Kategorien
Blog Beiträge

G’schichten aus dem Grimmschen Märchenwald

oder

Die wundersamen Geschichten des deutschen Pinocchio

Von Peter Müller

Es war einmal ein Untoter, der den Grabstein beiseite schob und dem Grab entstieg, in das er einst von Angi, der Mutter Teresa der Besitzlosen und Enterbten aller Länder, gelegt worden war.

Ich bin der neue Messias, sprach er forsch und wollte alles Böse besiegen, besonders die Russen und natürlich die Blauen, denn er wollte ja nicht, dass die Leute blau feiern.

In Deutschland wird zu wenig gearbeitet und so wurde festgelegt, keine Krankschreibung mehr ohne ärztliches Attest, vom ersten Tag an.

Die Rentner sind viel zu reich und geben ihr Geld nicht aus.

Also müssen wir die Renten kürzen und das Märchen vom bösen CO2 aufrecht erhalten, denn damit kriegt niemand die Temperaturen im Sommer runter.

Die Hitzetoten sind eh die Alten und das reduziert die Zuschüsse des Staates zur gesetzlichen Rente.

Gleichzeitig ein super Argument für die Fortsetzung der verlustreichen Energiewende. Umweltschutzvorschriften werden außer Kraft gesetzt.

Der Wald muss abgeholzt werden bei den tollen Weltmarktpreisen und er braucht Betonfundamente, da kann er kein Wasser mehr speichern.

Wir brauchen Schneisen im Wald und Inseln mit Spargeln aus Stahl, denn die erzeugen Infraschall. Den hört zwar keiner, aber sogar Wale werden verrückt und verlieren die Orientierung.

Da gibt es dann tolle Stories über die Hilfsaktionen zur Rettung von Walen, empfehlen seine Berater von der AGORA-Bande.

Außerdem, wenn der Wind so durch die Wälder und Felder frei wehen kann, trocknet das die Böden aus.

Und wenn wir kein Gas mehr importieren, gibt es keine Düngemittel. Die Preise für Nahrungsmittel steigen und am liebsten hatte man die reduzierte Mehrwertsteuer auf Lebensmittel abgeschafft.

Dekarbonisierung und Waffen für die Ukraine senken zwar keine Emissionen, denn die Faulgase der Toten enthalten auch Methan und das wirkt mehr als Kohlendioxid.

So eine kleine Rakete verbrennt außerdem viel mehr Treibstoff in kurzer Zeit als jeder Panzer.

Macht ja nix, wenn Preise steigen, da steigen auch die Einnahmen des Staates aus der Mehrwertsteuer. Mit der Kohlendioxidabgabe steigert sich das Bruttosozialprodukt ganz ohne jede Wertschöpfung, das ist gut für das Wachstum in der Statistik.

Erst versprach der Messias die Verschuldung des Staates zu beenden, dann erfand er die Sonderfonds, um mit noch mehr Schulden, die Profite der Monopole und Rüstungskonzerne zu erhöhen.

Den Traum Hitlers vom Endsieg, der war noch immer tief in seinem Herzen vorhanden.

Weil seinem Dienstherrn den Donald von Entenhausen das Geld ausging und im Geldspeicher  nur noch Schulden waren, musste der Größte Kanzler aller Zeiten gemäß der Tradition der Kanzlerakte die Kosten für den Russlandfeldzug bereitwillig übernehmen.

Sein Vorgänger Olaf der Vergessliche und dessen Vize mit den Kinderbuchgeschichten waren schon froher Hoffnung, als der debile Joe vom Teleprompter ablas und verkündete:

„Wenn Russland einmarschiert, wird es kein Nord Stream 2 mehr geben“

Die Grünen sahen jetzt ihre Chance, die Kulturrevolution von oben gemäß den Lehrsätzen der Mao-Fibel zu vollenden.

Nur sieht das Strafgesetz in Deutschland eigentlich vor, dass jene, die mit dem Feind im Außen kolportieren wegen Hochverrat eingesperrt werden müssten.

Und nach dem NATO-Statut hätte der Bündnisfall erklärt werden müssen, denn Europas Länder sind mit staatsterroristischen Methoden angegriffen worden.

Viele Jahre sind ins Land gegangen, um endlich zu verkünden, wie gründlich die deutschen Sicherheitskräfte die Story vom Segelboot der NYT für sich passend machen konnten, um gegen den Widerstand Polens 2 Ukrainer festzunehmen.

Unsere Demokratie funktioniert und da helfen auch Drohnen mit Sprengstoff, wo aber der Zünder versagt. Der hybride Krieg braucht halt Profis.

Das hatten die CIA schon im Kalten Krieg gelernt. Nach 1990 berichtete sogar das ZDF über die Methoden. Ja Russland setzt auch Mittel der hybriden Kriegsführung ein, aber die haben das vom tiefen Staat der USA gelernt.

Wir waren es nicht. Das waren irre Privatpersonen. So sagt es nun auch Selenskyj, nein wir waren das nicht. Stimmt, aber von Herzen gewollt hat er es schon.

Da gibt es noch einen Screenshot von einer Zeitungsmeldung in Neuseeland, die aber von der Zeitung bereits gelöscht war. Nur die Suchmaschine, da war die Schlagzeile noch vorhanden.

Kim Dotcom wurde befragt, was er wisse zu den Vorgängen.
Wer die Info verbreitet hat, ist nicht mitgeteilt worden.
Von den Russen eher nicht, die haben das meines Wissens nie benutzt aus verständlichen Motiven.

Die sollen aber schon vorher Lyz Truss gehackt haben lt BBC.

Kim Dotcom wurde als Profi-Hacker befragt, weil er nach anderen Quellen aus Eigeninteresse wegen seiner Streitigkeiten mit den Justizbehörden der USA das US-Außenministerium gehackt haben soll.

Der Artikel mit dem Interview war ja leider nicht mehr verfügbar.
Es gab diesen aber, nur als ich den richtig lesen wollte, da war er schon gelöscht.

Nun wir wissen, das der Hacker ein Problem mit der US-Justiz hat, aber immer noch in Neuseeland guter Dinge ist.

Wir durften jetzt aus den USA erfahren, wie die Corona-Krise entstanden ist und die Wahrheit verschwiegen wurde, um das Programm der Biowaffenforschung zu verheimlichen und die Krise zu einem Geschäft und zum Test staatlicher Zwangsmaßnahmen zu machen.

Es wird höchste Zeit, das Land aufzuräumen!

Bald wird er ans Kreuz geschlagen, aber ohne Auferstehung.

Nein, nicht länger
Kann ich’s lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!

In den guten alten Volksmärchen, die von den echten Gebrüdern Grimm einst gesammelt und aufgeschrieben worden waren, musste das Ende dann immer noch gut ausgehen.

Wir müssen zwar nicht in Österreich einmarschieren, aber wir brauchen das Thorium in den Karawanken.

Als neutrale Atommacht lösen wir die Energiefrage auch allein mit den Möglichkeiten der neuen Technologien und können gleichzeitig hinreichend Abschreckung aufbauen mit unseren U-Booten, die immer noch die besten der Welt sein sollen.

Austria kriegt eines von uns geschenkt. Wenn Südtirol wieder mit Tirol vereinigt wird, nehmen wir auch die Italiener mit ins Boot.

Auch den Franzosen können wir ein Angebot machen, wenn die ihren dekadenten Präsidenten und seine Entourage loswerden.

Frei von den Lasten des Amtes kann er sich dann den Wünschen von einem Mann mit künstlicher Vagina widmen und wird wegen Unfähigkeit nicht länger von seiner ehemaligen „Lehrerin“ verprügelt.

Wir brauchen also weder Panzer noch Soldaten, wirksame Verteidigungsfähigkeit geht billiger und effizienter, wenn wir dazu eine freiwillige Bürgerwehr nach Schweizer Vorbild im Land aufbauen.

Damit wir über unser Geld souverän entscheiden können und nicht von fremden Mächten sanktioniert werden können im Dollarsystem, brauchen wir eine eigene digitale Währung, die von einer KI verwaltet wird, die nach den Regeln arbeitet, die wir Bürger festgelegt haben.

Also, die Mahnungen und Warnungen der Gründer der AfD haben sich bestätigt.

Jetzt haben wir die technologischen Voraussetzungen und können uns das notwendige Wissen zum demokratischen und souveränen Gebrauch erarbeiten.

Sogar die Uschi hat gemerkt, dass die Deutschen 10 Billionen auf den Konten haben, die von den Banken nur genutzt werden, um noch mehr Geld aus dem Nichts zu schöpfen, damit die Politiker fest an der Nadel der „Masters of the Universe” hängen.

Ganz ohne geht es nicht, denn 1% Eigenkapital muss die Bank vorhalten.

Aber die Uschi will das Geld ausgeben und verbrennen!

Da wäre es doch besser, wir übernehmen unsere Betriebe als Eigentum der Beschäftigten mit den Bürgern als Investoren und Aufsichtsrat.

Machen wir einen Deal.

Die Fleißigen kriegen das Geld zum Investieren von uns Bürgern geliehen ohne Zinsen.

Dafür brauchen wir keine Steuern mehr bezahlen und die großen Unternehmen finanzieren das Allgemeinwohl der Gesellschaft aus den Überschüssen ihrer wert-schöpfenden Arbeit, selbst wenn da eines Tages nur noch Roboter sind.

Und jene, die dann nicht mehr in Deutschland bleiben wollen, können vor ihrer Ausreise keine zusammengeraubten Vermögenswerte oder den Judaslohn mehr ins Ausland verschieben.

Wir werden niemanden die Ausreise verwehren, die Stasi-Methoden werden nicht mehr angewendet.

Es gibt also Lösungen, um die deutsche Frage nun endgültig zu beantworten.

Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit.

Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Spendenkonto:

Uwe Froschauer

IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40

BIC: SSKMDEMMXXX

Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.

Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

„Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik“

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.

Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

Kategorien
Blog Beiträge

Klimalüge und Klimadiktatur?Teil 8: Klimawissenschaft zwischen Erkenntnis und Inszenierung

Von Uwe Froschauer

„97 Prozent der Wissenschaftler sind sich einig.“ Dieser Satz begegnet einem in der Klimadebatte immer wieder. Er klingt nach Gewissheit. 97 Prozent – da scheint die Sache doch geklärt zu sein. Wer wollte sich da noch erdreisten, Fragen zu stellen?

Nur: 97 Prozent wovon? Und Einigkeit worüber?

An solchen Zahlen zeigt sich, wie aus einer differenzierten wissenschaftlichen Aussage eine scheinbar unumstößliche Wahrheit werden kann. Zahlen werden verkürzt, Bezugsgrößen verschwinden, Unsicherheiten werden ausgeblendet – und am Ende bleibt eine Botschaft hängen, die wesentlich eindeutiger klingt als die Untersuchung, auf die sie sich beruft.

In diesem Kapitel geht es nicht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse pauschal infrage zu stellen. Es geht darum, genauer hinzusehen: Wie entsteht ein „wissenschaftlicher Konsens“? Was sagt er tatsächlich aus? Was wird politisch und medial daraus gemacht? Und was geschieht, wenn Wissenschaft, Politik und öffentliche Kommunikation zu eng miteinander verwoben werden?

Die berühmten 97 Prozent liefern dafür ein mustergültiges Beispiel.

97 Prozent – wovon eigentlich?

Ausgangspunkt ist eine 2013 veröffentlichte Studie von John Cook und seinen Mitautoren. Untersucht wurden die Zusammenfassungen – die sogenannten Abstracts – von 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema globale Erwärmung beziehungsweise globaler Klimawandel aus den Jahren 1991 bis 2011.

Das Ergebnis ist interessant: 66,4 Prozent der untersuchten Abstracts enthielten keine erkennbare Aussage dazu, ob beziehungsweise in welchem Sinne der Mensch zur globalen Erwärmung beiträgt. Sie wurden deshalb von Cook und seinen Kollegen in die Kategorie „no position“ – keine Position zur menschengemachten globalen Erwärmung – eingeordnet. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass diese Arbeiten den menschlichen Einfluss bestritten. Aus ihren Abstracts ließ sich zu dieser konkreten Frage schlicht keine Position ableiten. 32,6 Prozent wurden als Zustimmung zu einem menschlichen Beitrag eingeordnet, 0,7 Prozent als Ablehnung und 0,3 Prozent als unsicher.[1] Im Klartext: Nur 33,6 Prozent äußerten sich überhaupt zum Beitrag des Menschen zur globalen Erwärmung.

Woher kommen dann die berühmten 97 Prozent?

Cook und seine Kollegen bezogen ihre Konsenszahl nicht auf sämtliche 11.944 untersuchte Abstracts, sondern nur auf diejenigen Arbeiten, die überhaupt eine Position zur menschengemachten Erwärmung erkennen ließen.

Die Rechnung dahinter ist einfach: 32,6 Prozent aller untersuchten Abstracts unterstützten einen menschlichen Beitrag zur globalen Erwärmung. Insgesamt äußerten rund 33,6 Prozent überhaupt eine Position zu dieser Frage.

Also:

32,6 ÷ 33,6 × 100 = rund 97,1 Prozent.

So entstehen die berühmten 97 Prozent.

Mathematisch ist daran zunächst nichts auszusetzen. Entscheidend ist die Bezugsgröße. Die 97,1 Prozent beziehen sich nicht auf sämtliche untersuchte Arbeiten, sondern nur auf die Teilmenge, die überhaupt eine Position bezüglich des menschlichen Einflusses auf das Klima erkennen ließ.

Bezogen auf alle 11.944 untersuchten Abstracts wurden 32,6 Prozent als Zustimmung zu einem menschlichen Beitrag eingeordnet. Die große Mehrheit von 66,4 Prozent äußerte in ihrem Abstract keine Position zu dieser Frage.

Nochmals, das bedeutet nicht, dass diese 66,4 Prozent den menschlichen Einfluss ablehnten. Aus ihrem Schweigen lässt sich weder Zustimmung noch Ablehnung ableiten. Eine wissenschaftliche Arbeit über beispielsweise Niederschlagsveränderungen muss nicht zwangsläufig eine Aussage darüber enthalten, welchen Anteil der Mensch an der globalen Erwärmung hat.

Problematisch wird es dort, wo aus

„97,1 Prozent der untersuchten Arbeiten, die eine Position zum menschlichen Beitrag äußerten, unterstützten einen menschlichen Beitrag zur globalen Erwärmung“

in der öffentlichen Wahrnehmung

„97 Prozent aller Klimawissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist“

wird. Das ist nicht dasselbe. Das ist ein mieser Taschenspielertrick!

Ebenso wichtig ist eine zweite Frage: Worüber bestand überhaupt Konsens?

Die Cook-Studie unterschied verschiedene Grade der Zustimmung. Schon Arbeiten, die einen menschlichen Beitrag zur Erwärmung ausdrücklich oder implizit bejahten, konnten zur Konsensgruppe gezählt werden. Die 97 Prozent bedeuten deshalb nicht, dass 97 Prozent der Wissenschaftler der Auffassung seien, der Mensch verursache die gesamte oder nahezu die gesamte beobachtete Erwärmung. Ebenso wenig bedeuten sie, dass 97 Prozent einer bestimmten Klimasensitivität, bestimmten Katastrophenszenarien oder einer bestimmten Klimapolitik zustimmen.

Das ist ein erheblicher Unterschied. Ein Wissenschaftler kann davon überzeugt sein, dass CO₂ die Erde erwärmt und der Mensch zur beobachteten Erwärmung beiträgt, und trotzdem die Höhe dieses Anteils, bestimmte Klimamodelle oder daraus abgeleitete politische Maßnahmen kritisch beurteilen, oder natürlichen Einflüssen einen höheren Stellenwert als menschlichen einräumen.

Die Cook-Studie selbst liefert eine interessante Kontrollgröße. Die Autoren baten Wissenschaftler zusätzlich, ihre eigenen Arbeiten einzuordnen. Von 8.547 angeschriebenen Autoren antworteten 1.200. Bei den selbst bewerteten Arbeiten, die eine Position zur menschengemachten Erwärmung erkennen ließen, ergab sich wiederum eine Zustimmung von rund 97 Prozent.[1]

Für mich bleibt dennoch die maßgebliche Frage nicht, ob 97, 90 oder 80 Prozent einer bestimmten Aussage zustimmen. Wissenschaftliche Erkenntnis wird nicht durch Mehrheitsbeschluss wahr.

Ein wissenschaftlicher Konsens kann ein wichtiges Indiz dafür sein, wie Fachleute den gegenwärtigen Wissensstand einschätzen. Die Zahl der Zustimmenden ist jedoch für sich genommen noch kein Beweis für die Richtigkeit einer wissenschaftlichen Aussage. Entscheidend bleiben die zugrunde liegenden Daten, Methoden und Begründungen. Vor allem darf aus einem Konsens über eine allgemeine Aussage nicht nachträglich ein Konsens über wesentlich weitergehende Aussagen konstruiert werden.

„Der Mensch trägt zur Erwärmung bei“ ist eine Aussage.

„Der Mensch verursacht praktisch die gesamte Erwärmung“ ist eine zweite.

„Die Folgen werden katastrophal“ ist eine dritte.

„Deshalb ist die gegenwärtige Klimapolitik notwendig und alternativlos“ ist eine vierte.

Wer diese vier Aussagen miteinander vermischt und anschließend 97 Prozent darüberstempelt, betreibt keine wissenschaftliche Aufklärung. Er produziert Gewissheit – die absolut nicht gegeben ist.

Konsens ist kein Beweis

Wissenschaft lebt nicht von Mehrheiten, sondern von überprüfbaren Erkenntnissen. Ein breiter Konsens unter Fachleuten ist zweifellos von Bedeutung: Er zeigt, welche Erklärung aufgrund der gegenwärtigen Datenlage von einer großen Mehrheit der Fachwelt für die überzeugendste gehalten wird. Mehr aber zunächst nicht.

Die Wahrheit wird nicht dadurch wahrer, dass viele Menschen an sie glauben. Oder etwas weniger vornehm ausgedrückt: Tausende Fliegen können nicht irren? Doch, können sie.

Die Zahl der Zustimmenden ist für sich genommen noch kein Beweis für die Richtigkeit einer wissenschaftlichen Aussage. Ausschlaggebend sind die zugrunde liegenden Daten, Methoden und Begründungen. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen überprüfbar und grundsätzlich auch widerlegbar bleiben. Darin unterscheidet sich Wissenschaft vom Glauben.

Wissenschaftlicher Konsens ist zudem keine unveränderliche Größe. Neue Messmethoden, bessere Daten oder neue Erkenntnisse können bestehende Auffassungen verändern. Das ist keine Schwäche der Wissenschaft, sondern eine ihrer Stärken.

Dissens ist die Essenz der Wissenschaft. Dieser Satz bringt auf den Punkt, was wissenschaftlichen Fortschritt überhaupt erst möglich macht. Erkenntnisse entstehen nicht dadurch, dass alle dasselbe sagen, sondern dadurch, dass bestehende Annahmen hinterfragt, überprüft und gegebenenfalls widerlegt werden. Wissenschaft braucht Widerspruch – gerade dann, wenn ein Konsens kaum noch hinterfragt wird.

Der amerikanische Publizist Walter Lippmann brachte es bereits 1915 treffend auf den Punkt: „Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht.“ Diese treffende Formulierung wird häufig auch Karl Valentin zugeschrieben.

Problematisch wird es, wenn aus dem Konsens ein Autoritätsargument wird – wenn eine Aussage also allein deshalb als richtig gelten soll, weil anerkannte Wissenschaftler oder Institutionen sie vertreten: 97 Prozent sagen es, also ist die Debatte beendet. Wer Zweifel äußert, stellt sich gegen „die Wissenschaft“. An diesem Punkt wird aus wissenschaftlichem Konsens ein Instrument der öffentlichen Kommunikation.

Und damit stellt sich eine weitere Frage: Wie offen geht Wissenschaft mit Daten, Unsicherheiten, Kritik und abweichenden Auffassungen um?

Wie brisant diese Frage ist, zeigte sich 2009 in einer Affäre, die weltweit für Schlagzeilen sorgte:

Climategate

Im November 2009, wenige Wochen vor dem Klimagipfel von Kopenhagen, gelangten Tausende E-Mails und Dokumente der Climatic Research Unit (CRU) der britischen University of East Anglia an die Öffentlichkeit. Die CRU gehörte und gehört zu den international bedeutenden Einrichtungen für die Erforschung der globalen Temperaturentwicklung. Entsprechend groß war die Wirkung.

Ein Satz aus einer E-Mail des damaligen CRU-Direktors Phil Jones vom November 1999 wurde weltberühmt. Jones schrieb davon, „Mike’s Nature trick“ angewandt zu haben, um den Rückgang – „hide the decline“ – zu verbergen. Ein Trick, um einen Temperaturrückgang zu verstecken?

Das klingt zunächst verheerend. Ganz so einfach war die Sache allerdings nicht. Mit dem „decline“ war kein Rückgang der tatsächlich mit Thermometern gemessenen globalen Temperatur gemeint. Es ging um sogenannte Proxy-Daten aus Baumringen. Solche Daten werden verwendet, um Temperaturen aus Zeiten zu rekonstruieren, in denen keine flächendeckenden instrumentellen Messungen vorliegen.

Das Problem: Bestimmte Baumringreihen folgten bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts recht gut den gemessenen Temperaturen, danach aber nicht mehr. Während die instrumentell gemessenen Temperaturen stiegen, zeigten diese Proxyreihen diesen Anstieg nicht entsprechend. Dieses Phänomen ist in der Fachliteratur als Divergenzproblem bekannt.

Für die grafische Darstellung einer Temperaturrekonstruktion wurden die nach etwa 1960 vom gemessenen Temperaturverlauf abweichenden Baumringdaten nicht weitergeführt. Stattdessen wurden für diesen Zeitraum instrumentell gemessene Temperaturen verwendet.

Das halte ich für äußerst fragwürdig. Hier drängt sich die Frage auf: Wenn Baumringe als Temperaturanzeiger für Jahrhunderte dienen sollen, aus denen keine Thermometermessungen vorliegen, stellt sich eine naheliegende Frage: Warum werden ihre Daten ausgerechnet dort nicht mehr verwendet, wo sie sich anhand tatsächlicher Temperaturmessungen überprüfen lassen? Und wenn sie dort nicht mit den gemessenen Temperaturen übereinstimmen – wie zuverlässig sind sie dann für Jahrhunderte, in denen eine solche Kontrolle gar nicht möglich ist?

Der britische Wissenschafts- und Technologieausschuss kam 2010 zu dem Ergebnis, dass die Formulierungen „trick“ und „hide the decline“ keinen Beleg für eine systematische Täuschung darstellten. Allerdings muss dieses Urteil im Zusammenhang mit dem begrenzten Umfang der damaligen Untersuchung gesehen werden. Der Ausschuss erklärte selbst, dass seine Untersuchung begrenzt gewesen sei und es nicht seine Aufgabe gewesen sei, die wissenschaftliche Arbeit der CRU umfassend zu überprüfen. Diese Aufgabe sollte anschließend einem gesonderten „Scientific Appraisal Panel“ zufallen.

Für mich hinterlässt das einen schalen Beigeschmack. Man kann die damaligen Untersuchungen als Entlastung der beteiligten Wissenschaftler betrachten. Man kann aber ebenso fragen, ob damit tatsächlich sämtliche durch Climategate aufgeworfenen Fragen beantwortet wurden oder ob hier vor allem versucht wurde, den entstandenen Vertrauensschaden zu begrenzen.

Der parlamentarische Ausschuss fand keinen Beleg für wissenschaftliche Unehrlichkeit von Phil Jones, stellte gleichzeitig aber erhebliche Defizite bei Transparenz und Informationsfreiheit fest. Nach Einschätzung des Ausschusses deuteten die veröffentlichten E-Mails auf eine „culture of non-disclosure“, eine Kultur der Nichtoffenlegung, bei der CRU hin. Das kennen wir auch aus Coronazeiten. Es gebe sogar Hinweise darauf, dass Informationen möglicherweise gelöscht worden seien, um ihre Offenlegung zu vermeiden. Der Ausschuss hielt außerdem fest, dass die University of East Anglia offenbar Wege gefunden habe, den Widerstand gegen Informationsanfragen von Klimaskeptikern zu unterstützen. Das ist keine Nebensächlichkeit.

Auch Vorwürfe, beteiligte Wissenschaftler hätten versucht, das Peer-Review-Verfahren– also die Begutachtung einer wissenschaftlichen Arbeit durch andere Fachwissenschaftler vor ihrer Veröffentlichung – zu beeinflussen und kritische Veröffentlichungen aus Fachzeitschriften herauszuhalten, wurden untersucht.
Der parlamentarische Ausschuss fand keinen hinreichenden Beleg dafür, dass Phil Jones das Peer-Review-Verfahren tatsächlich untergraben hatte. Die veröffentlichten E-Mails offenbarten allerdings einen teilweise ausgesprochen konfrontativen Umgang mit Kritikern. Die Corona-Zeit lässt grüßen. Jede Meinung, die nicht dem gängigen – angeblich evidenzbasierten, nachweislich jedoch verlogenen – Narrativ entsprach, wurde platt gemacht.

Climategate bewies damit nicht, dass die globale Erwärmung erfunden oder Temperaturdaten systematisch gefälscht wurden. Wer das behauptet, geht über das hinaus, was die Untersuchungen hergeben. Aber ebenso vorschnell wäre es, Climategate als bedeutungslosen Sturm im Wasserglas abzutun.

Der Vorgang berührt eine grundsätzlichere Frage: Wissenschaft wird von Menschen betrieben. Menschen haben Überzeugungen, Interessen und Konkurrenten. Wissenschaftler benötigen Stellen, Institute benötigen Geld und Forschungsprojekte benötigen Finanzierung. Damit ist selbstverständlich noch nicht gesagt, dass Wissenschaftler Ergebnisse manipulieren, weil ihre Forschung finanziert werden muss. Eine solche Behauptung wäre ohne konkrete Belege unseriös, wenn sicherlich auch nicht ganz gegenstandslos. Die Frage nach den Anreizstrukturen sollte deswegen gestellt werden: Welche Forschungsfragen werden finanziert? Welche kaum? Welche Themen versprechen Fördermittel, Publikationen und öffentliche Aufmerksamkeit? Und können solche Strukturen langfristig beeinflussen, welche Forschungsrichtungen wachsen und welche ein Nischendasein führen?

Der Volksmund bringt mögliche Abhängigkeiten unverblümt auf den Punkt: Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. Das ist kein Beweis dafür, dass Wissenschaftler ihre Ergebnisse nach den Wünschen ihrer Geldgeber ausrichten. Aber es ist ein guter Grund, Finanzierungsstrukturen, institutionelle Abhängigkeiten und die Vergabe von Forschungsgeldern kritisch im Blick zu behalten.

Bei der Klimaforschung ist diese Frage von erheblicher Bedeutung. Ihre Ergebnisse bleiben längst nicht im wissenschaftlichen Raum. Sie bilden die Grundlage für milliardenschwere Programme, Steuern, Verbote und tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.

Umso höher müssen die Anforderungen sein. Daten, Methoden und Berechnungen müssen nachvollziehbar und möglichst offen zugänglich sein – gerade für diejenigen, die widersprechen. „Vertraut der Wissenschaft“ kann kein Ersatz für Überprüfbarkeit sein. Wissenschaft beweist ihre Stärke nicht dadurch, dass sie Kritik fernhält, sondern dadurch, dass ihre Ergebnisse der Kritik standhalten.

Climategate ist für mich deshalb weder der Beweis für eine große Klimaverschwörung noch eine belanglose E-Mail-Affäre. Es ist eine Mahnung. Je größer die politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen wissenschaftlicher Aussagen sind, desto höher müssen die Anforderungen an Transparenz, Nachprüfbarkeit und einen offenen Umgang mit Kritik sein. Und damit schließt sich der Kreis zum wissenschaftlichen Konsens: Ein Konsens gewinnt nicht dadurch an Glaubwürdigkeit, dass Kritik ausgegrenzt wird. Er gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn er Kritik aushält.

Mit Zahlen kann man nicht lügen – oder doch?

Zahlen lügen nicht, heißt es. Das stimmt. Aber man kann mit richtigen Zahlen trotzdem ein falsches Bild erzeugen.Ein Beispiel dafür waren die bereits behandelten 97 Prozent. Die Zahl war nicht einfach erfunden. Entscheidend war, worauf sie bezogen wurde und welche Aussage anschließend daraus gemacht wurde. Das ist ein klassischer Taschenspielertrick der Kommunikationstreibenden: Nicht unbedingt die Zahl ist falsch – sondern der Eindruck, den sie erzeugt.

Diese Inszenierung von Zahlen und Daten funktioniert auf verschiedene Weise.
Eine der einfachsten Methoden ist die Wahl des Ausgangspunktes. Beginnt eine Temperaturkurve in einem besonders kalten Jahr, erscheint der anschließende Anstieg stärker. Beginnt sie in einem besonders warmen Jahr, kann derselbe langfristige Trend deutlich schwächer erscheinen. Umgekehrt lässt sich durch die Auswahl weniger Jahre sogar scheinbar eine Abkühlung erzeugen, obwohl der langfristige Trend nach oben zeigt. Deshalb ist die Verwendung kurzer Zeiträume bei Klimafragen problematisch.

Der Trick funktioniert in beide Richtungen. Wer einige ungewöhnlich warme Jahre auswählt, kann die Erwärmung dramatischer erscheinen lassen. Wer mit einem außergewöhnlich warmen El-Niño-Jahr beginnt und wenige Folgejahre betrachtet, kann scheinbar eine Abkühlung präsentieren. Beides ist Cherry-Picking – die gezielte Auswahl derjenigen Daten, die zur gewünschten Geschichte passen.

Ein zweites wirkungsvolles Instrument ist die grafische Darstellung. Dieselbe Temperaturveränderung kann auf einer weit gespannten Y-Achse nahezu wie eine waagerechte Linie aussehen und auf einer stark verkürzten Achse wie ein steiler Anstieg. Das ist nicht automatisch Manipulation. Bei Temperaturanomalien kann eine verkürzte Skala sogar sinnvoll sein, weil Veränderungen von einem oder zwei Grad sonst kaum sichtbar wären. Die Forschung zur Datenvisualisierung zeigt, dass eine Achse nicht zwangsläufig bei null beginnen muss; entscheidend sind eine transparente Skalierung und eine Darstellung, die Größenverhältnisse nicht verzerrt.

Problematisch wird die Darstellung dort, wo Gestaltung nicht mehr der Verständlichkeit dient, sondern der Dramatisierung. Ein gutes Beispiel sind die inzwischen bekannten Klimastreifen – blaue und rote Farbbalken, die Temperaturabweichungen über lange Zeiträume darstellen.

Quelle: https://showyourstripes.info/l/europe/germany/all

Sie sind optisch eindrucksvoll und zeigen einen realen Erwärmungstrend. Gleichzeitig verschwinden Zahlen, Unsicherheitsbereiche und konkrete Größenordnungen vollständig hinter Farben. Aus beispielsweise einigen Zehntelgrad Temperaturabweichung wird visuell der Übergang von tiefem Blau zu bedrohlichem Rot. Die Daten können korrekt sein. Doch ihre farbliche Inszenierung vermittelt weit mehr als bloße Temperaturwerte – sie erzeugt zugleich einen Eindruck von zunehmender Bedrohung.

Ähnliches lässt sich bei Wetterkarten beobachten. Ältere Fernseh-Wetterkarten stellten selbst sommerliche Temperaturen von 30 Grad und mehr teilweise vor grünen oder vergleichsweise neutralen Kartenhintergründen dar. Heute werden hohe Temperaturen häufig mit kräftigem Rot, Dunkelrot oder Braunrot visualisiert. 30 Grad bleiben 30 Grad – aber Grün vermittelt etwas völlig anderes als Feuerrot.

Natürlich lässt sich einwenden, dass moderne Wetterkarten häufig einer festgelegten Temperaturskala folgen: kühlere Temperaturen werden blau oder grün, höhere gelb, orange und rot dargestellt. Das ist zunächst eine legitime Form der Datenvisualisierung. Entscheidend ist jedoch: Farben transportieren nicht nur Information, sondern auch Emotion. Rot steht in unserer Wahrnehmung für Hitze, Warnung und Gefahr. Je dunkler und intensiver das Rot, desto bedrohlicher wirkt die Darstellung. Deshalb ist die Gestaltung keineswegs nebensächlich. Aus einer meteorologischen Information wird damit zugleich ein visuelles Warnsignal.

Wer alte und neue Wetterkarten nebeneinanderlegt, kann diesen Unterschied unmittelbar sehen. Die Temperatur mag dieselbe sein. Ihre mediale Inszenierung ist es nicht. Nachfolgend ein Internetfund, der diesen Unterschied humorvoll zuspitzt:

Hier zeigt sich ein weiteres wirkungsvolles Instrument der Kommunikation: Informationen werden nicht nur vermittelt, sondern in einen bestimmten Deutungsrahmen gestellt. In der Kommunikationswissenschaft nennt man das Framing.

Ein Ereignis wird nicht unbedingt falsch beschrieben, aber durch Wortwahl, Bilder und Kontext erhält es eine bestimmte Bedeutung. „Erwärmung“ klingt anders als „Erderhitzung“. „Klimawandel“ anders als „Klimakrise“. „Klimakrise“ wiederum anders als „Klimanotstand“.

Die gemessene Temperatur verändert sich durch diese Begriffe um keinen Tausendstelgrad. Die Wahrnehmung sehr wohl.

Hinzu kommt das Agenda-Setting. Damit ist gemeint, dass Medien nicht unbedingt bestimmen, was Menschen denken – sehr wohl aber beeinflussen können, worüber sie nachdenken. Wenn Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen und Hitzewellen regelmäßig unter der Überschrift Klimawandel erscheinen, entsteht beim Leser zwangsläufig eine Verbindung zwischen Extremereignis und menschengemachter Erwärmung. Diese Verbindung kann wissenschaftlich berechtigt sein – muss es im konkreten Einzelfall aber nicht sein.

Wie schnell aus einem konkreten Ereignis eine eindeutige Klimabotschaft werden kann, zeigte  Bundeskanzler Friedrich Merz am 22. August 2026. Bei seinem Besuch im wenige Tage zuvor gelöschten Waldbrandgebiet im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald erklärte er:

„Wir müssen damit rechnen, dass wir häufiger solche Ereignisse haben. Das ist Klimawandel.“

Und er legte nach:

„Ich will allen Leugnern des Klimawandels sagen: Schauen Sie sich das genau an, was hier passiert ist.“

Die Gewissheit, mit der Sie das sagen ist Bullshit, Herr Bundeskanzler! Bei dem Brand waren nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz NRW rund 300 bis 400 Hektar Wald verbrannt oder geschädigt. Die konkrete Brandursache war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt.

Hier zeigt sich das Problem. Selbst wenn steigende Temperaturen und Trockenheit das Waldbrandrisiko erhöhen, ist damit noch nicht bewiesen, dass ein einzelner Waldbrand durch den Klimawandel verursacht wurde. Zwischen einem langfristig veränderten Risiko und der Ursache eines konkreten Brandes besteht ein erheblicher Unterschied. Merz überspringt diese Differenzierung mit drei Worten: „Das ist Klimawandel.“

Noch interessanter finde ich den anschließenden Hinweis auf die „Leugner“. Der abgebrannte Wald wird damit geradezu zum Anschauungsbeweis: Schaut hin – hier seht ihr den Klimawandel.

Das ist Framing. Ein reales und zweifellos erschreckendes Ereignis wird unmittelbar in einen bestimmten Deutungsrahmen gestellt. Der Zuschauer sieht verkohlte Bäume, zerstörten Wald und erschöpfte Feuerwehrleute – und bekommt gleichzeitig die Erklärung geliefert: Das ist Klimawandel.

Eine differenziertere Aussage hätte gelautet: Der Klimawandel kann die Bedingungen verändern, unter denen Waldbrände entstehen und sich ausbreiten. Ob und in welchem Umfang er zu diesem konkreten Brand beigetragen hat, ist eine andere Frage. Das klingt allerdings weniger eindrucksvoll.

Darin liegt die Macht des Framings: Drei Worte bleiben eher hängen als drei Absätze wissenschaftlicher Differenzierung.

Bei Extremwetter ist die wissenschaftliche Befundlage durchaus nicht überall gleich. Bei Hitzeextremen bewertet der IPCC die Hinweise darauf, dass der menschliche Einfluss zu ihrer langfristigen Zunahme beigetragen hat, als besonders stark. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit jede einzelne Hitzewelle eindeutig dem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben werden kann. Es geht zunächst um die langfristige Entwicklung von Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse.

Hierzu ein kurzer Auszug aus einem Interview der Bild-Zeitung vom 18. August 2026 mit Diplom-Meteorologe Dominik Jung (1):

„Kurz vorweg: Es verschwindet nichts. Wasser wird nicht vernichtet, die Gesamtmenge auf der Erde ist praktisch konstant. Aber der Kreislauf ist global, nicht regional. Was über Deutschland verdunstet, regnet eben nicht zwangsläufig wieder über Deutschland ab – es kann Hunderte oder Tausende Kilometer weiter niedergehen.“ Vor allem in solch hitzigen Sommern sei es gut zu sehen: Während bei uns die Sonne brennt, säuft eine andere Region unter Dauerregen ab. Jung: „Der Wasserdampf, der bei uns aufsteigt, wird vom großräumigen Wind einfach mitgenommen und kommt woanders wieder runter. Der Kreislauf läuft – nur nicht über unseren Vorgarten.“
Da, wo der Regen dann am nötigsten ist, fällt er aber eben nicht. Solche Hitzeperioden, wie Deutschland sie in diesem Sommer erlebt hat, entstehen meist durch ein stabiles, kräftiges Hochdruckgebiet, das sich über Mitteleuropa festsetzt und wie eine Blockade wirkt. Jung: „In einem Hoch sinkt die Luft großräumig ab. Sinkende Luft erwärmt sich – und warme Luft kann viel mehr Wasserdampf aufnehmen, ohne dass er kondensiert. Die relative Feuchte sinkt, Wolken lösen sich auf, Regen wird regelrecht ‚ausgetrocknet‘. Selbst wenn also Wasser verdunstet, kondensiert es hier oben nicht zu Wolken und fällt nicht als Regen zurück.“ Also zum einen bilden sich keine Wolken dort, wo große Hitze herrscht. Zum anderen wirkt das Hoch wie eine Barriere. Atlantik-Tiefs, die sehr feucht sind und normalerweise Regen bringen, dringen nicht durch und werden herumgeleitet. Jung: „Nach Süden, nach Norden, jedenfalls an uns vorbei.“

So viel auch zu dem Geschrei der Klimahysteriker „Wir werden alle sterben…“

Bei anderen Extremereignissen ist die Zuordnung wesentlich schwieriger. Das zeigt sich beispielsweise bei Dürren. Der IPCC unterscheidet dabei verschiedene Formen – etwa meteorologische Dürren, bei denen über längere Zeit ungewöhnlich wenig Niederschlag fällt, oder landwirtschaftliche Dürren, bei denen vor allem die Bodenfeuchtigkeit für Pflanzen entscheidend ist. Je nach Region, Zeitraum und Art der Dürre fällt die wissenschaftliche Bewertung unterschiedlich aus.

Für langfristige Veränderungen meteorologischer Dürren stellt der IPCC in vielen Weltregionen nur eine geringe Sicherheit oder keinen eindeutigen menschlichen Einfluss fest. Bei der zentraleuropäischen Dürre 2015 fand eine vom IPCC zitierte Untersuchung beispielsweise keinen eindeutigen Nachweis dafür, dass der menschliche Einfluss das Niederschlagsdefizit verursacht oder verstärkt hatte; das Ergebnis hing unter anderem vom verwendeten Modell und der Untersuchungsmethode ab. Bei einigen anderen untersuchten Dürren spielte die natürliche Variabilität eine wesentliche Rolle.

Diese Differenzierung geht in der öffentlichen Darstellung schnell verloren. Aus einer komplizierten wissenschaftlichen Befundlage wird dann die wesentlich einfachere Botschaft: Extremwetter ist eine Folge des Klimawandels.

Das bedeutet nicht, dass der Klimawandel keinen Einfluss auf Dürren oder Extremwetter hat. Es bedeutet etwas anderes: „Extremwetter nimmt durch den Klimawandel zu“ ist als pauschale Schlagzeile wesentlich einfacher als die wissenschaftliche Befundlage darunter. Solche Feststellungen sind nicht okay.

Wissenschaft unterscheidet zwischen Hitze, Starkniederschlag, meteorologischer Dürre, landwirtschaftlicher Dürre, Hochwasser, tropischen Wirbelstürmen und vielen weiteren Phänomenen. Sie unterscheidet Regionen, Zeiträume und Wahrscheinlichkeiten. Der IPCC versieht seine Aussagen entsprechend mit Begriffen wie medium confidence, high confidence, likely oder very likely.

Die Schlagzeile hat für solche Feinheiten wenig Platz.

Aus:

„Bei diesem Ereignistyp hat sich in bestimmten Regionen die Wahrscheinlichkeit erhöht“

wird schnell:

„Der Klimawandel macht Extremwetter immer schlimmer.“

Und aus einem einzelnen Hochwasser, Waldbrand oder einer Dürre wird nicht selten der sichtbare Beweis dafür. Das ist kommunikativ wirkungsvoll. Wissenschaftlich muss jedoch genauer hingesehen werden.

Auch die Bezugsgröße kann die Wahrnehmung erheblich verändern. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gab beispielsweise die globale Temperatur für 2024 mit rund 1,55 Grad über dem Mittel von 1850–1900 an. Gegenüber dem wesentlich jüngeren Referenzzeitraum 1991–2020 betrug die Abweichung dagegen rund 0,67 Grad. Beide Zahlen beschreiben dasselbe Jahr und sind beide korrekt. Sie beantworten lediglich unterschiedliche Fragen. 1,55 Grad klingt selbstverständlich dramatischer als 0,67 Grad.

Daraus folgt nicht, dass die WMO trickst. Für die Klimapolitik ist der vorindustrielle Referenzzeitraum sogar sachlich begründet, weil sich das Pariser Temperaturziel darauf bezieht. Das Beispiel zeigt aber eindrucksvoll, wie entscheidend eine Bezugsgröße für die Wirkung einer Zahl ist.

Deshalb sollte bei jeder spektakulären Klimazahl gefragt werden: Auf was bezog sich die Zahl? Welcher Zeitraum wurde gewählt? Was wurde weggelassen? Handelt es sich um Messungen oder Modellrechnungen? Um globale oder regionale Daten? Um einen langfristigen Trend oder ein einzelnes Extremereignis? Und sagt die zugrunde liegende Studie tatsächlich das, was die Schlagzeile daraus macht?

Das sind keine „klimaleugnerischen“ Fragen. Das sind die Fragen, die kritischer Journalismus eigentlich stellen müsste – es aber größtenteils nicht tut.

Konsens – aber worüber eigentlich?

Was bleibt also vom viel beschworenen „wissenschaftlichen Konsens“?

Über grundlegende Punkte besteht tatsächlich breite Übereinstimmung: CO₂ ist ein Treibhausgas, der Mensch erhöht durch seine Aktivitäten dessen Konzentration in der Atmosphäre und trägt damit zur Erwärmung bei. Damit endet der einfache Teil der Geschichte.

Wie in Kapitel 7 ausführlich dargelegt, beginnen danach die Bandbreiten, Unsicherheiten und unterschiedlichen Einschätzungen – etwa bei der genauen Größenordnung des menschlichen Anteils, der Klimasensitivität, natürlichen Einflüssen oder einzelnen Folgen der Erwärmung. Das muss an dieser Stelle nicht noch einmal aufgerollt werden.

Maßgeblich ist etwas anderes: Ein Konsens über grundlegende Zusammenhänge darf nicht als Konsens über sämtliche daraus abgeleiteten Aussagen verkauft werden.

Dieses Kapitel hat gezeigt: Die berühmten 97 Prozent beziehen sich auf eine wesentlich enger gefasste Aussage, als die Zahl in der öffentlichen Debatte häufig vermuten lässt.
Climategate zeigte zumindest erhebliche Probleme im Umgang mit Transparenz und Kritik.
Zahlen, Grafiken, Farben, Begriffe und Schlagzeilen können wissenschaftlich korrekte Informationen in einen Deutungsrahmen stellen, der beim Publikum eine wesentlich eindeutigere oder dramatischere Botschaft hinterlässt, als diesen Informationen zukommt.

Damit liegt das eigentliche Problem für mich nicht im wissenschaftlichen Konsens an sich. Wissenschaftler dürfen und sollen zu übereinstimmenden Ergebnissen kommen, wenn die Datenlage dies rechtfertigt. Problematisch wird es, wenn aus dieser Übereinstimmung ein Autoritätsargument gemacht wird: Die Wissenschaft ist sich einig – also ist die Diskussion beendet. Das Gegenteil sollte gelten. Je größer die gesellschaftlichen Folgen einer wissenschaftlichen Aussage sind, desto wichtiger sind Transparenz, Nachprüfbarkeit und Dissens. Wissenschaft braucht keinen Schutz vor kritischen Fragen. Sie muss ihnen standhalten.

Und deshalb bleibt am Ende nicht die Frage, wie viele Wissenschaftler einer Aussage zustimmen, sondern was diese Aussage tatsächlich besagt, wie belastbar sie ist – und was sich daraus vernünftigerweise ableiten lässt.

Quellen:

(1)
https://www.bild.de/news/inland/wenn-wasser-nicht-verschwindet-sondern-im-kreislauf-ist-wo-ist-dann-unser-regen-hin-6a82dc4ea87e8142c31d2a69

.
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit.

Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Spendenkonto:

Uwe Froschauer

IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40

BIC: SSKMDEMMXXX

Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.

Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

„Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik“

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.

Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

Kategorien
Blog Beiträge

Leipzig, Russland und die „eindeutigen Beweise“ – Sanktionen oder Vorwand zur weiteren Eskalation?

Von Uwe Froschauer

Eine mit Sprengstoff bestückte Drohne am Flughafen Leipzig/Halle, ein vereitelter Anschlag – und für die Bundesregierung steht der Schuldige fest: Russland. Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul verkündeten am 1. September weitreichende Maßnahmen gegen Moskau. NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte sogar: „Die Beweise sind eindeutig.“

Eindeutig?

Bislang hat die Öffentlichkeit keinen Beweis zu Gesicht bekommen, anhand dessen sie die zentrale Behauptung selbst überprüfen könnte, dass der russische Staat diesen Anschlag tatsächlich angeordnet hat. Genannt werden Indizien, Tatmuster und geheimdienstliche Erkenntnisse. Das kann schwer wiegen. Es ersetzt aber nicht die öffentliche Vorlage belastbarer Belege für eine Anschuldigung von enormer außenpolitischer Tragweite.

Umso mehr stellt sich die Frage: Geht es ausschließlich um die Aufklärung eines Anschlags – oder liefert Leipzig zugleich den willkommenen politischen Anlass, Sanktionen zu verschärfen, die militärische Unterstützung der Ukraine fortzusetzen und den Konfrontationskurs gegenüber Russland weiterzuführen?

Wer Frieden will, sollte bei Anschuldigungen dieser Größenordnung besonders sorgfältig mit Fakten umgehen. Wer eskaliert, bevor die Beweise öffentlich auf dem Tisch liegen, muss sich kritischen Fragen stellen. In den letzten Jahren hat es nicht danach ausgesehen, dass Deutschland beziehungsweise Europa Frieden wollen.

Was geschah am Flughafen Leipzig/Halle?

Am Abend des 4. August 2026 wurde im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne entdeckt. Sie befand sich in unmittelbarer Nähe ukrainischer Frachtmaschinen. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen und sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.

Inzwischen ist bekannt, dass der Vorgang offenbar umfangreicher war als zunächst angenommen. Nach Recherchen mehrerer Medien sollen mindestens zwei mit Sprengstoff präparierte Drohnen eingesetzt worden sein. Die Zeit berichtet zudem über ein Erddepot nahe Merseburg, eine Relaisstation und weitere Spuren. Gegen zwei Beschuldigte werde ermittelt. Die ARD berichtet darüber hinaus, Ermittler seien auf mindestens eine Person gestoßen, die an einen russischen Geheimdienst angebunden sein soll.

Das sind ernstzunehmende Erkenntnisse. Sie müssen untersucht werden – ohne Vorverurteilung in die eine oder andere Richtung.

Zwischen der Feststellung, dass ein professionell vorbereiteter Anschlag stattgefunden hat, und dem Nachweis, dass die russische Staatsführung oder ein russischer Geheimdienst diesen Anschlag angeordnet hat, liegt ein erheblicher Unterschied.

Dobrindt: „Russland hat den hybriden Angriff zu verantworten“

Am 1. September traten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundesaußenminister Johann Wadephul gemeinsam vor die Presse.

Für die Bundesregierung ist die Sache geklärt. Dobrindt erklärte:

„Zusammen betrachtet belegen polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig.“

Nach seinen Angaben wurden Sprengstoff und Zündtechnik eingesetzt, die aus anderen Russland zugeschriebenen hybriden Operationen sowie aus dem Krieg in der Ukraine bekannt seien. Auch die Drohnenkonfiguration passe in dieses Bild.

Dobrindt verwies ferner auf das professionelle Zusammenspiel der eingesetzten Technik, ein hohes Maß an technischer Expertise und erheblichen organisatorischen Aufwand. Die eigentliche Durchführung sei dagegen sogenannten „Low-Level-Agenten“ zuzuordnen.

Sein Fazit:

„Die Bundesregierung kommt deswegen zum Schluss, dass Russland den hybriden Angriff in Leipzig am 4. August zu verantworten hat.“

Und weiter:

„Wir betrachten Leipzig nicht als ein einzelnes Ereignis, sondern sehen das im Zusammenwirken mit weiteren hybriden Aktionen.“

Deutschland müsse mit weiteren Angriffen rechnen:

„Wir gehen davon aus, dass Deutschland das Ziel weiterer hybrider Angriffe Russlands ist.“

Es bestehe sogar „eine Bereitschaft, durch hybride Angriffe auch größere Schäden auszulösen“.

In meinen Augen sind die zwei letzten Aussagen ein bewusst eingesetztes manipulatorisches Mittel, um Unsicherheit und Angst in der Bevölkerung zu erzeugen. Die Richtigkeit der steuerfinanzierten Maßnahme, weiterhin – kriegsverlängernde und todbringende – Waffen an die Ukraine zu liefern, soll untermauert werden. Für mein Dafürhalten: verantwortungslose Kriegstreiberei! Rheinmetall und seine Aktionäre freuen sich, nicht wahr Herr „BlackRock“?

Schließlich erklärte der Innenminister:

„Die Bundesregierung beantwortet diesen hybriden Angriff von Leipzig verhältnismäßig und besonnen, aber gleichermaßen entschlossen. Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung.“

Meines Erachtens befindet sich Russland noch nicht im Krieg mit Deutschland – der Besonnenheit Russland haben wir es zu verdanken, dass wir noch keinen weiteren Weltkrieg erleben müssen, und nicht den unverantwortlichen europäischen Kriegstreibern. Deutsche und andere europäische bellizistische Politiker dagegen halten den Krieg am Laufen, anstatt Verhandlungen anzustreben. Sie provozieren Russland, um es zu aggressiven Schritten zu verleiten, und damit die immer behauptete Aggressivität von Russland unter Beweis zu stellen. Billig, aber wirksam.

Was Innenminister Dobrindt vorgebracht hat, sind außerordentlich schwere Anschuldigungen. Die Darstellung der Bundesregierung ist jedoch äußerst problematisch. Die genannten Indizien können einen Verdacht begründen. Auch nachrichtendienstliche Erkenntnisse können ausgesprochen gewichtig sein. Doch der Öffentlichkeit wurde bislang nicht offengelegt, worin der belastbare Nachweis besteht, dass russische staatliche Stellen Auftraggeber des Anschlags waren.

Eine bestimmte Art von Sprengstoff beweist noch keinen Auftraggeber. Eine bestimmte Drohnenkonfiguration ebenfalls nicht. Auch die Ähnlichkeit mit früheren Tatmustern ist zunächst ein Indiz. Wenn darüber hinaus geheimdienstliche Erkenntnisse existieren, die eine direkte Verbindung zu russischen staatlichen Stellen zweifelsfrei herstellen, dann sollte zumindest so viel davon offengelegt werden, wie ohne Gefährdung von Quellen möglich ist.

Die Konsequenzen sind erheblich. Herr Dobrindt, das sind Indizien, „Bilder“ aber keine Beweise. Bevor Sie derartig schwerwiegende Behauptungen aufstellen, sollten Sie und Ihresgleichen Beweise liefern.

Wadephul zieht die Sanktionsschraube an

Außenminister Johann Wadephul kündigte unmittelbar ein ganzes Maßnahmenpaket gegen Russland an. Der russische Botschafter wurde ins Auswärtige Amt einbestellt. Das russische Generalkonsulat in Bonn soll zum 18. September geschlossen werden. Damit verbleibt Russland in Deutschland nur noch die Botschaft in Berlin als diplomatische Vertretung. Auch der Vertrag über das Russische Haus in Berlin wird gekündigt. Hinzu kommen verschärfte Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige. Deutschland will auf europäischer Ebene weitere Personen auf Sanktionslisten setzen lassen und den Druck auf die sogenannte russische Schattenflotte erhöhen.

Damit nicht genug.

Wadephul kündigte ausdrücklich an, Deutschland werde seine zivile und militärische Unterstützung der Ukraine fortsetzen. Hier liegt meines Erachtens der Hund begraben! Zusätzlich seien weitere nachrichtendienstliche Maßnahmen vorgesehen. Auch innerhalb der NATO werde Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit weiter stärken und die Abschreckung gegenüber Russland ausbauen.

Spätestens an diesem Punkt sollte man hellhörig werden. Ein Anschlag, dessen staatlicher Auftraggeber der Öffentlichkeit bislang nicht anhand überprüfbarer Belege nachgewiesen wurde, führt nicht nur zu diplomatischen Sanktionen. Er wird zugleich in eine Politik eingebettet, die weitere Unterstützung der Ukraine, zusätzliche Sanktionen und eine stärkere militärische Abschreckung Russlands umfasst.

An dieser Stelle drängt sich ein Vergleich geradezu auf: Nord Stream. Am 26. September 2022 wurden drei der vier Stränge der Pipelines Nord Stream 1 und 2 durch Sprengstoffanschläge schwer beschädigt – ein massiver Angriff auf eine für Deutschland wichtige Energieinfrastruktur. Fast vier Jahre später ist zwar erheblich mehr über das mutmaßliche Täterkommando bekannt; deutsche Ermittler verfolgen inzwischen angeblich konkrete Spuren zu ukrainischen Tatverdächtigen. Wer den Anschlag letztlich in Auftrag gegeben hat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

Man lasse sich diesen Kontrast einmal auf der Zunge zergehen: Bei einem der schwersten Sabotageakte gegen deutsche Energieinfrastruktur dauert es nahezu vier Jahre, ohne dass der Auftraggeber zweifelsfrei feststeht. Im Fall Leipzig dagegen weiß die Bundesregierung bereits wenige Wochen nach dem Fund der Sprengstoffdrohne, wer verantwortlich sein soll: Russland.

Wie kann das sein?

Vielleicht verfügt die Bundesregierung tatsächlich über erdrückende geheimdienstliche Erkenntnisse. Dann soll sie – soweit dies ohne Gefährdung von Quellen möglich ist – offenlegen, worauf ihre Gewissheit beruht. Denn je schwerwiegender eine Anschuldigung und je weitreichender die daraus abgeleiteten politischen Konsequenzen sind, desto höher muss meines Erachtens auch die Anforderung an ihre Begründung sein.

Das gilt erst recht, wenn aus dieser Schuldzuweisung nicht nur diplomatische Maßnahmen folgen, sondern zugleich weitere Waffenlieferungen an die Ukraine, zusätzliche Sanktionen gegen Russland und eine verstärkte militärische Abschreckung begründet werden.

Und noch eine Frage drängt sich auf: Wo bleiben eigentlich die Sanktionen gegen die Ukraine?

Die Nord-Stream-Ermittlungen haben inzwischen eine Dimension erreicht, die sich nicht mehr mit einem beiläufigen Hinweis auf irgendwelche „Spuren in die Ukraine“ abtun lässt. Ein Ukrainer ist angeklagt, weitere ukrainische Tatverdächtige wurden identifiziert beziehungsweise festgenommen. Nach den Erkenntnissen deutscher Ermittler gehörten Mitglieder des mutmaßlichen Sabotagekommandos zum ukrainischen Militär oder verfügten über Verbindungen zu ukrainischen Sicherheitsstrukturen. In der Anklage gegen den mutmaßlichen Anführer ist sogar davon die Rede, dass der Plan „im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine“ entwickelt worden sei.

Sollte sich dieser Verdacht vor Gericht bestätigen, stellt sich eine ausgesprochen unangenehme Frage: Warum wird bei Russland innerhalb kürzester Zeit mit Sanktionen, der Schließung diplomatischer Einrichtungen und weiterer militärischer Abschreckung reagiert, während die Ukraine trotz des Verdachts einer Beteiligung staatlicher Stellen an einem ungleich folgenschwereren Anschlag auf deutsche Energieinfrastruktur weiterhin mit Milliardenbeträgen und steuerfinanzierten Waffenlieferungen unterstützt wird?

Die Sprengung von Nord Stream war schließlich kein Pappenstiel. Drei von vier Pipeline-Strängen wurden zerstört. Es ging um eine Infrastruktur, über die Deutschland zuvor einen erheblichen Teil seiner Gasversorgung abgewickelt hatte. Ein solcher Anschlag berührt unmittelbar deutsche Wirtschafts-, Energie- und Sicherheitsinteressen.

Sollte tatsächlich ein staatlicher ukrainischer Auftrag nachgewiesen werden, müsste deshalb auch die Frage nach politischen Konsequenzen gegenüber Kiew auf den Tisch. Alles andere ist das Anlegen unterschiedlicher Maßstäbe: Gegen Russland Sanktionen bereits aufgrund einer staatlichen Schuldzuweisung, deren maßgebliche Beweise der Öffentlichkeit bislang nicht präsentiert wurden – gegenüber der Ukraine dagegen weiterhin Milliardenhilfen und Waffenlieferungen, obwohl deutsche Strafverfolger inzwischen konkrete ukrainische Tatverdächtige verfolgen und sogar Anhaltspunkte für einen staatlichen Auftrag sehen.

Und bezahlen dürfen diese völlig verfehlte Politik bellizistischer Unfähiger am Ende die Bürger. Milliarden fließen in die militärische Unterstützung der Ukraine, während gleichzeitig in Deutschland über steigende Sozialabgaben, Einsparungen und die langfristige Finanzierbarkeit der Rente gestritten wird. Viele Rentner müssen mit vergleichsweise niedrigen Alterseinkommen auskommen und jeden Euro zweimal umdrehen. Welche Interessen vertritt die deutsche Bundesregierung eigentlich zuerst? Ist Friedrich Merz der Bundeskanzler Deutschlands oder der der Ukraine. Seine Beliebtheitswerte sind in Deutschland im Keller, in der Ukraine sehr hoch. Na sowas!

Die Bundesregierung vertritt in meinen Augen nicht mehr die Interessen der eigenen Bevölkerung, sondern die Interessen der ukrainischen Regierung, deren mögliche Rolle beim schwersten Anschlag auf die deutsche Energieinfrastruktur der vergangenen Jahrzehnte noch immer nicht abschließend aufgeklärt ist.

Mark Rutte weiß es bereits „eindeutig“

NATO-Generalsekretär Mark Rutte, Kriegstreiber und Schoßhündchen von Donald Trump ließ ebenfalls keinen Zweifel aufkommen:

„Die Beweise sind eindeutig.“

Ein interessantes Wort: eindeutig. Wenn die Beweise so eindeutig sind – warum bekommt die Öffentlichkeit sie dann nicht zu sehen?

Die Bundesregierung spricht von Tatmustern, technischen Übereinstimmungen und geheimdienstlichen Erkenntnissen. Das kann eine plausible Indizienkette ergeben. Eine für jedermann überprüfbare Beweiskette ist damit bislang nicht öffentlich dokumentiert.

Rutte erklärte außerdem die volle Solidarität der NATO mit Deutschland. Ich erkläre meine volle Solidarität mit friedliebenden Menschen, und verdamme diese elendigen Kriegstreiber!

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte sich hinter Berlin. Wer hätte es gedacht? Die Europäische Union bleibe angesichts des Vorgehens Russlands geeint; hybride Angriffe würden nicht ohne klare Antwort bleiben. Zusätzliche EU-Sanktionen stehen bereits zur Diskussion.
Was ich von dieser kriegstreiberischen und in meinen Augen nicht-integren Person halte, habe ich in mehreren Artikeln bereits dargelegt. Es wird Zeit, dass diese verantwortungslose Person Ihren Posten räumt.

So schnell kann aus einer nationalen Ermittlung eine europäische Eskalationsspirale entstehen.

Beschuldigung –> Schuldzuweisung –> Sanktionen –> NATO-Solidarität –> weitere Sanktionen.

Am Anfang dieser Kette sollte etwas stehen, das mehr ist als politisches Vertrauen in Geheimdienste und Regierungen: überprüfbare Evidenz.
Das alles sieht wie ein abgekartetes Spiel aus.

Sahra Wagenknecht warnt vor einer „brandgefährlichen Eskalation“

Gott sei Dank gibt es in Deutschland nicht nur die Altparteien, das Parteienkartell, sondern auch noch intelligente und verantwortungsvolle Politikerinnen und Politiker. Zu den deutlichsten Kritikern der deutschen Reaktion gehört Sahra Wagenknecht. Sie erklärte:

„Selbst wenn Russland dahinterstehen sollte, ist eine Drohne, die keinerlei Schaden angerichtet hat, kein Grund, eine brandgefährliche Eskalation anzuheizen.“

Eine solche Entwicklung könne letztlich in einem Krieg mit Russland enden. Ihre Warnung vor der Eskalationsdynamik ist mehr als berechtigt.
Deutschland und Russland sind Atommächte beziehungsweise – im deutschen Fall – Mitglied eines atomar bewaffneten Bündnisses. Wer in dieser Lage von Angriffen, Kriegszielen und hybrider Kriegsführung spricht, sollte wissen, welche politische Dynamik damit ausgelöst werden kann.
Das scheint der deutschen Regierung und den bellizistischen Elementen der EU aber sonstwo vorbeizugehen. Sie setzen unser aller Leben aufs Spiel. Ich habe eine Tochter, Herr Wadephul, Herr Dobrindt, Herr Merz, Frau von der Leyen, Herr Rutte, und deren Leben gefährden Sie seit Jahren in einem unvertretbaren Ausmaß mit Ihrer unentschuldbaren Kriegstreiberei.
Den Kriegstreibern gehört das Handwerk gelegt.

Moskau: „Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden“

Russland weist jede Verantwortung zurück. Kremlsprecher Dmitri Peskow reagierte auf die Anschuldigungen aus Berlin mit einer einfachen Forderung:

„Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden.“

Peskow kritisierte, Deutschland habe weder Beweise noch ausreichende Argumente für seine Schuldzuweisung öffentlich vorgelegt. Seine Einschätzung:

„Dass Deutschland den weiteren Weg der Eskalation geht, das ist offensichtlich.“

Moskau behauptet seinerseits – und aus meiner Sicht nicht ganz zu Unrecht –, Kiew könne von einem solchen Anschlag politisch profitieren. Aber auch dafür liegt bislang kein öffentlich belastbarer Beweis vor. Dennoch: derselbe Maßstab muss deshalb für beide Seiten gelten. Eine Behauptung wird nicht dadurch wahr, dass sie aus Berlin kommt. Sie wird aber ebenso wenig dadurch wahr, dass sie aus Moskau kommt.

Die gegenwärtige Debatte erinnert mich stark an Nord Stream. Als am 26. September 2022 drei der vier Stränge von Nord Stream 1 und 2 durch Sprengungen zerstört wurden, richteten sich Verdächtigungen sehr schnell auch gegen Russland. Schon damals stellte sich für mich eine simple Frage: Cui bono – wem nützt es? Warum sollte Russland eine milliardenschwere Infrastruktur zerstören, über die es jahrelang große Mengen Gas nach Europa geliefert und Milliarden verdient hatte? Einen wirtschaftlichen Vorteil Moskaus aus der Zerstörung seiner eigenen Absatzwege zu erkennen, fällt zumindest schwer.

Profitiert haben von der dauerhaften Unterbrechung russischer Gaslieferungen dagegen andere: Die Ukraine hatte seit Jahren massive politische und wirtschaftliche Einwände gegen Nord Stream 2 erhoben; die USA bekämpften das Pipelineprojekt ebenfalls seit Langem und belegten daran beteiligte Unternehmen sogar mit Sanktionen. Das beweist selbstverständlich weder eine ukrainische noch eine amerikanische Täterschaft – auch wenn ich sie vermute. Cui bono ist ein Ermittlungsansatz, kein Tatnachweis. Aber die Frage nach Motiv und Nutzen muss gestellt werden – bei Nord Stream genauso wie heute in Leipzig.

Umso aufschlussreicher ist der Blick zurück: Fast vier Jahre nach der Sprengung von Nord Stream konzentrieren sich die deutschen Ermittlungen längst nicht mehr auf Russland, sondern auf konkrete ukrainische Tatverdächtige; inzwischen reichen die Erkenntnisse sogar bis zum Verdacht eines Auftrags aus ukrainischen staatlichen Strukturen. Was unmittelbar nach dem Anschlag als mögliche russische Sabotage diskutiert wurde, erscheint vor diesem Hintergrund zumindest in einem völlig anderen Licht.

Und jetzt wieder Leipzig: Russland soll einen Sprengstoffanschlag auf deutschem Boden veranlasst haben. Wieder stellt sich deshalb neben der Frage nach den Beweisen auch die Frage: Cui bono? Wem würde eine weitere Verschärfung des deutsch-russischen Konflikts nutzen? Und wem nutzt es, wenn daraus weitere Sanktionen gegen Russland, eine stärkere NATO-Abschreckung und weitere Waffenlieferungen an die Ukraine folgen?

Vielleicht sollte bei all dem auch die Geschichte nicht völlig vergessen werden. Rund 27 Millionen Menschen verlor die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Trotz dieser unvorstellbaren Opfer entwickelten sich insbesondere seit der Ostpolitik Willy Brandts über Jahrzehnte enge politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion beziehungsweise später Russland. Energie und Handel wurden zu wichtigen Brücken zwischen beiden Ländern. Die deutsch-russische Energiepartnerschaft war den USA seit Langem ein Dorn im Auge; Washington bekämpfte Nord Stream 2 offen und belegte am Projekt beteiligte Unternehmen mit Sanktionen. Heute sind die deutsch-russischen Beziehungen weitgehend zerstört – der vereitelte Anschlag in Leipzig ist ein weiterer Sargnagel für die ehemals guten Beziehungen zwischen Russland und Deutschland. Wem diese Entwicklung geopolitisch nützt, ist eine Frage, die gestellt werden muss.

Der russische Botschafter spricht von einer „Provokation“

Noch deutlicher äußerte sich der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew. Er bezeichnete die deutschen Anschuldigungen als „absurd“ und sprach von einer

„hastig zusammengezimmerten Provokation am Flughafen in Leipzig“.

Die angekündigten deutschen Maßnahmen seien

„eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen“

und würden

„nicht ohne Folgen bleiben“.

Die Verantwortung für diese Entwicklung liege nach Darstellung Moskaus bei der Bundesregierung. Die russische Botschaft hatte bereits zuvor erklärt, die Vorgänge dienten „ausschließlich den Zielen Kiews und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse“.

Ich bin geneigt, diese Ansicht zu teilen, da die europäischen bellizistischen Provokationen keinesfalls der Bevölkerung dienen.

Weiter hieß es, Ukraine und europäische Regierungen benötigten Argumente, um weiterhin „unbegrenzte finanzielle Mittel in die Hände eines korrupten Regimes“ in Kiew fließen zu lassen.

Auch diese Ansicht teile ich zumindest insofern, als Korruption in der Ukraine keineswegs eine russische Erfindung ist. Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International gehört das Land seit Jahren zu den deutlich schlechter bewerteten Staaten Europas. Fairerweise darf dabei nicht verschwiegen werden, dass Russland in diesem Index ebenfalls sehr schlechter abschneidet. Korruption ist also gewiss kein Problem, das sich auf die Ukraine beschränkt.

Die Frage ist nach wie vor: Wem nutzt eine weitere Eskalation zwischen Deutschland und Russland politisch?

Sacharowa: Deutschland habe einen Vorwand gesucht

Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kündigte Gegenmaßnahmen an. Russland werde „spiegelbildlich“ reagieren, ähnlich wie bei früheren aus Moskauer Sicht einseitigen Sanktionen.
Sacharowa geht noch weiter. Ihrer Darstellung zufolge habe die Bundesregierung lediglich einen Vorwand gesucht, um unter anderem das Russische Haus in Berlin schließen zu können.
Mit Blick auf den Zeitpunkt der deutschen Ankündigung am 1. September – dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939 – fragte sie auf Telegram zudem polemisch, ob Berlin dieses Datum zufällig gewählt habe. Diesen historischen Seitenhieb kann man für geschmacklos oder propagandistisch halten. Zur Klärung des Leipziger Anschlags trägt er nichts bei. Die Forderung nach Beweisen dagegen schon.

Putin: „Wo sind die Beweise?“

Schließlich meldete sich Wladimir Putin persönlich zu Wort. Der russische Präsident bezeichnete die deutschen Sanktionen als

„schweren Fehler“.

Dann stellte er die naheliegende Frage:

„Wo sind die Beweise?“

Putin behauptete darüber hinaus, bislang präsentierte Belege seien „gefälscht“. Einen öffentlich nachvollziehbaren Nachweis für diesen Vorwurf legte auch er nicht vor. Zudem unterstellte Putin Bundeskanzler Friedrich Merz innenpolitische Motive:

„Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt.“

Diesen letzten Satz unterschreibe ich Wort für Wort. Putin verbindet die Leipziger Affäre damit seinerseits mit der innenpolitischen Situation in Deutschland. Egal wie man zu diesem Statement auch stehen mag: Die Frage „Wo sind die Beweise?“ bleibt trotzdem legitim – unabhängig davon, wer sie stellt.

Würde Russland tatsächlich dieses Risiko eingehen?

Und damit komme ich zu einem Punkt, der mir erhebliche Zweifel bereitet. Russland soll ausgerechnet auf einem deutschen Verkehrsflughafen einen Sprengstoffanschlag veranlasst haben. Auf dem Gebiet eines NATO-Mitgliedstaates, mit einer Sprengstoffdrohne in unmittelbarer Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge. Ein erfolgreicher Anschlag mit Toten hätte eine politische und möglicherweise militärische Krise zwischen Russland und der NATO auslösen können. Im äußersten Fall hätte ein solcher Vorgang sogar Diskussionen über die NATO-Artikel 4 oder 5 provozieren können.

Welchen strategischen Nutzen hätte Russland davon? Natürlich können Staaten riskante, irrationale oder schlecht geplante Operationen durchführen. Das Argument „Russland wäre doch nicht so dumm“ ist kein Beweis für russische Unschuld. Aber die Anschuldigungen der deutschen Regierung sind ebenso wenig ein Beweis für Russlands Schuld.

Vom Drohnenfund zur Fortsetzung des Ukrainekrieges

Besonders aufschlussreich ist für mich, wie schnell der Leipziger Vorfall mit der Ukrainepolitik verbunden wird. Wadephul kündigt nicht nur diplomatische Maßnahmen an. Deutschland werde seine zivile und militärische Unterstützung für die Ukraine fortsetzen.
Bei den Beratungen der EU-Außenminister geht es parallel um Luftverteidigung, Energieversorgung, weitere Hilfen für Kiew und die mögliche Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte.

Damit schließt sich der politische Kreis. Der Leipziger Anschlag wird zum weiteren Argument dafür, Russland als unmittelbare Gefahr für Deutschland darzustellen. Aus dieser Gefahrenbeschreibung lassen sich wiederum höhere Verteidigungsausgaben, stärkere NATO-Abschreckung, weitere Sanktionen und fortgesetzte Waffenlieferungen an die Ukraine ableiten.

Das bedeutet nicht automatisch, dass der Anschlag inszeniert wurde oder die Ermittlungen falsch sind. Eine solche Behauptung wäre ohne Belege unseriös. Es bedeutet aber sehr wohl, dass die politischen Folgen des Anschlags bestimmten bereits bestehenden politischen Zielen entgegenkommen.

Erst Beweise, dann Eskalation

Sollten deutsche Ermittlungsbehörden zweifelsfrei nachweisen können, dass russische staatliche Stellen einen Sprengstoffanschlag auf dem Flughafen Leipzig/Halle in Auftrag gegeben haben, wäre das ein außerordentlich schwerwiegender Vorgang. Dann müsste Deutschland reagieren. Aus diesem Grund muss die Beweislage überzeugen. Nicht irgendwann, sondern bevor aus Anschuldigungen politische Tatsachen geschaffen werden, die kaum noch rückgängig zu machen sind.

Wenn Mark Rutte erklärt, „die Beweise sind eindeutig“, dann sollte gezeigt werden, was diese Eindeutigkeit begründet.
Wenn Dobrindt sagt, Russland habe den Angriff „zu verantworten“, sollte nachvollziehbar dargelegt werden, wie die Befehlskette zu russischen staatlichen Stellen nachgewiesen wurde.
Wenn Wadephul diplomatische Einrichtungen schließen lässt, weitere Sanktionen fordert und zugleich die Fortsetzung der militärischen Unterstützung der Ukraine ankündigt, muss gefragt werden, ob hier nicht sehr unterschiedliche politische Ziele miteinander verknüpft werden.
Und wenn Putin behauptet, Beweise seien gefälscht, gilt derselbe Maßstab: Auch dafür soll er Belege vorlegen.

Ich weiß nicht, wer den Anschlag von Leipzig in Auftrag gegeben hat. Die Bundesregierung behauptet, sie wisse es. Ich behaupte, sie weiß es nicht.

Dann soll die Regierung die Öffentlichkeit soweit wie irgend möglich an diesem Wissen teilhaben lassen. Frieden – soweit er ernsthaft angestrebt wird, was ich aus europäischer Sicht bezweifle – entsteht nicht durch immer neue Schuldzuweisungen, Sanktionen, Waffenlieferungen und Drohungen. Und schon gar nicht durch ein politisches Klima, in dem die Frage nach Beweisen bereits als störend empfunden wird. Diese Verhaltensweisen befeuern einen möglichen Krieg.

Eine Regierung, die von ihren Bürgern Zustimmung zu einer immer schärferen Konfrontation mit Russland verlangt, schuldet ihnen mehr als die Versicherung, die Geheimdienste hätten entsprechende Erkenntnisse. Sie schuldet ihnen Belege, besonders dann, wenn am Ende dieser Entwicklung nicht weniger auf dem Spiel steht als Krieg und Frieden.


Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit.

Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Spendenkonto:

Uwe Froschauer

IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40

BIC: SSKMDEMMXXX

Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.

Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

„Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik“

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.

Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

Kategorien
Blog Beiträge

G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 62

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

Zu allen Zeiten sind die Menschen damit beschäftigt, zu entscheiden, was an Bewährtem beizubehalten und zu pflegen ist und was an sinnvollem Neuem fürs weitere Leben übernommen werden soll. Das Titelbild mag dies eindrücklich demonstrieren.

Francis Fukuyama prägte mit dem Mauerfall die Vorstellung, am Ende der Geschichte angekommen zu sein. Dies hier soll ja angeblich die beste Welt sein, mindestens das „bDaZ“, das beste Deutschland aller Zeiten. Nun müsse diese Welt lediglich gegen rückwärtsgewandte Kräfte verteidigt werden. „Ois Nadsi, do hintn.“

Das impliziert, das alles vorherige, alle Zeiten die vor uns waren, nicht so gut waren, wie die jetzigen. Also muss alles Frühere als schrecklich, schlimm, ja verachtenswert gekennzeichnet werden. Das schließt natürlich auch alle Vorstellungen, Umgangsformen, Sitten, Traditionen, einfach alles Alte mit ein. Da darf kein Fitzelchen mehr übrig bleiben, das irgendwie positiv wäre.

Wir werden rückwärtig immer mutiger. Rückblickend hätte jeder Hitler verhindert.

Nur aufgrund dieser Auffassung kann die Umwertung aller Werte überhaupt einigermaßen überzeugend propagiert werden. Man stelle sich vor, da hätte es Zeiten gegeben, in denen die Menschen vielleicht sogar glücklicher gewesen wären. Undenkbar!

Man stelle sich Zeiten vor, in denen Männer Männersachen machten und Frauen Frauensachen. Und das Ganze lief auch noch gesamtgesellschaftlich viel harmonischer ab, wie heutzutage. „Jo so a Schmarrn! Wann häds no des gemm soin?“

Das Intro einer Uralt-Serie aus den späten 60ern, „Das königlich-bayrische Amtsgericht“, entfaltet mindestens ein Proto-Paradies der bajuwarischen Lebensart:

„Es war eine liebe Zeit. Die gute alte Zeit vor Anno 14. In Bayern gleich gar. Damals hat noch seine königliche Hoheit, der Herr Prinzregent regiert. Ein kunstsinniger Monarch. Denn der König war schwermütig. Das Bier war noch dunkel. Die Menschen war‘n typisch. Die Bursch‘n schneidig. Die Dirndl‘n sittsam. Und die Honoratioren ein bisserl vornehm und ein bisserl leger. Es war halt noch vieles in Ordnung damals. Denn für Ordnung und Ruhe sorgte die Gendarmerie und für die Gerechtigkeit … das königliche Amtsgericht.“

Dagegen schreit diese unsere Gaga-Gesellschaft „Schaut alle her zu mir“ und gleichzeitig „Bloß nicht mich anschauen“. Doppelstandards wohin man schaut. Orientierungslosigkeit total. „Wemma hoid nimma woas, wea Mandal und Waibal is, dann is eh ois z‘spaad.“

Das Phrasenschwein quietscht zum Steinerweichen.

Der meist gebrauchte Zirkelschluss dieser Tage ist: „Russen sind Täter, weil sie böse sind; böse sind sie, weil sie Täter sind“.

Würde man die Fähigkeiten und Kompetenzen der Russen am unbeschreiblich dilettantischen Leipziger Drohnenvorfall messen, dann müsste uns beileibe nicht bange sein. Eine Drohne zu bauen und einzusetzen, bei der der Zünder mal einfach so abfällt, der Sprengstoff in eine Dose drapiert werden muss, in diese Dose dann für die Zünderverbindung ein passendes Loch in den Dosenboden gebohrt werden muss, und die dann von einem beleibten Busfahrer mittels Kung-Fu-Tritt aus der Luft geholt wird, ist kein Beweis für militärische Überlegenheit.

Offenkundig sind diese Untermenschen auch noch so arrogant, dass sie davon ausgehen, mit ganzen 2 Pistolen unsere bunte Wehr zu besiegen. Das meinen alle Oberen bei uns, die nach dem Fund eines obskuren Waffendepots mit eben diesen beiden Ballermännern feindliche „fremde Mächte“ (=die Russen) dahinter sehen, die dann in „hybriden Szenarien“ eine „umstürzlerische Aktion“ gegen „UnsereDemokratie“ durchführen wollen. „Sakrament! De draun si wos, de Russn, hah!“

Dazu hilft, sich an die Erkenntnisse von Stefan Wittlin zu erinnern: „Geheimnisvolle Geheimdienst-Geheimnisse sind meist so sehr geheim, dass der Geheimnisträger selbst zum Geheimnis werden kann.“

Die Wirkungen der Sanktionspakete lagen irgendwo zwischen heißer Luft und dem Umhang des nackten Kaisers.

Der „What-a-fool“, unser Außenministernder, hat zu unterschiedlichen Zeiten und Orten gleich viermal, in Zahlen 4 x, während seines Besuchs in Kieiyjv diktiert, dass die Ukraine den Krieg gegen die bestialischen Russenmonsterhorden gewinnen wird. Hat den eigentlich schon jemand gefragt, warum und wie uns diese besiegten Russen dann angreifen? Nur zur Klärung des Sachverhalts, weshalb die unbedingt nötige Aufrüstung für die Kriegstüchtigkeit bei uns und überhaupt unbedingt nötig ist.

Ziemlich wahrscheinlich würde auch ein Beitritt zur EU der Demografie der Ukraine den endgültigen Todesstoß versetzen. In einer Folge der Ukro-TV-Serie „Diener des Volkes“ (mit dem Schauspieler Selenskij als Titelheld) wurde es schon gezeigt. Der Präsident verkündet, die Europäische Union habe die Visumfreiheit für ukrainische Staatsbürger genehmigt und am nächsten Tag ist er in der Ukraine völlig allein übrig geblieben. Die Leute sind bis auf ihn, den Letzten, ausgereist.

Aber das ist momentan so wahrscheinlich, wie ein geistreicher Ausspruch aus dem Munde eines Bildschirmkopfes oder wie eine Baerbock, dumm wie ein Meter Waldweg, als Uni-Professorin. Äääähh… Letzteres ist nur vollkommen irre, aber wahr. Nicht irre wäre das mit einem Zusammenkommen von Russen und Deutschen, das früher mal bei den Angelsachsen gefürchtet war und der Upperclass den Schlaf raubte. „Vo de Russn leana, hoast gwinna leana, hods beim Ossi scho moi ghoasn.“

„Bundesministerium bereitet sich auf Verteidigungsfall vor.“

Inzwischen dürfte das eh nichts mehr bringen, da das kastrierte heulsusige Regenbogendeutschland nur noch Weltspitze im Durchführen von CSD-Umzügen ist und nicht mehr im qualitativ hochwertigen Tüfteln, Konstruieren, Entwickeln, Erfinden und Denken. Dazu ein paar Querdenker, denen sonst was angedichtet wird.

Stattdessen wird in Deutschland ein Problem nicht mehr gelöst, sondern verwaltet, bis es ein Formular dafür gibt. Das gleicht mehr und mehr den Vogonen. Diese bürokratischen Monster im Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“, sind für die Sprengung der Erde verantwortlich, um Platz für eine Hyperraum-Umgehungsstraße zu schaffen.

Ihr Wesen wird als mies gelaunt, gefühllos und extrem bürokratisch beschrieben. Das Aussehen sei grobschlächtig, mit gräulich-grüner Haut und einer Nase, die über den Augenbrauen sitzt. Sie verfassen die drittschlechteste Poesie (=Amtsdeutsch) im ganzen Universum und lesen das gefangenen Opfern gern als Folter vor.

Inwiefern Sie sich damit als Deutscher gemein machen wollen, ist ihr Bier. Ähnlichkeiten und gewisse Parallelen sind hier rein zufällig und berechtigen nicht zur Strafverfolgung.

Das „Imperium der Lügen“ wird von Leuten beherrscht, die es nach offizieller Lesart eigentlich gar nicht gibt.

Die Führungsriegen-Darsteller eint eine altbekannte Eigenschaft. Die besonders erfolgreich optimierte Risikovermeidung. Präziser: Die Feigheit.

Dazu kommen noch einige weitere gemeinsame bösartige Eigenschaften, die mit dem Begriff der „Dunklen Triade“ die drei negativen Persönlichkeitsmerkmale Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie zusammenfasst.

In „UnsererDemokratie“ kommuniziert die vorgebliche Herrschaft mit den Untertanen auf die gleiche Art, die sie selbst auszeichnet: unzurechnungsfähig, unmündig und regelrecht geistig behindert. Die Lautsprecher in „UnsererDemokratie“ sind der lebende Beweis dafür, dass man auch ohne Verstand leben kann. „Manche sogoa in Saus und Braus…“

Es schadet nicht zu bedenken, dass der breiten Bevölkerung das Reservoir an Werten durch „(Ver-)Bildung“, Propaganda (Filme, TV, Medien, etc.), „GONGOs“ und Politik vorgegeben wird. Die Leute übernehmen das dann und liefern die moralischen Nährstoffe für das gesellschaftliche Klima, sprich den Zeitgeist. So ist das mit der Nichtbeachtung der „Würde“ aus dem Grundgesetz dem Faktum geschuldet, dass man seine Würde ja nicht verlieren kann, wenn man noch nie selbige besessen bzw. würdelos einfach so dahingelebt hat.

Orwell ist jetzt.

Auch wenn sich die „Eliten“ den herausfordernden Problembergen durch Etablierung einer orwell’schen Diktatur zu entziehen versuchen, so werden die Folgen umso

unkontrollierbarer und drastischer sein. Wie hieß der doch gleich, der so hoch gestiegen ist, dass er gegen die Sonne prallte und ins Bodenlose fiel? Rothschild? Ach, Ikarus…

Dass sich diese Kabale auch kabbelt (is scho recht… Wortwitze schlecht gemacht…), sollte nicht überraschen. Doch wer ist der Stärkste, Größte und kann am (hat den?) Längsten? Es ist ein kleiner Club von Leuten, die über das „Imperium der Lügen“ bestimmen, die es kontrollieren und dirigieren. „Unnütze Esser“ gehören da nicht dazu. Das Volk sieht nichts und weiß nichts. Skandal! Hah!

Es wäre interessant zu erfahren, ob zum Beispiel ein Peter Thiel auch etwas machen kann, was bspw. dem Rockefeller-Clan missfällt bzw. überhaupt nicht in dessen Kram passt. Ist es denn denkbar, dass irgendwas von irgendwem im „Imperium der Lügen“ entgegen dem Willen dieser leitenden Clubgrößen geschieht? Also, wie weit reicht die Macht der wahren Deepies?

Der nicht ganz unbekannte Michael Hudson, Finanzanalyst und Berater an der Wall Street, meint, an die Stelle des bisher als Zivilisationskonflikt verstandenen militärischen Konflikts trete ein Konflikt der Wirtschaftssysteme. Einerseits das Gläubiger- und finanzialisierte Modell des „Imperium der Lügen“ versus ein industrielles kapitalistisches oder sozialistisches Modell nach chinesischem und asiatischem Vorbild. Das ist die eigentliche Auseinandersetzung, vor der die Welt stehe.

Der „große Vorsitzende“ Mao schrieb, dass „Politik Krieg ohne Blutvergießen ist, während Krieg Politik mit Blutvergießen ist.“

Das Amish-Modell wird die Zukunft sein. Der Rest wird mit der Erosion all dessen konfrontiert, was sie für dauerhaft gehalten haben.

Dann werden die Epigonen des Barons von Münchhausen zu Wahrheitsfanatikern mutieren. Der ganz normale Wahnsinn wird sich in totalem Wahnsinn auflösen, und umgekehrt. Egal ob es dem Einzelnen schlecht geht, obwohl es den Börsenkursen doch so gut geht. Tja, in der Verzweiflung kann man sich die Arroganz nicht mehr leisten.

Deshalb die Hausaufgabe für ausnahmslos alle: Erkläre einem Deppen, dass er ein Depp ist! Wer die Aufgabe nicht versteht, muss mit seinem Spiegelbild sprechen…

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Der Artikel erschien zuerst unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/gschichtn-ausm-nachbargartn-folge-62/

Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit.

Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Spendenkonto:

Uwe Froschauer

IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40

BIC: SSKMDEMMXXX

Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.

Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

„Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik“

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.

Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

Kategorien
Blog Beiträge

“Ohne Migration wäre unser Land am Ende” – ach, tatsächlich?

1. September 2026, von Albrecht Künstle

Im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt werden die Kartellparteien und Einheitsmedien nicht müde zu betonen, dass ohne Ausländer unser Land untergehe. Es brauche Wachstum, tönt es von allen Seiten – Was zwar nicht falsch ist, aber nicht in der simplifizierenden Sichtweise, die Zuwanderung in diesem Zusammenhang rein quantitativ und nicht qualitativ betrachtet. Die Gazetten titeln seit Jahren pausenlos „Ohne Ausländer kein Wachstum“ (wie die “Badische Zeitung” am 4. August); auch regierungsnahe Forschungseinrichtungen wie das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) verkünden: „Ausländische Beschäftigte tragen mittelbar zum wirtschaftlichen Erfolg bei“.

Wenn das so ist, fragt man sich allerdings, wieso nicht nur die öffentlichen Kassen – vor allem der Kommunen – trotz Rekordeinnahmen seit 2015 chronisch pleite sind, sondern wo dieser angebliche Erfolg messbar wird. Schon damit kann man der ganzen anhaltenden Pro-“Fachkräfte”-Kampagne wirksam begegnen. Und schließlich hatten wir ja in den letzten zehn Jahren eine massive Zuwanderung von rund 17 Millionen Ausländern, neben einigen deutschen Rückkehrern.

Nach Abzug der Auswanderung von immerhin 11 Millionen im selben Zeitraum – und mehr Sterbefällen als Geburten – verblieb in der Migrationsbilanz dabei eine Bevölkerungszunahme von rund vier Millionen gleich fünf Prozent. Diese Millionen mehr Menschen generieren einen entsprechenden Bedarf und dadurch wirtschaftliche Nachfrage; trotzdem nahm die Wirtschaftsleistung (das Bruttoinlandsprodukt) vor 2020 nur um ein Prozent pro Jahr zu, und seit 2020 dann überhaupt nicht mehr. Wir haben den größten Zuwachs an Ausländern in Europa, aber das geringste Wirtschaftswachstum. Deshalb drängt sich die Frage auf, inwiefern mehr Ausländer unserer Wirtschaft wirklich gut getan haben sollen; der „Wirtschaftlichkeit“ der Wirtschaft vielleicht schon – aber kaum der unseres Landes…

Deutlich geringere Produktivität

Als Erklärungen für das scheinbare Paradoxon seien nachfolgend einmal die Quoten der Erwerbstätigkeit und die Produktivitätsproblematik beleuchtet. Die Erwerbstätigenquote von Ausländern hat sich zwar nach den vielen Leerjahren und Lehrjahren auf rund zwei Drittel der Erwerbsfähigen verbessert, was aber den vielen ukrainischen Flüchtlingen zu verdanken sein dürfte, die besser ausgebildet sind. Sie beträgt über 77 Prozent. Die Beschäftigungsquote hat sich auch wegen des Frauenanteils erhöht (in bestimmten Ausländerkreisen ist der Begriff übrigens nicht von ungefähr ein Fremdwort!); in dieser höheren Quote sind jedoch vor allem die Zugewanderten enthalten. Ohne diese sind fast 80 Prozent der Einheimischen erwerbstätig – nicht nur zwei Drittel. Und außerdem leisten Zugewanderte im Durchschnitt in ihren Jobs weniger Arbeitsstunden und sind zumindest in den ersten Jahren deutlich weniger produktiv.

Unterm Strich bringen Zugewanderte nur etwas mehr als die Hälfte ihres Potenzials in unsere Wirtschaft ein, erarbeiten also ihren eigenen Lebensunterhalt; rund ein Sechstel ihrer Erwerbsfähigen lebt nicht für die Wirtschaft, sondern von der Wirtschaft. Sie müssen also von der Allgemeinheit unterhalten werden – sprich: von uns. Doch tun jene von ihnen, die gottlob arbeiten, dies mit der gleichen Effektivität? Der Fachbegriff dafür ist die Produktivität, die nach jener pro Erwerbstätigem und nach Stundenproduktivität unterschieden wird. Eine Unterscheidung Ausländer/Einheimische gibt es bei der Ermittlung der – wohl aus ideologisch begründetem Desinteresse – bezeichnenderweise Produktivität nicht, aber es ist festzustellen, dass die Produktivität umso mehr abnahm, je mehr Zugewanderte tätig wurden. Die Produktivität reicht schlicht nicht mehr aus: “Deutschlands Wohlstand ist so nicht zu halten” , stellt das IW fest – eine Binsenweisheit. Die Hintergründe des Problems sind in diesem Papier gut zusammengefasst. Aber von der These „Ausländische Beschäftigte tragen mittelbar zum wirtschaftlichen Erfolg bei“ ist darin keine Rede. Welche These des IW stimmt nun?

Fragwürdige Manifestationen von “Wachstum“

Klar ist: Ohne Ausländer läuft in bestimmten Branchen nicht mehr viel, beispielsweise beim Streetfood (etwa Döner) oder der Gastronomie. Ausländische Inhaber von Geschäften dieser Branchen wurden jetzt vor der Wahl in Sachsen-Anhalt aufgerufen, einen Tag zu schließen, um zu zeigen, dass ohne sie nichts mehr geht. Da ist zwar etwas dran, ebenso auf dem Bau, in der Logistik, bei der Müllabfuhr und Straßenreinigung – aber abgesehen davon, dass die AfD diese ja produktiven und legalisierten Migranten entgegen permanenter Medienbehauptungen überhaupt nicht abschieben will, sondern nur Illegale und Straffällige, stellt sich doch die Frage: Wo sonst noch? Wer beispielsweise den Gesundheitsbereich bemüht, muss einräumen, dass die dort tätigen ausländischen Mediziner und Pflegekräfte nicht nur unsereins versorgen, sondern auch deren eigene Landsleute. Als ich im Krankenhaus lag, sah ich an über der Hälfe der Zimmertüren ausländische Namen.

Wenigstens eines stimmt am Mantra „Ohne Ausländer kein Wachstum“ – aber völlig anders als propagiert: Ohne so viele Migranten gäbe es kein “Wachstum” der Wohnungsnot, der öffentlichen Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden, der Integrations- und Bildungsprobleme an unseren Schulen, des Verkehrs auf unseren Straßen, der explodierenden Gewaltkriminalität und vor allem des Messer-Missbrauchs, der Terrorgefahr und allgemein empfundenen Unsicherheit auf Festen, der überbordenden Wartezimmer von Arztpraxen und Notaufnahmen oder der benötigten Gefängniskapazitäten. Diese Formen von “Wachstum” sind jedoch getrost verzichtbar. Was wir eher brauchen, ist Wirtschaftswachstum!

Minimalvoraussetzung: Für sich selbst und seinesgleichen sorgen!

Der gemeinsame Nenner zwischen Befürwortern und Gegnern von weiterer Zuwanderung könnte in der Konsequenz lauten: Zuwanderung ja – aber erstens nur nach Bedarf und Eignung ausgewählter Migranten, und zweitens nur so viele, wie es wirklich braucht – alleine schon, damit die Neuankömmlinge die schon vor ihnen Zugewanderten, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst erarbeiten, wenigstens mitversorgen können (wie gesagt: etwa ein Sechstel von ihnen).

Will sagen: Jene, die bislang nicht berufstätig sind, sollten zunächst einmal durch ihre nachgezogenen Familienmitglieder oder Landsleute ausgehalten werden (aus welchen Gründen auch immer sie bislang nicht selbst arbeiten – sei es wegen mangelnder Sprache, kultureller Eigenheiten oder schlicht wegen bevorzugter Nutzung der sozialen Hängematte, wobei sie das soziale Netz nicht ausnutzen, sondern es lediglich im Rahmen idiotischer gesetzlicher Missbrauchsmöglichkeiten gebrauchen, die ihnen von unzähligen NGOs und “Beratungsstellen” regelrecht aufgedrängt werden). Zumindest müssen die hier neu Aufgenommenen selbst bereit und in der Lage sein, in vollem Umfang für den eigenen Lebensunterhalt und den ihrer Familien sorgen zu können – ansonsten ist es mit dem Aufenthalt in Deutschland vorbei.

Und nun die Preisfrage: Welche der in Sachsen-Anhalt und anderswo zur Wahl stehenden Parteien können sich einem solchen Konsens anschließen?

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

Dieser Artikel ist mit „KI“, mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/ohne-migration-waere-unser-land-am-ende-ach-tatsaechlich/ erschienen.

Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit.

Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Spendenkonto:

Uwe Froschauer

IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40

BIC: SSKMDEMMXXX

Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.

Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

„Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik“

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.

Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.