: „Weil ich Babys haben möchte.“

Andere Person: „Was möchtest du haben? Babys???”

Stan: „Jeder Mann hat das Recht, Babys zu haben, wenn er sie haben will.“

Andere Person: „Aber, aber du kannst keine Babys haben.“

Stan: „Unterdrücke mich bitte nicht.“

Andere Person: „Ich unterdrücke dich überhaupt nicht, Stan. Aber du hast keine Mumu. Eine Gebärmutter hast du auch nicht. Wie soll denn das funktionieren? Willst du’s in ’ner Zigarrenkiste aufheben?“

Ab dieser Szene besteht Stan immer wieder darauf, die weibliche Form in die Sprache einzubinden. Nachfolgend ein Textfragment, in dem verschiedene Geschlechtsformen spielerisch nebeneinandergestellt werden:

Andere Person: „…es das unveräußerliche Recht eines jeden Mannes ist…“

Stan: „Oder Frau…“

Andere Person: „…oder Frau, dass er sich selbst verachtet.“

Stan: „Oder sie sich selbst…“

Andere Person: „…oder sie sich selbst.“

Stan: „Einverstanden.“

Andere Person: „Danke, Bruder.“

Stan: „Oder Schwester…“

Andere Person: „…oder Schwester.“

Diese beiden Szenen machen in genüsslicher Form – natürlich nicht für die verkrampften Genderisten – den lächerlichen Genderschwachsinn, der erst lange nach diesem Film seine volle Fahrt aufnahm, sichtbar.


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Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 22

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

Ist das Plakat im Titelbild jetzt Comedy oder mal gelungene Satire? Es ist zu befürchten, dies ist weder noch, sondern bitterer Ernst. Diese Deppenrepublik halten wirklich „weder Ochs noch Esel auf“. Das hat übrigens Erich, der Unaufhaltsame, damals genauso beschworen über den Sozialismus. Der Ausgang ist bekannt.

Es steht da doch weiß auf schwarz: Schluss mit lustig, ääähhh…, na, Sie wissen’s eh. Illustriert mit einem maßlos überkandidelten Muckiarm als Symbol für Deutschland, direkt aus dem Emoji-Universum der „sozialen Medien“.

Der strikte Befehl, sofort 3 gute Dinge zu benennen, ist wohl den subtilen Foltermethoden der Guantanamo-Wächter entnommen. Ob die dortigen Häftlinge wirklich mit derartigen Grausamkeiten traktiert werden, ist aber rein spekulativ.

Was soll da eigentlich noch die mehr als seltsame Karikatur einer Rakete im Manga-Stil? Hat da jemand einfach keine Idee gehabt und war auch noch absolut unfähig, das umzusetzen? „Big Brother is watchig you“ auf total infantil?

Aber hier soll ja nicht vorverurteilt oder geframed werden, wie wir das alle inzwischen bestens von unseren Medien gewohnt sind, sondern Sie können und sollen sich ein eigenes Bild von diesem Bild machen. Sofern Sie das noch können oder wollen sollten. Gerne auch die „Intelligenzresistenten“.

Lebt der Propaganda-Texter Muhammad as-Sahhaf, der Ex-Informationsminister unter Saddam Hussein, der „Comical Ali“ eigentlich noch? „Dea hod do in da gleichn Woid glebt wia de Macha vo dem Scheiß“.

Nachfolgend also weiter mit einem Fitzelchen satirischer Hetze.

Nur, damit Sie nicht in Versuchung geraten, vom Glauben an die von Menschen, vornehmlich aus deutschen Landen, gemachte Klimahölle abzufallen, sei ein Bericht vom „unübertroffen seriösen“ DWD (Deutscher Wetter Dienst) erwähnt. Darin wird betont, dass der Juli zwar zu nass, aber auch… trara…. zu warm (!) gewesen ist. „Weas glabt, wead seelig. Bläd is a ja scho…“

Weil die Hitze ausbleibt, wird sie jetzt offensichtlich kompensiert mit noch mehr Hetze. Parole: „Gebt mir ein „e“ für ein „i“!“ Drücken wir also der Justiz die Daumen mit ihrer neuen „Task Force gegen Hass und Hetze“, damit derartige Sperenzchen unverzüglich ausgemerzt werden können. Kommt bei Ihnen eigentlich auch so ein komisches Gefühl beim Wort „ausmerzen“ hoch?

Unterdessen hat auch das Bundesfamilienministerium eine Meldestelle eingerichtet, „um unsere Gesellschaft vor den wachsenden Gefahren von Verschwörungsdenken zu schützen“. Die Beratung dort schützt einen vor der Falle des unerwünschten Denkens, also vor „Hass und Hetzte“.

Zu diesen kleinen Puzzlesteinen kommen beständig weitere, die wunderbar dazu beitragen, nach und nach das ganze Bild besser zu erkennen. Dabei sollte man sich von den Puzzlesteinproduzenten nicht aus dem Konzept bringen lassen und auf jeden Fall im Kopf behalten: „Die sind blöd, aber mächtig. Und skrupellos.“ So schaugt‘s nämlich aus, wie Michael Sailer durchaus angebracht anmerkt.

Oft machen kleine Dinge einen großen Unterschied.

Die digitale ID, also die Erfassung, Kennzeichnung und (Daten)Abschöpfung jedes einzelnen Individuums ist nach wie vor das Ziel der Weltbeherrschungswoller. Damit ist die totale Kontrolle der Massen möglich. Mit Corona hat‘s doch ganz gut geklappt, trotzdem braucht es bis zum „Endsieg“ noch weitere trojanische Pferde.

Derzeit wird da viel rumprobiert. Ob Handyverbot für die lieben Kleinen, zur „Vereinfachung“ von Behördengängen, wie beim Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft mit 2 Klicks, oder sogar die Abweisung Nicht-Einheimischer zum Freibadplanschen. Im Endeffekt läuft das alles auf eine möglichst freiwillige Zustimmung für eine Einlass-Erlaubnis zu egal was hinaus. Das Mittel der Zeit ist dann, Überraschung…, eine digitale ID.

Von der Zeugung bis zur Endverwertung (Organspende) nach dem Tod. Nur als „Soylent Green“ werden die Endprodukte garantiert NICHT vermarktet. Wetten?

Warum soll mit dem Menschenvieh auch anders umgegangen werden als mit Nutzvieh? Ob die totale Macht sich dieses Mal ohne totalen Krieg durchsetzen lässt, bleibt aber weiterhin spannend.

„Wir haben die Dummheit gesät, und jetzt fahren wir die Ernte ein.“ Hadmut Danisch

Das russische Militär rückt derweilen auf das bröckelnde Kiewer Regime unaufhaltsam vor wie dickflüssige Lava. „Wenn sich die Kiewer Marionette weigert zu gehen, wird er mit Gewalt entfernt.“ Meinen viele. Denn wenn die Kiewer Kabale insgesamt hinweggefegt werden sollte, zum Beispiel durch eine natürlich völlig unvorstellbare, überraschende totale Niederlage in Sachen Militär, Ressourcen und sonstigen staatlichen Strukturen, stehen auch die westlichen Führer bis zum Hals in der Scheiße.

Eine winzige, kleine Tickermeldung war dieser Tage, dass die neuen Spartaner, unsere Helden an der Ostfront, die Verteidiger des heiligen Abendlandes, die Hüter der alles überstrahlenden Kultur des gesamten glorreichen Wertewestens, die reale Inkarnation der „Advengers“ (dies ist eine ganz bewusste Kombination aus Advertising=Werbung, und Avengers=Superhelden, das hier Werbe-Superhelden meint), also die ukrainischen Provinzpräfekten, vorweg der Komiker und Gemächt-Piano-Spieler, sich nun bereit erklärt haben, auch Menschen über 60 Lebensjahren nicht länger von der sieges-ruhm-gestählten ukrainischen Armee auszuschließen. Nein, ihnen wird jetzt großherzig und inklusiv, Zitat: „die Aufnahme in die Streitkräfte ermöglicht“. Der Volkssturm ist wieder en vogue. Ist „Sieg slava!“ hier passend?

Besseres „orwell’sches Neusprech“ kann man sich nicht ausdenken. Da hätte der Klumpfuß sich noch was abkupfern können. Damit sind sowohl der Typ mit dem vormaligen Titel „Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda“, dem übrigens eine gewisse Ähnlichkeit mit einem heutigen deutschen General mit Namen Freuding nicht abzusprechen ist, als auch der Leibhaftige selbst (Nein! Nicht der im Kreml), der luziferische Luzifer, der reale Höllenbeherrscher gemeint.

Apropos Freuding.

Vielleicht reicht ihm die physiognomische Nähe zu seinem – vermutlichen – Vorbild nicht mehr aus, denn in einem Interview mit der Redaktion der Bundeswehr tätigte Generalmajor Christian Freuding eine Aussage, auf die selbst die „Goebbels-Schnauze“ nicht gekommen ist.

Er sagte wörtlich: „Alles für die Freiheit aufzugeben, das ist Freiheit!“ Da kommt doch „Freuding“ auf… Haha… auch Flachwitze sollen hier nicht diskriminiert werden! Der soll im Übrigen ab September neuer Inspekteur des Heeres werden. „Maigottnah…“

Das, was früher mal mit einer „verantwortungsvollen Position“ bezeichnet wurde, ist heute vollkommen umgedreht worden. Wer gegenwärtig auf eine höhere Position gelangt, der kann völlig verantwortungslos handeln, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen. Allerdings nur solange die Person die gewünschten Floskeln und Phrasen absondert und keinerlei subversive Tendenzen erkennen lässt. Dann ist die Macht mit einem. „Ois okäy, oiso…“

Übrigens: Vergleiche anzustellen ist pauschal nicht gern gesehen und sowieso immer öfter verboten, insbesondere mit allem aus den 1.000 Jahren zwischen 1933 und 1945. Michael Klonovsky stellt dazu fest: „Die politmediale Kaste umtanzt ihre Totems in fingierter heiliger Scheu.“ Und fragt lieber mal nach: „Die tausend Jahre bis 1933 waren nur ein Vogelschiss in der deutschen Geschichte – ist es so richtig?“

Wolf Wetzel mahnt nachdrücklich an: „Die Einrichtung einer bundesweiten Ausgabestelle für genehmigte Aussagen und Symbole ist überfällig und alternativlos.“ Denn die Verbotslisten dafür sind inzwischen schon kilometerlang.

Liebe Leute, schweiget zu allem und bezahlet es freudig, sei’s mit Geld oder Blut! Oder mit beidem.

„Teile und herrsche“ kennt man doch nun schon lange als Herrschaftsprinzip. Das „perfide Albion“ hat dies zu unerreichten Höhen in annähernder Perfektion entwickelt. Die tagtägliche Anwendung ist überall zu sehen. Man müsste bei Willhelm Zwo nachträglich Abbitte für seinen Durchblick leisten. Der kannte halt seine verlotterte bzw. verlogene Verwandtschaft.

Wer nach einem Gründervater bzw. einem Spiritus Rector für diese Art der Staatskunst im wilden Wertloswesten Ausschau hält, der wird vielleicht auf Tullius Destructivus stoßen. Der war eine Geheimwaffe von Gaius Julius Ceasar in seinem Kampf gegen die bislang für ihn unbezwingbaren Barbaren im Nordwesten Galliens.

Er war der ungekürte Meister auf dem weiten Feld des Zwietracht Säens. Sobald dieser miese, hackfressige Widerling auftauchte, lud sich eine hinterhältige, streitwillige Stimmung in seinem Umfeld auf, die alles und jeden aufeinander losgehen ließ. Das ging vom erhitzten Wortgefecht, über gnadenlosen Streit, bis zu ausufernden Raufhändeln. Niemand konnte sich dem entziehen.

Das Prinzip „divide et impera“ haben aber schon die Römer von woanders übernommen und weiter verfeinert. Perfidie gibt es ebenfalls bereits seit Urzeiten.

„Die weißen Herrenmenschen geben Versprechen nur, um sie zu brechen.“

In einer Bevölkerung, die zunehmend zu „atrophierten Gemütern“ mutiert, fällt dies glücklicherweise ohnehin immer weniger auf. Das „atrophiert“ bezeichnet lt. Definition „Menschen, deren geistige Fähigkeiten oder psychische Verfassung durch eine Verringerung oder Schwächung gekennzeichnet sind, ähnlich wie bei einer körperlichen Atrophie, bei der Gewebe oder Muskeln schrumpfen oder an Masse verlieren. Es kann eine Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit, der emotionalen Reaktivität oder der Fähigkeit, klar zu denken, bedeuten.“

Somit leben wir in einer Welt, mit dem äußeren Bild einer scheindemokratisch glitzernden Fassade, hinter der Fantastilliardäre und Finanzmarktsteuerleute mithilfe der Geheimdienste die Fäden ziehen, an denen Medien und Politik fest daran verknotet sind. Im Westen finden sich bei den Fädenziehern seit ungefähr zweieinhalb Jahrhunderten, je nach Perspektive, die immer gleichen Namen.

Der gute Robert J. Burrowes behauptet, dass das geschätzte Vermögen der Familie Rothschild mal so eben 100 Billionen US-Dollar übersteigt und damit die „Vermögen” der „wohlhabenden Einzelpersonen” – wie Bill Gates, Jeff Bezos und Elon Musk – in den Schatten stellt. „Wenn des stimmt, dann…, dann…, dann aba…“. Ja, was dann?

Es gibt daneben noch ein paar weitere ehrenwerte Familien mit enorm viel so genanntem „altem Geld“. Die Namen kennt man auch schon seit mehr als 150 Jahren. Rockefeller, Morgan, Carnegie, Vanderbilt und andere Kollegen wurden damals bereits als „Robber-Barons“ bezeichnet. Warum wohl?

Sehen Sie sich „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Sergio Leone mal unter Einbeziehung dieses Wissens an und Sie sehen den Film mit anderen Augen!

Unsere Führung in „UnsererDemokratie“ besteht aus Leuten, die die Stiefel von Leuten lecken, mit denen sie selbst vorher getreten wurden. Die Wähler solcher Leute sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Doch die ganzen Pinocchios werden immer sichtbarer. Der formal ganz oben stehende hierzulande ist jetzt sogar T-Shirt-Motiv.

Die große Weisheit von Jiddu Krishnamurti ist wie für die gegenwärtigen Zeiten gemacht: „Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.“

Die Krankheit besteht darin, sich so weit wie nur möglich von jeder Realität fernzuhalten und dafür in enger Umschlungenheit mit der vorgegebenen Ideologie eine möglichst weit realitätsentrückte Politik zu befördern.

Kann man dem Volksmund trauen? Hat der einfach immer Recht?

Auch wenn der sagt: „Dem Wahnsinn sind keine Grenzen gesetzt“. Man muss sich doch nur umschauen. Aber man soll auch positives sehen können. Bloß wo?

Hier! Das Handwerk rückt wieder mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit, insbesondere das Schmieden nimmt an Bedeutung gerade stark zu. Nicht nur das schmieden von Stahl zu Panzern, auch das Wortschmieden in den Panzern, den Denk-Panzern, gemeinhin „Think Tanks“ genannt, schwingt sich auf zu großen Höhen. Die Propaganda schlägt Purzelbäume im Akkord und braucht Schmiede, Wortschmiede en masse.

Dagegen schreibt Arnaud Bertrand zur Lage, es ist die „verzweifelte Hybris, die den amerikanischen Imperialismus in seinem Spätstadium antreibt.“

Für die andere Seite, hier gemeint ist der Atlantik, nicht die Russen und Chinesen, benennt Timofei Bordatschow die Gründe für den Untergang der EU folgendermaßen als „das Fehlen einer Zukunftsvision, der totale Verfall der Eliten und der politischen Systeme, die völlige Apathie der Bevölkerung.“

Man darf gespannt sein, ob am Ende überhaupt noch jemand imstande ist, das Licht wirklich auszumachen…

„Es ist ein Segen, wenn man das Elend sehen kann, weil man dann die Chance hat es zu überwinden.“ Internet

Im Sinne von Rick Sanchez: Bleiben Sie „Schwifty“!

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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„Mal eben noch die Welt retten“

Anmerkungen von Werner Roth

Unbestreitbar kennzeichnen „den Westen“ so manche Eigenarten, die es nur dort gibt. Eine davon ist die weit verbreitete Überzeugung: Die Welt muss gerettet werden! So tönt es unüberhörbar von überall her auf jeden ein. Ob „die Welt“ das will oder nicht, ist dabei wurscht. Aber so was von…

Haben eigentlich die unzähligen Weltrettungsaktivitäten den selbsternannten Weltenrettern denn irgendwie zur eigenen seelischen Gesundheit verholfen? Eher nicht. Da können Sie mal sehen, wie selbstlos – oder besser selbstvergessen (?) – die Protagonisten auf dem weiten Feld der Rettung der Welt so agieren.

Vielleicht sind Leute, die die Welt retten wollen, deshalb oft die unangenehmsten Mitmenschen, die man auf diesem Planeten finden kann. Die sind fast immer voller Angst, oft im Panikmodus und schauen meistens so verkniffen. Eine wirkliche innere Entspanntheit ist da eher nicht zu erkennen. Aber das könnte auch an der sog. Wohlstandsverwahrlosung und der inneren Leere liegen. Wen juckt’s?

Das gilt so ziemlich für jeden, der sich die Weltenrettung ans Revers heftet. Denn in Wahrheit sind sie allesamt geltungssüchtige Selbstdarsteller, egal ob als Politiker/Experte m/w/d dauerpräsent in den Medien oder als kleine Würstchen „an der Basis“ der jeweiligen „Bewegungen“. Aufgrund ihrer oft impertinenten Übergriffigkeit schwindet die Zahl ihrer Sympathisanten eher als dass sie zunimmt.

Manche glauben im Sinne einer bzw. der höchsten Instanz zu handeln, quasi „im Auftrag des Herrn“, was dann natürlich unangreifbar ist.

Und diese Verantwortung will erstmal geschultert werden.

Vor einiger Zeit wandelte da ja dieser langhaarige Kiffertyp auf seinen später nach ihm benannten Latschen „umanand“, um eben die Welt zu retten. Das wurde diesem Sonderling zumindest von seinen Jüngern, also der „Fanbase“, bis heute so unterstellt.

Ob dies tatsächlich der zugrunde liegenden Intention dieses Proto-Hippies entsprach, ist nicht wirklich eindeutig zu belegen. Erst einige Zeit nach seinem offenbar recht tragischen Dahinscheiden wurden von den unterschiedlichsten Charakteren Texte über ihn verfasst. Vieles darin scheint dabei inspiriert von fernöstlichen Gedankenwelten und den individuellen Projektionen der jeweiligen Schreiberlinge.

Jedenfalls kann man hier sehr gut sehen, wie aus der vermeintlich(?) ursprünglichen Absicht eines angenommenen sehr guten Menschen eine Bewegung erwachsen ist, die die Botschaft dieser Menschwerdung des Göttlichen zuweilen weit in sein Gegenteil transformiert und so für profanste Dinge missbraucht hat. „Folgt der Sandale!“ oder „Folgt dem Kürbis!“ Wer hat nun Recht?

Sobald nämlich eine bestimmte Art Zeitgenossen, die Selbstgefälligen, Verbohrten und narzisstischen Blender, die Macht über die Deutungshoheit der reinen Lehre in Händen hält, müssen alle, die nicht mitmachen, zu ihrem eigenen Wohl überzeugt und letztlich bekehrt werden. Uneinsichtige Verweigerer müssen deshalb auch bekämpft werden, sonst wäre das alles überragende Ziel der Rettung der Welt gefährdet. Diesem besten und höchsten aller Ziele hat sich schließlich alles und jeder unterzuordnen.

Das passiert zwar nicht immer, aber leider viel zu oft. Letztlich steckt somit in unserer polaren Welt der Kern des Totalitarismus gerade in der – mutmaßlich – alles überstrahlenden Idee der Weltrettung.

Wenn Idealismus in Fanatismus übergeht, fußt dies auf der felsenfesten Überzeugung, im Dienste des Guten zu stehen. Das macht die Geschichte immer wieder so gewalttätig.

Gegenwärtig leben wir in einer Gesellschaft voller Verrückter, die alle belehren, wie sie leben sollen.

Doch die Regeln, die sie vorgeben und die das Leben bestimmen sollen, sind allesamt das Produkt kranker Gehirne. Spätestens mit dem rücksichtslosen Aufoktroyieren des maßlos übergriffigen und vollständig weltfremden woken Weltbilds beging der Westen Selbstmord. Der Jesus-Typ aus Palästina (!) würde wohl über sie sagen: „Vergib ihnen, Vater, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Noch röchelt er, der Wertewesten, doch das Ende der Fahnenstange ist nah! „Und das ist gut so!“ hat der frühere Regierende Wowereit mal gesagt. „Jaja, scho guad. Des woa woandas, aba des basst hoit so schee.“

Die Rettung erhofft man sich offenkundig in der Vielfalt. In der Vielfalt des Totalitären. „Totaler und radikaler, wie ihr euch das heute noch gar nicht vorstellen könnt“, wie ein berühmt-berüchtigter früherer Minister mal unter frenetischen Beifallsstürmen verkündet hat. Und „Totalitarismus duldet nichts anderes als die Vereinnahmung aller Menschen in die beherrschte und gesteuerte Masse“ wie Felix Feistel erhellend ausführt.

Die Toleranz in „Unsererdemokratie“ kommt dann am besten zum Ausdruck, wenn die Forderung erhoben wird: „Ihr müsst jetzt mal tolerant sein.“ Der Zusatz „sonst gibt’s was auf die Fresse!“ schwingt da stets unausgesprochen mit. Motto: „Willst Du nicht meiner Meinung sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein“. Klappe zu! Affe tot!

Nach Dietrich Bonhoeffer sind ja die Dummen besonders gefährlich, weil sie glauben, Gutes zu tun, was sie absolut immun gegen Korrekturen macht. Auch deshalb sind Personen, die über Intelligenz, eine gefestigte Charakterstruktur, ein stabiles Rückgrat und ein ausgeprägtes Gefühl für Ehre verfügen, in totalitären Systemen möglicherweise nicht die ideale Besetzung für gehobene Positionen. Folglich werden sie einfach ausgesondert.

Warum nehmen die Meisten das alles immer noch mit einem Schulterzucken hin?

Weil sich in ihrer eigenen Lebenswelt nichts wirklich dramatisch verändert hat. Die Medien sehen immer noch so aus, wie man das sein ganzes Leben gewohnt ist.

Es hat sich ja rein äußerlich nichts geändert, sondern „nur“ inhaltlich.

Die Marken-Logos der TV- und Printprodukte der ganzen Gehirnwaschmaschinen hat die Masse ihr Leben lang begleitet und dieses frühere gute Image ist bis heute verankert. Deswegen funktioniert die ganze Nummer. Das Sprichwort muss hier umgedreht werden: „Was der Bauer kennt, frisst er eben“.

Dazu ist in der Lebenswirklichkeit der großen Mehrheit noch für ausreichend „panem et circenses“ (Brot und Spiele) gesorgt. Die jeweiligen Individuen beschäftigen sich in ihrem Leben mit ihrer Arbeit (sofern sie noch eine haben), mit ihrer Familie (sofern sie noch eine haben), in ihrer Freizeit mit ihrer Freizeitgestaltung, der Mediennutzung, zumeist Glotze gucken (Krimis, Fußball, Tagesschau, Hollywood-Trash, …) und sich im Internet verlieren. Mehr ist da nicht. „Die Brötchen verdienen“ (panem) und „Spaß haben“ (circenses) ist die heutige Version der römischen „Pleps“, also dem Pöbel.

In den Massenmedien könnten sie auch das schrillste Kauderwelsch daher sabbeln oder auch nur einen Haufen Geräusche von sich geben, ohne dass der Konsument etwas Sinnvolles verpassen würde. Was??? Das ist jetzt schon so? Na dann… Wer braucht schon inhaltliche Substanz, wenn’s doch so schön rumst und bumst?

Im TV sind nur Leute zugange, die böse Dinge tun und dafür ihr Publikum auf unverschämteste Art und Weise verarschen. Menschen, die eine normale logische Denkfähigkeit haben, sind zu solchen närrischen Kopfauswüchsen nicht fähig. Das schaffen nur „plain and simple idiots“, also schlichte und einfache Idioten.

Obendrauf haben die deutschen „Talking Heads“ aus Politik und Medien eine starke Vorliebe dafür, sich immer unverhohlener aus dem Nazi-Wortschatz von Joseph Goebbels & Co. zu bedienen. Die Laberrunden im TV sind allesamt bestenfalls ein „Dschungel-Camp“ des selbsternannten „Qualitätsjournalismus“, wie das Bodo Schickentanz genüßlich formuliert.

Trotzdem ist die Bevölkerung damit in ihren kleinen Welten schon ganz gut ausgelastet.

Bei zusätzlicher Informationsaneignung bspw. durch sog. alternative Medien ist die Grenze zum „Information Overload“ schnell erreicht. Außerdem ist Konzentration und Denken für den Großteil der Menschen mit Anstrengung verbunden und weniger mit Freude.

Darüber hinaus werden heute nicht mehr nur einzelne Säue durchs Dorf getrieben, sondern auch hier hat die Massentierhaltung Einzug gehalten, so dass täglich ganze Herden von Säuen durch alle möglichen medialen Dörfer (=Blasen) getrieben werden.

Achten Sie mal darauf, wie groß der Anteil der Information ist im Vergleich zum Anteil, der das Gefühl anspricht, in egal welchem Beitrag in den Medien insgesamt. Seien Sie nicht überrascht, wenn das Verhältnis grob 90 zu 10 entspricht oder noch deutlicher ist.

Dabei ist die Adressierung ans Gefühl nicht per se negativ, im Gegenteil. Doch Sie wissen ja, „die Dosis macht das Gift“ im Hinblick auf Intensität und Quantität.

Dazu sollten Sie sich fragen, wie oft und wie lang versucht wurde, bei Ihnen Angst zu erzeugen. Warum? Weil Angst der bestgeeignetste emotionale Träger für die klassische Konditionierung mit der gewünschten Botschaft ist. „Wea si voa Angst in d’Hosn macht, dea glabt an jedn Scheiß. Host mi?“

Warum ist eigentlich Dieter Bohlen nicht Bundeskanzler? Trump ist doch auch POTUS.

Wir leben in einer ganz besonderen Diktatur, die auch als eine „Idiotur“ durchgehen würde. Aber die Idiotur wird notwendigerweise in diktatorische Gewaltherrschaft führen. Denn Idioten können ihre Herrschaft nur mit autoritären Mitteln sichern. Schon länger werden dazu „Idioten zu Idolen“ gemacht.

Einer der spitzzüngigsten Durchblicker, der C.J. Hopkins, erklärt: „Es geht alles nur um Marketing, Werbung, Branding. Es geht ums Verkaufen von Bildern. Die Bilder bedeuten nichts. Sie sind nur Pavlovsche Reize, die darauf abzielen, eine Reaktion im Zielkonsumenten auszulösen.“ Jede Marketingfachkraft wird das bestätigen, sofern sie nicht voll bei „den Guten™“ integriert ist bzw. von denen mit (viel?) Geld gezwungen, also korrumpiert wurde.

Wir leben wirklich im Zeitalter der Vergötterung der Peinlichkeiten. Es gab Zeiten, da war es gesellschaftlich extrem peinlich, wenn man z.B. seine Matheschwäche öffentlich ausgesprochen hätte. Heute gehört das quasi zum guten Ton. Wie will man auf einer solchen geistig-intellektuellen Grundlage die Welt retten?

Derzeit bekommt man von überall her hohle Phrasen um die Ohren gehauen.

So müsse man „für die Rechte der queeeren Menschen“ einstehen, natürlich „ganz entschieden“. Selbstverständlich vorangetrieben von den Rettern der Welt, vor denen einfach niemand sicher ist.

Aber was sind das eigentlich für Rechte, die den LGBTQXYZ+ Menschenwesen vorenthalten werden? Das Recht, vergöttert zu werden? Das Recht auf andauerndes Glück? Das Recht, sich nicht schlecht zu fühlen? Das Recht auf „Performance“ von Dragqueens in Kindergärten? Fällt Ihnen noch was ein?

Bereits ein verschämtes Augenzwinkern kann von einer woken Schreckschraube schon als sexuelle Belästigung empfunden werden und Sie einer Strafverfolgung aussetzen. Wann gibt es die Pflicht zur Ehrbezeugung vor Fahnen in den „Reichsregenbogenfarben“?

Vielleicht denken Sie mal darüber nach, warum in einem Ausmaß über diese sog. Queer-Menschen berichtet wird, als gäbe es sonst nichts. Könnte es sein, dass Sie bewußt auf die Palme getrieben werden sollen? Um Sie vielleicht, ganz eventuell von anderen Dingen abzulenken? Dingen, die kein wirklich gutes Licht auf die Staatslenker werfen?

Nicht nur in den sogenannten „informierten Kreisen“ kommt man aus dem „schuppenschleudernden Kopfschütteln“ gar nicht mehr raus.

Zum Abschluss soll noch auf den immer schneller zum „running gag“ mutierenden Hilferuf unserer neuen besten Freunde eingegangen werden. Die geben doch schon jahrelang massenhaft das Leben ihrer eigenen Leute hin, um die Welt vor dem Bösen schlechthin zu retten.

Zugegeben, das letzte Waffenstillstandsangebot des Komikers aus „Kiehjiyw“ – im beflissensten Deutschland ever heißt Kiew jetzt „Kiehjiyw“ – an „die Russen“ ist so irre, das hat sich nicht mal der Führer erlaubt. Das ist in etwa vergleichbar, als wenn der Gröfaz im April 45 einen Vorschlag an „die Russen“ für eine bedingungslose Waffenruhe gemacht hätte.

Wie man weiß, hat der Führer davon abgesehen. Doch selbst wenn, dann hätte das der untermenschliche, behämmerte „Russe“ schon damals nicht geschnallt und so wird er auch dieses Mal nicht zugreifen. Dem „Russen“ ist einfach nicht zu helfen…

Es gibt die Welt so wie sie ist. Und es gibt die ideale Welt.

Wir müssen uns halt mit der realen Welt auseinandersetzen. Wer etwas verbessern will, sollte mit dem ersten Schritt anfangen. Bei sich selbst. „Eastmoi voa seina eigana Dia kean!“

Wer dann immer noch die Welt retten will, täte gut daran, sich auch mit dem großen Weisen aus dem Reich der Mitte, Laotse, zu beschäftigen:

„Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es.“

So schaugts aus. Tschaus’n…

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Ukraine-Krieg: Was will eigentlich die Bevölkerung der Krim?

Gastbeitrag von Enno Schmidt

2015 trennte sich die Halbinsel Krim in einem Referendum von der Ukraine und trat Russland bei. Die Bevölkerung der Krim konnte nach einem jahrzehntelangen Kampf um Unabhängigkeit ihren Willen geltend machen, zu Russland zu gehören. Seither wird Russland von der NATO als aggressiver Okkupator gebrandmarkt und die ukrainische Armee versuchte ab 2022 die Krim gewaltsam zu erobern.

von Enno Schmidt

Die EU geht den Weg in eine Kriegswirtschaft. Russland ist der Gegner. Zahlen sollen es die Bürgerinnen und Bürger. In einer Demokratie sollte das ihre Entscheidung sein. Dafür müssen sie wahrheitsgemäß informiert werden. Deshalb hat Thomas Mayer sich auf die „Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg“ gemacht. In einem Kapitel seines Buches geht es um die Krim. Was dabei zutage tritt, könnte schockieren; zumindest erstaunen. Dieses Kapitel aus der Hörbuch-Fassung, gesprochen von Enno Schmidt, ist gratis online.

Mit der Loslösung der Krim aus der Ukraine im März 2014 begann der Bürgerkrieg in der Ostukraine, der im Februar 2022 zum Ukraine-Krieg eskalierte. Das Ziel der Kiewer Regierung, die Krim und die Donbass-Regionen zu erobern und wieder in die Ukraine einzugliedern, ließ keinen Frieden zu und steht ihm auch jetzt im Wege. Putin, so heißt es, dürfe für seine Aggression nicht auch noch mit Landgewinnen belohnt werden.

Doch was will eigentlich die Bevölkerung der Krim? Um diese zentrale Frage geht es in dem Hörbuch-Kapitel des Buches „Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg“, das die Geschichte der Krim schildert.

Noch zu Sowjetzeiten, im Januar 1991, fand auf der Krim eine Volksabstimmung statt, bei der 93 Prozent der Abstimmenden sich dafür aussprachen, dass die Krim unabhängig von der Ukraine sein solle und als „autonome Republik Krim“ an der neuen Union teilnimmt, die vom Präsidenten der Sowjetunion, Michael Gorbatschow, geplant war. Das zeigt eine deutliche Absage der Krim-Bevölkerung an die Ukraine und ein deutliches Plädoyer für die Union mit Russland.

Doch Kiew ignorierte das Ergebnis und verweigerte der Krim das Recht auf Selbstbestimmung. Am 1. Dezember 1991 fand in der gesamten Ukraine ein Referendum statt, indem 92,3 Prozent der Ukrainer für die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion votierten. Damit gründete sich die Ukraine als eigenständiger Staat. Die Sowjetunion zerfiel. Im Referendumsgesetz war aber vorgesehen, dass die Krim, die den Status eines autonomen Gebietes innerhalb der Ukraine hatte, unabhängig von der Gesamtukraine über ihre Zukunft entscheiden kann, ob also die Krim als eigenständige Republik der Union mit Russland beitreten oder weiter zur Ukraine gehören soll. Doch dieses gesetzliche Recht wurden der Krim verwehrt und so die Krim von der Ukraine vereinnahmt.

Im Mai 1992 erklärte das Krim-Parlament erneut die Krim für unabhängig von der Ukraine und kündigte ein neues Unabhängigkeitsreferendum an. Dieses wurde aber auf Druck von Kiew und aufgrund weitreichender Zugeständnisse Kiews an die Krim ausgesetzt. Doch 1994 griff die Mehrheitspartei „der russische Block“ im Krim-Parlament unter dem Krim-Präsidenten Juri Meschkow das Vorhaben wieder auf. Am 27. April 1994 stimmten 78,4 Prozent der Krimbewohner erneut für die Unabhängigkeit der Krim von der Ukraine. Kiew erklärte die Abstimmung für illegal, entzog der Krim ihre Sonderrechte, annullierte die Verfassung der Krim und enthob den Krim-Präsidenten unter Einsatz von militärischen Spezialeinheiten seines Amtes. Man kann es einen Militärputsch nennen.

Diese unstrittigen Fakten zeigen, wie die Bevölkerung der Krim bei dem Versuch zur Neubildung der Sowjetunion unter Gorbatschow und im Zuge der Auflösung der Sowjetunion entschieden dafür eintraten, unabhängig von der Ukraine zu werden und in einer Union mit Russland zu bleiben. Zur Ukraine gehörte die Krim ohnehin erst seit 1954. Der damalige Präsident der UdSSR, Nikita Chruschtschow, hatte sie willkürlich an die Ukrainische Sowjetrepublik verschenkt. Vorher, seit 1774, gehörte sie zu Russland.

Dass die Volksabstimmung auf der Krim im März 2014, bei der 97,5 Prozent der Abstimmenden sich für den Beitritt der Krim zu Russland entschieden, ein ‚Scheinreferendum‘ gewesen sei, wie es uns gesagt wurde, ist in Kenntnis der Vorgeschichte eine haltlose Behauptung. 135 Wahlbeobachter aus 23 Ländern bestätigten den korrekten Ablauf der Stimmabgaben und der Stimmauszählung. Spätere Umfragen von westlichen Meinungsforschungsinstituten auf der Krim bestätigten das Abstimmungsergebnis.

Und was geschähe, würde die Krim von der Ukraine zurückerobert? Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes betonte in einem Interview, dass die Krimbewohner nicht nur Illoyale sein, sondern Menschen mit veränderter Psyche, deren gerechte Bestrafung bei einigen nur die physische Auslöschung sein könne. Eine Bestrafung der „Kollaborateur“ kündigte auch der Chef des ukrainischen Sicherheitsrates in seinem 12-Punkte-Plan zur De-Okkupation der Krim an. Entrechtung, Vertreibung oder physische Auslöschung erwarten die Krim-Bevölkerung, wenn die Ukraine die Krim zurückerhält. Für die Krimbevölkerung wäre es eine Katastrophe. In den westlichen Medien wird aber so getan, als würde die Krimbevölkerung dadurch aus russischer Zwangsbeherrschung befreit. Die Wahrheit wird dabei um 180 Grad verdreht.

Thomas Mayer geht in seinem Buch auch auf das Völkerrecht ein. Das legitimiert eine solche Sezession der Krim von der Ukraine und den Beitritt zu Russland ausdrücklich. Das gleiche gilt für die Donbass-Regionen. Waffen und Geld für die Ukraine ermöglichen den Krieg gegen die Selbstbestimmung der Völker. Wenn die Krim russisch bleibt, ist das keine Gefälligkeit gegenüber Putin, sondern die Anerkennung des Willens der dortigen Bevölkerung.

Sie können das Gratis-Hörbuchkapitel „Krim – Jahrzehntelanger Kampf um Unabhängigkeit“ hier anhören:

Youtube: https://kurzlinks.de/on9b
Spotify: https://kurzlinks.de/ug1v
Audible: https://kurzlinks.de/f5f6
Apple Podcasts: https://kurzlinks.de/35ui
Podbean: https://kurzlinks.de/wccv

Das gesamte Hörbuch von Thomas Mayer „Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg – Um was es wirklich geht“ dauert über 20 Stunden und kostet 22,95 Euro. Es ist in allen üblichen Hörbuchportalen erhältlich. Bei artus audio bekommt man das Buch für 10,- Euro mit dem Gutscheincode „WIUK2025“. Man muss einfach an der Kasse den Gutscheincode eingeben. Hier geht es zum Webshop: www.artus-kreativschmiede.ch/shop

Weitere Infos zum Hörbuch: www.thomasmayer.org/hoerbuch-ukraine-krieg

Die gedruckte Version des Buches mit 600 Seiten findet man mit der ISBN 978-3-89060-863-1, das E-Book mit der ISBN 978-3-89060-483-1

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Textvorschlag für Social Media Beiträge:

Ukraine-Krieg: Was will eigentlich die Bevölkerung der Krim?

2015 trennte sich die Halbinsel Krim in einem Referendum von der Ukraine und trat Russland bei. Die Bevölkerung der Krim konnte nach einem jahrzehntelangen Kampf um Unabhängigkeit ihren Willen geltend machen, zu Russland zu gehören. Seither wird Russland von der NATO als aggressiver Okkupator gebrandmarkt und die ukrainische Armee versuchte ab 2022 die Krim gewaltsam zu erobern.

Die Geschichte der Krim könnte schockieren; zumindest erstaunen. Sie wird in dem Buch „Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg – um was es wirklich geht“ von Thomas Mayer geschildert. Das Buch ist nun auch als Hörbuch erhältlich. Das Kapitel zur Krim steht kostenlos zur Verfügung:

Youtube: https://kurzlinks.de/on9b
Spotify: https://kurzlinks.de/ug1v
Audible: https://kurzlinks.de/f5f6
Apple Podcasts: https://kurzlinks.de/35ui
Podbean: https://kurzlinks.de/wccv

Weitere Infos zum Hörbuch: www.thomasmayer.org/hoerbuch-ukraine-krieg. Bei artus audio bekommt man das ganze Hörbuch (über 20 Stunden) für 10,- Euro mit dem Gutscheincode „WIUK2025“: www.artus-kreativschmiede.ch/shop

Coverbild des Gratiskapitels zum Download: https://www.thomasmayer.org/fileadmin/media/Ukraine-Krieg/2025_06_27_Gratiskapitel_Bild_Track_19_-_21.jpg

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6. August – Tag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor 80 Jahren

Von Uwe Froschauer

Hiroshima und Nagasaki

„Vor sechzehn Stunden hat ein amerikanisches Flugzeug eine Bombe auf Hiroshima abgeworfen, einen wichtigen japanischen Armeestützpunkt. Diese Bombe hatte mehr Sprengkraft als 20.000 Tonnen TNT. (…) Wir haben zwei Milliarden Dollar für das größte wissenschaftliche Wagnis der Geschichte ausgegeben — und gewonnen.“

Harry Truman

So lautete die offizielle, schriftlich veröffentlichte Erklärung vom 6. August 1945, dem Tag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. Wie ein Kriegsverbrechen dieses Ausmaßes ein Gewinn für irgendjemanden sein kann, ist mir als Humanist ein Rätsel.

Die Nachricht von diesem „größten wissenschaftlichen Wagnis der Geschichte“ — besser: „größten Verbrechen der Geschichte“ — erreichte den amerikanischen Präsidenten Harry Truman am selben Tag an Bord des Kreuzers „Augusta“ auf der Rückreise von der Potsdamer Konferenz. Vor Begeisterung über dieses „phänomenale“ Ereignis völlig aus dem Häuschen lief Dirty Harry auf dem Schiff umher, um die „frohe“ Botschaft anderen Menschen an Bord zu verkünden.

„Jubilate Deo. Lobet Gott. Wir haben 318.000 Japaner getötet. (…) Wie kann die Welt eine solche Freude überleben? Solche Jubelrufe über solch eine Zerstörung? Ich schreibe dies im Monat der Atombombe, im zwanzigsten Jahr des atomaren Zeitalters.“

Dorothy Day, The Catholic Worker (August 1945)

Dorothy Day — eine tiefgläubige Katholikin — war eine der wenigen katholischen Stimmen, die sich sofort und kompromisslos gegen den Einsatz der Atombombe wandte. Day war nicht politisch motiviert — sie schrieb diese sarkastischen Zeilen aus tiefer religiöser und ethischer Überzeugung. Sie widmete ihr Leben und Wirken dem katholischen Glauben, insbesondere dem Evangelium und der Soziallehre der Kirche.

Einen Monat später schrieb Dorothy Day:

„Herr Truman war jubelnd. Präsident Truman. ‚Wahrer Mensch‘ — welch merkwürdiger Name, wenn man einmal darüber nachdenkt. Wir bezeichnen Jesus Christus als wahren Gott und wahren Menschen. Truman ist ein wahrer Mensch seiner Zeit, insofern war er jubelnd. Er war nicht ein Sohn Gottes, Bruder Christi, Bruder der Japaner, der jubelte, wie er es tat. Er ging von Tisch zu Tisch auf dem Kreuzer, der ihn von der Konferenz der Großen Drei nach Hause brachte, und verkündete die große Nachricht; ‚jubelnd‘, sagten die Zeitungen. Jubilate Deo. Wir haben 318.000 Japaner getötet.“

The Catholic Worker: Response to Hiroshima (September 1945)

Harry Truman begriff die Atombombe anscheinend als Gottesgeschenk an die Menschheit. Und weil er die Menschheit weiter beglücken wollte, ließ er drei Tage später, am 9. August 1945, gleich noch eine Plutoniumbombe mit dem Namen „Fat Man“ auf Nagasaki werfen.

Die erste, mit angereichertem Uran versehene Bombe auf Hiroshima hieß „Little Boy“. Diesen Namen — und auch den der zweiten Bombe — hat ihr der Physiker Robert Serber verpasst, weil das Design der Uranbombe lang und schlank war. Wie poetisch! Im Kontrast zu dem „kleinen Mann“ war die zweite Bombe auf Nagasaki „Fat Man“, runder und dicker. Lustig.

Nach der Kapitulation Japans, noch im gleichen Monat nach dem Bombenabwurf, sagte Truman in einer Radioansprache:

„Die Welt wird zur Kenntnis nehmen, dass die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen wurde, einen Militärstützpunkt. Das geschah, weil wir bei diesem ersten Angriff — so weit wie möglich — die Tötung von Zivilisten vermeiden wollten.“

Was heißt „so weit wie möglich“? Eine glatte Lüge, würde ich mal sagen.

Die Bomben wurden eben nicht — wie von Truman behauptet — hauptsächlich auf militärische Ziele, sondern auf Stadtzentren abgeworfen, wo sich Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser und Märkte befanden. Die Flächenwirkung der Explosion und die Feuerstürme zerstörten große Teile der Städte.

Es gab nur wenige militärische Einrichtungen im Zentrum Hiroshimas, wie beispielsweise das Hauptquartier der Zweiten Armee. Der überwiegende Teil der Todesopfer in Hiroshima und Nagasaki waren Zivilisten und nicht Soldaten. Die Gesamtzahl der Opfer, also inklusive aller mit der Bombe zusammenhängenden Todesursachen, lag in Hiroshima bei einer geschätzten Spanne von 90.000 bis zu 140.000 Toten, darunter etwa 70.000 bis 90.000 Zivilisten bis Ende 1945. In Nagasaki belief sich die Gesamtzahl der Todesopfer bis Ende 1945 auf circa 60.000 bis 80.000, darunter etwa 40.000 bis 60.000 Zivilisten.

Und das sind nur die Todeszahlen bis Ende 1945. Viele Überlebende starben später an Strahlenkrankheit, Leukämie, an diversen anderen Krebsarten und dergleichen.

Der in jungen Jahren regelmäßig zur Kirche gehende Baptist Harry Truman, war angeblich davon überzeugt, dass christliche Prinzipien wie Ehrlichkeit, Verantwortung, Pflichtbewusstsein und Demut die Grundlage eines guten Regierungshandelns seien. Fraglich ist jedoch, wie die Aussagen in Trumans Erklärung vom 6. August mit diesen Glaubenssätzen in Einklang zu bringen sind. In der Erklärung war weiterhin zu lesen:

„Wir sind jetzt bereit, alle überirdischen produktiven Einrichtungen der Japaner in jeder Stadt schneller und vollständiger zu zerstören. Wir werden ihre Werften, ihre Fabriken und ihre Kommunikationszentren vernichten. Es soll kein Zweifel bestehen: Wir werden Japans Fähigkeit, Krieg zu führen, vollständig zerstören.“

Nach Demut und Verantwortungsgefühl gegenüber der Menschheit klingt obiges Statement nicht gerade. Truman sah sich als Christ, wie folgende Zitate von ihm belegen sollen:

„Ich habe die Bibel mindestens zweimal ganz durchgelesen.“

„Die fundamentalen Werte in meinem Leben stammen aus der Sonntagsschule.“

„Die fundamentalen Werte“ von Christus waren sicherlich nicht hunderttausende Menschenleben mit einem Schlag auszulöschen. Wer weiß, was der Pastor in der Sonntagsschule Trumans gepredigt hatte?

Viele US-amerikanische Bürger sehen die USA als „auserwähltes Volk Gottes“. Den Terminus „auserwähltes Volk“ haben die Puritaner im 17. Jahrhundert aus der Bibel geklaut und für sich umgedeutet. Sie sahen die Neue Welt als das „neue Gelobte Land“. Viele arabische Länder beispielsweise sehen das mit dem „auserwählten Volk Gottes“ ganz anders als die USA oder Israel. Ein aus Saudi-Arabien stammender Freund sagte mir unlängst: „Israel ist der kleine Teufel, und die USA der große. Vielleicht ist es auch umgekehrt.“

Vielleicht wurden diese „Völker“ tatsächlich ausgewählt, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von Gott.

Nach dem von den USA in Japan begangenen Kriegsverbrechen in Hiroshima und Nagasaki rechtfertigten sich einige Scheinheilige teils mit Bezugnahme auf göttlichen Willen, göttliche Führung oder göttlicher Auserwähltheit.

Der Kriegsminister Trumans, Henry L. Stimson, heuchelte:

„Die Atombombe war mehr als eine Waffe der schrecklichen Zerstörung; sie war eine psychologische Waffe. (…) Wir mussten sie einsetzen, und damit zeigten wir der Welt die Macht eines freien Volkes, vereint unter Gott.

Der Pilot der „Enola Gay“, der Name der amerikanischen Boeing B-29 Superfortress, die am 6. August 1945 „Little Boy“ über der japanischen Stadt Hiroshima abwarf, war sich ebenfalls keiner Schuld bewusst, ganz im Gegenteil. Er äußerte:

„Ich schlafe jede Nacht ruhig. Ich habe meine Pflicht getan. Ich bin stolz, dass ich für diese Aufgabe ausgewählt wurde. Wir haben Leben gerettet. Ich denke, Gott war mit uns.“

Eine seltsame Auffassung von Leben retten, finden Sie nicht? Ich würde sagen, euch Verherrlicher der Atombombe hat der Teufel geritten.

Menschenverachtung, Selbstgerechtigkeit und Narzissmus sind von Haus aus schreckliche menschliche Eigenschaften. Diese Besonderheiten unterentwickelter Persönlichkeiten jedoch unter dem Deckmantel „Gott“ zu zelebrieren, ist einfach widerlich.

Na klar, Gott segnet Amerika mit tödlicher Atommacht, um die Welt zu belehren oder zu retten. Und das geht nach amerikanischer Logik anscheinend nur mit Gewalt und Vernichtung, wie die 30 bis 40 Millionen Todesopfer aufgrund illegaler Kriege der USA nach 1945 erschütternd belegen.

Dieser ungeheuerlichen Macht, die den USA durch die Atombombe gegeben wurde, war sich der Sonntagsschul-Gänger Truman natürlich bewusst.

Ein paar Monate nach diesem höllischen Kriegsverbrechen ließ Truman den sowjetischen Botschafter Andrei Gromyko ins Weiße Haus kommen und erklärte ihm, dass die Russen noch immer die Ölfelder im Norden des Irans besetzten. Truman forderte, die Russen sollten innerhalb von 48 Stunden den Iran verlassen, sonst ließe die USA Atomwaffen sprechen. Die Sowjets räumten innerhalb von 24 Stunden das Feld im Iran.

Selbstverständlich schrieben die neuen, unumstrittenen Weltherrscher die amerikanische Militär- und Atomvorherrschaft nach dem Zweiten Weltkrieg durch Gesetze fest, konkret durch den „National Security Act“ von 1947, der von Harry Truman unterzeichnet wurde.

Dieser „Act“ markierte den Beginn des modernen US-Sicherheitsstaates und stärkte dauerhaft den Einfluss des Militärs und der Geheimdienste in Politik und Gesellschaft. Die CIA bekam 1948 durch die geheime Direktive NSC 10/2 Macht in ungeheurem Ausmaß eingeräumt, die sie in Form von präventiven Aktionen, Propaganda, Sabotage (zum Beispiel Nordstream-Pipelines), Wirtschaftskrieg, Unterwanderung feindlicher Staaten, Unterstützung von Farbrevolutionen, Guerillakrieg, gelegentlich Mord und so weiter bis heute nutzt.

Der militärisch-industrielle Komplex (military-industrial complex, MIC), vor dem Präsident Dwight D. Eisenhower in seiner Abschiedsrede am 17. Januar 1961 noch gewarnt hatte, bestimmt seit dieser Zeit in weiten Teilen die Großwetterlage in der Welt. Eisenhower sagte:

„In den Gremien der Regierung müssen wir uns davor hüten, dass der militärisch-industrielle Komplex sich unberechtigten Einfluss verschafft — ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt.

Das Potenzial für einen katastrophalen Aufstieg fehlgeleiteter Macht ist vorhanden — und wird bestehen bleiben. Wir dürfen niemals zulassen, dass das Gewicht dieser Verbindung unsere Freiheiten oder demokratischen Prozesse gefährdet.“

Wie recht Eisenhower doch in Anbetracht des Vietnamkriegs, der beiden Irakkriege, des Ukrainekrieges, des Nahostkonflikts und so weiter behalten sollte.

Deutschland hatte „Glück“

Das sogenannte Manhattan-Projekt — die Entwicklung der Atombombe — wurde ursprünglich 1939/40 unter Präsident Franklin D. Roosevelt ins Leben gerufen, um eine verheerende Vernichtungswaffe gegen Nazideutschland zu entwickeln. Die USA befürchteten, dass Deutschland mit führenden Physikern wie Werner Karl Heisenberg, der am deutschen „Uranprojekt“ beteiligt war, möglicherweise eine eigene Atombombe entwickeln könnte. Sie wollten Deutschland zuvorkommen, was der USA unter der Leitung von Robert Oppenheimer — dem wissenschaftlichen Direktor des Manhattan-Projekts und „Vater der Atombombe“ — auch gelang. Später war Oppenheimer ein Gegner der nuklearen Aufrüstung. Manche Menschen lernen eben aus ihren Fehlern, was man von den Kriegstrommlern in Deutschland und Europa derzeit beim besten Willen nicht behaupten kann. Durch Ihre ausgesprochene Dummheit provozieren sie einen Dritten Weltkrieg, der auch auf atomarer Ebene ausgeführt werden könnte.

Als mögliche Ziele in Deutschland wurden insbesondere Berlin und Ludwigshafen in Erwägung gezogen. Auch Hamburg, Leipzig, Dresden und Kiel standen zur Diskussion.

Der amerikanische Physiker und Experte für Militärgeschichte, Stanley Goldberg, fand Hinweise auf mögliche Zielgebiete für den Einsatz der Atombombe in Deutschland. Er schrieb:

„Berlin und Ludwigshafen wurden tatsächlich in internen Zielüberlegungen vor Mai 1945 diskutiert. Aber der Zeitplan des Projekts zeigte eindeutig, dass Japan mit hoher Wahrscheinlichkeit das Einsatzgebiet sein würde.“

Auch der militärische Leiter des Manhattan-Projekts, General Leslie Groves, sagte später sinngemäß:

„Wir hofften stets, die Bombe rechtzeitig fertigzustellen, um sie gegen Deutschland einzusetzen. Das war die ursprüngliche Absicht.“

Nun gut, Hamburg, Dresden, Berlin, München und viele andere deutsche Städte wurden von den Alliierten — insbesondere der britischen Royal Air Force (RAF) und der US-amerikanischen Army Air Forces (USAAF) — flächendeckend bombardiert. Ziel war es, sowohl militärische als auch industrielle Infrastruktur zu zerstören und die Psyche der deutschen Bevölkerung zu brechen. Diese Angriffe mit circa 400.000 bis 500.000 Luftkriegsopfern trafen meist Zivilisten. Dieses Kriegsverbrechen wurde bis heute ebenso wenig wie das in Japan aufgearbeitet.

Harry Truman trat erst im April 1945, nach dem Tod von Roosevelt, und dem weitgehenden militärischen Zusammenbruch Deutschlands das Präsidentenamt an. Zu diesem Zeitpunkt lag Deutschland praktisch schon am Boden. Der Einsatz der Atombombe war damit keine realistische Option mehr gegen Deutschland. Nazideutschland kapitulierte am 8. Mai 1945, bevor die erste Bombe einsatzbereit war. Der erste erfolgreiche Atomtest — der Trinity-Test — fand am 16. Juli 1945 statt.

Einer der Initiatoren des Manhattan-Projekts, Leo Szilard, sagte:

„Wenn Deutschland nicht kapituliert hätte, wäre die Bombe mit hoher Wahrscheinlichkeit dort eingesetzt worden.“

Szilard war später ein Kritiker des Einsatzes der Atombombe gegen Japan und versuchte, Truman — ohne Erfolg — umzustimmen.

Japan kämpfte nach der Kapitulation Deutschlands noch hartnäckig und entschlossen weiter. Die konkrete Auswahl der Bombenziele wurde erst im Mai 1945 beschlossen. Japan war zu diesem Zeitpunkt das einzige noch kämpfende Hauptziel. Also traf es die Japaner.

Gründe für den Abwurf

Harry Truman und seine engsten Mitarbeiter, wie Kriegsminister Henry Stimson und General Leslie Groves sahen in der Bombe eine Möglichkeit, den Krieg schnell zu beenden, eine Invasion Japans zu vermeiden und amerikanische sowie japanische Leben zu retten. So die offizielle Version. Vor allem japanische Leben, nicht wahr?

Was steckte noch hinter dieser unentschuldbaren Gräueltat?

Der reale Einsatz der Atombombe sollte ein Signal an die als geopolitische Rivalin angesehene Sowjetunion sein: die USA haben die Hosen an und fackeln nicht lange. Damit begann letztendlich der Kalte Krieg. Trumans Außenminister James F. Byrnes sagte sinngemäß:

„Je eher wir die Bombe einsetzen, desto mehr Einfluss haben wir in der Nachkriegsordnung.“

Harry Truman trat auf der Potsdamer Konferenz im Juli 1945 gegenüber Josef Stalin — vom erfolgreichen Trinity-Test beflügelt — deutlich selbstbewusster auf. Er hatte die besseren Karten in der Hand, wie Donald Trump vermutlich sagen würde.

Ein weiterer Grund für den verhängnisvollen Abwurf der Bomben dürfte gewesen sein, dass ein paar hirnkranke Wissenschaftler und Militärs wissen wollten, wie sich die Bombe „in der Praxis“ auswirkt, in einer echten Stadt, mit echter Infrastruktur und menschlichen Zielen. Hiroshima und Nagasaki wurden demnach als „Live-Versuchsfeld“ betrachtet.

Solange es Menschen mit solchen kranken Denkweisen auf der Welt gibt, wird sich vermutlich nicht viel ändern. Das „auserwählte Volk“ darf das selbstverständlich — der Rest der Menschheit ist ja nur Verfügungsmasse, Zuchtvieh.

General Leslie Groves schrieb in einem Memorandum, dass es zur Beeinflussung anderer Nationen wichtig sei, eine „sichtbare Demonstration“ der Zerstörungskraft zu liefern.

Ein weiterer Grund war, dass die USA die bedingungslose Kapitulation Japans wollten. Den USA passte eine Kapitulation unter japanischen Bedingungen absolut nicht in den Kram. Einige Personengruppen innerhalb der japanischen Regierung, versuchten nach der deutschen Kapitulation einen Weg aus dem Krieg zu suchen. Japan hoffte, die Sowjetunion, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Krieg mit Japan stand — sie trat erst am 9. August 1945 in den Krieg ein —, könne zwischen Japan und den USA vermitteln, um einen Friedensvertrag mit Bedingungen zu erreichen.

Japan wollte Kaiser Hirohito als Staatsoberhaupt beibehalten — was den Japanern letztlich auch gelang. Zudem strebte es an, eine alliierte Besetzung zu vermeiden und sich zumindest teilweise die politische Selbstbestimmung zu bewahren. Franklin Roosevelt und Winston Churchill hingegen forderten eine vollständige militärische Niederlage und Besetzung Japans — keinerlei Bedingungen, auch nicht zum Schutz des Kaisers oder des politischen Systems. Sie verlangten eine Demokratisierung und Entmilitarisierung Japans unter alliierter Kontrolle.

Weil Japan dem Ultimatum der Potsdamer Erklärung vom 26. Juli 1945 — sofortige Kapitulation, andernfalls drohe „vollständige Zerstörung“ — nicht sofort nachkam, fiel elf Tage später die erste Bombe auf Hiroshima. Die Kapitulation folgte kurze Zeit später. Die Bombe war eine Art „Diplomatie durch Terror“, wie manche Historiker diese Gräueltat euphemistisch bezeichneten.

Natürlich mussten die gewaltigen Investitionen von zwei Milliarden Dollar für die Entwicklung dieser Wunderwaffe auch gerechtfertigt werden. Die Polit- und Militärkasperl jener Zeit konnten durch die auf unzähligen Todesopfern basierenden Ergebnisse ihre enorme Investition rechtfertigen. Damals waren zwei Milliarden noch richtig viel Geld. Heute würden die Großkotze dieser Welt diese Summe wohl eher als „Peanuts“ bezeichnen. Denn inzwischen geht es bei diesen Hirntoten um Billionen Dollar für „notwendige“ Aufrüstung, um den bösen Russen in seine Schranken zu weisen. Kollektives Gedächtnis bezüglich der Gräuel vom 6. und 9. August 1945
Schon mal vorweg: offenbar nur peripher vorhanden.

Seit Hiroshima hat sich einiges geändert. Derzeit liefern sich Russland und die USA ein Kopf an Kopf-Rennen um die stärkste Atommacht. Wenn ich pulverisiert bin, ist es mir ehrlich gesagt egal, ob Russland oder die USA 20- oder 21-mal die Erde atomar umpflügen könnten.

Momentan (Stand 2024) sieht es so aus: Russland verfügt über circa 5.580 Atomwaffen, davon 1.710 einsatzbereit, und die USA über circa 5.244 Atomwaffen, und davon 1.770 sofort verwendbar.

Sind sie nicht süß? Wie zwei kleine Jungs, die sich im Sandkasten gegenseitig mit Plastikschaufeln auf den Kopf hauen. Den Kindern genügt aber jeweils eine Schaufel, um sich gegenseitig Respekt zu verschaffen.

Natürlich wäre die Abschreckung größer, wenn der eine sagt:

„Nur, dass du es weißt, ich hab 20 Schaufeln, die ich dir auf den Kopf hauen könnte“.

Und der andere antwortet: „Ällabätsch, und ich hab 21.“

Sie finden mein Geschreibsel lächerlich? Ja, finde ich auch.

Ebenso lächerlich sind Forderungen nach Atomwaffen von einigen fragwürdigen Menschen, darunter ehemalige Atomwaffengegner wie Joschka Fischer, der — selbstverständlich wegen dem Berserker Wladimir Putin — meinte:

„Sollte die Bundesrepublik Atomwaffen besitzen? Nein. Europa? Ja.“

Der damalige CDU-Vorsitzende und Fast-Kanzler Friedrich Merz sagte am 9. März im Deutschlandfunk:

„Deutschland wird nicht selbst über Atomwaffen verfügen können und dürfen.“ Deutschland habe im Zwei-plus-Vier-Vertrag zur deutschen Einigung ausdrücklich auf Atomwaffen verzichtet. „Und dabei wird es auch bleiben.“

Merz möchte aber mit Frankreich und Großbritannien darüber reden, wie deren Atomwaffen verstärkt in den Schutz Europas eingebunden werden können. „Nukleare Teilhabe ist ein Thema, über das wir reden müssen.“ Es solle dabei aber um eine „Ergänzung“ zu dem bestehenden atomaren US-Schutzschirm gehen.

An diesem sollte man nach Möglichkeit festhalten.

Krasser dagegen die AfD:

Rüdiger Lucassen, verteidigungspolitischer Sprecher der AfD:

„Deutschland braucht eigene Atomwaffen … Dafür muss so schnell wie möglich das Grundgesetz geändert werden.“

Hannes Gnauck, ehemaliger Vorsitzender der Jungen Alternative:

„Deutschland braucht einen eigenen nuklearen Schutzschirm.“

Na, wenn es sonst nichts ist. Bei mir ist jeder, der so etwas fordert, unten durch. Aber gut, was weiß ich schon — wie sehen Sie das?

Fazit

Bis heute hat sich kein US-Präsident offiziell bei Japan für die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki entschuldigt, auch wenn es in den letzten Jahrzehnten vermehrt Gesten der Versöhnung gab. US-Präsident Jimmy Carter besuchte nach seiner Amtszeit Hiroshima und zeigte persönliche Betroffenheit. Der Außenminister in der Obama-Regierung, John Kerry, besuchte 2016 Hiroshima und sprach von „Ehrfurcht“ und der „Tragödie menschlichen Maßes“. Barack Obama besuchte am 27. Mai 2016 als erster amtierender US-Präsident Hiroshima offiziell und sagte:

„71 Jahre zuvor fiel der Tod vom Himmel. Eine Welt veränderte sich.“

„Wir kommen, um die Toten zu betrauern, nicht um die Geschichte neu zu schreiben.“

Das Ausbleiben einer notwendigen offiziellen Entschuldigung wird bis heute insbesondere vom US-Militär, aber auch von weiten Teilen der Öffentlichkeit mit Argumenten wie

• Die Bomben haben den Krieg rasch beendet
• Eine Invasion Japans hätte Hunderttausende weitere Tote auf beiden Seiten gefordert
• Japan sei selbst ein aggressiver Kriegsverursacher gewesen, wie beispielsweise der Angriff auf Pearl Harbor oder Kriegsverbrechen in Asien belegen
gerechtfertigt. Die USA sehen bei sich keine Schuld im völkerrechtlichen Sinn.

Bullshit!

Laut diverser Erhebungen sieht das Pro und Contra des Atombombenabwurfs in der amerikanischen Bevölkerung wie folgt aus:

1945: 85 Prozent der Amerikaner befürworteten den Einsatz, 10 Prozent lehnten ihn ab, 5 Prozent hatten keine Meinung

1995: 53—59 Prozent Zustimmung, 35—41 Prozent Ablehnung

2015: 56 Prozent der US-Amerikaner sagten: Der Einsatz war gerechtfertigt, 34 Prozent waren dagegen

2025: 35 Prozent halten den Abwurf für gerechtfertigt, 31 Prozent lehnen ihn ab, 33 Prozent sind unsicher oder haben keine Meinung

Die Werte schwankten bei den letzten Befragungen stark nach den Kriterien Geschlecht, Alter, Parteizugehörigkeit und Ethnien. So befürworteten bei einer Befragung beispielsweise doppelt so viele Männer wie Frauen diese Gräueltat.

Benjamin Kradolfer, der am 6. August seinen Geburtstag feiert, ließ mir folgende beherzte Zeilen zukommen:

„Hiroshima: Abgesang und Auftakt

Vor genau 80 Jahren begann mit dem Atombomben-Abwurf über Hiroshima der Dritte Weltkrieg. Den Völkern der Welt wurde das Grauen als das Ende aller Kriege angepriesen. Das atomare Wettrüsten, das darauf zwingend folgen musste, bescherte uns den sogenannten Kalten Krieg mit seinen heißen Stellvertreter-Kriegen, aber auch ernsthafte Entspannungsbemühungen zwischen den Blöcken (Beispiel OSZE) und allseitige Abrüstung, welche letztlich zum Fall der Berliner Mauer und zur friedlichen Vereinigung der beiden deutschen Staaten führten. Wieder voll und ganz der Logik des Krieges folgend folgte hierauf prompt die Aufsplitterung und massenhafte Dezimierung von friedlichen, multi-ethnisch verfassten Bevölkerungen in nationalistische oder gescheiterte Staaten wie im Balkan oder in Arabien, freilich immer in (Euphemismus!) „konventionellen“ Grenzen des Tötens … Und heute?

Entspannungspolitik, vormals betrieben von Politikern wie Brandt, Palme, Kreisky oder Gorbatschow und von überragenden, friedlichen Erfolgen gekrönt, wird von den Mächtigen a priori verteufelt und verhöhnt: 80 Jahre nach Hiroshima reden uns Politik, Militär und Medien wieder ein, der Krieg sei nur das Mittel zur Überwindung des Bösen und nicht selbst das Böse an sich.

Dabei war Hiroshima von allem, was man uns heute als einzig möglichen Weg zum Frieden anpreist, nur ein bescheidener Anfang: Little Boy, wie die Bombe damals liebevoll getauft worden war, wäre in den heutigen Atomwaffenarsenalen nur eine der schwächsten Varianten.“

Alles Gute zum Geburtstag, Herr Kradolfer, und möge Ihre kritische und beherzte Stimme noch lange nicht verstummen.

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Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

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Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

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Persönliche Entwicklung Teil 2: Du bist, was du bist, und nicht was du hast

Von Uwe Froschauer

Der erste Teil dieser Beitragsserie hat sich mit den möglichen Hinderungsgründen für eine fortschreitende persönliche Entwicklung beschäftigt. Dieser Teil setzt sich damit auseinander, dass man nicht der reichste Mann auf dem Friedhof werden muss, um zufrieden und glücklich zu sein.

In diesem Artikel geht es weniger um materiellen Reichtum. Reichtum sehe ich als eine relative Größe an, die sich symbolisch durch einen Quotienten ausdrücken lässt.

Reichtum = Die Mittel zur Befriedigung der Bedürfnisse x 100 geteilt durch die Bedürfnisse eines Menschen

Je größer die Bedürfnisse eines Menschen sind, desto mehr Mittel benötigt er zur Befriedigung seiner Bedürfnisse. Sollte der Quotient mehr als 100 Prozent betragen, ist die betreffende Person reich.

In materieller Hinsicht würde das bedeuten: Wenn ein Mensch mehr Mittel zur Verfügung hat, als er zur Befriedigung seiner Bedürfnisse benötigt, ist er materiell gesehen gesegnet. Aber „ein reicher Mann ist oft nur ein armer Mann mit sehr viel Geld“, wie der Milliardär Aristoteles Onassis nach dem Tod seines Sohnes äußerte.

Es ist auch in Ordnung, wenn Menschen mehr Geld haben, als sie zum Bestreiten ihres täglichen Lebens benötigen. Nur: Geld allein macht nicht glücklich, da man Glück und Zufriedenheit oder andere wichtige Werte wie Freundschaft, Vertrauen, Freude, Liebe und Zeit nicht kaufen kann. Trotzdem laufen sehr viele Menschen dem Geld hinterher, da sie glauben, mit materiellem Reichtum würden sich all ihre Probleme in Luft auflösen.

Sicherlich — wenn die finanzielle Sicherheit für ein einigermaßen geregeltes Leben fehlt, nehmen in der Regel auch die Sorgen, der Stress und Auseinandersetzungen mit der Umwelt zu, die wiederum zu psychischen und letztendlich psychosomatischen Krankheiten führen können. Depressionen, Psychosen und eine erhöhte Suizidgefahr können mögliche Folgen sein, wenn die materielle Basis zu gering ist. Materiell unter einem erträglichen Level zu leben, ist der persönlichen Entwicklung kaum förderlich. Wer nicht genug zum Leben hat, wird sich erst einmal Gedanken machen, wie er — und gegebenenfalls seine Familie — diesen Tag überstehen kann.

Armut in Deutschland nimmt zu

Einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 29. Januar 2025 und den Zahlen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zufolge waren in Deutschland im Jahr 2024 knapp 21 Prozent der Bevölkerung — ungefähr 17,6 Millionen Menschen — von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. 15,5 Prozent — ungefähr 13,1 Millionen Menschen — lebten unterhalb der Armutsgefährdungsquote, das heißt, sie hatten weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens zur Verfügung. 6,0 Prozent — also circa 5 Millionen Menschen — litten unter erheblicher materieller und sozialer Entbehrung.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband wies darauf hin, dass 2024 die relative Armutsquote auf 15,5 Prozent stieg, ein Plus von 1,1 Prozentpunkten gegenüber 2023. Rund 13 Millionen Menschen gelten als einkommensarm. Die Realeinkommen armer Menschen sanken seit 2020 von 981 Euro auf 921 Euro im Monat, was insbesondere der zunehmenden Inflation zuzuschreiben war. Die materielle Entbehrung betraf ungefähr 5,2 Millionen Personen — darunter 1,1 Millionen Kinder. Der sozialstaatliche Schutz in Form der Umverteilung der Einkommen der Reichen zu den Armen hat in den letzten vier Jahren stark nachgelassen. Die Reichen verdienen immer mehr, und die Armut nimmt zu.

Die Armen setzen sich zu einem großen Teil aus alleinerziehenden Müttern und deren Kindern sowie aus Rentnern zusammen — Bevölkerungsgruppen, die sich kaum gegen ihren elenden Zustand wehren können. Trauriges Deutschland!

Die Zahl der Armen wird unter der Führung von herzlosen und profitorientierten Politikern wie Friedrich Merz in Deutschland und Ursula von der Leyen in Europa noch weiter zunehmen. Fünf Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) — das entspräche beim aktuellem BIP etwa 225 Milliarden Euro und knapp der Hälfte des Bundeshaushalts — sollen auf Basis einer Lüge vom aggressiven Russland zukünftig in die Aufrüstung fließen.

Was glauben Sie, werte Leserinnen und Leser, wo Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Konsorten die Mittel dafür hernehmen? Sie werden die Sozialleistungen noch weiter beschneiden und die Steuern erhöhen — egal was diese eliteinstruierten Politmarionetten uns auch erzählen mögen! Dass Lars Klingbeil beziehungsweise der Großteil der SPD bei diesem Wahnsinn mitmacht, sehe ich als Verrat an ihren immer weniger werdenden Wählern an.

Die Politiker des Altparteienkartells in Deutschland sollten sich für ihre bellizistischen und gleichzeitig asozialen Aktivitäten schämen. Sie haben an der politischen Spitze Deutschlands nichts zu suchen!

Zerstörende Gier

Muss man im Überfluss leben, wenn ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung unter dem Existenzminimum vegetiert? Soll man Menschen und Institutionen dienen und deren meist materiell geprägte Werte übernehmen, wenn diese Institutionen dazu beitragen, die Schere zwischen Arm und Reich zu vergrößern und darauf bedacht sind, gierige und formbare Menschen mit „materiellem“ und nicht mit „wahrem“ Reichtum zu beglücken?

Sollte man den „maximalen Konsum“ nicht durch einen „vernünftigen Konsum“ ersetzen? Würde das nicht echten materiellen und seelischen Wohlstand bedeuten?

Aber der Teufel Mammon wütet nun einmal in den Herzen sehr vieler Menschen, und sie können sich seiner Herrschaft kaum erwehren, da sie sich seiner Macht meist nicht bewusst sind.

Je mehr Menschen sich über dieses nur scheinbare materielle Glück bewusst werden, desto stärker werden sie sich vom „Haben“ abwenden. Je mehr Menschen sich dem „Sein“ zuwenden, desto geringer wird die Macht der auf Gehirnwäsche spezialisierten Institutionen wie erwerbswirtschaftlich orientierte Unternehmen, Regierungen oder supranationale Organisationen wie das Weltwirtschaftsforum, die WHO und so weiter.

Diese Institutionen müssen umdenken, wenn immer mehr Menschen dem rein materiellen Denken den Rücken zukehren. Spitzenpositionen in Unternehmen und in der Politik würden vermutlich mehr und mehr von Menschen besetzt werden, die sich verstärkt dem „Sein“ verschrieben haben — und so zu einer „besseren“ Welt beitragen.

Eine echte Win-Win-Situation würde entstehen! Die Menschen würden zufriedener und glücklicher werden — mit Ausnahme der eigentlich bemitleidenswerten Turbokapitalisten, die immer noch nicht realisiert haben, dass ihr Überfluss sie nicht „reicher“ macht.

Sie mögen mich vielleicht für einen Sozialromantiker halten, aber eines ist — denke ich — unstrittig: Wenn der Einzelne vornehmlich in „Habenkategorien“ denkt, werden Regierungen, Parteien, Unternehmen und sonstige mächtige Institutionen keinen Handlungsbedarf zu einer Umorientierung sehen.

Wenn der Einzelne umdenkt und sich vom übertriebenen Haben und Habenwollen befreien kann, ziehen auch große Institutionen vermutlich nach. Das Umdenken des Einzelnen setzt sehr wohl etwas in Bewegung.

Revolutionen beginnen in den Köpfen der Menschen — die aber zu einem großen Teil mittels Gehirnwäsche durch diese Institutionen vernebelt zu sein scheinen.

Sehen Sie sich doch einmal den „modernen“ Menschen an. Männer wie Frauen laufen teilweise wie Zombies herum, mit einem (lebens-)müden Ausdruck im Gesicht, hineingepresst in Anzüge oder Kostüme, die Hundeleine des Systems (= Krawatte) umgehängt, und ab vom „Arbeitsloch“ ins „Muckibudenloch“, oder für Frischluftfanatiker, in den Stadtpark oder ins Stadtzentrum, um in hechelnder Weise, den Leistungsdruck im Nacken, eine moderne Lebensform zu zelebrieren, die sie eigentlich nicht glücklich macht. Werte Leserinnen und Leser, wir sind doch nicht dazu geboren, um so zu sein, wie andere uns gerne hätten, oder?! Sollten unsere beschriebenen Halbtoten doch noch aus ihrem Dämmerschlaf erwachen, was ja bei manchen meist am Ende des Lebens durchaus der Fall sein kann, wird natürlich sofort nach Schuldigen für das verkorkste Leben gesucht. Man ist ja schließlich Opfer!

Schuld hat dann der Lebenspartner, der Chef, die Eltern, das Leben — das manch einer sich dann nimmt, um sich an ihm zu rächen — Putin, der Kapitalismus, und alles Mögliche, was diesem armen, wahrscheinlich kranken Gehirn sonst noch einfällt.

Dann wird erst einmal gejammert und sich bei diesen bösen Menschen, Systemen und Institutionen beschwert, und dabei merkt man gar nicht, dass man sein Herz damit noch mehr „beschwert“. Manche checken dann doch, dass sie in der Regel keiner außer sie selbst zum Opfer gemacht hat, unter anderem auch deswegen, weil sie „mitgemacht“ haben. Und das ist doch schon mal was.

Der Blick in den inneren Spiegel ist dann meist alles andere als erquickend. „Was für ein jämmerliches, von noch jämmerlicherem Ehrgeiz geprägtes Leben habe ich eigentlich geführt, war nur „Mainstream“, war fremdgesteuert, auch wenn ich glaubte ein selbstbestimmtes Wesen zu sein“ wird sich dann der frustrierte Selbstbetrachter sagen und entweder in seiner Depression ersaufen, oder diese Selbsterkenntnis zum Anlass nehmen etwas Grundlegendes in seinem Leben zu ändern, und sein Ding zu machen.

Und das dürfte dann der Beginn eines erfüllten, zufriedenen und stellenweise auch glücklichen Lebens werden.

Er wird erkennen, dass alle Dinge, positive wie negative, die ihm widerfahren sind, er selbst geschaffen hat. Er wird sich ans Werk machen, und sein Leben positiv gestalten. Er wird die Krawatte an den Nagel hängen, am Morgen aufwachen und sagen:

„Guten Morgen, du schöner Tag, was hältst du heute für Überraschungen und Begegnungen für mich bereit? Ich möchte dich genießen, weil morgen bist du nicht mehr“ — anstatt meine Zeit zu vergeuden und totzuschlagen mit fremdgesteuerten Aktivitäten, um endlich ins langersehnte, fremdgesteuerte Wochenende zu starten. Man hat ja schließlich Verpflichtungen!

Viele Personen in seinem Umkreis werden dann sagen, er sei verrückt geworden, drehe völlig durch, weil sie selbst noch im Käfig hocken, ohne es zu merken, und dämlich herausglotzen.

Aber nun mal ehrlich, geschätzte Leserinnen und Leser, wessen Realität ist denn „ver-rückt“? Der Geläuterte wird auch bemerken, dass sein Körper und seine Psyche gesunden, da sein Körper und seine Seele sagen werden:

„Endlich hast du dich gefunden, und wir werden alles tun, um dich in deinem schönen Leben zu unterstützen. Wo warst du nur so lange?“

Mal ganz abgesehen von den erbärmlichen und ungerechten Zuständen auf der Schattenseite dieser Welt, die ja einige Menschen nicht besonders zu interessieren scheinen und letztendlich durch die Raffgier des Menschen verursacht werden: Ist es nicht erschreckend, wie stark das Handeln vieler Menschen vom Haben und Habenwollen bestimmt ist? Ist es nicht ebenso furchtbar, dass viele Institutionen und Personengruppen wie Macht- und Besitzeliten, Unternehmen, Staat, Parteien, die Werbeschaffenden und dergleichen dieses Habenwollen forcieren, um das Wirtschaftssystem mit seinem anachronistischen Wachstumsdenken aufrechtzuerhalten? Mir scheint, Wirtschaft und Politik befriedigen die wahren Bedürfnisse der Menschen nicht, sondern verstärken lediglich das nicht erfüllende Haben und Habenwollen noch ferngesteuerter Menschen. Wer haben will, konsumiert, und diesen Typus braucht die Wirtschaft, um das System aufrechtzuerhalten. Die Denkweise ist stellenweise auch nicht ganz verkehrt, da hierdurch Arbeitsplätze geschaffen werden bzw. erhalten bleiben — sie macht in meinen Augen aber nicht glücklich und zufrieden.

Neue vielversprechende Technologien — oft zum Nachteil der Menschen verwendet

Wie sieht es beispielsweise mit den großen Erfindungen der Menschheit aus? Nehmen wir einmal den Computer oder die Künstliche Intelligenz (KI). Diese Technologien schaffen viele Arbeitsplätze in der IT-Branche, der Computer ersetzt aber auch in einem hohen Maße menschliche Arbeitskraft. Die Existenz von Computern begrüße ich sehr, zumal ich gerade diesen Artikel darauf schreibe. Aber hätte man den Computer unter anderem nicht auch dafür verwenden können, dass Menschen weniger arbeiten und andernorts weniger Hunger leiden müssen? Menschen könnten sich vermehrt ihrer Freizeit und sozialen Angelegenheiten zuwenden, hätten weniger Burnouts und weniger Psychosen, die immer häufiger auftreten. So gesehen habe ich nicht den Eindruck, der Computer wurde nur zum Wohle der Menschen geschaffen. Den Rechner verstärkt für das Wohl der Menschen einzusetzen würde natürlich die Renditen der Wohlhabenden ein wenig schmälern. Aber sollten solche Errungenschaften der Menschheit nicht dazu dienen, das menschliche Wohlsein zu fördern und menschliches Leid zu verhindern?

Der Mensch dient in erster Linie dem Wirtschaftssystem, und nicht etwa — umgekehrt — das Wirtschaftssystem ihm, und er tut sich damit nicht unbedingt etwas Gutes. Diese Verhaltensweise wird ihn letztendlich nicht zufrieden, geschweige denn glücklich machen. Die meisten Menschen lieben beispielsweise den technischen Fortschritt und bemerken gar nicht, wie sie sich immer weiter von sich selbst entfernen.

Der Mensch sieht fern und immer weniger nah. Sein innerstes Ich wird ihm immer fremder, und er wundert sich, dass er trotz seines Wohlstandes und seiner technischen Möglichkeiten nicht gerade zufrieden ist. Mensch, bist du wirklich das, was du hast? „Mein Auto, mein Haus, mein …“ Schon ein bisschen armselig, finden Sie nicht?

Ja, arm an Seele! Der Mensch in der materiell orientierten Welt hortet und hortet, und vergisst dabei ganz zu leben.

Und irgendwann — oftmals erst in seinen letzten Zügen — blickt er auf ein nicht erfülltes Leben zurück und fragt sich: „Ja, soll’s das jetzt gewesen sein?“ Ja, du Blindgänger, das war’s! Also mach die Augen auf — bevor du sie zumachst — und geh nicht mehr blind durchs Leben, sondern genieße jeden einzelnen Tag mit seinen Farben, seinen Begegnungen und Überraschungen. Morgen ist er nicht mehr! Wie schon gesagt: Erkenne dich selbst und werde der, der du bist! Ersetzen bzw. ergänzen Sie Wohlstand durch Wohlsein und hohen Lebensstandard durch hohe Lebensqualität. Was ist Ihnen lieber: am Samstag mit dem Porsche in die Arbeit zu fahren, oder mit dem Kleinwagen oder Fahrrad zum See? Machen Sie nicht mit in der Spirale, die den Menschen und diesen Planeten immer weiter nach unten zieht. Ist es erstrebenswert, eine noch größere Zahl auf seinem Konto vorzufinden? Ist es nicht wesentlich erfüllender, gut zu leben? Dazu gehören selbstverständlich auch materielle Güter — aber muss man die im Überfluss haben, angesichts dessen, dass andere wesentlich zu wenig davon besitzen? Tun Sie sich einen Gefallen und werden Sie zufrieden und glücklich. Das sind Sie sich und anderen schuldig. Motivieren Sie sich und andere, zu erkennen, was Ihnen wirklich wichtig ist, und werden Sie Sie selbst!

Bleiben Sie nicht länger ein Produkt fremdgesteuerter Machenschaften!

Entwicklungsländer — die Sklaven unseres Wohlstandes

Auf der Schattenseite der Welt sieht es anders aus. Um unseren Wohlstand — von Politik und Wirtschaft als höchstes Gut proklamiert — erhalten bzw. steigern zu können, müssen andere bluten. Entwicklungsländer, deren Bevölkerung unter der Armutsgrenze dahinkrebst, überlassen uns ihre Rohstoffe und Arbeitskraft zu niedrigen Preisen und haben kaum eine Chance es uns — den Industrieländern — gleichzutun.

Die Arbeiter dieser Länder sind die Sklaven unseres Wohlstandes. Wir betreiben so eine Art moderner Sklaverei. Der Großteil ihrer Bevölkerung wird meine „hochtrabenden Reden“ über persönliche Entwicklung und Selbstfindung vermutlich als Farce betrachten.

„Der Froschauer redet von Weltverbesserung und mein Magen, und der meiner Kinder haben schon seit längerer Zeit nichts Anständiges mehr zum Verarbeiten bekommen!“

Der Hunger auf dieser Welt könnte mit einem Teil dessen, was unsere Wegwerfgesellschaft an Lebensmitteln anscheinend bedenkenlos entsorgt, erfolgreich bekämpft werden. Aber das kümmert die Wirtschaft nicht, da Unternehmen — geführt von Renditekasperln und Effizienztussis — ansehnliche Erträge erwirtschaften wollen, um ihre Gesellschafter, wie beispielsweise die Aktionäre von Nestle oder BlackRock zufrieden zu stellen. Wegwerfen bedeutet frühzeitige Wiederbeschaffung und steigert die Gewinne der Unternehmen.

Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich Leute, die Lebensmittel bereits ein bis zwei Tage vor Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums wegwerfen. Muss das sein? Selbst ein bis zwei Wochen nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums sind die meisten Lebensmittel noch problemlos ohne Qualitätsverlust genießbar. Das Geld, das Sie durch vernünftigen Konsum sparen würden, könnten Sie denen zukommen lassen, die es nötig haben. Würden Sie so die Welt nicht ein wenig besser machen und sich selbst auch besser fühlen? Wenn jeder von uns jeden Tag nur eine kleine gute Tat in dieser Richtung vollbrächte, die uns wirtschaftlich ja nicht unbedingt ärmer machen würde, wäre die Welt — inklusive des Wohltäters — dann nicht wesentlich reicher?

Viele Menschen sitzen vor dem Fernseher und empfinden nur kurz Mitleid, wenn abgemagerte Kinder in Hungerzonen oder verletzte sowie traumatisierte Kriegskinder und Flüchtlingskinder gezeigt werden. Gott sei Dank gibt’s ja die Sportschau, „Germany’s Next Topmodel“ oder die „Tagesschau“, auf die wir umschalten können. Diese Sendungen bringen uns dann schon wieder auf andere Gedanken. Das Problem sterbender Kinder ist damit aber nicht gelöst.

Auswirkungen der Gier

In einer Welt der Gier, des Neides und der Gleichgültigkeit entstehen seltsame Dinge wie Kriege oder Atomwaffen, die auch schon das eine oder andere Entwicklungsland sein Eigen nennen kann, obwohl ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung, wie beispielsweise in Pakistan oder Nordkorea Hunger leidet. Diese aktuellen und potenziellen Atomwaffen nicht-westlicher Länder — wie aktuell im Iran — stellen „selbstverständlich“ Bedrohungen für die westliche Welt dar. Viele Menschen schreien dann, man müsse ihnen das Handwerk legen, bevor sie Unfug mit dieser durch Atomwaffen verliehenen Macht betreiben. Dann erledigen die Israelis, gefolgt von den US-Amerikanern, die „Drecksarbeit“ wie der deutsche Kriegstreiber, BlackRock-Agent und Kanzler zweiter Wahl Friedrich Merz sich auszudrücken pflegt — und werfen ein paar friedensschaffende Bomben auf den Iran ab.

Den Atomwaffenbesitz der westlichen Welt stellt anscheinend keiner in Frage. Die Tatsache der bisher einmaligen unheilvollen Nutzung durch die USA will anscheinend kaum noch jemand wissen. Man sollte nicht mit Steinen werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt!

Die Frage ist, warum schaffen sich Menschen diese Menschenfallen an? Keine Maus käme auf die Idee, sich ihre eigene Mausefalle zu bauen (Einstein). Und warum tun wir es dann? Sind wir so viel dämlicher als Mäuse? Warum tun wir das wohl? Warum finden ehemalige Atomkraft- und Atomwaffengegner wie der ehemalige Bundesaußenminister und Vizekanzler Joschka Fischer Atomwaffen auch für Deutschland beziehungsweise Europa auf einmal ganz okay? Um unsere wirtschaftlichen, religiösen und kulturellen Pfründe und Systeme gegen andere verteidigen zu können? Oder um die persönlichen, unlauteren, von Raff- und Machtgier motivierten Ziele Einzelner erreichen zu können?! Die Gier, das Haben und Habenwollen stecken dahinter. Gier führt zu solchen Anwandlungen und letztendlich zu Kriegen und Vernichtung.

Macht- und Besitzgier — die wahren Gründe für den Ukraine-Krieg

Was ist der eigentliche Grund für den Stellvertreterkrieg der USA beziehungsweise der NATO in der Ukraine gegen Russland? Einzig und allein: Macht- und Geldgier!

Die Ukraine ist nicht nur ein Agrarland mit einer großen landwirtschaftlichen Produktion — die Kornkammer Europas —, sondern birgt auch viele Mineralien und Metalle in ihrer Erde. Das wissen die macht- und geldgierigen Kriegstreiber natürlich. US-Senator Lindsey Graham hat die Ukraine als „Goldmine“ bezeichnet, was sie zweifelsohne auch ist.

Im ukrainischen Boden kommen 117 der insgesamt 120 meistverwendeten Mineralien und Metalle vor. Besonders interessant für die Industrie sind seltene Erden und Lithium, die für die Umstellung von fossiler Energie auf nachhaltige Energiequellen sowie für IT und andere Technologien spielentscheidend sind.

Diese Mineralien und Metalle werden beispielsweise für Batterien, für Hightech-Produkte, für Elektroautos, für Windturbinen und Solarpanels benötigt.

Der militärisch-industrielle Komplex (MIC) sowie bereits in der Ukraine investierte Finanzgiganten wie BlackRock sehen bei vorzeitiger Beendigung des Ukrainekonflikts ihre Felle davonschwimmen. Diese Aasgeier werden — neben den riesigen Agrarflächen der Ukraine — vornehmlich durch Rohstoffe, insbesondere Seltene Erden, angelockt. Sie sind nicht an einer Beendigung, sondern an einer Eskalation des Krieges — notfalls auch global — interessiert. Selbst eine atomare Auseinandersetzung schließen ein paar geisteskranke Politiker und Militärs nicht aus. Menschenleben interessieren diese ruchlosen, persönlich unterentwickelten Geschäftemacher und Schwachmaten nicht.

Ihre Politmarionetten, wie zum Beispiel Roderich Kiesewetter, sprechen das teilweise auch offen aus. In der Ukraine ging es keine Sekunde um Freiheit und Demokratie — zumal die Ukraine zu keinem Zeitpunkt ein demokratisches Land war. Im Dezember 2023 ließ sich Kiesewetter im „Bericht aus Berlin extra“ über die Rohstoffvorkommen im umkämpften Donezk-Lugansk-Gebiet aus. Europa sei auf die dortigen Lithiumreserven angewiesen, wenn es „die Energiewende vollziehen“ wolle.

„Eine mögliche Kompromisslinie würde Geländeverzicht bedeuten. Und das wär’ für Putin der Sieg“, so Kiesewetter. Deshalb müsse die Bundesregierung Taurus-Marschflugkörper nach Kiew ausliefern. Da spricht das Soldatenherz!

„Wenn die Ukraine zerfällt, sind die Folgekosten viel größer, als wenn wir jetzt viel stärker reingehen“, meinte Kiesewetter.

Nun, zumindest lässt er keinen Zweifel an der wahren Intention seiner Haltung. Möglicherweise ist ja die Rohstoffsicherung auch wichtiger, als weiteres unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, oder, Herr Kiesewetter? Es geht unter anderem um Rohstoffe — keine Frage —, und die gibt es nicht nur in der Ostukraine, sondern auch in Russland. Davon wollen insbesondere die USA einen Happen abhaben.

„Krieg
Krieg ich dein Land?
Krieg ich dein Wasser?
Krieg ich dein Öl?
Und wenn du’s mir nicht gibst,
dann gibt es Krieg,
dann nehme ich es mir!“

(Helga Schäferling, deutsche Sozialpädagogin)

Menschen, die Kriege anzetteln, oder solche Machenschaften unterstützen oder aus Profitgier in solchen Zeiten Rüstungsaktien kaufen, sind in meinen Augen psychisch krank. Eine gesunde Seele würde meines Erachtens aus ethischen Gründen keinen einzigen Krieg unterstützen. Es gibt keinen gerechten Krieg!

Das Entfernen von sich selbst

Der Einzelne entfernt sich immer mehr von sich selbst und wird dabei psychisch und körperlich krank sowie alles andere als zufrieden und glücklich. Uninformierte und orientierungslose Menschen bringt man relativ leicht dazu, in den „Hasskanon“ von meist geistig minderbemittelten Gruppen wie Rechts- oder Linksradikalen, islamistischen Terrorgruppen oder sonstigen geistig Verwirrten einzustimmen sowie den Narrativen der Politiker vom Berserker Putin oder dem gefährlichen Coronavirus zu glauben.

Die Macht- und Besitzeliten sowie ihre politischen und medialen Marionetten spalten die Bevölkerung durch Themen wie den menschengemachten Klimawandel, Corona oder den Ukrainekonflikt. Die Menschen verlieren zunehmend die Orientierung in diesem Geflecht aus Lügen und Halbwahrheiten und werden zu einer steuerbaren Verfügungsmasse. Wahrheit wird als Lüge diffamiert. Lüge mutiert zur Wahrheit, wenn man sie oft genug hört. Zwischen den Völkern und den Bevölkerungsschichten entsteht Neid und Hass , der letztendlich zu Spaltungen und auch Krieg führt.

Jeder Einzelne von uns macht sich mitschuldig an diesen Mechanismen, wenn er seinen zerstörerischen Drang des Habenwollens nicht in den Griff bekommt. Gier und Neid enden schlussendlich in der Selbstzerstörung des Einzelnen, der Gesellschaft und irgendwann der Zivilisation.

So, und jetzt noch eine nette kleine Science-Fiction Geschichte zur Abrundung dieses Themas:

Wenn die menschenleeren Städte vom Dschungel der Endzeit überwuchert sind, mutierte zwei Meter lange Insekten die Welt bevölkern und Außerirdische auf unserem Planeten landen und sich fragen, wie die Menschen auf dieser Welt wohl gelebt haben, werden sie vielleicht einen Film über die Simpsons finden, und sich denken, lustig und relativ intelligent waren sie, die Menschen. Warum existieren sie nicht mehr?

Dann werden sie Aufzeichnungen vom deutschen Bundestag, vom Weltwirtschaftsforum, von der WHO und so weiter entdecken und glauben, es handle sich um eine Comedy-Serie. Sie werden sich amüsieren über die dümmlichen Denkweisen dieser Leute, letztendlich aber erkennen, dass diese Denk- und Verhaltensweisen ernst gemeint waren.

Sie werden begreifen, dass die Menschheit alles getan hat, um sich selbst zu zerstören. Sie werden verstehen, dass Menschen die Atomenergie entdeckt und den Computer entwickelt, aber leider gegen sich verwendet haben, und werden sich über die Dummheit der Menschen wundern.

Bei ihrer Ursachenforschung werden sie darauf stoßen, dass letztendlich Habgier, Neid und Angst dazu führten, dass schreckliche Waffen zum Einsatz kamen — und die Menschheit ausgelöscht wurde.

Sie werden erkennen, dass der Teufel Mammon wütete, und seine Verführungen des Habenwollens und Machtstrebens — Kennzeichen einer extrem unterentwickelten Zivilisation im Universum — die Existenz der einstigen Herrscher dieses Planeten beendet haben.

Sie werden sagen, sie hatten doch alles diese Menschen — einen wunderschönen Planeten, die Simpsons und Pausenclowns wie Reagan, Bush, Merz, Merkel, Macron, Starmer, Trump und Konsorten. Wie konnte man nur so dämlich sein, und alles zerstören?

Erst werden sie sehr traurig über diese Entwicklung sein. Dann aber kommen sie zu der Erkenntnis: Selbst schuld, ihr Menschlein — ihr Knalltüten!

Der große Geist des Universums hat euch den freien Willen gegeben — und ihr habt euch gegen euch entschieden.

Sie werden wieder davonfliegen und für ihr extraterrestrisches Museum die Aufzeichnungen vom Bundestag, vom Weltwirtschaftsforum, von der WHO, von den Atomwaffen und den Simpsons mitnehmen — als Andenken an diesen Planeten, bevor sie die Erde, die im Raum-Zeit-Kontinuum keinen Zweck mehr erfüllt, pulverisieren.

Würden sich die Menschen mehr mit dem „Sein“ beschäftigen und weniger mit dem „Haben“ könnten wir wahrscheinlich in Frieden miteinander leben. Keiner müsste Hunger leiden, Kriege lägen in weiter Ferne, und Extraterrestrische würden uns nicht pulverisieren. Die Menschen würden wesentlich zufriedener und vielleicht sogar glücklicher leben. Sie würden den Augenblick mehr genießen, den heutigen Tag — das Leben.

Geben Sie dem Tag mehr Leben. Sie können Ihrem Leben in der Regel nicht zusätzliche Tage geben aber Sie können ihm mehr Tiefe verleihen.

Die Philosophie des Buddhismus beispielsweise fordert die Menschen auf, im Sein zu leben, und das Leben so zu gestalten, dass er seine positiven Kräfte entfalten kann. Der Mensch soll zu sich selbst finden — und das aus sich machen, was in ihm steckt.

Was jedoch geschäftemachende Kräfte in Form von Gurus und spirituellen Vermarktungsprofis als „Buddhismus“ verkaufen, hat mit der Lehre Buddhas herzlich wenig zu tun.

Viele Menschen sind heute bereit, einen Weg zu suchen und zu beschreiten, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt und zu echter Erfüllung führt — so wie es einst der Humanismus tat. Sie spüren, dass ein Leben, das sich dem Haben, dem Habenwollen, dem Geld, der Ausbeutung und dem Konkurrenzdenken verschreibt, sie in Wirklichkeit auf Dauer unglücklich macht.

Zeit ist wichtiger als Geld

Können Sie Geld leihen? Ja!

Können Sie Geld speichern? Ja!

Können Sie Zeit leihen? Nein!

Können Sie Zeit auf einem Konto speichern? Nein!

Warum laufen dann die meisten Menschen wie Besessene dem Geld hinterher, obwohl doch die Zeit das kostbarere Gut ist?

Vielleicht, weil der Teufel namens Mammon ihr Herz fest im Griff hat?

Dann wäre es höchste Zeit, diesem Spießgesellen einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen — und sich stattdessen mit einer sinnvollen Nutzung der eigenen Lebenszeit zu beschäftigen.

Hierzu eine nette, kleine Geschichte

Ein Philosophieprofessor bereitet kurz vor Beginn seiner Vorlesung eine ungewöhnliche Anordnung auf dem Pult vor: eine große, durchsichtige, leere Schüssel und drei weitere Behälter stehen bereit.

Nach der Begrüßung der Studenten nimmt er den ersten Behälter, gefüllt mit Golfbällen, und füllt sie bis zum Rand in die Schüssel. Dann fragt er die Studenten:

„Ist die Schüssel voll?“

Die Studenten antworten einstimmig: „Ja, die Schüssel ist voll!“

Daraufhin greift der Professor zum zweiten Behälter, der mit kleinen Kieselsteinen gefüllt ist. Er schüttet sie vorsichtig in die Schüssel und rüttelt leicht. Die Steine fallen in die Zwischenräume zwischen den Golfbällen. Wieder fragt er:

„Und jetzt — ist die Schüssel voll?“

Die Studenten lachen und sagen: „Ja, jetzt ist sie voll!“

Der Professor nimmt nun den dritten Behälter, diesmal mit feinem Sand gefüllt. Er kippt den Sand langsam in die Schüssel, bis auch die kleinsten Lücken zwischen den Kieselsteinen und Golfbällen gefüllt sind. Dann wieder die Frage:

„Ist die Schüssel jetzt voll?“

Die Studenten antworten: „Ja, nun ist sie endgültig voll!“

Schmunzelnd greift der Professor in seine Tasche und holt zwei Dosen Bier hervor. Er öffnet sie, gießt ihren Inhalt vorsichtig in die Schüssel — und das Bier sickert zwischen Sand, Steinen und Bällen hindurch.

„Jetzt ist die Schüssel wirklich randvoll,“ sagt er, „und ich hoffe, Sie haben verstanden, was ich Ihnen damit zeigen wollte.“

Der Professor lässt die Studenten schmunzeln, staunen, lachen und nachdenken — bis einer schließlich fragt, was das Ganze denn bedeuten solle.

„Nun“, meint der Professor, „die Schüssel versinnbildlicht euer Leben, und die Golfbälle stehen für die wirklich wichtigen Dinge darin — wie Liebe, Freundschaft, Gesundheit, Kinder und Familie. Selbst wenn alles andere verloren ginge, bliebe euer Leben dennoch erfüllt.“

„Die Kieselsteine symbolisieren Dinge wie einen guten Job, Vermögen, ein schönes Zuhause oder ein Auto — auch wichtig, aber eben nicht so grundlegend wie die Golfbälle. Und der Sand steht für all den übrigen Kleinkram, den manche fälschlicherweise überbewerten.“

Wieder legt der Professor eine Pause ein. Dann meldet sich ein Student und meint, der Erkenntnisgewinn sei doch eher überschaubar.

Der Professor erwidert:

„Falls Sie zuerst den Sand in die Schüssel füllen, bleibt kein Platz mehr für die Golfbälle oder die Kieselsteine. Genauso ist es mit Ihrem Leben!“

Aus dieser Geschichte können Sie jetzt folgende Lehren ziehen:

• Wichtige und gleichzeitig dringliche Aufgaben sollten von Ihnen sofort erledigt werden. Kein Aufschub gestattet!

• Kümmern Sie sich um Ihren Partner, spielen Sie mit den Kindern, lassen Sie sich nicht zu sehr stressen und geben Sie Acht auf Ihre Gesundheit. Es wird sich immer noch Zeit finden, um Ordnung im Haus oder der Wohnung zu schaffen und sonstigen Kleinkram zu erfüllen. Lassen Sie sich bezüglich der scheinbar dringlichen Aufgaben nicht von Ihrer Psyche oder anderen unter Druck setzen.

• Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in unwesentliche Kleinigkeiten investieren, werden Sie nicht genügend Zeit haben für die wirklich wichtigen Dinge. Vielleicht lassen sich weniger wichtige, aber dringende Aufgaben auch delegieren.

Zeit ist wesentlich kostbarer als Geld. Nutzen Sie Ihre Zeit, Denn: Heute ist der erste Tag vom Rest Ihres Lebens!

„Und warum die zwei Dosen Bier?“ will eine Studentin noch wissen.

„Na ja, für zwei Bierchen ist immer Platz“ entgegnet der Professor.

Ja, da hat er wohl recht — das Leben ist viel zu wichtig, um es zu ernst zu nehmen!

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Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,

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Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 21

In Übereinkunft mit meinem geschätzten Kollegen Werner Roth erscheinen in Zukunft seine satirischen und den Nagel auf den Kopf treffenden „G’schichtn aus’m Nachbargartn“ auch auf diesem Portal.

Viel Spaß beim Lesen.

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

Das Titelbild oben mit seinem sinngemäß übersetzten Text ist noch nicht als „gesichert rechtsextrem“ von den einschlägigen Wahrheitszertifizierern ausgemacht. Aber vorstellbar ist das schon, also die dort dargestellte Situation, wie auch das dort verbalisierte. Das andere aber auch, das mit dem „gesichert rechtsextrem“.

Daher nochmal. Was läuft da eigentlich? Die Europäer kaufen und bezahlen für Waffen aus den USA, weil sie selbst noch nicht so weit sind, diese herzustellen. Okay. Bezahlung erfolgt umgehend, sofort, unverzüglich. Ah ja. Denn die Lager sind leer. Bei den Europäern und bei den Amis. Ach. Deshalb liefern die Amis auch erst in ein paar Jahren, eben weil das seine Zeit braucht. Klar.

Die Russen beschreiben das zumindest so. Ist ja auch so. Nur in den West-Medien wird diese Darstellung als „Verhöhnung durch den Kreml“ verhöhnt.

Im Ernst. Wer würde ein solches Geschäft nicht machen?

Da ist es doch super, dass der Westen Geld wie Heu hat (oder umgedreht?) und er somit keine finanziellen Folgen fürchten muss. Ähnlich wie im Märchen „Rumpelstilzchen“, wo auch aus Stroh Gold gemacht wurde. Wir haben doch nun alle gelernt, wie man einfach per Sprechakt aus Schulden Vermögen fabriziert. Was beim Umwandeln von Geschlechtern doch nun sogar gesetzlich genau so geregelt wurde. Das mit dem Sprechakt.

Was? Das ist nur eine Illusion mit dem Geld? Das stimmt nicht? Also, alles Lüge? Sauerei! Und die Amis? Die sind noch mehr pleite als die Europäer? Deshalb gilt ab sofort die etwas abgewandelte Formel wieder: „Pleitegeier aller Länder, vereinigt euch!“

Was für eine Welt! Das Sprichwort „Geld regiert die Welt“ ist halt einfach wahr und solange privates Geld die Politik bestimmt, regiert das Geld, nicht das Volk. Wer diesen Gedanken allerdings in sich trägt oder darüber hinaus noch reichweitenstark unter die Leute bringt, ist garantiert „gesichert rechtsextrem“.

Wladimir Putins Reaktion auf die ständigen Pöbeleien der eurokratischen Mischpoke, der nichts hinzuzufügen oder wegzunehmen ist: „Uns wollen sie zu Grabe tragen – dabei sind es sie selber, die bald krepieren werden.“ „Da Vladi wieda, hah! Manchmoi haud a oan naus, do hauts di weg, Oida…“

Manche denken vielleicht, warum bricht das „Imperium der Lügen“ nicht einfach bis morgen zusammen und gut ist.

Das zieht sich doch wirklich unerträglich langsam hin. Da sei der Gröwiaz, der größte Wirtschaftsminister aller Zeiten, zitiert: „Tja… is halt so….“ Eben!

Hat sich eigentlich über die Zeitläufte prinzipiell, die Betonung liegt hier ganz besonders auf dem „prinzipiell“, wirklich etwas in den Herrschaftssystemen verändert? Oder wird derzeit nur vieles deutlicher sichtbar, angetrieben vor allem durch das Internet?

Wir sind in einem Krieg, in dem die sich bekämpfenden Kräfte auf der einen Seite als bösartige Blödheit darstellt, die die andere Seite, die gutmütigen, naiven, vernunftgeleiteten Verstandesmenschen erbittert bekämpfen. Das mit der Projektion ist hier beileibe nicht nur auf „die Bösen“ beschränkt. Die mit Verstand projizieren ebenfalls ihre Denkwelt auf die andere Seite und unterstellen damit zwangsläufig Vernunft, Logik, Menschlichkeit auf der Gegenseite.

Pepe Escobar unterstreicht das noch: „Währenddessen setzt Präsident Putin weiterhin auf Vernunft – zumindest, soweit das mit Verrückten möglich ist.“ Doch das ist insgesamt betrachtet grundlegend verkehrt. Feuer und Wasser vermengen sich nicht, sie vernichten sich gegenseitig.

Die Menschen werden nicht auf Führungsposten befördert aufgrund ihrer Fähigkeiten, sondern aufgrund ihrer Unfähigkeiten.

Diese treuen Diener, die für ihre Rolle ausgewählt wurden, werden verteidigt, egal welche Verfehlungen sie begehen. Sie glauben felsenfest, „die Macht“, wie in „Star Wars“, ist mit ihnen. Wer will ihnen da widersprechen?

Nach einem Tagesschau-Bericht hat der oberste Führer des auserwählten Volkes der Israelis, Bibi der von Jahwe gesandte Schlächter von Gaza, wohlwollend eingeräumt, dass er weiterhin mit Trump zusammenarbeiten wird. Großherzig, wie Netanjahu ist, bedeutet er Trump damit, dass der weiter mit der gottgleichen Führung Israels rechnen kann. Eindeutiger, wer hier Koch und Kellner ist, lässt es sich kaum mehr erkennen.

Der Netanjahu hat ja dann sogar noch den Trump für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen, bei einem der letzten Treffen dieser beiden ranghohen Capos des herrschenden Mobs. Warum eigentlich nicht umgekehrt? Bibi, Master of Peacemakers. „Des wäa doch wos, hah!“

Warum verschließt die (westliche) Welt die Augen vor dem Horror in Gaza?

Weil sie es als „die Guten™“ nicht ertragen können, ihr eigenes Schicksal zu sehen. Jetzt ist es Gaza. Wenn die Kräfte, die das durchziehen, nicht gestoppt werden, zeigt Gaza die Zukunft der „nutzlosen Esser“ (Yuval Noah Harari) im Rest des „Imperiums der Lügen“.

Der ergraute alte Schlapphut Rainer Rupp zieht dazu den Vergleich: „Dieses Zentrum fördert nun, dank neuer Technologien und Methoden zur Massenmanipulation, einen neuen Totalitarismus, der vergangene Totalitarismen wie Alchemie im Vergleich zur modernen Chemie erscheinen lässt.“

Die US-Strategie, wenn man trotz allem nicht gewinnen kann, ist so simpel, wie deren Denkstrukturen: Destabilisierung statt Sieg. Wie in Syrien wollen die USA Konflikte einfrieren, Infrastruktur zerstören, Staaten zersetzen. Berletic nennt es: „Krieg gegen Frieden und Wohlstand“. Carl Zha ergänzt: Die USA schaffen lieber gescheiterte Staaten als funktionierende Konkurrenten.“

Angesichts des ausufernden Irrsinns kommentiert Roger Waters ein klitzeklein wenig sarkastisch: „Der Völkermord im Zweiten Weltkrieg in Europa, in Deutschland … war falsch, aber jetzt, im Nahen Osten in Gaza, ist er in Ordnung, weil der Kampfstiefel an einem anderen Fuß sitzt.“

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

Wo liegt eigentlich der prinzipielle Unterschied im Denken und Handeln der USA als Machtzentrum des Geldadels, wenn man die Anfänge mit den Indianern mit dem Heute vergleicht? Das drückt sich doch wunderbar aus in der Aussage: „Wenn die andere Seite Frieden will, sind sie schwach – tötet sie.“ Alles wie schon immer. Nur ein toter „Indianer/Araber/Russe/Chinese/…“ ist ein guter „Indianer/Araber/Russe/Chinese/…“.

Ob bei den Indianern, den Palästinensern den Russen oder den unzähligen weiteren Gelackmeierten, es läuft immer gleich ab. Wie viele Verträge wurden geschlossen und gebrochen? Von wem? Am Ende waren die Indianer vernichtet, die Palästinenser werden es bald sein und die Russen sollen es werden.

Wenn es wirklich eine Hölle gibt, dann haben die da grad sowas wie einen „Lockdown“, weil sehr viele der Teufelchen und Satanisten momentan auf der Erde sind, um ihr Teufelshandwerk zu vollführen. Die Zurückgebliebenen, die da unten weiter schmoren müssen, haben wohl noch zu viele Reste von Skrupel.

Indes balanciert der Hegemon hienieden inzwischen mit eindeutig zu vielen Tellern auf einmal und die bella figura wird zusehends zu spastischen Zuckungen kurz vorm Zusammenbruch. Er kommt mehr und mehr ins Straucheln, während das Publikum das (Aus-)Lachen kaum noch unterdrücken kann und will. „Schwanzus longus“, you remember?

Ganz ohne Witz machte der ehemalige 3-Sterne-General Keith Kellogg am 28. Februar 2023 in der Senatsanhörung eine dergestaltige Aussage, dass wenn die NATO in der Ukraine scheitert, „müssen wir vielleicht einen weiteren europäischen Krieg führen, das wäre dann das dritte Mal.“

Das erinnert alles frappant an Karthago, das auch drei Kriege führte.

„Die Vorhersage für die nächsten Tage: teilweise bewölkt, Chance auf Krieg.“

Man sollte nie mehr die Coronazeit mit ihrem Vermummungszwang vergessen. Wer ohne Widerspruch bereit ist, sich die Luft zum Atem nehmen zu lassen und sein Gesicht zu verbergen, der trug schon vorher eine Maske. So jemand macht fortan jeden Irrsinn mit. Schauen Sie sich um. Wer sehen kann – und will (!) -, der sieht mehr als genug.

Nicolas Riedl schreibt stimmig, dass „die Corona-Massenpsychose keinem luftleeren Raum entsprang, sondern aus einem kollektiv-mentalen Humus empor spross, der durch Jahrzehnte des Neoliberalismus sowie dem entseelten und mechanistisch-materiellen Lebensstils gedieh.“

Da darf auch der Oberschwurbler C.J. Hopkins nicht fehlen, der beständig den Dreck durchwühlt, in dem wir feststecken: „Anders als die Kommunisten und Nationalsozialisten hat der globale Kapitalismus keine Ideologie und kann sich daher in jede beliebige Form verwandeln, auch in jede mögliche Opposition. Das ist „das „New Normal Reich“, d. h. die neue global-kapitalistische Form des Totalitarismus, die während der „Covid-Pandemie“ eingeführt wurde“.

Nach Ansicht von Dmitri Trenin sind „dem Westen und seinen Handlangern fast keine Grenzen gesetzt. Absolut alles ist erlaubt. Der Krieg hat einen vieldimensionalen Charakter angenommen.“

Man hätte, zum Beispiel, durchaus schon stutzig werden können, als für die Bayerische Polizei im Jahr 2013 das erste Panzerfahrzeug beschafft wurde. Panzer für Deine Freunde und Helfer? „Wega de Islamis und de andan Terroristn hoit, hams gsogt. Oda wenn d’Leit amoi echt wuatig wean. Des hams aba ned gsogt.“

Wenn der leibhaftige Teufel, also der Putler, seine Hand im Spiel hat, kann es keine roten Linien mehr geben!

Es müsste schon ein biblisches Wunder geschehen, wenn unter diesen Voraussetzungen allen voran gerade das Deutsche NICHT vollständig im Nebel der Geschichte verschwinden würde. So manche aus dem heute angesagten politisch-medialen Wertekosmos haben ja kein Problem mit dem Skandieren von Parolen wie „Deutschland verrecke!“. Conclusio: Wir schaffen das!

Es wäre nicht das erste Mal, dass das einer (früher) hoch entwickelten Kultur passiert. Denken Sie an Karthago, an das alte Ägypten, auch an die Etrusker. Und das sind nur ein paar in unserem westlichen Kulturkreis.

Alle diese Zivilisationen gingen mit Mann und Maus unter. Die Sprache, die Kultur, die gedanklichen Errungenschaften sind nicht mehr lebendig. Ob die am Ende auch so vollverblödet waren, ist nicht belegt.

Doch im Kapitalismus heutzutage ist echt alles möglich.

Sie wollen Krawall machen und ins Fernsehen? Buchen Sie einfach ein Gesamtpaket für Rabbatz, Aufruhr und Ausschreitungen aller Art bei Adam Swart, CEO und Gründer von Crowds on Demand (CoD) (Menschenmengen auf Bestellung). Handzettel verteilen war gestern. „Wir sind die ultimative Guerilla-Lobbying- und Regierungspromotions-Firma“, heißt es auf der Website plakativ.

Der Soros-Clan agiert da noch ein wenig diskreter, obwohl die sich auf denselben Business-Plan beziehen. Um hiermit zu reüssieren, ist es aber angeraten, die Haltung „der Guten™“ voll und ganz verinnerlicht zu haben. Denn nur so können Sie das verlockende Angebot nutzen.

Kleiner Tipp: Gründen Sie vorher eine „NGO“. Da können Sie Millionen bekommen vom „G“, das in der Bezeichnung vorkommt. Besser wäre hier sowieso die Abkürzung „GONGO“ (bitte SELBER im Internetz nachschauen!).

Vor diesem Hintergrund kann man konstatieren, dass die Astroturfing-Branche definitiv auf dem Weg nach oben ist. Im Gegensatz zur Friedensbewegung, die in Ehren seit den 80ern ergraut, ermattet, und desorientiert ist. Allerdings gibt es noch einen gemeinsamen Punkt mit den Jüngern von Soros & Co. Beide sind illusionssüchtig.

Das Ende ist nah!

Zumindest für diesen Text. Deshalb soll, dem Ende angemessen, dem ehrlichsten, menschenfreundlichsten, kompetentesten und weisesten Kanzler seit dem Urknall, dem lieben Ftznfrtz Merz, alle Aufmerksamkeit zukommen:

„In einigen Bevölkerungsteilen ist die Angst vor einem Krieg nach wie vor sehr groß. Ich teile diese Angst nicht, aber ich verstehe sie. Grundsätzlich ist das Streben nach Frieden ein richtiges Ziel. Aber es bedarf auch einer nüchternen Einschätzung, insbesondere wenn es um die imperialistischen Ambitionen Russlands geht.“

Halt! Halt! Halt! Dazu muss auch noch Doug Casey zu Wort kommen dürfen: „Wir haben ein politisches System, in dem die Leute zwischen einer totalen Katastrophe und einem schillernden Blender wählen müssen.“

Wer die Wirklichkeit nicht zur Kenntnis nimmt, sie gar verbiegt, bis über den Balkenbruch, dessen Entscheidungen können zwangsläufig auch nur weltfremd sein.

„Carpe diem!“ Genießen Sie den Tag!

Dieser Beitrag ist zuerst bei anderweltonline.com veröffentlicht worden. Hier der Link:

https://www.anderweltonline.com/satire/gschichtn-ausm-nachbargartn-folge-21

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Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

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Persönliche Entwicklung Teil 1. Orientierungslosigkeit – Realitätsflucht


Von Uwe Froschauer

Werte Leserinnen und Leser,

einige von Ihnen kennen mich vermutlich schon als einen Autor, der über Missstände wie den Coronabetrug, die von westlichen Politikern und Medien verzerrte Darstellung des Ukrainekonflikts, die Kriegstreiber, die substanzlose Klimahysterie, die Misswirtschaft und eliteinstruierte Politik in Deutschland durch „Gefährliche Nullen“ und dergleichen schreibt.

Das Erkennen von Hintergründen, die der Realität – die niemand ganz erfassen kann – relativ nahekommen, ist in meinen Augen weniger eine Frage der Intelligenz, sondern der persönlichen Entwicklung.

Mit dieser neuen Beitragsserie möchte ich Anregungen dafür liefern, Dinge vielleicht einmal anders zu durchdenken und zu fühlen, wie es möglicherweise bisher der Fall war, um auf diese Weise auf eine höhere Stufe der persönlichen Entwicklung zu gelangen. Menschen haben bei allem, was sie tun eine bestimmte Herangehensweise – mentale Modelle – entwickelt, und hinterfragen diese kaum. Eine wie auch immer geartete „Andersdenkbarkeit“ der bisher eingeschlagenen Wege ist meines Erachtens eine wichtige Voraussetzung für die persönliche Entwicklung eines Menschen. 

Bevor ich zu möglichen – ich nenne es einmal hochtrabend – „Wegweisern“ komme, möchte ich in diesem ersten Kapitel Barrieren für ein Voranschreiten der persönlichen Entwicklung aufzeigen.

Orientierungslosigkeit vieler Menschen

Viele Menschen sind unzufrieden, selten glücklich und fühlen sich einsam in ihrem Dasein.

Der Mensch kommt aus der Natur, ist Bestandteil von ihr und kann dennoch nicht in sie zurückkehren. Er ist von ihr abgetrennt und trachtet danach, diese Abgeschnittenheit von der Natur (oder von Gott) und die damit verbundene Einsamkeit zu überwinden. Er möchte — bewusst oder unbewusst — wieder „eins sein“ mit der Schöpfung, mit dem Universum.

Realitätsflucht

Manche Menschen versuchen, mit Alkohol oder Drogen die verlorene „Einheit“ im ekstatischen Zustand zumindest temporär wiederherzustellen. Andere flüchten sich in Sex, Arbeit, Sport, Sekten, asketischen Verzicht, Internet und so weiter, um der scheinbaren Sinnlosigkeit des Seins zu entrinnen. Diese anfänglichen Ablenkungsversuche von der Einsamkeit und der eventuell unangenehmen Konfrontation mit dem „Ich“ arten sehr schnell zu Süchten aus. Abhängig gewordene Menschen entwickeln ein unbändiges Verlangen nach diesem zeitweise befriedigenden Erlebniszustand, der sie die „Realität“ vergessen lässt.

Ein zwanghaftes Verhalten oder ein krankhafter, übermäßiger Gebrauch von benebelnden Substanzen macht Menschen auf Dauer aber nicht zufrieden oder glücklich. Problematisch bei jeder dieser Arten von Realitätsflucht dürfte sein, dass zur Herbeiführung der gewünschten Wirkung des entsprechenden Suchtmittels die Dosis ständig erhöht werden muss.

Wirkungen wie langfristige positive Bewusstseinserweiterung und dergleichen, die manche Menschen vor nicht allzu langer Zeit beispielsweise Drogen wie LSD oder Cannabis zugesprochen haben, werden sich nicht einstellen — sondern eher das Gegenteil.

Realitätsflucht und die oftmals mit ihr verbundenen Süchte sind kein geeignetes Rezept zur Überwindung der Einsamkeit und Orientierungslosigkeit, zumal dieses zwanghafte und maßlose Verlangen die Denk- und Gefühlsfähigkeit abhängiger Menschen stark beeinträchtigt. Diese zunehmende mentale und emotionale Unfähigkeit wirkt sich in hohem Maße negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung Abhängiger aus und wird soziale Bindungen auf längere Sicht wahrscheinlich zerstören.

Konformität

Ein weiterer, gerne eingeschlagener Weg von Menschen, der Einsamkeit zu entfliehen, ist die Konformität. Menschen sind soziale Wesen und wollen irgendwo dazugehören. Sie beschneiden zu diesem Zweck auch gerne mal ihre Individualität, und orientieren sich an der herrschenden Meinung der Gesellschaft (Mainstream) oder ihrer Bezugsgruppen.

Menschen, die sich der Meinung der Mehrheit nicht anpassen, sind relativ selten anzutreffen. Das Phänomen des Konformitätsdrucks, das hier einmal aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet werden soll, ließ sich in der Coronazeit gut beobachten.

Was sind möglicherweise psychologische und soziologische Ursachen für dieses sonderbar anmutende Verhalten der sich in der Coronazeit „solidarisch“ Erklärenden? Warum haben viele Menschen — trotz der offensichtlichen relativen Harmlosigkeit des Virus, trotz augenscheinlicher Unwirksamkeit der Coronamaßnahmen, trotz offen zutage tretender schwerer Menschenrechtsverletzungen nicht erkannt oder erkennen wollen, was um sie herum geschehen ist? Sie ließen sich erneut impfen, obwohl sie wussten oder wissen sollten, dass die Impfung sie — wenn überhaupt — nur vorübergehend schützte. Sie setzten ihre Masken auf, obwohl sie nachweislich kaum etwas bewirken und zudem gesundheitsschädlich sind. In ihrer Verbohrtheit ließen sie sogar ihre Kinder impfen, obwohl einige von ihnen wussten, dass bereits einige Kinder durch die Impfung gestorben sind, und noch kein gesundes Kind durch Corona gestorben ist.

Sie schimpften (und Schlimmeres) auf Demonstranten, die keine Lust auf faschistische, sowjetische oder DDR-ähnliche Verhältnisse hatten — Menschen, die letztendlich auch für die „Solidarischen“ auf die Straße gingen, damit sich historische Gräueltaten und massive Freiheitbeschränkungen nicht wiederholen. Sie dämonisierten und ächteten jene, die für ihre und die Freiheit aller demonstrierten, und sich dem zunehmend totalitären Regime widersetzten.

Normopathie und Massenbildung

Dieser Begriff wird vom deutschen Psychiater und Psychoanalytiker Dr. Hans-Joachim Maaz wie folgt definiert:

„Mit „Normopathie“ ist eine Anpassung einer Mehrheit von Menschen einer Gesellschaft an eine Fehlentwicklung, an pathogenes psychosoziales Verhalten gemeint, dessen Störung nicht mehr erkannt und akzeptiert wird, weil eine Mehrheit so denkt und handelt. Und was die Mehrheit vertritt, kann ja nicht falsch sein — so beruhigt jeder sein Gewissen durch Autosuggestion und lässt sich zur Anpassung manipulieren. Die große Fähigkeit des Menschen zur Anpassung wird praktisch pervertiert — zur Anpassung an kranke gesellschaftliche Verhältnisse. Das wird unterstützt durch das psychosoziale Grundbedürfnis des Menschen, unbedingt ‚dazugehören‘ zu wollen (zu einer Partnerschaft, Familie, Freundesgruppe, einem Verein, einer Partei, Religion, Nation und so weiter), um im zugehörigen sozialen Milieu auch entsprechend verstanden und bestätigt zu werden, auch Erfolg zu haben und auf keinen Fall abgelehnt, beschämt, ausgegrenzt und verfolgt zu werden. Eine Normopathie erklärt das pathologische Mitläufersyndrom, wenn eine Mehrheit begeistert in den Krieg zieht, sich als Herrenrasse wähnt, Völkervernichtung zustimmt, Andersdenkende verfolgt, Ideologie über die Realität stellt und im narzisstischen Größenwahn lebt.“

Quelle, siehe hier.

Nun, besser als Herr Maaz kann man die Verhaltensweisen der Massen in Coronazeiten wohl kaum beschreiben. Auch das in einem meiner Beiträge angesprochene „Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit“ dürfte wohl zu einem großen Teil auf Normopathie zurückzuführen sein. „Wir sind die Guten …“ Hier der Link zu diesem Beitrag vom 10. April 2023:

Mattias Desmet, Professor für klinische Psychologie von der Uni Gent in Belgien, bezeichnet das Phänomen, das große Gruppen von Menschen dazu bringt, sich zusammenzuschließen, um einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen, ohne sich um den Verlust individueller Rechte, Privilegien und sogar des Wohlbefindens zu kümmern — als psychologisches Konzept der „Massenbildung“, eine Art weitreichende Hypnose.

Er meint, eine historische Analyse zeige, dass eine solche Massenbildung der erste Schritt zum Totalitarismus und zur Begehung von Gräueltaten im Namen des kollektiven Wohls sein könne.

„Diejenigen, die dich dazu bringen können, an das Unwahrscheinliche zu glauben, sind auch in der Lage, dich zu Gräueltaten zu überreden“, erkannte bereits Voltaire vor circa 300 Jahren.

Bei der „Massenbildung“ handle es sich um eine Art hypnotischen Zustand, in dem Menschen auf der ganzen Welt ihre Einsamkeit, ihre Frustrationen, ihre „freischwebenden Ängste“ und ihre Unzufriedenheit mit Jobs und Lebensstilen, die sie als bedeutungslos erachteten, auf das von Konzernmedien, Regierungsvertretern und globalen Eliten verbreitete Corona-Narrativ abladen konnten.

Desmet legt dar, dass das Corona-Narrativ Millionen unzufriedenen Modernen einen identifizierbaren Feind präsentiert habe, einen Schlachtplan zu seiner Bekämpfung, Kameradschaft mit anderen Soldaten und etwas, für das sie sogar ihre grundlegendsten Rechte und Freiheiten — angeblich für das Gemeinwohl — opfern, was „zu einer Art geistigem Rausch der Verbundenheit führt, was der eigentliche Grund dafür ist, warum die Menschen weiterhin in das Narrativ einsteigen, selbst wenn es völlig absurd oder offenkundig falsch ist“.
Quelle Video
Quelle für die schriftliche Kurzfassung

Der Begriff „Mainstream“ ist für viele Menschen nicht unbedingt ein Schimpfwort. „Mainstream ist ein Schlüsselbegriff im Selbstverständnis bei der Selbstbeschreibung“, will eine vor neun Jahren durchgeführte Studie über junge Menschen wissen (Sinus-Institut: „Wie ticken Jugendliche 2016“). Viele der Befragten bekannten sich zum „Gleichsein“, wenn man dieser Untersuchung Glauben schenken darf. Nun, da werden sich einigen „68ern“ die Haare aufstellen, da sie sich ja als klassische „Nonkonformisten“ sahen und gegen die damaligen bürgerlichen Normen aufbegehrten. Diese westdeutsche Bewegung protestierte gegen einen von ihr festgestellten Konformismus in der Gesellschaft, der sich ihrer Meinung nach in einer konformen äußeren Erscheinung, in durch Massenmedien erzeugten vereinheitlichten Meinungen und Ähnlichem äußerte. Ihre Auflehnung unterstrichen sie unter anderem mit lockerem Haarwuchs und nicht bürgerlicher Kleidung.

Auch die digitale Welt und deren vielfältige Möglichkeiten tragen zu einer erhöhten Konformität bei. Die Welt wird dank Internet klein und überschaubar, und ein „Mausklick“ genügt, um die neuesten Trends auf den Bildschirm zu zaubern. Denken muss man auch nicht mehr so viel, das übernimmt zu einem Teil die Künstliche Intelligenz (KI). Eine zunehmende geistige Verarmung der Bevölkerung ist in meinen Augen unausweichlich.

Soziale Netzwerke auf PCs, portabel auf Smartphones und Tablets schaffen weltweite Uniformität, die anscheinend zum Wohlbefinden insbesondere der jungen Menschen beiträgt.

Wenn sich konformes Verhalten mehr auszahlt als nicht-konformes, wird sich die betroffene Person konform verhalten — und umgekehrt — , meint die Konformitätstheorie.

Für den Weltfrieden sollte es eigentlich förderlich sein, wenn sich Menschen weltweit mehr oder weniger einheitlichen Werten bezüglich sozialen Verhaltens, Freiheit und Toleranz verpflichtet fühlen. Das sehe ich im Großen und Ganzen ebenfalls so. Dennoch steht zu befürchten, dass konforme Menschen und deren gleichgerichtete Verhaltensweisen leichter lenkbar sind in Richtung der Interessen größerer Institutionen, die ja nicht immer nur Gutes im Schilde führen.

Vor zehn Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, einen Begriff wie „Kriegstüchtigkeit“ auch nur in den Mund zu nehmen. Mittlerweile ist laut diverser Erhebungen gut die Hälfte der deutschen Bevölkerung wieder „kriegstüchtig“. Die Deutschen sind erneut „besessen“ genug, in die gleiche Falle zu tappen wie vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Die eliteinstruierten Politiker und ihre Propagandaorgane alias Mainstreammedien tun das Nötige hierfür. Die Frage ist, wie es den Eliten und ihren politischen und medialen Handlangern immer wieder gelingt, die Meinung in den Köpfen der Menschen beispielsweise in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ zu drehen. Professor Rainer Mausfeld beschreibt dieses Phänomen wie folgt:

„Das natürliche sittliche Empfinden von Menschen zum Schweigen zu bringen, erfordert erhebliche Angriffe auf das menschliche Bewusstsein. Wer jedoch über die nötigen medialen Mittel verfügt, kann dies — zumindest zeitlich begrenzt und vor allem in Situationen, die für die Stabilität herrschender Machtverhältnisse kritisch sind — auf relativ einfachen Wegen bewerkstelligen. Auf der Grundlage einer Verdrehung des gesamten Denk- und Bewertungsrahmens lässt sich nach Belieben Schwarz zu Weiß und Weiß zu Schwarz machen. Ist erst das gesamte Interpretationssystem verdreht, kann man eine Tat oder einen Sachverhalt leicht als moralisch ‚gut‘ oder aber als ‚böse‘ erscheinen lassen. So lassen sich Menschen daran gewöhnen, dass es zwei Kategorien von Staatsverbrechen geben kann, nämlich solche, die keine sind, sondern moralisch gerechtfertigte Taten, und solche, die auf das Schärfste zu verurteilen sind. Sie lassen sich daran gewöhnen, dass moralisch verwerfliche Taten wie beispielsweise Folter, Drohnenmorde, Bombardierungen ziviler Infrastruktur oder die Verwendung von geächteten Streubomben und Uranmunition moralisch gerechtfertigt sein können, solange sie nur von den ‚Richtigen‘ begangen werden.“

(Rainer Mausfeld (2023): Hybris und Nemesis, Seite 28, Frankfurt am Main: Westend Verlag)

Das böse Erwachen kommt meist erst, wenn die Rattenfänger — in diesem Beispiel die Kriegstreiber — ihr Werk vollendet haben. Dieses Mal dürfte ganz Europa in Schutt und Asche liegen, wenn den ruchlosen Bellizisten nicht Einhalt geboten wird.

Der Aufstand der Vernunft bleibt aus

Rebellion ist heute weniger angesagt. „Gegen wen oder was sollten sich junge Menschen noch vor 10 Jahren auch auflehnen?“, werden sich viele denken. Sie fühlten sich in unseren Breitengraden geborgen und akzeptiert. Warum dann etwas in Frage stellen? Jugendliche lösten sich weniger als früher von den Wertvorstellungen ihrer Eltern — im Gegenteil — sie teilten viele Werte der Erwachsenen. Warum sollten sie auch gegen eine Welt rebellieren, die sie gut versorgt hat, in der es seit langer Zeit — zumindest in Deutschland — keinen Krieg mehr gab, in der sie sich gut aufgehoben fühlten? Konformität hat Ihnen nicht geschadet — ganz im Gegenteil!

Doch die Zeiten änderten sich in den letzten fünf bis zehn Jahren mit atemberaubender Geschwindigkeit. Wir leben inzwischen in einer „VUCA-Welt“.

Volatility (Unbeständigkeit): Alles verändert sich ständig.
Uncertainty (Unsicherheit): Vor 60 Jahren konnte man einen Zeitraum von fünf und mehr Jahren besser überblicken oder vorhersehen als heute einen Zeitraum von einem Jahr.
Complexity (Komplexität): Allein aufgrund der Tatsache, dass sich in einem Takt von 50 Jahren die Anzahl der Erdenbürger jeweils verdoppelt hat — 1920 circa zwei Milliarden, 1970 circa vier Milliarden und 2020 circa acht Milliarden Menschen auf der Erde — haben sich komplexe Strukturen entwickelt, mit denen manch einer nicht mehr zurechtkommt.
Ambiguity (Mehrdeutigkeit): Dinge oder Situationen können sich höchst unterschiedlich entwickeln.

Sich in dieser schnelllebigen und komplexen Welt zurechtzufinden, stellt die meisten Menschen vor große Herausforderungen, denen einige nicht gewachsen sind. Sie verlieren sich.

In einer unübersichtlich gewordenen globalisierten und unruhigen Welt wird es für viele Menschen auch immer schwieriger, Orientierung zu finden. Mit Konformität „kann man da nicht viel falsch machen — tausend Fliegen können nicht irren“, denken sich Konformisten.

Diese „kollektive Weisheit“ steht jedoch einer persönlichen Weiterentwicklung im Weg. Zudem zeigt die Geschichte, dass die Mehrheit meist nicht recht behielt.

Kanalisierung ungebündelter Energie für ungute Zwecke

Vielerorts wird die Orientierungslosigkeit junger Menschen genutzt, um sie vor den Karren gefährlicher Machtspiele zu spannen. Sie werden zu Selbstmordattentätern oder Kämpfern für eine „gute Sache“ ausgebildet. Man erzählt ihnen, sie würden in der Bundeswehr die Demokratie des Wertewestens verteidigen — der mittlerweile auch seine letzten Werte wie Friedenstüchtigkeit verliert — und dem Russen Paroli bieten, der 2029 vor der Haustür stehen könnte — was für ein Schwachsinn!

Ihnen werden Ideologien verkauft, die sie oftmals für bare Münze nehmen und sie kleben sich auf Straßen fest oder attackieren Andersgläubige. Wo es eine Ideologie gibt, haben Fakten keine Bedeutung mehr! Es ist auch völlig gleichgültig ob es sich um rechts- oder linksorientierte Parteien bzw. Bewegungen, religiöse Fanatiker oder sonstige „Idiotologien“ handelt, die sich junge, oftmals naive Opfer suchen, die auf die Machenschaften dieser skrupellosen Drahtzieher hereinfallen. Die Opfer sind Kanonenfutter im Spiel einiger weniger selbstherrlicher Psychopathen, die niedere, menschenverachtende Ziele verfolgen.

Es nutzt auch wenig, die Symptome dieser Krebsgeschwüre unserer Gesellschaft zu bekämpfen. Man muss an die Ursachen herangehen. Wenn junge Leute keiner geregelten Arbeit nachgehen können oder nur über spärliche Mittel für ihre Freizeitgestaltung verfügen, sind sie leichte Beute für Rattenfänger jeglicher Couleur. In sozial schwachen Schichten herrscht eine relativ hohe Arbeitslosigkeit, verbunden mit Perspektivlosigkeit und Frustration, die den Weg frei machen für jede Art von Radikalisierung.

Aber nicht nur junge Menschen haben es schwer, Werte und wertevermittelnde Ratgeber für ihre Orientierung im Leben zu finden. Auch ältere Zeitgenossen sind heute teilweise verwirrt, und haben keinen rechten Lebensplan mehr. Sie flüchten sich oftmals in materielle Werte, die ihnen die Sicht auf wichtige immaterielle Werte vernebeln. Der Wirtschaft in unseren Breitengraden kommt dieses Verhalten natürlich entgegen, da sie die Flucht in die Welt der materiellen Ersatzbefriedigung der teils orientierungslosen Menschen relativ bedenkenlos unterstützt und ausnutzt. Viele Menschen befinden sich mehr oder weniger in einem materiellen Dämmerschlaf, aus dem so mancher nicht mehr aufzuwachen scheint.

An dieser Stelle bietet es sich an, einmal kurz ein paar Gedanken loszuwerden, wie es vermutlich — historisch gesehen — zu diesem „Dämmerschlaf“ kam.

Materieller Dämmerschlaf

Gehen wir doch einmal 1000 Jahre zurück und vergegenwärtigen wir uns, wie Menschen im Mittelalter das Leben wahrgenommen haben. Alles, was gut oder schlecht lief, wurde entweder „dem Willen Gottes“ oder der „Heimtücke des Teufels“ zugeschrieben. Ein sehr einfaches Weltbild, das zur damaligen Zeit von den Klerikern den ungebildeten Menschen vermittelt wurde. Fiel beispielsweise die Ernte schlecht aus, war es eben Gottes Strafe bzw. Teufels Werk. Die Vorsehung Gottes war die „Wirklichkeit“, welche die mächtige Kirche ins Zentrum des Lebens der Menschen rückte.

Die Kleriker erklärten den Menschen auf deren Fragen nach dem Sinn ihres Daseins, Gott habe sie deshalb in das Zentrum des Universums gestellt, damit sie entweder Erlösung erreichen oder ewige Verdammnis erfahren könnten. Der Einzelne konnte sich also für die Kraft Gottes oder für die hinterlistigen Versuchungen des Teufels entscheiden.

Die meisten Menschen dieser Zeit vertrauten den Ausführungen der Geistlichen voll und ganz, da sie es selbst nicht besser wussten. Sie ließen die Kleriker über ihren Status urteilen, da praktisch nur die Geistlichen sich mit den Schriften auskannten, und diese bei konkreten Anfragen der Gläubigen – in Richtung Gott oder Teufel interpretierten: „Erlösung und Himmel bei Befolgung der Vorschriften — Verdammnis und Hölle bei Fehlverhalten.“ Super!

Andererseits muss man natürlich auch sehen, dass die Menschen in diesen Zeiten wesentlich spiritueller geprägt waren — was meines Erachtens auch für die heutige Zeit wieder wünschenswert wäre.

Wie aber kam es zum „materiellen Dämmerschlaf“, aus dem jetzt wieder einige aufzuwachen scheinen?

Etwa im 14. und 15. Jahrhundert wurde den Menschen mehr und mehr klar, dass auch die Kleriker keine Heiligen waren. Sie brachen zum Teil ihr Keuschheitsgelübde, nahmen Bestechungsgelder an, frönten der Völlerei und lebten in Saus und Braus. Das Weltbild der Gläubigen begann zu bröckeln – zumal ihre einzige Verbindung zu Gott die Kleriker waren.

Martin Luther prangerte diese „unhaltbaren Zustände“ an, und forderte, jeder Mensch solle Zugang zu den Schriften haben, und diese selbst — ohne kirchliche Mittelsmänner — interpretieren können.

Spätestens als Nikolaus Kopernikus im 16.Jahrhundert nachwies, dass sich die Erde um die Sonne dreht — und nicht Zentrum des Universums ist, wie die Kleriker behaupteten — wurde logischerweise das gesamte von der Kirche vermittelte Weltbild in Frage gestellt.

Die Erde — ein kleiner unbedeutender Planet, der nicht „die“ sondern lediglich „eine“ von Milliarden Sonnen umkreist! Damit hatte der Mensch seinen von der Kirche definierten Platz in der Mitte des göttlichen Universums verloren.

Fragen über Fragen kamen auf, da nun Wetter, Ernte und alles andere auf dieser Erde nicht mehr allein durch Gott oder den Teufel erklärbar waren. Aufgrund dieser Orientierungslosigkeit entstanden letztendlich die Naturwissenschaften, deren Ziel es war, die „wahren“ Gegebenheiten der Natur zu erforschen.

Die Wissenschaften jedoch waren — und sind bis heute — nicht in der Lage, ein neues Bild von Gott zu entwerfen, seine Existenz zu widerlegen oder den Sinn des Lebens zu erklären. Und pragmatisch, wie der Mensch nun mal ist, dachte er sich: „Wenn ich schon nicht Mittelpunkt des Weltalls bin, und mir keiner den Sinn des Lebens erklären kann, mach ich es mir eben einstweilen bequem auf der Erde, und genieße ihre materiellen Vorzüge. Der Mensch arbeitete — und das tut er bis heute — an einer Erhöhung seines Lebensstandards und einer materiellen Absicherung seiner Existenz. Diese wirtschaftliche Sicherheit sollte die verlorengegangene spirituelle Sicherheit ersetzen.

Weil die meisten von uns „blind“ an einer noch bequemeren Art des Überlebens basteln, verlieren sie den eigentlichen Fokus – warum wir leben – aus den Augen. Unsere Beschäftigung mit teilweise dürftigen Ersatzbefriedigungen, insbesondere dem Konsum, lenkt uns von unserer eigentlichen Aufgabe ab: der persönlichen Weiterentwicklung. Dass sehr viele Menschen mit ihrer Situation trotz materieller Sicherheit nicht zufrieden sind, braucht uns daher nicht zu wundern.

Fazit

Es gibt sinnvollere Wege als die Flucht in ekstatische Zustände oder in die Konformität zur Überwindung der Abgeschnittenheit von Natur bzw. Gott. Der Sinn des Lebens besteht meiner Auffassung nach darin, sich persönlich weiterzuentwickeln, und eine höhere Stufe des Bewusstwerdens zu erlangen. Materielle Befriedigungen sind sicherlich nicht unwichtig im täglichen Leben, füllen einen Menschen nach meiner Erfahrung jedoch nicht aus. Ist es wirklich erstrebenswert, der reichste Mann oder die reichste Frau auf dem Friedhof zu werden? Für mich jedenfalls nicht.

In den in Kürze folgenden Artikeln der Beitragsreihe „Persönliche Entwicklung“ möchte ich Ihnen „Wegweiser“ an die Hand geben, die auf diesem nicht leichten Weg unterstützen und Orientierung im vielleicht unübersichtlich gewordenen Gelände des Lebens geben sollen.

Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit.

Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

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Uwe Froschauer

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Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
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Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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Deutschlands Aufrüstung auf Kosten des Sozialstaats



Von Uwe Froschauer

Ein Land, das auf Kriegswirtschaft setzt, wird soziale Leistungen reduzieren. Deutschland ist ein solches Land. Die Aufrüstung Deutschlands wird mit der zunehmenden Aggression Russlands begründet, das in absehbarer Zeit in Richtung europäischer NATO-Mitglieder marschieren könnte.

Kriegsszenarien

Verteidigungsminister Boris Pistorius warnte In einer Pressekonferenz am 12. Juni 2024, bei der er sein neues Konzept für den Wehrdienst vorstellte, vor einem möglichen russischen Angriff auf einen NATO-Staat:

„Man muss davon ausgehen, dass Russland 2029 in der Lage sein wird, einen NATO‑Staat anzugreifen.“

Blödsinn, Herr Pistorius!

In der Regierungsbefragung im Bundestag am 5. Juni 2024 meinte Pistorius:

„Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein.“

Der Bundesverteidigungsminister unterstrich mit diesen aus der Luft gegriffenen Aussagen die Notwendigkeit, die Abschreckungsfähigkeit der Bundeswehr zu stärken. Hierzu bräuchte es selbstverständlich zusätzliches Material und Personal, um das Szenario eines russischen Angriffs durch Abschreckung zu verhindern.
Lesen sie sich mal Artikel 26 Grundgesetz und die UN-Charta durch, Herr Pistorius, dann wird Ihnen auffallen, dass es um Friedenstüchtigkeit und nicht um „Kriegstüchtigkeit“ geht.

Auch der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels gebrauchte den Begriff mehrfach in seinen Tagebucheinträgen, zum Beispiel:

„… die Kriegstüchtigkeit des deutschen Volkes vermindern …“ (28. November 1942), oder
Die moralische Kriegstüchtigkeit unseres Volkes … ist vollkommen unantastbar.“ (16. Mai 1943)

Ich wäre an Ihrer Stelle vorsichtig mit dem Gebrauch eines solchen Vokabulars, Herr Pistorius, weil es doch sehr an dunkle Zeiten erinnert, in die Menschen wie Sie uns eventuell wieder stürzen könnten.

Und woher bekommen Sie die notwendigen finanziellen Mittel für Ihre Hirngespinste? Auf Kosten des Sozialstaats durch Erhöhung der Steuern und Reduzierung der Staatsausgaben im sozialen Bereich? Und dann hätten wir ja noch die Neuverschuldung des Staates, für die künftige Generationen geradestehen müssen.  

Bundeskanzler Friedrich Merz machte bisher zwar keine konkrete Jahresangabe, betonte jedoch mehrmals, Russland teste die NATO, und niemand dürfe wagen, die NATO anzugreifen. Konkret sagte Merz:

„Es soll bitte niemand wagen, die Nato anzugreifen, und zwar an keiner Stelle“ (…) „Wir wissen eben nicht, ob sie unsere Verteidigungsbereitschaft nicht eines Tages testen werden.“

Herr Pistorius und Herr Merz, Ihre Narrative sind grober Unfug, und das wissen Sie! Das Rüstungsbudget der NATO ist bereits jetzt um mehr als das Zehnfache höher als das Russlands. Selbst das Budget der europäischen NATO-Länder – ohne die USA – ist höher. Russland hat über 60.000 Kilometer eigene Grenzen zu verteidigen, die zum Teil von der NATO bedroht werden. Aus russischer Sicht wäre es Selbstmord, ein NATO-Land anzugreifen.
Wladimir Putin hat wiederholt erklärt, Russland habe keine Absicht, ein NATO-Mitglied anzugreifen. Der russische Präsident bezeichnete am 5. Juni 2024 in St. Petersburg gegenüber internationalen Journalisten entsprechende Befürchtungen als „Bullshit“ oder „reinen Unsinn“. Wörtlich sagte er:

„Sie haben sich ausgedacht, dass Russland die NATO angreifen will. Sind Sie komplett verrückt geworden? … Das ist Unsinn, verstehen Sie. Bullshit.“

Der italienischen Zeitung Corriere della Sera sagte Putin im Juni 2015r:

„Nur ein Wahnsinniger und nur im Traum kann man sich vorstellen, dass Russland plötzlich die NATO angreifen würde.“

Die Frage ist natürlich, wem kann man mehr trauen, den Aussagen Putins, oder den Aussagen westlicher Politiker? Hierzu einige Fragen:

Wer hat nach dem Mauerfall gesagt, „not an inch eastwards“?
James Baker, seinerzeit US-Außenminister! Seitdem hat sich die Anzahl der NATO-Mitglieder von 16 auf 32 (inklusive der ehemaligen DDR) exakt verdoppelt. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands kamen 1999 Tschechien, Ungarn und Polen, 2004 Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien und Slowakei, 2009 Albanien und Kroatien, 2017 Montenegro, 2020 Nordmazedonien im östlichen Europa, und vom Norden 2023 Finnland und 2024 Schweden hinzu. Russland wurde von allen möglichen Seiten eingekreist.

Hat Russland seit der Wiedervereinigung ein NATO-Land bedroht?
Ihnen fällt dazu nichts ein? Na sowas!

Eine weitere Frage: Zu was wurden die Minsker Abkommen I und II in den Jahren 2014 und 2015 genutzt?
Sie wurden offiziell als diplomatische Maßnahmen zur Beendigung des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine zwischen der ukrainischen Regierung und den von Russland unterstützten Separatisten in den Regionen Donezk und Luhansk vereinbart. Sie wurden unter Vermittlung der OSZE sowie Frankreichs und Deutschlands ausgehandelt.
Von 2014 bis zur russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 hat das faschistisch unterwanderte Kiew-Regime mehr als 14.000 Ost-Ukrainer getötet, darunter viele Zivilisten.
In Wirklichkeit hat die Ukraine die Abkommen nie wirklich umsetzen wollen und nutzte die Zeit, um sich militärisch mit Unterstützung des Westens zu stärken. Angela Merkel sagte am 7. Dezember 2022 in einem Interview mit der Zeit:

„Das Minsker Abkommen von 2014 war der Versuch, der Ukraine Zeit zu geben. Sie hat diese Zeit auch genutzt, um stärker zu werden, wie man heute sieht. Die Ukraine 2014/15 ist nicht die Ukraine von heute. Wie man bei der Schlacht um Debalzewe Anfang 2015 gesehen hat, hätte Putin sie damals leicht überrollen können. Und ich bezweifle sehr, dass die NATO-Staaten damals so viel hätten tun können wie heute, um der Ukraine zu helfen.“

Heute erreichte mich – wie es der Teufel, also Putin so will – noch folgender Leserbrief eines intelligenten Menschen, der das Selbstdenken im Gegensatz zu den Tagesschaupapageien noch nicht verlernt hat. Hier der Text von Benjamin Kradolfer:

„Ein paar geostrategische Quiz-Fragen

Wenn Putin, wie uns allenthalben versichert wird, in seinen imperialen Gelüsten die UdSSR wiederherstellen und sich sogar ganz Europa einverleiben will, warum hat er dann ausgerechnet in der Ukraine damit begonnen, wo er es da doch fast zwingend mit der Nato, dem „erfolgreichsten Militärbündnis aller Zeiten“, zu tun bekommen musste? Weshalb hat er sich nicht schon längst Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan, Tadschikistan oder Turkmenistan geschnappt, wo er dort doch vergleichsweise freie Hand hätte? Und warum kommt von all den Imperialismus-Experten in unseren Regierungen und Redaktionsstuben keiner auf die Idee, in den post-sowjetischen Republiken jenseits des Kaukasus nachzufragen, wie es ihnen ergeht angesichts der Putin’schen Übergriffigkeit? Müsste man sich dort, ohne Militärbündnis wie die Nato im Rücken, von seinen imperialen Ambitionen nicht noch viel bedrohter fühlen als wir hier in Europa? Müssten wir von dort nicht noch viel alarmistischere, teuflischere Szenarien zu hören bekommen als diejenigen, die man uns hier an die Wand malt? Und von viel ungeheuerlicheren Aufrüstungs-Diktaten als denen, die uns die Nato-Oberen jetzt verpasst haben? Warum ist man mit diesen Völkern nicht solidarisch und bietet ihnen z.B. die Mitgliedschaft in der Nato an? Hat Putin also auf dem Weg zu seinem Grossreich schlicht die leichten Schritte verschwitzt und sich gleich auf den allerschwersten gestürzt? Ungeheuer böse zwar, strategisch aber gottlob ein Volltrottel?“

Ohne Kommentar.

Wer immer noch glaubt, Russland hätte bellizistische Absichten in Richtung Westen, dem kann ich einen guten Psychiater empfehlen. Die Kriegstreiberei geht vom Westen, und nicht vom Osten aus.

Haushaltsloch von circa 30 Milliarden Euro im Jahr 2027

Der deutsche Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil hat den Bundeshaushalt 2026 vorgelegt. Insgesamt hat Klingbeil Gesamtausgaben von circa. 520,5 Mrd. € – rund 3,5 % mehr als 2025 – veranschlagt.

Zur Finanzierung dieses Budgets werden neue Schulden in Höhe von 174,3 Milliarden Euro aufgenommen. Ungefähr die Hälfte stammt aus dem neuen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz und aus dem Bundeswehr-Sondervermögen. Bis zum Ende der Wahlperiode 2029 plant die Große Koalition eine Schuldenaufnahme von circa 850 Milliarden Euro.
Ein Wahnsinn! Die künftigen Generationen werden diese kurzsichtigen und dummen Entscheidungen der Großen Koalition verfluchen!

Für Verteidigung und damit verbundene Bereiche (Bundeswehr, Nachrichtendienste, Bevölkerungsschutz, Hilfe für völkerrechtswidrig angegriffene Staaten) ergeben sich je nach Berechnungsmodell – ob beispielsweise „erweiterte Sicherheitsausgaben“ z. B. für Cyberabwehr, Bevölkerungs-/Zivilschutz mitgerechnet werden – inklusive Sondervermögen, Ausgaben von rund 97 bis 108 Mrd. € im Jahr 2026.  2025 waren es circa 86 bis 87,5 Milliarden €.
Nach der Berechnung des Finanzministeriums entspricht dies etwa 2,8 % des BIP.

Mindestens 1 Prozent vom BIP zu viel! Hier sollten Sie sparen, Herr Klingbeil, und damit gleichzeitig einen Beitrag zum Weltfrieden leisten. Hören Sie nicht auf das Geschwätz von BlackRock-Agent Friedrich Merz, der Deutschland zur stärksten Militärmacht Europas machen möchte. Das hatten wir schon mal, oder? Sie erinnern sich? Oder vielleicht erinnern Sie sich an die Worte „Nie wieder…?

Lars Klingbeil (SPD) kündigte für die Zeit nach der Verabschiedung des Haushalts 2026 harte Sparmaßnahmen für alle Minister an. Zu NTV und RTL sagte er:

„Wenn wir den Haushalt 26 im Kabinett verabschiedet haben, dann gibt es kein Zurücklehnen, dann müssen alle ran.“

„Ich werde sofort auf alle zugehen und allen auch die Hausaufgaben mit auf den Weg geben, dass jetzt alle in ihren eigenen Häusern gucken: wo kann gespart werden,“

so der Vizekanzler, und er fügte hinzu, das werde die Regierung

„wahnsinnig viel Kraft kosten“ (…) „Das muss sehr hart sein sogar, weil es darum geht, dass wir eine Lücke von über 30 Milliarden schließen.“

Ein ganz einfacher Vorschlag zur Lösung Ihres Finanzierungsproblems, Herr Klingbeil – sogar mit Surplus:
Werden Sie sich Ihrer einst pazifistischen Grundeinstellung wieder bewusst und kürzen Sie den Verteidigungsetat um 30 Milliarden – ach, was solls, um 50 Milliarden –, und lassen Sie die überschüssigen 20 Milliarden wieder denen in Deutschland zukommen, die diese Steuergelder mit harter Arbeit erwirtschaftet haben, sowie den Rentnern, den Armen und den Kranken, anstatt diese „vulnerablen“ Gruppen mit Ihrer Kriegswirtschaft noch mehr zu schröpfen. So würden Sie dem „S“ in Ihrem Parteikürzel wieder gerecht werden.
Zudem reichen Sie Wladimir Putin die Hand mit den Worten „Sind wir wieder gut“, und beziehen wieder Energie aus Russland, und nicht verstärkt aus den USA, wie es die nicht-integre EU-Kommissionschefin und US-Agentin Ursula von der Leyen mit Donald Trump – von dem sie zum Unwohl Europas über den Tisch gezogen wurde – vor ein paar Tagen vereinbart hat.
Weiterhin sollten Sie alles tun, dass Deutschland von der EU nicht zusätzlich zur Kasse gebeten wird, wie es die EU-Kommissionschefin gerne hätte, und beschleunigen Sie deren Abgang, damit Europa wieder aufatmen kann.
Von den überschüssigen Milliarden könnten Sie mir eine Milliarde abgeben, die ich bis auf eine gute Flasche Rotwein Institutionen wie Oxfam zur Bekämpfung des Welthungers spenden würde.

Das sind Aufgaben, denen sich eine „Soziale Partei Deutschland“ widmen sollte, und nicht der Kriegstreiberei. Was ist an Kriegswirtschaft, die letztendlich dem Krieg dient, sozial?

Das wäre nicht „einfach“, meinen Sie, Herr Klingbeil? Doch, alles geht, wenn man es wirklich will.
Selbstverständlich ist mir klar, dass meine letzten Worte „utopisch“ klingen. Aber sehen Sie sich, werte Leserinnen und Leser, und auch Sie, Herr Klingbeil, mal in Ihrem Zimmer um: ein Fernseher, vielleicht ein Monitor, ein PC, oder die Demokratie, alles waren ursprünglich Ideen von Utopisten, die seinerzeit verlacht wurden. Heute sind es Realitäten. Gedanken materialisieren sich, leider auch die negativen, wie man an den Erfolgen der Kriegstreiber sehen kann. Okay, die Demokratie ist leider keine Realität mehr, war es aber nie wirklich, sondern nur ein Spielball für das Volk, damit die Reichen ihre Ruhe haben.

Weiterhin meinte Klingbeil, die Stimmung im Land habe sich durch den „Wachstumsbooster“ und Investitionen schon verbessert.

„Es dreht sich allmählich etwas. Aber wir sind noch lange nicht da, wo ich das Land gerne hätte.“

Für wen dreht sich etwas? Für Bürgergeldempfänger, deren Bezüge nächstes Jahr in „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ umbenannt werden sollen? Nomen est Omen! Für die Rüstungsindustrie dreht sich auf jeden Fall etwas, und zwar steil nach oben. Dem Bösen ist es egal, wenn er Geld mit dem Blut von Menschen verdient.

Bereits jetzt zeigt sich doch schon, wie dieser ganze Kriegswahnsinn finanziert werden soll:

  • Auf der Ausgabenseite durch Reduzierung von sozialen Leistungen wie Bürgergeld, Elterngeld und so weiter,
  • durch ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren, das mehr Steuereinnahmen und weniger Staatsausgaben nach sich ziehen würde. Dem erhöhten Renteneintrittsalter stehen Sie jetzt löblicherweise noch entgegen, Herr Klingbeil, schauen wir mal, wie lange noch.
  • durch den Wegfall von Feiertagen
  • und so weiter.

Man könnte ja auch wieder Kinderarbeit einführen, nicht wahr?
Die Errungenschaften des Sozialstaates werden Stück für Stück zu Gunsten einer Kriegswirtschaft wieder abgebaut.

Nachfolgend möchte ich Ihnen, werte Leserinnen und Leser, konkrete Vorschläge aus der Großen Koalition zur Reduzierung der sozialen Leistungen darlegen.

Markus Söder (CSU) meinte, die Kosten für das Bürgergeld laufen mit über 50 Milliarden Euro aus dem Ruder, und man müsse über Einsparungen sprechen, damit andere Anliegen wie Entlastungen bei der Stromsteuer nicht verschoben werden müssten.

Und die Einsparungen dann nur für die Industrie, vielleicht für die Kriegswirtschaft? Und die Bürger?

Jens Spahn (CDU) blies ins gleiche Horn, und forderte Korrekturen des Systems, wie weniger Anspruch beim Bürgergeld, indirekte Prüfung der Pflegeversicherung und Rückerstattung von CO₂-Einnahmen.

Alexander Hoffmann (CSU) äußerte:

„Wir brauchen signifikante Einsparungen, zum Beispiel durch den Systemwechsel vom Bürgergeld zur neuen Grundsicherung für Arbeitssuchende …“

Alexander Dobrindt (CSU) und Kai Whittaker (CDU) sprachen sich für eine Reform des Bürgergelds und des Elterngelds aus, insbesondere für weniger Einzelleistungen.

Landkreistag-Präsident Achim Brötel sagte im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung:

„Neue Schulden allein können nicht die Antwort sein“ (…) „Wir brauchen deshalb besonders im Bereich der Sozialausgaben unbedingt auch den Mut und die Kraft zur finanziellen Konsolidierung.“

Meinen Sie den Mut, den Bürgern zu sagen, dass die freiwerdenden Mittel nicht für, sondern eventuell gegen sie verwendet werden?

Auch Brötel nannte im März 2025 insbesondere das Bürgergeld, aber auch das Elterngeld als „Baustellen“ für die künftige Regierung.

„Das, was wir uns da momentan leisten, ist so einfach nicht mehr bezahlbar. Die Vollkasko-Mentalität für alle Lebenslagen wird nicht mehr funktionieren“,

meinte der Landkreistag-Präsident nicht ganz zu Unrecht. Beim Sparen denke er

 „insbesondere an das Bürgergeld, die viel zu hohen Personalaufwände in der Eingliederungshilfe, aber auch zahlreiche andere Sozialleistungen, die immer dynamischer ansteigen.“

„Ganz konkret geht es uns etwa um mehr Arbeitsanreize im Bürgergeld und um einen Wegfall der Karenzzeiten für teure Wohnungen und üppige Vermögen. (…) Auch andere Baustellen, etwa das Elterngeld, sollte man sich genau ansehen. Und: Natürlich muss die Begrenzung der irregulären Migration eine der zentralen Herausforderungen für die neue Regierungskoalition sein.“

Nun, da pflichte Ich Herrn Brötel zum Teil bei, zumal einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit zufolge im Oktober 2024 rund 63,5 % der erwerbsfähigen Bürgergeld-Bezieher einen Migrationshintergrund hatten.

Die SPD war im Jahr 2025 gemäß ihrer Gesinnung etwas zurückhaltender und vager als die Union den Abbau sozialer Leistungen betreffend.

Berichten zufolge äußerte sich SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas im Koalitionsausschuss, dass man prüfen wolle, welche Ausgaben sich kürzen ließen. Kathrin Michel verteidigte gar die sozialstaatliche Kontinuität, und meinte Schnittstellen wie Bürgergeld dürften nicht pauschal in Frage gestellt werden.
Die SPD fordert im Koalitionsvertrag einen gesicherten Mindestlohn von 15 Euro ab 2026 sowie eine Garantie des Rentenniveau bei 48 Prozent – ohne Kürzungen. Gut so, wobei das Rentenniveau von 48 Prozent im Vergleich zum EU-Durchschnitt ohnedies grottenschlecht ist!

Fazit

Das klingt alles erst mal sehr vernünftig. Auch ich bin kein Freund von Menschen, die sich auf der sozialen Hängematte ausruhen und von der hart arbeitenden Bevölkerung finanziert werden. Für echte Sozialfälle jedoch sind die Sozialleistungen aufrechtzuerhalten und – im Gegenteil – sogar zu erhöhen.
Werden diese Einsparungen jedoch realisiert zur Stärkung der Rüstungsindustrie, sind sie auf der ganzen Linie abzulehnen. Deutschland muss wieder friedenstüchtig werden, Herr Pistorius, und nicht kriegstüchtig. Ich würde es Ihnen hoch anrechnen, Herr Pistorius, wenn Sie in Zukunft das Märchen vom bösen Russen lassen würden.    

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Noch ein privates Anliegen
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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zum Klimawandel und seinen möglichen rechtlichen Folgen

Von Uwe Froschauer und Albrecht Künstle

Am 23. Juli erregte ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (IGH) öffentliches Aufsehen. Nachfolgend möchte ich Ihnen die Vorgeschichte zu diesem Gutachten kurz näherbringen.

Die Präsidentin der Studentenorganisation „Pacific Islands Students fighting Climate Change“ (PISFCC), Cynthia Houniuhi, und Mitstreiter vom Inselstaat Vanuatu wollten den Folgen des angeblich menschengemachten Klimawandels nicht länger tatenlos zusehen. Der Klimawandel sorge für immer heftigere Wirbelstürme wie etwa 2015 der Zyklon Pam, der nach Aussage von Romabeth Siri ungefähr 65 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts von Vanuatu zerstörte.

„Mehr als die Hälfte von dem, was wir in einem Jahr erwirtschaften, wurde in einer Nacht weggefegt,“

so Romabeth Siri, die ebenfalls Mitglied des PISFCC ist.
Dazu steige auch der Meeresspiegel und verkleinere die Strände, teils verschwänden auch ganze Inseln.

„Unsere Häuser standen irgendwann zur Hälfte im Meer“, erzählt ein Bewohner von Vanuatu in einem Dokumentarfilm. Das Haus, in dem er seine Kinder aufzog, gebe es schlicht nicht mehr.
((https://www.ardmediathek.de/video/junger-dokumentarfilm/yumi-der-suedpazifik-im-globalen-klimakampf/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNTUxNjg)

Jura-Studierende der Organisation PISFCC wollten der Bedrohung ihrer Heimat durch den Klimawandel etwas entgegensetzen, und entwickelten 2019 einen Plan. Sie wollten den Internationalen Gerichtshof dazu bringen, zu definieren, was Staaten nach internationalem Recht für den Klimaschutz tun müssen. Die Fragen

  • Wozu sind Staaten im Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet?
  • Und was droht ihnen, wenn sie dem nicht nachkommen?

sollten vom IGH beantwortet werden. Die Studenten starteten eine Kampagne, die die UN-Generalversammlung veranlassen sollte, den Gerichtshof wegen eines Gutachtens anzurufen. Die Studenten organisierten Demonstrationen, Protestaktionen und führten Gespräche auf Weltklimakonferenzen und dergleichen. Immer mehr Nichtregierungsorganisationen (NGOs) – vornehmlich Klimaschutzorganisationen – stellten sich hinter die Studentengruppe. Und das mit Erfolg. Ausführungen hierzu folgen in einem späteren Abschnitt.

Menschengemachter Klimawandel?

An dieser Stelle vorerst mal Hut ab und höchsten Respekt davor, dass sich junge Menschen für ein ihnen wichtiges Anliegen engagieren. Nur befürchte ich, dass sie ähnlich wie die Klimakleber von falschen Ursachen, nämlich vom menschengemachten Klimawandel ausgehen. Klimawandel ja, menschengemacht nein.

Meines Erachtens ist der menschengemachte Klimawandel längst widerlegt, auch wenn er nach wie vor von vielen Menschen geglaubt wird.

Immer wieder versuchen Mainstreammedien den Klimawandel den Menschen in die Schuhe zu schieben. Es gab jedoch Zeiten lange vor der Industrialisierung, in denen der CO2-Gehalt in der Luft wesentlich höher war als heute, wie beispielsweise sogenannte Eiskernbohrungen eindeutig beweisen.

In der Tagesschau‑Community-Fragerunde nach dem am 20. Juli 2025 von Markus Preiß geführten, von AfD-Gegnern stark gestörten ARD‑Sommerinterview mit Alice Weidel, äußerte die Bundestagsabgeordnete sich mehrmals zum Thema Klimawandel – und stellte dabei den menschengemachten Anteil am Klimawandel zurecht mit folgenden Worten infrage:

„Der Nachweis, dass der Klimawandel menschengemacht ist – also allein, monokausal – ist doch gar nicht erbracht.“

Tja, und damit hat die AfD-Chefin in meinen Augen nachweislich recht.

Der Mensch mag den Klimawandel vielleicht um ein paar Jahre vorverlegt haben, gekommen wäre er jedoch ohnedies. Den Klimawandel zu leugnen, ist einfältig. Klimawandel ist ein natürliches Phänomen. Zu behaupten, der Klimawandel wäre menschengemacht ist in meinen Augen manipulativ. Klimawandel gab es schon immer. Menschengemachter Klimawandel mit bedrohlichen Ausmaßen dagegen ist eine Farce.

Der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Robert Farle hielt im April 2023 im Bundestag zum Thema Klimaschutzpolitik folgende engagierte und beherzte Rede:

„Der gesamte Irrsinn ihrer Klimaschutzpolitik geht aus einer einzigen Berechnung hervor. 78 % unserer Luft ist Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff, 1% sind Edelgase und Spuren-Gase wie Kohlendioxid. Der CO2-Anteil beträgt 0,04%. Vom jährlichen CO2-Ausstoß produziert die Natur selbst 96 % und lediglich 4% sind menschengemacht. 4% von 0,04 Prozent ergeben 0,0016% menschengemachtes CO2. Der Anteil Deutschlands daran ist 1,76%. Deutschland beeinflusst weltweit den CO2-Anteil in der Luft mit 0,000028%. Selbst nach der Formel des IPCC liegt der Anteil nur bei unter einem tausendstel Prozent auf die Temperatur, und mit dem eintausendstel Prozent, was Deutschland beim Ausstoß von null CO2 weltweit beeinflussen kann, wollen Sie das Klima retten? Für wie blöd halten Sie eigentlich die Menschen?“

Das frage ich mich auch.

Es wird ja immer wieder behauptet, dass 97 Prozent der Klimawissenschaftler sich einig wären, und den menschengemachten Klimawandel bestätigen. Das ist eine grobe Verdrehung der Tatsachen, um nicht zu sagen eine Lüge.

In seinem Artikel „Sprechen wir mal über die sogenannten Klimaleugner“, der auf der Plattform Ansage.org erschien, schrieb der Geophysiker Uli Weber zu den angeblichen 97 Prozent aller Klimawissenschaftler, die die These des menschengemachten Klimawandels vertreten, Folgendes:

„Wissenschaftliche Taschenspielertricks [UW]

(…) Kommen wir nun zum Kernpunkt des öffentlich weit verbreiteten Leugner-Hasses: Dem Glauben an einen menschengemachten Klimawandel durch die industrielle Nutzung fossiler Energiequellen. Nach einer Veröffentlichung von Cook et al. (2013) [1] sollen nämlich angeblich 97 Prozent aller Klimawissenschaftler der These vom menschengemachten Klimawandel anhängen. Beim näheren Hinschauen muss man dort dann allerdings feststellen, dass diese ominösen 97 Prozent durch eine manipulative Verschiebung der 100-Prozent-Bezugsgröße von der ursprünglichen Datenmenge (12.000 Veröffentlichungen) auf eine Teilmenge von nur 32 Prozent herbeigezaubert worden sind.

[1] Cook et al. (2013) Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature

Und das geht so (alle Zahlen stark gerundet): Man hat die Zusammenfassungen von 12.000 wissenschaftlichen Abhandlungen dahingehend untersucht, welche Ursache die Autoren dort dem Klimawandel zugeordnet hatten. Im Ergebnis hatten 68 Prozent der Autoren gar keine Aussage getroffen und von den übrigen 32 Prozent hatten dann 30 Prozent den Menschen für den Klimawandel verantwortlich gemacht. Genau diese 32 Prozent sind dann als neue 100-Prozent-Basis in die ominöse 97-Prozent-Aussage eingeflossen – und die schweigende Mehrheit von 68 Prozent hat man einfach unter den Tisch fallen lassen. In Wirklichkeit hatten also nur 97 Prozent von 32 Prozent = 30 Prozent aller untersuchten wissenschaftlichen Abhandlungen das Modell vom menschengemachten Klimawandel unterstützt.“…

(Quelle: https://ansage.org/sprechen-wir-mal-ueber-die-sogenannten-klimaleugner/)

Beliebt zur Steuerung der Massen ist die Manipulationstechnik „Angsterzeugung“. Was könnte den Menschen Angst machen? Angsterzeugung durch Pandemien, die eine direkte und individuelle Auswirkung auf das menschliche Leben hätten – wenn sie denn welche wären –, sowie Angsterzeugung durch den „menschengemachten“ Klimawandel, der das Leben auf diesem Planeten unerträglich machen könnte – wenn der Mensch tatsächlich signifikant das Klima verändern würde –, sind geeignete, erfolgsversprechende und bereits erfolgreich umgesetzte Ansätze.

Die manipulativen Verdrehungen unserer natürlichen, angeborenen Urteilsfähigkeit durch Eliten, Politik und Medien führt die Gesellschaft in den Abgrund, wenn ein Großteil der Bevölkerung seine Fremdsteuerung nicht erkennt, und wir diesen dunklen Kräften nicht Einhalt gebieten.

„Dieses ständige Lügen zielt nicht darauf ab, das Volk eine Lüge glauben zu machen, sondern darauf, dass niemand mehr irgendetwas glaubt. Ein Volk, das nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden kann, kann auch nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden. Und ein solches Volk, das sich seiner Macht, zu denken und zu urteilen, beraubt sieht, ist auch, ohne zu wissen und zu wollen, dem Gesetz der Lüge vollständig unterworfen. Mit einem solchen Volk kann man dann machen, was man will.“
Hannah Arendt

Der Inselstaat Vanuatu und sein in der UN-Generalversammlung durchgesetztes Anliegen

Der Inselstaat Vanuatu kündigte 2021 seinen Plan an, ein internationales Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zur Klimaverantwortung zu beantragen.
2023 übernahm Vanuatu federführend – in Zusammenarbeit mit einer Gruppe aus kleinen Inselstaaten und weiteren Unterstützern, insbesondere „Nichtregierungsorganisationen“ (NGOs) – die Vorbereitung eines Beschlusses der UN-Generalversammlung, die den IGH offiziell zur Einholung eines Rechtsgutachtens beauftragen sollte.
Am 29. März 2023 verabschiedete die UN‑Generalversammlung einstimmig die Resolution A/77/L.58 (beziehungsweise A/RES/77/276), mit der der IGH aufgefordert wurde, ein Advisory Opinion (Gutachten) zu Pflichtenkatalogen von Staaten im Klimakontext und zu den völkerrechtlichen Konsequenzen bei Nichterfüllung oder Schäden zu erarbeiten. An der Abstimmung wurden über 130 Staaten beteiligt.
Nach der Annahme der Resolution übersandte der UN‑Generalsekretär die Anfrage offiziell am 12. April 2023 an den Internationalen Gerichtshof.
Die UN wollte vom IGH wissen, ob Staaten verpflichtet sind, den Klimawandel zu bekämpfen und Schäden zu vermeiden – insbesondere im Sinne

  • der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte,
  • der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC), und
  • dem Seerechtsübereinkommen (UNCLOS)

Zudem fragte die UN den Internationalen Gerichtshof, welche rechtlichen Konsequenzen daraus entstehen würden, wenn ein Staat diese Pflichten nicht erfüllt – was es beispielsweise für rechtliche Folgen hätte, wenn Emissionen weiter ansteigen und andere Länder oder Bevölkerungsgruppen dadurch geschädigt würden.

Am 23. Juli 2025 wurde das geforderte Gutachten vom IGH veröffentlicht. Es stellt fest, dass Staaten unter bestimmten Umständen gegen internationales Recht verstoßen können, wenn sie nicht genügend Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen.

Mein geschätzter Kollege Albrecht Künstle hat sich interessante Gedanken zu diesem Thema gemacht, und wichtige Informationen hierzu zusammengetragen. Hier seine Zeilen:

28. Juli 2025, von Albrecht Künstle

Endlich: Das „Weltgericht“ rettet das Weltklima

– Die Richter des IGH wissen nichts und glauben Wenigwissern

– Verfassungsrichter und UN-Völkerrechtsrichter sind sich einig:

– Der Weltklimarat(los) IPCC ist so unfehlbar wie sie selbst!?

Richter reißen immer öfter die Macht an sich, die ihnen aufgrund des Machtvakuum der Politik überlassen wird – gepaart mit der aktiven Übertragung von Macht an NGOs (“Nichtregierungsorganisationen”, die eigentlich Regierungsorganisationen sind, da von der Regierung finanziert), die mittlerweile mit Verbandsklagerecht ausgestattet wurden. So verklagte der Abmahnverein “Deutsche Umwelthilfe” (DUH) unser Land auf noch mehr „Klimaschutz“; das letztlich angerufene Bundesverfassungsgericht traf am 24. März 2021 sodann einige folgenschwere Entscheidungen – und dieser “Klimabeschluss” wurde schließlich zur Steilvorlage für die designierte CDU-SPD-Koalition, gemeinsam mit den Grünen im bereits abgewählten Parlament im Artikel 143a Grundgesetz „Investitionen zur Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 mit einem Volumen von bis zu 500 Milliarden Euro“ festzuschreiben. Dabei wurden bisher schon Abermilliarden in den sogenannten “Klimaschutz” gepumpt und der deutsche CO2-Ausstoß um die Hälfte gesenkt – natürlich ohne irgendeine mäßigende Auswirkung auf die Temperaturen und das Weltklima.

Desungeachtet schlug nun ein weiteres „Weltgericht“ der UN seine Klima-Nägel in die globale Politik ein: Kein nationaler Volksgerichtshof, sondern der “Internationale Gerichtshof” (IGH). Worum ging es? Der weitgehend unbekannte Inselstaat Vanuatu will von der Weltgemeinschaft – was sonst – Geld wegen vermeintlicher Klimaschäden – und rief besagten IGH mit seinen gleich 15 Richtern aus aller Welt (?) an. Dreimal darf geraten werden, wer die Inselbewohner zu diesem Schritt ermuntert hat: NGOs unter anderem aus Deutschland! An unserem Klimawesen soll die Welt genesen? Ein 140 Seiten starkes Gerichtsgutachten kam dann wunschgemäß zum Schluss, dass internationale Klimaverträge wie das Pariser Abkommen eine “Erderwärmung von maximal zwei Prozent” zulasse – und wer die “Klimaschutzziele” verletzt, der müsse eben dafür geradestehen. Heißt in diesem Fall: Die klagenden Inselbewohner entschädigen. Basta!

Wir blechen für hausgemachte Probleme auf der anderen Seite des Globus

Welches Problem es (angeblich) auf den Inseln der anderen Seite des Globus gibt, beschreibt die “Badische Zeitung” vom 24. Juli so: „Das Wasser steht uns bis zum Hals. Klimawandel und menschliches Verhalten führt auf den Philippinen zum Absinken ganzer Städte…“ Auf diese Reportage der die gesamte Seite drei der Zeitungsausgabe einnimmt, wird im Zusammenhang mit der Entscheidung des „Weltgerichts“ verwiesen – obwohl es da gar nicht um Vanuatu ging, sondern um die Philippinen. Der oberflächliche Leser muss zum unterirdischen Glauben kommen, wir mit unserem CO2-Ausstoß hätten es zu verantworten, dass die philippinischen Städte langsam, aber sicher im Meer versinken, weil der Meeresspiegel steige. Vorgestellt wird auf der Sonderseite die 78.000-Einwohnerstadt Macabebe, in der jedes Jahr das Wasser um 10 Zentimeter steige – beziehungsweise, präziser: der Untergrund sinkt. Denn wenn es am Meeresspiegel läge (der durchschnittlich angeblich um 3,7 Millimeter jährlich steigt), müsste dies ja überall messbar sein.

Warum mehrere Orte absinken, sei nicht abschließend geklärt, heißt es weiter. Wirklich nicht? Dann wird im Artikel eine Nebelkerze geworfen: „Was tun Sie auf Haushaltsebene gegen das Absinken?“, fragte eine junge „Forscherin“. Aber Fragen zu stellen ist keine wissenschaftliche Forschung, sondern banale Empirik. Im weiteren Verlauf des Artikels erfährt man dann, dass wegen des steigenden Wassers viele Hauseigentümer ihre Erdgeschosse mit Beton aufschütten, um wieder trocken zu wohnen – und dann wieder betonieren, bis die Erdgeschosse irgendwann unbewohnbar werden und sie ins höhere Stockwerk umziehen oder weitere Etagen draufbauen. So so, mit Beton! Sagt ihnen denn niemand, dass die Betoniererei ein schlimmer CO2-Emittent ist? Und dass, gemäß dem Glauben der CO2-Sektendramaturgen, dieser mit die Hauptschuld an der Erderwärmung trägt (und in der Folge damit auch für den Anstieg des Meeresspiegels)? Die in 60 Ländern operierende Heidelberger Zement AG hat bereits ihren Namen in Heidelberg Materials umbenannt, um den dauernden Demonstrationen und Blockaden selbsternannter Weltenretter zu entkommen.

Nicht das Meer steigt, sondern der Boden sinkt

Doch ein Anstieg des Meeresspiegels ist gar nicht der Grund für das Problem, das dem Streitgegenstand des Weltgerichts zugrunde lag: Satellitenbilder haben festgestellt, dass von 99 untersuchten Küstenstädten ein Drittel absacke. Aber der Grund ist hauptsächlich die dramatisch steigende Extraktion von Grundwasser und die naturgemäß dichte und hohe Bebauung dieser Städte. Und warum werden dann immer mehr Bauten hochgezogen? Weil sich die Bevölkerung “vermehrt wie die Karnickel“, wie Papst Franziskus auf dem Rückflug von seinem Besuch der Philippinen konstatierte. Sie nimmt auf den Philippinen jährlich um 1,63 Prozent zu – netto um rund zwei Millionen Menschen! Die Bevölkerungsdichte beträgt bereits 320 Einwohner pro Quadratkilometer, rund 80 mehr als unser schon dicht besiedeltes Deutschland! Und diese immer zahlreicheren Menschen brauchen immer mehr zu essen – weshalb die künstlichen Fischteiche stark zunahmen. Und diese “brauchen sehr viel Frischwasser“, wie man sogar auf der Sonderseite der “Badischen Zeitung” erfährt. Doch auch die Industrie braucht mehr Wasser, zur Versorgung von immer mehr Menschen – was eben in Summe zum Absinken des Grundwasserspiegels führt, und in der Folge zum Absinken des Bodens darüber, auf dem Gebäude errichtet werden bis direkt zur Wasserkante.

Das alles hat nicht das Geringste mit unserem CO2-Ausstoß zu tun, sondern mit dem dortigen Bevölkerungswachstum. Dafür sind wir Europäer und erst recht Deutsche beim besten Willen nicht verantwortlich. Oder sind es vielleicht Touristen, welche die heimischen Frauen schwängern? Wohl nur ausnahmsweise. denn mit 2,7 Geburten pro Frau liegen die Philippinen statistisch rund doppelt so hoch wie wir und andere westliche Länder. Sollen wir vielleicht die von der SPD vorgeschickte Verfassungsgerichts-Bewerberin Frauke Brosius-Gersdorf auf die Philippinen schicken, um die Bevölkerungszunahme zu stoppen? Wohl kaum, die dortigen Frauen haben bereits ein selbstbestimmtes Recht auf ihre Bäuche. Oder sind das Problem eher die Männer?

COP30 im November: Schaulaufen der Klimaheuchler in Brasilien

Was man allerdings tatsächlich tun könnte: Den einen oder anderen Richter oder gleich jene Gerichte aus dem Verkehr ziehen, die sich anmaßen zu beurteilen, dass wir in Deutschland daran schuld sein sollen, wenn Menschen auf der anderen Seite des Globus irgendein Problem haben. Eigentlich brauchen wir keine Gerichte, die widerkäuen, was der Weltklimarat(los) IPCC – und zwar wider besseres Wissen anderer Wissenschaftler – als Erklärungsmuster für die Erderwärmung liefert. Ob sie beispielsweise diese Expertise kennen? Aktuell müssten sich unsere Klimarichter ohnehin bei Petrus beschweren, dass er mit seiner „kleinen Eiszeit“ mitten im Juli das ganze Klimagebäude ins Wanken bringt.

Doch ob Ratlosrichter oder Ratloswissenschaftler: 50.000 Anhänger der Klima-Ersatzreligion werden im November wieder zur diesjährigen UN-Klimakonferenz pilgern, die “COP30, die jedesmal anderswo auf dem Globus stattfindet. So lernt man die Welt kennen und die Urlaubskasse schonen, denn zahlen tut ja unsereiner. Doch wie bei den früheren Konferenzen pilgern die Teilnehmer auch diesmal nicht mit einem CO2-freien Wanderstab zu ihrer Erlösungsmesse, sondern mit tausenden Charter- und Privatfliegern oder Jachten. Dieses Jahr geht’s nach Brasilien, wo etliche der Konferenzteilnehmer gar in zwei eigens georderten Kreuzfahrtschiffen logieren werden. Ich wette blind drauf, dass auch viele der Klima-Kläger und ihre Gönner sowie Inselbewohner der Philippinen und von Vanuatu dabei sein werden. Schuld an Umweltproblemen sind schließlich immer die anderen – nie der eigene Umweltfrevel!.

Nachtrag: Hier noch eine weitere Kommentierung der oben erwähnten IGH-Entscheidung mit dem Titel „IGH-Klimaurteil leugnet Rolle der Sonne und fördert Ersetzung der Demokratie durch Globale Governance“.

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/endlich-das-weltgericht-rettet-das-weltklima/ erschienen

Danke Herr Künstle, für Ihre aufschlussreichen Ausführungen

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