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Krieg als Geschäftsmodell –

Medienmacht, Geldherrschaft und die Sabotage des globalen Friedens

von Christian Hamann

1. Der Triumphzug des Militarismus

1.1 Die Frage nach den Verantwortlichen

Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren rund 60 Millionen Tote zu beklagen. Die logische Konsequenz bestand in der Gründung der Vereinten Nationen (UNO) und dem großen Versprechen ihrer Charta, „die Menschheit von der Geisel des Krieges zu befreien“. Doch bis heute, nach 81 Jahren, ist die Welt diesem Ziel keinen Schritt nähergekommen.

Die Schuld an diesem Totalversagen tragen Personenkreise mit maßgeblichem Einfluss auf die Politik der alliierten UNO-Gründungsmitglieder. Nach der klaren Warnung Präsident Dwight D. Eisenhowers vor dem wachsenden Einfluss des MIC, des Militärisch-industriellen Komplexes aus hohen Militärs sowie Vertretern der Rüstungsindustrie und der Politik im Januar 1961 hatte die Chance und Notwendigkeit bestanden, den kriegstreibenden Einfluss dieses Interessenklüngels nachhaltig abzustellen. Der seitherige Stillstand bei der weltweiten Durchsetzung gewaltfreier Konfliktlösungen lässt sich hauptsächlich auf dieses Versäumnis zurückführen. Denn dauerhafter Frieden würde mit dem Geschäftsmodell des MIC oder besser MIFC (mit F für den Finanzsektor) kollidieren.

Zwar bietet die UNO eine Bühne der Diplomatie und des Völkerrechts, doch ihren Resolutionen und Einsätzen fehlt es an Durchsetzungskraft. Die Praxis der Weltorganisation hat gezeigt, dass es verschiedenen Charta-Artikeln an Ausschärfung fehlt, um als Instrumentarium für friedliche Konfliktlösung tauglich zu sein. Vor allem besteht zwischen drei rechtlichen Kernprinzipien dringender Klärungsbedarf ihrer Priorität, indem zwischen ihnen eine Anwendungsrivalität vorliegt. Streitpunkt ist der Souveränitätsanspruch nach Artikel 2, der im Konflikt mit dem Selbstbestimmungsrecht nach Artikel 1 steht und ebenso mit dem Recht auf Selbstverteidigung nach Artikel 51. https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/die-schuld-der-uno-am-terrorismus

Obwohl diese Lücken und Schwachstellen der Charta bereits Millionen von Menschleben in bewaffneten Konflikten gefordert haben, sind vernünftige Konsequenzen ebenso unterblieben wie im Falle der ungebremsten Aktivitäten des MIFC. Eine gründliche Analyse, systematische Nachbesserung und ein begleitendes Reformpaket sind überfällig. 

1.2 Ein Markt für gewaltsame Lösungen

Die mangelhafte Durchsetzungskraft des UNO-Friedensinstrumentariums hat eine wachsende Marktlücke für gewaltsame Konfliktaustragung geöffnet. Das Geschäft mit dem Tod wurde im 20. Jahrhundert zu einem der lukrativsten und ist dabei, seine Profite im 21. auf neue Höhen zu treiben. Seine inhärente Logik ist nicht auf Konfliktbeilegung programmiert, sondern auf Dauerpolarisierung und Kriegsausweitung.

Das System wird von einer Symbiose aus drei Kräften gebildet. Bei diesen handelt es sich um erstens die Geldherrschaft des Finanzsystems, zweitens die geopolitischen Interessen des Militärisch-Industriellen-Finanz-Komplexes (MIFC) und drittens die Möglichkeiten der Meinungsformung durch die Mainstream-Medien. Letztere versagen schon lange in ihrer Wächterfunktion für Freiheit und Demokratie, indem sie nicht vorrangig die Interessen der Bürger schützen, sondern die der Kriegsprofiteure. Dies geschieht u.a. durch Informationsfilterung (siehe Punkt 3), Tabus und andere psychologische Mittel, darunter Verängstigung und das Erzeugen von Schuldgefühlen.

1.3 Historie der Geldherrschaft und des MIFC

Die moderne Triebfeder des Krieges ist das Ergebnis historischer Automatismen. Schon der Verfasser der US-Unabhängigkeitserklärung, Thomas Jefferson, warnte vor der existenziellen Bedrohung durch den unkontrollierten Einfluss der Finanzinstitute und eines ausufernden Militarismus. Beide Gefahren stehen in einem engen Zusammenhang mit unkontrollierter Machtexpansion.

  • 1600 (Die Geburtsstunde des Konzern-Militarismus): Königin Elisabeth I. verleiht der East India Company exklusive Hoheitsrechte. Als größte Aktiengesellschaft der Geschichte unterhielt sie eine Privatarmee, die zeitweise doppelt so groß war wie die des britischen Staates – der Prototyp des kommerzialisierten Krieges.
  • 1913 Die Institutionalisierung: Mit dem Federal Reserve Act wird in den USA der US-Dollar eingeführt und das Recht, neues Geld aus dem Nichts zu schaffen, in die Hände privater Großbanken gelegt.
  • 1917 Der profitgetriebene Kriegseintritt: Im Ersten Weltkrieg vermittelt und finanziert das Bankhaus JP Morgan gigantische US-Waffendeals mit Frankreich und Großbritannien. Um den Kriegseintritt der zuvor pazifistischen USA abzusichern – und damit die Rückzahlung der Kredite zu garantieren – nimmt Morgan zusammen mit anderen Bankern Einfluss auf führende Zeitungen, um sie in Werkzeuge der Kriegspropaganda zu verwandeln. Olga Koulisis, Organizing Minds …, in The Journal of the Gilded Age and Progressive Era Cambridge 2024 Der Versailler Vertrag und die spätere, ebenfalls von westlichen Banken mitfinanzierte Karriere Adolf Hitlers stehen in ursächlichem Zusammenhang mit dieser verhängnisvollen Dynamik.
  • Lend-Lease und die in Kauf genommene Supermacht: Das Lend-Lease-Gesetz von 1941 hob die Rüstungsproduktion auf ein historisches Maximum. Die Belieferung der Sowjetunion mit Kriegsmaterial zur Niederwerfung Nazi-Deutschlands durch die USA und Großbritannien schoss jedoch im Interesse der Geschäftsprofite über das Ziel hinaus. Neben Waffen gelangten auch Maschinen für deren Produktion und Fahrzeuge (u.a. 400.000 LKW) in die Hände des stalinistischen Regimes.https://docslib.org/doc/2902487/national-suicide-military-aid-to-the-soviet-union Nach dem Krieg und bis 1947 wurden die Lieferungen für moderne Produktionsanlagen für zivile Güter fortgesetzt, die teilweise auch für die Waffenproduktion geeignet waren (dual use). Damit wurde der Aufstieg der UdSSR zur rivalisierenden Supermacht sehenden Auges unterstützt. Danach schalteten die Medien schlicht von Freund auf Feind und behandelten den Kalten Krieg wie einen unverhofften Schicksalsschlag. Eine wirksame Kritik an der Rüstungslobby und ihrer Beihilfe zur Hochrüstung der nun – vorhersehbarer Weise – gegnerischen Sowjetunion blieb jedoch aus. Wie so oft lag das an mangelhafter Information der Bürger. Die amerikanische Bevölkerung war auch psychologisch nicht auf solche Kritik vorbereitet, denn die Medien hatten es während des Krieges versäumt, zwischen Freundschaft und einem rein strategischen Bündnis gegen einen gemeinsamen Feind zu unterscheiden. Während der gesamten Kriegsdauer und schon davor war der brutale Diktator Stalin in den Medien der gutherzige „Uncle Joe“.

Die 1949 gegründete NATO garantierte die Fortsetzung der Rüstungsgeschäfte. Ihr erster Generalsekretär, Lord Ismay, erklärte in einer Stunde der Aufrichtigkeit die wahre Zweckbestimmung des Bündnisses, nämlich „die Russen draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten“. Die Eindämmung des Kommunismus war für die MIFC- und NATO-Militaristen ein nützliches Lippenbekenntnis, während Waffendeals und Dauerpolarisierung innerhalb Europas die tatsächlichen Grundlagen für ihre einträglichen Posten und Einkünfte bildeten.

Nach der Auflösung der UdSSR 1991 wurde die historische Chance einer echten europäischen Einigung mehr mutwillig als fahrlässig vertan. Denn der Einschluss Russlands war und ist bis heute eine für Europa überlebensnotwendige Aufgabe, nicht anders als sie Victor Hugo bereits 1849 auf dem Pariser Friedenskongress vorgeschlagen hatte. In demselben integrativen Geist hatte Wladimir Putin 2001 in seiner Rede vor dem deutschen Bundestag die Vision einer freien Gemeinschaft von Lissabon bis Wladiwostok vorgestellt.

Doch mit der NATO-Osterweiterung ab 1999 unter Bruch klarer mündlicher Zusagen und mit der systematischen, geschäftseinträglichen Hochrüstung der Ukraine ab 2014 zur stärksten Militärmacht Europas haben sich die Militaristen durchgesetzt – und die Worte Lord Ismays zynisch bestätigt. Denn „die Amerikaner drinnen“ zu halten bedeutete, die Interessen des MIFC zu wahren.

2. Das System instrumentalisiert Konflikte

2.1 Verschleppte Kriege

Dass die Betreiber des Systems Kriege nicht zu beenden, sondern künstlich zu verschleppen trachten, zieht sich wie ein roter Faden durch die Moderne. Ein Krieg ist für das Finanzkapital und die Rüstungsindustrie dann profitabel, wenn er Planungssicherheit bietet. Ein schnelles diplomatisches Ende ist aus dessen Sicht ein „Risiko“ – so plastisch erlebt, als George W. Bush im Dezember 2001, 2 Monate nach Beginn des Afghanistankrieges, das definitive Kapitulationsangebot der Taliban ausschlug. Nicht nur seine Familie profitierte von der erfolglosen Verschleppung bis zum August 2021. Das Funktionieren von Langzeitkriegen lässt sich an weiteren Beispielen aufzeigen:

2.1 Der Koreakrieg (1950–1953)

Hier scheiterte der Friedensvorsatz der UNO-Charta das erste Mal krachend. Die US-Regierung ignorierte und duldete massive, vom amerikanisch aufgerüsteten südkoreanischen Syngman-Rhee-Regime ausgehende Grenzprovokationen, die bereits vor dem offiziellen Kriegsausbruch 100.000 Todesopfer forderten. https://archive.org/details/KoreanWarTheBruceCumings/mode/1up

Als der Norden im Juni 1950 den Konterangriff startete, rollte seine Logistik auf den amerikanischen Studebaker-LKWs, die die Sowjetunion aus den Lend-Lease-Überschüssen des Zweiten Weltkriegs überlassen hatte. Gleichzeitig kämpften chinesische Truppen mit US-Waffen (Thompson, Springfield), die sie den im Bürgerkrieg unterlegenen Truppen Chiang Kai-sheks abgenommen hatten. Der Westen kämpfte in Korea also gegen seine eigenen, zuvor profitabel exportierten Waffen.

2.2 Der Ukrainekrieg (Ab 2022)

Der Ukrainekrieg folgt ebenfalls einem Profite maximierenden Muster. Die westlichen Rüstungshilfen fließen in Wahrheit als kommerzielle Großaufträge direkt zurück an die heimische Verteidigungsindustrie, um abgegebene Altbestände durch modernste, teurere Systeme zu ersetzen. Transnationale Vermögensverwalter wie BlackRock, Vanguard oder State Street – historisch die größten Anteilseigner der führenden Rüstungsschmieden (Lockheed Martin, RTX, Rheinmetall) – erleben eine historische Aktien-Rallye. Dieselben Finanzinstitute positionieren sich bereits über exklusive „Wiederaufbaufonds“ für die Zeit danach: Erst verdient das Kapital an der Zerstörung, danach am Aufbau und an der Privatisierung der Infrastruktur des hochverschuldeten Landes. Wie der damalige Raytheon-CEO Greg Hayes bereits im Januar 2022 offen vor Investoren erklärte, stellen die Spannungen in Osteuropa eine hervorragende „Gelegenheit für internationale Verkäufe“ dar. Der MIFC hat sich hier Verträge und Planungssicherheit bis weit in die 2030er Jahre gesichert.

2.3 Die psychologischen Verschleppungsstrategien von Vietnam bis Gaza

Kriege wie in Vietnam (20 Jahre) oder im Irak (9 Jahre) schleppten sich so lange hin, weil das Militär auf psychologischem Gebiet systematisch versagte. Das Muster blieb gleich: Der Westen bewaffnet und trainiert angeblich pro-westliche Rebellen oder Regierungstruppen. Deren rücksichtsloser, brutaler Umgang mit der Zivilbevölkerung treibt die leidenden Menschen jedoch direkt in die Arme der Aufständischen. Im Westen führt dies zu einer künstlichen, lähmenden Spaltung: Linke Bürger solidarisieren sich aus Empathie mit den Opfern, während Konservative eine härtere militärische Gangart fordern. Der daraus resultierende politische „Kompromiss“ ist eine militärisch sinnlose Tröpfchendosierung von Waffen, die den Krieg über Jahrzehnte unentschieden hält – ein Desaster für die betroffenen Nationen, aber eine endlose Goldgrube für den MIFC.

3. Das Versagen der Medien

3.1 Zensur und Schönfärbung

Diese Art der Kriegsverschleppung würde unter Bürgerprotest umgehend abgestellt werden, wenn die Mainstream-Medien ihre verfassungsmäßige Rolle als Wächter der freiheitlichen Zivilisation wahrnehmen würden. Doch tun sie das bereits seit dem Spanisch-Amerikanischen Krieg (1898-1899) und anschließenden Philippinisch- Amerikanischen Krieg nur mit großen Einschränkungen. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/geschichte/amerikas-sundenfall-1749625.html

Stattdessen agieren sie als integraler Bestandteil des Systems. Durch eine doppelte Informationsfilterung – erst durch Militär und Geheimdienste, dann durch die Oligopolle der Nachrichtenagenturen – wird die Berichterstattung einer permanenten Schönfärbung und Zensur unterzogen.

Sobald systembedrohliche Skandale ans Licht kommen, greift ein verlässlicher medialer Bremsmechanismus, wie die US-amerikanische Zeitgeschichte in zwei historischen Untersuchungen beweist:

3.2 Das Church-Committee (1975–1976)

Als der Investigativjournalist Seymour Hersh Ende 1974 aufdeckte, dass die CIA im Inland illegal US-Bürger und die Antikriegsbewegung ausspionierte (Operation CHAOS), gründete der Senat die Church-Kommission. Doch je tiefer der Ausschuss grub und illegale Attentatspläne sowie das COINTELPRO-Programm des FBI ans Licht brachte, desto stärker schwenkten die Leitmedien auf ein Abblocken der mehr als berechtigten Kritik an staatlichen Institutionen ein. Sie übernahmen das National Security Framing und warfen Senator Frank Church vor, er würde die CIA „kastrieren“ und das Land im Kalten Krieg wehrlos machen.

Als der CIA-Stationschef Richard Welch im Dezember 1975 in Athen von Terroristen ermordet wurde, nutzten Medien und Regierung dies trotz fehlender Kausalität für eine massive Kampagne: Die „Enthüllungs-Hysterie“ der Presse habe Welchs Leben auf dem Gewissen. Dieser mediale Umschwung entzog der Kommission den öffentlichen Rückhalt; der Abschlussbericht wurde weichgespült, und die neu eingerichteten parlamentarischen Kontrollgremien blieben zahnlos.

3.3 Die Iran-Contra-Affäre (1986–1987)

Als im November 1986 aufflog, dass die amerikanische Regierung mit CIA-Hilfe im Irakisch-Iranischen Krieg beiden Parteien Waffen verkauft hatte, um mit den Erlösen die rechtsgerichteten Contra-Rebellen in Nicaragua zu finanzieren, schützten die Medien das System durch gezielte Personalisierung. Sie spielten die Inszenierung des CIA-Offiziers Oliver North als den zentralen Akteur durch das Gericht mit und präsentierten ihn im Stile einer Seifenoper als patriotischen Außenseiter. Damit lenkten sie erfolgreich vom Kernproblem ab – dem Bruch der Verfassung durch Regierung und Geheimdienste. Um die CIA-Führung, Präsident Ronald Reagan und Vizepräsident George H. W. Bush zu schützen, übernahmen die Medien das Narrativ, es seien lediglich ein paar „außer Kontrolle geratene Mitarbeiter“ gewesen.

Schlimmer noch: Als Journalisten wie Robert Parry und später Gary Webb (1996, Dark Alliance) detailliert nachwiesen, dass die von der CIA unterstützten Contras tonnenweise Kokain in die USA schmuggelten, um ihren Krieg zu finanzieren, starteten die New York Times, die Los Angeles Times und die Washington Post nicht etwa eigene Recherchen, sondern eine massive Kampagne zur Zerstörung von Webbs Glaubwürdigkeit. Das systemische Verbrechen wurde erfolgreich begraben; die juristische Aufarbeitung zog sich hin, bis George H. W. Bush am Heiligabend 1992 die Hauptbeschuldigten kurz vor ihrer Verurteilung begnadigte.

4. Missachtung psychologischer Grundregeln

4.1 Israels kontraproduktive Militärstrategie

Während Israel 1967 und 1973 gegen mehrere arabische Staaten gleichzeitig innerhalb von 6 bzw. 19 Tagen grandios gesiegt hat, gelingt jetzt gegen die Terrorgruppen Hamas und Hisbollah kein abschließender Erfolg. Wie bei den amerikanischen Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan liegen dem Misserfolg gravierende Fehler auf der psychologischen Ebene zugrunde. Eine Steigerung liegt darin, dass die jetzige israelische Führung dem Kernfehler nun den Rahmen einer Militärstrategie gegeben hat. Diese Dahiya-Doktrin sieht vor, in Gebieten, von denen aus auf Israel geschossen wird, zivile Infrastruktur und Wohngebäude in großem Umfang zu zerstören – angeblich zur Abschreckung.

Die Mainstream-Medien haben diese Antistrategie jedoch vor konzeptioneller Wahrnehmung und Kritik abgeschirmt. In den 2 Jahren vom Massaker am 7. Oktober 2023 bis zum Waffenstillstand am 10. Oktober 2025 hat keine der großen nordamerikanischen oder europäischen Nachrichtenagenturen über die Dahiya-Doktrin berichtet, während deren destruktive Resultate in derselben Zeit die Schlagzeilen dominiert haben. https://www.frieden-freiheit-fairness.com/blog/eine-militaerdoktrin-gefaehrdet-die-befreiung-der-iranischen-nation

Auch wenn die Einsätze angekündigt wurden, kamen Zehntausende von Zivilisten ums Leben. Der Reputationsschaden für Israel und den Westen ist gigantisch, wie u.a. der Anstieg antisemitischer Übergriffe zeigt. Die Islamisten konnten die klaffende Informationslücke mühelos mit eigener Propaganda füllen.

4.2 Die Strategie der Islamisten

Das Versäumnis der Medien wiegt doppelt schwer, indem auch die Erläuterung der Gegenstrategie unterblieb, die fanatische Islamistenführer unter Ausnutzung der Dahiya-Doktrin anwenden. Im Sommer 2024 schrieb der Hamas-Chef Yahya Sinwar (der Planer des Massakers vom 7. Oktober) an seine Komplizen in Katar: „We have Israel right where we want them“ („Wir haben Israel genau da, wo wir es haben wollen“). Sinwar bestätigte damit, dass die zerstörerische Dahiya-Strategie Israels exakt dem Kalkül der Islamisten entspricht: Die muslimische Bevölkerung leidet und die Islamistenführer profitieren von den Wogen der Sympathie und Unterstützung, die ihnen nach entsprechenden Medienberichten zuteilwerden.

Militante Führer wie die Mullahs in Teheran verfolgen mit Fanatismus das Ziel der weltweiten Verbreitung eines radikalen Islam; ihre eigene Bevölkerung betrachten sie als Werkzeuge, die man in der Verpackung eines edlen Märtyrertums kalt opfert. Als Donald Trump oder Benjamin Netanyahu dem Regime in Teheran mit der Zerstörung von Kraftwerken und ziviler Infrastruktur drohten, zeigte das, dass sie nicht hinreichend aus den Katastrophen von Somalia bis Afghanistan gelernt haben. Man kann Islamisten keinen größeren Gefallen tun als mit einem zeitlich verschleppten Krieg, der viele zivile Opfer fordert.

4.3 Kampf der Kulturen statt kulturelle Annäherung

Diese Strategie funktioniert seit dem Libanesischen Bürgerkrieg (1975-1995), als die europäischen Staaten außer den verfolgten Christen auch Moslems aufzunehmen begannen. Damit beschleunigte sich die Ausbreitung eines radikalen, reformresistenten Islam im (Un)Geist der 1928 gegründeten Muslim-Bruderschaft, indem diese den bewaffneten Dschihad mit Propaganda kombiniert. Teheran gilt als Koordinationszentrum.

Nach dem Libanesischen Bürgerkrieg haben die permanent unentschiedenen, vom MIFC in die Länge gezogenen Kriege im Nahen Osten vom Irak bis Afghanistan für das Leiden unter den Zivilisten gesorgt, welches die Flüchtlingsströme antreibt. Das medial vermittelte emotionale Ambiente im Westen sorgt für breite Sympathien für die Opfer und kommt auch den Terroristen zugute.

Dagegen werden Reformbewegungen im Orient, die die Spannungen zwischen den Kulturen abbauen könnten, von der westlichen Politik im Stich gelassen oder aktiv zerstört

. – Die wegweisenden Reformen Atatürks von 1924/1926 mit ihrer Abschaffung der Scharia in der Türkei können mangels effektiver Verteidigung heute unter Erdogan wieder aufgeweicht werden. Auch an dieser Beschädigung der Kompatibilität zwischen dem Westen und dem Orient tragen die Mainstream-Medien eine erhebliche Mitschuld, indem eine ehrliche Debatte über den Islamismus unter Verwendung von Totschlagwörtern wie „Islamophobie“ tabuisiert wird. Dieselbe unaufrichtige Schweigemauer ist es auch, die die endlose Verschleppung der Kriege, die selbstzerstörerische Spaltung der westlichen Gesellschaften in Linke und Konservative sowie das Migrationschaos vor der dringend notwendigen Kritik abschirmt.

Indem eine ideologische Verteidigung des westlichen Wertefundaments in den Medien kaum stattfindet, sehen sich Islamisten zu expansionistischen Zukunftsentwürfen ermutigt. Der türkische Präsident Erdogan erklärte im November 2024 auf einer Islamkonferenz:

„Der Fortschritt des Westens – errichtet auf Blut, Tränen, Massakern, Völkermord und Ausbeutung – hat vorübergehend die Oberhand gewonnen […]. Es wird ein Tag kommen, früher oder später, an dem die Ära des Fortschritts, die das Heilige und Menschliche ausklammert, geschlossen wird, und während die westliche Zivilisation mit großem Getöse zusammenbricht, wird unsere Zivilisation […] sich noch stärker erheben.“ https://www.memri.org/tv/turkish-president-erdogan-western-civilization-will-collapse-we-will-flourish

Das Problem unsolidarischer, voreingenommener Medien wurde bereits von den Gründervätern der USA wie Thomas Jefferson erkannt, doch eine strukturelle Lösung wurde bis heute aufgeschoben.

5. Lösungswege

5.1 Konsequente Gewaltenteilung 

Diese Lösung erfordert keine Erfindung neuer demokratischer Prinzipien, sondern lediglich die konsequente Anwendung eines bewährten Instruments der Demokratie, der Gewaltheilung.

In den vergangenen 250 Jahren hat sich der Informationssektor faktisch als vierte Gewalt etabliert, die jedoch unter dem Einfluss eines Oligopols großer Nachrichtenagenturen steht, die mit selektiver Informationsfilterung die öffentliche Meinung manipulieren.

Wenn verhindert werden soll, dass die freiheitliche Zivilisation durch autoritäre Gesellschaftsmodelle ersetzt wird, muss der faire Markt der Meinungen auf der Grundlage ungefilterter Informationsflüsse wiederhergestellt werden. Dazu bedarf es einer demokratischen Kontrolle und Strukturierung des Nachrichtenwesens. Erst eine konsequent den Bürgern und der Wahrheit verpflichtete Berichterstattung entzieht den Militaristen die psychologische Deckung und beseitigt damit das Haupt-Hindernis auf dem Weg zur Befreiung der Menschheit von der Geisel des Krieges.

5.2 KI als Retter

Für diese Reform ist es allerhöchste Zeit. Während eine nicht manipulierte KI im Informationssektor exakt die wahrheitsgebundene, faire und das Leben achtende Berichterstattung überwachen kann, lässt sich eine manipulierte für jede Form von perfidem Betrug und menschenverachtender Gewalt missbrauchen. Destruktive Pioniermodelle breiten sich bereits aus, u.a. Bot-Farmen, die politische Debatten verfälschen.

Die anstehende Systemreform muss den bereits angekündigten gigantischen Investitionen in den Ausbau der KI zuvorkommen und die demokratische Kontrolle über diesen ultimativen Machtapparat sicherstellen. – Exakt auf dieser Ebene entscheidet sich jetzt die seit den Anfängen der Zivilisation währende Auseinandersetzung zwischen Destruktion und Aufbau, Betrug und Aufrichtigkeit.

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Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

Von Uwe Froschauer

Ja, was gibt es über mich zu sagen.
Ich genoss eine sehr angenehme Kindheit, verbrachte eine äußerst turbulente und ereignisreiche Jugend, und hatte sehr viel Sinn für Unsinn – was sich bis heute nicht geändert hat.

1979 machte ich mein Abi, und 1988 schloss ich mein Studium der Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit Diplom ab. Mein vornehmliches Interesse galt der Wirtschaftspsychologie.
Während des Studiums gewann ich neben einem profunden Managementwissen erste Einblicke in psychologische und soziologische Grundlagen und baute diese weiter aus.

Mich interessieren u.a. die unterschiedlichen Fühl-, Denk-, Verhaltens- und Kommunikationsweisen von Mann und Frau. Zu diesem Thema veröffentlichte ich den Titel: Mann und Frau: „Sie verstehen sich nicht, weil sie sich nicht verstehen“, Band 1: „Was Frauen an Männern nervt“.

Meine Leidenschaft, zwischenmenschliche Beziehungen zu beobachten und zu analysieren, sowie die Beschäftigung mit psychologischen, soziologischen, anthropologischen, politischen, ökonomischen, ökologischen und philosophischen Themen prägen meine vielfältigen Schaffensgebiete.

Persönliche Weiterentwicklung im Kontext einer sich verändernden Gesellschaft ist mir ein besonderes Anliegen. Das Buch „Mach nicht mit – entwickle Dich weiter, 12 Wegweiser für ein sinnvolles und erfülltes Leben“ gibt Menschen Hilfestellung, sich aus einer machtorientierten und raffgierigen Welt zu lösen.

Mein Buch „Turbokapitalismus – eine Schmähschrift“, ruft die sozialen und ökologischen Kräfte auf, den Abgang dieses Killerkapitalismus zu beschleunigen.

Die Buchreihe „Vater, Sohn und die Welt“ ist ein reiner Dialog zwischen einem Vater und seinem flügge werdenden Sohn über die wichtigsten Bereiche des Lebens. Band 1 handelt von „Mann, Frau, Liebe, Sex, Prostitution, Beziehung, Ehe“, Band 2 von Wirtschaft und Politik.

Meine politsatirischen Bücher „Weltkasperletheater, Band 1“, und „Weltkasperletheater Band 2: Good Bye Demokratie“ bringen weltpolitisches Geschehen zeitnah auf den Punkt.

Mein erstes Buch zur angeblichen Pandemie „Corona – eine Chance“ erschien Anfang April 2020 zu Beginn des ersten Lockdowns – ein Schnellschuss, da ich bereits zu diesem Zeitpunkt richtigerweise vermutete, dass an der „Krise“ etwas (ober-) faul ist.

Das Buch „Die Verschwörung der Coronaviren“ setzt sich in einer Art Chronik kritisch, faktenbezogen und unterhaltsam mit dem Thema Corona im Rahmen einer Verschwörung der Viren mit dem Ziel „Reduzierung der Menschheit“ auseinander. Bei der Lektüre des Buches darf auch gelacht werden.

Das im Juli 2022 erschienene Buch „1 x 1 = 3 – oder jedes andere gewünschte Ergebnis“, Untertitel „Mathematik, Logik und Widerstand in Corona-Zeiten“ zeigt auf Basis offizieller Statistiken, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Pandemie gegeben hat. Des Weiteren geht es auf Widersprüche von Politikern und anderen Interessengruppen, sowie auf verschiedene Formen des Widerstands gegen die Corona-Maßnahmen ein.

Das letzte Buch "Das menschliche Schaf – Massenpsychologie und Manipulation" erläutert anhand von konkreten Beispielen aus den letzten und laufenden Krisen das Phänomen der Massenbildung, sowie Strategien und Techniken der Manipulation, die uns Dinge machen lassen, die wir eigentlich nicht wollen.

Ich gebe Seminare, coache Existenzgründer, und berate Unternehmen. Zum Thema Management schrieb ich 4 Grundlagenbücher und ein Buch zum Bereich Projektmanagement, die auf humorvolle und verständliche Weise die Managementinhalte näherbringen.

Meine Hobbys sind Reisen, viel Sport, insbesondere Kampfsport, Lesen und Schreiben, sowie recht und schlecht Gitarre spielen. Ich liebe Tiere und die Natur, und lerne sehr viel von Kindern.
Die Würde jedes Menschen ist mir sehr wichtig, Begriffe wie Ehre haben für mich einen hohen Stellenwert, und das Leben ist viel zu wichtig, um es zu ernst zu nehmen.
Politisch bin ich eher Mitte links orientiert. Bei wahren Worten ist es mir egal, wer sie ausspricht, gleichgültig welcher politischen Gesinnung entspringend.
Ich werde meine Kraft dem Kampf für eine lebenswerte Zukunft für meine Familie, für mich, für jeden Menschen widmen, für eine Zukunft, die in einem bisher nicht gekannten Ausmaß in Gefahr ist.

Ich wünsche euch viel Spaß mit meinen Beiträgen, und hoffe, dass ihr die eine oder andere neue Erkenntnis gewinnt.

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