Der Satz klingt wie eine geografische Binsenweisheit. Doch er beschreibt zunehmend mehr als nur den Lauf der Sonne. Er steht sinnbildlich für eine weltpolitische und gesellschaftliche Verschiebung: Während große Teile des Ostens wirtschaftlich, technologisch und demografisch an Dynamik gewinnen, wirkt der Westen ideologisch verhärtet, wirtschaftlich erschöpft und gesellschaftlich orientierungslos.
Aufstieg des Ostens: Pragmatismus statt Moralpredigt
China, Indien, Russland und weitere asiatische Staaten verfolgen in zentralen Fragen eine Politik des materiellen Ausbaus: Infrastruktur, Energieversorgung, industrielle Kapazitäten und technologische Souveränität. China baut Häfen, Hochgeschwindigkeitsstrecken und Produktionsketten. Indien investiert massiv in Digitalisierung und Industrie. Russland orientiert sich – trotz Sanktionen – neu in Richtung Asien, Afrika und den globalen Süden.
Gemeinsam ist diesen Ländern ein nüchterner Ansatz: Wirtschaft vor Ideologie, Stabilität vor Symbolpolitik. Politische Systeme des Ostens mögen kritikwürdig sein – doch sie orientieren sich sichtbar an realen Macht- und Produktionsverhältnissen. Der Fokus liegt auf Versorgungssicherheit, Energie, Rohstoffen und eigener Wertschöpfung. Europa sollte mit diesen pragmatisch operierenden Ländern stärker zusammenarbeiten. Eine von transatlantischen Politmarionetten befürchtete politische Systemangleichung ist für eine verstärkte wirtschaftliche und gegebenenfalls auch militärische Kooperation Europas mit dem Osten nicht zwingend notwendig. Kooperation muss nicht Gleichschaltung bedeuten. Staaten können unterschiedliche politische Modelle haben und dennoch auf Basis gegenseitiger Interessen zusammenarbeiten. Stellen Sie sich mal Folgendes vor, werte Leserinnen und Leser, insbesondere die bevölkerungsstarken Länder Indien und China als Absatzmärkte, die Rohstoffe und die Sicherheitsarchitektur Russlands und die nach wie vor technische Brillanz europäischer Länder würden zusammenspielen und sich gleichzeitig unabhängig machen vom Druck- und Erpressungsmittel der Währung Dollar: die imperialistischen USA würden geopolitischen nicht mehr die erste Geige spielen. Europa würde sich emanzipieren. Zukunftsmusik – ich weiß – aber man wird ja noch träumen dürfen, und manche Träume wurden auch schon realisiert, nicht wahr? Mit dem momentan eher als unterdurchschnittlich begabt zu bezeichnenden westeuropäischen politischen Personal ist das natürlich nicht zu machen. Wenn Sie mehr zu der Möglichkeit eines starken Eurasiens wissen wollen: Hier der Link zu einem kürzlich erschienenen Artikel von mir: https://wassersaege.com/blogbeitraege/meg-make-eurasia-greater/
Gerade für Deutschland wäre eine solche neue außenpolitische Nüchternheit von strategischer Bedeutung. Statt sich dauerhaft in ein Abhängigkeitsverhältnis zu begeben, in dem Entscheidungen in Washington getroffen und die Kosten in Europa getragen werden, wäre eine eigenständigere Orientierung geboten. Der Eindruck drängt sich auf, dass Deutschland häufig Rechnungen für geopolitische Strategien bezahlt, die andernorts entworfen wurden.
So entsteht das Bild eines Landes, das nicht als gleichberechtigter Akteur handelt, sondern als zentraler Spielball amerikanischer Interessen in Europa fungiert – wirtschaftlich, militärisch und energiepolitisch. Eine solche Rolle schwächt nicht nur die eigene Souveränität, sondern untergräbt auch die Fähigkeit, langfristig stabile Beziehungen sowohl nach Westen als auch nach Osten aufzubauen.
Der Westen: Moralische Überhöhung bei wachsender Realitätsschere
Demgegenüber präsentiert sich der sogenannte – andernorts belächelte – Wertewesten zunehmend als moralischer Richter der Welt – bei gleichzeitigem Verlust an wirtschaftlicher Substanz. Deindustrialisierung, Energieverteuerung, demografischer Einbruch und steigende soziale Spannungen prägen viele westliche Gesellschaften.
Besonders deutlich tritt dieser Widerspruch in der Klimapolitik zutage: Parteien und Bewegungen, die sich selbst als ökologisches Gewissen der Gesellschaft verstehen, akzeptieren oder rechtfertigen zugleich militärische Eskalation. Dabei zählt Krieg zu den größten Umweltzerstörern – durch tonnenweise Sprengstoffe, großflächige Brände, die Verseuchung von Böden und Gewässern sowie einen extremen Ressourcenverbrauch. Ex-Bundesaußenministerin Baerbock sprach in ihrer Amtszeit wiederholt von Deutschland als „Partei des Friedens“, betonte jedoch gleichzeitig, dass „schwere Waffen“ für die Ukraine geliefert werden müssten und Deutschland „so lange unterstützt, wie es nötig ist“. Diese Haltung steht eindeutig in einem Spannungsverhältnis zur ökologischen Identität ihrer Partei. Die Grünen haben in ihrer Zeit als Koalitionspartner in der Ampel ihre doppelmoralische Gesinnung mehr als ein Mal zum Ausdruck gebracht. Einmal abgesehen von ihrer bellizistischen Gesinnung hat die ehemalige Doppelspitze der Grünen – Annalena Baerbock und Robert Habeck – federführend mitgeholfen, Deutschland an den Rand des wirtschaftlichen Ruins zu bringen. Volkswirtschaftsprofessor Dr. Christian Kreis schrieb in einem Meinungsbeitrag: „Manchmal scheint es mir so als wenn unsere beiden grünen Minister Habeck und Baerbock gewissermaßen wie Auftragskiller der deutschen Industrie handeln würden.“
Trotz der „ökologischen“ Ideologie der Grünen und auch anderer den Begriff Ökologie missbrauchenden Parteien wird Aufrüstung politisch als „notwendig“ etikettiert, während gleichzeitig Autofahrer, Hausbesitzer und Landwirte moralisch diszipliniert und finanziell belastet werden. So entsteht ein paradoxes Bild: Die ökologische Verantwortung wird auf den Einzelnen abgewälzt, während staatlich organisierte Zerstörung ökologisch ausgeblendet bleibt.
Hier zeigt sich ein Kernproblem deutscher und auch europäischer Politik: Ideologie steht vor Realität. Politische Narrative ersetzen nüchterne Kosten-Nutzen-Analysen. Komplexe Probleme werden moralisch vereinfacht – wer widerspricht, gilt nicht als Kritiker, sondern als Gegner. Die USA sind gerade dabei, innenpolitisch dieses Problem zu lösen, indem sie unter der republikanischen Führung beispielsweise dem Klimaschwindel oder dem woken Genderschwachsinn die rote Karte zeigen. Außenpolitisch ist ihre bellizistische Hybris die gleiche geblieben wie die Geschehnisse im Iran, Venezuela, Kuba und Grönland zeigen. Es wird Zeit, dass die Weltgemeinschaft den USA ihre außenpolitische Grenze aufzeigt.
Europa als Spiegel dieser Entwicklung
Diese Ost-West-Spaltung zeigt sich nicht nur global, sondern auch innerhalb Europas. Während viele osteuropäische Staaten stärker auf nationale Souveränität, industrielle Substanz und soziale Stabilität setzen, verfolgt Westeuropa zunehmend eine Politik der Entgrenzung, Umverteilung und normativen Überhöhung.
Besonders deutlich wird dieser Unterschied am Verhalten Ungarns und der Slowakei. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán verweigerte sowohl weitere militärische Eskalationsschritte als auch zusätzliche Finanzpakete für die Ukraine und erklärte wiederholt:
„Dieser Krieg hat keine militärische Lösung. Er kann nur durch Verhandlungen beendet werden.“
Orbán betonte zudem, dass die Sanktionspolitik der EU vor allem Europa selbst schade und forderte, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland wieder aufzunehmen, statt sie dauerhaft zu zerstören:
„Die Sanktionen haben Europa mehr geschadet als Russland.“
Ähnlich positioniert sich der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, der Waffenlieferungen ablehnt und erklärte:
„Ich werde keine Waffen in die Ukraine schicken. Wir müssen sofort Friedensverhandlungen beginnen.“
Fico kritisierte ausdrücklich die Logik permanenter Eskalation und forderte, Russland wieder diplomatisch einzubinden, da ein dauerhaft feindseliges Verhältnis ökonomisch wie sicherheitspolitisch für Europa selbstzerstörerisch sei. Beide Politiker stehen damit für eine weniger bellizistische, stärker interessengeleitete Politik – im Gegensatz zu vielen westeuropäischen Regierungen, die militärische Unterstützung als moralische Pflicht formulieren und ökonomische Folgeschäden ausblenden. BlackRock und Rheinmetall freuen sich.
Hier zeigt sich: Während Westeuropa zunehmend moralisch argumentiert, handeln Teile Osteuropas strategisch – mit Blick auf Energiepreise, Industrie und soziale Stabilität.
Auch innerhalb Deutschlands lässt sich diese Linie erkennen. Die ostdeutschen Bundesländer zeigen deutlich größere Skepsis gegenüber militärischer Eskalation, migrationspolitischen Utopien und ökonomisch selbstschädlichen Energieexperimenten. Ihre Bevölkerung hat massive Transformationsbrüche erlebt – den Zusammenbruch eines Systems, Deindustrialisierung und soziale Verwerfungen. Dadurch misst sie Politik stärker an praktischen Ergebnissen als an moralischen Erzählungen.
Diese realitätsnähere Haltung zeigte sich bereits in der Corona-Zeit: In Ostdeutschland wuchs früher und stärker das Misstrauen gegenüber pauschalen Lockdowns, autoritären Maßnahmen und medialer Gleichförmigkeit. Während im Westen lange der moralische Imperativ „Solidarität durch Gehorsam“ dominierte, stellten viele Ostdeutsche schneller die Frage nach Verhältnismäßigkeit, Datenlage und Folgeschäden.
Daraus ergibt sich bis heute ein kultureller Unterschied: Ostdeutschland ist stärker bodenständig, erfahrungsbasiert und misstrauisch gegenüber ideologischen Versprechen. Westdeutschland hingegen folgt häufiger einem akademisch-moralischen Politikstil, in dem Haltung über Wirkungsanalyse gestellt wird.
Man könnte zugespitzt sagen: Der Osten fragt: Was bringt es? Der Westen fragt: Wie klingt es?
Diese Differenz erklärt, warum ostdeutsche Länder heute vielfach kritischer auf Aufrüstung, Energiepolitik und Migrationsdogmen blicken – nicht aus Ideologie, sondern aus Erfahrung
Wirtschaftliche Verschiebungen und ideologische Verhärtung
Ein Blick auf Produktionszahlen, Energiepreise und Schuldenquoten zeigt ein immer klareres Bild:
– Asien wächst. – Europa stagniert. – Der Westen verschuldet sich. – Der Osten investiert.
China ist in den vergangenen zwanzig Jahren von rund 1,2 Billionen US-Dollar Wirtschaftsleistung auf über 19 Billionen US-Dollar gewachsen, Indien verzeichnet seit Jahren Wachstumsraten zwischen fünf und acht Prozent. Demgegenüber liegen große Teile Europas und auch die USA häufig nur noch bei rund zwei Prozent realem BIP-Wachstum oder darunter. Deutschland bewegte sich zuletzt zeitweise nahe der Null-Linie.
Die jahrzehntelange Verlagerung von Produktion und Wertschöpfung in billigere Weltregionen hat viele westliche Volkswirtschaften deindustrialisiert und ihre Lieferketten hochgradig verwundbar gemacht. Energieintensive Industrien wandern ab, während Energiepreise steigen und staatliche Schulden neue Rekordstände erreichen. In den USA übersteigt die Staatsverschuldung inzwischen 38 Billionen Dollar – was einer Verschuldung von 113.000 Dollar pro Person entspricht, in vielen EU-Ländern wächst sie ebenfalls schneller als die reale Wirtschaftsleistung.
Parallel dazu verlagern sich die globalen Handelsströme. Neue Finanzarchitekturen entstehen außerhalb westlicher Kontrolle, etwa durch wachsende Handelsabkommen in Asien, regionale Währungskooperationen und Rohstoffpartnerschaften zwischen China, Russland, Indien, Afrika und dem Nahen Osten. Öl, Gas, seltene Erden und Metalle werden zunehmend in Washington oder Brüssel politisch moderiert, und in Peking, Neu-Delhi oder Moskau vertraglich abgesichert.
Der Westen verliert damit nicht nur wirtschaftlich an Gewicht, sondern auch kulturell: Seine moralischen Erzählungen überzeugen außerhalb der eigenen politischen Blase immer weniger. Während im Osten Fabriken, Bahnlinien, Kraftwerke und Häfen gebaut werden, beschäftigt sich der Westen in wachsendem Maße mit symbolischen Selbstvergewisserungen.
Im Westen dominiert vielfach ein ideologisch aufgeladener Diskurs, der politischen Symbolismus über pragmatische Problemlösung stellt – sei es in der Klimapolitik, in Migrationsdebatten oder in der Außenpolitik. Politische Entscheidungen orientieren sich zunehmend an normativen Leitbildern statt an materiellen Rahmenbedingungen. Kritiker – wie ich – sprechen von einem unübersehbaren wachsenden Realitätsverlust politischer Steuerung, wenn Zielvorgaben formuliert werden, ohne deren physische, ökonomische oder soziale Umsetzbarkeit ernsthaft zu prüfen. Traumtänzerei eben.
In Europa werden Debatten über Begriffe wie „Dekolonisation des Curriculums“ – kritische Hinterfragung kolonialer Perspektiven und damit verbundene Pluralisierung der Lerninhalte – oder „toxische Männlichkeit“ – Kritik an schädlichen, übersteigerten Männlichkeitsnormen – geführt, die häufig größere mediale Aufmerksamkeit erhalten als Fragen der Energieversorgung, der industriellen Substanz oder der Infrastruktur. Gleichzeitig halten viele Regierungen an symbolischen Klimazielen fest, ohne tragfähige Strategien für deren Umsetzung unter Bedingungen steigender Energiepreise und internationaler Konkurrenz zu liefern.
So entsteht eine strukturelle Diskrepanz: Während der Osten wirtschaftliche Realität organisiert, verwaltet der Westen zunehmend moralische Narrative. Der Osten handelt interessengeleitet, der Westen argumentiert wertegeleitet – oft ohne materielle Grundlage. Politische Zielsetzungen werden nicht mehr primär an empirischen Wirkungen gemessen, sondern an ihrer ideologischen Stimmigkeit. Das ist das klassische Merkmal einer Gesinnungspolitik, die Realpolitik ersetzt – mit der Folge, dass wirtschaftliche Schwäche, soziale Spannungen und geopolitischer Bedeutungsverlust nicht korrigiert, sondern rhetorisch überdeckt werden. Wenn Politik sich primär als moralische Selbstbestätigung versteht, verliert sie ihre Fähigkeit zur Gestaltung. Die Folgen sind Vertrauensverlust, Polarisierung und politischer Zynismus.
Fazit
Im Osten geht die Sonne auf – nicht weil dort alles besser wäre, sondern weil dort Entscheidungen stärker an Macht, Produktion und Ressourcen orientiert sind. Im Westen geht sie unter – nicht wegen fehlender Werte, sondern wegen eines Übermaßes an Moral ohne ökonomische Basis.
Die Zukunft gehört nicht automatisch dem Osten. Aber sie gehört sicher nicht einem Westen, der lieber recht haben will als handlungsfähig zu bleiben.
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Zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
– Einen Aufenthalt überlebt man Dank ärztlicher Kunst
– Doch die Ablauforganisation macht einen halb krank
Wegen einer kleinen Operation musste ich ins Krankenhaus. Wenige Tage zuvor waren die Voruntersuchungen fällig. Doch anscheinend wurden alle Patienten zur gleichen Zeit einbestellt, – denn ich fand mich bei der Anmeldung in einer kleinen Schlange wieder. Was verwunderte: Die elektronische Patientenakte ist in diesem Krankenhaus wohl noch ein Fremdwort; jedenfalls würde sie noch nicht funktionieren, wie mir gesagt wurde – über ein Jahr nach ihrer Einführung. Es waren drei Abteilungen aufzusuchen, die Hälfte der Fragen zu persönlichen und gesundheitlichen Angaben wurden mehrfach gestellt, weil die Abteilungen untereinander noch nicht einmal miteinander verknüpft sind – 50 Jahre nach Einführung des Computers in der Verwaltung.
Am Tag der Operation musste ich um 6:30 Uhr „antanzen“. Doch die Türen der Station öffneten sich erst um 7:25 Uhr. Gibt es etwa schon frühmorgens unerklärliche Verzögerungen, so wie bei der Bahn? Die OP sollte dann 11:30 Uhr stattfinden. Zuvor wurde ich vom operierenden Chirurgen auf dem Patientenzimmer aufgesucht und es wurden Einzelheiten besprochen. Nach über drei Stunden Wartezeit war ich dann endlich dran – allerdings bei einem anderen Chirurgen, dem ich in aller Kürze zusammengefasst alles noch einmal alles sagen wollte, was ich seinen Vorgängern berichtet hatte, aber die Narkose hat das abgekürzt. Zum Glück verstand jedoch auch dieser Chirurg sein Handwerk, die OP verlief gut.
Warten auf Godot
Meine eigenen, regelmäßig einzunehmenden Medikamente sollte ich nicht mehr einnehmen, sondern nur die von der Krankenhaus-Apotheke gerichteten. Deshalb hoffte ich, ein nach der OP vorübergehend zu tragendes Hilfsmittel schon im Krankenhaus gestellt zu bekommen. Das war jedoch nicht der Fall. Gott sei Dank hatte ich vorgesorgt und dieses selbst mitgebracht. Auf einem anderen Gebiet war die Klinik dann wiederum recht großzügig: Weil ich wegen der Narkosedosis mitteilte, dass ich ein Weingenießer sei, bekam ich Weinschorle angeboten – was ich jedoch dankend ablehnte. Anscheinend ist man recht schnell als Alkoholiker abgestempelt… Wasser reichte mir, doch dieses in ein Glas einzuschenken, war aus den fehlkonstruierten Kännchen nicht möglich, ohne einen „Wasserschaden“ auf dem Nachttisch und dem Boden anzurichten. Wie man als Einkäufer solche Kännchen bestellen kann, ohne für die Fehlentscheidung haftbar gemacht zu werden?
Am Tag darauf sollte noch eine andere Untersuchung durchgeführt werden. Der Stationsarzt wollte mich bei der Sonographie anmelden, ich solle warten und würde gerufen. Nach über zwei Stunden Wartezeit begab ich mich dann selbst zur Abteilung, aber diese hatte mich noch gar nicht auf dem Schirm. Man habe vergessen, mich anzumelden, aber ohne Auftrag ging nichts. Also wieder zurück auf die Station und dort gefragt, ob jemand anders gnädigerweise den Auftrag erteilen kann, weil der Chef gerade operierte. Es fand sich schließlich ein Stationsarzt dazu bereit – und nach drei Stunden fand die Untersuchung dann endlich statt, Dauer: keine fünf Minuten. Der elektronische Befund sollte in spätestens zehn Minuten auf meiner Station sein, daraus wurde dann eine halbe Stunde, bis er endlich auf dem Bildschirm gefunden wurde. Geschenkt.
Betriebe der freien Wirtschaft wären schon pleite
Meine Entlassung verzögerte sich natürlich um diese drei Stunden – zum Ärgernis dessen, der mich abholen sollte. Zwar wurde mir der Entlassbrief ausgehändigt, aber am Ausgang fiel mir ein, dass mir eigentlich gesagt worden war, man würde mir noch Medikamente mitgeben. Die hatte mir aber keiner gegeben. Also zurück auf die Station – und die Suche dort begann von neuem. Die postoperativen Medikamente fanden sich schließlich in einem Oberschrank, unter zig anderen vorgerichteten Medikamenten. Eine systematische Suche war der Dame in Weiß nicht möglich – weil die Boxen intelligenterweise nicht gekennzeichnet waren.
Bleibt als Fazit: Die Ärzte verstehen ihr Geschäft, soweit ich das beurteilen kann, auch die Sprachverständigung bei nichtdeutschen Medizinern in der Klinik untereinander und mit den Patienten funktioniert hier passabel – aber dafür ist die Ablauforganisation chaotisch. Früher wäre so etwas in Deutschland unvorstellbar gewesen. Ist das nur in diesem Krankenhaus so? Ich weiß es nicht, aber habe die Vermutung, dass das kein Einzelfall war. Würden jedenfalls Betriebe so arbeiten, wären sie wohl längst pleite. Hier verhindert das die Krankenhausfinanzierung…
Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
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Wir leben seit einigen Jahrtausenden in einer Plutokratie, in einer Gesellschafts- beziehungsweise Staatsform, in der die Besitzenden die politische Herrschaft ausüben. Geld regiert die Welt. Um dieses System am Leben zu halten, stehen die Reichen heutzutage nicht selbst an der Front wie einst Kaiser und Könige. Zur Erfüllung dieser Aufgabe benutzen sie ihre Marionetten: die Politiker, Medien und Wissenschaftler. Die Geldeliten ziehen die Fäden im Hintergrund.
Die Aufgabe der Politiker in diesem „Spiel“ ist es, die Privilegien und das Vermögen der Besitzenden durch entsprechende Gesetze, Rechtsprechung und Maßnahmen abzusichern und möglichst zu erweitern.
Den Medien kommt in diesem System insbesondere die Aufgabe zu, die Massen durch Manipulationstechniken wie Angstverbreitung, Verdummung und Wiederholung in die von den Geldeliten gewünschte Richtung zu dirigieren. Meinungspluralismus, freie Meinungsbildung und so etwas wie Wahrheit – oder gar der Mensch – interessieren hierbei weniger. Der eliteorientierte Zweck heiligt die menschenverachtenden Mittel. Der im Fokus der euphorischen Periode der „Aufklärung“ gestandene Humanismus wird begraben.
Die Funktion der Wissenschaftler in diesem mafiös vernetzten System des „Werte-Westens“ besteht darin, zum Teil vorgefertigte Entscheidungen wissenschaftlich mit Argumenten und „Beweisen“ zu untermauern – wie wir es in Coronazeiten hautnah miterleben durften. Stilblüten dieser „wissenschaftlichen“ Ergebnisse waren beispielshalber das Oxymoron „Pandemie der Ungeimpften“, oder Übersterblichkeiten aufgrund von klimawandelbedingten Hitzetoten und andere lächerliche, armselige Gründe für die überdurchschnittlich hohe Sterberate. Der wahrscheinlichste Grund für die hohe Übersterblichkeit seit der Impfung – die Impfung – darf von den Wissenschaftlern nicht einmal in den Mund genommen, geschweige denn zu Papier gebracht und veröffentlicht werden, sonst war es das mit den Forschungsgeldern für das Institut und/oder dem Job des Wissenschaftlers. Die Seriosität von Studien hängt laut meinen Recherchen meistens davon ab, wer diese Studie oder das forschende Institut finanziert. Die Spur des Geldes führt meist zu den Macht- und Besitzeliten.
Diese Artikelserie beschäftigt sich mit bewusst verbreiteten Unwahrheiten zur Aufrechterhaltung von Narrativen, sei es nun zum Thema Corona, Ukrainekonflikt, Klimawandel oder angeblich notwendigen Kontrollmechanismen.
Wir leben in Zeiten der Halbwahrheiten. Meist wird weder massiv gelogen noch die „reine“ Wahrheit gesprochen.
Demagogen wissen über die verwirrende Wirkung von Halbwahrheiten bei ihren Empfängern. Wenn Menschen mit Halbwahrheiten überhäuft werden, können sie nicht mehr zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden. Aus zwei Halbwahrheiten wird schnell eine Dreiviertel-Lüge oder eine Viertel-Wahrheit. Politiker und deren Opponenten nutzen dieses perfide Mittel, um die Bevölkerung im Dämmerschlaf zu halten.
Halbwahrheiten und Lügen treffen auf ein fruchtbares Umfeld, zumal die systematische, gesteuerte Desorientierung der Bevölkerung in einem erschreckenden Ausmaß zunimmt. Gekaufte Wissenschaftler und Medien unterstützen diese von Eliten und Regierungen verbreiteten Halbwahrheiten – manchmal auch glatte Lügen – mit voller Kraft.
Behauptungen, die dem Eliten- und Regierungsnarrativ widersprechen – vornehmlich nicht-regierungskonforme Behauptungen mit Wahrheitsgehalt –, dürfen die eierlosen Journalisten der „Qualitätsmedien“ nicht aufstellen, selbst wenn es ihrer persönlichen Überzeugung entspräche. Sie würden sonst von ihren elitengesteuerten Arbeitgebern plattgemacht oder gefeuert werden.
Teil 1: Indizien für eine „Coronaplandemie“
Die Coronapandemie war geplant. Die zeitliche Reihenfolge diverser Ereignisse spricht in meinen Augen eindeutig für eine „Plandemie“.
Nachfolgend soll anhand verschiedener, zeitlich dicht folgender Ereignisse dargelegt werden, warum es sich bei der Coronakrise wohl kaum um einen „Zufall“ gehandelt haben dürfte.
Der globale Impfgipfel 2019
Am 12. September 2019, nur zwei Monate vor dem weltweiten Ausbruch von COVID-19, trafen sich in Brüssel hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum ersten sogenannten Global Vaccination Summit. Angebliches Ziel dieser Veranstaltung war es, die weltweite Impfpolitik neu zu justieren und einen gemeinsamen politischen Rahmen zu schaffen, um durch Impfungen vermeidbare Krankheiten effektiver zu bekämpfen. Im Zentrum stand dabei nicht nur die medizinische, sondern auch die gesellschaftliche Dimension von Immunisierung.
Letztlich sollten sich die Regierungen aller Staaten zum Glauben an die Allmacht des Impfens bekennen. Hierfür wurden zehn Aufgaben benannt – besser gesagt Gebote entwickelt –, die von den Regierungen und dem regierten Volk eingehalten beziehungsweise erfüllt werden sollten.
Hier die „Zehn Maßnahmen für eine Impfung für alle“:
1. Förderung globaler politischer Führungsrolle und Engagements für Impfung
„Förderung politischen Engagements weltweit und Aufbau wirksamer Zusammenarbeit und Partnerschaften – über internationale, nationale, regionale und lokale Ebenen hinweg – mit Gesundheitsbehörden, Gesundheitsfachpersonen, Zivilgesellschaft, Gemeinschaften, Wissenschaft und Industrie, um alle Menschen überall durch dauerhaft hohe Impfquoten zu schützen.“
Was dann ja auch gut gelang, zumal die Kabinette vieler Regierungen und auch einige Medien von den „Young Global Leaders“ beziehungsweise ihren Vorgängern, den „Global Leaders for Tomorrow“ – eine Kaderschmiede des Weltwirtschaftsforums (WEF) – unterwandert waren und es noch immer sind. Um nur einige deutsche Absolventen zu nennen: Angela Merkel, Jens Spahn, Annalena Baerbock und viele mehr. Die supranationalen Institutionen WEF und die WHO waren Schaltzentralen der Coronaplandemie.
2. Sicherstellung nationaler Impfstrategien in allen Ländern
„Sicherstellung, dass alle Länder nationale Impfstrategien haben und umsetzen, und Stärkung ihrer finanziellen Nachhaltigkeit im Einklang mit dem Fortschritt zur universellen Gesundheitsversorgung, wobei niemand zurückgelassen werden darf.”
Heute wissen wir, dass Länder mit niedrigen Impfquoten eine niedrige Übersterblichkeit aufweisen, und Länder mit hoher Impfquote eine hohe Übersterblichkeit. Und was sagt uns das? Dass die Impfung definitiv mehr Schaden als Gutes angerichtet hat. Was wollten die Hauptdarsteller dieses Events dann tatsächlich „sicherstellen“? Möglicherweise, dass auch jeder dazu beiträgt, die Kassen der Pharmaindustrie zu füllen?
3. Aufbau starker Überwachungssysteme
„Aufbau robuster Systeme zur Überwachung von Krankheiten, die durch Impfung vermieden werden können, insbesondere jener, für die globale Ausrottungs- oder Eliminierungsziele bestehen.”
Gemeint ist damit die systematische Erfassung, Analyse und Auswertung von Krankheitsdaten, um Ausbrüche früh zu erkennen und Impfprogramme zu bewerten sowie Fortschritte bei der Eindämmung oder Ausrottung bestimmter Krankheiten zu messen.
Ein hehres Anliegen, was aber in der Coronazeit nicht umgesetzt wurde. Wären die Impfprogramme seriös bewertet worden, hätten sie sofort zurückgezogen werden müssen, da die massiven, teils tödlichen Impfnebenwirkungen sprunghaft anstiegen. Seriosität ist aber nur von seriösen Menschen zu erwarten, die in der Coronazeit bei den Entscheidern aber kaum zu finden waren, weder unter den Politikern noch unter den Akteuren bei den Medien. Wäre seriös gemessen worden, hätten die machtbesessenen, eliteinstruierten Politiker nicht dazu aufgerufen, auch Kinder impfen zu lassen – eine unverzeihliche Verfehlung dieser ethischen und menschlichen Versager! Es war seinerzeit klar, dass das Coronavirus einem gesunden Kind nichts anhaben kann. Durch die Impfung sind einige Kinder gestorben.
Dr. Michael Yeadon, der Ex-Vizepräsident und Ex-Chefentwickler von Pfizer, meinte, auf ein Kind, das durch Covid stirbt, kommen 100 Kinder, die durch die Impfung sterben würden (und dass der Wert statistisch gesehen noch wesentlich höher wäre). Nach Angaben der CDC (amerikanische Gesundheitsbehörde) hatten Kinder eine 99,998-prozentige Chance auf Heilung, und das ohne Behandlung!
4. Bekämpfung der Ursachen von Impfskepsis
„Auseinandersetzung mit den Grundursachen von Impfskepsis, Steigerung des Vertrauens in Impfungen und Entwicklung sowie Umsetzung evidenzbasierter Interventionen.”
Nun, ist ja auch klar: Die Menschen sollten durch Impfpropaganda von der Notwendigkeit der Corona-Impfung überzeugt werden. Zu diesem Zweck mussten Andersdenkende diskriminiert, etikettiert und diskreditiert werden. Beides gelang den Protagonisten in der Coronazeit sehr gut.
Den Schaden haben viele gutgläubige, den Entscheidern vertrauende Menschen, die sich jetzt mit den enormen Impfnebenwirkungen herumschlagen dürfen. Einige – nicht wenige – haben die Impfung auch nicht überlebt.
Das Wörtchen „evidenzbasiert“ wurde in der Coronaplandemie des Öfteren missbraucht. So gut wie keine Behauptung von sogenannten Experten wie Christian Drosten oder Lothar Wieler war „evidenzbasiert“ sondern eher politisch motiviert.
5. Nutzung digitaler Technologien
„Nutzung der Möglichkeiten digitaler Technologien, um die Überwachung der Wirksamkeit von Impfprogrammen zu stärken.”
Selbstverständlich nutzten die eliteninstruierten Politiker die „Coronakrise” zum Ausbau digitaler Kontrolle. Sie wollten den digitalen Impfpass, die digitale Identität und dergleichen unter dem Vorwand der Stärkung der Sicherheit einführen. Und das wollen sie heute noch: um die Bürger auf Schritt und Tritt überwachen zu können. Einer der Hauptgründe für diese geplante Pandemie war eine stärkere Kontrolle der Bevölkerung. Um dies zu bewerkstelligen, wurden in Deutschland selbst Teile des Grundgesetzes mit Hilfe einer fadenscheinigen Veränderung des Infektionsschutzgesetzes außer Kraft gesetzt.
6. Fortführung der Forschungsanstrengungen
„Aufrechterhaltung von Forschungsanstrengungen, um kontinuierlich Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Impfstoffen sowie zu den Auswirkungen von Impfprogrammen zu gewinnen.”
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass während der Pandemie alternative Heilmittel und Medikamente wie Hydroxychloroquin/Chloroquin oder Ivermectin – die selbstverständlich therapeutisch erst nach der Infektion zur Behandlung eingesetzt hätten werden können – abgelehnt wurden. Die mRNA-Impfstoffe sollten präventiv eine schwere Corona-Erkrankung vermeiden, was sie aber nicht taten. Die mRNA-Impfstoffe dienten weder dem Eigenschutz noch dem Fremdschutz. Es wäre wesentlich vernünftiger gewesen, eine das eigene Immunsystem stärkende Corona-Erkrankung in Kauf zu nehmen und bei schwerem Verlauf mit alternativen Heilmitteln zu therapieren. Auch präventiv hätte es andere Möglichkeiten gegeben, wie zum Beispiel eine Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels. Internationale Experten machten schon im April 2020 ausdrücklich darauf aufmerksam, dass sich der Grad des Schutzes vor schweren COVID-19-Verläufen erhöht, wenn der Vitamin-D-Spiegel ansteigt. Aber damit hätte eben die Pharmaindustrie kein Geld verdient, nicht wahr, Herr Bourla und Herr Şahin?
7. Weitere Investitionen in Forschung und Innovation
„Fortsetzung der Bemühungen und Investitionen, einschließlich neuer Finanzierungs- und Anreizmodelle, in Forschung, Entwicklung und Innovation für neue oder verbesserte Impfstoffe und Verabreichungssysteme.”
Der Chef des Pharmariesen Pfizer, Albert Bourla, und der Boss des Pharmaunternehmens BioNTech, Uğur Şahin, werden sich gefreut haben über diesen Passus. Einen derartigen Geldsegen hätte sich der mittlerweile vierfache Dollar-Milliardär Uğur Şahin selbst in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.
Hauptsache, die beiden Herren können noch gut schlafen angesichts dessen, was sie der Menschheit mit ihren unausgegorenen Vakzinen angetan haben.
8. Minderung des Risikos von Impfstoffengpässen
„Minderung der Risiken von Impfstoffengpässen durch verbesserte Systeme zur Überwachung der Verfügbarkeit, Prognose, Beschaffung, Lieferung und Bevorratung sowie durch Zusammenarbeit mit Herstellern und allen Beteiligten der Lieferkette, um bestehende Produktionskapazitäten bestmöglich zu nutzen oder zu erweitern.”
Ja, da haben Politiker wie Jens Spahn und Ursula von der Leyen ganze Arbeit geleistet, als sie zu völlig überhöhten Preisen in Milliardenhöhe Masken und Impfstoffe eingekauft haben. Die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat die Impfstoff-Deals unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit dem CEO von Pfizer, Albert Bourla, mit Hilfe von SMS gehändelt, deren Inhalte sie bis heute nicht offengelegt hat. Wer da wohl wieder seine Hand aufgehalten hat?
Millionen von Impfdosen wurden bereits wieder vernichtet. Der Steuerzahler freut sich.
9. Befähigung von Fachpersonal und Medien
„Befähigung von Gesundheitsfachpersonen auf allen Ebenen sowie von Medien, der Öffentlichkeit wirksame, transparente und objektive Informationen zu vermitteln und falsche oder irreführende Informationen zu bekämpfen – unter anderem durch Zusammenarbeit mit sozialen Medienplattformen und Technologieunternehmen.”
Die Zusammenarbeit sah dann so aus, dass auf sozialen Plattformen wie zum Beispiel YouTube Videos, die alternative Denkansätze zur Bekämpfung der Coronapandemie brachten, gelöscht wurden. Moderne Bücherverbrennung eben. Fakt ist – spätestens seit Veröffentlichung der RKI-Files –, dass nicht Andersdenkende die Bevölkerung mit Fehlinformationen eindeckten, sondern die verantwortlichen Entscheider in der Coronazeit – und das wissentlich und willentlich! Heute wollen sich diese fragwürdigen Elemente der Gesellschaft nicht ihrer Verantwortung in Form eines Untersuchungsausschusses anstatt dieser zahnlosen Enquete-Kommission stellen. Für die Aufarbeitung der unsäglichen, teils kriminellen Verfehlungen der Protagonisten in der Coronazeit und für das kollektive Gedächtnis wäre ein Untersuchungsausschuss wesentlich wirkmächtiger als eine Enquete-Kommission. Die Entscheider seinerzeit könnten auch vor Gericht gestellt werden, was im Rahmen einer Enquete-Kommission nicht der Fall ist. Warten wir also auf die nächsten Verfehlungen dieser Delinquenten, es kann ihnen bei ihren menschenverachtenden Machenschaften ja nicht viel passieren in „Unserer Demokratie“.
10. Integration von Impfungen in globale Gesundheits- und Entwicklungsagenda
„Ausrichtung und Integration von Impfungen in die globale Gesundheits- und Entwicklungsagenda im Rahmen einer erneuerten Immunization Agenda 2030 (= Impfagenda 2030).“
Genau das ist nach wie vor das Anliegen der WHO, die durch einen „Pandemievertrag” erreichen möchte, dass nationales Recht im Pandemiefall – der durch die WHO ausgerufen werden kann – nicht mehr gültig ist. Deutschland beispielsweise würde dann seine Souveränität in Gesundheitsfragen aufgeben und sie dem Diktat der WHO unterstellen. Nein danke, kann ich da nur sagen!
Der Gipfel fand in einer Zeit statt, in der sich internationale Gesundheitsorganisationen zunehmend mit dem Phänomen der Impfmüdigkeit und wachsender Skepsis gegenüber staatlichen Gesundheitsmaßnahmen konfrontiert sahen – so heißt es – und natürlich rein zufällig zwei Monate vor Bekanntwerden des ersten Corona-Falls in Wuhan.
Die WHO hatte bereits 2019 „Vaccine Hesitancy“ (Impfskepsis) zu einer der größten globalen Gesundheitsgefahren erklärt. Vor diesem Hintergrund verstand sich der Gipfel als politische und kommunikative Antwort auf sinkende Impfquoten, etwa bei Masern, aber auch als strategische Vorbereitung auf zukünftige epidemiologische Herausforderungen.
Meines Erachtens verstand sich der Gipfel eher als eine Beratschlagung, wie man der Pharmaindustrie auf Kosten der Bevölkerung wieder auf die Beine helfen und die Bevölkerung besser kontrollieren könne.
Interessant in diesem Zusammenhang ist jedenfalls, dass die 2.700 Milliardäre bereits im ersten Coronajahr ihr Vermögen erheblich steigern konnten, während gleichzeitig die Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent infolge der COVID-19-Maßnahmen einbrach.
Event 201
Im Oktober 2019, einen Monat bevor ein neuartiges, höchstwahrscheinlich dem Labor entsprungenes Virus den Alltag der Welt grundlegend veränderte, trafen sich Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien in New York zu einer Übung mit dem nüchternen Namen „Event 201“. Als routinemäßiges Planspiel zur Pandemie-Vorsorge getarnt, war es die Simulation der kurz danach ausgebrochenen Pandemie. Zufall?
Event 201 war eine sogenannte Tabletop-Simulation. Kein Labor, kein Virus, kein Experiment in der Realität, sondern ein moderiertes Gedankenspiel. Veranstaltet wurde es vom Johns Hopkins Center for Health Security, in Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum (WEF) und der Bill & Melinda Gates Foundation. Da waren schon mal wichtige Drahtzieher der späteren „Pandemie“ vereint. Allein diese Konstellation von beteiligten Institutionen sollte zu denken geben.
Das durchgespielte Szenario handelte von einem fiktiven, neuartigen Coronavirus, das als Zoonose – also durch den Übersprung von Tieren auf Menschen – entsteht und sich über den internationalen Reiseverkehr global ausbreitet. Zu Beginn gibt es weder Impfstoff noch spezifische Therapie. Gesundheitssysteme geraten unter Druck, Lieferketten brechen zusammen, wirtschaftliche Unsicherheit wächst, politische Spannungen nehmen zu.
Event 201 konzentrierte sich weniger auf medizinische Detailfragen, Lockdowns oder auf etwaige Impfpflichten, sondern vielmehr auf die Kommunikation: Wie reagieren Regierungen unter Zeitdruck? Wie gehen Medien mit Unsicherheit um? Wie verbreiten sich Fehlinformationen in sozialen Netzwerken? Und wie kann Kooperation zwischen staatlichen und privaten Akteuren in einer globalisierten Welt funktionieren?
Gerade dieser Kommunikationsfokus erweckte meines Erachtens berechtigtes Misstrauen bei Andersdenkenden. Die zeitliche Nähe zur COVID-19-Pandemie erzeugte richtigerweise den Eindruck einer Vorwegnahme der tatsächlichen Pandemie. Sicherlich, wer Risiken systematisch analysiert, wird zwangsläufig Szenarien entwerfen, die eintreten könnten. Dass ein Szenario kurz nach diesem Event Realität wurde, könnte Zufall sein. Die Chance hierfür – auch in Anbetracht weiterer Indizien für eine Plandemie – halte ich jedoch für äußerst gering.
Auch wenn Event 201 kein „Geheimprojekt“, sondern öffentlich angekündigt, dokumentiert und vollständig einsehbar war, keine Beschlüsse gefasst, keine Maßnahmen verabschiedet, keine politischen Programme entworfen wurden, sieht er für mich dennoch wie ein Probelauf aus für das, was kurz danach eintreten sollte.
Coronagläubige beanstandeten, dass Event 201 im Nachhinein zu einem Symbol für angebliche „Coronalügen“ oder „Coronabetrug“ wurde und argumentierten, dass moderne Gesellschaften Schwierigkeiten hätten, zwischen Vorsorge und Verursachung zu unterscheiden. Wer den Brandmelder testen würde, gelte plötzlich als Brandstifter, wer über Krisen spreche, dem werde unterstellt, sie herbeizuwünschen, und dergleichen. Event 201 stehe damit weniger für eine Verschwörung als für ein kulturelles Dilemma, da in einer Welt komplexer Risiken Transparenz nicht automatisch Vertrauen erzeuge.
Nun, als demokratisch eingestellter Mensch bin ich ein Freund von Meinungspluralismus. Der Meinung dieser Coronagläubigen kann ich dennoch nicht viel abgewinnen.
The Great Reset
Im Mai 2020, zwei Monate nach dem ersten Lockdown in Deutschland, dann die Vorstellung eines Buches mit dem Titel „COVID 19: The Great Reset“ (Der große Umbruch). Die Autoren: der fragwürdige und meines Erachtens nicht integre Gründer des Weltwirtschaftsforums Klaus Schwab und der Ökonom Thierry Malleret. Ein Buch, das bereits zwei Monate nach dem ersten Lockdown die „fatalen Folgen“ der „Pandemie“ aufzeigt, und selbstverständlich die Rettung aus diesem Dilemma – als Buchautor muss ich „Bewunderung“ für die schnelle Publikation dieses Buches aussprechen. Eigentlich unmöglich! Oder haben Sie, Herr Schwab, COVID 19 lediglich „erahnt“ und auf dieser Grundlage das gut geschriebene, aber inhaltlich weit hergeholte Buch verfasst?
Die Coronaplandemie diente offensichtlich nicht dem Gesundheitsschutz, sondern in allererster Linie der Umsetzung des Great Reset. Bei diesem „großen Neustart“ geht es nicht darum, die Menschheit wieder in die „gute alte Zeit“ zurückzuversetzen, sondern – ganz im Gegenteil – darum, alles, was uns Menschen ausmacht, unsere Kulturen, unsere Nationen, unsere Regeln des Zusammenlebens abzuschaffen und durch eine totalitäre Zwangsjacke zu ersetzen.
Die Coronapandemie, so die zentrale These von Klaus Schwab und Thierry Malleret, habe nicht nur Gesundheitssysteme belastet, sondern unsere global verflochtenen Wirtschafts-, Sozial- und politischen Strukturen fundamental erschüttert. Die Krise sei kein Störfeuer am Rande der Geschichte – sie markiert nach Ansicht der Autoren einen Zäsurpunkt, an dem die bisherigen Wege nicht einfach fortgesetzt werden können.
In einer Mixtur aus Analyse und Prognose skizzieren die Autoren, wie die Pandemie die Wirtschaft, die Gesellschaft, die Geopolitik, die Umwelt und die Technologie grundlegend beeinflusst habe und weiterhin beeinflussen werde. Sie sehen darin nicht nur Herausforderungen, sondern auch Gelegenheiten für einen Neuanfang: eine Chance, die Welt resilienter, gerechter und nachhaltiger zu gestalten – sozialer im Umgang mit Menschen, grüner im Verhältnis zur Natur und innovativer in den Technologien, die unser Leben prägen.
An dieser Stelle, werte Leserinnen und Leser, darf auch herzlich gelacht werden.
Dabei stehe weniger eine radikale Revolution im Mittelpunkt als vielmehr der Vorschlag eines „Reset“ – eines Neustarts in der Art und Weise, wie wir wirtschaften und zusammenleben. Der Begriff soll die Augen öffnen für die strukturellen Schwächen des Status quo: einen Kapitalismus, der vor der Pandemie oft kurzfristige Gewinne vor langfristige Stabilität gestellt hat, eine Gesellschaft mit tiefen Ungleichheiten und eine globale Zusammenarbeit, die bei Krisen ins Stocken gerät.
Das, was die beiden Autoren, diese Globalisten hier zu Papier bringen, ist im Grunde nichts Neues. Die Architekten von Krisen sind oftmals gleichzeitig die Retter aus diesen Krisen. Deswegen haben sie diese Krisen geschaffen, um das bestehende Gesellschafts- und Wirtschaftssystem in ihrem Sinne umgestalten zu können. Das WEF war eine der koordinierenden Institutionen der Corona-Inszenierung,
Das Buch versteht sich als Appell und Einladung zugleich: nicht zurückzufallen in alte Muster, sondern die epochale Krise als historischen Moment des Nachdenkens und Neuordnens zu begreifen. Für die Autoren war die Coronakrise angeblich ein Impuls, das Gemeinwesen grundlegend zu reflektieren und neu auszurichten.
Das hört sich gut an, nur ist es meines Erachtens genau umgekehrt: Die Coronapandemie wurde geschaffen, um diese dystopische, an die Bücher von George Orwell und Aldous Huxley erinnernde Vision umsetzen zu können. Es geht um die totale Kontrolle durch supranationale, nicht gewählte, elitegesteuerte Institutionen wie das WEF, die WHO und die Vereinten Nationen (UN). Zu diesem Zweck gilt es, verschiedene Nationen, Kulturen sowie die Individualität der Menschen aufzulösen und sie gleichzuschalten – eine Art „Zombiefizierung“. Das ist das Ziel des „Great Reset“, und die Coronaplandemie war einer der ersten Schritte hierfür. Demokratien in ihrer ehemaligen Form sollen aufgelöst und einer Art Weltregierung unterstellt werden.
Sonderfonds Corona-Pandemie im Mai 2019
Das Bundesland Bayern hat bereits im Mai (!) 2019 eine Kreditermächtigung zur Finanzierung eines Sonderfonds Corona-Pandemie im Haushaltsplan des Freistaates Bayern für die Haushaltsjahre 2019 und 2020 berücksichtigt.
„Gesetz über die Feststellung des Haushaltsplans des Freistaates Bayern für die Haushaltsjahre 2019 und 2020 (Haushaltsgesetz 2019/2020 – HG 2019/2020) Vom 24. Mai 2019 (GVBl. S. 266) BayRS 630-2-22-F Art. 2a Kreditermächtigung zur Finanzierung von Kapitel 13 19 – Sonderfonds Corona-Pandemie
(1) 1. Das Staatsministerium der Finanzen und für Heimat wird ermächtigt, zur Deckung von Ausgaben für Kapitel 13 19 (Sonderfonds Corona-Pandemie) und den dort auszugleichenden Mindereinnahmen im Haushaltsjahr 2020 Kredite am Kreditmarkt bis zur Höhe von 20 000 000 000 € aufzunehmen. 2. Die Kreditermächtigung kann übertragen werden, soweit diese Kreditmittel bis zum Ablauf des Haushaltsjahres 2020 nicht aufgenommen wurden und zur Deckung noch benötigt werden. (2) Ab dem Haushaltsjahr 2024 ist jährlich 1/20 der im Kapitel 13 19 (Sonderfonds Corona-Pandemie) aufgenommenen und bis Ende des Haushaltsjahres 2023 noch nicht zurückgeführten Schulden zu tilgen. (3) Art. 2 Abs. 2 Satz 1 bis 3 sowie Abs. 3 und 4 gilt sinngemäß.“
Und das im Mai 2019, ein halbes Jahr vor dem Ausbruch von Corona! Chapeau vor der Weitsicht und den hellseherischen Fähigkeiten der bayerischen Regierung!
COVID-19-Impfstoff bereits im Geschäftsbericht 2019 von BionTech
Bei BioNTech erschien der COVID-19-Impfstoff bereits im Geschäftsbericht 2019, siehe hier. Auf Seite 6 kann man ersehen, an welchen Projekten, Medikamenten, Immuntherapeutika und Impfstoffen das Unternehmen aktuell arbeitete und wie weit fortgeschritten der Prozess bereits war. Hier wird als Immuntherapeutikum basierend auf der mRNA-Technologie ein Medikament gegen COVID-19 aufgeführt. Man kann lesen, dass die präklinische Studienphase bereits abgeschlossen ist und die Phase 1 der Testung läuft. Weiterhin steht dort, dass das Therapeutikum mit BNT 162 bezeichnet wird. Nachfolgend der entsprechende Ausschnitt aus dem Geschäftsbericht:
Die Frage ist natürlich, wie es BioNTech möglich war, ein Therapeutikum zu entwickeln, welches Ende 2019 bereits die präklinische Testphase abgeschlossen hatte, obwohl das Virus erst im November/Dezember 2019 auftrat. Wunder über Wunder! Immerhin ist die Stadt Mainz aufgrund der hohen Gewerbesteuerabgabe von BioNTech (alleine für 2021 satte 1,2 Milliarden!!!) zu diesem Zeitpunkt schuldenfrei geworden. Mainz, wie es singt und lacht!
Fazit
Keine Pandemie, sondern eine Plandemie! Die zeitlich dichte Aufeinanderfolge oben dargestellter Ereignisse legt diesen Verdacht – für mich Gewissheit – sehr nahe. Es gibt noch jede Menge weitere Indizien – genau genommen eine geschlossene Beweislage – für eine Plandemie.
„Das ist die Seuche unserer Zeit: Verrückte führen Blinde.“ (William Shakespeare)
Prägnanter kann man es kaum beschreiben, was gerade abläuft. Die Drahtzieher der großen Krisen setzen insbesondere auf die Uninformiertheit der Massen, um ihre Lügen aufrechterhalten zu können.
Selbstdenken ist angesagt. Für jede Propaganda ist der selbstdenkende Mensch der größte Feind, denn er hat massive Probleme, Regeln zu befolgen, die seine Intelligenz beleidigen.
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in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.
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Uwe Froschauer
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Vielen Dank!
Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.
Zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
– Merz, dem der Wähler egal ist, will es jetzt ganz genau wissen
– Keine anonyme Meinungen, morgen keine geheimen Wahlen?
– Meine Konsequenz und Kommentare anderer Publizisten
Für mich als Autor und früheren Blogbetreiber war es immer eine Selbstverständlichkeit, alles mit meinem richtigen Namen zu schreiben und zu verbreiten. Denn im Mittelpunkt meiner Artikel stand hauptsächlich die Recherche, das Zusammentragen von nachprüfbaren, zumindest glaubhaften Quellen unter Angabe derselben, zumeist mit Link versehen. Sich daraus eine Meinung zu bilden überließ ich den Leserinnen und Lesern, ich selbst hielt mich dabei eher zurück. Aber bewährt hat es sich leider nicht, unter Angabe meines Klarnamens mit offenem Visier zu arbeiten.
Als ich vor über fünf Jahren einen Artikel verfasste, nachdem in einer unweit entfernten nahegelegenen Stadt zwei Menschen unter dem Schlachtruf “Allahu Akbar” ihr Leben lassen mussten, stellte ich für solche Taten einen naheliegenden Zusammenhang mit dem Islam her, speziell mit dessen Quelle, dem Koran. Die Strafe folgte zwar nicht auf dem Fuß, aber fünf Jahre später – was uns lehrt: Es wird in Deutschland immer gefährlicher, sich generell mit dem Islam kritisch auseinanderzusetzen, und sogar noch gefährlicher, wenn man das unter Angabe seines Namens tut. Das brachte mir alternativ drei Monate Gefängnis ein, von denen ich mich alternativ durch eine Geldstrafe von 4.500 Euro freikaufen konnte. Der Berufungstermin steht noch aus.
Mit Klarnamen in den Knast
Dies hätte mir eigentlich eine Lehre sein sollen, künftig nur mehr unter Pseudonym zu schreiben – damit es fortan wenigstens nicht mehr ganz so einfach ist, mich ausfindig zu machen, anzuklagen, zu verurteilen und ins Gefängnis zu stecken. Trotzdem schreibe ich bis heute weiter unter meinem Klarnamen, weil ich meiner journalistischen Arbeit keinerlei Schuld bewusst bin. Nun aber werde ich meine Position überdenken müssen – denn wenn jetzt Politiker bis zum Bundeskanzler hoch das Publizieren unter Pseudonym verbieten wollen, muss etwas dahinterstecken und liegt es auf der Hand, dass er und seine Konsorten wohl etwas im Schilde führen – und genau so ist es auch: Merz will wissen, wer welche Meinung hat und verbreitet. Wörtlich sagte er: „Ich möchte Klarnamen im Internet sehen. Ich möchte wissen, wer da sich zu Wort meldet.“ Das kann grundsätzlich nichts Gutes für die Meinungsfreiheit in Deutschland heißen, die ohnehin schon schwer angeschlagen ist. Sind denn die Gefängnisse nicht schon voll genug?
Bisher schieb ich also, trotz aller schlechten Erfahrungen, unter meinem „Klarnamen“. Doch das könnte sich bald ändern; falls mein Name künftig nicht mehr zu finden ist, ist das Merz und dieser Bundesregierung geschuldet, de sich – auffällig und verdächtig – plötzlich höchstpersönlich für die Meinungen der Bürger interessieren. Ein wahrhaft erstaunlicher Wandel, denn bisher hat er doch nicht nur die eigene Meinung wieder und wieder verraten, sondern auch die Meinung seiner eigenen Wähler mit Füßen getreten – etwa, als er sich binnen Tagen vom „Sparschwein der Nation” und flammenden ewigen Verfechter der unverrückbaren Schuldenbremse zum größten Schuldenkanzler der deutschen Geschichte wandelte – und zudem nun noch als der Kanzler in die Geschichte eingehen wird, der die Wähler so schamlos belogen hat wie noch kein anderer zuvor.
Kriegserklärung an die Alternativen Medien
Ich frage mich: Wann ist es so weit, dass Merz & Co. dann auch wissen wollen, wer und warum viele der Stimmbürger ihn und die Regierungsparteien nicht gewählt haben? Müssen bald künftig dann auch die Stimmzettel mit dem Namen der Wähler zu versehen sein, damit sie nicht als “ungültig” gewertet werden und im Papierkorb landen? Eigentlich könnten wir an Wahltagen inzwischen auch gleich daheimbleiben – denn es wird sich nichts ändern, solange die größte Oppositionspartei, die über ein Viertel der Wählerstimmen erhält, als nicht koalitionsfähig und gesprächstauglich ausgebootet wird, während die Altparteien entgegen dem Wählerwillen ihr eigenes Ding machen. Über dieses Verständnis von “Demokratie” mag sich jeder sein eigenes Bild machen
Mit meinen Bedenken stehe ich nicht alleine. Kritische Kommentatoren monieren den nächsten Coup und eine weitere der Operation von „Unsere Demokratie™“ gegenüber der staunenden Bevölkerung, andere sprechen von einer Kriegserklärung an die alternativen Medien oder findet pointierte Worte wie die Kabarettistin Simone Solga. Heute trifft es uns als schreibende Zunft der alternativen Medien – und morgen interessiert es die Regierung dann vielleicht schon ebenfalls mit Klarnamenpflicht, wer alles unsere Artikel liest!? Ich sage dazu erneut: Wehret den Anfängen! Der schleichenden Eskalation dieser Ent-Demokratisierung muss dringend Einhalt geboten werden – denn das hat Deutschland alles 1933 schon einmal erlebt!
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
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Wumms! Der Don, der „Godzilla auf Speed“, hat wieder mal eine Bombe gezündet. Da fegt der den ganzen Klimawandelschwindel einfach so vom Tisch. Wie kann der nur? Gestänkert hat er ja schon länger gegen den Klima-Hoax und das nicht zu knapp. Aber jetzt versucht er diesem riesigen Aber-Milliarden-, ja Billionen Business endgültig den Stecker zu ziehen.
Der hinter, neben und über ihm stehende Teil der Deepies scheint nun andere Dinge zu priorisieren. Die dortige „Haute Volée“ der Tech-Jungs um Peter („äähna vun uns“) Thiel brauchen Energie, das es raucht, für die „KI“. Sonst bricht dieser neue Hype schneller zusammen, als man CO2 sagen kann.
Unsere derzeitig oberste Pausenaufsicht im Bundes-Irrenhaus, das frühere Parlament, und ehemalige Weinkönigin wischt sich da die Tränen aus dem Gesicht und nimmt die angesagte Pose (siehe Bild oben) ein, um Stärke und Entschlossenheit zu demonstrieren. Wie immer. Symbolisch halt. Aber das mit vollem Elan. Das Foto entstand zwar bei einem Blitzbesuch in Gaza (Verhüllung von Völkermordfolgen für geistig Minderbemittelte), doch das ist so was von wurscht. Hauptsache der gewünschte Eindruck ist stimmig.
Um mal Vicco von Bülow, auch bekannt als Loriot, zu paraphrasieren: Ein Leben ohne Satire ist möglich. Aber sinnlos.
Die Einflüsterer aus den Denk-Panzern haben wieder mal einen tollen Einfall gehabt. Sie verbinden die Horrorgeschichten von Stalingrad mit dem Frieren der Ukrainer wegen der Angriffe auf Anlagen und Objekte der ukrainischen Energie-Infrastruktur durch „den Russen“. Das ist wirklich sehr geschickt ans Unterbewusstsein angedockt.
Dieses Jahr gab’s komischerweise keine schwarz/weißen Stalingraddokus zur Kapitulation am 2. Februar 1943 in Dauerschleife. Doch das war sicher ein dümmliches Missgeschick, das schon mal passieren kann. Man ist ja auch im Krieg mit dem ewigen Feind, wie die frühere Ministerin des AA mal vor Jahren gesagt hat.
Allerdings hat, über die bisher jahrzehntelange unablässige Propaganda zu Stalingrad, ein großer Teil der Menschen hierzulande das Bild des erbarmungswürdigen deutschen Soldaten im Kopf, wie er, kurz vorm Erfrieren, sich „dem Russen“ ergeben muss. Hätten die doch damals ausreichend Heizung und Nachschub gehabt, hätten die nie, niemals nicht, kapituliert. Deshalb müssen wir heute der Ukraine in ihrem aufopferungsvollen Kampf gegen „den Russen“ entschieden beistehen. „Is doch logisch, oda?“
In den Kopf reingepresst werden soll bei uns aber „Putin war´s!“ Denn das ist mittlerweile in „UnsererDemokratie“ Standard und legendär! Das hat mit der Wirklichkeit zwar so viel zu tun, wie Katzenvideos liken mit echtem Wohlbefinden, aber das soll hier nicht weiter stören.
Später kann keiner behaupten, der Schweflige hätte sie nicht gewarnt!
In Echt sind wir Zeuge des ersten Hightech-Militärkonflikts der modernen Geschichte, der alle bisherigen Militärlehrbücher und -doktrinen völlig auf den Kopf gestellt hat. Das ist eben nicht, wie bei uns trotzdem überall gezeigt, die Wiederholung des WKII mit schnittigeren Panzern und noch geileren F-irgendwas Donnervögeln.
Da agieren zum einen ganze Drohnen-Schwärme nach dem Prinzip eines „Wolfsrudels“, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern und dann gleichzeitig angreifen. Zum anderen sind da diese abstrus präzisen, unabwehrbaren Hyperschalldinger.
Das erinnert eher fatal an den Sci-Fi-Klassiker „Krieg der Welten“? Solche Angriffe können ohne Pause stattfinden. Praktisch Tag und Nacht, stets unvorhersehbar. Und recht schnell vorbei sein. Putin hat‘s übrigens auch schon so gesagt.
Schlimm dürfte das aber sicher auch werden. Schlimmer vielleicht, „als ihr euch das überhaupt vorstellen könnt“, wie schon mal ein deutscher Minister getönt hat. Aber wir kriegen ja jetzt kriegsentscheidende Infos direkt von der Front. Die Ukrainer bilden nun umfassend unsere bunte Wehr aus. Dann kann sicher nichts mehr schief gehen. Toi Toi Toi! Dreimal schwarzer Kater…
Wenn Ihnen Ihr Gefühl dessen ungeachtet sagt, dass das ganze Kriegsgeschrei am Ende nur der Ablenkung vom Zivilisationsuntergang dienen soll, könnten Sie vielleicht gar nicht so daneben liegen. Wobei ein tatsächlicher kinetischer Krieg in Zeitenwendezeiten nie auszuschließen ist.
„Die Realität hat nun die Fiktion überholt und sich zu etwas entwickelt, das einer bizarren politischen Satire ähnelt.“ Jacob Nordangård
Wenn die Insassen im „Imperium der Lügen“ wirklich verstehen würden, was da gerade so abgeht, würden sie – vielleicht – völlig ausrasten. Allerdings ist das bei einer Gedächtnisleistung knapp über der einer Stubenfliege, dem intellektuellen Niveau einer ebensolchen und dem Erinnerungsvermögen eines Alzheimerkranken im Endstadium nicht unbedingt zu befürchten. Außerdem, wer würde das schon wollen? Das wäre „The Walking Dead“ in realiter.
Es gibt da auch noch den Typus des durchaus „intelligenten“ Spießers, dessen Gehirnwindungen bis über beide Ohren mit Propaganda-Mist vollgelaufen sind. Die sind ein hervorragendes Studienobjekt, denn an der Argumentation solcher engstirnigen Kleingeister lässt sich bestens nachzuvollziehen, wie vernagelt jemand sein kann.
Wer immer noch nicht durchschauen will oder kann, dass alles, wirklich alles in der westlichen „Informations“-Matrix nur und ausschließlich der Gehirnmanipulation dient, darf als hoffnungslos abgestempelt werden. Solche Zeitgenossen haben noch einen sehr weiten Weg bis zur Wahrheit vor sich.
Wer seine innere Orientierung verloren hat, kann dann auch seinen Gefühlen nicht mehr trauen.
Die Kultur und damit die Kunstbranche stehen eigentlich für die Unterströmungen einer Gesellschaft. Sie bilden quasi das Mindset des Zeitgeists einer Zeit, auch einer ganzen Epoche ab. So betrachtet ist der Kulturbetrieb heute enorm aussagekräftig.
Kunst darf alles. Doch besonders im Bereich Kunst liegen Genie und Wahnsinn, oft überlappend, nahe beieinander. Seit gut 100 Jahren mit dem Beginn der „Moderne“, wird die Unterscheidung noch schwieriger. Wenn das, was da so produziert wird, ein Spiegel der mentalen Verfasstheit der Zeitgenossen ist, dann steppt der Wahnsinn Tango. Eben eine wortwörtlich irre Zeit. „Wea hod do „entartet“ plärrt? Dünns Eis, Spezi! Ganz dünns Eis!“
Exemplarisch sei da eine Performance erwähnt, bei der mit Schweineblut Rezepte an die Wände geschrieben waren: „Mischen Sie frische Muttermilch mit Sperma und trinken Sie es“. „Oiso, weas mog…“
Die Kultur hat den jeweiligen Gesellschaften immer auch den Spiegel vorgehalten und Missstände aufgezeigt. Kunst und Kultur sind wie eine ganz eigene Sprache zur Beschreibung der Welt, die nicht nur die bewusste, sondern besonders die unterbewusste Wahrnehmung anspricht. Das kann durchaus auch zur Stärkung des Selbst-Bewusstseins beitragen, sprich sich seiner selbst mehr bewusst zu sein.
Doch die meisten stolpern bestenfalls bewusst-los in einem neu-normalen Kult umanand. Einem Todes-Kult. Und so was soll auch noch militärisch verteidigt werden. „Seids ia olle o’grend iagndwo? Gäähts nua blääda?“
Die Dummheit repräsentiert die Unsterblichkeit. Nichts ist langlebiger
Die aktuellen Führungskräftedarsteller leiden komplett unter dem „Pförtnersyndrom“. Das ist, kurz beschrieben: Gib einem Nichts von Person, hier als Platzhalter Pförtner genannt, ein Fitzelchen von Macht, und noch ein Fitzelchen und noch ein Fitzelchen usw., dann wird diese Figur, je nach Charakter, immer weiter abheben. Bis zum unweigerlichen Absturz.
Die besonders unter diesem Syndrom zu subsummierenden „Weibsen“ wie diese Luisa Neubauer meinen ja: „Das Problem heißt Männer.“ Allerdings meinen immer mehr Leute (inklusive vieler Frauen) „Das Problem heißt Frauen“. Vor allem solche wie Neubauer und Konsorten.
Ostentativ ist das künftige Management der ganzen Welt auf dem besten Weg, endlich Feministisch zu werden. Blablubb wird gerade als Präsidentin der Welt, also als die Generalsekretärin der UN, in Stellung gebracht, Nun, die Bezeichnung „Sekretärin“ muss da aber aufgrund Frauen diskriminierender Tonalität unbedingt noch geändert werden, auch wenn da bislang ein „General“ davor geschrieben ist.
Die frühere „Flinten-Uschi“ wird, gemäß ihres aristokratischen Hintergrunds, zur neuen Königin Europas ausgerufen, quasi als Ersatz für die Abschaffung der Windsors im UK, und „Mutti“ soll Bundespräsidentin werden. Und das Beste ist, alle kommen aus Deutschland. Was der Führer nicht geschafft hat, wird endlich wahr. „Zwickts mi, i glab i dram…“
Aus der Umlaufbahn betrachtet, ist das ein Resultat aus dem vom Pentagon geführten „mindwar“, dem wir seit Jahrzehnten ausgesetzt sind.
Die Dauernörgler behaupten ja ständig, der echte Konflikt ist der zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen. Und zwar schon immer. Auf welcher geistig-moralischen Grundlage dieser Kampf heute stattfindet, hat mal wieder, wer sonst, Noah Yuval Harari beim WEF in Davos 2026 vorgegeben: „Vier Milliarden Jahre Evolution haben gezeigt, dass alles, was überleben will, lernt, zu lügen und zu manipulieren.“
Dazu passt, dass das Dividieren, eine überflüssige, alte Kulturtechnik, in niedersächsischen Grundschulen, die den Vorreiter spielen dürfen, künftig nicht mehr abverlangt wird. Teilen ist halt so was von gestern. Das ist dann mal weg. Neuer Kurs: Lügen leicht gemacht…
Die dauernd so nachdrücklich gepriesene „Vielfalt“ geht einher mit einer unfassbaren Einfalt der „vielfältigen“ Propagandisten. Dabei kommt sich das Heer der einfältigen Kleinmütigen zudem noch richtig groß vor.
Praktisch zur Bestätigung dünstete Kaja Kallas auf der Münchner Sicherheitskonferenz MSC aus ihrem Plappermäulchen: „Anders als manche meinen, steht das woke, dekadente Europa nicht vor dem Untergang seiner Zivilisation.“ Na dann ist ja alles gut.
Im selben Geiste handeln die „Parlament-Arier“ in „UnsererDemokratie“ offenkundig streng nach der Parole: „Von uns dürft ihr außer der Verschlechterung eurer Lebensumstände nichts erwarten.“ Sie können hierzu gerne über substanzielle Gegenargumente grübeln.
Tja Leute, ein möglichst großer Vorrat an Galgenhumor bleibt künftig unerlässlich.
Und wenn’s doch mal zu viel wird, einfach tiiiiief durchatmen. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. …
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Der Begriff der Selbstreflexion ist Gegenstand in vielen kulturellen, religiösen und philosophischen Kontexten. Antike Weisheitsschulen, religiöse Heilslehren oder auch moderne Konzepte persönlicher Entwicklung fordern uns auf, den Blick nach innen zu richten. Nicht aus Narzissmus, sondern aus Verantwortung, nicht um sich ein Urteil über sich zu bilden, sondern um sich zu erkennen.
Bereits in der antiken Philosophie galt Selbstreflexion als Voraussetzung eines gelungenen Lebens. Der sokratische Imperativ „Erkenne dich selbst“ war weniger psychologischer Rat als viel mehr moralische Forderung. Ein Mensch, der sich selbst nicht prüft, so Sokrates, lebt unter seinen Möglichkeiten – er bleibt fremd gegenüber den Motiven seines Handelns und damit unfrei. Philosophie ist im sokratischen Sinne keine abstrakte Theorie, sondern eine Praxis der Selbstprüfung. Bei den Stoikern wurde diese Haltung zur täglichen Übung: Das eigene Denken, die eigenen Affekte und Handlungen wurden regelmäßig betrachtet, um innere Klarheit und Gelassenheit zu entwickeln.
Selbstreflexion bedeutete hier, Verantwortung für die eigene Haltung zu übernehmen – gerade dort, wo äußere Umstände nicht kontrollierbar sind.
Die großen Religionen verstehen Selbstreflexion nicht als Selbstzweck, sondern als Weg auf ein höheres persönliches Level des Bewusstseins.
Im Christentum ist sie eng mit dem Gewissen verbunden – jener inneren Instanz, die den Menschen zur Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ruft. Die Aufforderung zur Selbstprüfung dient hier nicht der Selbstanklage, sondern der Umkehr: der bewussten Neuausrichtung des eigenen Lebens. In der Beichte, im Gebet oder im stillen Innehalten begegnet der Mensch nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Begrenztheit. Selbsterkenntnis führt zur Demut und möglicherweise zu größerer Nächstenliebe.
Im Judentum findet sich mit der „Seelenbilanz“ eine besonders konkrete Form der Selbstreflexion. Die Seelenbilanz im Judentum ist ein zentrales spirituelles Konzept, das unter dem hebräischen Begriff „Cheschbon HaNefesch“ bekannt ist. Wörtlich bedeutet er „Abrechnung der Seele“ oder „Bilanz der Seele“. Gemeint ist eine regelmäßige, ehrliche Selbstprüfung des eigenen Denkens, Handelns und Charakters – vor Gott, vor anderen Menschen und vor sich selbst. Im Judentum wird der Mensch nicht als grundsätzlich verdorben verstanden, sondern als moralisch verantwortliches Wesen, das stets zwischen Gut und Böse wählen kann. Die Seelenbilanz dient dazu, diese Verantwortung bewusst wahrzunehmen. Dabei geht es nicht um Selbstanklage, sondern um Bewusstwerdung und Veränderung:
Wo bin ich meinem ethischen Anspruch gerecht geworden? Wo bin ich davon abgewichen? Was kann und will ich konkret verändern? Die Frage ist weniger: „Was bin ich?“ Sondern: „Wie habe ich gehandelt – und wie will ich handeln?“
Das eigene Handeln wird regelmäßig überprüft, nicht abstrakt, sondern sehr praktisch: Wo habe ich verletzt? Wo habe ich mich meiner Verantwortung entzogen? Ziel ist nicht Schuldsuche bei sich selbst, sondern Wiedergutmachung und moralische Reifung.
Ähnlich versteht der Islam die Selbstprüfung als spirituelle Disziplin. Der Gläubige wird dazu angehalten, sich selbst ehrlich zu betrachten, bevor er andere beurteilt. Diese innere Prüfung – oft als Muhasaba bezeichnet – bedeutet, das eigene Denken, Fühlen und Handeln regelmäßig vor dem eigenen Gewissen und vor Gott zu überprüfen. Selbstreflexion ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern von Reife: Wer sich selbst kritisch betrachtet, erkennt seine Fehler, Motive und Versuchungen und übernimmt Verantwortung für sie.
In diesem Verständnis ist Selbstreflexion Ausdruck von Gottesbewusstsein, also von innerer Wachheit gegenüber dem eigenen Tun. Der Mensch weiß sich nicht nur von außen beobachtet, sondern entwickelt ein inneres Maß für richtig und falsch. Dadurch entsteht eine Haltung der Achtsamkeit: Worte, Absichten und Handlungen werden bewusster gewählt, weil man sich ihrer Folgen für sich selbst und für andere bewusst wird.
Zugleich schützt diese Form der Selbstprüfung vor moralischer Überheblichkeit. Wer gelernt hat, die eigenen Schwächen zu erkennen, wird vorsichtiger darin, andere zu verurteilen. Das eigene Fehlbarsein wird zum Maßstab für Milde, Geduld und Mitgefühl. Selbstreflexion wird so zu einer Quelle von Bescheidenheit und ethischer Sensibilität und trägt dazu bei, dass religiöse Praxis nicht äußerlich bleibt, sondern das innere Leben formt.
Auf diese Weise verbindet der Islam Selbstreflexion mit Verantwortung: Der Mensch ist aufgefordert, nicht nur zu glauben, sondern sich auch selbst zu prüfen, sich zu korrigieren und an sich zu arbeiten. Dadurch wird Selbstreflexion zu einem Weg der inneren Läuterung und zu einem Mittel, das eigene Leben bewusster, gerechter und menschlicher zu gestalten.
Der Buddhismus lehrt, Gedanken, Gefühle und Impulse aufmerksam zu beobachten, ohne sich mit ihnen zu identifizieren. In der meditativen Selbstreflexion geht es nicht darum, ein moralisch „besseres Ich“ zu formen oder sich vor einer höheren Instanz zu rechtfertigen, sondern darum, die inneren Vorgänge nüchtern wahrzunehmen: Was entsteht gerade? Was vergeht wieder? Welche Regung ist nur Gewohnheit, welche Reaktion nur konditioniert? Die Selbstbeobachtung ist dabei frei von Schuldzuweisung oder Selbstverurteilung, sondern dient der Einsicht in die Funktionsweise des eigenen Geistes.
Im Unterschied zu den abrahamischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam –, in denen Selbstreflexion meist in Beziehung zu einem personalen Gott steht und mit Begriffen wie Verantwortung, Schuld, Reue oder Umkehr verbunden ist, richtet sich die buddhistische Selbstreflexion nicht auf ein göttliches Gegenüber. Sie ist radikal innerweltlich und erfahrungsbezogen. Es gibt kein festes Ich, das sich vor Gott bewähren müsste, sondern nur Prozesse: Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Wollen. Der Mensch wird nicht als sündiges oder geprüftes Wesen verstanden, sondern als bedingt entstandenes Bündel von Erfahrungen.
Die Selbstreflexion zielt daher nicht auf Charakterveredelung im moralischen Sinn, sondern auf Erkenntnis. Diese Erkenntnis lautet: Das, was wir gewöhnlich als Selbst betrachten – unsere Rollen, Geschichten, Verletzungen, Wünsche und Ängste –, besitzt kein festes, unveränderliches Wesen. Alles ist vergänglich, bedingt und im Fluss. Wer das nicht nur denkt, sondern existenziell einsieht, beginnt, sich weniger an seine inneren Zustände zu klammern. Ärger wird als Ärger erkannt, Angst als Angst, Freude als Freude – ohne sofort zu sagen: Das bin ich.
In dieser Einsicht liegt Befreiung. Wer sich nicht mehr mit jedem Gedanken oder Gefühl gleichsetzt, gewinnt Abstand zu sich selbst und damit Freiheit vom Leiden – eines der zentralen Ziele des Buddhismus. Leiden entsteht dort, wo das Ich sich an Zustände bindet: Ich bin verletzt, ich bin gescheitert, ich bin begehrend, ich bin wütend. Die buddhistische Selbstreflexion löst diese Verstrickung, indem sie zeigt: Da ist Verletzung, da ist Wut, da ist Begehren – aber kein festes Ich, das damit identisch wäre.
Damit unterscheidet sich der Buddhismus grundlegend von den abrahamischen Religionen: Dort dient Selbstprüfung vor allem der moralischen Ausrichtung des Menschen vor Gott, im Buddhismus dient sie der Auflösung der Ich-Illusion. In beiden Fällen geht es um innere Wandlung – aber auf sehr unterschiedliche Weise. Während die einen zur Verantwortung vor Gott führen, führt die buddhistische Selbstreflexion zur Einsicht in die Leerheit und Wandelbarkeit des Selbst. Aus dieser Einsicht entsteht Gelassenheit, Mitgefühl und eine tiefere Freiheit gegenüber den eigenen inneren Dramen.
Auch im Hinduismus, besonders in den vedantischen Traditionen, ist Selbstreflexion ein zentrales Werkzeug. Die Frage „Wer bin ich wirklich?“ führt über die alltägliche Identität hinaus – über Rollen, Gedanken und Emotionen – hin zu einer tieferen Wirklichkeit des Selbst. Selbsterkenntnis wird hier zur spirituellen Erkenntnis, zur Erinnerung an das Wesentliche.
Trotz aller Unterschiede in Sprache, Symbolik und Zielrichtung teilen diese Traditionen eine grundlegende Einsicht: Der Mensch ist fähig zur Selbsttäuschung – und zugleich zur Selbsterkenntnis. Selbstreflexion markiert den Übergang von einem reaktiven, unbewussten Leben zu einem bewussten, verantworteten Dasein. Sie ist unbequem, weil sie Ehrlichkeit verlangt. Sie ist jedoch unverzichtbar, wenn man zu innerer Freiheit gelangen möchte.
In einer Zeit, die zur ständigen Ablenkung verführt, gewinnt diese alte Einsicht neue Aktualität.
Selbstreflexion bedeutet heute vielleicht mehr denn je, innezuhalten, den Mut zu haben, die eigenen Motive zu hinterfragen, eigene Schatten anzuerkennen und nicht jede innere Regung sofort auszuleben oder zu rechtfertigen. Sie ist kein schneller Weg zur Optimierung, sondern ein langsamer Prozess der Reifung, und erfordert Geduld.
Selbstreflexion ist eine stille Bewegung nach innen, aus der verantwortliches Handeln nach außen erwächst. Oder anders gesagt: Wer sich selbst begegnet, beginnt, bewusster zu leben.
Auch Philosophen wie Immanuel Kant oder Jean-Paul Sartre haben sich mit dem Thema der Selbstreflexion beschäftigt. Für Immanuel Kant ist der Mensch nicht primär dadurch moralisch, dass er bestimmten Regeln folgt, sondern dadurch, dass er sich selbst prüft. Moralisches Handeln entsteht aus der Frage nach dem eigenen Wollen: Handle ich aus Pflicht – oder aus Neigung, Angst oder Eigennutz? Diese Selbstprüfung ist kein äußeres Kontrollinstrument, sondern ein inneres Gericht. Das Gewissen fungiert als Instanz, vor der der Mensch sich selbst Rechenschaft ablegt. Selbstreflexion bedeutet hier, sich als vernünftiges und verantwortliches Wesen ernst zu nehmen, das sich nicht hinter Umständen oder Trieben verstecken darf.
Während Kant die Selbstreflexion noch stark an Vernunft und moralisches Gesetz bindet, radikalisieren die Existenzialisten diese Perspektive. Bei Denkern wie Søren Kierkegaard oder Jean-Paul Sartre wird der Mensch nicht mehr als Träger einer vorgegebenen Essenz verstanden, sondern als Wesen, das sich durch seine Entscheidungen erst formt.
Selbstreflexion ist in diesem Kontext keine gelegentliche Innenschau, sondern eine existentielle Notwendigkeit. Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt, wie Sartre formuliert – und damit auch zur Verantwortung für das, was er aus sich macht. Sich nicht zu reflektieren bedeutet hier, in Selbsttäuschung zu leben, Rollen zu spielen oder sich hinter gesellschaftlichen Erwartungen zu verstecken.
Authentizität wird so zu einem zentralen Begriff. Selbstreflexion heißt, sich der eigenen Freiheit bewusst zu werden und die damit verbundene Verantwortung nicht abzuwehren. Sie zwingt den Menschen, sich selbst als Urheber seines Lebens zu erkennen. In diesem Sinne ist Selbstreflexion bei den Existenzialisten weniger beruhigend als herausfordernd: Sie konfrontiert den Menschen mit der Tatsache, dass er nicht nur handelt, sondern sich durch sein Handeln definiert.
So verbinden oben genannte Philosophen Selbstreflexion unauflöslich mit Verantwortung. Sie ist nicht bloß ein Mittel zur Selbsterkenntnis, sondern ein Akt der Selbstverpflichtung. Wer reflektiert, übernimmt Verantwortung für sein Denken, sein Wollen und letztlich für sein eigenes Sein.
Selbstreflexion im Alltag
Im täglichen Leben kann Selbstreflexion anfangs ein leichtes Unbehagen auslösen, ein Gefühl, dass etwas nicht ganz stimmig ist oder dass man sich selbst in bestimmten Bereichen hinterfragt. Gerade in einer Gesellschaft, die Leistung, Sichtbarkeit und ständige Optimierung in den Vordergrund stellt – immer größer, besser, schneller – wird dieses leise Unbehagen leicht übertönt. Man beschäftigt sich mit Produktivität, vergleicht sich ständig mit anderen oder sucht Ablenkung in Unterhaltung, Konsum oder digitalen Medien.
Genau deshalb ist Selbstreflexion heute kein Luxus, sondern eine notwendige Gegenbewegung. Sie ermöglicht, innezuhalten, den eigenen Weg bewusst zu prüfen, Prioritäten zu erkennen und persönliche Werte nicht aus den Augen zu verlieren. Wer sich regelmäßig selbst reflektiert, lernt, Muster zu erkennen, Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen und Entscheidungen aus einer klaren, selbstbestimmten Haltung zu treffen.
Selbstreflexion ist zugleich ein Weg, authentischer zu leben: Man spürt die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Wünsche deutlicher und kann Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Je häufiger man innehält und sich selbst ehrlich betrachtet, desto mehr entsteht innere Klarheit, Gelassenheit und die Fähigkeit, bewusst zu gestalten, statt nur zu reagieren. In einer Welt, die von äußerem Druck und ständiger Reizüberflutung geprägt ist, wird die stille Praxis der Selbstreflexion so zu einem wichtigen Instrument der Freiheit und persönlichen Entwicklung.
In der modernen Leistungskultur wird der Mensch häufig über sein Tun definiert. „Was machst du?“, ist oft die erste Frage, nicht „Wie geht es dir?“ oder „Was bewegt dich?“ Viele Menschen beginnen unbewusst, ihren eigenen Wert an Effizienz, Erfolg oder Durchhaltevermögen zu knüpfen. Selbstreflexion setzt hier an einem heiklen Punkt an: Sie fragt nicht nur, ob wir leistungsfähig sind, sondern warum wir glauben, es sein zu müssen.
Wer innehält und sich fragt, ob der innere Druck aus eigener Motivation oder aus Angst vor Strafe oder Bedeutungslosigkeit oder auf der Suche nach Anerkennung entsteht, berührt einen sensiblen Kern. Häufig zeigt sich, dass Erschöpfung nicht allein aus zu viel Arbeit entsteht, sondern aus dem Gefühl, nie genug zu sein.
In meiner Funktion als Managementtrainer möchte ich auf diesen Punkt noch etwas genauer eingehen.
Wer heute von Motivation spricht, spricht selten noch von Gehorsam. In Managementseminaren wie in politischen Reden hat sich der Ton verändert: Es wird nicht mehr befohlen, sondern eingeladen, nicht mehr gedroht, sondern Sinn versprochen. Engagement, Eigenverantwortung, Identifikation – das Vokabular wirkt menschlich, beinahe fürsorglich. Und doch lohnt es sich, genauer hinzuhören, denn genau in dieser Verschiebung liegt eine neue Form von Macht.
Der äußere Druck, der früher durch klare Hierarchien, Sanktionen oder materielle Zwänge wirkte, ist vielerorts einem inneren Druck gewichen. Menschen sollen nicht nur arbeiten, sie sollen sich einbringen, nicht nur Pflichten erfüllen, sondern sich mit Zielen identifizieren. Arbeit wird zur Bühne der Selbstverwirklichung, Leistung zum Ausdruck der Persönlichkeit. Wer motiviert ist, braucht keine Kontrolle – er kontrolliert sich selbst. Diese Logik ist effizient, aber sie ist nicht neutral und nicht ausschließlich positiv zu bewerten.
Managementlehre und politische Kommunikation greifen dabei auf zutiefst menschliche Bedürfnisse zurück: das Bedürfnis nach Anerkennung, nach Zugehörigkeit, nach Bedeutung. Wer dazugehören will, muss engagiert sein. Wer gesehen werden möchte, muss leisten. Wer Sinn sucht, findet ihn – so die Erzählung – in Produktivität und Einsatz. Scheitern erscheint in diesem Rahmen weniger als strukturelles Problem, denn als persönlicher Mangel. Nicht die Bedingungen waren zu hoch, sondern der Einsatz war zu gering.
Besonders wirksam ist dabei die Angst vor Bedeutungslosigkeit.
In einer Gesellschaft, in der Identität zunehmend über Leistung definiert wird, ist die Aussicht, „nicht gebraucht“ zu werden, bedrohlicher als jede formale Strafe. Motivation funktioniert dann nicht mehr über Zwang, sondern über die ständige implizite Frage: Bin ich genug? Diese Frage hält Menschen in Bewegung – oft über ihre eigenen Grenzen hinaus.
Anerkennung wird in diesem Zusammenhang zu einem machtvollen Steuerungsinstrument. Lob, Sichtbarkeit und moralische Aufwertung ersetzen materielle Sicherheit. Wer sich engagiert, gilt als verantwortungsvoll, wer zögert, schnell als defizitär. So entsteht eine subtile Moral der Leistung, in der Engagement nicht nur erwünscht, sondern erwartet wird. Abweichung wird nicht sanktioniert, sondern beschämt.
Dabei ist diese Form der Steuerung selten das Ergebnis bewusster Manipulation. Vielmehr handelt es sich um ein System aus Denk- und Sprachmustern, das von jenen reproduziert wird, die selbst darin sozialisiert wurden. Manager, Lehrende, Politiker und dergleichen glauben oft ehrlich an die Versprechen von Sinn, Motivation und Eigenverantwortung. Gerade diese Aufrichtigkeit macht das System stabil. Macht zeigt sich hier nicht als Unterdrückung, sondern als Selbstverständlichkeit.
Die Folgen werden dort sichtbar, wo Erschöpfung nicht mehr durch Überarbeitung allein erklärbar ist. Burnout entsteht nicht nur aus zu vielen Aufgaben, sondern aus der Erfahrung, trotz permanenter Anstrengung nie zu genügen. Wer ständig motiviert sein soll, darf kaum noch müde sein. Wer Sinn in Leistung finden soll, verliert leicht das Recht auf Zweifel. Erschöpfung wird individualisiert – und damit entpolitisiert.
In diesem Kontext gewinnt Selbstreflexion eine neue Bedeutung. Sie ist nicht länger nur eine private Praxis der Selbsterkenntnis, sondern ein Moment der Entkopplung. Wer innehält und fragt, ob der eigene Antrieb aus innerem Wunsch oder aus der Angst vor Austauschbarkeit entsteht, unterbricht den automatischen Kreislauf der vermeintlichen Selbstoptimierung. Solche Fragen sind unbequem, weil sie die Grenze zwischen persönlicher Verantwortung und strukturellem Druck der Umwelt sichtbar machen.
Vielleicht liegt genau hier das subversive Potenzial der Selbstreflexion. Nicht darin, sich weiter zu verbessern, sondern darin, sich der permanenten Aufforderung zur Verbesserung zu entziehen. In einer Kultur, die Motivation zur Pflicht gemacht hat, kann das Innehalten selbst zu einer Form von Widerstand werden – leise, unspektakulär, aber tiefgreifend.
Social Media verstärken diese Dynamik auf subtile Weise. Die ständige Konfrontation mit anderen Lebensentwürfen erzeugt – oftmals unbewusst – einen Vergleich. Selbstreflexion bedeutet hier, den eigenen inneren Zustand ernst zu nehmen: Was macht dieses „Sehen” mit mir? Suche ich Inspiration – oder Bestätigung? Fühle ich mich mit dem Gesehenen verbunden oder eher entfremdet von mir selbst?
Ein weiterer Raum alltäglicher Selbstreflexion ist der Umgang mit Erwartungen. Viele Entscheidungen – Beruf, Lebensstil, Beziehungsformen – entstehen nicht aus einem klaren inneren Wunsch, sondern aus übernommenen Bildern davon, wie ein „gelungenes Leben“ auszusehen habe.
Selbstreflexion bedeutet hier, zwischen eigener Stimme und internalisierten Stimmen zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist nicht einfach, denn gesellschaftliche Erwartungen klingen oft vertraut, fast wie die eigenen Gedanken. Oftmals versuchen Menschen, es möglichst vielen anderen Menschen recht zu machen. Ihre eigene, innere Stimme geht dabei nicht selten unter. „Everybodys darling is everybodys Depp“, wie der CSU-Politiker Franz Josef Strauß es ausdrückte.
Auch Gefühle wie Neid oder Unruhe, die im Alltag gern verdrängt werden, sind zentrale Ausgangspunkte für Selbstreflexion. Neid gilt als negatives Gefühl, dabei verweist er häufig auf unerfüllte Bedürfnisse oder unterdrückte Wünsche. Wer sich selbst ehrlich fragt, was genau am Erfolg anderer schmerzt, gelangt oft näher zu sich selbst als durch abstrakte, fremddefinierte Selbstoptimierung. Nicht der Vergleich ist das eigentliche Problem, sondern die fehlende Verbindung zum eigenen Maßstab.
Selbstreflexion zeigt sich besonders im Umgang mit Erschöpfung, Gereiztheit oder innerer Leere. Anstatt diese Zustände sofort „beheben“ zu wollen, lädt sie dazu ein, ihnen nachzuspüren und Fragen zu stellen: Reagiere ich auf die aktuelle Situation – oder auf etwas Altes, das wieder berührt wurde? Brauche ich tatsächlich mehr Disziplin, oder vielmehr die Erlaubnis zur Pause?
In einer Kultur, die ständiges Funktionieren und Leistung belohnt, ist es fast schon ein stiller Akt des Widerstands, das eigene Empfinden nicht zu übergehen. Wer diese Momente bewusst wahrnimmt, kann erkennen, welche inneren Bedürfnisse oder Grenzen gerade angesprochen werden. So wird Selbstreflexion zu einem Werkzeug, nicht nur um Reaktionen zu verstehen, sondern auch um Mitgefühl mit sich selbst zu entwickeln, innere Ressourcen zu stärken und bewusster zu handeln, statt automatisch auf Stress, Druck oder alte Muster zu reagieren.
Je häufiger man innehält und diese Fragen ehrlich beantwortet, desto leichter fällt es, eigene Prioritäten zu erkennen, Überforderung vorzubeugen und Entscheidungen aus Klarheit statt aus Reaktion zu treffen. Selbstreflexion wird so zu einem Schlüssel, um innere Balance zu finden und dem ständigen Leistungsdruck der Außenwelt souverän zu begegnen.
Autoritäres und humanistisches Gewissen — Gesinnungsethik und Verantwortungsethik
Erich Fromm unterscheidet in seiner humanistischen Psychoanalyse zwei grundlegend verschiedene Formen des Gewissens: das autoritäre und das humanistische. Diese Unterscheidung ist mehr als eine psychologische Typologie; sie berührt den Kern der Frage, wie der Mensch sich selbst gegenübertritt und worauf seine moralische Orientierung gründet.
Das autoritäre Gewissen entsteht dort, wo moralische Maßstäbe von außen übernommen werden. Es ist die verinnerlichte Stimme einer Autorität – der Eltern, der Gesellschaft, der Religion oder des Staates. Gut ist, was geboten wird – schlecht, was verboten ist.
Schuld entsteht nicht primär durch die Verletzung eigener Werte, sondern durch Ungehorsam. Selbstreflexion vollzieht sich hier im Modus der Anpassung: Habe ich getan, was von mir erwartet wurde? Habe ich die Regeln eingehalten? Das autoritäre Gewissen ist deshalb nicht selten streng, strafend und angstbesetzt. Es sichert Ordnung, kann aber die innere Reife des Menschen untergraben, weil moralisches Urteil nicht aus eigener Einsicht, sondern aus Gehorsam hervorgeht.
Demgegenüber beschreibt Fromm das humanistische Gewissen als Ausdruck der eigenen Lebendigkeit und Vernunft. Es ist keine äußere Instanz, sondern die innere Stimme des Menschen, insofern er um seine Möglichkeiten, Bedürfnisse und Grenzen weiß. Das humanistische Gewissen fragt nicht: „Was darf ich?“ oder „Was wird von mir verlangt?“, sondern: „Was entspricht meinem Menschsein?“ Schuld entsteht hier nicht aus Regelbruch, sondern aus Selbstverfehlung – aus dem Zurückbleiben hinter den eigenen Möglichkeiten zu Liebe, Verantwortung und produktivem Leben. Selbstreflexion wird damit zu einem Akt der Selbstbegegnung: Habe ich mich selbst ernst genommen? Habe ich aus Angst, Eigennutz oder Bequemlichkeit gegen meine eigene Einsicht gehandelt?
In dieser Perspektive wird deutlich, dass Selbstreflexion nicht neutral ist. Sie kann entweder der Anpassung oder der Reifung dienen. Das autoritäre Gewissen begünstigt eine Form der Reflexion, die nach Rechtfertigung sucht – das humanistische Gewissen hingegen eine, die nach Wahrhaftigkeit strebt.
Hier öffnet sich auch ein Anschluss an Max Webers Unterscheidung von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. Die Gesinnungsethik orientiert sich primär an der Reinheit der inneren Haltung. Entscheidend ist, ob jemand aus den „richtigen“ – meist fremdgesteuerten – Motiven handelt, unabhängig von den Folgen. Diese Haltung weist strukturelle Parallelen zum autoritären Gewissen auf, sofern moralische Selbstprüfung oft an festgelegte Prinzipien oder Überzeugungen gebunden bleibt. Der Mensch kann sich moralisch im Recht fühlen, selbst wenn das eigene Handeln destruktive Konsequenzen hat – denn die Gesinnung gilt als unantastbar. Man denke beispielsweise an den Fraktionszwang deutscher Politiker im Hinblick auf die mehr als zweifelhafte Unterstützung der israelischen Regierung in ihrer Auseinandersetzung mit Palästina. Ein verantwortungsethischer Politiker mit humanistischem Gewissen hätte seine Unterstützung dem kinder- und völkermordenden israelischen Regime entzogen.
Die Verantwortungsethik fordert, das eigene Handeln an seinen Wirkungen zu messen. Sie verlangt eine reifere Form der Selbstreflexion: Nicht nur die Absicht, sondern auch die Konsequenzen müssen verantwortet werden.
In dieser Hinsicht steht sie dem humanistischen Gewissen näher. Wer aus einem humanistischen Gewissen heraus handelt, fragt nicht allein, ob er sich selbst treu geblieben ist, sondern auch, wie sein Handeln auf andere wirkt. Verantwortung bedeutet hier nicht äußeren Zwang, sondern die Bereitschaft, die Komplexität menschlichen Handelns anzuerkennen und sich ihr zu stellen.
Der Zusammenhang ist dabei nicht identisch, aber strukturell verwandt: Das autoritäre Gewissen tendiert zur Gesinnungsethik, das humanistische Gewissen zur Verantwortungsethik. Beide Unterscheidungen markieren einen Übergang von heteronomer zu autonomer Moral – von einem Moralverständnis, das auf Gehorsam beruht, zu einem, das auf Einsicht, Selbstreflexion und Beziehung ausgerichtet ist.
So verstanden ist Selbstreflexion bei Fromm nicht nur eine psychologische Technik, sondern eine ethische Haltung. Sie entscheidet darüber, ob der Mensch sich selbst als Objekt von Normen oder als Subjekt verantwortlichen Handelns begreift. Ein humanistisches Gewissen entsteht dort, wo der Mensch lernt, sich selbst zuzuhören – nicht um sich zu entschuldigen, sondern um sich ernst zu nehmen. Und vielleicht liegt gerade darin eine der anspruchsvollsten Formen moralischer Reife: nicht nur nach dem Guten zu streben, sondern bereit zu sein, die Verantwortung für das eigene Menschsein zu tragen.
Gesinnungsethik und Fraktionszwangs in der deutschen Politik
Politiker schwanken zwischen Gewissensbekenntnis, Parteizwang und Verantwortung.
Wenn man die deutsche Politik der letzten Jahre betrachtet, fallen Muster auf, die über rein sachlich-politische Auseinandersetzungen hinausweisen: Politiker verhalten sich oft, als würden sie zuerst eine Haltung vertreten, eine innere Überzeugung oder eine parteipolitische Identität bestätigen wollen – und dann erst prüfen, welche Folgen diese Haltung konkret zeitigen könnte. Diese Beobachtung lässt sich entlang der Krisen der Gegenwart illustrieren. Nachfolgend werden in diesem Zusammenhang kurz die Corona-Politik, die Ukraine-Krise sowie der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina beleuchtet.
In der Corona-Krise wurde besonders deutlich, wie stark gesinnungsethisch aufgeladene Überzeugungen das politische Handeln bestimmen können. Entscheidungen in der Coronazeit orientierten sich weniger an der Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland, sondern an den nicht immer redlichen Zielen der eliteinstruierten Politiker. Der Gesundheitsexperte der SPD und spätere Gesundheitsminister Karl Lauterbach gab oftmals einem moralisch aufgeladenen Verantwortungsgelaber den Vorzug vor einer nüchternen Faktenanalyse. Sein Einsatz für harte Maßnahmen entsprang nicht einer klinischen Bewertung epidemiologischer Daten, sondern einer vermeintlichen Schutz-Überzeugung – einem Bekenntnis, das bei vielen seiner Anhänger viel Zustimmung fand, dabei aber immer wieder zu Recht kritisiert wurde, weil andere gesellschaftliche Konsequenzen wie psychische Belastungen, wirtschaftliche Folgen oder Freiheitsfragen vergleichsweise wenig Raum erhielten.
Ein ähnliches Gemisch aus moralischer Überzeugung – das Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit scheint in Deutschland besonders stark ausgeprägt zu sein – und parteipolitischer Loyalität prägt auch die deutsche Haltung zur Ukraine-Krise und zu Russland. Bundeskanzler Olaf Scholz’ „Zeitenwende“-Rede, die eine historische Zäsur in der deutschen Sicherheitspolitik markierte, wurde weithin als notwendiger moralischer Entschluss verstanden: Solidarität mit der angegriffenen Ukraine müsse deutlich und unmissverständlich sein. Für Scholz und viele in der Ampel-Koalition war es notwendig, moralisch entschlossen aufzutreten, nicht zuletzt, um innenpolitische Zerrissenheit zu vermeiden und ein gemeinsames europäisches Projekt zu festigen.
Doch diese Haltung zeigt zugleich, wie parteiinterne und fraktionsübergreifende Übereinstimmung die Verantwortungsethik überlagern kann: Die Frage, wie weit man gehen sollte bei Waffenlieferungen, Sanktionen oder bei der Einbindung weiterer Staaten in den Konflikt, wurde häufig eher im Rahmen parteipolitischer Positionen verhandelt als in offenen Folgenabschätzungen. Die Gesinnungsethik des deutschen Parteienkartells – bestehend aus der Union, der SPD, FDP und den Grünen – dämonisierte Russland und Wladimir Putin und stand fest an der Seite der US-amerikanischen, bellizistischen, Deep-State-geleiteten Biden-Regierung. Wären Verantwortungsethiker statt Gesinnungsethiker am Werk gewesen, hätte der Konflikt bereits sechs Wochen nach Ausbruch beigelegt und Hunderttausende Tote vermieden werden können. Wahrscheinlich wäre er erst gar nicht entstanden.
Der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina zeigt in besonderem Maße auf, wie dicht historische Verantwortung, moralische Symbole und parteipolitische Linien beieinander liegen. In Deutschland ist die politische Haltung zu Israel stark durch das historische Vermächtnis des Holocaust geprägt.
Diese kollektive Erfahrung wirkt bis heute in den Reaktionen auf Konflikte im Nahen Osten mit und prägt das normative Gerüst vieler Entscheidungsträger: Sicherheit für Israel wird oft als unantastbare Verpflichtung verstanden. Olaf Scholz hatte unmittelbar nach den Angriffen von Oktober 2023 erklärt, Deutschland stehe fest an der Seite Israels, und dieser Satz wurde im Parlament quer durch die Fraktionen getragen.
Der amtierende Bundeskanzler Friedrich Merz steht in der Tradition dieser deutschen Grundhaltung. Er hat mehrfach bekräftigt, dass Deutschland die Sicherheit Israels als Teil seiner Staatsräson begreift. Sollte die Staatsräson nicht derart ausgeprägt sein, auf der Seite des Rechts zu stehen, und nicht auf der Seite des Unrechts? Das israelische Regime hat mehr als 20.000 Kinder ermordet. Den Chef dieser Mörderbande, Benjamin Netanjahu, nach Deutschland einladen zu wollen, schlägt dem Fass den Boden aus.
Die gesinnungsethische, meines Erachtens verwerfliche Position des Bundeskanzlers ruht vermutlich auf moralischen Überzeugungen darüber, was gerecht und geboten sei, und auf historischen Verpflichtungen, weniger auf einer nüchternen, umfassenden Folgenanalyse darüber, wie eine solche Haltung die Dynamik des Konflikts und sein humanitäres Leid tatsächlich beeinflusst. Merz’ Haltung, die Anerkennung Palästinas nicht zu unterstützen, obwohl andere europäische Staaten dies tun, ist ein Beispiel dafür, wie moralisch begründete Linien beibehalten werden, auch wenn sie außenpolitisch oder humanitär umstritten sind.
Kinder- und Völkermörder lädt man nicht ein, Herr Merz, unter keinen Umständen, auch wenn Donald Trump das in verwerflicher Form nach wie vor praktiziert!
Innerhalb der SPD gibt es Stimmen, die eine drastischere Neubewertung deutscher Rüstungsexporte fordern und sogar ein Ende der Waffenlieferungen an Israel ins Gespräch bringen – nicht nur aus moralischem Unbehagen über Menschenrechtsverletzungen, sondern als Appell an eine andere Verantwortungsethik, die Wirkungen des eigenen Handelns stärker berücksichtigt. In parteipolitischen Debatten – etwa bei den Linken – wurde die humanitäre Katastrophe in Gaza aufgegriffen und die Frage nach Konsequenzen deutscher Politik laut, was in Teilen der Bevölkerung auf breite Resonanz trifft.
Doch diese innerdeutsche Debatte bleibt fragmentiert. Die Regierungskoalition formuliert Solidarpakete mit Israel und zugleich vorsichtige Kritik an bestimmten militärischen Entscheidungen, während Oppositionsparteien lautstark eine andere ethische Bewertung verlangen. All dies geschieht in einem politischen Klima, in dem Fraktionszwang, parteipolitische Loyalität und das Bedürfnis nach moralischer Kohärenz oft dominieren. Gewissensentscheidungen, die sich in parlamentarischen Abstimmungen manifestieren könnten, werden selten sichtbar – stattdessen folgen die meisten Abgeordneten parteipolitischen Linien, die eine starke moralische Botschaft transportieren, aber nicht zwangsläufig die komplexen Wirkungsgeflechte berücksichtigen.
Im Ergebnis zeigt sich in Deutschland ein politisches Feld, in dem Gesinnungsethik deutlich wirkt, weil moralische Grundüberzeugungen und historische Verpflichtungen parteiübergreifend hoch gewichtet werden – und in dem Verantwortungsethik, also die sorgfältige Abwägung von Folgen, oft der parteipolitischen Identität und dem inneren moralischen Kompass weicht. Politik wird so weniger als reflektiertes Entscheiden über Wirkungen, Risiken und Hoffnungen wahrgenommen, sondern mehr als Ausdruck einer Haltung, die in erster Linie moralische Zustimmung erzeugen soll.
Diese Dynamik ist kein deutsches Alleinstellungsmerkmal, aber sie ist in Deutschland besonders ausgeprägt, weil moralische Argumentationen – ob beim Pandemieschutz, bei der Solidarität mit der Ukraine oder im Nahostkonflikt – politisch selten offen hinterfragt werden. Der Mut zur Selbstreflexion – im Sinne eines humanistischen Gewissens, das nicht nur Haltungen, sondern auch Konsequenzen prüft – bleibt eine Herausforderung für den politischen Alltag.
Fazit
Selbstreflexion ist nicht frei von Ambivalenz. Sie kann zur Quelle von Klarheit werden – oder zur subtilen Form der Selbstkontrolle.
Gesunde Selbstreflexion ist neugierig, offen, manchmal sogar freundlich. Ungesunde Selbstreflexion ist hart, anklagend und kreist um die Frage, was mit einem nicht stimmt. In diesem Sinne bedeutet Selbstreflexion nicht, sich ständig zu analysieren, sondern sich selbst als lernendes, widersprüchliches Wesen anzuerkennen.
Vielleicht ist das die tiefste Form alltäglicher Selbstreflexion: nicht alles sofort einordnen zu müssen, nicht jedes Gefühl zu erklären, nicht jede Unsicherheit zu lösen, sondern wahrzunehmen, wie man gerade in Beziehung steht – zu sich selbst, zu anderen, zur Welt, ohne eine Situation bewerten zu müssen. In einer Zeit permanenter Bewertung kann genau das ein stiller, aber radikaler Akt sein, und zu einem höheren Level der persönlichen Entwicklung führen.
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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Friedrich Merz ist der Kanzler der Kehrtwenden und der sozialen Kälte.Er versprach Haushaltsdisziplin, Migrationswende und wirtschaftliche Vernunft. Geblieben sind Neuverschuldung, soziale Härten und eine Energiepolitik, die Industrie und Verbraucher belastet. Friedrich Merz steht für eine Politik, die Prinzipien über das Wohl des Landes stellt – und dafür einen hohen Preis verlangt.
Mit 91,17 Prozent der Stimmen wurde Friedrich Merz auf dem CDU-Parteitag erneut als Parteivorsitzender bestätigt. Die Delegierten bescheinigen ihm damit Rückhalt – doch seine Rede wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Zwar präsentierte sich Merz rhetorisch souverän und staatsmännisch, konkrete Ansatzpunkte für echte und beschleunigte Reformen blieben jedoch aus. Wo im Wahlkampf klare Kanten in Migrations-, Finanz- und Energiefragen angekündigt wurden, dominieren nun Kompromissformeln, Durchhalteparolen und die Rechtfertigung politischer Kurswechsel. Reformen werden beschworen, aber nicht terminiert und Probleme benannt, ohne dass erkennbar wird, wie sie gelöst werden sollen. Zwischen den Versprechen vor der Wahl und der politischen Wirklichkeit klafft nach wie vor eine riesige Lücke.
Inhaltlich verband Merz in seiner Rede klassische konservative Motive mit aktuellen Krisenthemen. Er beschwor die Geschlossenheit der Partei und betonte, CDU und CSU müssten als stabile Kraft der politischen Mitte auftreten. Zugleich erneuerte er seine kategorische Absage an jede Zusammenarbeit mit der AfD und stellte die Union als Bollwerk gegen politische Ränder dar. Diese Selbstverortung in der „Mitte“ sollte Stabilität signalisieren, wirkte jedoch eher defensiv als richtungsweisend.
Nach aktuellen Umfragen würde momentan etwa jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland die AfD wählen. Diese Wähler pauschal aus dem demokratischen Diskurs auszuschließen, ist antidemokratisch. Die sogenannte Brandmauer wird als Abgrenzung gegenüber Parteiführungen begründet – gegenüber Millionen Bürgern ist sie jedoch eine politische Missachtung des Wählerwillens und damit ein Schlag ins Gesicht der Wähler und der Demokratie. Ich bin nicht gerade ein Freund der AfD. Als Demokrat, der sich der offenen Debatte verpflichtet fühlt, halte ich es jedoch für grundlegend falsch, einen wachsenden Teil der Bevölkerung dauerhaft zu delegitimieren, statt sich inhaltlich mit seinen Motiven auseinanderzusetzen. Wer Demokratie ernst nimmt, Herr Merz, muss auch unbequeme Wahlergebnisse aushalten – sowie politisch beantworten, und nicht moralisch wegdefinieren. Momentan sind es die Altparteien, die sich antidemokratisch verhalten, und nicht die AfD.
Zentrale Schwerpunkte setzte Merz bei wirtschaftlichen Reformen. Er sprach von Bürokratieabbau, von der Notwendigkeit, Investitionen zu erleichtern, und von der Senkung von Energiepreisen als Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Auch strukturelle Veränderungen im Sozial- und Rentensystem kündigte er erneut an. Doch diese Reformrhetorik blieb weitgehend abstrakt. Zeitpläne, konkrete Maßnahmen oder politische Prioritäten nannte er nicht. Stattdessen verwies er auf die Zwänge der Regierungsarbeit und die Notwendigkeit von Kompromissen innerhalb der Koalition – ein deutlicher Kontrast zu den klaren Versprechen des Wahlkampfs.
Auffällig war dabei der doppelte Ton seiner Rede: Einerseits bemühte sich Merz um Geschlossenheit und Durchhaltewillen, andererseits verteidigte er bereits vollzogene Kursänderungen. Wörtlich sagte er:
„Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug deutlich gemacht, dass wir diese gewaltige Reformanstrengung nicht von heute auf morgen schaffen werden. Diese Kritik nehme ich an. Ich will nicht nur moderieren. Ich will nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner als unser größtes Ziel ausrufen. Ich will antreiben … Deutschland muss zur Höchstform auflaufen.“
Damit räumte er ein, dass zentrale Reformvorhaben langsamer umgesetzt werden als angekündigt, und zugleich stellte er klar, dass er die politische Linie seiner Partei weiterhin aktiv vorantreiben will – eine Mischung aus Selbstkritik und Rechtfertigung, die den Ton seiner Rede prägt. In meinen Augen, Herr Merz, wollen Sie zu einer „Höchstform“ Deutschlands durch einen weitgehenden Sozialabbau kommen. Das Vermögen der Finanzelite soll unangetastet bleiben.
In der politischen Richtung, die aus der Rede ablesbar wurde, zeigte sich Merz als ein Kanzler und Parteichef, der auf Stabilisierung statt auf Umbruch setzt. Die CDU soll als ordnende Kraft der Mitte erscheinen, Reformen sollen behutsam erfolgen, Konflikte mit Koalitionspartnern vermieden werden. Was fehlt, ist der Bruch mit dem Status quo, den Merz vor der Wahl in Aussicht gestellt hatte. Statt klarer Kurskorrekturen bietet er nun politische Beruhigung.
So wirkt die Wiederwahl weniger wie ein Startsignal für einen neuen Reformkurs als wie die Bestätigung einer Politik, die auf Angleichung und Abstimmung setzt. Merz spricht von Erneuerung, liefert aber vor allem Rechtfertigungen für Anpassung. Seine Rede zeigt damit nicht den Kanzler, der Wahlversprechen einlöst, sondern den Parteivorsitzenden, der das Arrangement mit der SPD erklärt.
Sein und Schein
Das tatsächliche politische Handeln von Friedrich Merz erzählt eine andere Geschichte: die eines Mannes, der vor Wahlen Klarheit verspricht und nach Wahlen seine Positionen relativiert und teilweise ins Gegenteil verkehrt – mit spürbaren Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft.
Vor der Wahl gab Merz den Hüter der schwarzen Null. Neue Schulden seien der falsche Weg, hieß es. Kaum war die Wahl vorbei, wurden neue Kredite in astronomischer Höhe politisch akzeptabel. Auch in der Migrationspolitik folgte auf die harte Rhetorik der Rückzug in Koalitionskompromisse. Die SPD gab diesbezüglich den Ton an. Politik lebt vom Ausgleich – doch wenn zentrale Versprechen kassiert werden, verliert politische Führung ihre Glaubwürdigkeit. Wer mit Entschlossenheit wirbt und anschließend nachgibt, hinterlässt das Bild eines Kanzlers der Kehrtwenden.
Politik für oben, Zumutungen für unten
Merz’ berufliche Vergangenheit in der Finanzwelt ist kein Vergehen, ist und bleibt für einen Mann, der Volksinteressen vertreten soll, jedoch fragwürdig. Seine Vergangenheit wirft die politische Frage auf: Wessen Perspektive prägt sein Handeln? Wenn Sozialausgaben unter Spardruck geraten, während große Vermögen weitgehend unangetastet bleiben, entsteht das Bild einer Politik, die Lasten gezielt nach unten durchreicht. Die unausgesprochene Botschaft lautet: mehr arbeiten, länger arbeiten, mit weniger Absicherung. Was dabei als „Produktivitätsdebatte“ ausgegeben wird, ist in Wahrheit die moralische Umverpackung sozialer Kürzungen. Nicht politische Prioritäten stehen zur Diskussion, sondern das angeblich zu geringe Leistungsniveau der Bevölkerung – eine Frechheit diese Haltung den hart arbeitenden und steuerlich abgezockten Bürgern gegenüber.
Produktivität dient in dieser Rhetorik als Hebel, um Verzicht zu rechtfertigen: längere Arbeitszeiten, höhere Rentenalter, geringere Leistungen. Gleichzeitig bleibt unausgesprochen, wofür diese Einschnitte notwendig sein sollen. Der Sozialstaat steht unter Dauerverdacht, die Aufrüstung unter Bestandsschutz. Bei Sozialleistungen wird jeder Cent eingespart – die enormen Summen für Verteidigung und Waffen gelten als alternativlos.
So wird aus einer Debatte über wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eine Debatte über soziale Belastbarkeit. Wer „produktiver“ sein soll, bedeutet in dieser Logik nicht besser entlohnt, sondern stärker beansprucht zu werden. Nicht Vermögen wird in die Pflicht genommen, sondern Arbeitskraft. Der Sozialstaat erscheint als Kostenfaktor, während Militärausgaben als Investition etikettiert werden. Diese Verschiebung ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer Politik, die Aufrüstung finanziell absichert, indem sie sozialen Ausgleich relativiert – schändliche Kriegstreiberei auf Kosten der Bürger!
Was als Reform verkauft wird, ist damit kein Projekt des Fortschritts, sondern eines der Verlagerung: Arbeit wird verdichtet, Sicherheit abgebaut, während bellizistische Strategien Vorrang erhalten. Eine Regierung, die die Produktivitätsfrage mit Sozialabbau beantwortet, tauscht wirtschaftliche Stabilität gegen soziale Instabilität – und nennt das Verantwortung.
„Nimm die Gerechtigkeit weg – was ist ein Staat anderes als eine große Räuberbande?“ Augustinus von Hippo
Der ursprüngliche Kontext stammt aus De civitate Dei („Der Gottesstaat“), einem der Hauptwerke des bedeutenden Kirchenvaters des 4./5. Jahrhundert, in dem Augustinus schrieb, dass Reiche ohne Gerechtigkeit faktisch wie großräuberische Vereinigungen wären, weil sie Macht über Menschen ausüben, ohne dem Gemeinwohl zu dienen. Friedrich Merz spiegelt den Typus Politiker wider, der die Reichen auf Kosten des Volkes vertritt.
Aufrüstung statt Ausgleich in Deutschland und Europa
Merz setzt auf dauerhaft steigende Rüstungsausgaben und eine kompromisslose Unterstützung der Ukraine. Diese Politik umfasst nicht nur Waffenlieferungen in Milliardenhöhe, sondern auch langfristige finanzielle Hilfen, Garantien und Wiederaufbauzusagen, die letztlich von den Steuerzahlern in Deutschland und Europa getragen werden. Militärische Hilfe, Haushaltsmittel und EU-Fonds fließen in einen Krieg, dessen Ende von europäischen Kriegstreibern bewusst hinausgezögert wird und dessen Eskalationsrisiko stetig wächst.
Auf dem CDU-Parteitag betonte Merz ausdrücklich, dass Deutschland und Europa an der Seite der Ukraine stehen werden:
„Wir stehen an der Seite des ukrainischen Volkes ohne Wenn und Aber.“ „Wir werden uns niemals damit abfinden, wie ein verbrecherisches russisches Regime systematisch Krieg führt gegen die Zivilbevölkerung dieses Landes … gegen alte Menschen, Frauen und Kinder.“
Merz sagte, Russland verbinde den seit vier Jahren währenden Angriff gegen die Ukraine „mit einer geradezu unerträglichen Nazipropaganda gegen das ukrainische Volk“ – ein Volk, das unter deutscher und russischer Gewaltherrschaft historisch stark gelitten habe. Diese Propaganda werde „jederzeit auf unseren entschiedenen Widerspruch stoßen“.
Herr Merz, das russische Regime ist nicht verbrecherisch, sondern wehrt sich gegen den Würgegriff der NATO, die in den letzten 30 Jahren immer weiter in Richtung Russland vorgerückt ist. Die imperialistischen USA, die sich gegen eine unaufhaltsame multipolare Weltordnung stellen, haben diesen Krieg provoziert, und führten unter dem Biden-Regime einen Stellvertreterkrieg in der Ukraine. Wladimir Putin tut wesentlich mehr für sein Volk als Sie es tun. Auch wenn man nicht mit seiner Vorgehensweise in allen Punkten übereinstimmen muss, ist Putin ein Staatsmann, dem Sie nicht das Wasser reichen können. Das ukrainische Volk, an dessen Seite Sie „ohne Wenn und Aber“ stehen, wird von einem Regime geführt, das mit Korruptionsskandalen übersät und faschistisch unterminiert ist. Die Verehrung des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera als Nationalhelden ist unübersehbar.
Bevor am 24. Februar 2022 der Krieg begann, hat das Kiew-Regime mehr als 14.000 Menschen in der Ostukraine getötet, und die ostukrainische Bevölkerung von der Lebensmittelversorgung und der finanziellen Unterstützung weitgehend abgeschnitten, die daraufhin Russland übernehmen musste. Wenn die Bevölkerung in der Ostukraine lieber zu Russland gehören möchte, ist das legitim und verständlich. Sie sollten aufhören mit Ihrer russlandfeindlichen Propaganda, und die deutsche Bevölkerung über die wahren Verhältnisse in der Ukraine aufklären. Sie werden in die deutsche Geschichte als ein Kanzler eingehen, der wegen einer Mischung aus Verbohrtheit, Elitenverbundenheit und politischer Dummheit sein eigenes Volk leiden ließ und an den Rand eines Dritten Weltkriegs gebracht hat. Ihr Widerspruch auf die russische Propaganda ist nichts weiter als der bellizistische Versuch, den Krieg in der Ukraine am Laufen zu halten. Das vermeidbare Töten geht weiter, und dazu liefern Sie mit Ihrer kriegstreiberischen Einstellung, ebenso wie Keir Starmer, Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen ihren Beitrag.
Die bellizistische Linie wird auf europäischer Ebene maßgeblich von der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der estnischen Ministerpräsidentin Kaja Kallas vorangetrieben. Beide fordern eine nahezu bedingungslose Fortsetzung der militärischen und finanziellen Unterstützung der Ukraine – unabhängig von wirtschaftlichen Belastungen oder sozialen Folgekosten innerhalb der EU. Die Parole lautet sinngemäß: Die Ukraine wird unterstützt, koste es, was es wolle! Doch was hier als geopolitische Verantwortung deklariert wird – in Wirklichkeit aber Kriegstreiberei darstellt –, ist eine massive Umverteilung öffentlicher Mittel in unproduktive Rüstungsprogramme und Kriegsfinanzierung, von denen sich die Menschen in Europa keine Scheibe abschneiden können. Es ist ein Verrat an den europäischen Bürgern.
Friedrich Merz setzt eine klare Priorität: Militär vor Sozialem. Während für Waffen, Munition und militärische Infrastruktur Milliardenbeträge mobilisiert werden, geraten Renten, Pflege, Bildung und kommunale Haushalte unter Druck. Wer in dieser Lage Sozialausgaben begrenzt oder kürzt, während militärische Ausgaben als alternativlos gelten, trifft keine neutrale Haushaltsentscheidung, sondern eine bellizistische. Diese Entscheidung bedeutet, dass gesellschaftliche Sicherheit der militärischen Sicherheit nachgeordnet wird.
Die politische Botschaft ist eindeutig: Für Krieg ist Geld da, für soziale Stabilität muss gespart werden. So verwandelt sich Solidarität mit der Ukraine in eine dauerhafte Belastung der eigenen Bevölkerung. Nicht Vermögen werden herangezogen, sondern die Allgemeinheit. Während Rüstungsunternehmen Rekordgewinne verzeichnen, werden Bürgerinnen und Bürger auf Verzicht eingeschworen.
Eine solche Politik ist außenpolitisch bellizistisch, innenpolitisch ist sie ein Bruch des sozialen Versprechens. Sie fordert dümmliche, kriegstreiberische Loyalität nach außen, während sie nach innen Kürzungen rechtfertigt. Wer diesen Kurs vertritt, muss sich fragen lassen, ob er das Gemeinwohl schützt – oder ob er pseudo-geopolitische Zielsetzungen über den sozialen Zusammenhalt stellt.
Energiepolitik gegen die eigene Wirtschaft
In seiner Rede sprach Friedrich Merz von einer Senkung der Energiekosten. Merz’ Haltung in der Energiefrage ist jedoch widersprüchlich. Deutschland verzichtet auf russisches Pipeline-Gas und setzt stattdessen auf teures Flüssiggas aus Übersee. Dieses LNG ist ökologisch belastender, aufwendig zu transportieren und wirtschaftlich deutlich teurer. Für eine Industrie, die auf bezahlbare Energie angewiesen ist, bedeutet das nicht nur Wettbewerbsnachteile, sondern drohende Produktionsverlagerungen und Arbeitsplatzverluste.
Die Gasspeicher in Deutschland schrumpfen kontinuierlich. Mit einem Winter, der kälter ausfällt als erwartet, gehen die Vorräte langsam, aber sicher zur Neige. In einer solchen Lage wäre es aus industrie- und sozialpolitischer Sicht naheliegend, alle verfügbaren Optionen pragmatisch zu prüfen. Stattdessen bleiben die Pipeline-Lieferungen aus Russland kategorisch ausgeschlossen, und eine Annahme der Energie – verbunden mit versöhnlicher und notwendiger Dankbarkeit gegenüber Russland oder einfach nur pragmatischem Realismus – wird abgelehnt. Die hochmütige und mittlerweile verlogene „Wertewesten“-Ideologie mit dem Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit steht über den Notwendigkeiten der Realität. Die energiepolitischen Entscheidungen des Realitätsverweigerers Merz treffen direkt Unternehmen, Beschäftigte und Verbraucher: steigende Kosten, unsichere Versorgung und Druck auf Haushalte und Kommunen sind die Folge.
Russisches Pipeline-Gas war und ist preiswerter, klimafreundlicher als LNG und langfristig verlässlich. Anstatt diese Option sachlich zu nutzen, setzt Merz auf moralische Abgrenzung und geopolitische Härte. Außenpolitik wird so zur Prinzipienfrage, die wirtschaftliche Realität von Industrie und Bevölkerung ignoriert. Die Belastungen tragen nicht abstrakte Märkte, sondern Menschen und Unternehmen vor Ort. Energiepolitik wird dadurch zu einer Belastungspolitik: Hohe Preise, sinkende Speicherstände und Produktionsrisiken sind das Ergebnis einer ideologisch starren, dummen und arroganten Haltung – eine Politik, die klar gegen die Interessen der deutschen Industrie und Bevölkerung arbeitet.
Verweigerter Dialog
Merz lehnt Gespräche mit Moskau grundsätzlich ab. Diplomatie gilt ihm als Schwäche, Abschreckung als Tugend. Dumm, dümmer geht’s nicht! Wer Dialog ausschließt, ersetzt Politik durch Eskalationslogik. Das bindet Ressourcen, verschärft wirtschaftliche Belastungen und verengt den Handlungsspielraum auf militärische Optionen. Für ein exportabhängiges Land wie Deutschland ist das kein Zeichen von Stärke, sondern von strategischer Verbohrtheit und wirtschaftlichem Suizid.
Dabei zeigt Russland durchaus Bereitschaft zu Kooperationen: Pipeline-Gas könnte geliefert werden, technische Lösungen für sichere Abnahme existieren, und das Land hat mehrfach signalisiert, dass Verhandlungen möglich sind. Wladimir Putin äußerte sich jüngst verwundert über die deutsche Haltung: „Ich verstehe nicht, warum diese Politik gemacht wird, wenn doch die Gasspeicher leer sind und Gas zur Verfügung steht.“ Auch andere Nationen und Politiker, darunter Vertreter aus Frankreich und Italien, haben wiederholt betont, dass Gespräche mit Russland notwendig seien, um Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.
Trotz dieser Signale verharrt Merz auf seiner Linie der Konfrontation. Die Entscheidung, nicht zu verhandeln oder pragmatische Lösungen zu prüfen, steigert die Kosten für Industrie und Verbraucher weiter und erhöht die wirtschaftlichen Risiken für Deutschland. Es wäre an der Zeit, dass Herr Merz sich ernsthaft überlegt, Dialog zuzulassen – nicht als Schwäche, sondern als strategisches Instrument, um Ressourcen zu schonen, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Ohne diese Kurskorrektur bleibt die Energiepolitik ein ideologisch geprägtes Spiel auf Kosten der Bevölkerung und der Industrie.
Ethik der Verantwortung
Am Ende steht die Frage nach der politischen Ethik. Eine Politik, die soziale Kürzungen hinnimmt, hohe Energiepreise akzeptiert und gleichzeitig massive Rüstungsausgaben ausweitet, folgt einer klaren Logik: Ideologie vor Ausgleich, Prinzipien vor Pragmatismus. Der Kanzler fordert mehr Leistung von den Bürgern, bietet ihnen aber weniger Sicherheit. Milliarden fließen in einen militärischen Konflikt, während der innere Zusammenhalt erodiert.
Ein Regierungschef schwört, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Doch eine Politik, die Arbeitsplätze gefährdet, soziale Sicherung schwächt und wirtschaftliche Vernunft der geopolitischen Symbolik opfert, verfehlt diesen Anspruch. Friedrich Merz präsentiert sich als Mann der Ordnung – tatsächlich steht er für eine Ordnung, in der sich die Lasten nach unten verschieben und die Risiken nach innen.
Was dabei besonders auffällt, ist das fehlende Maß an Demut und Selbstreflexion von Herrn Merz. Wer politische Verantwortung trägt, muss Entscheidungen nicht nur durch ideologische Brille sehen, sondern auch die realen Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft bedenken. In meinen kürzlich erschienenen Artikeln über Selbstreflexion und Demut habe ich beschrieben, dass diese Tugenden unverzichtbar sind, um Macht nicht zu überschätzen und die Folgen des Handelns realistisch einzuschätzen. Genau dieses Innehalten, das Erkennen eigener Grenzen, das Hinterfragen eigener Annahmen und das Abwägen von Konsequenzen fehlt bei Friedrich Merz.
Statt sich selbstkritisch zu fragen, ob politische Prinzipien die Bevölkerung belasten oder die Industrie gefährden, folgt er stur einer Linie, die symbolische Härte über pragmatische Lösungen stellt. Die Konsequenz: Eine Politik der Härte, die die Bürgerinnen und Bürger belastet, Konflikte eskaliert und Möglichkeiten des Dialogs ausschließt. Verantwortungsbewusstsein erfordert Demut – die Bereitschaft, zu erkennen, dass Macht immer an ihre Grenzen gebunden ist. Fehlende Selbstreflexion und übermäßiger Glaube an die eigene Richtigkeit verwandeln politische Verantwortung in politische Blindheit.
Merz’ Politik zeigt genau dieses Muster: Eine Mischung aus ideologischer Starrheit, fehlender Anpassungsbereitschaft und mangelnder Demut. Die Folgen spüren diejenigen, die auf politische Vernunft und soziale Absicherung angewiesen sind. Verantwortung zu tragen, bedeutet nicht, Prinzipien rigoros durchzusetzen, sondern abzuwägen, Kompromisse zu prüfen und Schaden vom Volk abzuwenden. Wer dies nicht tut, riskiert, dass Führung zur Last wird – statt Sicherheit, Stabilität und Vertrauen zu schaffen. Politische Führung wird dann kontraproduktiv. Sie schadet dem Volk mehr als sie ihm nutzt.
Verantwortung kommt von innen, Herr Merz, und die sind Sie für die deutschen Bürger nicht bereit zu übernehmen. Pflicht wird von außen auferlegt. Wem fühlen Sie sich verpflichtet, Herr Merz, BlackRock, Rheinmetall?
Fazit
Friedrich Merz ist kein Kanzler der Stabilität, sondern einer der Brüche. Seine Kehrtwenden bei Schulden und Migration untergraben Vertrauen. Seine Sozialpolitik belastet die Schwächeren. Seine Energie- und Außenpolitik gefährdet Industrie und Wohlstand. Wer so Politik macht, regiert nicht im Namen der Mehrheit, sondern im Namen einer harten Linie – selbst dann, wenn sie dem eigenen Land schadet.
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Das intellektuelle Niveau in der allumspannenden Matrix ist so dermaßen irrsinnig, dass man es eigentlich nur noch im Vollsuff ertragen kann. Sie erinnern sich hoffentlich noch an die seit Wochen rausgeplärrten Parolen, die Deutschen müssten länger und mehr arbeiten?
„Wir müssen die Beschäftigten zu mehr Arbeit treiben“, wie Yasmin Fahimi, DGB-Vorsitzende in einer deutschen Talkshow zum Besten gab. Ob die damit intendierte Assoziation des Peitschen schwingenden Sklaventreibers gewollt war oder nicht, bleibt spekulativ.
Eine Nachfrage zu dieser Aussage bei der so genannten „KI“ läuft inzwischen ab, wie das simple Leitmotiv für Anhänger von „UnsererDemokratie“: Jeden möglichen Vorwurf sofort umdrehen und gegen den Gegner richten. Das Ganze so schnell, dass der vollkommen verdutzt gar nicht mehr reagieren kann.
Die „KI“ antwortet über sich selbst: „KI erkennt Muster in riesigen Datenmengen und wählt dann aus, was statistisch am besten passt. … Das wirkt manchmal sehr schlau, ist aber im Grunde ein sehr komplexes Wiedererkennen und Wiederholen.“
Der „Maggus“ ist beim Mehr-Schuften-gegen-Putin als Obernarr logisch ganz vorne dabei, aber ebenso, wie jedes Jahr, auch beim Fasching. Diesmal haben seine Berater-Lakaien mal wieder eine Bombenidee für den Einzigartigen aus dem Hut gezaubert. Södolf ging als „Braveheart – Es kann nur einen geben“ ins närrische Treiben. Ein besseres Motto in Zeiten des Endkampfes kann man sich nicht mehr verpassen lassen. Trotz allem munkeln manche weiterhin: „Dea gonze Bua a Depp!“
Wir haben schon bald keine „Kritische Infrastruktur“ mehr, sondern nur noch Infrastruktur in kritischem Zustand.
Ständig prasseln die Meldungen von Rekordarbeitslosenzahlen, Firmenpleiten en masse und jährliche Immigration in der Größenordnung einer mittleren Großstadt auf das Volk hernieder. Selbst wenn die Zuwanderer aus lauter Nobelpreisträgern bestünden, würden die in einer Wirtschaft mit viel zu geringer Nachfrage kaum einen produktiven (!!!) Arbeitsplatz schaffen. Na gut, einen oder zwei, vielleicht. Angebot – Nachfrage? Schon mal gehört? „Gäht des nua nei in dene ia vanoglts Hirn?“
Frage: Wie blöd muss man sein, um nicht zu erkennen, dass in einem Land, das permanent Arbeitsplätze verliert, weil das Angebot von Produkten und Dienstleistungen wegen zu hoher Preise nicht mehr verkauft werden kann, vor allem aufgrund von zu hohen Herstellungskosten (Energiepreise), jede Stunde Mehrarbeit die Misere nur noch zusätzlich verschlimmert?
Diese blanke Unkenntnis von grundlegenden wirtschaftlichen Zusammenhängen ist schon atemberaubend. Was bleibt von Deutschland, wenn die 3 stärksten Säulen der hiesigen Wirtschaft platt gemacht worden sind? Auto-Industrie, Maschinenbau, Chemie schrumpfen wie Turtur, der Scheinriese, wenn man mal näher hinschaut.
Der gleiche Denkkategorienfehler wird übrigens beim Thema Rente gemacht. Denn es geht nämlich nicht um die Anzahl von arbeitenden Personen, sondern schlicht um den tatsächlichen Mehrwert, der für die Rente zur Verfügung steht. Egal ob früher von 100 Leuten erwirtschaftet oder jetzt von 10. Produktivitätsfortschritt? Effizienzsteigerung?„Scho amoi k‘head?“
„Die Guten™“ haben nicht nur den Ausgang aus ihrer selbstverschuldeten Blödigkeit verpasst, sondern die haben auch sämtliche Ausgänge von innen verrammelt.
Eliten verspeisen kleine Kinder! Hillary Clinton in der NYT: „Die kleinen Popos der 3-jährigen, schön rösch rausgebraten, sind exquisit!“ Ganz ruhig! Das sind selbstverständlich fake-news. Doch was würde passieren, wenn dies zig-fach belegt und praktisch vollständig bewiesen im Zuge der Epstein-Geschichte gemeldet würde? Ziemlich sicher nicht viel.
Sie finden das vielleicht sogar geschmacklos? Nun, dieses Attribut in diesem Zusammenhang kann man auch als degoutant bezeichnen. Das wahrhaft Verwerfliche ist doch die Kaltherzigkeit und selbstbezogene Abgestumpftheit, die in „UnsererDemokratie“ konstituierend, also wesensbildend, sind.
Die bisherigen Reaktionen auf die menschlichen Abartigkeiten und Gepflogenheiten in den immer noch so bezeichneten „besseren“ und „höchsten Kreisen“, die in diesen Epstein-Files auftauchen, sind auch mit noch so viel Erbrochenem kaum wegzufluten. Da gereicht die Benennung dieser höher gestellten Wesen als Zombies schon zur Verharmlosung der armen Untoten. „High Society? I wea narrisch!“
Übrigens: Ein Blick in alte und ganz alte Quellen unterstreicht, dass das Verspeisen von Kinderfleisch als Symbol absoluter Macht schon ewig ganz oben ansteht.
Haben die Schwurbler am Ende schon wieder Recht?
Hinsichtlich dieser Epstein-Saga hält der Autor Lucas Leiroz da nicht mehr hinterm Berg: „Und die unbequeme Wahrheit, die unmöglich zu ignorieren ist, lautet, dass all dies immer noch Teil eines noch tieferen und makabreren Plans des Deep State sein könnte – der sowohl Demokraten als auch Republikaner umfasst –, um das „Epstein-Problem“ durch eine brutale Kampagne kollektiver Abstumpfung zu „lösen“, indem in der öffentlichen Meinung die Vorstellung „normalisiert“ wird, dass die westliche Elite aus Pädophilen, Satanisten und Kannibalen besteht.“
Bob Moran drückt sich dazu ungekünstelt anschaulich aus: „Glaube ich, dass Epstein ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter ist/war? Ja. Glaube ich, dass viele reiche und berühmte Menschen pädophile Aktivitäten ausüben? Ja. Glaube ich, dass die „Epstein-Akten“ nur ein von einer KI generierter Haufen Unsinn sind, der aus sechs Jahren Gerüchten in Verschwörungstheorie-Chatrooms zusammengebastelt wurde? Ja.“
Bestätigt wird das auch von Lars Grünewald: „Aufgrund fehlender Selbstreflexion bleiben den Menschen ihre eigenen Charaktereigenschaften dabei vollkommen unbekannt: Eine Gesellschaft, die ihre eigene Dekadenz erkennt, wäre ein Widerspruch in sich.“
„Das ist keine Verschwörung: Es ist die Logik der Macht.“
Der Dichter Lucan, der die Abartigkeiten Neros genießen durfte, schrieb, dass man angesichts „der schwersten Katastrophen“ den Beweis habe, dass „die Götter nicht um unsere Sicherheit besorgt sind, sondern um unsere Bestrafung“.
Der Hegemon besinnt sich unterdessen mehr und mehr auf das unspektakulärere, lautlosere Töten. Statt Videoclip-taugliche „Shock and Awe“ wie im Irak zu produzieren, macht man es inzwischen mehr israelisch. Subtiler, hinterhältiger, boshafter und niederträchtiger.
Das Bild, mittels eines Kissens jemand zu ersticken, drängt sich v.a. in Bezug auf Iran auf. Denn hier wird die Gefahr der Entdollarisierung, einer alternativen widerständigen Staatsführung und eines Demonstrationseffekts, des Beweises, dass Ungehorsam gegen den US-Hegemon erfolgreich sein kann, bekämpft.
Im Focus steht die Verhinderung einer multipolaren Gegen-Welt durch eine Verunmöglichung von Frieden und Stabilität. Nur mal so nebenbei bemerkt: Persien, heute Iran, war übrigens das erste Großreich der Geschichte überhaupt.
Das mit dem Untergang des „Imperiums der Lügen“ zieht sich und zieht sich.
Napoleon sagte, im Krieg verhalte sich das Psychologische zum Physischen wie 3 zu 1. Wenn man diese These aufgreift, wer ist dann wem überlegen? Das „Imperium der Lügen“ dem ganzen anderen Rest? Oder andersrum?
Victor Klemperer brachte es 1947 treffend auf den Punkt: „Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
Gleichzeitig zur Gehirnvergiftung durch die fortschrittlichsten Manipulationsmethoden verfolgen alle westlichen „Eliten“ eine Formel wie ein bestens dressierter Hund: „Zerstöre alle bisherigen Ordnungen, das schafft Chaos, um die Menschen aufzuhetzen, und präsentiere dann eine Lösung für das Chaos unter dem Deckmantel „des Guten™“.“ Denn sie sind das erste faschistisch-totalitäre Unterdrückungs-Regime in der gesamten Menschheitsgeschichte, das auf der Seite „des Guten™“ steht. Äähhääm, …Späßle g’macht…
Die fühlen sich alle wie Major Tom: „völlig losgelöst…“ Nur dass der Major immerhin noch einen Scherz gemacht hat ….
Können „die Guten™“ in ihren Denk-Käfigen das jemals verstehen?
Der Vatikan der Hochfinanz, geläufiger als City-of-London oder nur als „die City“, also das „Imperium der Lügen“, zappelt wie verrückt in seinen eigenen Fallstricken. Die produzieren zwar Chaos, wo es nur geht, aber vor allem chaotisieren sie nun vordringlich die Seehandelswege. Zu arg viel mehr reichts wohl nicht mehr…
„Alles auf Anfang“ könnte man denken, denn mit Raub, Mord und Piraterie begann einst der Aufstieg des „British Empire“ unter Elisabeth der Ersten im Vorfeld und im Nachklang des Untergangs der spanischen Armada 1588. Wobei vorher dermaßen viel Gold und Silber von den spanischen Galeeren erbeutet wurde, dass mit diesem Raubgut erst die englische Flotte aufgebaut werden konnte.
Im Hier und Jetzt wird, wie die fantastische Dagmar Henn konstatiert, alles getan, „das eigene Polster vor dem Absturz noch etwas zu verstärken.“ Denn die permanenten Katastrophenmeldungen „bieten eine Möglichkeit für Insiderhandel, vorausgesetzt, man gehört zu jenen, die vorab Kenntnis von anstehenden Ereignissen haben.“ Je größer die Volatilität „der Märkte“, desto höher die Spekulationsgewinnmöglichkeiten.
Die Deepies wissen – im Gegensatz zu den oppositionellen Kreisen – halt ganz genau, was sie wollen, nämlich „die Erhaltung ihres persönlichen Reichtums samt seiner politischen Reichweite.“
Ob das eine ultrafaschistische Dystopie ist, die sich da im Westen gerade manifestiert? Das kann aber doch nicht sein, weil‘s nicht sein darf. „Des dadn de do nianed macha, oda doch?“
„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Mahatma Gandhi
Wer irgendwo eine Tendenz, ein „Fitzelchen von Schale von Zitron‘“ (Serge) von einem Silberstreif am Horizont der Hoffnung sieht, der Zuversicht vermittelt, darf das gern behalten und einrahmen.
Ansonsten: Zurücklehen! Show genießen! Welche Generation hat schon das „Vergnügen“, einem Zivilisationsuntergang solchen Ausmaßes live und in Farbe beiwohnen zu können? Sehen Sie. „Always look on the bright side of life…“
Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
– Die „Rettung“ der Ukraine wird die Retter ruinieren
– Uns droht dasselbe Desaster wie Putins Russland
Die beginnende Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat dieses Jahr ein denkwürdiges Motto: „Unter Zerstörung“. Was sich Ex- und Jetzt-wieder-Präsident Wolfgang Ischinger und sein Team dabei wohl gedacht haben? Diese MSC ist jedenfalls Anlass zu erörtern, was in Europa schief läuft. Um es kurz vorwegzunehmen: Die NATO-Operation zur Einverleibung der Ukraine in ihren Herrschaftsbereich lässt den Patienten – Selenskyjs Ukraine – auf dem OP-Tisch wirtschaftlich verbluten, während die um den OP-Tisch versammelten Ärzte – die kriegswilligen Länder Europas – vom selben Schicksal eingeholt werden, wie es bereits Russland ereilt hat. Doch der Reihe nach.
Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben und bewiesen sein: Der „Angriffskrieg auf die Ukraine“ muss man angesichts aller bekannten Fakten als Putins letzte Reaktion auf die Expansion der NATO bis vor die Haustüre Russlands einordnen, wobei es hier weniger um formale Osterweiterung geht als die Versuche des Westens, über diese hinaus durch “Farbrevolutionen” und Kommandooperationen (Stichwort “Euromajdan”) den Einfluss Russlands auf Nachbarländer systematisch zurückzudrängen. Es handelt sich durchaus um eine Art von „Vorwärtsverteidigung“ des militärisch relativ schwachen Russland gegenüber der NATO – ohne die Berücksichtigung der Atomwaffen, die allenfalls eine machtpolitische Relevanz haben, jedoch keine militärische, denn deren Einsatz würde nur die Antwort darauf geben, wessen Bündnis samt seiner Menschen zuletzt untergehen würde.
Gefährliches Machtvakuum nach 1991
Nach dem Ende des Warschauer Paktes am 31. März 1991 und dem Zusammenbruch der Sowjetunion am 26. Dezember desselben Jahres entstand in Moskau ein gefährliches Machtvakuum, aus dem der Europa zugewandte Block mit Putin die Oberhand gewann. Zehn Jahre später zu Beginn dieses Jahrhunderts applaudierte nicht nur der Bundestag der Rede Putins im Bundestag, der von einem vereinigten Europa von Russland bis Gibraltar träumte; sogar die – meines Erachtens von vorneherein absurde – Idee der NATO-Mitgliedschaft Russlands, die bereits unter Boris Jelzin im Raum stand, machte wieder die Runde. Aber alles sollte nicht sein: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“, meinte schon Friedrich Schiller. Interessierte Mächte des Westens animierten und sponserten Kräfte des früheren Ostblocks – in der Erwartung, diese mögen doch die NATO zur Hilfe rufen.
Nach und nach bis zum Jahr 2020 wurden fast alle Frontstaaten in die NATO aufgenommen; es fehlten nur noch die Ukraine, Belarus und Finnland. Das informelle Versprechen an Gorbatschow und später an Putin, die NATO nicht in Richtung Russland zu erweitern, wurde dreist gebrochen. Auch wenn diese Erweiterung nicht von der NATO erzwungen, sondern von den betreffenden Ländern selbst demokratisch gewünscht wurde, hätte die NATO auf russische Interessen Rücksicht nehmen müssen; die Anerkennung der Ostausdehnung in der NATO-Russland-Grundakte von 1997 noch unter Jelzin war eine eher vordergründige Bestätigung des Faktischen, doch sie konnte das russische Misstrauen nicht beseitigen.
Russland ist schwer angezählt
Über die Motive, warum die NATO diese Osterweiterung proaktiv betrieb, kann man spekulieren. Wahrscheinlich war die Fortführung der Roll-Back-Politik des Westens, den russischen Bären zurückzudrängen (oder besser zu erobern), das Hauptmotiv. Denn Russland verfügt über riesige Rohstoff- und Energievorkommen. Diese waren für uns billig, aber vielleicht wollte man sie ganz umsonst? Vielleicht wollte man, wie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, Russland totrüsten, was damals nicht gelang. Aber auf, zu einem neuen Versuch? Die Strategie Putins aus der militärischen Schwäche heraus, war die Einrichtung einer „Pufferzone“ von Ländern. Die größte Pufferzone wäre neben Belarus die Ukraine gewesen.
„Zar“ Putin glaubte, er könne eine Militärkolonne nach Kiew schicken, um die NATO-hörige Regierung zu entmachten und durch eine neutrale zu ersetzen – ähnlich Belarus. Diese „Militäroperation“ misslang nach Strich und Faden, weshalb er dann quasi kleinere Brötchen backen wollte und versuchte, lediglich die vier Oblaste Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson als Puffer zu installieren. Auch das schafft er militärisch (noch) nicht, trotz seiner Überlegenheit an Soldaten und der massiven Aufrüstung während des Krieges. Die NATO-Strategie der Schwächung Russlands ging also halbwegs auf, denn Russland ist schwer angezählt.
Wachstum ohne Entwicklung
Russland leidet wohl doch massiv unter den vielen Sanktionen und der Aufrüstung. Dieser Bericht ist ernst zu nehmen, auch wenn er von der “taz” kommt. Eine vorab zugängliche Studie aus Frankreich stellt hier in Kurzfassung fest, dass die „Todeswirtschaft“ Putins zwar ein vorübergehend nachfragegetriebenes Wirtschaftswachstum angekurbelt, aber der russischen Gesellschaft und Wirtschaft tatsächlich schweren Schaden zugefügt habe. Millionen Russen, Häftlinge, Verarmte, Überschuldete und Menschen aus den Randgebieten des Landes wurden mit Anwerbeprämien von vier Millionen Rubel (umgerechnet bis 52.000 Euro) an die Front gelockt. Zusammen mit anderen Vergünstigungen und den „Sargprämien“ für die Gefallenen sollen die Kosten je Soldat über 200.000 Euro betragen. Jährlich würden zwei Prozent des BIP alleine für diese Soldzahlungen und Todesfallleistungen aufgewendet.
Weil auch der Rubel nur ein Mal ausgegeben werden kann, bleiben produktive Großinvestitionen auf der Strecke. Nur die Rüstungsindustrie floriert und wird teurer, weil die Arbeitskräfte knapp und teuer werden. Das „Wachstum ohne Entwicklung“ lässt die Inflation ansteigen. Insolvenzen und faule Kredite nehmen zu. Russlands Industrie steckt in der Rezession, die Staatseinnahmen sinken. Der „Reservefonds“ schmilzt wie Schnee in der Sonne. Die Ökonomen konstatieren ein rasant steigendes Haushaltsdefizit. Soweit die Studienlage.
Anfang vom Niedergang
Dasselbe Schicksal teilt aber auch die Ukraine. Sie ist zwar nicht militärisch am Ende, weil sie vom Westen ständig mit Waffenersatz versorgt wird, aber wirtschaftlich umso mehr. Der Krieg blutete das Land aus. Es kann nur noch mittels für uns teure finanzielle „Elektroschocks“ wiederbelebt und am Leben erhalten werden. Genau diese Entwicklung ist auch die Blaupause für uns in Deutschland. Die aberwitzigen Sonderschulden der neuen Regierung in Höhe von hunderten Milliarden Euro werden, wie in Russland, nur ein Strohfeuer entfachen, aber unser Land nach den Jahren des Stillstandes gänzlich ruinieren. Die massive Verdreifachung der Militärausgaben werden ziemlich exakt die gleichen wirtschaftlichen Folgen haben wie in Russland. Zum gleichen Ergebnis kommt “Tichys Einblick” hier. Ist es das alles wert?
Dazu noch eine ergänzende Zuschrift von David Cohnen: „Ein Krieg ohne deutschen Nutzen – aber mit deutschen Kosten. Deutschland wird nicht von Russland angegriffen. Dennoch hat die Bundesrepublik in den vergangenen Jahren nach vorsichtigen Berechnungen mindestens 140 Milliarden Euro in die Unterstützung der Ukraine investiert – finanziell, militärisch und strukturell. Diese Mittel fehlen im eigenen Land: bei Infrastruktur, Bildung, Energie, sozialem Zusammenhalt.“ So ist es, und das ist nur der Anfang vom Niedergang Deutschlands. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Die NATO-Operation zur Einverleibung der Ukraine in ihren Herrschaftsbereich lässt den Patienten, Selenskyjs Ukraine, auf dem OP-Tisch wirtschaftlich verbluten. Und die Ärzte um den OP-Tisch, die kriegswilligen Länder Europas, werden vom selben Schicksal eingeholt, wie es Russland schon ereilt hat.
Wir brauchen Fachkräfte für die Wirtschaft – nicht für den Krieg!
Was tun? Zum Beispiel dies: Lasst die Brandstifter aus den USA und London außen vor, zieht sie aber nur zur Begleichung der Kriegsschäden und Kriegsfolgelasten heran! Die USA waren der Rädelsführer der NATO-Osterweiterung, und der wirre Boris Johnson hat einen möglichen Friedensschluss in Istanbul kurz nach Ausbruch des Krieges hintertrieben. Starmer steht ihm nicht nach. Und lasst die Bewohner der umkämpften Gebiete unter Aufsicht der OSZE entscheiden, wohin sie gehören, oder unabhängig werden wollen. In drei Gebieten fanden solche Abstimmungen statt, die aber vom Westen nicht anerkannt wurden – nach dem Motto, da könne ja jeder kommen und auf dem Recht der Völker auf Selbstbestimmung bestehen!
Was dabei herauskommt, wenn man eine Atommacht zu sehr reizt, sehen wir in der Ukraine. Und wer meint, die Russen aus den von ihnen beherrschten Gebiete zurückzuschlagen, soll selbst an die Front gehen und nicht auch noch unsere Jungend in einem solchen entfesselten Krieg verheizen. Wir brauchen Fachkräfte für die Wirtschaft – nicht für den Krieg. Über dieses Sein oder Nichtsein wird hoffentlich auch bei den anstehenden Landtagswahlen entschieden.
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Die erneute Inhaftierung von Dr. med. Bianca Witzschel markiert eine weitere Eskalationsstufe staatlicher Repression gegen kritische Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Nur zwölf Tage nach dem öffentlichen Appell von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., diese politische Verfolgung zu beenden, folgte die Ladung zum Haftantritt – ein provokant wirkender Akt staatlicher Missachtung.
Das offizielle Dementi aus dem Bundesgesundheitsministerium, es gebe keine Ärzteverfolgung, entpuppte sich binnen Tagen erneut als Falschmeldung. Die Chronologie kommt wie blanker Zynismus daher und wirft einmal mehr ein schlechtes Licht auf den Zustand des Rechtsstaates.
Das dabei offen zutage tretende Maß an Verachtung gegenüber der verfassungsrechtlich geschützten ärztlichen Therapiefreiheit sowie den rechtsstaatlichen Normen, die diese sichern, ist durch dieses rigide Vorgehen der staatlichen Behörden kaum noch zu überbieten.
Dr. med. Bianca Sabine Witzschel, 69, war bis zu ihrer ersten Inhaftierung in Untersuchungshaft am 28.02.2023 im Rahmen einer der insgesamt fünf (!) Durchsuchungen ihrer Arztpraxis über einen Zeitraum von insgesamt 23 Jahren als niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Fachärztin für Pharmakologie und Toxikologie in Moritzburg tätig und verfügte über 40 Jahre Berufserfahrung.
Nach bereits 476 Tagen in Untersuchungshaft und insgesamt 27 Verhandlungstagen im Zeitraum vom 14.11.2023 bis 16.06.2024 vor der 15. Großen Strafkammer des Landgerichts Dresdenwurde sie mit Urteil vom 17.06.2024 zu einer zeitlichen Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten verurteilt. Fast sämtliche Beweisanträge der Verteidigung wurden während der sich über ein halbes Jahr hinziehenden Hauptverhandlung durch das Gericht abgewiesen. Man kennt diese Vorgehensweise der Gerichte schon aus anderen Verfahren gegen Corona-kritische Ärzte oder auch andere politisch Verfolgte seit der Zeit der Pandemie, u.a. Rechtsanwälte wie Dr. Reiner Füllmich.
Des weiteren wurde mit dem Urteil die Einziehung von Wertersatz in Höhe von über 47.000,00 € angeordnet. Auch die Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten musste Bianca Witzschel selbst tragen. Rechtskräftig wurde das Urteil schließlich am 19.09.2025 durch Bestätigung seitens des Bundesgerichtshofes per Beschluss ohne erneute mündliche Verhandlung.
Eine weitere Folge des Urteils ist darüber hinaus der Ausspruch des Ruhens der Approbation von Dr. Bianca Witzschel für einen Zeitraum von weiteren 3 Jahren ab Rechtskraft des Urteils am 19.09.2025. In dem Urteil des LG Dresden wird die Ärztin beschuldigt, in insgesamt 1003 Fällen angeblich unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt zu haben – im Einzelnen geht es dabei um Bescheinigungen zur Befreiung von der Maskenpflicht, um Impfunfähigkeitsbescheinigungen sowie um Bescheinigungen zur Durchführung von Spucktests anstatt von Nasenabstrichen im Rahmen der Corona-Tests.
Darüber hinaus wurde sie wegen angeblichen Betruges und vorsätzlichen Besitzes einer verbotenen Waffe für schuldig befunden. Bei letzterer soll es sich um ein sogenanntes „Elektroimpulsgerät“ gehandelt haben. Tatsächlich aber handelte es sich lediglich um eine Taschenlampe mit entsprechender Zusatzfunktion, die laut Gutachter zudem im vorgefundenen Zustand nicht einmal funktionsfähig war. Frau Dr. med. Bianca Witzschel bestreitet, wissentlich jemals eine solche Taschenlampe in ihrem Besitz gehabt zu haben und verweist auf ehemalige Mieter, welche nach ihrem Auszug auf ihrem Grundstück noch einige Dinge hinterlassen hätten. Dem separaten Betrugsvorwurf liegt letztendlich eine Bestellung ganzer drei Bücher im Gesamtwert von knapp 48 € (!) zugrunde, die Frau Dr. Witzschel angeblich vorsätzlich bestellt habe, obwohl sie gewusst habe, finanziell nicht in der Lage zu sein, diese später zu bezahlen. DieserVorwurf erscheint besonders konstruiert: Zum einen handelt es sich allein aufgrund des geringen Betrages um eine absolute Lappalie, zum anderen dürfte ein derartiger Vorwurf in keiner Weise nachweisbar gewesen sein – hierzu findet sich im Übrigen auch nichts Substantielles in den Urteilsgründen –, denn wie häufig werden in Deutschland und auch weltweit täglich Bestellungen ausgelöst, die schließlich in einem Mahnverfahren enden, weil Betroffene möglicherweise schlicht vergessen haben, was sie bestellt haben, oder Zahlungen verspätet anweisen. Zum anderen erinnert dieser Vorwurf und die konstruierten Anschuldigungen gegen Michael Ballweg, der schließlich gerade aufgrund seiner Inhaftierung in der Untersuchungshaft sowie der Beschlagnahme seines gesamten Vermögens nicht mehr in der Lage war, seine Steuererklärung fristgerecht abzugeben, oder – wie hier vorliegend im Fall von Dr. Witzschel -, die aufgrund der Vorgehensweise der Strafverfolgungsbehörden ebenfalls vollständig finanziell ruiniert wurdeund ihre Rechnungen nicht mehr pünktlich begleichen konnte.
Darüber hinaus lesen sich insbesondere die ersten Seiten des Urteils wie ein Denunziationspapier; so wird sie dort auch noch in die rechte Reichsbürger-Ecke gerückt. Und als wäre all das nicht bereits genug, leitete das Gericht aus ihrem eigenen Schlusswort als Angeklagte schließlich auch noch eine politische Motivation ab: Sie sei bereits grundsätzlich infolge ihrer inneren Einstellung gegen das Tragen von Masken, die Durchführung von Corona-Tests und Impfungen gewesen – unabhängig von den getroffenen medizinischen Befunden, die als reine Makulatur dargestellt worden seien.
Insgesamt musste Frau Dr. Witzschel ganze 5 (!) Haus- und Praxisdurchsuchungen über sich ergehen lassen. In deren Rahmen wurde zudem ihre gesamte IT sowie ihre sämtlichen Bioresonanz-Therapiegeräte eingezogen und bis heute von den Behörden nicht wieder an sie herausgegeben. Aufgrund der Einziehung einer Summe von 47.000,00 € sowie der durch die 27 Verhandlungstage entstandenen, entsprechend hohen Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren wurde das Wohnhaus, in dem sich auch die Arztpraxis befand, im Februar 2025 für weniger als die Hälfte seines tatsächlichen Wertes zwangsversteigert. Am Verkauf des Hauses durfte sich Frau Dr. Witzschel aus der U-Haft nicht beteiligen, dem von ihr beauftragten Anwalt wurde die Beteiligung ebenfalls verweigert.
Parallel wurde Bianca Witzschel bereits 2022 die Approbation entzogen, die Praxis geschlossen und ihre gesamte berufliche Existenz vernichtet. Sämtliche IT-Systeme, Patientenakten und Datenträger wurden beschlagnahmt und gelöscht. Sie verlor ihren gesamten Patientenstamm. Konten und Krankenversicherung wurden gekündigt. Dies entspricht in Summe einem Approbations-Entzug für mehr als 6 Jahre!
Nachdem Frau Dr. med. Witzschel bereits 476 Tage in Untersuchungshaft verbracht hat, drohen ihr nun aktuell mit dem rechtskräftigen Urteil weitere 498 Tage im Gefängnis in Strafhaft. Darüber hinaus stehen noch zwei weitere Strafverfahren mit identischen Tatvorwürfen an – eines ist bereits per Gerichtsbeschluss eröffnet, das andere befindet sich noch in der Ermittlungsphase der Strafverfolgungsbehörden.
Was das Gericht verschweigt: In jedem Fall gab es Anamnese, Untersuchung, Dokumentation, also kein Attest ohne Patientenkontakt. Frau Dr. med. Witzschel arbeitete mit Bioresonanzdiagnostik – einer in naturheilkundlichen Kreisen durchaus verbreiteten Methode. Das Landgericht erklärte die Bioresonanzmessung jedoch kurzerhand zu einer nicht wissenschaftlich anerkannten Methode, die eingesetzten Geräte zu reinen „Lifestyleprodukten“. Dass diese Methode in der Naturheilkunde seit rund 50 Jahren erfolgreich genutzt wird, wurde dabei nicht berücksichtigt. Der vom Gericht hinzugezogene Sachverständige – der Leiter des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität Dresden – erstellte nachträglich im Prozess ein Gutachten dazu, dass die Bioresonanzmessung seiner Ansicht nach keine medizinisch-wissenschaftlich anerkannte Diagnostik- und Behandlungsmethode sei. Begründet wurde dies von ihm mit den angeblich vielen Fehldiagnosen, welche in Studien gemessen worden seien, die Bioresonanzmethode sei daher eine „bloße Suggestion“. So habe das verwendete Messgerät beispielsweise bei Versuchen an einem Leichnam diesen nicht als solchen erkannt bzw. ihn für gesund befunden; oder es seien für einen Leberkäse und ein Tuch die gleichen Befunde gemessen worden, welche zum Teil mit denen von lebenden Probanden übereingestimmt hätten.
All dies erinnert in seiner Ausprägung jedoch stark an die in gleicher Art fehlerhaften Messungen mit dem PCR-Test – dem angeblich „wissenschaftlichen Gold-Standard der Medizin“ laut Prof. Drosten – welcher in Versuchen an Lebensmitteln wie z.B. Kiwis oder Coca-Cola oder an einer Ziege ebenfalls zu den gleichen Ergebnissen kam wie bei menschlichen Probanden. Dies änderte am großflächigen Einsatz des PCR-Tests weltweit während der Corona-Krise als Gold-Standard hingegen nichts. Trotz dieser offensichtlichen Messfehler beruhten darauf sämtliche Grundrechtseinschränkungen weltweit, wie Lockdowns, wochenlange Schließungen von Geschäften, Kindergärten, Schulen etc., monatelange Verpflichtungen zum Tragen von Gesichtsmasken, die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitswesen in Deutschland und vieles mehr.
Deutlicher kann man die völlig willkürliche Beschränkung der Therapiefreiheit von Ärzten und das sprichwörtliche Messen mit zweierlei Maß wohl kaum ausdrücken als durch das Urteil gegen die Ärztin Dr. med. Bianca Witzschel.
Während ihrer bereits in U-Haft verbrachten 476 Tage wurde Dr. med. Bianca Witzschel behandelt wie eine Schwerverbrecherin oder Terroristin und war wiederholt Maßnahmen ausgesetzt, die als „weiße Folter“ bezeichnet werden können, wie die permanente Vorführung in Hand- und Fußfesseln, auch vor Gericht, oder die teilweise wochenlange Beschränkung und Untersagung telefonischer Kontakte oder die Verbringung in Einzelhaft. Willkürlich durfte sie beispielsweise über längere Zeit weder ihre Tochter noch ihre Verteidigung telefonisch kontaktieren, was keine übliche und vor allem keine rechtliche zulässige Praxis in Deutschland ist.
In ihrem Fall wurde – wie in anderen bekannten Fällen auch – ein absehbarer finanzieller, sozialer und beruflicher Ruin augenscheinlich in Kauf genommen. Es erinnert stark an ein möglicherweise sogar beabsichtigtes sogenanntes „Defunding“ als politische Vernichtungsmethode von Dissidenten in diktatorisch geführten Staaten.
Der Fall von Bianca Witzschel scheint jedenfalls genau das zu bestätigen, was Kennedy kritisierte: Medizinische Entscheidungen werden politisch sanktioniert. Therapiefreiheit wird kriminalisiert. Dissens wird bestraft. Ärztliches Gewissen wird als politische Gesinnung gewertet, Fürsorge fürPatienten zu einem Delikt pervertiert.
Die zeitliche Abfolge ist bezeichnend: Kennedys Brief am 10. Januar. Warkens Dementi unmittelbar danach. Die Ladung zum Haftantritt nur zwölf Tage später. Ist das Zufall?
Die deutsche Regierung antwortet auf internationale Kritik ein weiteres Mal nicht mit ernstzunehmender Aufklärung, sondern mit Repression – und dem faktischen Beweis des Gegenteils: der eigenen Leugnung stattfindender Ärzteverfolgung durch das Bundesgesundheitsministerium, aktuell unter der Zuständigkeit von BGM Warken.
Dr. med. Bianca Witzschel ist kein Einzelfall. Sie ist das Opfer eines Systems, das während der Coronakrise errichtet wurde – und bis heute fortwirkt: Juristische Verfolgung, wirtschaftliche Zerstörung, soziale Auslöschung – auch und gerade von kritischen Ärzten, die sich dem ärztlichen Grundprinzip „zuerst nicht schaden“, dem Genfer Gelöbnis und dem Nürnberger Kodexverpflichtet haben
Was hier als Rechtsstaat verkauft wird, ist politische Justiz. Und der Fall Bianca Witzschel zeigt, wie weit Deutschland bereit ist zu gehen, um abweichende Ärzte und auch deren Patienten mundtot zu machen. Die verfassungsrechtlich geschützte ärztliche Therapiefreiheit ist eine Lüge und leere Worthülse, solange Ärzte wie Dr. med. Bianca Witzschel explizit wegen ihres Handelns aufgrund der gesetzlich garantierten Therapiefreiheit eingesperrt, verfolgt, sanktioniert und bestraft werden.
Dies ist ein Aufruf an uns alle, für die umgehende Änderung dieser Zustände einzustehen und die gesetzlich gegebenen Garantien vehement einzufordern.
Auf der Anklagebank sitzen diejenigen, die während eines der größten Verbrechen gegen die Menschheit – die Corona-Diktatur in Form von Freiheitsentzug, massiver gesundheitlicher Schädigung der Menschen, Aushebelung des Grundgesetzes, verfassungswidriger einrichtungsbezogener Impfpflicht, Diffamierung Andersdenkender, Zerstörung wirtschaftlicher und physischer Existenzen u.v.m. – den Menschen in dieser Zeit des staatlich verordneten Unrechts geholfen haben. Die verantwortungslosen, verfassungswidrig agierenden Entscheider in der Coronazeit dagegen sind noch auf freiem Fuß. Mit Rechtsstaat hat das nichts mehr zu tun. Wenn die Justiz zum verlängerten Arm der Exekutiven wird, ist der Rechtsstaat und damit die Demokratie am Ende.
In der Bergpredigt sagte Jesus (Matthäus 7,1-5):
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken?
Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.