Die Verdummung nimmt zu. Sie war zu allen Zeiten da, doch sie war früher nicht so wichtig bzw. weniger ein Thema, weil sie Teil des normalen Lebens war und ungestraft (!) als verstrahlt, verpeilt oder gaga in den Senkel gestellt werden konnte. Das „deutsche (sic!) Jugendwort des Jahres“ gab es da noch nicht, doch das aktuelle passt hier bestens. Das ist „Das crazy“.
„Nur mit Dummen sind Kriege und Pandemien möglich – und fast alle sind dumm“, meint Ludwig F. Badenhagen einfach mal so. Man könnte hier anfügen, dass prinzipiell alles in allen steckt, also jedes Menschenwesen sich schon mal dumm verhalten oder Blödsinniges gemacht hat. Dann wird die Aussage rund.
Allerdings ist es eine unübersehbare Tatsache, dass die Dummheit nicht nur aufgehört hat, sich zu schämen, sie feiert sich in obszöner Art und Weise selbst. Die Bevölkerung wird auf vielfältige Weise permanent noch blöder gemacht, wodurch es nicht allzu sehr auffällt, wenn die derzeitigen Funktionsträger möglichst viele ihrer Gesinnungsgenossen in bestens honorierte Versorgungs-Jobs unterbringen.
Woher das Geld stammt, das sie „verdienen“ oder woher der Wohlstand kommt, in dem sie leben, darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken. Übergebührend oft hört man, alles sei durch eigene Leistung erreicht worden. Welche Leistung, fragt da so mancher. „Mia hamm uns hoid a’gstrengt und g’arbat vo fria bis spat. Arbat! Arbat! Arbat!“
Wie viele andere Menschen sind wohl nötig und müssen allzu oft leiden, um all das Geld und die Dinge zu erwirtschaften, die dann höheren Orts und von den ganz normalen wohlanständigen Wohlstandsbürgern verprasst, Verzeihung.., konsumiert werden können? Weil, „Wir sind die Guten!“ Damit sind hierzulande alle aufgewachsen. Treffender wäre da: „Uns geht‘s gut!“ Ist das dumm oder nur engstirnig, einfältig, ignorant, arrogant und-was-sonst-noch-alles?
Wenn der Sinn für Ästhetik abstirbt, was sagt das über den Zustand einer Gesellschaft aus?
Peter Sloterdijk als umstritten zu bezeichnen, sei ziemlich umstritten, aber hoch gedrechselt formulieren kann der wie kaum jemand sonst. Denn der Normalbürger steht „der stets drohenden Vergewaltigung des Einzelnen durch aufdringliche Fiktionen eines fusionierten Gemeinwesens“ gegenüber. Also, man kann auch sagen, der Schädelinnendruck ist kurz vorm Explosionspunkt.
Der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich brachte es vorzüglich zum Ausdruck, als er bereits 1965 schrieb: „Der Mensch wird so, wie die Stadt ihn macht, und umgekehrt; mit fortschreitender Urbanisierung trifft das auf immer mehr Menschen zu.“
Wer seiner inneren Balance fern ist, der kann auch durch keinen äußeren Reiz irgendwie „geheilt“ werden. Andersrum geht das aber schon, also das „krank machen“.
Deutlich sichtbar wird dies im total entseelten und geistlosen Kunstbetrieb, aber ganz besonders offensichtlich für jedermann in den Bauwerken einer Zeit. Warum ist praktisch jeder von den Altbauten ästhetisch berührt im Positiven, von beinahe allen Neubauten abgestoßen bis angewidert?
Warum werden Umgebungen geschaffen, die der menschlichen Gesundheit und dem Bewusstsein feindlich sind? Hässliche Umgebungen machen uns krank, aggressiv, ängstlich und verwirren durch Frequenzen, die die innere Harmonie und somit unser Wohlbefinden stören. „Des is koa Esotärik-G’fasl, sondan des meagt a jeda, dea no ned dod is.“
Deshalb produzieren totalitäre Systeme immer Hässlichkeit.
Nikola Tesla wird auch die Aussage zugeschrieben: „Wenn Sie die Geheimnisse des Universums entdecken wollen, denken Sie in Begriffen wie Energie, Frequenz und Schwingung.“ Jeder Mensch weiß, wie Schönheit und Hässlichkeit im menschlichen Bewusstsein unterschiedliche Zustände bewirken. Die beruhen auf unterschiedlichen Frequenzen. Da gewinnt der geniale Slogan für Blue Note Records von Alfred Lion „It must schwing!“ gleich eine ganz andere Qualität.
Was uns in unseren modernen Städten optisch entgegenschlägt, ist disharmonischer Lärm versetzt mit schrillem, Nerven zerfetzenden, Krawall. Ein nicht mehr enden wollendes Fingernagel-über-Schiefertafel-Kratzen Geräusch.
Dagegen liefert uns eine gelungene Ästhetik, also Schönheit, Nahrung für Geist und Seele.
Wenn man Dostojewski ernst nimmt, der erklärte, dass „die Schönheit die Welt retten wird“, dann schaut es derzeit verdammt schlecht um uns aus. Denn nicht nur die Blöden, auch die Hässlichen werden immer mehr.
Die schon längst vergessene Aussage vom Lügen-Fritze mit dem Stadtbild und die hitzigen Reaktionen darauf haben jedoch einen wunden Punkt offenbart. Denn im Stadtbild zeigt sich die physikalische Realität, also die wirkliche Wirklichkeit und nicht die medial konstruierte Matrix. Da hilft dann auch keine blaue Pille mehr.
„So gehen Imperien unter.“
Die Punks ab Mitte/Ende der 70er hatten die Voraussicht, mit ihrer Parole „No Future!“ die Zukunft drastisch auf den Punk(t) zu bringen. Wenn wir so weitermachen, krachen wir an die Wand. Wir sind jetzt live dabei.
Inzwischen ist auch der Blechdepp, vulgo KI, schon recht gut eingenordet und spuckt zur Frage nach dem bekannten Zitat zur psychologischen Kriegsführung des CIA-Typs Bill Casey, natürlich ganz unvoreingenommen, aus:
„Das angebliche Zitat von William J. Casey (CIA-Direktor ab 1981), wonach das Desinformationsprogramm der CIA erst dann vollständig sei, „wenn alles, was das amerikanische Volk glaubt, falsch ist“ (»We’ll know our disinformation program is complete when everything the American public believes is false«), ist höchstwahrscheinlich apokryph.“
Aaaah…ja… „angebliche Zitat“, „höchstwahrscheinlich“, „apokryph“ (lt. KI: nicht zum offiziellen Kanon (z. B. der Bibel) gehörend). So geht das mit der Bedeutungsumkehr. Wenn der Casey noch leben würde, könnte er sich gemütlich zurücklehnen und von sich geben: „Job erledigt! Sir!“
Schwarz ist jetzt weiß. Menschlichkeit ist unmenschlich. Die Trottel haben alles von Orwell weitflächig widerspruchslos gefressen. Zum „Kotzen“, bitte 2. Tür rechts…
Der Westen hat exakt die Krankheit, die er vorgibt überall zu bekämpfen.
Auf der anderen Seite sind „unsere“ viel bejubelten Denk-Panzer (Think Tanks) zu wiederkäuenden Wesenheiten verkommen, die naturgemäß dann eben nur noch halb verdauten Input, so attraktiv wie frisch Erbrochenes, hervorwürgen. Das ist dann die Entscheidungsgrundlage für die Herrschenden. Mahlzeit!
Konkret ist derzeit die x-te Neuauflage der Virus-Lüge dran. „Hanta! Hanta!“ möchte man ausrufen, ob eines ähnlich klingenden Films aus untergegangenen Zeiten. Unterirdisches Niveau und das Niederreißen von Publikumsgunstbeliebtheitswerten gingen da auch Hand in Hand. Schon da war das Konsumentenvolk weitflächig dumm wie ein Meter Waldweg. Trotzdem hieß es: „Ich bin doch nicht blöd!“
Nun, das mit den Beliebtheitswerten wurde schon zu Corona selig Zeiten durch Angst und Panik erfolgreichst ausgetauscht. Der blanke Horror zieht einfach mehr. Hauptsache „starke Gefühle“, die das Stamm- bzw. Reptilienhirn erreichen, weil sonst tote Hose in der Zielgruppen-Seele ist.
Solange die Leute noch an diese perfide und hochgradig verlogene, weil frei erfundene Infektionstheorie glauben, solange können „SIE“, die Herrscher, die Herde am Nasenring der Angst in jede Richtung dirigieren, die vorgesehen ist.
Mit den Worten eines Bloggers aus Berlin, der Betonflüsterer, ist hierzu eigentlich alles abschließend gesagt: „RTL: Wie schütze ich mich vor dem Hantavirus? Noooooo. Nicht schon wieder. Einmal reicht. Hanta Claus. Hanta Biden. Hanta Mango. Ich hol mir Hanta in Atlanta. Verpisst euch.“
„Dies ist eine Regierung, die lügt, betrügt, stiehlt, spioniert, tötet und ihre Befugnisse fast bei jeder Gelegenheit überschreitet.“
Das was John und Nisha Whitehead da glauben feststellen zu müssen, ist nicht begrenzt auf die USA. Die heilige Staatsraison muss schließlich auch in „UnsererDemokratie“ gewahrt werden.
Hat jemand noch die Nummer um die „Jüdische Stimme“ im Kopf, der jüdische Verein, der am Ende dann tatsächlich von einem deutschen Gericht vom Anti-Semitismus freigesprochen wurde? Wer hatte damals, sie wissen schon wann, lauthals getönt, „Wer Jude ist bestimme ich“? „Samma do a scho wieda so weid?“
Dem Antisemitismus-Beauftragten des Landes Hessen war es jedenfalls nicht zu blöd, den Verein „Jüdische Stimme“ verbieten zu wollen. Damit bewegt er sich in einer schon lange überkommen geglaubten Traditionslinie. „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, wie Bertolt Brecht das schon mal schauervoll anmerkte.
Die hessische Landesregierung legt da noch einen neuen Gesetzesentwurf, in der vermeintlich gegenteiligen Richtung, drauf, in dem bis zu 5 Jahren Haft bei Leugnung des Existenzrechts Israels eingefordert wird. Doch gemach ihr Leut‘, „Russland ruinieren!“ oder die „ganze alte Zivilisation des Iran auslöschen“ dürfen Sie weiterhin ungestraft rumkrakelend einfordern. „Des wäa jo nu scheena…“
Allerdings pisst da mal wieder so ein Internetzler an die Wand: „Schon bald wird das bloße Aussprechen des Wortes „Freiheit“ als das schwerste Verbrechen überhaupt gelten. Jeder, der „Freiheit“ sagt – oder auch nur denkt – wird schlimmer verfemt sein als Klima-, Covid- oder Genderleugner.“
Das westliche Denken ist vergiftet. Seine Weltsicht ist grundlegend falsch.
Humor ist schon teilweise strafbewehrt verboten und verschwindet sowieso bald ganz. Denn wenn jemand den Witz, die Ironie, die Satire, den Hintersinn, die Pointe nicht versteht, könnten ja die Gefühle von solchen wehleidigen Snowflakes nicht nur aus der „Generation Waschlappen“ verletzt werden. Und das, also das Nicht-Verstehen, kann von den Verblödeten, äähhh…, den sich angesprochen Fühlenden, als Beleidung empfunden werden. „Vastängans? Ned? A wuaschd…“
Leider ist die Geschichte mit den kannibalischen Russen so schnell wieder aus den Meldungen verschwunden, wie sie aufgetaucht ist. Das hätte perfekt in die „G’schichtn“ hier reingepasst. Schad….
Die Aussichten: Bloomberg, das weltweit führende Medium für Finanzfuzzis, prophetisiert zum Zähne klappern: „Deutschland marschiert noch nicht – aber es baut bereits die Straßen dafür.“ Marschieren? Blödsinn! Wir fahr‘n, fahr‘n, fahr‘n, auf der Autobahn… Und, wer hat’s gebaut? Nein, nicht die Schweizer…
Dem berühmten Ausdruck aus dem Film „Der Pate“ soll hier das vieldeutige Ende gehören: „Nichts Persönliches, nur Geschäft“. Man sieht sich…
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit. Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Spendenkonto:
Uwe Froschauer
IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40
BIC: SSKMDEMMXXX
Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.
Vielen Dank!
Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Um es nochmal stichwortartig in Erinnerung zu rufen: Baden-Württemberg, der grüne Winfried Kretschmann kam in die Jahre, turnusmäßig wurden Neuwahlen fällig. Die CDU hatte die Grünen in der Wählergunst abgelöst, doch am Wahltag lag Özdemirs Partei hauchdünn vorn, und er beanspruchte das Amt des Ministerpräsidenten. Der „anatolische Schwabe“ wurde dann am 13. Mai auch im ersten Wahlgang gewählt. Anders als Bundeskanzler Merz ist er kein Regierungschef der zweiten Wahl.
Allerdings versagtem ihm 19 Abgeordnete die Stimme, vermutlich aus den Reihen der CDU-Fraktion. Sie hatten wohl nicht vergessen, welche „Enthüllungen“ eine grüne Abgeordnete aus der untersten Schublade holte, um den jungen Hagel madig zu machen. Der Ministerpräsident hätte auch ein anderer als Özdemir sein können: Die AfD schlug nämlich CDU-Chef Manuel Hagel vor. Würde die CDU wirklich regieren wollen, wäre dies möglich. Denn 56 CDU-Sitze und 35 der AfD hätten ebenso für eine deutliche Mehrheit gereicht, wie die 93 Stimmen für Özdemir. Und die SPD? SPD, wer war nochmals die SPD? Sie kommt tatsächlich in den Berichten der Medien nicht vor.
Leidliche Trefferquote bei der Würfel-Partie
Aber wie sieht künftig die Ministerriege aus? Man glaubt seinen Augen nicht zu trauen, denn es scheint, die Posten wurden ausgewürfelt. Denn nur in wenigen Fällen werden die Ministerinnen und Minister nach ihren Fähigkeiten berufen, sondern nach was auch immer. Der Reihe nach: Bauministerin wird Theresia Schopper (Grüne). Sie war bisher Kultusministerin. Was sie einmal gelernt hat, ist dem Steckbrief der Lokalpresse nicht zu entnehmen, aber sie war jedenfalls Landeschefin der Grünen in Bayern; das muss wohl reichen. Das Wissenschaftsministerium übernimmt Petra Olschowski (Grüne). Sie zeichnet sich aus durch ihre Liebe zur Kunst und hatte Posten in der Kunstakademie und im Kunstverein. Na denn!
Thekla Walter (Grüne) bleibt Ministerin für Umwelt und Energie, obwohl sie Amerikanistik und Geschichte studiert hat. Doch weil sie das Null-CO2-Ziel bereits für 2040 propagiert, scheint sie die ideale Besetzung zu sein – eine Null-Nummer! Oliver Hildbrand (Grüne) wird Sozialminister, obwohl er Psychologie studierte. Was ihn für sein Amt qualifizierte, war anscheinend sein Amt als Sprecher für Queerpolitik. Die Wiederberufung von Danyal Bayaz (Grüne) zum Finanzminister dürfe das einzig treffende Ergebnis des Auswürfelns sein.
“Hagelschaden”: Ein Bankbetriebswirt als Innenminister
Und so sieht die Trefferquote der Würfel-Partie bei der CDU aus: Der “wohl profilierteste Umwelt- und Energiepolitiker in Deutschland“ (so die “Badische Zeitung”), Andreas Jung, wird Kultusminister. Die Ernennung wird das Geschenk zu seinem 51. Geburtstag: Er ist ein „Intimfreund“ Özdemirs und „kommt fachlich ohne Vorbelastung“ zu seinem Amt. Die studierte Lehrerin Nicole Razavi wird Verkehrsministerin, gilt aber als „Allzweckwaffe“. Die studierte Betriebswirtschaftlerin Nicole Hoffmeister-Kraut bleibt Wirtschaftsministerin; zumindest hier fiel in Sachen Qualifikation der Würfel richtig. Was auch für das Justizministerium zutreffen könnte, das von Moritz Oppelt übernommen wird: Der hat immerhin fachlich juristische Grundlagen, was aber auch für die bisherige Justizministerin Marion Gentges zutrifft. Für sie fiel der Würfel dumm, er landete auf dem Feld Agrarministerin. Diese exzellente und beliebte Politikerin holte für die CDU und im eigenen Wahlkreis ein traumhaftes Ergebnis. Aber Würfel sind eben unberechenbar – wie die Politik.
Manuel Hagel wurde stellvertretender Ministerpräsident und übernimmt das Innenministerium. Er ist gelernter Bankbetriebswirt – und kann als solcher wenigsten die Statistik der Banküberfälle in Baden-Württemberg aufmerksam verfolgen. Hagel löst Thomas Strobl ab – und der wiederum die bisherige Landtagspräsidentin Muhterem Aras, die seine Stellvertreterin wird. Um zu verhindern, dass die nach dem Willen der Wähler stärkste Opposition, die AfD, irgendetwas zu sagen hat, wurde ihr ein Stellvertreteramt verwehrt – so wie überall sonst auch (erst gestern auch in Rheinland-Pfalz). Es dürfte wohl einzigartig in Deutschland sein, dass beide Spitzenpolitiker, Özdemir und Aras, Alewiten aus der Türkei sind – und tonangebend in einem deutschen Landtag. Da sage mal jemand, dass Menschen mit Migrationshintergrund bei uns keine Chance haben. In der Politik ist alles möglich…
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
Wenn kriegerische Auseinandersetzungen nicht erfolgreich sind, dann muss man am Verhandlungstisch eine Lösung suchen-.
Eine derartige Aussage zeigt, wie weit sich der menschliche Verstand seit Erfindung der Keule weiterentwickelt hat, nämlich gar nicht. Nach wie vor gilt: Erst draufhauen, dann fragen, ob es weh getan hat.
Diese Strategie (wenn man denn überhaupt dieses Wort dafür gebrauchen kann) zeigt, welche Primitivlinge, vor allem in der sogenannten westlichen zivilisierten Welt, die Geschicke der Welt lenken, und wie lebensgefährlich es für uns Menschen ist, dass diese sehr spezielle Sorte der Gattung Mensch, seit Jahrtausenden, bis heute nicht, über das Entwicklungsstadium der Spätpubertät hinausgekommen ist. Der Werte-Westen hat einen massiven Menschheitsentwicklungsrückstau.
Straßenbanden ziehen breitbeinig durch die Lande, der mit der größten Klappe wird der Anführer. Hirn? Was brauch ich Hirn? Claims werden abgesteckt, das ist unser Viertel, hier habt ihr nichts zu sagen.
Diese Rotzlöffel wissen, wie sie die Wirtschaft hinter sich bringen, die will produzieren und verdienen. Erst mit Keulen, die alles kurz und klein kloppen, dann mit Gerät und Material, mit dem wieder alles aufgebaut wird. Menschen, Kosten – Nebensache. Interessen sind wichtiger.
In einem endlosen Zyklus, und am besten immer erst dann, wenn es die Generation nicht mehr gibt, die sich noch an das letzte Mal erinnern kann.
Berechtigung wird mit Moral begründet: Wir sind die Guten – Wir sind im Recht – Wir kämpfen für Gerechtigkeit – Wir können das nicht zulassen – Wir müssen Frieden mit Waffen schaffen – Wir müssen die Demokratie verteidigen-. Ein unreifer Erguss von Halbstarken reiht sich an den anderen.
Die, die das letzte Mal noch leibhaftig erlebt haben, die wurden zu Mahnern: – Besser tausend Stunden umsonst verhandeln, als auch nur eine Stunde schießen -. Die gibt es nicht mehr.
Nachgerückt ist eine Generation von Geschichtsvergessenen, die wie der Sohn dem Vater zeigen wollen, dass sie es besser können.
Das sieht man derzeit besonders gut am Beispiel eines komplett aus dem Ruder gelaufenen Deutschlands.
Da will es ein unreifer, gemeingefährlicher, realitätsverweigernder Kriegstüchtigkeitsminister und seine Bande, der Russen-Gang aber mal so richtig zeigen.
Die bleibt zwar in ihrem Viertel, aber das Testosteron will sich entladen, also zündelt man, mithilfe eines übergeordneten Bandenvereins, an der Grenze des Viertels, um die anderen zu reizen und herauszufordern. Mal sehen, wie weit wir gehen können. Aufgestachelt vom Anführer des Bandenvereins, der sich dann schnell in Sicherheit bringt, wenn es für ihn unangenehm wird, und den Doofen, die mitgemacht haben, das Feld überlässt.
Komm her, Du Feigling, lass mich hintern Baum! Nix los hier, also machen wir was los. Mal wieder so ne richtige Klopperei, das wär doch mal was!
Jetzt ist es aber so, dass die Pistolius-Bande gar nicht über genügend Keulen verfügt, und das auf absehbare Zeit auch nicht anders sein wird, obwohl die Keulenschnitzereien angetrieben werden, auf Hochtouren zu arbeiten. Dann finden sich auch nicht genug harte, hafermilchgestärkte Junx, die mitmachen wollen. Die meisten wollen einfach nur ihre Ruhe haben und ihrer Wege gehen, Mädels im Kopf haben, beruflich vorankommen, später vielleicht mal eine Familie gründen.
Und selbst, wenn sich ein paar Deppen finden, die anderen sind viel mehr.
Und im Nachbarviertel sind die Junx der Russen-Gang kampferprobt, die haben derzeit einen Battle mit einem direkten Nachbarviertel, in dem sogar viele ihrer Brüder sind.
Diese Junx gehen regelmäßig ins Fitness-Studio, boxen, treiben viel Sport, lieben den Langlauf, während die Pistolius-Bande Mitglieder hat, die noch nicht einmal Boxhandschuh fehlerfrei schreiben können.
Das hält die schlappe Pistolius-Bande aber nicht davon ab, siegessicher weiter darauf hinzuarbeiten, den durchtrainierten Junx von der Russen-Gang so richtig ordentlich mal was aufs Maul hauen zu wollen.
Weil aber auch der Bandenführer Pistolius nicht lesen kann, hat er keine Ahnung davon, dass es Bücher gibt, in denen steht, dass das schon zwei Mal schiefgegangen ist.
Ohnmächtig stehen die, die lesen können, daneben und warnen, doch alle Warnungen werden in den Wind geschrieben.
Was man sich ein Mal in den Kopf gesetzt hat, das wird durchgezogen. Koste es, was es wolle!
Derweil gehen die, die über das Entwicklungsstadium der Spätpubertät hinausgewachsen sind und sich dem Verstand eines erwachsenen Menschens bedienen können, so gut sie können, in Deckung. Sie versuchen sich aus der Gefahrenzone herauszubringen, um aus sicherer Entfernung zu beobachten, wie sich die Pistolius-Bande zielsicher und zu 100% selbst zerstören wird, zum Leidwesen derjenigen, die in diesem Viertel wohnen.
Um diesem irren Treiben ein Ende zu bereiten, hoffen inzwischen so manche Bewohner des Viertels darauf, dass die Russen-Gang der Pistolius-Bande mit einem gezielten Boxhieb einmal zeigt, wo der Hammer hängt, denn das scheint die einzige Möglichkeit zu sein, dass die Pistolius-Bande wieder zur Vernunft kommt und in ihre Schranken gewiesen wird. Und schon sind wir wieder zurück auf Los.
Von Seiten der Russen-Gang gibt es immer wieder Ansätze und die Bereitschaft, dass man die Zwistigkeiten doch auch anders regeln könnte, man könnte sich ja mal bei einem Bier irgendwo an einem neutralen Ort treffen und reden, doch die Pistolius-Bande ist dermaßen stur, arrogant und verbohrt, obwohl sie sich das eigentlich gar nicht erlauben könnte, dass sie sich partout nicht darauf einlassen will.
Hochmut kommt vor dem Fall, sagt schon eine alte Volksweise, die wohl wieder einmal bestätigt wird, wenn kein Sinneswandel, und der ist derzeit weit und breit nicht in Sicht, diese aufgeblasenen Gockel mit Nichts in der Hand zur Vernunft bringt.
„Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas dafür zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten“ Urheber unbekannt
Dieser Aphorismus bringt ein zentrales Problem der Corona-Zeit auf den Punkt: die Erwartung, dass „die Dinge sich schon irgendwie regeln“, während man selbst passiv bleibt. Doch gesellschaftliche Entwicklungen korrigieren sich nicht von allein. Sie werden von Menschen gestaltet – oder eben nicht.
Wer in einer Krise lediglich auf bessere Entscheidungen „von oben“ hofft, ohne selbst Verantwortung zu übernehmen, verzichtet auf genau jene Rolle, die ihm in einer Demokratie zukommt: die des mündigen Bürgers. Ziviler Ungehorsam beginnt genau dort, wo das Warten auf das „Es passiert schon“ endet.
Bertolt Brecht soll einmal gesagt haben
„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“.
Dieser Zustand ist in der Corona-Zeit eingetreten. Die in meinen Augen richtige Betrachtungsweise Brechts relativiert den absoluten Vorrang der Rechtssicherheit, der Widerstand grundsätzlich ausschließt, und akzeptiert ein begründetes Gerechtigkeitsempfinden. Sie fordert sogar den Widerstand als letztes Mittel. Diese rote Linie, sich als Bürger dem staatlichen Gewaltmonopol unterwerfen zu müssen, ist von den Regierenden in der Coronazeit weit überschritten worden. Widerstand war während der Coronadiktatur nicht nur richtig, sondern erforderlich.
Die Regierenden ließen in ihrem Machtrausch ihrer Willkür – beeinflusst, gesteuert und belohnt durch ein Heer von Lobbyisten – freien Lauf. Unsere weitblickende und intelligente Verfassung – wenn sie denn von Politikern, die auf sie geschworen haben, ernst genommen werden würde – hat für eine Überschreitung dieser roten Linie mit dem Artikel 20 GG entsprechend vorgesorgt.
Nachfolgend die ersten drei Absätze des Artikels 20 GG:
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
Damit Deutschland auch ein Rechtsstaat im Sinne der ersten drei Absätze bleibt, und der Staat sein Gewaltmonopol nicht missbraucht, haben die klugen Verfasser dieser Verfassung noch Absatz 4 zum Artikel 20 GG hinzugefügt, um einer Diktatur nicht Tür und Tor zu öffnen.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Bei der Gedenkfeier zum Hitler-Attentat mahnte Angela Merkel am 20. Juni 2019 mit klaren Worten:
„Sehr geehrte Frau Bundesministerin, sehr geehrte Soldatinnen und Soldaten, Rekrutinnen und Rekruten (…), es gibt Momente, in denen Ungehorsam eine Pflicht sein kann – Momente, in denen man nur dann Anstand und Menschlichkeit wahrt, wenn man sich gegen einen Befehl, gegen den Druck von Vorgesetzten oder auch den Druck der Masse auflehnt und gegenhält. Es gibt Momente, in denen der Einzelne die moralische Pflicht hat, zu widersprechen und sich zu widersetzen. Das erkennt auch unsere Verfassung an. In Artikel 20 unseres Grundgesetzes ist das Recht zum Widerstand festgeschrieben, und zwar „gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen (…), wenn andere Abhilfe nicht möglich ist“.“
Diese Worte wirken im Rückblick wie ein Maßstab – einer, an dem sich politisches Handeln in der Corona-Zeit messen lassen muss.
Von einem vergleichbaren Maß an Haltung war bei vielen politischen Verantwortungsträgern jedoch wenig zu erkennen. Besonders deutlich wurde dies an einer zentralen Frage: der Impfpflicht. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 wurde eine allgemeine Impfpflicht von führenden Politikern wiederholt ausgeschlossen. So erklärte Olaf Scholz im Dezember 2020:
„Ich bin gegen eine Impfpflicht.“
Noch im Wahlkampf 2021 betonte er, eine solche sei nicht vorgesehen. Auch Christian Lindner äußerte sich im Jahr 2021 skeptisch und verwies darauf, dass eine Impfpflicht nicht notwendig sei und man auf Freiwilligkeit setzen solle. Robert Habeck wiederum sprach sich vor der Wahl ebenfalls gegen eine allgemeine Impfpflicht aus und stellte die Verhältnismäßigkeit eines solchen Eingriffs infrage. Auch Karl Lauterbach zeigte sich zunächst zurückhaltend gegenüber einer allgemeinen Impfpflicht und betonte, dass diese politisch und gesellschaftlich gut abgewogen werden müsse.
Nach der Wahl verschob sich das Bild deutlich. Bundeskanzler Scholz sprach sich Ende 2021 ausdrücklich für eine allgemeine Impfpflicht aus und kündigte an, im Bundestag dafür zu werben. Auch Habeck unterstützte eine solche Maßnahme. Selbst dort, wo keine klare Zustimmung erfolgte, wich die vorherige Ablehnung zumindest einer neuen Offenheit. Als neu ernannter Bundesgesundheitsminister entwickelte sich Karl Lauterbach zu einem der entschiedensten Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht und setzte sich öffentlich mit teils hanebüchenen Argumenten für deren Einführung ein.
Diese Kehrtwenden sind politisch (falsch) begründet worden, und markieren einen Bruch zwischen vorherigen Zusagen und späterem Handeln. Vertrauen, einmal beschädigt, lässt sich nicht beliebig wiederherstellen.
Vor diesem Hintergrund wirkt der Verweis von Angela Merkel auf moralischen Ungehorsam fast wie ein Echo aus einer anderen politischen Wirklichkeit. Während historischer Widerstand gewürdigt wird, wurde der Widerspruch in der Corona-Zeit diffamiert und diskreditiert. Während Bürger zur Anpassung an die vermeintlich gefährliche Situation angehalten wurden, erwiesen sich politische Zusagen selbst als bemerkenswert flexibel.
Eine freiheitliche Ordnung lebt nicht von passiver Erwartung, sondern von aktiver Mitwirkung – und im Zweifel auch vom Widerspruch. Ziviler Ungehorsam ist daher kein Störfaktor, sondern ein notwendiges Korrektiv. Er zeigt sich dort, wo Bürger nicht länger bereit sind, Verantwortung vollständig an staatliche Stellen zu delegieren, sondern beginnen, eigenständig zu denken und zu urteilen sowie entsprechend zu handeln. Der betreuten Demokratie, dem betreuten Denken wird der Rücken gekehrt, und die Demokratie zu dem gemacht, was sie bedeutet und sein soll: die Herrschaft des Volkes.
Widerstand von Teilen der Bevölkerung in der Corona-Zeit: Zwischen Mut und Anpassung
Die Corona-Jahre waren ein Stresstest für das Verhältnis zwischen Staat und Bürger. In kurzer Zeit wurden Grundrechte eingeschränkt, neue Verhaltensnormen etabliert und ein erheblicher gesellschaftlicher Anpassungsdruck erzeugt. Widerspruch galt schnell als unsolidarisch und wurde bestraft, Anpassung hingegen als verantwortungsbewusst und wurde belohnt, siehe 3G, 2G und dergleichen. Diese Haltung verkennt jedoch das Wesen einer offenen Gesellschaft. Demokratie erschöpft sich nicht im Befolgen von Regeln, sie lebt davon, dass Bürger Maßnahmen hinterfragen, ihre Verhältnismäßigkeit prüfen und im Zweifel auch widersprechen.
In der Corona-Zeit war weniger der Widerstand auffällig als vielmehr die Bereitschaft zur Anpassung – ein vorauseilender Gehorsam, der staatliche Vorgaben nicht nur akzeptierte, sondern häufig unkritisch verstärkte und sozial weitertrug. Was zunächst den Anschein von Verantwortungsgefühl weckte, entwickelte sich meist zu Konformität. Kritik wurde moralisch delegitimiert, Zweifel gesellschaftlich sanktioniert. Darin liegt die eigentliche Gefahr in einer Demokratie: Eine Gesellschaft, die Gehorsam über Urteilskraft stellt, verliert schleichend ihre demokratische Substanz. Wenn Menschen Regeln befolgen, ohne sie zu hinterfragen, entsteht keine Stabilität, sondern Abhängigkeit. Eine lebendige Demokratie braucht daher nicht nur Zustimmung, sondern auch den Mut zum begründeten Widerspruch.
In diesem Sinne ist ziviler Ungehorsam kein Ausdruck von Rücksichtslosigkeit, sondern von Verantwortung. Er erfordert Urteilsvermögen, Standhaftigkeit und die Bereitschaft, persönliche Konsequenzen zu tragen. Krisenzeiten wie die Coronajahre machten sichtbar, wer diese Verantwortung übernimmt – und wer sich ihr entzieht.
Weltweit regte sich teils erheblicher Widerstand, dem vielerorts mit harten Maßnahmen begegnet wurde. Ob politische Sanktionen gegen Andersdenkende als letztes Aufbäumen einer überdehnten staatlichen Kontrolle oder als schrittweise Verschiebung hin zu autoritäreren Strukturen zu deuten ist, sei einmal dahingestellt. Sicher ist jedoch: Die Richtung „Unserer Demokratie“ hängt entscheidend vom Verhalten der Bürger selbst ab. Menschen sollten nicht alles, was ihnen Politiker vorsetzen, mit Ja und Amen akzeptieren.
In Deutschland ist Individualismus in meinen Augen schwach ausgeprägt. Deutsche schätzen Harmonie, Eintracht und Konsens. Andersdenkende werden oftmals als Außenseiter mit einem zweifelhaften Ruf und nicht als notwendig für eine funktionierende Demokratie betrachtet. In Deutschland dominierte während der Corona-Jahre die Bereitschaft zur Anpassung – während offener Widerstand vergleichsweise selten blieb. Nach den großen Demonstrationen im Jahr 2020 in Städten wie Berlin, Stuttgart oder Leipzig flaute die sichtbare Protestbewegung im Jahr 2021 zunächst ab. Erst gegen Jahresende gewann sie – unter anderem in Form sogenannter „Spaziergänge“ – wieder an Dynamik.
Der Widerstand wurde sichtbar, anhaltend und vielerorts getragen von Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft. Besonders prägend waren die sogenannten „Montagsspaziergänge“. Dass diese häufig montags stattfanden, war kein Zufall: Die Anlehnung an die Montagsdemonstrationen des Jahres 1989, bei denen Bürger der DDR für ihre Freiheit auf die Straße gingen, ist offensichtlich. Der historische Bezug verlieh diesen Protesten eine symbolische Dimension, die über das unmittelbare politische Geschehen hinauswies.
Im Winter 2021/2022 nahmen diese Proteste deutlich an Umfang zu. In zahlreichen Städten – von Leipzig über München bis Hamburg – versammelten sich regelmäßig Menschen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Auch wenn offizielle Zahlen und mediale Darstellung weit hinter der tatsächlichen Dynamik dieser Bewegungen zurückblieben, registrierten Behörden ein wachsendes Protestgeschehen. Die Bewegung war dabei keineswegs auf einzelne Regionen beschränkt, zeigte jedoch insbesondere in Ostdeutschland eine stärkere Ausprägung.
Eine mögliche Erklärung hierfür liegt in unterschiedlichen historischen Erfahrungen. Während in Ostdeutschland die Erinnerung an den Verlust und die Wiedergewinnung von Freiheit noch vergleichsweise präsent war, schien in westlichen Teilen des Landes eine größere Bereitschaft zur Anpassung an staatliche Vorgaben vorzuherrschen.
Mein eigenes Erleben dieser zunehmenden Dynamik des Protests in meiner Heimatstadt München möchte ich nachfolgend beschreiben. Seit Dezember 2021 war in München spürbar, dass sich etwas verändert hatte: Immer mehr Menschen gingen auf die Straße – auch ich –, viele davon erkennbar aus der gesellschaftlichen Mitte, aus unterschiedlichen Altersgruppen und Lebensbereichen. Die häufig bemühte Einordnung der Demonstranten von Politikern und ihren medialen Unterstützern als „rechtes“ Randphänomen wurde dieser von mir als Zeitzeugen erlebten Realität in keiner Weise gerecht. Viele meiner Freunde und mich sehe ich in politischer Hinsicht Mitte-links. Rechtsradikale habe ich bei keinem meiner „Spaziergänge“ bemerkt. Vielmehr beteiligten sich zahlreiche Bürger, die sich selbst als Teil der gesellschaftlichen Mitte verstehen. Diese Entwicklung deutete auf ein wachsendes Misstrauen gegenüber politischen Entscheidungen und deren Kommunikation quer durch alle Bevölkerungsschichten hin.
Was sich entwickelte, war kein vereinzeltes Aufflackern von Protest, sondern eine wachsende Bewegung. Menschen, die über Monate hinweg Einschränkungen hingenommen hatten, begannen, ihren Unmut öffentlich zu artikulieren. Der Wunsch, grundlegende Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt wahrnehmen zu können, wurde zunehmend sichtbarer – und hörbarer.
Die Proteste in München entwickelten eine gewisse Anpassungsfähigkeit: Wo Versammlungen untersagt wurden, wichen die Teilnehmer auf andere Formen des Zusammenkommens aus. Dies verdeutlicht, dass sich gesellschaftlicher Widerspruch nicht beliebig regulieren lässt, und Ausdruck tiefer liegender Spannungen ist.
In München erreichten die Proteste eine beachtliche Größenordnung. Mitte Dezember 2021 versammelten sich mehrere tausend Menschen zu Demonstrationen im Stadtzentrum. Eine Woche später, nachdem eine geplante Kundgebung nur unter erheblichen Einschränkungen genehmigt worden war, verlagerten sich die Proteste dezentral in die Stadt. Tausende Menschen bewegten sich aus unterschiedlichen Richtungen durch die Straßen und fanden schließlich zusammen – friedlich, aber entschlossen. Die Situation zeigte deutlich die Grenzen ordnungsrechtlicher Steuerungsversuche auf, wenn eine Bewegung eine gewisse Größenordnung erreicht.
Die Dimension dieser Entwicklung in deutschen Orten zeigte sich auch in konkreten Zahlen. So wurden Anfang Januar 2022 bundesweit in rund 1.390 Orten sogenannte „Spaziergänge“ registriert; nur wenige Tage später lag die Zahl der gemeldeten Versammlungen bereits bei nahezu 1.900. Diese Entwicklung unterstreicht, dass es sich nicht um vereinzelte oder lokale Ereignisse handelte, sondern um eine flächendeckende Bewegung.
Auch international blieb diese Form des Protests kein isoliertes Phänomen. In mehreren europäischen Ländern entstanden ähnliche Bewegungen, die – wenn auch unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen – vergleichbare Anliegen artikulierten.
Diese Entwicklungen zeigen: Der Widerstand war real, sichtbar und in Teilen der Gesellschaft breit verankert. Und dennoch bleibt die Frage, warum der Widerstand in Deutschland – gemessen an der Tragweite der Corona-Maßnahmen – nicht noch umfassender ausfiel. Eine mögliche Erklärung für das relativ geringe Mobilisierungsvolumen liegt in einer historisch gewachsenen Neigung der deutschen Bevölkerung zur Orientierung am Staat und an bestehenden Regeln. Was als Stabilität in „ruhigen“ Jahren zurecht geschätzt wurde, schlug in der Coronazeit bei einem Großteil der Bevölkerung in politische Passivität um, nach dem Motto: Der Staat kann mir doch nichts Böses wollen. Weit gefehlt!
Der Umgang staatlicher Stellen mit diesen Protesten fiel unterschiedlich aus. Neben der Beobachtung und Begleitung durch die Polizei kam es mancherorts auch zu Einschränkungen, Verboten und einem teils harten ordnungsrechtlichen Vorgehen – insbesondere gegenüber nicht angemeldeten Versammlungen. Einzelne Maßnahmen und öffentliche Verlautbarungen, in denen auch der Einsatz unmittelbaren Zwangs in Aussicht gestellt wurde, warfen dabei Fragen nach der Verhältnismäßigkeit auf und erinnerten mich an problematische historische Parallelen in Deutschland.
Oberbürgermeister Christof Bolay (SPD) von Ostfildern drohte am 27. Januar 2022 mit folgenden Worten – entnommen aus dem Polizeigesetz § 66 Abs. 4 i.V. mit Landesverwaltungsvollstreckungsgesetz §2 Nr. 2:
„Um sicherzustellen, dass das Versammlungsverbot eingehalten wird, wird die Anwendung unmittelbaren Zwangs, also die Einwirkung auf Personen durch einfache körperliche Gewalt, Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffengebrauch angedroht.“
Bolay meinte, dies sei nach Abwägung der gegenüberstehenden Interessen verhältnismäßig – an dieser Stelle darf gelacht werden, Humor ist, wenn man trotzdem lacht – und
„Es ist erforderlich, da mildere Mittel, die die potenziellen Versammlungsteilnehmer von der Durchführung der verbotenen Versammlungen abhalten würden, nicht ersichtlich sind.“
Warum nicht gleich Schießbefehl? dachte ich mir damals, als ich das mitbekam.
Auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer erinnerte mit folgender Mitteilung vom 17. Dezember 2021 an die sächsischen Bürger – Untertanen wären Kretschmer vermutlich lieber – doch sehr an vergangene totalitäre Zeiten:
„…hat der Freistaat Sachsen…eine Regelung getroffen, dass Ansammlungen von Menschen mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden. Das ist eine harte Ansage…“
Trotz aller Drohungen antidemokratischer Kräfte des zunehmend hilflos wirkenden Staates zeigte sich, dass die anhaltenden Proteste nicht ohne Wirkung blieben. Die politische Kommunikation wurde stellenweise vorsichtiger, die Tonlage differenzierter. Offenkundig hatten viele Entscheidungsträger die Intensität und Ausdauer dieses friedlichen Widerstands unterschätzt. Die Proteste zeigten Wirkung. Deswegen mein Appell an die schwer bewegbaren Couchpotatoes: Runter von der Couch, wenn der Staat Mist baut – wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt! Buddha soll einmal gesagt haben:
„Es gibt nur eine Zeit, in der es wesentlich ist aufzuwachen. Diese Zeit ist Jetzt!“
Es bleibt festzuhalten: Eine Demokratie muss Widerspruch aushalten – und sie muss ihn ernst nehmen. Wenn Vertrauen schwindet und immer mehr Menschen den Eindruck gewinnen, durch die Politik nicht mehr ausreichend repräsentiert zu werden, entsteht ein Spannungsfeld, das sich nicht durch Appelle oder Einschränkungen allein auflösen lässt.
Es gab auch Gegendemonstrationen – im Namen der „Solidarität“. Das Demonstrationsrecht ist ein grundlegendes Element jeder Demokratie und muss unabhängig vom jeweiligen Anliegen für alle gelten. Gerade deshalb sind auch Gegendemonstrationen selbstverständlich zu akzeptieren. Umso widersprüchlicher erscheint es jedoch, dass ausgerechnet jene politischen Entscheidungsträger, deren Maßnahmen bei diesen Gegendemonstrationen unterstützt wurden, das Demonstrationsrecht gleichzeitig durch Auflagen, Einschränkungen und Verbote erheblich beschnitten.
Doch wofür genau wurde hier demonstriert? Für Maßnahmen, die tief in Grundrechte eingriffen, für eine Politik, die Kinder und Jugendliche erheblich belastete, und für Entscheidungen, deren Verhältnismäßigkeit schon damals zunehmend infrage stand.
Besonders der Umgang mit jungen Menschen wirft im Rückblick besonders drängende Fragen auf. Berichte über stark gestiegene psychische Belastungen bis hin zu stark zunehmenden suizidalen Krisen standen einer vergleichsweise geringen direkten gesundheitlichen Gefährdung durch das Virus gegenüber. Relationen, die zumindest Anlass zu einer deutlich kritischeren Abwägung hätten geben müssen.
Vor diesem Hintergrund erscheint es fragwürdig, wenn selbst weitreichende Maßnahmen wie Quarantäneauflagen für gesunde Kinder oder Diskussionen über eine Impfpflicht für Minderjährige kaum hinterfragt wurden. Während andere Länder bereits Lockerungen einleiteten, hielt man in Deutschland lange an einem besonders restriktiven Kurs fest. Danke an dieser Stelle nochmals an Herrn Lauterbach für seine unsinnigen Maßnahmen in der Coronazeit. Hauptsache, Sie können noch gut schlafen, Herr Lauterbach!
Nochmals: Womit genau erklärte man sich solidarisch bei diesen Gegendemonstrationen? Mit dem Schutz von Gesundheit – oder mit einem politischen Kurs, dessen ungesunde Nebenwirkungen zunehmend sichtbar wurden?
In diesem Zusammenhang richtet sich meine nachdenkliche Frage – ausdrücklich nicht als persönliche Herabsetzung gemeint – auch an jene, die im Namen der „Solidarität“ für den damaligen Kurs der Regierung auf die Straße gegangen sind. Vielleicht hilft folgende Unterscheidung, die damalige Situation noch einmal kritisch zu reflektieren:
Quarantäne bezeichnet den Zustand, wenn Kranke in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.
Tyrannei bezeichnet den Zustand, wenn Gesunde in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.
Dummheit ist es, wenn man zwischen beiden Zuständen nicht unterscheiden kann!
Diese zugespitzte Gegenüberstellung mag provozieren, sie zielt jedoch auf einen zentralen Punkt: die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. In einer freiheitlichen Ordnung darf die Einschränkung von Grundrechten kein Selbstzweck sein – und schon gar nicht zur Gewohnheit werden, ohne dass ihre Notwendigkeit und Differenzierung fortlaufend kritisch hinterfragt werden.
Eine Demokratie lebt davon, dass solche Fragen gestellt werden. Denn Einschränkungen von Freiheit bedürfen stets einer besonders sorgfältigen Begründung – und dürfen nicht zur neuen Normalität werden, ohne dass ihre Notwendigkeit fortlaufend überprüft wird.
Die entscheidende Frage bleibt daher bestehen: Werden die Signale aus der Gesellschaft von der Politik als Anlass zur Korrektur verstanden – oder als Störung, die es zu begrenzen gilt? Davon hängt ab, ob eine freiheitliche Ordnung gestärkt aus einer Krise hervorgeht – oder ob sie schleichend an Substanz verliert.
Fazit
Die Lehre aus der Corona-Zeit ist wie die aus der Nazi-Zeit eine unbequeme: Nicht der Widerspruch bedarf der Rechtfertigung, sondern die widerspruchslose Anpassung. Eine freiheitliche Ordnung wird nicht in dem Moment gefährdet, in dem Menschen „Nein“ sagen – sondern in dem Moment, in dem sie es verlernen. Deshalb bleibt die Frage entscheidend: Ist eine Gesellschaft bereit, ihre Freiheit aktiv zu verteidigen – oder begnügt sie sich damit, sie verwalten zu lassen? Die Antwort darauf entscheidet nicht nur über den Umgang mit vergangenen Krisen, sondern auch über den Charakter und Verlauf zukünftiger. Deswegen ist für das kollektive Gedächtnis eine echte, eine seriöse Aufarbeitung der Corona-Geschehnisse in Form eines Untersuchungsausschusses anstelle des Papiertigers „Enquete-Kommission“ dringend nötig.
Freiheitsrechte sind nicht Geschenke der Politik, die uns weggenommen, und später als Leckerli zum Teil wieder eingeräumt werden, wenn wir artig waren. Freiheitsrechte sind das Vermächtnis von Menschen, die unter anderem in der französischen Revolution 1789 mit vollem Einsatz und ihrem Blut dafür gekämpft haben. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir heute relativ freiheitlich leben können. Der Staat hat dafür zu sorgen, dass das so bleibt. Freiheitsrechte gehören uns Menschen, und nicht irgendwelchen Regierungen und ihren Drahtziehern, die glauben darüber verfügen zu können, und auch nicht irgendwelchen Parteien, die sich den Staat zur Beute machen. Das Volk ist der Souverän, nicht der Staat. Der Staat dient dem Souverän, dafür wurde er geschaffen. Kein demokratischer Staat hat Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser oder mir vorzuschreiben, wen ich treffe, wen ich berühre, wen meine Kinder treffen und berühren, wie lange ich mich außer Haus aufzuhalten habe, mit was ich meinen Lebensunterhalt legal verdiene sowie sonstige antidemokratische Vorschriften zu erlassen – solange es nicht nachweislich und dringend erforderlich ist. Und es war in der Coronapandemie, die eine Plandemie war, nicht erforderlich. Die offengelegten RKI-Protokolle beweisen diesen Sachverhalt.
Ziviler Ungehorsam ist kein Betriebsunfall der Demokratie, sondern ihr Prüfstein. Er beginnt dort, wo Bürger sich weigern, Maßnahmen widerspruchslos hinzunehmen, die sie als unverhältnismäßig oder inkonsistent empfinden. In einer Ausnahmesituation – zu der die „Coronapandemie“ künstlich gemacht wurde – ist diese Form des Widerspruchs kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Macht, die nicht hinterfragt wird, neigt dazu, sich auszudehnen.
Das Grundgesetz hat die Möglichkeit zum Widerstand nicht zufällig vorgesehen. Artikel 20 Absatz 4 formuliert ein Widerstandsrecht als letzte Konsequenz, wenn die freiheitlich-demokratische Grundordnung gefährdet ist und andere Mittel versagen. Diese Schwelle wurde während der Corona-Zeit weit überschritten.
Bürger sind nicht nur Adressaten staatlicher Anordnungen, sondern Träger der verfassungsmäßigen Ordnung. Deshalb erschöpft sich ihre Rolle nicht im Gehorsam, sondern umfasst auch das Recht – und mitunter die Pflicht –, staatliches Handeln kritisch zu hinterfragen. Wenn in der politischen Debatte zunehmend vor einer „Delegitimierung des Staates“ gewarnt wird, entsteht der Eindruck, dass Kritik selbst bereits unter Rechtfertigungsdruck gerät. Doch eine Demokratie lebt nicht von der Immunisierung staatlichen Handelns gegen Widerspruch, sondern von der Fähigkeit, zwischen fundierter Kritik und tatsächlicher Ablehnung der Ordnung zu unterscheiden. Diese Unterscheidung konsequent zu wahren, bleibt eine zentrale Herausforderung politischer Verantwortung. Die Demokratie in Deutschland hat die Bewährungsprobe Corona nicht bestanden. Die Politiker der Altparteien, die heute wieder – oft und gerne – die Worte „Unsere Demokratie“ in den Mund nehmen, haben auf ganzer Linie versagt.
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit. Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Spendenkonto:
Uwe Froschauer
IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40
BIC: SSKMDEMMXXX
Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.
Vielen Dank!
Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Das von der Titanic geklaute Titelbild hat in diesen kriegstüchtigen Zeiten überhaupt nichts mit irgendwas zu tun. Das ist einfach so reingerutscht. Der reine Unsinn eben. Ha ha… . Wobei, ein gewisser Bezug schon hergestellt werden kann, wenn man die modernen Vernichtungswaffen „Hass&Hetze“ miteinbezieht, denen unser derzeitiger Führer, also der BK, massivst ausgesetzt ist und sich dadurch verletzt zeigt. Denn das hauptsächliche und entscheidendste Schlachtfeld im mindwar ist doch die menschliche Psyche. Das sagt sogar das Pentagon.
Wenn unser Kanzler über das herausragendste Nachrichten-Medium in „diesem unserem Land“ die Volksgemeinschaft an seinen unermesslichen seelischen Schmerzen teilhaben lässt, die er für Volk und Vaterland zu tragen bereit ist, ist das nicht Nichts. Das ist mindestens die Wiederkehr der Leidensgeschichte Jesu, die Merzilein („…du musst nicht traurig sein…“) stoisch und demütig erduldet.
Was ist da dagegen die Entfernung der unbedeutenden Existenzen der iranischen Führung aus dem Kosmos? Aus dem Nichts ins Nichts, wie schon die Monty Pythons wussten.
Der sogar als „Pinocchio“ zutiefst infam verunglimpfte im Kanzleramt will doch nur das Beste. Ehrlich. Ganz ehrlich. Kann diese Ausgeburt der Solidität und Aufrichtigkeit denn lügen? Also ehrlich…
Es wird immer klarer, wie unter Caligula ein Pferd zum Senator ernannt werden konnte.
Man hört und sieht ohne Unterlass die Meldungen von Firmenpleiten, Massenentlassungen und Standortverlegungen, wohingegen Neugründungen, Inbetriebnahmen und Eröffnungen nicht mehr stattfinden. Frage: Wie lange kann ein Land überleben bei diesen Entwicklungen? Aber dafür kann unsere Regierung ja nichts! Und Friedrich, der Allerletzte, schon zweimal nicht. Woher auch?
Trotzdem schießen die verrücktesten Verschwörungstheorien ins Kraut. Manche behaupten frech und unverschämt, es gäbe da eine zugrunde liegende Agenda, die genau diesen Alptraum recht plausibel erklärt. „So a Schmarrn, hah.“
Nur von Sonne und Luft ein hochkomplexes Industrieland am Laufen zu halten, wäre zwar traumhaft und „einwannfrei“ moralisch wertvoll, aber ist dann im Licht betrachtet halt doch nur „ein Furz in den Wind“.
Wenn einem Land die Grundpfeiler seiner wirtschaftlichen Existenz genommen werden, hier bei uns die sicheren, günstigen Energiequellen und die Bildungs- und Wissensbasis, was bleibt dann übrig? Doofe Frage. Nächste Frage.
So gebar der Berg der Lügen unter Schmerzen eine nicht lebensfähige Maus.
Zweifel wird derzeit ja pathologisiert. Wenn aber Zweifeln geächtet wird, ist das die Vernichtung der Wissenschaft. Und jeglicher Innovation. Der Zweifel ist die Triebfeder bzw. der grundlegende Antrieb jeglichen Erkenntnisgewinns.
Zuerst braucht es die Neugierde, aus der der Zweifel erwächst. Jeder wissenschaftlicher, technischer und geistiger Fortschritt entspringt dem Anzweifeln des Bestehenden. Daraus können dann neue Erkenntnisse gewonnen werden. Nur so funktioniert Wissenschaft überhaupt. Welcher Defätist wollte dies bezweifeln?
Alles andere ist das Setzen von Dogmen. Und das war früher mal unumstößlich mit der enormen Macht der hl. Katholischen Kirche verknüpft. Zu diesen Zeiten, bis heute die dunklen genannt, stand die Erde noch im Zentrum des Universums und war in den meisten Hirnen noch flach.
Irgendjemand hat festgestellt, dass es jetzt nachts draußen kälter ist, als drin. In 50 Jahren, so zeigen die Modelle, wird es unmöglich sein, sich drinnen aufzuhalten!
Es kann jedenfalls nicht mehr allzu lange dauern bis Deutschland endgültig CO2-frei ist. Der klägliche Rest an CO2-Ausstoß durch die Überlebenden ist mit deren endgültigem Ableben und der folgenden Verwesung dieser dann auch vorbei. RIP…
Ob es was zur Bekämpfung der Klimaerhitzung beiträgt, wenn man einen – oder gar viele, ganz viele – Menschen kalt macht? Das gäbe den ganzen Menschenschlächtereien all überall doch eine ungleich positivere, neue Konnotation.
Wir haben keine wahnsinnige Überhitzung. Wir haben eine Überhitzung des Wahnsinns.
Derzeit „heizen“ die mit dem Klima wieder so richtig ein. Nun werden Gründe aufgerufen, warum ausgerechnet Europa weit überdurchschnittlich von der drohenden Verbrennung betroffen ist. Kommt der Prophet nicht zum Berg, muss halt der Berg zum Prophet kommen.
Was ist los beim Klima? Die „Schwurbler“ und „Klimaleugner“ desinformieren ohne Unterlass, die Klimapolitik sei längst ein Multi-Milliardenmarkt. Unzählige Förderprogramme, handelbare CO₂-Zertifikate, grüne Investmentförderungen mit Unsummen ergäben eine gigantische Umverteilungsmaschine von unten nach oben.
Der „kleine Mann“ würde alles zahlen. Warum? Weil unter diesen monetären und politischen Bedingungen enorme Anreize entstehen würden, um die Bedrohungsszenarien mit aller Macht aufrechtzuerhalten. Die Kosten der Bekämpfung dieser Gefahren müsste der Steuerzahler tragen. „Wea soin des glam?“
Aber wäre es nicht doch langsam Zeit zum Nachdenken, wenn schon der IPCC selbst inzwischen eingeräumt hat, dass „zentrale Szenarien überzogen oder unrealistisch“ gewesen seien?
Für die Wahrheit braucht es Mut, zum Lügen muss man lediglich feige sein.
Wenn die Eliten das Eine tun, vom Volk aber das Andere fordern, dann sollte das mindestens ein Warnsignal sein. Bill Armour skizziert das recht anschaulich:
„Ist es nicht interessant, dass uns ständig gesagt wird, wir sollen Energie sparen, die Heizung herunterdrehen, weniger Auto fahren, auf Elektroautos umsteigen und „unseren Beitrag“ für das Klima leisten? Dennoch stieg der Strombedarf von Rechenzentren im Jahr 2025 um 17 %, während das weltweite Stromwachstum insgesamt nur 3 % betrug.“
Doch jedes System braucht Ventile, gerade wenn es unter Druck steht. Wer die alle verschließt, nimmt mutwillig die große Explosion in Kauf.
Hereinspaziert! Ins Land der Wunder, Phantasien und Sensationen.
Vielleicht gibt es deshalb inzwischen dermaßen viele Meldungen, Skandale und Aufreger, dass sich der Eindruck verfestigt, wir näherten uns der totalen Demokratie. Für jeden seine ganz persönliche Exklusivmeldung zum Aufregen. Ist das nicht toll?
Die VT-ler meinen dagegen, die westlichen Staaten, allen voran Deutschland, hätten sich in totalitäre Despotien verwandelt, in denen alles willkürlich gehandhabt wird, vor allem in der Justiz. Gerade dazu und zur Übernahme der Institutionen gab es eine überraschend gute Doku im TV. Ach so, das war über die früheren Nadsis, nicht über die aktuellen. „Wia soi ma des wissen, wenns do genauaso woa wia bei uns heit?“
Jedenfalls, je länger dieser Weg beschritten wird, umso härter wird der unvermeidliche Aufschlag sein. Das zeigt ein Blick auf die Geschichte.
Die Masse verfolgt das Spektakel auf der Bühne und denkt, sie hätte mit dem Schauspiel nichts zu tun, doch sie spielt dabei die Hauptrolle. Vor – und vor allem hinter – den Kulissen läuft alles genau so, wie es im Drehbuch steht. Die gaffenden Zuschauer merken ihre Rolle als sterbende Komparserie erst, wenn der Vorhang endgültig fällt.
„Die Oper ist erst zu Ende, wenn die dicke Frau gesungen hat“
Die „netten“ Gesichter auf den Bildschirmen wollen vermitteln, es wäre alles unter Kontrolle. Wie sieht das dann erst aus, wenn die keine Kontrolle mehr haben?
Was würden Sie machen, wenn Sie die mit Abstand größte und mächtigste Flotte der Welt als Machtmittel kontrollieren und pleite sind? Na, das liegt doch wohl auf der Hand. Die ganzen überall rumschwimmenden Pötte voller Kostbarkeiten ihrer Schätze zu entledigen, also Klauen, den Plunder. Die Briten sind so zum weltumspannenden Empire aufgestiegen.
Der POTUS hat damit nun sogar ganz öffentlich geprahlt und die Menge jubelt und beklatscht ihn überschwänglich. Er scheint sich wohl in seiner Verkleidung zum kühnen Piraten zu fühlen. Am Monaco Franze als Herr der 7 Meere scheint er sich eher nicht zu orientieren. „Dea hot nua Weibsn umglegt… äähh, wissn‘s scho…“
In „UnsererDemokratie“ haben Sie auf jeden Fall die Freiheit zu wählen, an welche Lügen Sie glauben wollen.
Derweilen zerbrechen sich die Chefs vom „Captain Orange“, die alt-ehrwürdigen Deepies, gerade den Kopf über die Auftragserteilung für eine neue Zieldefinition an ihre Panzer Armeen, die Denk-Panzer (Think-Tanks). Sinngemäß dürfte das darauf hinauslaufen: „Welches Regierungssystem soll künftig unsere Macht sichern?“
Das mit der Umgestaltung der Demokratien in diktatorische Despotien scheint nicht mehr allzu lang zu funktionieren. Es ist ja auch nicht ganz einfach, ein Herrschaftssystem zu etablieren, das vollständig auf Lügen aufgebaut ist. Ein rundum renoviertes „Imperium der Lügen“ muss also her. „Aba, wia soi des nocha gäh? Niagands a Idää. Aussa… Palantir everywhere for everything!“ Also eine „dystopische, technofaschistische Vision der Welt“.
Es heißt also abwarten, wie – und ob – die Show weitergeht. Eine TV-Show mit dem annodazumal vergötterten TV-Gott Rudi Carrell hatte vor bald vier Jahrzehnten schon die Antwort fürs Publikum im Titel: „Lass Dich überraschen!“
Also, besser arm dran, als Bein ab.
Irgendwie ist doch eh alles egal, da im irrsten Deutschland aller Zeiten ja schon länger nichts mehr „einwannfrei“ funktioniert oder gar, wie ursprünglich mal gedacht, beendet wird.
Zum Abschluss noch was aus der beliebten Rubrik „Eintagsfliegen“. Immer wieder tauchen urplötzlich Meldungen im Volksverblödungsfunk, auch abwertend als Mainstream-TV beschimpft, auf und verschwinden genauso schnell wieder. Neulich erschienen auf den Tickerlaufbändern solcher Sender „Infos“ wie: „Wird Putin bald gepuscht?“, „Putschgerüchte in Moskau“, „Unbestätigten Berichten zufolge…“, usw.
Wer Lust hat, kann ja drüber nachdenken, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum dafür verantwortlich ist. Viel Spaß dabei. Auf Wiedaluaga…
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit. Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Spendenkonto:
Uwe Froschauer
IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40
BIC: SSKMDEMMXXX
Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.
Vielen Dank!
Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Natürlich ist in der Überschrift die Rede von Wachstum und Beschäftigung; wovon sonst. Unternehmer und ihre Wirtschaftsverbände werden nicht müde, weiterhin nach Hunderttausenden Arbeitskräften zu rufen; nicht nach den inländischen Millionen in Deutschland, die sich in die soziale Hängematte gelegt haben, sondern nach Ausländern. Gleichzeitig nahm der Stellenindex seit Mai 2022 ab, meldet die BA-X-Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Dieser sank innerhalb von vier Jahren von 138 auf 102 – Stand April 2026 – ab. Auch seit dem Antritt der von Merz geführten Regierung vor einem Jahr ist nur eine Seitwärtsbewegung festzustellen. Und Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt.
Gleichzeitig scheint die Arbeitsmoral in Deutschland zu steigen: „Immer mehr mit Zweitjob!“, meldete meine Regionalzeitung: „11 Prozent der Beschäftigten haben neben Ihrer regulären Arbeit noch mindestens eine weitere Stelle“. Was können sich Arbeitgeber besser wünschen, als solch leistungsbereite Leute? Doch der Schein trügt. Warum melden so viele Unternehmen Insolvenz an? Und die es nicht tun: warum suchen sie ihr Glück zunehmend im Ausland und bauen hierzulande Personal ab? Wie passt das alles zusammen? Ist unser Land nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich ein Irrenhaus? Hier einige Gründe für den desolaten Zustand unseres Wirtschaftsstandortes.
Politiker und ihre Zweitjobs
Die “Neue Züricher Zeitung” (NZZ) versuchte sich an einer Teilerklärung: “Lifestyle-Teilzeit ist auf dem Vormarsch – ein Grund dafür ist die hohe Steuer- und Abgabenlast“. Korrekt, aber meine Vertiefung dieses Phänomens geht dahin, dass der Zweitjob vom Staat lukrativer gemacht wird, indem er eine schizophrene Gesetzeslage schaffte: Mehrarbeit im Hauptjob wird mit überproportionalen Abgaben bestraft, die im Nebenjob aber ganz entfallen. Nun ja – schließlich verdienen viele Abgeordnete und Regierungsmitglieder in ihrem Zweitjob auch noch mehr als in ihrem durch Wahl erworbenem lukrativen Recht auf einen reservierten Sessel im Bundestag (der dann meist unbesetzt bleibt).
Auf der Suche nach Gründen für das Problem, dass sowohl sehr viele Beschäftigten einer “inneren” Kündigung des Jobs nachhängen, als auch viele Arbeitgeber das Handtuch werfen, suchte ich nach Kennzahlen. Dabei stieß ich auf einige statistische Grafiken. Woran liegt es, dass sich die Nebenjobs innerhalb von 20 Jahren auf 4,7 Millionen mehr als verdoppelt haben und mehr als jeder zehnte Beschäftigte inzwischen einem Zweiterwerb nachgeht. Wird etwa im Hauptjob zu wenig verdient, um das immer teurer werdende Leben zu finanzieren? Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass für die Haupt- und Mehrarbeit die Sozialabgaben entsprechend steigen und die Lohnsteuerfalle überproportional zuschlägt.
Billiger Jakob
Reduziert jemand die Arbeitszeit – es existiert darauf ein Anspruch gemäß Paragraphen 8 und 9a des Teilzeit- und Befristungsgesetzes – und übernimmt anderswo einen sogenannten Minijob für 603 Euro (entweder für die Gleiche oder eine andere Tätigkeit), dann entfallen für den Arbeitnehmer alle Abgaben. Die Minijobzentrale wirbt sogar dafür . Es sind immerhin 7.236 Euro im Jahr, für die man im Hauptjob Sozialversicherungsbeiträge für die Mehrarbeit zahlen müsste – und für die Steuerbelastung ist nicht die persönliche Durchschnittssteuer, sondern der höhere Grenzsteuersatz für jeden hinzuverdienten Euro maßgebend. Wie wäre es also, der Gesetzgeber befreite Löhne und Gehälter im Hauptjob von allen Abgaben, die beispielsweise über 32 Wochenstunden hinausgehen? Oder er schaffte das Unikum „Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse“ ab, zumindest die Abgabenfreiheit für einen Zweitjob?
Solche Beschäftigungsverhältnisse sind ohnehin ein Damoklesschwert für Arbeitgeber, zumindest jedenfalls eine Kostenfalle: Die Arbeitnehmer machen einen auf billiger Jakob, doch die Arbeitgeber zahlen über 30 Prozent Nebenkosten. Für die vielen Fallgestaltungen dieser „Billigjobs“ braucht es beispielsweise allein bei der Techniker Krankenkasse eine 15 Seiten lange Beschreibung. Schauen wir einmal an, wer sich die „Arschkarte“ betreffs Steuern und Abgaben teilt – und wie genau: Die Beschäftigten zahlen immer höhere Sozialversicherungsbeiträge; nicht nur nominal, sondern auch in Prozent ihrer Löhne und Gehälter. Zwar wird der Rentenversicherungsbeitrag seltsamerweise bei 18,6 Prozent stabil gehalten , der schon einmal 20,3 Prozent betragen hatte; doch die Zuzahlungen zur Krankenversicherung steigen und steigen: Die Gesamtbeiträge der Beschäftigten zur Sozialversicherung liegen inzwischen bei 22 Prozent und mehr. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stiegen sie damit seit der Deutschen Einheit 1990 von 11,4 Prozent auf 13,8 Prozent des BIP, also der Wirtschaftsleistung.
“Es koscht halt“
Die Arbeitgeber kommen besser davon. Deren Anteil der Sozialbeiträge am BIP ist zwar höher als die der Beschäftigten, verharrt aber bei 17,7 Prozent. Er ist deshalb höher, weil er die Beiträge zur Berufsgenossenschaft und andere Abgaben wie etwa für Betriebsrenten und deren Insolvenzsicherung alleine zahlt. Aber die Arbeitgeber können sich dennoch glücklich schätzen, denn in Frankreich, Italien und Spanien liegen die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung noch höher, siehe hier. Als Zwischenbefund bleibt also festzustellen: Das Niveau der Sozialbeiträge ist insgesamt sehr hoch in Deutschland. Dies wird sowohl am gezeigten OECD-Modellbeispiel als auch an der so genannten Sozialleistungsquote deutlich, welche die Sozialleistungen im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt in Deutschland abbildet. Sie ist zuletzt auf 31,2 Prozent gestiegen. Nach der ersten „Zeitenwende“ von 1990 (als zweite gilt die Scholz-Rede 2022) lag sie noch bei 24 Prozent.
Was sich in Deutschland im Kleinen auswirkte – die Aufnahme wirtschaftlich schwacher ostdeutscher Länder in die Bundesrepublik – wird sich in Europa wiederholen, und zwar schon bevor die Ukraine in die EU aufgenommen wird. Baden-Württembergs Kretschmann würde sagen: „es koscht halt“ (sein Schüler Özdemir schwätzt schon ebenso). Und neben den Sozialabgaben schlagen auch die Steuern ins Kontor: Deutschland ist zwar bei der Mehrwertsteuer von 19 Prozent gnädig. Aber bei der Besteuerung von Unternehmen es im Vergleich aller 38 OECD-Länder fast am härtesten.
Kein Konsum ohne Arbeit – eigentlich
Doch die Besteurung von Privatpersonen ist geradezu skandalträchtig. Deutschlands Bürger werden international fast am meisten zur Kasse gebeten. Natürlich nicht alle: Die Empfänger von Bürgergeld schönen den statistischen Vergleich deutlich. Eigentlich haben solche „Einkommen“ überhaupt nichts in der Statistik zu suchen, denn sie kommen ja ohne Gegenleistung und Arbeit zustande. Ein etwaiger Einwand, dann dürften auch die Renten nicht zählen, zieht nicht – denn diese beruhen immerhin auf einem persönlichen Äquivalent von geleisteter Arbeit. In der Summe belegt Deutschland einen Mittelplatz bei der Abzocke.
Konsum ist ohne Arbeit natürlich nicht möglich; eigentlich jedenfalls. Wobei schon Jesus lehrte: „Sehet die Vögel des Himmels, sie säen nicht und ernten nicht und sammeln nichts in Scheuern, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ Eine Steilvorlage für Sozis, die an die Stelle des himmlischen Vaters unseren „Vater Staat“ setzen. Schauen wir also auf jene, die Arbeit leisten und darauf Abgaben entrichten müssen. Diesbezüglich ist Deutschland wahrlich „spitze“ und belegt bei den Abgaben auf Arbeit im Ländervergleich den Silberplatz auf dem Podest. Nur lässt sich diese Trophäe nicht versilbern; im Gegenteil. Diese abnorme Abgabenlast von 49,3 Prozent hängt Deutschland wie ein Klotz am Bein.
Der Euro lässt sich nicht zweimal ausgeben
Was wäre zu tun? Jedenfalls darf Arbeit nicht noch teurer werden. Das gilt sowohl für die Sozialabgaben als auch für die Lohnsteuerbelastung. Bei 50 Prozent Abgaben muss allerspätestens und final Schluss sein. Die Lohnsteuerklassenkombination III/V sollte abgeschafft werden – nicht das Ehegattensplitting! Denn die Steuerklasse V bestraft die Tätigkeit von Frauen und hält sie von der Arbeitsaufnahme oder Erhöhung der Teilzeitquote ab. Auch höhere „Hinzuverdienstgrenzen“ dürfen eine Arbeitsaufnahme nicht bestrafen. Wie oft hört man Witwen klagen: „Ich darf nicht mehr arbeiten, um meine Hinterbliebenenrente nicht zu verlieren…“ Die steilste Steuerprogressionszone 1 für kleine Einkommen von 12.348 Euro (14 Prozent) bis 17.800 Euro (24 Prozent) muss dringend abgeflacht werden. Bei Erwerbseinkünften generell darf staatlicherseits nicht mehr so stark abgezockt werden! Allenfalls könnte der Konsum anders besteuert werden; eine Mehrwertsteuer von 20 Prozent darf kein Tabu sein.
Zur Ausgabenseite: Ein Euro lässt sich nicht zweimal ausgeben und wer Deutschland zur stärksten Militärmacht Europas machen will, kann das erforderliche Geld nicht noch einmal zur wirtschaftlichen Stärkung des Landes verwenden. Militarismus macht nur vordergründig stark, schwächt aber eine Wirtschaft (Russland und die Ukraine liefern den Beweis). Wer Steuergelder in der halben Welt verteilt – allen voran an die Ukraine –, dem fehlt es am Ende selbst überall, auch dort oben (welchen Körperteil ich meine, kann sich jeder selbst reimen). Wer sich als Sozialamt der Welt versteht, braucht sich also über ausufernde Staatsausgaben nicht wundern. Wer meint, das größte Kanzleramt der Welt noch einmal vergrößern zu müssen und sich eines der größten und teuersten Parlamente leistet, der braucht sich nicht zu wundern, dass seine internationale Leistungsfähigkeit auf der Strecke bleibt – und wer als erstes Land der Welt schon in 20 Jahren “CO2-frei” sein will, wird in Wahrheit nur als erste große Industrienation ins (grüne) Gras beißen. Dort kann sich Deutschland dann “regenerieren”, dann braucht man sich hierzulande über adäquate Sozialabgaben und Steuern nicht mehr zu streiten. In der Welt wird es heißen: Deutschland? War da mal was?
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit. Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Spendenkonto:
Uwe Froschauer
IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40
BIC: SSKMDEMMXXX
Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.
Vielen Dank!
Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
In der “Badischen Zeitung” vom 27. Januar 2026 wurde der Fall eines Schülers beschrieben, der unvermittelt vor der Abschlussprüfung einer Berufsschule laut „Heil Hitler!“ gerufen hatte, die Grußformel der NSDAP, die es gottlob lange nicht mehr gibt. Wen er damit grüßen wollte? Er muss wohl volljährig gewesen sein, wenn der Fall in einer Berufsschule stattfand. Ein solches Verhalten unterliegt dem Paragraphen 86a Strafgesetzbuch, „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen“. Die Staatsanwaltschaft Freiburg erkannte darin gleichwohl keine Straftat: Den Hitler-Gruß hätten ja nur 22 Schüler gehört, was nicht als „öffentlich“ gelte – und eine öffentliche Verbreitung wäre laut Strafgesetzbuch nämlich die Voraussetzung für eine Strafbarkeit. Aber: Genau neben diesem vierspaltigen Artikel wird von der Zeitung „erklärt“, dass der nationalsozialistische Ausspruch zusammen mit dem schräg nach oben erhobenen rechten Arm – dem Hitlergruß – erfolgt sei. Unter der an Kinder gerichteten Erklärung wird dann aber kein solches Bild mit erhobenem Arm gezeigt, sondern der leibhaftige Hitler mit der üblichen Hakenkreuzbinde am Arm. Aufschlussreich hierbei: Das gedruckte Hakenkreuz war nicht durchgestrichen oder unkenntlich gemacht. Ausführlicher beschrieben und „eingeordnet“ hatte ich den Fall hier.
Weil in der Kinderspalte kein Bild zur Erklärung des Hitlergrußes verwendet wurde, sondern das Konterfei des nicht grüßenden Hitler, wohl aber mit der Hakenkreuzbinde, erstattete ich Strafanzeige. Denn zumindest eine Regionalzeitung mit einer Auflage von über 100.000 dürfte wohl die Definition „öffentlich“ erfüllen – zumal das Zeigen des Hakenkreuzes zur Erklärung des Hitlergrußes absolut nicht notwendig war. Doch die Staatsanwaltschaft Freiburg erteilte der Zeitung mit Schreiben vom 27. April an mich Absolution: Sie verwies auf den Narrenfreiheitsparagraphen 86a, Absätze 3 und 4 des Strafgesetzbuches , demzufolge „Qualitätsmedien“ offenbar tun dürfen, was Normalsterblichen verboten ist: Hakenkreuze inflationär zu verwenden. Wenn Andere das auch nur im Einzelfall tun, riskieren sie, von denselben Staatsanwaltschaften angeklagt zu werden und die hörigen Gerichte verhängen tausende Euro Strafe – auch in meinem Bekanntenkreis.
Nur drei Tage nach der obigen Veröffentlichung erschien in derselben Zeitung dankenswerterweise ein Artikel über das Leben des jüdischen Arztes Erich Alphons Oppenheim, der in seinem Heimatort Steinen beliebt war, aber schon 1936 Deutschland verlassen musste – gegen die Entrichtung von 14.000 Reichsmark “Reichsfluchtsteuer”, für die er sein Haus verkaufen musste. Eine wirklich gut recherchierte Reportage – doch der Artikel war unnötigerweise hakenkreuzgeil mit einem Bild des Steinener Rathauses geschmückt, auf dem nicht weniger als zehn Hakenkreuzfahnen zu erkennen waren – obwohl das Rathaus mit keinem Wort erwähnt wurde. Auch hiergegen erstattete ich Strafanzeige, auf die ich bislang noch keine Rückmeldung erhielt. Vermutlich wird die Staatsanwaltschaft auch in diesem Fall ihre schützende Hand über die Erziehungsmedien halten, während die andere Hand in vergleichbaren Fällen von alternativen Medien und Privatpersonen mit dem Daumen nach unten zeigt.
Diese zunehmend leidige selektive Praxis der deutschen Gesinnungsjustiz, bei der Strafbarkeit von Hakenkreuz-Abbildungen mit zweierlei Maß zu messen, veranlasste zumindest eine ausländische Botschaft zur Feststellung, dass die Attribute Demokratie, Gleichheit und Freiheit in Deutschland immer mehr zum Teufel gehen. Politiker in den USA schauen dem Treiben aufmerksam zu und fragen sich, welche Werte amerikanische Soldaten in Deutschland angesichts einer zunehmenden Gesinnungsjustiz eigentlich noch verteidigen sollen. Ich werde wohl einen Vertreter der amerikanischen Botschaft zum Berufungsprozess einladen, wenn meine Verurteilung wegen angeblicher „Volksverhetzung“ verhandelt wird.
Unbestimmte Rechtsbegriffe
Wirklich „unserer Demokratie“ wegen – und zur allgemeinen Entlastung der Justiz – wäre es an der Zeit, das Strafgesetzbuch zu entrümpeln. Denn das Grundgesetz garantiert im Artikel 5, Satz 1: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Diese Grundrechte werden in der praktischen Anwendung teilweise ins Gegenteil verkehrt. Deshalb wäre es überfällig, diese – immer wieder geänderten und arbiträr angewandten – Paragraphen abzuschaffen:
§ 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen;
§ 130 StGB (Volksverhetzung)
§ 188 StGB (Gegen Personen des politischen Lebens gerichtete Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung).
Der Grund: Diese werden in der “Recht”(?)-Sprechung längst ambivalent, willkürlich und damit grundrechtswidrig angewandt, je nach politischer Präferenz. Diese Strafbestimmungen mit unbestimmten Rechtsbegriffen beschäftigen unzählige Staatsanwälte, Strafrechtler und Gerichte – als ob diese nicht anderes zu tun hätten. Sie scheinen mittlerweile etwas ganz ähnliches zu sein wie Trumps Zollpolitik: Eine zusätzliche Einnahmequelle, die auf Bestrafung Abtrünniger basiert. Was für die USA Zölle sind, sind für die Bundesrepublik eingenommene Strafgelder unbotmäßiger Bürger. Wenn letztere nicht gezahlt werden, sind Freiheitsstrafen fällig – die dann aber den Staat und Steuerzahler mehr Geld kosten, als er bei Bezahlung der Strafen einnehmen würde. Alles reichlich absurd.
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit. Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Spendenkonto:
Uwe Froschauer
IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40
BIC: SSKMDEMMXXX
Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.
Vielen Dank!
Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Ist was passiert? Nein? Nicht wirklich. Also, legen Sie sich wieder hin und schlafen Sie weiter den Schlaf der Gerechten. „Lieb Vaterland, magst ruhig sein“, diese etwas angestaubte althergebrachte Weise aus früheren Zeiten, als Deutschland schon mal zu einem Platz an der Sonne strebte, darf wieder bemüht werden.
Unruhig könnte es dann werden, wenn irgendwann sogar die Dummen und Einfältigen zunehmend das Gefühl haben, man habe sie für dumm verkauft. Wenn die Basisaufgaben einer Regierung, sich um einen passenden Rahmen für das gedeihliche Zusammenleben und Wohlbefinden der Bevölkerung zu kümmern, nicht nur ignoriert, sondern geradezu verächtlich gemacht werden, dann könnte dieses auch eine Reaktion auslösen. „Kenntad, duads aba ned, wia ma seng ko.“
Dadurch, dass die sich selbst ernannten ehemaligen Helden des Anti-Establishments aus Kunst & Kultur nun noch ein weiteres Anti vorgeschaltet haben, sind sie zu Kämpfern des Anti-Anti-Establishments mutiert. Die leicht modifizierte Parole heißt nun: Krieg den Hütten! Alle Macht den Palästen!
Unter anderem daraus resultiert der aktuelle Status aus Desillusionierung, Enttäuschung, Hoffnungslosigkeit. Und Lähmung. Sie sind die Zeichen der Zersetzung des Systems oder ein Spiegelbild der Endzeit des liberalen Westens, vulgo dem „Imperium der Lügen“. „Do koost‘as Grausn kriagn, aba scho wia.“
Die Dummen und Naiven glauben, dass die Wissenden dumm sind.
Wer sich bei seiner Suche nach der Wahrheit in seinen Überlegungen oder Ermittlungen zu hoch hangelt, um Leuten auf die Spur zu kommen, denen man auf keinen Fall zu nahe kommen darf, weil es die ja gar nicht gibt, wird schnell mal aus dem Tritt gebracht und kann verdammt tief fallen. Jeder weiß doch, dass die „Globalisten“, der „Tiefe Staat“ oder der „Great Reset“ nur in den Schwurblerhirnen der Verschwörungsfuzzis jeglicher Couleur rumgeistern und der seriösen Betrachtung durch „unsere Medien“ wie den ÖRR und den angeschlossenen privaten Anstalten, sowie den überprüften Qualitäts-Presseerzeugnissen nie standhalten können.
Zwar tauchen vermehrt Einschätzungen auf, es bestünde eine große Wahrscheinlichkeit, dass die „Vollidioten” an der Spitze sich selbst erledigen durch Inkompetenz, Arroganz und eine extraordinäre Hybris. Doch eine kluge Stimme aus dem Internet bremst da gleich wieder sehr zutreffend ab: „Insgesamt betrachtet zeigt die Kanzlerschaft dieses Herrn Merz aber, auf welch intellektuell unterirdischem Niveau sich sowohl die herrschenden als auch die beherrschten Klassen in Deutschland befinden.“ Deutschland ist hierbei nur exemplarisch für den Westen.
Im Hoheitsgebiet des westlichen Hegemons werden hin und wieder – immer extremer manipulierte – Wahlen abgehalten und manchmal mögen sich die Gesichter verändern, aber die Agenda bleibt dieselbe. Einer der ganz wenigen deutschen Revoluzzer, der Rudi Dutschke, drückte das bereits vor Jahrzehnten so aus: „Wie Pawlowsche Hunde reagieren sie auf die Signale der Mächtigen; in jedem vierten Jahr dürfen sie den Nachweis ihrer geistigen Reduziertheit und Unmündigkeit ablegen.“
Der Bruder vom „Ritchie“, einem ehemaligen Bundespräsi mit respektablen Ansehen beim Volk und sogar beim exzellenten Volksspötter Wolfgang Neuss, der Carl-Friedrich von Weizsäcker (1912 – 2007), ein Physiker und Friedensforscher, hat irgendwann mal eine tiefe Erkenntnis abgesondert: „Wenn die Jagd dem Andersdenkenden gilt, statt dem Irrtum, ist nicht die Wahrheit das Ziel – sondern die Herrschaft über das Denken.“
Das „Imperium der Lügen“ wird von pädophilen, dauerlügenden Psychopathen regiert.
Es ist viel Weisheit im Internet versteckt. Wer suchet, der findet zum Beispiel: „Trump ist die Karikatur des Imperiums. Was nach ihm kommt, könnte das Original sein.“
Wie Sun Tzu, der bis heute verehrte, chinesische Philosoph und Militärstratege zu Zeiten der Klassik in Griechenland um 500 v.Chr. schon sagte: Es ist klug, seinen Gegner zu kennen. Und noch präziser: „Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
Der einzig würdige heutige Nachfolger dieser Geistesgröße, inzwischen von manchen bereits Donny Tzu benannt, führt, wie ein Leak verraten soll, in seinem noch zu veröffentlichenden Werk “The Art of war“ aus: „Um den Feind zu verwirren, verwirre zuerst dich selbst. Wenn du keine Ahnung hast, was du tust, haben deine Feinde sie auch nicht.“
Den aktuellsten Twist bringt der Don, brillant wie eh und je, soeben auf die Weltbühne, denn er schlüpft gerade in die Rolle von Johnny Depp als „Pirate of Hormuz“. Eine Blockade mit einer Blockade blockieren. Oder: „Will Dein Feind Deine Hand abschneiden, schneide sie eben gleich selber ab.“ Ist das genial oder ist das genial? „Wia dea nua oiwei auf solchne obdrahdn Idähn draufkimmt, hah?“
Wann endlich stellt sich Gelbhaar, der Don, vor den Spiegel und deklamiert mit scharfer Stimme im selben Duktus, wie er sie in seiner Show „The Apprentice“ unglaublich gestaltsfest verewigt hat? „Donald Trump, you’re fired!“
„Amerikas 15 Minuten im Rampenlicht sind vorbei.“ Paul Craig Roberts
Daneben aber will das „Imperium der Lügen“ ja immer gewinnen und geht nun noch offensichtlicher allen aufmüpfigen Feindlingen an die ölige, sprich energetische, Gurgel. Es legt seine stinkenden, verfaulenden Hände an die Lebensadern der verfluchten Gegner, am Hals der Meerengen an. Ob das gegen Ostasien genauso erfolgreich wird, wie bei der Nordstream-Aktion, bleibt spannend.
Allerdings ist die Idee mal aber wieder wirklich perfide wie aus dem Lehrbuch. Die verzweifelt scheinenden Deepies veranlassen durch ihren Mann fürs Grobe, Gelbhaar, eine weitreichende Blockierung der iranischen Energieproduktions- und Exportinfrastruktur. Wenn er dann auch wieder zündelt mit Bomben und Raketen und über die Zerstörung von einfach allem hyperventiliert, würden die Iraner machen, was man dann halt so macht: Vergeltungsschläge. Nämlich gegen die Energieproduktion der arabischen US-Vasallen.
Erhofftes Ergebnis: Die Öl-Exporte vom Golf sinken ins Bodenlose. Die Schmerzen der Empfängerländer für das Nahost-Öl werden größer und größer. Die Kontrolle übers Öl fürs „Imperium der Lügen“ ebenso. Wer Öl will, muss „Uncle Sam“ fragen. So zumindest soll das in bester Hollywood-Thriller-Manier ablaufen. Soll, tut es aber nicht. „De sann hoid ned gonz dicht, host mi!“
Denn es gibt da halt noch die andere Seite. Diese Schlitzaugen können ja alle lauter solche fiesen Tricks wie Karate und sonstiges Tschakka-Tschuk. Vielleicht winden die sich da wieder schlangengleich raus, wie man das von Jackie Chan kennt. Wahrscheinlich sogar zusammen mit diesem miesen Perser-Pack. Ob Sie hier in Deutschland jedoch davon was haben, steht wahrlich in den Sternen.
Kennen Sie die Aussage; „Gewinne privatisieren – Kosten sozialisieren“? Auch wenn Sie’s nicht bestellt haben, bezahlen müssen Sie’s trotzdem. Selbst wenn Sie „nur“ zum Kollateralschaden deklariert werden, weil dabei eben auch Ihre Energie- und somit auch Ihre Lebens-Basis vor die Hunde geht.
Tja, es ist nicht einfach zu verstehen, woher der Wind weht.
Bei dem, was da alles auf uns alle zukommt, stellt Tom Regenauer kühn in Aussicht, „wird jeder von uns herausfinden und unter Beweis stellen können, was für ein Mensch er wirklich ist.“
Das Heute in der westlichen Welt zeigt sich als knallharte Gangsterwelt in ausnahmslos allen Bereichen. Ausschließlich Macht und Skrupellosigkeit zählt. Alles, was ein auskömmliches Miteinander mal ermöglichte, die Traditionen, Sitten und Gebräuche, wurden vernichtet. Die alte Welt ist zerfallen in abertausend Stücke. „So bläd wias is, so is aba hoid nua moi.“
Da kommt die Rührstory von Timmy, dem Wal, grad wie gerufen. Das ist die perfekte Entsprechung zu Donny, dem Bombenmonster. Die haben sich beide freiwillig-unfreiwillig in zu seichte Gewässer begeben, sind aufgelaufen und kucken dumm aus der Wäsche.
Es bleiben jedoch Fragen. Woher soll das Rettungsteam für Donny kommen? Sackt Timmy nicht gleich bis auf den Meeresgrund beim Freisetzen mitten in den NATO-Gewässern des Atlantiks? Sollte nicht doch besser Donny dort draußen auf hoher See ausgesetzt werden?
Es gibt einfach viel zu viele Lügen im „Imperium der Lügen“.
Es ist zum Haare ausreißen wenn ausgerechnet Autoren aus dem oppositionellen Milieu über entfernte Regionen berichten, um dann in Dauerschleife genau die zwei Dinge als vermissenswert zu beschwören, die auf den schlimmsten Lügennarrativen des „Westens“ beruhen: Die (westliche) Medizin und die (westliche) Schulbildung.
Diese beiden Bereiche repräsentieren und transformieren das grundlegend falsche, weil ideologisch und dogmatisch festgezurrte Weltbild, das die Welt und alles Leben als komplexe Maschine ohne Seele und Geist fabuliert. Beide Bereiche übrigens maßgeblich angestoßen und umgemodelt vom Rockefeller-Clan schon vor über 100 Jahren. „Des hamm de aba nua weng da Menschenliebe so gmacht, sang’s selba:“
Das korrespondiert recht gut mit dem „Relotiusieren“, dem eher leichtmütigen Umgang mit faktischer Realität, das zum Standard in großen Teilen der West-Gesellschaft geworden ist. Hauptsache die Geschichte ist spannend und eloquent formuliert. Wahrheit? Realitätsnähe? Logik? Sie sind wohl Nadsi? Heute werden geeignete Kandidaten für Schreibtischjobs nach „Relotiusgraden“ ausgewählt. Wie viel „Relotius“ hast du drauf?
Wir neigen uns der endgültigen Abwrackphase der westlichen Lebensform und ihrer fatal falschen Standards zu.
Arnaud Bertrand hat eine alte chinesische Weisheit ausgegraben: „Das Buch der Han hatte 111 n. Chr. recht: Suche die Wahrheit aus den Tatsachen.“ Anders ausgedrückt: „Stütze Deine Einschätzung auf die Realität.“
Ein anderer Klarsichtiger, Milosz Matuschek, steuert dazu bei: „Die Klippe, an der der Medien-Mainstream Schiffbruch erlitten hat, heißt Corona. Die pseudo-freien, angeblichen ‚Alternativmedien‘ haben sich bei Israel-Gaza entzaubert. Übrig bleiben werden nur ganz wenige.“
Und Uwe Froschauer hat auch noch einen fürs Mitnehmen: „Meinungspluralismus ist die Essenz der Demokratie und Dissens die Essenz der Wissenschaft.“ Das jetzige „Neue Normal“ ist nur leider bestimmt vom totalen Gegenteil.
Das Schlusswort gebührt dem anonymen Internet, in dem so was steht wie: „All die große Scheiße, die in der großen Politik/Welt abläuft, setzt sich zusammen aus unendlich viel kleiner Scheiße im regionalen, lokalen und individuellen Bereich.“
Da bleibt nur noch die Aufforderung: Der Letzte zieht die Spülung!
Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit. Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
in diesem Blog, den ich alleine ohne jede finanzielle Unterstützung betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Spendenkonto:
Uwe Froschauer
IBAN: DE41 7015 0000 1008 3626 40
BIC: SSKMDEMMXXX
Wenn Sie bei der Überweisung im Vermerk „Spende“ eingeben, wäre das sehr hilfreich für eine korrekte Zuordnung.
Vielen Dank!
Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.
zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Am 5. Mai erreichte mich folgende E-Mail von der Gesellschaft der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.“ (MWGFD).
Es ist eine Schande und ein Armutszeugnis für Deutschland, dass die Täter im Rahmen einer Enquete-Kommission wieder einmal ihren Kopf aus der Schlinge ziehen können, und die Opfer im Regen stehen gelassen werden.
Nun zu den Inhalten der Mail:
Sabine Mertens und Katja Lohrum: „Man ist nur auf sich selbst gestellt.“
Im Rahmen der Gesprächsreihe „geimpft, geschädigt, geleugnet“ spricht Johannes Clasen mit Sabine Mertens und Katja Lohrum – zwei Frauen, die durch ein tiefgreifendes Schicksal miteinander verbunden sind: Sohn und Ehemann sind nach den Corona-Impfungen neurologisch schwerst erkrankt. In einem emotionalen und eindringlichen Austausch berichten sie von persönlichen Verlusten, Verzweiflung, existenziellen Ängsten, dem Wunsch nach Gehör und einem Alltag, der von einem unermüdlichen Kampf geprägt ist. Bereits zu Beginn des Gesprächs liegt eine spürbare Schwere im Raum. Das Interview fordert allen Beteiligten viel ab. Immer wieder ringen die beiden Frauen mit den Tränen, suchen Halt beieinander, halten sich an den Händen. Es ist ein Gespräch, das Mut erfordert – den Mut, Schmerz auszusprechen und öffentlich zu machen.
Sabine Mertens erzählt die Geschichte ihres Sohnes Pascal, der nach zwei Corona-Impfungen im Jahr 2021 zunehmend schwer erkrankte. Was mit ersten Symptomen begann, entwickelte sich zu einem dramatischen körperlichen Verfall. Trotz medizinischer Maßnahmen verschlechterte sich sein Zustand kontinuierlich. Am Ende stand eine Entscheidung, die für Mutter und Sohn gleichermaßen schwer war. Am 24. Juli 2025 wurde Pascal durch einen begleiteten Suizid von seinem Leiden erlöst.
Katja Lohrum berichtet von ihrem Ehemann Jan, der nach der dritten Impfung schwere neurologische Symptome entwickelte. Die Diagnose ALS stellte das Leben der jungen Familie auf den Kopf – wenige Tage vor ihrer Hochzeit und während einer Schwangerschaft mit Zwillingen. Der Krankheitsverlauf war schnell und einschneidend. Heute ist Jan vollständig pflegebedürftig und nach einer schweren Komplikation ohne Kommunikationsfähigkeit.
Im Gespräch werden die Parallelen der beiden Schicksale deutlich: der Verlust von Lebensqualität, die Belastung für die Familien und das Gefühl, mit den Folgen allein gelassen zu sein. Beide Frauen schildern zudem ihre Erfahrungen mit Behörden, Gerichtsverfahren und bürokratischen Hürden. Sie berichten von einem System, das aus ihrer Sicht nicht ausreichend unterstützt.
„Man ist nur auf sich selbst gestellt“ – dieser Satz bringt die gemeinsame Erfahrung auf den Punkt. Beiden Frauen ist wichtig, ihre Geschichten öffentlich zu machen. Sie wollen Aufmerksamkeit schaffen – für sich, ihre Angehörigen und andere Betroffene. Das Gespräch hinterlässt Spuren. Es ist mehr als ein Interview – es ist ein eindringliches Zeugnis zweier Frauen, die trotz persönlicher Tragödien den Mut finden, ihre Stimme zu erheben. Ihr Anliegen: gehört zu werden.
Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Presseteam MWGFD presse@mwgfd.org 0851 2042 5689 www.mwgfd.org MWGFD e.V.
1. Vorstand Prof. DDr. Harald Walach 2. Vorstand Dr. Ronald Weikl Sitz und Gerichtsstand: Passau Registernummer: VR 200922
Die Gesellschaft der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.“ (MWGFD) ist ein Zusammenschluss von in Medizinberufen tätigen Personen und Wissenschaftlern, die sich in Forschung und Lehre mit den Themen Gesundheit, Freiheit und Demokratie beschäftigen. Wir haben uns während der Coronakrise in unserer Kritik an den überzogenen Beschränkungen zusammengefunden.
Am 1. Mai dieses Jahres schickte mir Christian Hamann eine interessante Mail, der die falsche Herangehensweise und den falschen Umgang mit militärischen Krisen insbesondere der USA kritisch beleuchtete. Ich stimmte ihm größtenteils zu. Die Intention Israels und der USA bei diesem Krieg sehe ich jedoch anders.
Vorab meine Reaktion nach dem Lesen des Artikels von Christian.
Hi Christian,
ein guter und treffender Artikel, den ich – bis auf ein paar „Kleinigkeiten“ und insbesondere die Intention der USA und Israels für den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran – größtenteils befürworte. Die Befreiung des iranischen Volkes vom islamistischen Regime und das Errichten einer Demokratie im Iran interessiert diese beiden angriffskriegführenden Imperialisten nicht einmal sekundär. Den USA geht es in meinen Augen um zwei Ziele: die Kontrolle über das Öl – und das nicht nur im Iran (siehe Venezuela), um andere Staaten wieder erpressbar zu machen –, und zum anderen um die Verhinderung eines erstarkenden Eurasiens. Der Iran spielt in diesem Zusammenhang aufgrund seiner geografischen Lage, seiner Rohstoffe und auch seiner Größe eine Schlüsselrolle. Israel unter der Führung des Kriegsverbrechers und Kindermörders Benjamin Netanjahu möchte einen Gegner unschädlich machen, der die expansiven, imperialistischen Pläne Israels durchkreuzt. Vielleicht erinnerst du dich an den Event im September 2023, als Netanjahu mit seiner Karte von „Großisrael“ bei der UN-Vollversammlung auftauchte. Auf dem von ihm als Israel gekennzeichneten Bereich waren weder das Westjordanland noch der Gazastreifen eingezeichnet. Das löste zurecht weltweite Empörung aus und rückt diesen erneuten militärischen Schlag Israels gegen den Iran – zu dem auch Donald Trump von Israel verführt wurde – ins rechte Licht.
Ich würde den Artikel mit seinen 2 Teilen bringen, aber nur mit dieser meiner Sichtweise im Vorfeld.
Dir ein angenehmes Wochenende. Beste Grüße
Die Antwort von Hamann darauf:
Hi Uwe,
ja danke! Gerne kannst und sollst Du Deinen Standpunkt vorweg oder hinten dran dazu einfügen!
Es ist eine neue Angriffswelle angekündigt. Es gibt folglich keinen besseren Zeitpunkt für eine an die Substanz gehende Kritik an diesem Militaristen-Selbstbedienungsladen als jetzt. Die Kräfte in die konstruktive Richtung umzulenken ist der einzig erfolgversprechende Ansatz.
Im Iran wollen schon jetzt drei Viertel der Bevölkerung die theokratische Diktatur durch eine echte Demokratie ersetzen. Und viele weitere werden sich ihnen anschließen, wenn man die Angelegenheit bedachtsam und bestimmt angeht.
So wie sich die amerikanischen Siedler in den 13 britischen Kolonien von der britischen Aristokratie befreiten, ist die iranische Nation entschlossen, sich von seinen islamistischen Unterdrückern zu befreien. Und wie die britischen Machthaber in London damals hat auch das gegenwärtige Regime in Teheran starre Machtstrukturen und einen brutalen „Sicherheitsapparat“ errichtet. Ihre eigene Befreiung kostete die amerikanische Nation einen achtjährigen Unabhängigkeitskrieg. Denn ihre aristokratischen Unterdrücker waren bereit, Briten beiderseits des Atlantiks für ihre autokratische Macht gegeneinander kämpfen zu lassen.
Das Regime in Teheran ist sogar bereit, das Leben seiner Zivilisten für sein extremistisches Ziel zu opfern: die weltweite Verbreitung eines radikalen, reformresistenten Islam und damit die Abschaffung von Demokratie und persönlicher Freiheit. https://isgap.org/wp-content/uploads/2025/11/MB-Project-Final-251117-01.pdf
Vor diesem Hintergrund ist die eigene korrekte Haltung der beste Leitfaden für achtsame Entscheidungen im Iran-Krieg: Der entscheidende Schritt ist, die iranische Nation als Brudernation der USA und Israels zu erkennen, in dem alle drei – in unterschiedlichen Phasen – im selben Prozess der Befreiung von Unterdrückung und Verfolgung stehen.
In der Praxis bedeutet dies, dass Drohungen gegen die Extremisten in Teheran mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur wie Kraftwerken und Brücken völlig wirkungslos sind. Im Gegenteil: Gewaltbereite Islamisten wie sie und ihre Schützlinge Hamas und Hisbollah provozieren vorsätzlich harte westliche Militärschläge auf zivile Bausubstanz, weil sie gelernt haben, sich auf die globalen Mainstream-Medien zu verlassen. Dort wird das Leid muslimischer Zivilisten während westlicher Militäreinsätze breit diskutiert, die auslösende Aggression der Terroristen jedoch ignoriert oder verharmlost. Auf der resultierenden Sympathiewelle wird der Expansion des Islamismus inmitten der freien Zivilisation der Weg geebnet.
Durchgehend seit dem Vietnamkrieg (1955-1975) werden die psychologisch unsensiblen westlichen Militärinterventionen von den betroffenen Landesbewohnern als fremde Eroberung und nicht als brüderliche Befreiung erlebt. Doch vor allem die lückenhafte Medienberichterstattung hat es ermöglicht, dass diese kontraproduktiven Kriege zu Langzeitkatastrophen wurden – u.a. Vietnam 20 Jahre, Irak fast 9 Jahre, Syrien fast 14 Jahre und Afghanistan 20 Jahre.
Die breite Präsentation des Leidens ohne eine klare Analyse der psychologisch verheerenden Militärstrategien hatte eine Spaltung der westlichen Gesellschaften zur Folge. In der politischen Linken wuchs die Empörung über die Zivilopfer bis zur Parteinahme für den Gegner (rote Fahnen und Ho Chi Minh-Plakate auf Vietnamdemonstrationen in den 1960er und 1970er Jahren). Gestresste Konservative trachteten dagegen die ausbleibenden Erfolge der Operationen vergeblich durch verstärkte militärische Anstrengungen zu erzwingen, weil sie die psychologischen Versagensursachen nicht sahen.
Indem diese irrationale Spaltung der westlichen Gesellschaften nicht aufgearbeitet wurde, konnte sie sich während des Gaza-Krieges weiter steigern. Im Iran-Krieg kündigt sich bereits die nächste Steigerung an. In dieser Lage stellt die korrekte Wahrnehmung der Iraner als Brudernation auf dem Weg ihrer Befreiung den korrekten, prinzipiengeleiten Ansatz dar – abseits der beiden Irrwege des plumpen Militarismus und des Appeasements gegenüber dem Teheraner Terrorregime.
Der von den Regierungen Netanyahu und Trump mit Sicherheit zum falschen Zeitpunkt (der Gazakrieg ist nicht abgeschlossen!) und auch nicht in der passenden Weise (Zivile Infrastruktur wurde bereits in Mitleidenschaft gezogen) begonnene Irankrieg kann nur durch eine Ablösung der theokratischen Diktatur zügig beendet werden. Dies betrifft das demokratisch unkontrollierte Machtdreieck aus dem Obersten Führer, der Expertenversammlung und dem Wächterrat. Mit umsichtigem Management durch die US-amerikanischen und israelischen Geheimdienste und minimaler militärischer Intervention kann die Machtübergabe an die iranische Nation fast ohne Blutvergießen und größere Schäden erfolgen. Ein Lösungsansatz findet sich im zweiten Teil der folgenden Analyse: https://www.frieden-freiheit-fairness.com/en/blog/authentical-liberation-iranian-nation
Er basiert auf dem soliden Fundament der Fairness und der authentischen Vertretung von Selbstbestimmung und Freiheit. Dies ist eine überfällige Lehre aus den kontraproduktiven Militäreinsätzen des Westens nach dem 2. Weltkrieg. Diese Kriege und Interventionen von Vietnam bis Afghanistan zur vermeintlichen Verteidigung der Demokratie haben kommunistische bzw. islamistische Extremisten nicht geschwächt, sondern ihnen wachsenden Zulauf und weltweite ‚moralische‘ Rückendeckung durch die Mainstream-Medien eingetragen.
Auch im Iran-Krieg versäumen es die Medien, solche strategischen Fehler des Westens wie die Zerstörung von Infrastruktur zu kritisieren, Fehler, die Sympathien und authentische Befreiung verhindern. Ganz im Gegenteil verfälscht bereits die mediale Etikettierung der Militäroperationen als ‚Krieg gegen den Iran‘ die wahre Zielrichtung gegen ein gefährliches Terrorregime und für die dortige Nation. Es liegt nun an der Trump-Regierung, dem Freiheitswillen der Iraner Geltung zu verschaffen und damit den weltweiten Trend gegen Freiheit und Selbstbestimmung umzukehren.
Teil 2: Eine historische Lektion kurz vor 12
Diese Trendumkehr setzt voraus, dass die dauerhafte Stärkung der demokratischen Idee als überfälliges Projekt erkannt und umgesetzt wird. Dieses umfasst ein ganzes Paket von Einzelschritten, unter denen die Befreiung der Iraner überhaupt keine vorrangige Dringlichkeit hatte. Insbesondere hätte eine wesentlich effektivere Kontrolle und Demokratisierung des westlichen Sicherheitsapparats aus Militär und Geheimdiensten vorausgehen müssen. Hier hat sich ein autoritärer Staat im Staate entwickelt, der seine mangelnde Effizienz in kontraproduktiven Militäreinsätzen hinreichend nach dem 2. Weltkrieg gezeigt. Das chronische Versagen auf der psychologischen Ebene, nämlich im Umgang mit der betreffenden Landesbevölkerung einschließlich ihrer korrupten Politiker, blieb jedoch im Westen außerhalb der Wahrnehmung.
Im unkritischen Ambiente der Medienberichterstattung konnte der MIC (Militärisch-Industrieller Komplex) den Staat im Staat – in den USA und Großbritannien mit eigener Militärgerichtbarkeit – stetig ausbauen. Wenn die CIA erhebliche Anteile ihres riesigen Budgets in die schönfärbende Präsentation amerikanischer Militäraktionen durch ihr Office of Public Relations steckt, bedeutet das eine mit Steuergeldern finanzierte Fehlorientierung der ganzen westlichen Zivilisation von inzwischen überlebensbedrohlichen Ausmaßen. Schon allein diese Informationsmanipulation untergräbt die Prinzipien und Werte, die da angeblich militärisch verteidigt werden. Sie beweist damit, dass diese mit ganz anderen Mitteln zu verteidigen sind, nämlich mit rationalen Argumenten und durch authentisches Vorbild auf dem korrekten Weg.
Militär und Geheimdienste schirmen ihre Aktivitäten bereits seit dem Philippinisch-Amerikanischen Krieg ohne hinreichende demokratische Kontrolle hinter einer ‚eigentlich‘ verfassungswidrigen Militärzensur ab.
Der Geheimhaltungskult um das wahre Gesicht westlicher Militäreinsätze wird mit einer gebetsmühlenartig vorgetragenen Besorgnis um die nationale Sicherheit begründet. Da wird übersehen, dass immer stärkere militärische Anstrengungen in einem psychologisch verdrehten Ambiente nicht größere Sicherheit bringen, sondern Maximierung der Selbstbeschädigung. Die Reputation der USA als Ordnungsmacht war bereits vor Trumps zweitem Amtsturnus stark ramponiert. Diejenige Israels wurde dagegen erst im Verlaufe des Gaza-Krieges von der Netanyahu-Regierung förmlich in den Boden gestampft.
Nichts bedroht die Sicherheit westlicher Nationen mehr als kontraproduktive Aktivitäten, die sich hinter ihrem Rücken abspielen und daher, statt sofort abgestellt zu werden, jahrzehntelang weiterlaufen und sich steigern. Ohne Zweifel trifft die Hamas-Terroristen, die ihre Angriffe aus dicht bebauten Wohngebieten heraus vortragen, die übergeordnete Verantwortung für die dadurch bei Gegenschlägen unvermeidbaren Zivilopfer – ein Aspekt, den die Medienberichterstattung systematisch ignoriert. Aber die israelische Antwort auf diese antihumanitäre Kriegsführung ignoriert ebenfalls humanitäre Prinzipien. Und sie ignoriert die Erfahrungen aus den kontraproduktiven amerikanischen Militäreinsätzen in den rund 70 Jahren seit dem Vietnamkrieg. Im Gegenteil systematisiert die israelische Militärstrategie nach der sogenannten Dahiya-Doktrin den humanitätswidrigen Umgang mit der gegnerischen Bevölkerung, indem eine gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur und Wohngebiete (nach vorheriger Evakuierungsaufforderung) stattfindet, sobald von diesen heraus geschossen wird.
Auch an dieser Eskalation antihumanitärer und zugleich selbstzerstörerischer Praktiken trifft die Medien des Mainstream eine erhebliche Mitschuld. Seit dem 7. Oktober 2023 hat keine (!) der großen europäischen oder US-amerikanischen Nachrichtenagenturen die klar definierte Dahiya-Doktrin auch nur einmal thematisiert, die Strategie, deren humanitäre Auswirkungen über zwei Jahre lang den Schwerpunkt der globalen Medienberichterstattung dargestellt haben.
Wegen dieser Informationsfilterung und der unzulänglichen demokratischen Kontrolle sind dringend abzustellende Praktiken des westlichen Sicherheitsapparats fast immer erst nachträglich ans Licht gekommen. Und selbst dann sind aus diesen Fehlern keine Lehren gezogen worden. Das betrifft unter anderem die exzessive Erhebung von Daten durch NSA und CIA sowie die Tendenzen letzterer zur Informationsverfälschung wie vor beiden Irakkriegen. Noch schwerer wiegt die hinter dem Betrug der eigenen Nation erkennbare demokratie- und rechtsstaatsferne Einstellung. Diese trat u.a. im extrem unfairen Umgang mit Whistleblowern wie Julian Assange, Edward Snowden und Chelsea Manning zu Tage. Letztere wurde für ihren Idealismus zu 35 Jahren Haft verurteilt, im Vollzug gequält und nur auf öffentlichen Druck hin begnadigt. 2013 bemerkte sie in ihrem Verteidigungsplädoyer zu den von ihr geleakten Dokumenten über die humanitätswidrige Behandlung von Zivilisten und gefangenen Milizionären im Irakkrieg: “I believed that if the public, particularly the American public, could see this information, it could spark a debate about foreign policy and the wars in Iraq and Afghanistan. It might cause society to reconsider the need to engage in counterterrorism operations that ignore the human cost to the local populations.” Ich glaubte, dass diese Information eine Debatte über Außenpolitik und die Kriege im Irak und Afghanistan auslösen könnte, wenn die Öffentlichkeit, insbesondere die amerikanische Öffentlichkeit, diese zu sehen bekäme. Die Debatte könnte die Gesellschaft dazu bewegen, die Notwendigkeit solcher Terrorbekämpfungseinsätze zu überdenken, welche die menschlichen Kosten unter den lokalen Bewohnern missachten. https://alexaobrien.com/archives/chelsea-manning-trial Mit diesem Statement übertraf Chelsea Manning die Vertreter der Anklage, des Gerichts sowie die militärische und politische Führung in ihrem Verantwortungsbewusstsein für die tatsächliche nationale Sicherheit um Welten.
Hätte jene breite gesellschaftliche Debatte und Infragestellung stattgefunden, die Chelsea Manning unter größtem Einsatz hatte anstoßen wollen, läge jetzt im Irankrieg nicht eine dermaßen große Gefahr schwerster Fehlentscheidungen vor. In dieser Notlage geht es nicht um die zweitrangige Frage, ob man für oder gegen Donald Trump ist, sondern um die Einsicht, dass der voreilig und plump militaristisch aufgezogene Ansatz einer Befreiung der iranischen Nation jetzt auf weitgehend gewaltfreie Weise zu Ende gebracht werden muss – es sei denn, dass schon die bloße Androhung zur Beendigung des Spannungszustandes führt. https://www.frieden-freiheit-fairness.com/en/blog/authentical-liberation-iranian-nation – Ziffern 1-5 am Schluss
Es gilt jetzt extrem wachsam zu sein und nicht auf neueste Vorschläge aus Militärkreisen hereinzufallen, die in die seit dem Vietnamkrieg bekannte kontraproduktive Richtung fehlleiten: „United States Central Command has prepared a plan for a “short and powerful” wave of strikes, likely including the Islamic Republic’s key infrastructure, in hopes of breaking the stalemate in the talks,…“ https://www.jns.org/news/u-s-news/trump-to-be-briefed-on-iran-military-options?utm_campaign. Nicht Teile der Schlüsselinfrastruktur der Islamischen Republik (also der Nation) bilden rationale Ziele, sondern die Schaltstellen und Kommunikationsmittel des islamistischen Regimes. – Oder muss eine Geisel erst vergewaltigt werden, bevor sie aus der Hand von Terroristen befreit werden kann?
Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.