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Artikelserie „Die Großen Lügen“ (Teil 5) – Corona IV: Widersprüche

Von Uwe Froschauer

In diesem Beitrag möchte ich einige Aussagen und Verhaltensweisen aus der Coronazeit von Personen und Institutionen des öffentlichen Lebens beleuchten – vor allem von Politikern. Ganz oben im Olymp der Widersprüchlichkeiten standen in Deutschland dabei Karl Lauterbach, Christian Drosten, Lothar Wieler, Jens Spahn und Markus Söder. Ihnen soll deshalb auch die zweifelhafte Ehre zuteilwerden, als Erste zitiert zu werden.

Alle Widersprüche – insbesondere die der Politik – seit Beginn der „Plandemie“ aufzulisten, wäre allerdings eine „Mission Impossible“ und würde wohl ein Buch mit vierstelliger Seitenzahl füllen. Zudem heiße ich nicht Ethan Hunt, dem es unter Umständen noch gelingen könnte, einen derart aussichtslosen Auftrag zu erfüllen. Deshalb beschränke ich mich im Folgenden auf einige besonders markante Beispiele.

Christian Drosten zur Zweckmäßigkeit von Masken Anfang 2020, noch vor dem Lockdown:

„…damit (die Maske) hält man das (den Virus) nicht auf. Wir können nochmal separat drüber reden – aber die technischen Daten dazu sind nicht gut für das Aufhalten mit der Maske.“

In späteren Interviews und Stellungnahmen betonte Drosten dann selbstverständlich die große Bedeutung der Maske – ganz im Sinne des jeweils aktuellen Regierungsnarrativs. Vielleicht hat ihm ja die damalige oberste Dienstherrin, Angela Merkel, dezent ins Ohr geflüstert, dass man so etwas besser nicht mehr sagt. Nicht, dass am Ende noch das seinerzeit in Aussicht gestellte und später verliehene Bundesverdienstkreuz 1. Klasse in Gefahr gerät!

Wäre es da nicht angebracht, diese aus heutiger Sicht unverdiente Auszeichnung in aller Demut zurückzugeben, Herr Drosten?

Lockdown 22. März 2020

Am 14. März 2020 twitterte das Gesundheitsministerium:

*„! Achtung FAKE-NEWS

Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit / die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT!“*

Am 16. März 2020 beschloss die Bundesregierung dann doch einen harten Lockdown, der ab dem 22. März in Kraft trat. Nun gut – zwischen Fake-Warnung und Realität lagen immerhin zwei Tage. In dieser Zeit können sich politische Überzeugungen schon einmal grundlegend ändern.

Solche Episoden erinnern unweigerlich an Walter Ulbrichts berühmte Versicherung, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten – kurz bevor sie errichtet wurde. Vermutlich hielt er bei dieser Aussage bereits die Maurerkelle in der Hand.

Lauterbach zur Effektivität des Lockdowns

Karl Lauterbach bei Markus Lanz im Mai 2020:

„Die Zahlen sind runtergegangen, weil der Lockdown kam.“

Dem widersprachen jedoch
– Forscher der ETH Zürich: Ausgangssperren zählen zu den am wenigsten effektiven Maßnahmen.
– die Zahlen des RKI: Die Infektionszahlen sanken bereits vor dem Lockdown.

„Klare“ und „ermutigende“ Aussagen von Lothar Wieler (Ende 2020)

Oktober 2020:

„Wir gehen alle davon aus, dass im nächsten Jahr Impfstoffe zugelassen werden, wir wissen aber nicht genau, wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken (…) aber ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe gibt.“

Optimismus war hier gar nicht nötig – schließlich wusste man in Entscheiderkreisen schon lange, dass Impfstoffe kommen würden und diese schon in den Startlöchern standen. Die Bereicherung der Impfstoffhersteller und die umfassende Kontrolle der Bevölkerung schienen ohnehin zu den Hauptzielen der Coronaplandemie zu gehören. Gesundheit und Schutz der Bevölkerung – wen interessiert das schon!

Dezember 2020:

„Ich denke, dass wir mit der Einführung von Impfstoffen ein entscheidendes Werkzeug bekommen, mit dem wir die Krankheit beherrschen und die Krankheitslast so reduzieren können, dass wir wieder zu einem Leben kommen, wie es vor Corona war. Ich hoffe allerdings auch, dass wir eine Reihe von Dingen gelernt haben, die vielleicht sowohl für die Umwelt als auch für andere ökologische Aspekte weiter so gehalten werden, unabhängig davon, ob es dieses Virus gibt oder nicht. Denn wir haben ja, glaube ich, auch viel gelernt, wie wir unsere Gesellschaft auch besser in die Zukunft führen können in der Zeit.“

Das hat doch schon etwas Totalitäres, finden Sie nicht? Hat er da möglicherweise aus dem Buch der Globalisten Klaus Schwab und Thierry Malleret „The Great Reset“ zitiert? Nun, mit dieser Aussage bestätigte Lothar Wieler indirekt, dass die Corona-Plandemie auch ein groß angelegtes Sozialexperiment war, an dem Milliarden Menschen teilnahmen und einige starben.

Lothar Wieler Ende 2021

„Wir dürfen denen, die sich nicht impfen lassen, wirklich nicht die Chance geben, die Impfung zu umgehen, zum Beispiel, indem sie sich freitesten lassen.“

Dieses Orwellsche Neusprech erinnert unangenehm an die dunkle Vergangenheit des RKI in der NS-Zeit. Genau deshalb wurde 2008 das Projekt „Das Robert Koch-Institut im Nationalsozialismus“ ins Leben gerufen. Dazu erklärte der damalige RKI-Präsident Jörg Hacker:

„Für das Übertreten humanistischer Grundsätze, für die Verletzung der Würde und der körperlichen Unversehrtheit gibt es zu keiner Zeit der Welt eine Rechtfertigung, auch wenn die Mehrheit ein solches Verhalten toleriert oder gar fordert.“

Und, Herr Wieler? War diese Zeit plötzlich wiedergekommen?
Okay, das Statement von Jörg Hacker ist bereits wieder einige Jahre alt, und die nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands und des RKI-Instituts ist 80 Jahre her. Was interessiert Sie auch das Geschwätz eines RKI-Präsidenten von gestern, noch dazu, wenn es um Humanität geht? War diese Zeit „für das Übertreten humanistischer Grundsätze, für die Verletzung der Würde und der körperlichen Unversehrtheit“ doch wiedergekommen? Stellte sich das RKI wieder in die Dienste einer totalitären Regierung? Tolerierte und forderte nicht auch wieder die blinde, uniformierte Masse ein solches Verhalten? Alle Zeichen sprachen dafür! Ich frage mich ohnedies, ob die Menschheit neben ihren technischen Entwicklungen etwas dazugelernt hat, seitdem sie mit Bananen von den Bäumen gelockt wurde. In ethischer Hinsicht ist in meinen Augen eine Rückentwicklung zu beobachten.

Der Schlusssatz der Studie lautet:

„Die wichtigste Lehre aus dieser Zeit: Jeder Einzelne, innerhalb wie außerhalb des Instituts, kann und muss Rückgrat beweisen. Diskriminierung und emotionale Verrohung, Schutz von Tätern oder eine Unterscheidung in wertvolle und weniger wertvolle Menschen dürfen wir nie hinnehmen.“

Wurde in der Coronazeit nicht auch wieder unterschieden in „wertvolle und weniger wertvolle Menschen“, in Geimpfte und Ungeimpfte?

Wo war Ihr Rückgrat, Herr Wieler?

Warum werden Täter wieder geschützt? Warum stellt man die Entscheider nicht vor Gericht, anstatt sie in einer zahnlosen Enquete-Kommission lediglich mit unangenehmen Fragen zu malträtieren?

Können Sie überhaupt noch ruhig schlafen, Herr Wieler? Wenn ja, sollte Ihnen das für Ihr Seelenheil zu denken geben.

Karl Lauterbach, Mai 2021

Karl Lauterbach tingelte – nein, er wurde natürlich eingeladen – von Talkshow zu Talkshow und von Interview zu Interview. An widersprüchlichen Aussagen mangelte es ihm nicht. Er malte ja gerne den Teufel an die Wand, meinte aber zwischendrin auch mal wieder, dass das Schlimmste überstanden sei, um kurz darauf vor einer Welle verheerenden Ausmaßes zu warnen.

Mitte Mai 2021 ließ der damalige Gesundheitsexperte der SPD und nicht müde werdende Corona-Mahner gegenüber der Augsburger Allgemeinen verlauten:

„Ich glaube, die große Zeit der Pandemie ist vorbei.“

Kurz darauf meinte er bei Frank Plasberg, der ihn in seiner Talkshow „Hart aber fair“ auf seine Aussage ansprach, dass sich das Zitat, die große Zeit der Pandemie sei vorbei, auf Deutschland bezogen habe – wenn überhaupt, denn:

„Wenn man die Welt betrachtet, sind wir gerade mittendrin.“

Ach was? In der Coronazeit war nichts so spannend wie politische Widersprüche. Die Realität übertraf jede Satire. Ähnliches können wir jetzt auch im Ukrainekonflikt beobachten, wo ebenfalls gelogen wird, dass sich die Balken biegen.
Ein wichtiger Merksatz für die Zukunft: Widersprich nie einem Politiker – warte einfach ab, bis er sich selbst widerspricht.

Karl Lauterbach zum Boostern am 31. Oktober 2021

„Eine Boosterimpfung für alle wäre jetzt auf keinen Fall sinnvoll. Wir haben zum einen keinen medizinischen Grund, den Booster für alle jetzt anzubieten, weil die Impfung für die unter 65-, 70-Jährigen noch wirksam ist, sehr gut wirksam ist…“

Danach in einer illustren Runde bei Markus Lanz:

„Aber es ist klar seit ein paar Monaten, dass wir halt jeden Erwachsenen boostern müssen…“

Zwischenfrage von Lanz;

„Seit ein paar Monaten?“

Lauterbach:

„Seit ein paar Monaten ist das klar … und das haben also auch Spezialisten relativ früh gesagt.“

Was will man dazu noch sagen? Anscheinend zählte sich Lauterbach nicht zu den Spezialisten. Zumindest in diesem Punkt ist er ehrlich. Als ein Interviewer ihn mit den Worten konfrontierte, dass es um die Gesundheit gehe, und darum, die Wahrheit zu sagen, erwiderte er:

„Die Wahrheit also … die Wahrheit führt in sehr vielen Fällen zum politischen Tod … ich bitte Sie!“

Nun gut, das hat uns ja Gesundheitsminister Jens Spahn in der Willkommens- und „Wir schaffen das“-Zeit unter Angela Merkel auch schon so ähnlich verklickert: „(…) in der Politik geht es nicht um Wahrheiten…“. Wie wahr! Gut lügen zu können scheint generell das weitverbreitete Credo in Politikerkreisen zu sein und als Tugend gehandelt zu werden. Alles andere wäre ja der „politische Tod“, nicht wahr, Herr Lauterbach?

Karl Lauterbach in einer Sondersitzung Januar 2022

„…Omikron wird die Pandemie auch deshalb nicht beenden, wenn es jetzt tatsächlich so wäre, was wir verhindern werden…“

Noch Fragen, werte Leserinnen und Leser?

Karl Lauterbachs besonders schönes Oxymoron von Freiheit und Pflicht vom 19. Januar 2022:

„Ich glaube also, dass Ärzte jeden impfen sollten, denjenigen, der geimpft werden will, weil er der Impflicht nachkommt, oder denjenigen, der sich impfen lässt ganz freiwillig. Es wird ja niemand gegen seinen Willen geimpft. Selbst die Impflicht führt ja dazu, dass man sich zum Schluss freiwillig impfen lässt.“

Solche Aussagen ließen doch zumindest auf temporäre Verwirrung des emeritierten Gesundheitsministers schließen. Der Virologe Klaus Stöhr meinte im Januar 2022, Herr Lauterbach „irrlichtert“, und Sahra Wagenknecht äußerte, Lauterbach mache einen schlechten Job – Aussagen, die absolut mein Gehör fanden. Die Ampelregierung hatte mit der Ernennung Lauterbachs zum Bundesgesundheitsminister den Bock zum Gärtner gemacht, der aber immerhin eine gewisse Kontinuität aufwies: pessimistische Einschätzungen, egal was seriöse Wissenschaftler sagten. Es wurde nach der Darstellung Lauterbachs immer schlimmer und schlimmer… Ich konnte es seinerzeit kaum mehr ertragen, dieses unbegründete Weltuntergangsgefasel! Lauterbach hatte in seiner – bis dahin – kurzen Amtszeit als Gesundheitsminister schon mehr Menschen vor den Kopf gestoßen als die meisten seiner Vorgänger in ihrer gesamten Laufbahn.

Karl Lauterbach am 21. Januar 2022

Er wurde von Markus Lanz darauf hingewiesen, dass Großbritannien seine Coronamaßnahmen zurückgenommen habe, und gefragt, warum Deutschland das nicht tue. Begründung von Lauterbach war, dass Großbritannien eine höhere Impfquote hätte als Deutschland.

Nun, Herr Lauterbach schien die eigenen Zahlen nicht zu kennen: Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt eine Impfquote von 73 Prozent, davon 48,9 Prozent geboostert, das United Kingdom eine Impfquote von 71,4 Prozent, davon 54,5 Prozent geboostert.

Hier noch ein paar „logische“ Aussagen von Herrn Lauterbach mit hohem Unterhaltungswert, die sicherlich auch zu seinem Status „Beliebtester deutscher Politiker“ beigetragen hatten:

„(…) Studie zeigt auch, wie wichtig es ist, Querdenker zu bekämpfen. Weil: Je höher der Anteil Ungeimpfter ist, umso stärker müssen sich alle anderen einschränken, um große zusätzliche Wellen zu verhindern. Die meisten Geimpften werden zwar nicht schwer krank, aber viele doch.“

„Man soll ja nicht sagen: Wir schaffen das. Aber wenn ich ehrlich sein soll, ich glaube nicht nur, sondern ich weiß, dass wir das schaffen werden.“

„Zunächst ist es so: Wir haben mehr Tests, aber wir haben auch mehr positive Fälle pro Test. Das heißt, die Anzahl der positiven Tests pro durchgeführten Test steigt, und die Zahl der Tests, die wir derzeit machen, steigt nicht weiter.“

Die Aussagen von Herrn Lauterbach in der Coronazeit kann man mit einem Wort umschreiben: Wirrwarr!

Michael Kretschmer, sächsischer Ministerpräsident, zum 30. Jahrestag des Mauerfalls, November 2019:

„Ein Land, das seine Menschen einsperrt (…), ein Land, das verhindert, dass Menschen ihren Weg gehen (…), das, meine Damen und Herren, ist nichts anderes als ein Unrechtsstaat.“

Ist das nicht herrlich, solche Worte aus dem Mund eines Hardliners in Sachen Coronamaßnahmen zu hören? Ich weiß ja nicht, wie Sie das sehen, aber ich kann solche Menschen nicht mehr ernst nehmen.

Große Worte eines „kleinen“ Politikers, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat.

Ja, Herr Kretschmer, zum Glück sind solch totalitäre Zeiten längst überwunden, mal abgesehen davon, dass Menschen zu Coronazeiten im Hausarrest verharren mussten, nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen durften, von der Verkehrsmittel-Nutzung ausgeschlossen wurden, auch schon mal mit 15-Kilometer-Beschränkungen an ihren Wohnort gefesselt wurden, und Bürger öffentlich zur Denunziation aufgerufen wurden. Okay, und wenn man sich an die Auflagen des autoritären Regimes nicht hielt, setzte es Repressalien, die sich gewaschen hatten. Aber sonst erinnert eigentlich wenig an die autoritäre DDR-Zeit oder an noch frühere deutsche Zeiten.

Bundesministerium für Gesundheit, 7. Januar 2021:

„Eine Impfpflicht wird es nicht geben. Nachrichten und Beiträge, die etwas anderes behaupten, sind falsch.”

Und kurz danach wurde auf allen politischen Ebenen in den meisten Parteien über eine allgemeine Impfpflicht nachgedacht. So wie es aussah, war die Impfpflicht eine beschlossene Sache. Auch auf das Bundesverfassungsgericht konnte man in der Coronazeit kaum hoffen. Die verfassungswidrige einrichtungsbezogene Impfpflicht wurde am 15. März 2022 in Deutschland eingeführt und galt bis zum 31. Dezember desselben Jahres. Sie betraf Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen (zum Beispiel Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen). Voraussetzung für eine Beschäftigung in diesen Institutionen war der Nachweis einer COVID-19-Impfung, von medizinischen Kontraindikationen, die dagegensprachen, oder ein Genesungsnachweis.

Markus Söder zur Häufigkeit des Impfens 2021

Der Ministerpräsident von Bayern, Markus Söder, meinte in der ersten Hälfte des Jahres 2021, dass mit zwei kleinen Piksern alles vorbei wäre und man seine Grundrechte mit dieser Aktion wieder zurückbekäme. Grundrechte kann man nicht willkürlich nehmen und sie Dackel Lumpi wieder zurückgeben, wenn er brav die Pfote hebt beziehungsweise den Arm zum Impfen hinstreckt, Herr Söder! Das widerspricht zweifellos dem Begriff „Grund“-rechte, die definitiv und massiv in totalitärer Manier von der Regierung verletzt wurden. Der Souverän in „Unserer Demokratie“ ist die Bürgerschaft, die Regierungsleute sind die Angestellten der Bürger, und nicht umgekehrt! Dieser Fakt scheint den machtbesessenen Politikern und vielen Bürgern in Deutschland nicht klar zu sein.

In der zweiten Hälfte 2021 meinte Söder wissend und ganz selbstverständlich:

„(…) jeder entscheidet selbst. Und es ist ganz klar, dass es Auffrischungsimpfungen geben wird. Es muss auch jedem klar sein, dass Impfen keine einmalige Angelegenheit ist. Wir werden es die nächsten Jahre immer wieder brauchen.“

Ach, wäre das alles lustig und Satire-geeignet, wäre es nicht so würdelos, traurig und die Realität.

Jens Spahn zum Thema kostenpflichtiges Testen 2021

„Warum sollen andere für jemanden zahlen, der sich hätte impfen lassen können?“

Vielleicht wegen des Solidaritätsprinzips in einer Demokratie – die keine mehr war – auch Minderheiten gegenüber, Herr Spahn? Schon eine fast dümmliche Aussage und ein klassisches Eigentor!

Gegenfrage:

  • Warum sollen dann andere Sozialhilfe für jemanden zahlen, der sich einen Job hätte suchen können?
  • Warum sollen dann andere die Gefängnis- und Resozialisierungskosten für jemanden zahlen, der sich gesetzestreu hätte verhalten können?
  • Warum soll jemand die erheblichen Krankheitskosten für Alkoholiker und Raucher zahlen, die das Rauchen und Trinken hätten aufhören können?
  • Warum soll jemand die Kosten für Impfungen tragen, die keinem etwas bringen, außer den Pharmakonzernen einen Geldsegen, den Geimpften eine Verschlechterung ihrer Gesundheit, und obendrein dem Gesundheitswesen eine Erhöhung der Kosten?

Vielleicht ist es Ihnen ja entfallen, Herr Spahn: So etwas nennt man Solidargemeinschaft! Einer für alle und alle für einen, klingelt da was? Eventuell sollten Sie sich einmal das Buch „Die drei Musketiere“ von Alexandre Dumas zu Gemüte führen oder sich eine der vielen Verfilmungen dieses Klassikers ansehen.

Wandlungsfähiger Jens Spahn zur Impfpflicht

Im Bundestag August 2021:

„Ich gebe Ihnen mein Wort. Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben. Hören Sie endlich auf, anderes zu behaupten!“

Etwas später 2021 bei einer Pressekonferenz:

„…keine Impfpflicht, aber ein Impfgebot…“

Noch etwas später 2021 bei diversen Anlässen:

„…deswegen begrüße ich ausdrücklich die Debatte um eine Impfpflicht…“

Welchen Politiker interessieren schon Tugenden wie Wahrheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit? Und da wundern sich die Politiker über die Wahlverdrossenheit der Bürger? Es soll immer noch Menschen geben, Herr Spahn, die eine unbequeme Wahrheit einer bequemen Lüge vorziehen.

Dilemma der Regierung, Herbst 2021

Die Regierung hatte es damals nicht leicht. Sie musste die Ungeimpften überzeugen, dass die Impfung wirkt, damit sie sich impfen ließen. Gleichzeitig musste sie die Geimpften davon überzeugen, dass die Impfung nicht wirkt, damit sie sich eine – eventuell finale – Auffrischungsimpfung verpassen ließen.

Es wurde von vielen Seiten behauptet, die Ungeimpften seien hauptverantwortlich für das Fortschreiten der Pandemie. Die Ungeimpften konnten gar nicht die Pandemietreiber sein, denn bei 2G waren sie nicht dabei und bei 3G waren sie die Negativgetesteten. Das Problem bei Lügen ist: Je hanebüchener die Lügen sind, desto mehr werden sie geglaubt. Zudem ist es ungleich schwerer, Menschen davon zu überzeugen, dass Lügen Lügen sind. Menschen nehmen Lügen, wenn sie diese ein paar Mal gehört haben, ohne das Verlangen eines Beweises an, fordern aber tausend Beweise dafür, dass es sich um Lügen handelt.

Ich denke, ein Teil der Bürger war seinerzeit so abgestumpft, orientierungslos oder „verblödet“ durch die Märchen der eliteinstruierten Politiker und ihre narrativunterstützenden „Presstituierten“ sowie Wissenschaftler, dass dieser Spagat auch gelang. Die Hauptsache für viele Menschen war in der Coronazeit, dass sie sich durch die Impfung wieder freier bewegen konnten, was einer Impf-Erpressung sehr nahekam.

Einem großen Teil der Bürger kann man ohnedies jeden Humbug erzählen, der macht mit – wie die deutsche Geschichte zeigt. Den hartnäckigen, standhaften und nicht hypnotisierbaren Teil der Bürger, der in meinen Augen klarer denken kann, konnte die Regierung ohnedies nicht von einer Impfung überzeugen. Sie sehe ich als moderne Helden an, die einem totalitären System widerstanden.

Wer im Sommer 2020 behauptete, dass die Regierung den Impfpass und die Impflicht wolle, wurde als Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger oder Nazi etikettiert und diffamiert.

Wer im Sommer 2021 bezweifelte, dass es einen digitalen Impfpass und eine (zumindest partielle) Impfpflicht für die Rückkehr zur Normalität geben müsse, wurde als Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger oder Nazi etikettiert und diffamiert.

Die EU wollte und will eine dauerhafte Einführung von digitalen Gesundheitszertifikaten. EU-Bürger konnten bis zum 8. April 2022 ihre Meinung dazu abgeben, was sie über die (bereits beschlossene) Sache denken. Das sieht dann wenigstens aus wie Demokratie, nicht wahr? Diese Maßnahme ist jedoch Bestandteil eines digitalen Gefängnisses, eine Komponente der Globalisten-Agenda, die von supranationalen, nicht gewählten Institutionen wie WEF, WHO und UNO forciert wird, um den Bürger auf Schritt und Tritt kontrollieren zu können.

Die meisten Medien unterstützen dieses Vorhaben fleißig, da sie anscheinend keine eigene Meinung mehr haben dürfen.

Dass ihr Intendanten, Redakteure und Journalisten vieler Mainstreammedien so etwas mitmacht – schämt ihr euch eigentlich nicht? Seid ihr wirklich schon so abgebrüht, oder regt sich vielleicht doch noch ein wenig Menschlichkeit und Berufsethos in euren Herzen? Euch wird später in den Geschichtsbüchern Totalversagen vorgeworfen werden, es sei denn die Geschichte wird – wie so oft – von den Eliten und ihren Marionetten wieder einmal umgeschrieben.

Pandemie der Ungeimpften

Ein Sprecher der Bundesregierung am 15. November 2021:

„Professor Marx, wissen Sie, wie viele der 1.662 Patienten (…auf Intensivstationen, Anm. d. Verf.) geimpft beziehungsweise ungeimpft waren?“

Professor Marx, Chef des DIVI-Registers:

„Die Frage kann ich leider nicht beantworten, weil wir bisher noch nicht erfasst haben, welche Patienten auf den Intensivstationen geimpft und ungeimpft sind.“

Sehen Sie sich bitte selbst das – ausnahmsweise nicht gelöschte – Video mit den offiziellen Aussagen dazu an (https://www.youtube.com/watch?v=m2lBN2PKw2w).

In den Wochen davor und danach hatten unzählige Regierungsvertreter und -unterstützer von einer Pandemie der Ungeimpften und dergleichen gesprochen, wie zum Beispiel Steffen Seibert (damaliger Regierungssprecher), der im November 2021 meinte:

„Mehr und mehr handelt es sich um eine Pandemie der Ungeimpften.“

Jens Spahn äußerte:

„Wir erleben vor allem gerade eine Pandemie der Ungeimpften, und die ist massiv.“

Spahn verteidigte diese Aussage damit, dass bei Hospitalisierungen ein hoher Anteil Ungeimpfter verzeichnet wurde und das Gesundheitssystem dadurch besonders belastet sei, was nachweislich nicht stimmte. In einer Pressekonferenz betonte er außerdem:

„Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften … Auf den Intensivstationen würden deutlich weniger COVID-19-Patienten liegen, wenn sich alle impfen lassen würden.“
Diese Aussage war ebenfalls ein rechter Schmarrn, wie man in Bayern sagt!

Markus Söder äußerte im November 2021:

„Es ist eine Pandemie der Ungeimpften!“

Etwas gefährlich, bei solchen – nachweislich falschen – Behauptungen den Indikativ zu benutzen, finden Sie nicht, Herr Söder?

Walisischer Premierminister Mark Drakeford am „offenen“ Mikrofon

Im Rahmen einer Ansage zu Corona-Regelungen für Dezember und insbesondere für Weihnachten 2021 wurde der walisische Premierminister Mark Drakeford am offenen Mikrofon „erwischt“ – mit folgenden, nicht für die Ohren der Öffentlichkeit bestimmten Worten:

„Hoffen wir, dass die Leute nicht schlau genug sind, zu fragen, ob es eine Verordnung oder eine Empfehlung ist!“

Eine weitere Person antwortete:

„Sie fragen bereits…“

Mark Drakeford:

„Oh Scheiße…“

Ja, das sehe ich auch so.

2G-Plus-Regelung der Bundesregierung im Januar 2022

Ungeimpfte durften nicht mehr ins Restaurant, weil die Tests „unsicher“ waren.

Doppelt-Geimpfte durften ins Restaurant nur mit Test, weil die Tests sicher waren.

Ungeimpfte mit Test durften im Restaurant arbeiten, weil die Tests sicher waren.

Nach Feierabend der in der Gastronomie Angestellten durften Ungeimpfte aber nicht in ihrem Restaurant essen, weil die Tests unsicher waren.

Bei dieser bestechenden Logik ist es verständlich, dass sich manch einer ans Hirn langte, oder, ihr damaligen Entscheider? Langt ihr euch auch ans Hirn, oder ist da keines mehr?


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Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen.
Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Meinungsaustausch zur Gewaltspirale im Nahen Osten

Von Christian Hamann und Uwe Froschauer

Die politischen Ansichten im Thema Nahostkonflikt waren schon immer sehr kontrovers. Aber mit dem Krieg im Gazastreifen und noch mehr mit dem im Iran erreicht die Uneinigkeit Höchstwerte. Weitere Steigerungen sind mit dem Fortgang der Ereignisse vorprogrammiert, was die demokratischen Gesellschaften des Westens zu destabilisieren droht.

Am 20. März schickte mir mein Autoren-Kollege Christian Hamann, der den Blog Frieden – Freiheit – Fairness betreibt, eine E-Mail. Es schloss sich ein Meinungsaustausch an, der in diesem Artikel wiedergegeben wird. Er zeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden, ohne sich den Verstand durch Parteilichkeit und Emotionen vernebeln zu lassen. Politiker scheinen das verlernt zu haben. Meinungspluralismus ist ein Kennzeichen von Demokratie, die Ausgrenzung von Meinungen ein Kennzeichen von Diktatur.

Nachfolgend das erste Mail vom 20.3 von Christian Hamann:

Hallo Uwe,

ich hoffe, es geht Dir gut – trotz der verrückten Kriegslage!

wir beide haben ja die Kette militärischer Gewalt vom Ukrainekrieg bis zum jetzigen Irankrieg lange vorhergesehen. Sieh Dir mal meine unten folgende Analyse durch. Die Thesen 1 bis 5 sind alle von KI als korrekt und faktenbasiert bestätigt. Sie müssen natürlich auf Mainstream-Junkies befremdlich wirken, geben diesen aber bei näherem Hinsehen genau die Orientierung, die auf den NOCH offenen Ausweg aus dem zunehmend komplexen Gewaltchaos leitet. 

Mit besten Wünschen,
Christian 

https://www.frieden-freiheit-fairness.com

Den Iran befreien – nicht erobern!

Christian Hamann

Präsident Trump hat die Iran-Intervention korrekt als Weg zur Befreiung vom repressiven Regime der Ayatollahs präsentiert – ein Ziel, das bei all jenen, die Demokratie und Menschenrechte schätzen, Anklang findet. Die ersten Kriegstage haben auch tatsächlich die Wirksamkeit entschlossener, gezielter Aktionen zur Schwächung des Regimes bei gleichzeitig begrenztem Leid der Zivilbevölkerung unter Beweis gestellt.

Doch nach mehr als zwei Wochen und dem offensichtlichen Erreichen der militärischen Ziele ist eine konsequente Strategie zur Realisierung des propagierten Regimewechsels erforderlich, um das Land in eine positive und stabile Nachkriegslösung zu führen. Angesichts der zunehmenden Luftangriffe auf zivile Ziele, darunter Industriegebiete, besteht die Gefahr, dass die Befreiung in einen langwierigen, zermürbenden Krieg abgefälscht wird, ähnlich den kontraproduktiven Interventionen im Irak und in Afghanistan.

Um die Wiederholung eines solchen Desasters im Iran unbedingt zu vermeiden, müssen die ursächlichen Fehler identifiziert werden. Diese Fehler lassen sich teilweise auf den Vietnamkrieg (1955–1975) und den guatemaltekischen Bürgerkrieg (1960–1997) zurückführen. Doch im Klima unkritischer Mainstream-Medien konnte eine aufrichtige Analyse nicht zustande kommen. So wiederholten sich die Fehler und verschärften sich sogar in Somalia, Afghanistan, im Irak und in den Ländern des ‚Arabischen Frühlings‘ 2010/2011. Zu den Hauptfehlern zählten:

1. militärisch sinnlose Zerstörung ziviler Wohngebäude und Infrastruktur, die kollaterale Zivilopfer forderte. https://yalelawjournal.org/pdf/134.8.HathawayKhanRevkin_kkq3vsqj.pdf

2. eine nicht empathische Behandlung der Zivilbevölkerung, die gegen psychologische Prinzipien verstieß. Eine Solidarisierung mit dem US-Militär wurde dadurch vereitelt und dessen Ruf wurde ruiniert. https://www.hoover.org/research/hearts-and-minds-and-force

3. die damit einhergehende Vernachlässigung einer seriösen und wahrheitsgemäßen Berichterstattung, die die auf Befreiung ausgerichteten Militäraktionen hätte erklären müssen; stattdessen schönfärbende Zensur durch das Militär. https://www.pewresearch.org/journalism/2006/10/26/the-vanishing-embedded-reporter-in-iraq

Diese ‚Tradition‘ reicht bis in den Spanisch-Amerikanischen Krieg (1898–1899) zurück. https://www.youtube.com/watch?v=SbH8D381J-I

4. eine unzureichende demokratische Kontrolle des eigenen Militärs und der Geheimdienste, die, im MIC eng verflochten mit der Rüstungsindustrie und dem Finanzsektor, stets auf verstärkte militärische Interventionen und Ausgaben drängten. Während der Präsidentschaft von George W. Bush ebneten zwei notorische Vertreter des militärisch-industriellen Komplexes, Dick Cheney und Donald Rumsfeld, den Weg für den Beginn und die Verschleppung der Kriege im Irak und in Afghanistan.

https://www.commondreams.org/views/2021/08/18/taliban-surrendered-2001

5. Die Bewaffnung und Ausbildung angeblich prowestlicher Milizen, die regelmäßig mit brutaler Behandlung von Zivilisten einherging (siehe Punkt 2) trug zur Rufschändung bei und führte zur Proliferation von Waffen an den Feind. https://www.nytimes.com/2012/10/15/world/middleeast/jihadists-receiving-most-arms-sent-to-syrian-rebels.html

Diese grundlegenden Fehler spielen radikalen Islamisten direkt in die Hände. Sie profitieren von den Schäden an zivilen Einrichtungen und kollateralen Zivilopfern, da so die von NGOs, der UNO, den Mainstream-Medien und Internetplattformen geschürte Opferrolle der Muslime weiter befeuert wird.

Diese islamische Opferrolle führt zu Schuldgefühlen im Westen, unter denen europäische Politiker Grenzen öffnen und die Flüchtlinge aufnehmen, welche langdauernde Kriege in Bewegung bringen. Die damit vorangetriebene Islamisierung vertieft die destabilisierende Spaltung zwischen linken und konservativen Bürgern im Westen. Wie der Gazakrieg zeigt, bringt eine israelische Beteiligung zusätzlich einen gefährlichen Anstieg des Antisemitismus.

Um die islamistische Diktatur im Iran zu beenden, ist es nun notwendig, die geschätzten 80 % der Iraner, die das Regime ablehnen, auf der Seite der US-israelischen Koalition zu halten. Daher muss jede Aktion vermieden werden, die als Absicht interpretiert werden könnte, das Land zu schädigen und zu erobern, anstatt es zu befreien. Die gezielten Angriffe auf wichtige militärische Einrichtungen in den ersten Kriegstagen entsprachen der erfolgreichen Strategie Israels im Sechstagekrieg von 1967 und waren geeignet, die Ayatollah-Diktatur schnell zu beenden. Die Ausschaltung der für die Erschießung friedlicher Demonstranten verantwortlichen Regimeführer war ein moralisch gerechtfertigtes Signal gegen Staatsterror.

Doch immer mehr Berichte häufen sich über Angriffe auf wichtige zivile Infrastruktur (Stromnetze, Öllager in besiedelten Gebieten, pharmazeutische Anlagen usw.). Ein weiterer strategischer Fehler ist die Bewaffnung der Kurden durch die CIA (siehe Punkt 5 der obigen Liste). Eine solche Unterstützung einer Minderheit könnte als Angriff auf die territoriale Integrität des iranischen Staates wahrgenommen werden und den Widerstand iranischer Patrioten provozieren.

Dies und die gezielte Zerstörung ziviler Infrastruktur drohen, die propagierte Befreiung in eine brutale Eroberung wie im Irakkrieg (2003–2011) zu verwandeln. Auch dieser Krieg begann mit dem Versprechen der Befreiung, führte das Land aber in eine Tragödie mit Hunderttausenden zivilen Opfern, gigantischen Gebäudeschäden und einer zusammengebrochenen Wirtschaft.

Die massive und vermeidbare Verwicklung von Zivilisten schuf eine emotionale Barriere gegen die US-Streitkräfte und ihre Koalition. Die Schäden und der allgemeine Mangel an Sensibilität im Umgang mit der irakischen Bevölkerung führten dazu, dass die vermeintlichen Befreier zunehmend als feindliche Invasoren wahrgenommen wurden. Der Widerstand wuchs bis zum Terrorismus.

Daher muss das oberste Ziel des Westens im Iran darin bestehen, eine Wiederholung der Fehler im Irak und in Afghanistan konsequent zu vermeiden.

21.3 Antwort von Uwe Froschauer

Hallo Christian, 
Guter Artikel,  sehe ich zu  – sagen wir mal – 80% ebenso, nur

„Präsident Trump hat die Iran-Intervention korrekt als Weg zur Befreiung vom repressiven Regime der Ayatollahs präsentiert – ein Ziel, das bei all jenen, die Demokratie und Menschenrechte schätzen, Anklang findet.“

Das sehe ich völlig anders. Menschenrechte haben die USA in ihren mittlerweile knapp 500 militärischen Auseinandersetzungen seit ihrem Bestehen nie interessiert. Es geht um Hegemonie, MAGA und ähnliche imperialistische Sichtweisen. Es geht Ihnen darum, ein zusammenwachsendes Eurasien zu verhindern, das Ihre Unipolarität beenden würde, hier ein Artikel von mir, wie ich die Irankrise und die Rolle der USA sehe

https://www.manova.news/artikel/der-schlusselstaat-eurasiens

Es ehrt dich, dass du das Gute in den Aktionen der USA siehst. Ich sehe das nicht, und das israelische Regime sehe ich als ein Terrorregime und Israel als einen Schurkenstaat. Hier ein  weiterer Artikel von mir zu diesem Thema

https://www.manova.news/artikel/der-weg-in-die-eskalation

Was ich wie du sehe, ist das Unrechtsregime im Iran – aber darum geht es USA und Israel nicht, und die negativen Folgen einer zunehmenden Islamisierung. 

Beste Grüße 

21.3 Antwort Christian Hamann

Hi Uwe,

Deine fundierten Manova-Artikel habe ich gelesen und sehe eine ähnliche Übereinstimmung unserer Sichtweisen wie Du. Die 20 % Abweichung werden sich mit fortschreitenden Ereignissen weiter reduzieren, solange wir unsere gemeinsam gesehenen Fakten im Fokus behalten: 

  • Linke und Rechte werden durch die Medienwelt und andere geldgesteuerte Machtorgane wie NGOs in immer schärfere Gegensätze gesteuert, indem jede Gruppe mit auf sie zugeschnittenen Narrativen gefüttert wird.
  • Beide Narrativsammlungen lenken aber vom internationalen Hauptproblem, der Geldherrschaft ab.
  • Stattdessen führen sie auf zwei Selbstmordkurse, grob gesagt das linke Lager auf den eines Appeasement, eines einseitigen Nachgebens gegenüber dem Gegner und die Rechte auf den Weg des verantwortungslosen Militarismus.
  • Auf dem militaristischen Kurs verdienen MIC-Kräfte und das Finanzimperium, während die Reputation der westlichen Staaten und deren Demokratie (ich sage: mittels eines Fehlmanangements des Militärs) zerstört werden. 
  • Amerika hat Trump gewählt, weil Biden gegenüber der islamischen Welt den suizidalen Appeasementkurs und gegenüber der Ukraine den militaristischen Selbstmordkurs gesteuert ist. 
  • Trump wollte Frieden, wollte es ganz anders machen, aber ihm fehlt klare Orientierung und die reale Kontrolle über das Militär, die viel stärker beim MIC-Finanzzirkel liegt.
  • Die israelische Regierung verfolgt seit 2008 (dein Artikel-Beispiel aus 2008 spiegelte das wider) die Dahiya-Doktrin, nach der vorsätzlich zivile Infrastruktur und Wohnsubstanz zerstört wird.
  • Davon wird jedoch die israelische Bevölkerung nicht korrekt unterrichtet und die übrige westliche überhaupt nicht.
  • Diese Info-Lücke wird durch 100%- Filterung seitens der Nachrichtenagenturen systematisch offengehalten.

Was unsere Sichtweisen momentan noch trennt, ist dies: Die Infolücke ist (durch 100% Nachrichtenangenturen-Filterung) so konsequent, dass sie von Islamisten mit dem Genozid-Narrativ gefüllt werden kann. – Meine These: Die Finanzmächtigen und ihre Werkzeuge führen einen Krieg mit allen Mitteln gegen die westliche Zivilisation und ihre Demokratie, auch diesen Infokrieg.

Neulich irritierte mich eine Meldung, dass weniger als 10 % der Öleinnahmen des besiegten Irak an westliche Ölmultis gehen. Aber dann fand ich, dass die riesigen staatlichen Öleinnahmen des Irak direkt über die Federal Reserve in NY fließen – alles klar. 

Mit besten Grüßen!

Christian

22.3 Antwort Uwe Froschauer

Hi Christian, 

sehr gute Thesen. Über die Hintergründe in Israel weißt du westlich besser Bescheid wie ich. 
Die USA sehe ich nach wie vor in einem anderen Licht. Ich habe sie in keinem Konflikt als „Befreier“ oder Verteidiger der Menschenrechte gesehen. Sie verfolgen imperialistische, eigennützige Ziele, und kaschieren das damit verbundene Morden als Gutmenschentum. Die USA verletzen regelmäßig massiv das Völkerrecht, und praktizieren das Recht des Stärkeren. Insofern hätte ich gerne eine mulipolare Weltordnung, welche die Vormachstellung der USA abbaut.

Israel tut seinen Nachbarn das Gleiche an, was Hitler den Juden angetan hat. Sie sehen beispielsweise die Palästinenser als „Tiere“ an, und maßen sich deshalb an, mit den Palästinensern machen zu können, wie es ihnen beliebt. Sie führen sich wie Herrenmenschen auf. Ich bin zu sehr Humanist, um auch nur ein Fünkchen Gutes an der Vorgehensweise des israelischen Regimes sehen zu können.

Was das iranische Regime seinen eigenen Bürgern angetan hat, das Ermorden von Andersdenkenden, ist ebenso verdammenswert, und ist mit meiner humanistischen Denk- und Fühlweise ebenso wenig vereinbar wie das israelische Abschlachten von Menschen. Dennoch ist es kein gerechtfertigtes „Signal“ den geistigen und politischen Führer Irans und weitere Gefolgsleute und Verwandte zu ermorden. Was würde der „Wertewesten“ sagen, wenn der IS den Papst und ein paar Kardinäle ermorden würde? Es gibt keine Rechtfertigung für Mord, auch wenn man sich auf der Seite der „Guten“, der „Richtigen“ fühlt. Das westliche Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit hat in der Vergangenheit zu Millionen von Toten und zur Rechtfertigung von Gräueltaten geführt.

Ich bin ich der Meinung, dass es keine gerechten Kriege gibt. Kein Krieg – sei es Blitzkrieg oder langwieriger Krieg – ist gerechtfertigt. Krieg ist in meinen Augen ein Verbrechen, und diejenigen, die ihn anzetteln oder befeuern, sind Verbrecher. Soldaten, junge Menschen, werden zu Mördern auf Befehl gemacht. Auch das Töten im Krieg ist für mich Mord. Krieg ist, wenn junge Menschen, die sich nicht kennen und nicht hassen, aufeinander schießen, weil alte Säcke, die sich kennen und hassen das so wollen. Wie du vielleicht gemerkt hast, bin ich ein kompromissloser Pazifist. Wirtschaftskrieg ist okay, aber kein militärischer.

Deswegen hat auch der zweifellos geführte Informationskrieg relativ wenig Einfluss auf meine Sichtweise. Ich folge meinem humanistischen Gewissen. ich habe kein autoritäres Gewissen, das irgendeiner Doktrin, Religion oder Ideologie folgt, sondern mache mir Gedanken über die Auswirkungen von Entscheidungen, bevor ich sie treffe. Das machen Gesinnungsethiker leider nicht. Sie treffen ihrer Gesinnung entsprechende Entscheidungen, egal wie unmenschlich und grausam die Folgen auch sein mögen. Ich sehe mich als Verantwortungsethiker, und verurteile deshalb die israelisch-amerikanische Vorgehensweise im Iran auf das Schärfste. 
Du kannst das gerne anders sehen.

Beste Grüße, Uwe.

22.3 Antwort von Christian Hamann

Hallo Uwe,

danke für Deine ausführliche Antwort und die auch dieses Mal klare Beleuchtung der kleinen Unterschiede und generellen Gemeinsamkeiten unserer Ansichten.

Die Verstöße früherer amerikanischer Regierungen (seit 1898) und ebenso der israelischen (im Wesentlichen nach dem Yom-Kippur-Krieg von 1973) gegen den Geist der humanitären Kriegsführung sind in der Tat mit nichts zu rechtfertigen. Das sehe ich genauso wie Du. Nur werden die wichtigen Entscheidungen in den USA schon lange nicht mehr im Interesse der demokratischen Nation gefällt, in deren Namen das alles geschieht. Den Israelis geht es inzwischen nicht anders.

Deshalb kommt dann wirklich Licht in die Gemeinsamkeiten unserer Ansichten, wenn wir diese Regierungen großenteils als Marionetten des Finanzimperiums sehen, das uns westliche Nationen schon sehr, sehr lange als Rivalen um die Ressourcen der Erde betrachtet und mit perfiden Mitteln bekämpft. Namentlich sind das die beiden Selbstmordkurse feiges Appeasement und Hau-drauf-Militarismus, auf die wir mit aller Medienmacht geleitet werden. Vernunft und Fairness werden systematisch übergemangelt.

Ich habe in meinem Buch, das ich fast tagesgenau mit Beginn des Ukrainekrieges fertiggestellt habe, die gesamte schon angelaufene und auch die ohne Kurskorrektur noch vorausliegende Gewaltpalette vorhergesehen. Die Grundprämisse aller meiner Thesen war eben diese inoffizielle Geldherrschaft – die sich jetzt mit jedem neuen Krieg und Bürgerkrieg als treibende Kraft bestätigt. Selbst der m.E. sehr schwache Papst Franziskus hatte 2014 festgestellt, dass „der Kapitalismus den Krieg benötigt“.

Dementsprechend war 2022 meine erste und größte Hoffnung, dass die Linke gegen das Finanzimperium aufstehen und den ganzen Schwindel aufdecken würde. Leider ist die Mehrheit aber Gregor Gysi gefolgt, der während des Afghanistankrieges noch bemerkenswert mutige und intelligente Reden gegen den dortigen Wahnsinn gehalten hatte. Dann muss er wohl irgendwann gegen einen Laternenpfahl gerannt sein, denn von dem profilstarken mentalen Kämpfer ist nur ein angepasster Mitläufer geblieben, der die unfairen Mainstream-Narrative von der russischen Alleinschuld bedient.

Die anderen Politiker sind dann mangels Mut zum eigenen Urteil wie die Lemminge gefolgt. Wagenknecht mit ein paar guten Leuten ist da als einzige ausgewogen denkende Profilperson ausgeschert, aber vom herrschenden System gemobbt und wahrscheinlich betrogen worden. 

Was bleibt? Erstens die Hoffnung, die Linke noch rechtzeitig zu aktivieren – und zweitens die Rest-Chance, dass Trump im Iran eine Lösung erreicht. Denn, auch wenn er uns beiden nicht ganz gefällt, so hat er wenigstens den Mut und den Willen zu tiefgreifenden Reformen gegen die Herrschaft der Finanzaristokratie. (Ich kenne die Denke seiner Republikaner aus erster Hand. Die wollen zurück zur Original-Demokratie von Thomas Jefferson und weg von dem woken Unsinn der Demokratischen Partei. Davon bekommen medial abgeschirmte Deutsche leider gar nichts mit.)

Beste Grüße von der Südhalbkugel – ab jetzt seid Ihr im Sommerhalbjahr

Christian

23.3 Antwort von Uwe Froschauer

Servus Christian, 

Ich habe mir überlegt, unseren Dialog als Artikel zu bringen, eventuell mit Titel „Gelebter Meinungspluralismus zum Thema aktuelle militärische Gewalt“. Was hältst du davon? Das soll den Lesern zeigen, dass man durchaus in einigen Punkten unterschiedlicher Meinung sein kann – und auch sein sollte -, zumal es keine objektive Wahrheit gibt, und dass es wichtig ist, dass man miteinander redet, dass man Meinungen austauscht, und nicht auf der absoluten Richtigkeit der eigenen Aussagen beharrt. 

Beste Grüße, Uwe

23.3 Antwort von Christian

Ja, Servus Uwe, prima Idee!

Wir liegen mit unserer Gedankenintegration voll auf der Linie der überfälligen Umkehr eines schon viel zu lange anhaltenden Trends der Parteiendemokratie hin zu einer destabilisierenden Polarisierung. Dieser Trend war nicht progressiv, sondern stellte eine Degeneration des Demokratiegedankens dar. Folgerichtig knüpft unsere neue Linie wieder an den Geist der amerikanischen Gründerväter an, die schon vor fast 250 Jahren vor der Verfälschung der Demokratie zu einer Zuschauerveranstaltung im Schatten mächtiger Parteien und vor wachsender Machtkonzentration in den Händen weniger gewarnt haben. Unter anderem betrifft das die undemokratische Macht des Finanzsystems und die Meinungsbeeinflussung durch nicht ausgewogene Medienberichterstattung.

Vor allem aber haben die Gründerväter vor einem bellizistischen, das Recht des Stärkeren beschwörenden Kurs der USA gewarnt. Der 6. Präsident John Quincy Adams kleidete die Warnung in die Worte: „She (America) might become the dictatress of the world. She would be no longer the ruler of her own spirit….“ – Amerika könnte zum Diktator der Welt werden. Doch würde es nicht länger der Herrscher über seinen eigenen Geist sein.

Das Ignorieren dieser Warnungen hat die freiheitlich-demokratische Zivilisation auf einen Selbstmordkurs geführt, der bereits Millionen von Menschenleben gekostet hat. Doch diesen Kurs zu identifizieren und zu verlassen, wird den Bürgern durch ein Ambiente des selektiven historischen Vergessens und der hypokritischen Voreingenommenheit in den Mainstream-Medien sehr schwer gemacht.

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zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen.
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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Donald Trump geht der Arsch auf Grundeis


Von Uwe Froschauer

Es gibt politische Situationen, die kippen nicht plötzlich – sie kippen langsam, fast unmerklich. Bis zu dem Punkt, an dem selbst die lautesten Drohungen nicht mehr wie Stärke wirken, sondern wie ein Echo der eigenen Unsicherheit. Genau an diesem Punkt steht Donald Trump.

Was als kalkulierte Machtdemonstration im Konflikt mit dem Iran begann, entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Eigentor historischen Ausmaßes. Der Mann, der einst versprach, Amerikas „endlose Kriege“ zu beenden, ist heute tief in einen neuen Konflikt verstrickt – einen, den die USA faktisch als Stellvertreter an der Seite Israels führen.

Und nun versucht Trump, sich aus einer Lage zu befreien, in die er sich selbst sehenden Auges manövriert hat.

Gleichzeitigen Drohen und Betteln

Wenn man die aktuellen Entwicklungen betrachtet, entsteht ein widersprüchliches Bild. Auf der einen Seite stehen harte Töne: Ultimaten, Drohungen, militärische Optionen. Berichte über mögliche „entscheidende Schläge“, Planungen im Pentagon, rote Linien, die angeblich nicht überschritten werden dürfen.

Auf der anderen Seite: Gesprächsangebote, diplomatische Initiativen, Signale eines möglichen Rückzugs. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Washington durchaus daran interessiert ist, einen Ausweg aus der Eskalation zu finden.

Oder anders gesagt: Trump spielt „Good cop – bad cop“. Nur leider alleine. Hier liegt das Problem. Dieses Prinzip funktioniert nur, wenn zwei unterschiedliche Akteure glaubwürdig unterschiedliche Rollen verkörpern. Wenn jedoch ein und dieselbe Person gleichzeitig droht und beschwichtigt, entsteht kein strategischer Druck – sondern Verwirrung.

Für Teheran ist dieses Verhalten längst entschlüsselt. Was in Washington als flexible Verhandlungsstrategie verkauft wird, wirkt aus iranischer Perspektive wie ein Mangel an Entschlossenheit. Denn die Gleichzeitigkeit von Ultimaten und Gesprächsangeboten sendet eine klare Botschaft: Die USA wollen den weiteren Konflikt eigentlich vermeiden. Darin liegt der Hebel, den der Iran zunehmend zu nutzen versteht.

Während Donald Trump öffentlich mit Härte auftritt, zeigen die begleitenden Signale – diplomatische Öffnungen, Überlegungen zu Rückzugsszenarien, indirekte Gesprächskanäle –, dass Washington die Kosten einer weiteren Eskalation fürchtet. Diese Diskrepanz bleibt in Teheran nicht unbemerkt.

Der Iran kann sich deshalb eine Haltung leisten, die auf Zeit spielt: Gesprächsangebote ablehnen, Forderungen ignorieren, gleichzeitig aber selbst keine endgültige Eskalation provozieren. Denn je länger der Konflikt andauert, desto größer wird der Druck auf die USA – wirtschaftlich, politisch und militärisch.

Hinzu kommt ein struktureller Vorteil: Der Iran agiert in seinem geopolitischen Umfeld, mit eingespielten regionalen Netzwerken und asymmetrischen, dezentralisierten Fähigkeiten. Die USA hingegen operieren aus der Distanz, sind auf Allianzen angewiesen und tragen die globalen Konsequenzen jeder Entscheidung.

Das bedeutet konkret: Der Iran muss nicht gewinnen – es reicht, nicht zu verlieren. Dadurch verschiebt sich das Kräfteverhältnis. Denn während Trump versucht, durch Drohungen Verhandlungsmasse aufzubauen, interpretiert Teheran diese Drohungen zunehmend als Zeichen dafür, dass Washington unter Zugzwang steht. Jede neue Warnung, jedes neue Ultimatum, das nicht unmittelbar umgesetzt wird, verliert an Glaubwürdigkeit. So entsteht ein paradoxer Effekt:

Je stärker Trump rhetorisch eskaliert, desto deutlicher wird für den Iran, dass diese Eskalation politisch kaum durchhaltbar ist. Das Ergebnis ist eine strategische Umkehrung:

Nicht Washington setzt Teheran unter Druck – sondern Teheran testet, wie weit es Washington treiben kann. Der vermeintliche „Deal-Maker“ wird so selbst zum Getriebenen eines Spiels, das er eigentlich kontrollieren wollte.

Das Ultimatum, das keines sein darf

Besonders deutlich wird dieses Dilemma bei den immer wieder kolportierten Ultimaten an Teheran. Trump schließt Verzögerungen aus, setzt Fristen, erhöht rhetorisch den Druck. Gleichzeitig aber berichten verschiedene Quellen, dass der Iran Gesprächsangebote ablehnt – oder sie als nicht ernst gemeint betrachtet.

Warum? Weil Drohungen und Diplomatie sich gegenseitig neutralisieren, wenn sie gleichzeitig ausgespielt werden. Ein Ultimatum verliert seinen Charakter, wenn es von der gleichen Stimme kommt, die kurz darauf Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Es wird zu einer Drohung mit eingebautem Rückzieher.
Und genau das scheint derzeit zu passieren.

Netanjahu als Dirigent – Trump als Instrument

Eine zentrale Figur in diesem geopolitischen Theater ist Benjamin Netanjahu.
Seit Jahren verfolgt Netanjahu eine kompromisslose Linie gegenüber dem Iran. Für Israel ist der Iran nicht nur ein Gegner – sondern Israel sieht ihn als eine existenzielle Bedrohung.

Trump hat diese Perspektive nicht nur übernommen, sondern sich ihr weitgehend untergeordnet. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist ebenso drastisch wie treffend: Trump wirkt wie ein Stier am Nasenring, durch die Arena geführt – nicht von seinen eigenen strategischen Interessen, sondern von denen eines Verbündeten, personifiziert durch Bejamin Netanjahu. Das Problem dabei ist offensichtlich:

Israel sichert sich ab und möchte ein „Großisrael“ errichten, in dem Völker wie die Palästinenser keinen Platz und Länder wie Iran und Libanon störend sind.
Die USA tragen die globalen Konsequenzen. Das, was Trump mit Europa veranstaltet hat, macht jetzt Israel mit den USA.

Vom regionalen Konflikt zum globalen Risiko

Was ursprünglich als regionaler Machtkonflikt erschien, entwickelt sich zunehmend zu einem geopolitischen Brennpunkt mit globalen Auswirkungen.

• Airlines streichen Flüge in die Region – ein klassisches Frühwarnsignal wirtschaftlicher und militärischer Unsicherheit. Wenn selbst große Luftfahrtkonzerne beginnen, Verbindungen auszusetzen, geschieht das nicht aus Vorsicht allein, sondern auf Basis konkreter Risikoanalysen. Der zivile Luftverkehr reagiert oft früher als die Politik – und signalisiert damit, wie ernst die Lage bereits eingeschätzt wird.

• Märkte reagieren sensibel auf jede neue Eskalation. Ölpreise schwanken, Investoren ziehen Kapital ab, Lieferketten geraten unter Druck. Die Region ist ein neuralgischer Punkt der globalen Energieversorgung – jede militärische Zuspitzung hat unmittelbare Auswirkungen weit über den Nahen Osten hinaus.

• Internationale Spannungen nehmen zu. Verbündete werden nervös, Gegner wachsam, neutrale Staaten vorsichtiger. Die diplomatische Temperatur steigt – nicht explosionsartig, sondern stetig.

Und im Hintergrund verschiebt sich das Kräfteverhältnis.

Denn während die USA versuchen, ihre Position durch militärischen Druck zu sichern, beobachten andere Akteure – insbesondere China und Russland – sehr genau, wie sich Washington verhält. Für sie ist dieser Konflikt mehr als ein regionales Ereignis: Er ist ein Testfall für die strategische Belastbarkeit der Vereinigten Staaten.

Wie weit geht Washington wirklich?
Wie konsequent ist seine Abschreckung?
Und vor allem: Wie hoch ist die innenpolitische Schmerzgrenze?

Ein weiterer Krieg im Nahen Osten ist deshalb nicht nur ein militärisches Risiko. Er ist ein strategisches Geschenk an Amerikas Rivalen. Denn jeder Schritt in Richtung Eskalation bindet amerikanische Ressourcen, schwächt die wirtschaftliche Stabilität und untergräbt die außenpolitische Glaubwürdigkeit. Gleichzeitig eröffnet er anderen Mächten Spielräume: diplomatisch, wirtschaftlich und militärisch.

Während die USA versuchen, ihre Dominanz zu behaupten, nutzen andere die Gelegenheit, alternative Machtstrukturen zu festigen – leise, aber konsequent. So wird aus einem regionalen Konflikt ein globaler Hebel. Darin liegt die eigentliche Tragweite dieser Entwicklung.

Der Mythos der kontrollierten Eskalation

Ein zentrales Element von Trumps Strategie scheint die Annahme zu sein, dass Eskalation kontrollierbar ist. Dass man Druck aufbauen kann, ohne die Situation tatsächlich außer Kontrolle geraten zu lassen. Dass militärische Drohungen als Werkzeug funktionieren – präzise dosiert, jederzeit reversibel. Diese Annahme hat sich historisch immer wieder als gefährlich erwiesen. Konflikte dieser Größenordnung entwickeln eine eigene Dynamik. Sie folgen nicht mehr ausschließlich politischen Entscheidungen, sondern einer Logik der Eskalationsspirale. Missverständnisse, Fehlkalkulationen, unbeabsichtigte Zwischenfälle – ein falsch interpretierter Militärschlag, ein technischer Fehler, eine überreagierende lokale Einheit – all das kann eine Kettenreaktion auslösen, die sich der Kontrolle der politischen Führung entzieht.

Gerade im Nahen Osten, wo zahlreiche Akteure mit eigenen Interessen, Milizen und Einflusszonen agieren, ist diese Gefahr besonders hoch. Hier reicht oft ein einzelnes Ereignis, um eine regionale Eskalation in Brand zu setzen. Trumps Dilemma ist:

Er versucht, maximale Abschreckung zu erzeugen, ohne den Punkt zu überschreiten, an dem Abschreckung in offene Konfrontation umschlägt. Doch dieser Grat ist schmal – und wird mit jeder neuen Drohung schmaler. Denn jede Eskalation erzeugt Erwartungsdruck. Wer droht, muss irgendwann liefern – oder verliert an Glaubwürdigkeit. Und genau deshalb wirken die aktuellen Entwicklungen so widersprüchlich: Trump scheint gleichzeitig zu eskalieren – und Angst vor den Konsequenzen dieser Eskalation zu haben. Er erhöht den Einsatz – und sucht gleichzeitig nach dem Notausgang. Das Ergebnis ist keine kontrollierte Eskalation, sondern eine unkontrollierbare Spannungslage, in der jeder nächste Schritt riskanter wird als der vorherige.

Innenpolitisch: Ein Spiel mit dem Feuer

Mit Blick auf die Midterm-Wahlen im November wird diese außenpolitische Unsicherheit zu einem innenpolitischen Risiko. Donald Trump hat seine politische Identität lange auf zwei zentrale Säulen aufgebaut:

  1. Stärke nach außen
  2. Fokus auf innenpolitische Interessen

Beide Narrative waren entscheidend für seinen politischen Erfolg. Sie vermittelten das Bild eines Präsidenten, der Amerika schützt, ohne sich in kostspielige und langwierige Auslandskonflikte zu verstricken.

Ein neuer, unklar geführter Konflikt untergräbt genau diese Erzählung. Denn:

• Ein Krieg, der nicht klar gewonnen wird, wirkt schwach. Gerade Trump hat sich stets als kompromissloser „Deal-Maker“ inszeniert. Ein Konflikt, der sich hinzieht, widersprüchlich geführt wird oder in Verhandlungen endet, ohne klare Ergebnisse zu liefern, passt nicht zu diesem Image.

• Ein Konflikt, der Ressourcen bindet, widerspricht der „America First“-Rhetorik. Militärische Einsätze kosten Geld, Aufmerksamkeit und politische Energie – alles Ressourcen, die im Inland fehlen. Für viele Wähler stellt sich dann die Frage: Warum engagiert sich die Regierung im Nahen Osten, während im eigenen Land Probleme ungelöst bleiben?

Die Wähler reagieren sensibel auf solche Widersprüche – besonders dann, wenn sie sich direkt auf wirtschaftliche Stabilität, Energiepreise oder die allgemeine Sicherheitslage auswirken. Steigende Kosten, Unsicherheit und das Gefühl, in einen weiteren unklaren Konflikt hineingezogen zu werden, können schnell zu politischer Unzufriedenheit führen.

Hier liegt die eigentliche Gefahr für Trump:

Nicht die Eskalation selbst – sondern die Wahrnehmung von Kontrollverlust. Denn politische Führung basiert nicht nur auf Entscheidungen, sondern auf dem Eindruck, die Lage im Griff zu haben. Sobald dieser Eindruck bröckelt, verändert sich die Dynamik. Ein Präsident, der als unberechenbar oder getrieben wahrgenommen wird, verliert das Vertrauen der Mitte – und genau diese Wähler entscheiden oft über Mehrheiten. So wird aus einem außenpolitischen Konflikt ein innenpolitischer Belastungstest. Und dieser Test kommt für Trump zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Good cop, bad cop – oder: politische Schizophrenie

Man könnte fast Mitleid haben, wäre die Lage nicht so ernst. Trump droht. Trump verhandelt. Trump eskaliert. Trump deeskaliert. Alles gleichzeitig. Das wirkt weniger wie eine ausgeklügelte Strategie – und mehr wie politische Schizophrenie im Echtzeitmodus.

Für Verbündete ist das schwer einzuordnen.
Für Gegner ist es eine Einladung, Zeit zu gewinnen.
Für die eigene Bevölkerung ist es ein Zeichen von Unsicherheit.

Die multipolare Realität klopft an

Ein besonders brisanter Aspekt ist die langfristige geopolitische Dimension.

Die Welt bewegt sich seit Jahren in Richtung Multipolarität. Die Zeit einer unangefochtenen amerikanischen Dominanz ist längst ins Wanken geraten – ökonomisch, politisch und militärisch. Neue Machtzentren entstehen nicht über Nacht, sondern schrittweise. Und genau solche Konflikte beschleunigen diesen Prozess. Der Iran-Konflikt könnte dabei zu einem Katalysator werden.

Denn:

• Jeder weitere militärische Konflikt schwächt die USA ökonomisch und politisch. Kriege kosten nicht nur Geld – sie kosten Aufmerksamkeit, strategische Flexibilität und internationale Glaubwürdigkeit. Ressourcen, die in einen Konflikt fließen, fehlen an anderer Stelle: im Wettbewerb mit aufstrebenden Mächten, in der technologischen Entwicklung, in der Stabilisierung des eigenen Systems.

• Gleichzeitig stärkt er gegenspielende Machtzentren. Staaten wie China und Russland profitieren von jeder Situation, in der die USA gebunden, beschäftigt oder international isoliert sind. Sie müssen nicht einmal direkt eingreifen – es reicht, abzuwarten, zu beobachten und gezielt Einflussräume auszubauen.

Was hier entsteht, ist nicht nur ein regionaler Krieg. Es ist ein Testfall für die globale Ordnung des 21. Jahrhunderts. Denn wenn die USA ihre Macht nicht mehr effektiv und widerspruchsfrei einsetzen können, wenn ihre Drohungen an Glaubwürdigkeit verlieren und ihre Konflikte keine klaren Ergebnisse mehr bringen, dann entsteht Raum für Alternativen. Neue Allianzen, neue Handelsstrukturen, neue Machtachsen. Oder zugespitzt formuliert:

Donald Trump könnte gerade dabei sein, unfreiwillig das Ende der amerikanischen Hegemonie einzuleiten – nicht durch eine große Niederlage, sondern durch eine Serie strategischer Überdehnungen.


Das eigentliche Eigentor

Und damit sind wir beim Kern des Problems.
Trump wollte Stärke demonstrieren. Er wollte abschrecken, dominieren, kontrollieren. Er wollte zeigen, dass die USA unter seiner Führung wieder handlungsfähig, entschlossen und unberechenbar stark sind.

Stattdessen hat er:

• einen Konflikt eskaliert, den er nicht mehr vollständig steuern kann. Die Dynamik hat sich verselbstständigt, die Zahl der Akteure ist gewachsen, die Risiken sind kaum noch kalkulierbar. Was als Druckmittel gedacht war, ist zu einem offenen Prozess geworden, dessen Ausgang ungewiss ist.

• sich in die strategische Logik eines anderen Staates hineinziehen lassen. Statt eine eigenständige amerikanische Linie zu verfolgen, folgt die Politik zunehmend einer Eskalationsstrategie, die vor allem den sicherheitspolitischen und hegemonialen Interessen Israels entspricht. Das reduziert den Handlungsspielraum Washingtons und erhöht gleichzeitig die Abhängigkeit von Entscheidungen, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen.

• widersprüchliche Signale gesendet, die seine eigene Position schwächen. Drohungen, die nicht umgesetzt werden, verlieren an Wirkung. Verhandlungsangebote, die gleichzeitig mit Ultimaten ausgesprochen werden, wirken unglaubwürdig. Das Ergebnis ist ein Verlust an strategischer Klarheit – und damit an Einfluss.

Hinzu kommt ein weiterer, oft unterschätzter Faktor: Erwartungsmanagement. Wer maximalen Druck ankündigt, setzt sich selbst unter Zugzwang. Bleibt die angekündigte Konsequenz aus, wird aus Stärke schnell Schwäche. Das ist kein taktischer Fehler mehr. Das ist ein klassisches Eigentor. Denn Trump hat nicht nur seinen Gegner unterschätzt – er hat die Dynamik des Spiels selbst falsch eingeschätzt. Diese Fehleinschätzung könnte ihn am Ende mehr kosten als jede einzelne außenpolitische Entscheidung für sich genommen.

Fazit: Panik hinter der Fassade

Am Ende bleibt ein Bild, das sich immer klarer abzeichnet:

Ein Präsident, der versucht, Kontrolle zu demonstrieren – während ihm die Situation entgleitet. Ein Machtpolitiker, der gleichzeitig droht und verhandelt – und damit beides entwertet. Ein Stratege, der sich in einem Spiel wiederfindet, dessen Regeln nicht mehr von ihm bestimmt werden. Deshalb wirkt das, was wir derzeit beobachten, nicht wie Stärke, sondern wie etwas ganz anderes:

Donald Trump geht der Arsch auf Grundeis.


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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
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Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
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Zwischenbilanz Regierungsarbeit Merz – Volksnähe ist etwas anderes

Von Uwe Froschauer

Diese Regierung ist noch nicht lange im Amt – und dennoch zeichnet sich bereits ein klares Muster ab: Friedrich Merz regiert nicht für die breite Bevölkerung, sondern für wirtschaftlich gut Situierte, geopolitische Gefolgschaft und betreibt eine Politik der Härte nach unten.

Innenpolitik

Die innenpolitische Realität offenbart eine deutliche Schieflage: Die Regierung setzt ihre Schwerpunkte nicht dort, wo der gesellschaftliche Druck am größten ist.

Aufrüstung statt sozialer Ausgleich

Während Millionen Menschen unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden, setzt Merz andere Prioritäten: mehr Militär, mehr geopolitische Konfrontation – und gleichzeitig Druck auf den Sozialstaat. Die Richtung ist klar: Wer unten ist, soll sparen. Wer oben ist, wird entlastet.

Das ist kein Zufall, sondern entspricht dem wirtschaftsliberalen Kurs, für den Merz seit Jahrzehnten steht. Schon lange fordert er Entlastungen für Unternehmen und höhere Leistungsanreize für Kapital – verbunden mit der Forderung, Sozialausgaben zu begrenzen, zu „überprüfen“ oder effizienter zu gestalten.

Hinter diesen hochtrabenden Begriffen verbirgt sich politisch nichts anderes als eine klare Verschiebung: weniger staatliche Umverteilung, mehr Eigenverantwortung – und damit faktisch Druck auf soziale Sicherungssysteme. Ob bei der Diskussion um das Bürgergeld, bei Rentenfragen oder bei Sozialtransfers insgesamt – der Tenor ist derselbe: Der Sozialstaat gilt nicht als Schutz, sondern als Kostenfaktor.

In der Praxis bedeutet das: Während Entlastungen für Unternehmen und Besserverdienende als notwendig für Wachstum dargestellt werden, geraten soziale Leistungen zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Hier zeigt sich die politische Schieflage – und sie ist kein Betriebsunfall, sondern Programm.

Diese politische Schieflage zeigt sich jedoch nicht nur in der Sozialpolitik – sie wird besonders deutlich in der sicherheitspolitischen Ausrichtung der Regierung.

Statt auf Deeskalation und diplomatische Lösungen zu setzen, treibt Friedrich Merz eine Politik der Aufrüstung voran. Der Begriff der „Kriegstüchtigkeit“ macht wieder die Runde, die Verteidigungsausgaben steigen, und die Rüstungsindustrie erlebt einen neuen politischen Stellenwert. Milliarden fließen in militärische Strukturen – während gleichzeitig im sozialen Bereich gespart oder zumindest gebremst wird.

Das wirft eine grundlegende Frage auf: Ist diese Entwicklung sicherheitspolitisch alternativlos – wie es aus Regierungskreisen oft dargestellt wird – oder das Ergebnis einseitiger politischer Entscheidungen? Nichts ist alternativlos, Frau Merkel und Herr Merz!

Ich werfe Friedrich Merz vor, dass er zu stark auf militärische Stärke setzt und gleichzeitig diplomatische Optionen zu wenig ausschöpft. Insbesondere der fehlende ernsthafte Versuch, wieder in einen direkten politischen Dialog mit Russland einzutreten, ist ein zentrales Versäumnis, und zeigt in meinen Augen, dass Merz – ebenso wie seine bellizistischen Kollegen Keir Starmer, Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen – an einer Beendigung des Krieges nicht ernsthaft interessiert ist. Die genannten, eliteinstruierten Politmarionetten gefährden in einem hohen Maße die Sicherheit Europas bei gleichzeitiger Füllung der Kassen der Rüstungsindustrie.

Die Folgen dieser Politik sind nicht nur sicherheitspolitischer Natur. Der anhaltende Konflikt wirkt sich auch massiv auf die wirtschaftliche Lage aus – insbesondere über die Energiepreise. Die hohen Kosten für Energie belasten Industrie und Verbraucher gleichermaßen und schwächen den Standort Deutschland spürbar.

Statt aktiv auf Entspannung hinzuwirken, forciert die Regierung diese Entwicklung – mit weitreichenden Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Kombination aus geopolitischer Konfrontation, steigenden Militärausgaben und wirtschaftlichem Druck verstärkt die Belastungen, unter denen große Teile der Bevölkerung bereits leiden.

Diese Politik setzt auf Eskalation, wo Deeskalation möglich wäre – und setzt damit nicht nur die wirtschaftliche Stabilität, sondern auch die sicherheitspolitische Lage des Landes zusätzlich unter Druck.

Entbürokratisierung? Keine Spur!

Erinnern Sie sich noch an die Bierdeckelgeschichte von Friedrich Merz, werte Leserinnen und Leser? Sie stammt aus einer Zeit, in der Friedrich Merz als stellvertretender Fraktionsvorsitzender und maßgeblicher finanzpolitischer Kopf der CDU/CSU-Opposition auftrat. 2003 sagte Merz:

„Die Steuererklärung muss auf einen Bierdeckel passen.“

Bürger sollten ihre Steuer sehr einfach, etwa auf einem Bierdeckel berechnen können. Gemeint war damit ein radikal vereinfachtes Steuersystem mit wenigen Stufen – und vor allem: deutlich weniger Bürokratie in Deutschland.

Die Realität ist heute weit davon entfernt.
Die Zahlen sind eindeutig – und sie sind ein politisches Armutszeugnis. Nach Angaben des Normenkontrollrats belaufen sich allein die messbaren Bürokratiekosten für Unternehmen auf rund 17 Milliarden Euro jährlich. Studien gehen insgesamt sogar von Belastungen in der Größenordnung von über 60 Milliarden Euro aus.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen nennt Bürokratie inzwischen als eines der größten Geschäftsrisiken. Zeit, Geld und Personal fließen nicht in Innovation oder Wachstum, sondern in Formulare, Nachweise und Verwaltungsvorschriften. Während andere Länder Genehmigungen beschleunigen und Verfahren digitalisieren, bleibt Deutschland bei langsamen Prozessen und komplexen Zuständigkeiten zurück.

Das ist keine Randnotiz – das ist ein strukturelles Problem, das die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit direkt trifft.

Diese Entwicklung steht im völligen Widerspruch zu dem, was Friedrich Merz einst versprochen hat. Weniger Bürokratie, mehr Klarheit, mehr Einfachheit – der berühmte „Bierdeckel“ war das Symbol dafür. Und Merz, der einst die Vereinfachung versprach, steht heute für mehr Komplexität, mehr Regulierung und mehr Stillstand. Das deutsche Steuerrecht ist weiterhin komplex – und von der versprochenen radikalen Vereinfachung fehlt jede Spur.

Der „Bierdeckel“ ist damit nicht nur ein gebrochenes Versprechen – er ist zum Symbol einer Politik geworden, die Probleme erkennt, aber nicht löst. Er steht heute vor allem für eines: große Worte und kleine Ergebnisse.

Sondervermögen – Schulden mit neuem Etikett

Besonders deutlich wird die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei den sogenannten „Sondervermögen“. Was politisch als cleveres Instrument verkauft wird, ist in Wahrheit Schuldenpolitik mit neuem Etikett. Die Schuldenbremse wird formal eingehalten, praktisch aber unterlaufen, weil Ausgaben aus dem Kernhaushalt verschoben werden können und so im regulären Etat Spielräume entstehen, die dann für ganz andere Zwecke genutzt werden. Davor warnte kürzlich das ifo-Institut ausdrücklich: Wenn bereits geplante Investitionen im Kernhaushalt gekürzt und in schuldenfinanzierte Sonderhaushalte verlagert werden, ist das nach den Worten von ifo-Präsident Clemens Fuest nichts anderes als Zweckentfremdung.

Die neuesten Zahlen sind brisant. Nach Reuters unter Berufung auf aktuelle Berechnungen des ifo-Instituts stieg die Verschuldung über das Infrastruktur-Sondervermögen 2025 um 24,3 Milliarden Euro, während die tatsächlichen Investitionen des Bundes gegenüber 2024 nur um 1,3 Milliarden Euro zunahmen. Das ergibt eine Lücke von rund 23 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden, die eben nicht in zusätzliche Investitionen geflossen sind. Reuters berichtet weiter, das ifo-Institut veranschlage die Zweckentfremdung auf 95 Prozent der eingesetzten Mittel. Fuest formulierte es unmissverständlich: Die Regierung habe die schuldenfinanzierten Mittel „nahezu vollständig“ für andere Zwecke genutzt, also zum Stopfen von Haushaltslöchern.

Mit dieser Kritik steht das ifo-Institut nicht allein. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kam bereits zuvor zu dem Ergebnis, dass 86 Prozent der Mittel 2025 zweckentfremdet worden seien. Das IW beschreibt mehrere konkrete Fälle, in denen Ausgaben aus dem Kernhaushalt abgesenkt und anschließend über das Sondervermögen ersetzt wurden — etwa bei Schiene, Brücken, Breitbandausbau und Klimaposten. Der Effekt ist politisch bequem, aber wirtschaftlich irreführend: Es sieht nach Investitionsoffensive aus, während in Wahrheit Haushaltsluft geschaffen wird. IW-Haushaltsexperte Tobias Hentze sprach in diesem Zusammenhang von einem Verlust an Glaubwürdigkeit und warf der Regierung vor, statt neuer Infrastruktur mit dem Sondervermögen faktisch andere Haushaltslasten zu entlasten.

Aus dem ifo-Institut kam bereits in der Analyse des Bundeshaushalts 2025 eine ähnliche Warnung. Dort heißt es, zentrale Infrastrukturprojekte seien im Kernhaushalt gekürzt und ins Sondervermögen ausgelagert worden. Die formale „Zusätzlichkeit“ könne so zwar auf dem Papier erfüllt werden, tatsächlich würden aber reguläre Haushaltsmittel ersetzt. Zudem verweist die ifo-Analyse darauf, dass im schwarz-roten Entwurf Sozial- und Verteidigungsausgaben deutlich an Gewicht gewinnen, während die kreditfinanzierten Ausgaben insgesamt steigen. Konkret bedeutet das: Der Staat gibt mehr Geld aus, als er einnimmt. Für steigende Sozialausgaben und massive Investitionen ins Militär reicht das vorhandene Budget nicht aus – also wird die Differenz über neue Schulden finanziert. Das passt ins Bild einer Regierung, die lieber neue Schulden macht, um ihre Probleme zu verstecken, statt offen zuzugeben, dass ihr das Geld an den entscheidenden Stellen fehlt.
Das Problem fehlender Gelder wäre in meinen Augen relativ einfach lösbar: den Kontakt zu Russland wieder suchen, und die Abhängigkeit von den USA reduzieren. Die schwachsinnigen, überzogenen Rüstungsausgaben würden sich reduzieren, und ständen vermehrt für soziale Zwecke zur Verfügung. Mit der vorhandenen Personalqualität in der Regierung scheint dies aber nicht machbar zu sein.

Selbst in der wirtschaftswissenschaftlichen Beratung des Bundesfinanzministeriums (BMF) ist die Problemlage benannt worden. Der Wissenschaftliche Beirat beim BMF kritisierte laut der ifo-Analyse, Sondervermögen seien zwar formal mit der Schuldenbremse vereinbar, unterliefen aber deren Logik, weil sie Umschichtungen aus dem Kernhaushalt ermöglichten. Darin liegt der Kern des Problems: Was die Regierung als Zukunftsinvestition verkauft, wird politisch zu einem Verschiebebahnhof.

Für die Zwischenbilanz der Regierungsarbeit von Friedrich Merz ist das verheerend. Der eigentliche Skandal ist nicht nur die neue Verschuldung, sondern die politische Täuschung dahinter: Der Öffentlichkeit wird Aufbruch versprochen, tatsächlich werden alte Löcher mit neuem Geld zugeschüttet. Statt eine marode Infrastruktur konsequent zu modernisieren und das Land zukunftsfähig zu machen, bedient sich die Große Koalition eines Schattenhaushalts, um Luft im regulären Etat zu schaffen. Das ist keine Investitionspolitik mit klarem Kompass, sondern Umbuchungskosmetik auf Pump. Und Friedrich Merz trägt dafür politische Verantwortung — nicht nur, weil er diese Linie mitträgt, sondern weil sie das genaue Gegenteil dessen ist, was als wirtschaftliche Vernunft vor der Bundestagswahl verkauft wurde.

Wirtschaftspolitik: Viel angekündigt, wenig geliefert

Auch wirtschaftspolitisch fällt die Bilanz ernüchternd aus. Die Hoffnung, dass unter Friedrich Merz wirtschaftliche Kompetenz und Stabilität zurückkehren würden, hat sich bislang nicht erfüllt – im Gegenteil.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Bereits 2024 wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet, und auch 2025 setzte sich dieser Trend fort. Experten sprechen von der stärksten Insolvenzwelle seit Jahren. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen, das Baugewerbe sowie weite Teile des Mittelstands. Für viele Unternehmen werden hohe Energiekosten, steigende Zinsen und bürokratische Belastungen zunehmend zur Existenzfrage.

Parallel dazu zeigt sich ein weiterer, langfristig noch gefährlicherer Trend: Unternehmen ziehen sich zurück. Investitionen werden verschoben, Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert oder gar nicht erst in Deutschland aufgebaut. Prominente Beispiele wie BASF haben angekündigt, ihre Aktivitäten verstärkt ins Ausland zu verlagern – unter anderem wegen dauerhaft hoher Energiepreise und ungünstiger Standortbedingungen. Auch viele andere Industrieunternehmen prüfen oder vollziehen ähnliche Schritte.

Gleichzeitig bleibt Deutschland für internationale Investoren zunehmend unattraktiv. Hohe Energiekosten, komplexe Regulierung und langwierige Genehmigungsverfahren gelten als zentrale Standortnachteile. Während andere Länder gezielt um Investitionen werben und Verfahren beschleunigen, verliert Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit.

Besonders deutlich wird die Entwicklung in der Automobilindustrie – lange das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Der politisch forcierte Strukturwandel hin zur Elektromobilität, kombiniert mit regulatorischem Druck und strategischen Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre, setzt die Branche massiv unter Druck. Die Unsicherheit wächst, Investitionen werden vorsichtiger, und zentrale Wertschöpfungsketten geraten ins Wanken.

Das Gesamtbild ist eindeutig: Die wirtschaftliche Dynamik lässt nach, Investitionen bleiben hinter den Erwartungen zurück, und die Verunsicherung in der Wirtschaft wächst. Gerade vor diesem Hintergrund wiegt es schwer, dass die erhoffte wirtschaftspolitische Wende ausbleibt.

Friedrich Merz, der angetreten ist, wirtschaftliche Vernunft und Stabilität zu verkörpern, bleibt diesen Anspruch bislang schuldig. Statt klarer Impulse entsteht der Eindruck einer Politik, die zentrale Probleme erkennt – aber nicht entschlossen genug handelt, um sie zu lösen.

Migration: Große Ankündigungen, kleine Wirkung

Auch in der Migrationspolitik zeigt sich das gleiche Muster: große Ankündigungen, begrenzte Umsetzung. Verschärfungen wurden versprochen, eine „Wende“ in Aussicht gestellt – doch in der Realität bleibt vieles Stückwerk. Verfahren dauern weiterhin zu lange, Rückführungen scheitern häufig an rechtlichen, organisatorischen oder politischen Hürden, und selbst beschlossene Maßnahmen werden nur zögerlich umgesetzt.

Ein Blick auf die Zahlen macht die Schieflage deutlich: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland rund 168.000 Asylanträge gestellt – deutlich weniger als in den Vorjahren, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig gelingt es nur begrenzt, abgelehnte Asylbewerber tatsächlich zurückzuführen. Zwar wurden über 22.000 Menschen abgeschoben, doch ein großer Teil der Rückführungen scheitert – Schätzungen zufolge rund 60 Prozent der Versuche.

Hinzu kommt: Hunderttausende Menschen gelten weiterhin als ausreisepflichtig, viele von ihnen mit Duldung. Gleichzeitig steigen die Belastungen für Städte und Gemeinden spürbar. Kommunen berichten von wachsenden Kosten für Unterbringung, Integration und Verwaltung sowie von strukturellen Engpässen bei Wohnraum, Kitas und Schulen. Die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und praktischer Umsetzung wird damit immer offensichtlicher.

Die Probleme sind längst Realität – nur eine klare Linie der Regierung fehlt weiterhin.

Dabei ist Migration kein isoliertes Thema. Sie ist eng mit außenpolitischen Entwicklungen verknüpft – mit Konflikten, Instabilität und geopolitischen Entscheidungen. Umso schwerer wiegt es, dass die Regierung weder innenpolitisch konsequent handelt noch außenpolitisch eine Strategie erkennen lässt.

Außenpolitik

Die außenpolitische Linie dieser Regierung fügt sich nahtlos in das Gesamtbild ein: klare Positionierungen, aber wenig erkennbare strategische Eigenständigkeit.

Gefolgschaft statt Souveränität

Auch außenpolitisch zeigt sich ein klares Muster: Merz setzt auf enge Anbindung an die USA – in meinen Augen Vasallentum und offene politische Gefolgschaft.
Ob Ukraine-Krieg oder Nahostkonflikt: Die Bundesregierung positioniert sich schnell und eindeutig auf Seiten westlicher Bündnispartner – während diplomatische Initiativen oder eigenständige europäische Strategien kaum sichtbar sind. Eine aktive Rolle als Vermittler oder Impulsgeber für Deeskalation ist nicht erkennbar.

Diese Politik hat einen Preis: Hunderttausende vermeidbare Tote sowie hohe Energiepreise, wirtschaftliche Unsicherheit und zunehmender Druck auf die Industrie! Der Wegfall günstiger Energiequellen, geopolitische Spannungen und die zunehmende Entkopplung von wichtigen Märkten wirken sich direkt auf Produktionskosten und Wettbewerbsfähigkeit aus.

Für viele Unternehmen bedeutet das konkret: steigende Kosten, sinkende Planungssicherheit und wachsende Investitionsrisiken. Energieintensive Industrien geraten besonders unter Druck, während gleichzeitig Alternativen oft fehlen oder nur mit erheblichem finanziellen Aufwand erschlossen werden können.

Die deutsche Wirtschaft gerät so zunehmend zwischen geopolitische Fronten – und die Regierung liefert darauf bislang keine überzeugende strategische Antwort. Statt einer eigenständigen, ausgewogenen Außenpolitik entsteht eine Linie, die sich primär an den Interessen und Vorgaben der imperialistischen und bellizistischen USA orientiert.

Doppelte Maßstäbe in der Außenpolitik

Besonders deutlich wird die außenpolitische Schieflage in der Frage der Maßstäbe. Während der russische Angriff auf die Ukraine zu Recht als völkerrechtswidrig verurteilt wird, zeigt sich in anderen Konflikten eine auffällige Einseitigkeit – und damit eine Doppelmoral, die immer schwerer zu übersehen ist.

So hat sich die Bundesregierung, und mit ihr Friedrich Merz, im Gaza-Konflikt klar und ohne erkennbare Distanz an die Seite Israels gestellt. Merz betonte wiederholt, Deutschland stehe „fest an der Seite Israels“. Gleichzeitig geraten Berichte über massive zivile Opfer – mehr als 20.000 getötete Kinder –, zerstörte Infrastruktur und mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht politisch in den Hintergrund oder werden relativiert. Wer Völkerrecht ernst nimmt, kann es nicht selektiv anwenden. Entweder gelten humanitäre Maßstäbe universell – oder sie verlieren ihre Glaubwürdigkeit.

Ebenso deutlich wird diese Widersprüchlichkeit im Umgang mit militärischen Spannungen im Iran. Im Zusammenhang mit Aktionen gegen den Iran wurde von der Regierung Verständnis für militärisches Vorgehen signalisiert, statt klar auf Deeskalation und diplomatische Lösungen zu drängen. Besonders irritierend ist dabei die politische Tonlage: Während gegenüber Russland scharfe moralische Urteile gefällt werden, werden militärische Maßnahmen westlicher Verbündeter deutlich zurückhaltender bewertet oder sogar als notwendig dargestellt. Diese unterschiedliche Bewertung vergleichbarer Situationen wirkt nicht wie Prinzipientreue – sondern wie politische Zweckorientierung.

Die Folge ist ein massiver Glaubwürdigkeitsverlust. Von wegen „wertegeleitete Außenpolitik“, wie die ebenfalls kriegstreiberische Ex-Bundesaußenministerin Annalena Baerbock ihre verfehlte, bellizistische Außenpolitik zu betiteln pflegte. Eine Außenpolitik, die sich auf Werte beruft, diese aber nicht konsequent anwendet, untergräbt ihre eigene Grundlage. Sie wirkt nicht moralisch klar – sondern politisch selektiv.

Friedrich Merz, der für sich in Anspruch nimmt, außenpolitische Klarheit und Führung zu zeigen, ist vorzuwerfen, dass diese Klarheit nur in eine Richtung gilt. Wo es politisch passt, wird scharf verurteilt. Wo es geopolitisch opportun erscheint, wird relativiert.

Das ist keine wertegeleitete Außenpolitik – das ist eine Politik mit doppeltem Maß.

Deutschland als Zielscheibe?

Mit der Rolle Deutschlands als militärischer und logistischer Knotenpunkt wächst auch das Risiko, selbst stärker zur Zielscheibe internationaler Konflikte zu werden. Standorte wie Ramstein sind dabei längst mehr als bloße Infrastruktur – sie sind zentrale Elemente militärischer Netzwerke der USA und der NATO und spielen eine Schlüsselrolle bei Kommunikation, Logistik und operativer Koordination.

Es ist seit Jahren bekannt, dass über Ramstein unter anderem militärische Datenströme laufen und Einsätze technisch unterstützt werden. Deutschland ist damit nicht nur Beobachter, sondern Teil einer militärischen Architektur, die weltweit in Konflikte eingebunden ist. Im Kontext aktueller Spannungen im Nahen Osten ist darauf hinzuweisen, dass solche Strukturen für die militärische Handlungsfähigkeit westlicher Staaten von zentraler Bedeutung sind.

Und hier liegt die sicherheitspolitische Brisanz: Wer Teil dieser Infrastruktur ist, wird im Ernstfall auch als Teil eines Konflikts wahrgenommen. Damit steigt zwangsläufig das Risiko, selbst in den Fokus möglicher Gegenmaßnahmen zu geraten.

Hinzu kommt, dass diese Rolle politisch gewollt und über Jahre hinweg gefestigt wurde. Die enge Einbindung Deutschlands in militärische Strukturen der USA und der NATO ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – auch unter früheren Bundesregierungen, etwa unter Olaf Scholz, der diese Kooperation nicht nur fortgeführt, sondern in Teilen auch weiter gefestigt hat.

Hier stellt sich die entscheidende Frage: Muss Deutschland diese Rolle in der aktuellen geopolitischen Lage weiterhin in diesem Umfang erfüllen?

Statt diese Frage offen zu diskutieren, hält die politische Führung – und mit ihr Friedrich Merz – an dieser Linie fest. Eine kritische Neubewertung der Risiken ist nicht erkennbar. Im Gegenteil: Die Bereitschaft, Deutschland weiterhin als Teil dieser militärischen Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, bleibt bestehen.

Das ist sicherheitspolitisch hochriskant. Denn im Fall einer weiteren Eskalation internationaler Konflikte könnten solche Standorte ins Visier geraten – mit potenziell gravierenden Folgen für die Bevölkerung.

Eine verantwortungsvolle Politik müsste hier zumindest prüfen, ob eine stärkere Distanzierung oder Begrenzung notwendig ist. Stattdessen ist erkennbar, dass geopolitische Bündnistreue über die sicherheitspolitischen Interessen des eigenen Landes gestellt wird.

Damit wächst nicht nur die außenpolitische Abhängigkeit – sondern auch das Risiko, dass Deutschland in Konflikte hineingezogen wird, die es selbst nicht entschieden hat, und deren Auswirkungen es nicht kontrollieren kann.

Fazit: Eine Politik gegen die eigene Bevölkerung

Friedrich Merz steht für eine Politik, die klare Prioritäten setzt – aber die falschen.

• Aufrüstung statt sozialer Ausgleich
• wirtschaftliche Interessen Weniger statt gesellschaftlicher Zusammenhalt
• außenpolitische Gefolgschaft statt strategische Eigenständigkeit

Der berühmte Bierdeckel sollte einst zeigen, wie einfach Politik sein kann.
Heute zeigt er vor allem, wie einfach politische Versprechen gebrochen werden.

Dass es – zumindest außenpolitisch – auch anders geht, zeigen andere europäische Länder wie zum Beispiel Ungarn, die Slowakei oder Spanien. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat in den vergangenen Monaten wiederholt deutlich gemacht, dass nationale Interessen und gesellschaftliche Stabilität nicht automatisch hinter militärischen oder geopolitischen Erwartungen zurückstehen müssen. Er hat sich gegen eine übermäßige Aufrüstung positioniert und betont, dass sein Land nicht jede Form internationaler Eskalation politisch oder praktisch unterstützen wird.

Diese Haltung ist nicht frei von Risiken – aber sie zeigt eines: politische Eigenständigkeit und die Bereitschaft, auch gegenüber engen Partnern eigene Grenzen zu setzen.

Daran fehlt es der deutschen Politik unter Friedrich Merz. Statt eigenständiger Entscheidungen entsteht der Eindruck einer Linie, die sich stark an äußeren Vorgaben orientiert und dabei die eigenen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen aus dem Blick verliert.

Ein Bundeskanzler sollte in erster Linie dem eigenen Land verpflichtet sein. Wer diesen Anspruch ernst nimmt, muss auch den Mut haben, sich zu positionieren – nicht nur im Einklang mit Partnern, sondern insbesondere im Interesse der eigenen Bevölkerung.

Daran muss sich Friedrich Merz messen lassen. Die Zwischenbilanz ist miserabel.

Dass Personen wie Friedrich Merz dennoch zum Kanzler gewählt werden, hat vielfältige Gründe. Ein gleichgesinnter, von mir sehr geschätzter Autor, der Satiriker Werner Roth, ließ mir diesbezüglich folgenden Internetfund zukommen, der Einiges verrät über die momentanen gesellschaftlichen und intellektuellen Verhältnisse Deutschlands:

„Insgesamt betrachtet zeigt die Kanzlerschaft dieses Herrn Merz aber, auf welch intellektuell unterirdischem Niveau sich sowohl die herrschenden als auch die beherrschten Klassen in Deutschland befinden.“

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Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen.
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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Aber die Pfingstrosen werden blühen

21. März 2026

von Maria Schneider

Pfingstrosen bohren sich durch den harten Boden. Foto: Maria Schneider

Es ist ein seltsam schwerer Tag. So als wüßte der sonnenstrahlende Himmel schon, dass nachmittags dunkle Wolken kommen werden. Zwei ganze Stunden brauche ich diesen Morgen – samt drei Espresso, einer pfeffrigen Brezel, der Buchung eines Friseurtermins, einem Anruf bei einer Freundin und einem einstündigen Spaziergang durch Weinberge und Vogelgezwitscher – bevor ich mich wieder als der fröhliche Mensch fühle, der ich doch eigentlich bin. Viel Aufwand, um mich von der immer engeren Ideologiezwinge um meinen Kopf, dem allgegenwärtigen Mediengeschnatter und dem Gefühl, mich durch einen dichten Sumpf quälend langsam nach vorne zu bewegen, zu befreien.

Wahrlich, ich fühle, wie die Hölle von allen Seiten unser Leben durchdringt, von oben herab- und von herunten aufsteigt. Goldene Sterne lasse ich durch mich rieseln, atme tief und befehle dem Bösen, Abstand zu halten. Ab-staaand, mit einer starken Betonung auf -staaand. So spricht meine 70-jährige ukrainische Bekannte das Wort aus, wenn ich mit ihr in ihrem uralten Mercedes fahre, der ihrer Aussage nach über eine Tonne wiegen soll. „Ab-staaaaand“ ruft sie immer erzürnter, wenn ihr jemand von hinten zu sehr auf die Pelle rückt. Wütend faucht sie in den Rückspiegel und zeigt wahlweise „Ab-staaaand“ zwischen Daumen und Zeigefinger, einen Vogel oder gleich den Stinkefinger. Begleitet werden die Gesten von Schimpfkanonaden wie: „Dumme Kuh! Was für ein klein Auto! Auto hat vorne nix. Ist tot bei Unfall!!! Es gibt Gesetz für Ab-staaaand! Du dumme Kuh!!“ Das ist erfrischend im Vergleich zu all dem aalglatten Geschwätz, das man ansonsten von leergesichtigen Promis, Politikern und salbadernden Talkfrauen vorgesetzt bekommt, die unliebsamen Gästen mit sanfter Stimme ein Gespinst aus freundlichen Fragen weben und sie sodann langsam mit kaltem Lächeln darin ersticken.

Ich will noch nicht nach Hause, wo viele Pflichten warten – der ständige Kampf nach Aufträgen, die eisernen Bandagen der Konkurrenz, das langsame Ausbluten der Industrie und meines Marktes. Stagnation. Niedergang. Schweigen zwischen mir und Menschen, mit denen mich vor Corona oder der Massenmigration noch herzliche Freundschaft verbunden hatte. Täuschung. Alles Täuschung gewesen.

Also gehe ich zum Einkaufszentrum, das schon lange von Migranten vor und hinter den Theken übernommen wurde. Dort bestelle ich bei den Kurden, die zur jetzigen Lage kein Blatt vor den Mund nehmen, mein Lieblingsgericht: Frisch gebratenes Huhn mit Reis, Gemüse und dünner Bratensoße. Was will man mehr für 8,50 €? Die Kurdin ist um die 45 Jahre alt und spricht perfekt deutsch. Sie arbeitet dort jeden Tag 10 Stunden. Ihre Schwester hat aufgepumpte Lippen und ein gestrafftes Gesicht, das sich noch stärker vor Wut aufplustert, wenn schwarz verschleierte Damen kommen und um noch mehr Essen für noch weniger Geld betteln, weil sie angeblich so arm wären. Nichts da! Die Kurden kennen ihre Pappenheimer. Bei ihnen beißen die angeblichen Bettlerinnen auf Granit. Das Einzige, was sie kostenfrei erhalten, ist ein Vortrag darüber, dass man erst etwa leisten muß, um sich dann etwas leisten zu können.

Ich knabbere mein Huhn, schlotze den Reis und beobachte das Treiben. Endlose Kolonnen von alten, verarmten Deutschen, deren Kleidung zerschlissen und abgetragen ist. Familien mit Kindern sind ausnahmslos orientalisch. Sie schieben übervolle Einkaufwagen mit Coca-Cola, Fanta und sonstigem ungesundem Essen vor ich her. Die Frauen tragen bodenlange Gewänder, Kopftuch und statt Gesichtsschleier FFP2-Masken. Die Männer wirken wie Soldaten auf Urlaub.

Es ist inzwischen 13:30 Uhr und erst jetzt sehe ich mich in der Lage, mich der Akquise, der Steuer und den tagtäglichen Schikanen zu widmen. Zuerst aber noch ein Espresso beim Italiener gleich nebenan. Während Corona war er eine Bastion des Widerstands und vergaß regelmäßig die Frage nach Impfausweis, Impfstatus oder sonstigen Nachweisen zur Existenzrechtfertigung, die sich der neofeudalistische Adel zur Unterjochung freier Menschen ausgedacht hatte.

Doch da passiert es. Irgendwie, irgendwo, ist mir zwischen dem Zahlen meines Gerichts und dem Hantieren mit Jacke, Rucksack und Fahrradhelm mein Geldbeutel abhandengekommen. Ich gehe von Geschäft zu Geschäft und frage, ob er abgegeben wurde. Nichts. Nach einem unerfreulichen Dialog mit einer schlichten Dame am Infostand, deren allumfassende Gleichgültigkeit sich bereits als schwarzer Klotz neben ihr manifestiert hat, gebe ich auf.

Ich setzte mich zum Italiener und bestelle mir mit meinem Notvorrat Bargeld, den ich stets in verschiedenen Taschen bei mir führe, einen Espresso und rufe die Polizei an. Nein, ich solle nicht persönlich kommen, sondern online meine Anzeige schalten. Es wäre heute sehr viel los. Ach so. Ich hatte schon vergessen, dass meine Steuern für die ganze Welt verwendet werden, während ich immer mehr selbst verrichten muss und mir so meine Lebenskraft für Nichtigkeiten abgesogen wird.

Sodann sperre ich meine Karten und denke schon mit Schrecken daran, dass ich – ebenfalls online – meinen Personalausweis, Führerschein und sonstige Karten werde neu bestellen müssen. Vorbei die Zeiten, wo man einfach in Ämter hineinmarschieren und sich einen neuen Ausweis holen konnte. Bei uns im Dorf kann man nur an einem Tag in der Woche ohne Termin erscheinen. Der Rest wird kafkaesk über Onlinetermine geregelt und eine Audienz wird ausschließlich unter Angabe der Terminnummer gestattet. War da nicht mal was, dass ich die unfreundliche Beamtin, die wie eine Königin hinter dem Schreibtisch thront, als StaatsDIENERIN mit MEINEN Steuern bezahle?

Ich schlürfe meinen Espresso und begebe mich mit einem schweren Seufzer zu meinem Fahrrad. Inzwischen ist die Sonne weg. Der Himmel hat sich zugezogen und es tröpfelt. Was für ein Tag! Und er ist noch nicht einmal vorbei! Zu Hause angekommen, betrachte ich den Vorgarten, den ich gegen den unnachgiebigen Widerstand und unter den Argusaugen eines verbitterten Miteigentümers „für umme“ pflege. Die gesamte Nachbarschaft erfreut sich an den Blumen – ausgenommen dieser Miteigentümer, der jedem, wo er nur kann, das Leben zur Hölle macht. Ich begrüße jede Blume und inspiziere den Boden auf Neuankömmlinge. Die Erde ist lehmig und ausgetrocknet. Dennoch blühen schon die Narzissen und Maiglöckchen. Die Rosen haben ausgeschlagen und die Pfingstrosen bohren sich unbeirrt durch die steinharte Decke nach oben. Es gibt Hoffnung. Denn die Pfingstrosen werden wieder blühen – und sei der Boden auch noch so hart.

***

Maria Schneider. www.aufderlichtung.ch. 21.03.2026

Dieser Beitrag erschien zuerst auf www.aufderlichtung.ch. Hier der Link:
https://aufderlichtung.ch/2026/03/21/aber-die-pfingstrosen-werden-bluehen/

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zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; eher Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (eher Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen.
Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Diese EU v.d. Leyens wird immer übergriffiger

21. März 2026, von Albrecht Künstle

– Nun stört sie sich sogar am Nahverkehr in Deutschland

– Die EU will Hochgeschwindigkeit zu Lasten des Nahverkehrs

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Donnerstag den ermäßigten Preis für den Personennahverkehr auf der Schiene gekippt. Das „oberste europäische Gericht“ hat sich erdreistet, die „Trassenpreisbremse“ für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Deutschland für „nicht rechtens“ zu erklären. Diese Machtergreifung der EU und des EuGH auf immer mehr unserer ureigenen Regelungskompetenzen kann man nur noch als übergriffig bezeichnen. Die EU ist einst angetreten, den freien Verkehr von Waren, Arbeit und Kapital zwischen den Mitgliedsländern zu garantieren. Nun aber mischt sich diese EU in fast alles ein, was ureigene Sache der Nationalstaaten ist. So auch, was Pendler und Andere mit welchem Verkehrsmittel von einem Ort zum anderen benutzen und dafür zahlen müssen.

Was hat es mit „Trassen“ auf sich? Landläufig sind damit alternative Verkehrswege gemeint. Jeder kann für sich entscheiden ob er diese oder jene Autobahntrasse oder eine Bundesstraße nimmt, um sein Ziel zu erreichen. Auch bei Schienenwegen geht es nicht um die Frage, ob eine neue Eisenbahntrasse westlich oder östlich des Rheins verlaufen soll. „Trassen“ im Jargon des Schienenverkehrsexperten sind Zeitfenster auf dem gleichen Schienenweg, die Eisenbahnunternehmen zustehen und genutzt werden können. Oder auch nicht, weil das Nutzungsrecht einem anderen Bahnunternehmen zusteht.

Geregelt sind die Nutzungsbedingungen in der Eisenbahninfrastruktur-Benutzungsverordnung https://www.buzer.de/gesetz/3102/index.htm, die fast eine gleichlautende Kopie einer EU-Richtlinie ist. Hauptziel dieses Paragraphendschungels ist es, den grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehr zu regeln. „Vorfahrt“ bei der Trassenvergabe hat der grenzüberschreitende taktgebundene Personenfernverkehr, dann der grenzüberschreitende Güterfernverkehr, dann der taktgebundene nationale Personenfernverkehr. Der Güterverkehr und der unregelmäßig verkehrende Regional- und Personennahverkehr stehen hintan.

Die Trassennutzungspreise richten sich insbesondere nach der max. Streckengeschwindigkeit des Schienenwegs. Nicht danach, wie schnell darauf tatsächlich gefahren wird. Finanziert der Bund eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, haben die von den Bundesländern zu bestellenden Nahverkehrszüge das Nachsehen. Der Nahverkehr steht nicht nur hinter den Hochgeschwindigkeitszügen zurück. Der Nahverkehr muss darüber hinaus für die Nutzung mehr zahlen, obwohl er gegenüber den ICEs den Kürzeren zieht. Unsere Rheintalbahn z.B. ist übrigens eine der europäischen TEN-Projekte. Auf unserer in Planung befindlichen Oberrheinstrecke zwischen Offenburg und Freiburg lassen sich nach der Fertigstellung der 250 km/h-Rennstrecke durch fünf Städte und Gemeinden nur drei Nahverkehrszüge pro Stunde unterbringen. Und das, obwohl die gesamten Gleise herausgerissen werden soll und sechs Jahre lang wegen totalem Neubau stillgelegt würden.

Anscheinend wollte auch das Land Baden-Württemberg einen Nachteilsausgleich, um die höheren Trassenpreise nicht an die Nahverkehrskunden durchreichen zu müssen. Die Länder wollten Sicherheit für die bis zu 15 Jahren reichenden Verkehrsverträge haben. Für die Nahverkehrszüge wurde eine Preisbremse auf 1,8 Prozent Steigerung pro Jahr vorgesehen. Das schien nun dem Brüsseler EU-Moloch aufgestoßen zu sein und der EuGH wurde beauftragt, den „Fahrpreisrabatt“ für Nahverkehrskunden zu kippen.

Zum Hintergrund: Anders als in den meisten anderen EU-Ländern müssen die in Deutschland verkehrenden Bahnunternehmen die gesamten Kosten für den Betrieb des Schienennetzes tragen. Die Vollkostentragung verteuert selbstverständlich die Ticketpreise für Bahnkunden. In den meisten Nachbarländern gilt das Grenzkostenprinzip: Bahnunternehmen müssen nur für die Kosten aufkommen, die unmittelbar für den Betrieb anfallen. Also nur die variablen Kosten fallen an, nicht die Fixkosten.

Der Bundesverband SchienenNahverkehr forderte nun den Bund auf, die Finanzierungslücke zu schließen. Das ist aber so, wie einem nackten Mann in die Tasche zu greifen. Anstatt dass die EU die tatsächliche Wettbewerbsverzerrung angeht, geht sie nun gegen die Pendler und andere Nahverkehrsnutzer auf der Schiene vor, die jetzt mehr zahlen sollen. Die Badische Zeitung titelte deshalb, „Wird der Regionalverkehr jetzt teurer?“ Wäre es nicht besser, diese Brüsseler EU in die Wüste zu schicken, als sie weiterhin wüste Entscheidungen treffen zu lassen?

Der Autor war 15 Jahre lang als „Chefrechner“ der Bürgerinitiativen in der IG Bohr zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Rheintalbahn aktiv. Er erstellte Fahrzeitberechnungen zur Streckenleitungsfähigkeit und zur schaltechnischen Wirkung verschiedener Schallschutzmaßnahmen auf die Schallausbreitung für die Anlieger.

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst erschienen bei https://ansage.org/

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zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen.
Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

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Artikelserie: Die großen Lügen (Teil 4) Corona III – Fragmentierte und falsche Zahlen in der Corona-Zeit

Von Uwe Froschauer

Es ging niemals um das Virus oder um Gesundheit. Corona war lediglich ein trojanisches Pferd, das der Durchsetzung politischer Interessen der Eliten mithilfe der Regierungen dieser Welt diente, die unter anderem durch Abgänger des „Young Global Leaders-Programms“ (nach 2003) beziehungsweise seinem Vorgänger „Global Leaders for Tomorrow“ (ab 1993) des Weltwirtschaftsforums auf diese groß angelegte Inszenierung vorbereitet wurden. Prominente Namen dieser WEF-Programme sind unter anderem Angela Merkel, Emmanuel Macron, Justin Trudeau, Jens Spahn, Annalena Baerbock, Cem Özdemir und Sandra Maischberger. Die globalistischen und technokratischen Strippenzieher warteten lediglich auf den richtigen Moment. Der „Great Reset“ war seit vielen Jahren geplant, um die Welt in eine totalitäre Richtung zu lenken. Diese neue Richtung wird für weniger als ein Promille der Gesellschaft eine positive sein. Für die restlichen 999 Promille wird sie definitiv mit einer massiven Verschlechterung der Lebensbedingungen einhergehen. So meinte der Begründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, 2017 in einem Video, dass 99 Prozent der Menschen im Jahr 2030 nichts mehr haben würden, aber glücklich sein werden. Ein eigenartiger Glücks-Begriff von einem äußerst wohlhabenden Mann, finden Sie nicht?

Es ist eine durch und durch verlogene, menschenverachtende Welt, in der sich die Eliten und ihre politischen, medialen und wissenschaftlichen Prostituierten bewegen. Die Macht- und Besitzeliten haben ein Imperium der Lügen aufgebaut, das den Menschen schon am Anfang ihres Lebens als Wahrheit und Normalität eingeflößt wird. Sechsjährige Jungs werden gefragt, ob sie nicht lieber ein Mädchen wären, noch jüngere werden ermuntert mit ihrem Geschlechtsteil zu spielen, Drag Queens in Kitas, werbende Bundeswehrsoldaten in Schulen – all diese Geschmacklosigkeiten dienen der Indoktrination der Gehirne der jungen Menschen mit dem verseuchten Gedankengut der Eliten und ihrer Handlanger.

Wie gelingt es nun, Menschen Lüge als Wahrheit zu verkaufen, und Wahrheit als Lüge zu diffamieren. Beliebte Techniken sind unter anderem „Fragmentierung von Zahlen“, Angstverbreitung“ und „Wiederholung“. Diese drei Manipulationstechniken verstärken sich gegenseitig. Mithilfe von falschen oder aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen, die ständig wiederholt wurden, sind Menschen in Coronazeiten – und in anderen meist inszenierten Krisen – in Angst und Schrecken vor dem bösen – in Wirklichkeit relativ harmlosen – Virus versetzt worden. In diesem Artikel soll insbesondere auf die Lügen der Corona-Erzähler mittels gefakter Zahlen eingegangen werden.

Fragmentierte und falsche Zahlen

Dass die Corona-Pandemie eine Corona-Plandemie war, sollte durch die Veröffentlichung und Entschwärzung der RKI-Files auch dem leidenschaftlichsten Coronamaßnahmen-Befürworter klar geworden sein – was aber leider immer noch nicht der Fall ist. Es ist fraglos schwer für viele Menschen, zuzugeben, sich auf dem falschen Dampfer befunden zu haben. Mit welchen „Tricks“ Menschen auf den falschen Dampfer geführt wurden, soll nachfolgend mit ein paar Beispielen belegt werden.

Intensivbettenbelegung in Coronazeiten in Deutschland

Politiker und ihre medialen und wissenschaftlichen Handlanger leiteten aus der „Auslastung der Intensivbettenkapazität“ in Coronazeiten eine Pandemie ab. Ihre „verlässlichen“ Daten für ihren diesbezüglichen Informationsbedarf erhielten sie vom DIVI-Intensivregister, das täglich die freien und belegten Behandlungskapazitäten in der Intensivmedizin von ca. 1300 Akut-Krankenhäusern aufzeichnete. Jedes dieser gut 1300 Krankenhäuser erfasste im sogenannten Tagesbericht Zahlen zu folgenden Sachverhalten in einer sehr einfach gestalteten, übersichtlichen Eingabemaske:

Freie Betten 
Belegte Betten 
Covid-Patienten 
Covid-Patienten beatmet 
Verstorben 
Abgang 

Wenn unser Beispielkrankenhaus wie unten abgebildet belegt ist,

 Quelle: Die Pandemie der Rohdaten von Marcel Barz        

 https://www.youtube.com/watch?v=A_OA4LD3Mks, gefunden am 21.11.2021

wird der Bericht wie folgt ausgefüllt:

Freie Betten2
Belegte Betten6
Covid-Patienten2
Covid-Patienten beatmet1
Verstorben0
Abgang1

Ein Abgang liegt vor, wenn gestern beispielsweise noch 7 Betten belegt waren, und heute zum Messzeitpunkt (i.d.R. 12.00 Uhr) ein weiteres Bett frei ist, weil beispielsweise der Patient das Krankenhaus verlassen hat, oder aus der Intensivstation verlegt wurde.
Verstorben ist in unserem Beispielkrankenhaus Gott sei Dank keiner.

Sie müssen sich vergegenwärtigen, wie die relative Kennzahl „Auslastung der Intensivbettenkapazität“, die als ein wesentlicher Indikator für die Gefährlichkeit des Coronavirus und damit als Rechtfertigung für die ungerechtfertigten sowie unverhältnismäßigen Coronamaßnahmen galt, berechnet wurde. In unserem Beispiel sind die Intensivbetten zu 75% belegt

((6 :8) x 100).

Wenn ein Bett abgebaut werden würde, wäre die Auslastung der Intensivbetten 85,7%

((6 : 7)  x  100).

Die Auslastung hat sich jedoch nur deswegen von 75 auf 85,7 Prozent erhöht, weil ein Intensivbett abgebaut wurde, und nicht, weil sich die Anzahl der Intensivpatienten bzw. Covidpatienten erhöht hat! Genau dieser Umstand ist sowohl 2020 als auch 2021 eingetreten. Uns wurde vorgegaukelt, dass sich die Anzahl der Intensivpatienten erhöht hätte: Eine glatte Lüge! Es lagen nicht mehr Menschen auf den Intensivstationen wie gewöhnlich, lediglich die Anzahl der Intensivbetten hat sich verringert, was rechnerisch zu einer Erhöhung der Auslastungsquote führte, die somit kein Indikator für eine Pandemie oder die Gefährlichkeit eines Virus war. Die relative Kennzahl „Auslastung der Intensivbetten“ sagte nichts, aber auch gar nichts über eine mögliche Pandemie aus!
Die Beantwortung der Frage, warum sich die Anzahl der Intensivbetten in dieser angeblich so gefährlichen Zeit verringerte, ist ein Kapitel für sich. Sie können es sich vermutlich denken: Weil das Narrativ der Gefährlichkeit des Coronavirus – sowie die damit verbundenen, unverhältnismäßigen, gesundheitsschädlichen, freiheitsraubenden und existenzvernichtenden Maßnahmen – aufrechterhalten werden sollten.

Sehen wir uns doch mal anhand von Grafiken des DIVI-Registers an, wie viele Betten im Verlauf der Pandemie belegt waren:

Quelle https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen, gefunden am 6.2.2022

Wie Sie sehr gut aus der Grafik ersehen können, pendelt die Anzahl belegter Betten (untere, dunklere Schicht) um den Wert 19.000/20.000 – ist also konstant. Wenn die Coronapandemie tatsächlich gewütet hätte – wie behauptet – und jeder Pandemietag so viele Todesopfer wie ein Flugzeugabsturz gefordert hätte, wie unser fantasievoller Herr Söder zur Dramatisierung der Lage aus unberufenem Munde verlauten ließ, müsste bei den belegten Betten z.B. ab Oktober 2020 eine Erhöhung in der Grafik zu sehen sein. Und, sehen Sie eine Erhöhung? Nein? Na, dann konnte man wohl kaum anhand der absoluten Anzahl belegter Intensivbetten (richtiger Indikator!!!) von einer Pandemie sprechen.

Allerdings wurde die Anzahl der Intensivbetten insgesamt (mittlere, etwas hellere Schicht in obiger Grafik) seit Beginn der „Pandemie“ von gut 30.000 Betten auf ca. 22.000 Betten im Beobachtungszeitraum reduziert, wodurch natürlich die Anzahl freier Betten erheblich sank, und die Auslastung der Kapazitäten (falscher Indikator für eine Pandemie!!!) nach oben schnellte. Die Anzahl der freien Betten ist logischerweise gesunken, wenn man die Anzahl der Intensivbetten bei konstanter absoluter Belegung abbaut.

Merken Sie was? Die Zahlen zur Begründung der Coronamaßnahmen wurden uns bewusst falsch präsentiert, um die Verhältnismäßigkeit der grundrechtseinschränkenden Maßnahmen zu begründen. Rechtsbeugung, Verfassungsbruch, Demokratieabbau, Unverhältnismäßigkeit, Straftatbestand sind Begriffe, die mir hierzu spontan einfallen.

Hier nochmals der angeblich befürchtete „Kollaps des Gesundheitssystems“ durch eine Überbelegung der Intensivbetten in konkreten Zahlen, der die Regierung zu den unverhältnismäßigen, sinnbefreiten Maßnahmen „berechtigte“:

Belegte Betten:

31.07.20: 20120

31.08.20: 19284

30.09.20: 20202

31.10.20: 19559

30.11.20: 19878

31.12.20: 20010

31.01.21: 20055

28.02.21: 19606

31.03.21: 20690

30.04.21: 21265

31.05.21: 19133

29.06.21: 19542

31.07.21: 18722

31.08.21: 18893

30.09.21: 19369

31.10.21: 18817 (davon 1978 wegen Covid 19)

30.11.21: 19831 (davon 4622 wegen Covid 19)

31.12.21: 18618 (davon 3806 wegen Covid 19)

06.02.22: 18417 (davon 2301 wegen Covid 19) 

Quelle: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen, gefunden am 6.2.2022

Sie sehen, wir wurden mit dem falschen Indikator „Auslastung der Intensivbettenkapazität“ sauber verarscht – entschuldigen Sie den Ausdruck! Es ist „verständlich“, dass sich die feigen Entscheider damaliger Zeiten nicht einem Corona-Untersuchungsausschuss stellen wollen: Ihnen ist ihre bewusste, politisch motivierte Entscheidung, die absolut nichts mit dem Schutz der Bevölkerung vor dem „bösen“ Virus zu tun hatte, eindeutig nachzuweisen – auch ohne die im Frühjahr 2024 erzwungene Offenlegung der RKI-Files!

Zusammenhang zwischen Impfquote und Sterblichkeit dementiert durch einen „Faktenchecker“

Faktenchecker sind in meinen Augen bezahlte Institutionen, die Narrative mit vorgefertigten Ergebnissen argumentativ unterstützen, und damit Wahrheitsverdreher.

Auf Anfrage eines Journalisten teilte das Bundesgesundheitsamt am 13. Mai 2021 mit, dass bereits über 57.000 Covid-Fälle von ein- oder zweifach Geimpften gemeldet wurden mit einer Sterberate von 4,7 Prozent (= 2707 Tote). Zum Vergleich: Laut WHO (Stanford-Studie vom Oktober 2020) liegt die Sterberate bei Covid-19-Erkrankung Ungeimpfter bei durchschnittlich 0,15 Prozent. Die Sterberate von Geimpften wäre bei einer Erkrankung also gut 30-mal höher als die von Ungeimpften.

Hier die Stellungnahme des Faktencheckers – sein Eingangstext:

In einem Beitrag auf Facebook wird vor angeblich dramatischen Schäden der Corona-Impfung gewarnt: „Die Sterberate von an Corona erkrankten Menschen, die geimpft wurden, liegt bei 4,7 Prozent. Bei erkrankten Ungeimpften dagegen nur bei 0,15 Prozent. Das heißt, dass das Risiko, an Corona zu sterben, für Geimpfte um mehr als 30 Prozent höher ist als für Ungeimpfte“, heißt es auf einem Foto“ (https://www.rnd.de/gesundheit/faktencheck-warum-man-sterberaten-von-covid-geimpften-und-kranken-nicht-einfach-so-vergleichen-kann-2GMXYHZJANELTIGQVF7GU2ADTI.html, gefunden am 12.12.21).

Und hier das Foto:

kickout / ungeimpft on Twitter: „#ImpfenRettetLeben …
https://twitter.com › kickout55711802 › status


Merken Sie was? Der Faktenchecker ersetzt 30-mal durch 30 Prozent. Nun, so arbeiten die „Fakten“-checker. Besser wäre der Begriff „Faktenverdreher“ oder „Wahrheitsvernichter“ wie man an diesem Beispiel gut erkennen kann. Wer des Rechnens mächtig ist – und das sind anscheinend nur noch sehr wenige Faktenchecker und Journalisten der Mainstreammedien – weiß, dass „30-mal höher“ 3.000 Prozent bedeutet, und nicht 30 Prozent ((4,7 / 0,15) x 100 = 3.133%).

Wie „klein“ muss man sein, mit derart schäbigen Mitteln, mit solchen Bauerntricks zu arbeiten?

Berechnungen der Nebenwirkungsrate bezüglich Menstruationsstörungen Im „Covid-Labor“ Israel

Wenn bestimmte Informationen besonders herausgestellt, Aussagen durch nicht bestätigte Daten verstärkt, Informationen einfach weggelassen werden, oder Berechnungen bewusst falsch durchgeführt werden, grenzt der Beeinflusser die Meinungsbildung des Beeinflussten zu seinen Gunsten beziehungsweise zu Gunsten seines Auftraggebers ein.

Im „Covid-Labor“ Israel beispielsweise wurden zur Berechnung der Nebenwirkungsrate bezüglich Menstruationsstörungen Männer miteinbezogen, und schwuppdiwupp hat sich die Rate halbiert! Hahaha, Männer und Menstruation…glauben Sie veröffentlichten Zahlen nicht einfach, sondern sehen Sie sich an, wie sie berechnet wurden.

Mehr und mehr erfährt die Öffentlichkeit, wie sie hinters Licht geführt wurde. Die meisten Mainstreammedien verschweigen selbstverständlich solche Informationen. Man beißt schließlich nicht die Hand, die einen füttert, nicht wahr?

In einem Interview mit Epoch Times äußerte Professor Retsef Levi aus Israel über die Covid-Impfung:

„Das israelische Gesundheitsministerium verschweigt der israelischen Öffentlichkeit aktiv wichtige Informationen über Nebenwirkungen. Warum ist das wichtig? In allen Zulassungsphasen der FDA verlässt sich Pfizer auf Daten aus Israel.“

Zahlen über Impfnebenwirkungen vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und dem Robert-Koch-Institut (RKI)

Ein besonders schönes Negativbeispiel für unkorrekte Berichterstattung lieferten das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Robert-Koch-Institut (RKI), deren Aufgabe u.a. die Aufklärung der Bevölkerung über Impfstoffe, Impfnebenwirkungen, Infektionszahlen usw. ist.

Martin Sichert, Mitglied des Deutschen Bundestages hat Mitte Mai 2022 Dienstaufsichtsbeschwerde beim Bundesgesundheitsministerium gegen Professor Wieler und Professor Cichutek, den Vorsitzenden des Robert-Koch- und des Paul-Ehrlich-Instituts eingereicht.

Er meinte:

„RKI und PEI müssen gemäß gesetzlichem Auftrag regelmäßig Daten von den Impfzentren und von den Kassenärztlichen Vereinigungen einholen. Daten über Nebenwirkungen, die die Ärzte melden, aber eben auch die Daten über die Impfungen. Das dient dazu, um die Sicherheit und die Wirksamkeit der Impfstoffe einzuschätzen. So hat es auch der Gesetzgeber in seiner Begründung aufgeführt. Seit über einem Jahr kommen sie dieser Pflicht nicht nach.“

Die Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigungen über Impfnebenwirkungen sind und waren erheblich höher als die Zahlen des PEI.
Anfang Mai 2022 strich das RKI die negative Impfeffektivität aus dem Wochenbericht! Warum tat es das wohl? Weil in den Wochen zuvor die Impfeffektivität stark abnahm und zuletzt bei Kindern und auch bei den Erwachsenen eine negative Impfeffektivität berechnet wurde. Wer von den Unterstützern des Regierungsnarrativs möchte schon gerne zugeben, dass diese Impfungen nichts bringen, sondern – im Gegenteil – meist nur schaden?
Die Verschleierungsversuche haben den Manipulatoren jedoch wenig genutzt, da die Wahrheit langsam, aber sicher ans Licht kam, und selbst einige „Herdentiere“ aufwachten.

Wer die Erklärung des RKI, zukünftig auf die Veröffentlichung im gewohnten Format verzichten zu wollen, nachlesen möchte, fand diese (heute nicht mehr) auf Seite 24 des Wochenberichts durch den Link https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2022-05-05.pdf?__blob=publicationFile, gefunden am 28.10.2022.

Wenn Sie heute, 2026, den Link in einen Browser eingeben, erscheint folgender Hinweis:

Diese Seite gibt es nicht.

Sie haben eine Internetseite des Robert Koch-Instituts gewählt, die leider nicht oder nicht mehr existiert. Am besten Sie besuchen unsere Startseite (klicken Sie dazu einfach rechts oben auf das RKI-Logo) und folgen dem gewünschten Pfad – über die horizontale Hauptnavigation, die A-Z-Module oder das Inhaltsverzeichnis am Fuß der Seite.
Sollten Ihnen darüber hinaus fehlerhafte Links auffallen, wären wir für einen Hinweis an das Postfach 
Webmaster dankbar.

So ziemlich alle die Corona-Entscheider kompromittierenden Internetseiten wurden gelöscht. Moderne Bücherverbrennung.

Im Internet war in einem Beitrag vom 12. September 2022 Folgendes zu lesen:

„Neuer Bericht: Bundesinstitut verheimlicht immer mehr brisante Daten zu Impfnebenwirkungen“

Der neue Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts zu den Corona-Impfstoffen ist an Intransparenz kaum zu überbieten. Erneut verschweigt er Daten zu schwerwiegenden Verdachtsfällen bei Kindern. Und schlimmer noch: Künftig will es nur die Daten zu Booster-Impfungen beleuchten.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) soll die Sicherheit von Impfstoffen überwachen. Doch bezüglich der weiterhin nur bedingt zugelassenen, aber millionenfach verabreichten COVID-19-Vakzine übt sich die Unterbehörde des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zunehmend in Geheimhaltung. In seinem am Donnerstag veröffentlichten neuen Sicherheitsbericht fehlen erneut wichtige Daten: Schwere Verdachtsfälle versteckt das PEI in Promille-Angaben, für Kinder gibt es weder diese noch Todesfälle gesondert an. Mehr noch: Es will künftig nur noch zu den empfohlenen Boostern berichten. Die Begründung des Instituts ist jedoch nicht haltbar.

Rasante Zunahme schwerer Verdachtsfälle?

Brisant sind bereits die wenigen Daten, die das PEI großteils im Fließtext des Berichts versteckt. Demnach erreichten das Institut bis Ende Juni 2022 insgesamt fast 324.000 Meldungen über Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen. Damit kamen von April bis Juni rund 27.000 weitere hinzu. Verabreicht wurden demnach bis dahin insgesamt 182,7 Millionen Impfdosen – zehn Millionen mehr als bis Ende März. Laut Robert Koch-Institut (RKI) waren Ende Juni rund 64,7 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft.

Außerdem wuchs die Zahl der angezeigten Todesfälle nach einer Corona-Impfung auf 3.023 an – 213 mehr, als das PEI bis Ende März publiziert hatte. Geheimhaltung praktiziert es derweil mit den Meldungen von Verdachtsfällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen und Impfschäden. Allerdings scheint es gerade hier einen rasanten Anstieg gegeben zu haben….“

Wenn man den gesamten Beitrag lesen wollte, klickte man den Link https://pressefreiheit.rtde.live/inland/148423-neuer-bericht-bundesinstitut-verheimlicht-immer/ an. Ich fand den Beitrag am 2.10.2022. Wenn Sie heute den Link in den Browser eingeben, erscheint auf Google Chrome die Meldung

„Die Website ist nicht erreichbar“

und auf Mozilla Firefox

„Seite wurde nicht gefunden“.

Zum Thema Corona wurde unzählige Male unvollständiges oder auch falsches Datenmaterial publiziert, insbesondere von den Regierungs-Narrativunterstützern, aber ab und dann auch von der „kritischen“ – meist aufgebauten – Gegenseite mit leicht abweichenden, das Narrativ jedoch nicht infrage stellenden Versionen, um Meinungspluralismus zu heucheln.

Regierungen und andere Institutionen beauftragen oftmals PR-Agenturen mit der Entwicklung von Konzepten, um die Masse in eine bestimmte Richtung zu lenken. Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) soll 2020 die durch die Brutkastenlüge (Auslöser des ersten Irakkriegs) bekannt gewordene PR-Agentur Hill & Knowlton Strategies damit beauftragt haben, eine Influencer-Kampagne zu planen.

Die mittlerweile nachgewiesene Brutkastenlüge, mit deren Hilfe die Öffentlichkeit mit gezielter Desinformation auf den ersten Irak-Krieg 1990 eingestimmt wurde, ging aus einem beim US-Justizministerium eingereichten Dokument hervor.

Seit dem 1. Mai 2020 soll diese Agentur das „WHO Messaging“ unterstützt haben. Dabei sollten „Makro-Influencer“, „Mikro-Influencer“ und „Versteckte Helden“ die Öffentlichkeit beeinflussen.

In meinen Augen ist diese Agentur in hohem Maße kriminell, ebenso wie die Verwender deren entwickelter Konzepte! Hätten wir eine funktionierende, dem Guten verpflichtete Welt, gäbe es solche PR-Agenturen und deren Auftraggeber nicht, welche die Massen manipulieren und Böses im Schilde führen. Zurzeit scheint der Teufel die besseren Karten zu haben.

Was kann man tun, um auf die Verdrehung oder Verfälschung von Daten nicht hereinzufallen?

Zum Abschluss dieses Beitrags möchte ich Ihnen noch ein paar grundsätzliche Regeln im Umgang mit Medien-Informationen näherbringen.
Man lässt sich von Medien-Verdrehungen weniger täuschen, wenn man sich eine Haltung der aktiven Skepsis aneignet – nicht Zynismus, sondern prüfende Distanz.

Erstens: Quelle vor Gefühl. Je stärker eine Meldung empört, ängstigt oder bestätigt, was man ohnehin glaubt, desto wahrscheinlicher ist Manipulation. Emotion ist das Transportmittel für Verzerrung. Ein kurzer Stopp („Warum triggert mich das?“) wirkt oft besser als jede Faktenprüfung.

Zweitens: Original vor Interpretation. Wenn möglich, zurück zur Primärquelle: Studie, Rede, Statistik, Wortlaut. Viele Verdrehungen entstehen erst in der Übersetzung – durch Auslassung, Zuspitzung oder Kontextverlust.

Drittens: Vergleich statt Vertrauen. Ein einzelnes Medium kann irren, zuspitzen oder Interessen verfolgen. Mehrere, politisch unterschiedlich verortete Quellen nebeneinander gelesen, entlarven Verzerrungen erstaunlich schnell.

Viertens: Zahlen sind nie unschuldig. Wer misst? Was genau? In welchem Zeitraum? Prozent ohne Basis, Kurven ohne Achsen, Durchschnitt ohne Streuung – all das sind rhetorische Werkzeuge, keine neutralen Fakten.

Fünftens: Ungewissheit aushalten. Der Wunsch nach klaren Schuldigen und einfachen Erklärungen macht manipulierbar. Denken Sie an die Lüge der „Pandemie der Ungeimpften“! Wer akzeptiert, dass vieles komplex, widersprüchlich oder offen ist, wird schwerer verführt.

Kurz gesagt: Man sollte selbst recherchieren sowohl in Mainstreammedien als auch in alternativen Medien, selbst denken, sich sein eigenes Urteil bilden und sich überlegen, welche Interessen, welche Ziele hinter Faktenverdrehungen beispielsweise von oben beschriebenen Agenturen oder Faktencheckern stecken, und von wem diese bezahlt werden.

Nicht alles glauben, aber auch nicht alles verwerfen. Medienkompetenz ist weniger eine Technik als eine Charakterfrage: Selbst denken, Geduld, Neugier und die Bereitschaft, sich selbst zu widersprechen – Selbstreflexion.

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Deutschlands Weg in den Sozialismus am Ende

18. März 2026, von Albrecht Künstle

– Der hohe Staatsanteil am Inlandsprodukt ruiniert uns

– China ist mit einem Drittel Staatsquote erfolgreicher

– Meine These: Mehr Wirtschaft wagen, statt mehr Staat

Namhafte Wirtschaftswissenschaftler der Geschichte und Gegenwart vertreten für erfolgreiche Volkswirtschaften den Grundsatz „So wenig Staat wie möglich, so viel wie nötig.“ Wobei das kein statischer Grundsatz ist, sondern der Staatsanteil dürfe je nach der Situation der Wirtschaft auch kurzfristig größer sein – Stichwort „Antizyklische Wirtschafts- und Fiskalpolitik“ nach Keynes. Das Problem dabei: Der Staatsanteil, für dessen angebliche Geringhaltung sich die Regierenden auf die Schulter klopfen, nimmt meistens zu, seltener ab – auch in Zeiten, in denen die Wirtschaft gut läuft und keine staatliche Stimulation bräuchte.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer“: Das war nicht nur das Credo der SED; wohin das die DDR am Ende brachte, ist bekannt. Dieses Credo scheinen sich auch die Grünen, die Linke und die SPD zu eigen gemacht zu haben. Etwa nach dem Motto, ran an den Speck, „nur Reiche können sich einen armen Staat leisten“. Und die CDU/CSU ist auch nicht viel besser. Wie sonst wäre es zu erklären, dass auch unter deren Regierungszeiten die Staatsquote seit der „Wendebei rund 50 Prozent verharrte. In der Nachkriegszeit des Wirtschaftswunders betrug die Staatsquote nur ein Drittel.

Blick hinter die Kulissen

Die Staatsausgaben beinhalten Investitionen, Gehälter der Beamten, Angestellten und Arbeiter, sowie Verwaltungskosten, Zinszahlungen, auch Sozialleistungen und Subventionen. Die Staatsquote gibt also Aufschluss über das Verhältnis zwischen dem Geld, das der Staat zur Erledigung seiner Aufgaben ausgibt, und dem, was die Erwerbstätigen erwirtschaften. Mit anderen Worten misst die Staatsquote den staatlichen Anteil an den wirtschaftlichen Aktivitäten einer Nation. Je höher die Staatsquote, desto mehr „erzeugt“ und verbraucht der Staat, desto weniger ist die Privatwirtschaft involviert. Ist es denn normal, dass sich der Staat die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes BIP unter den Nagel reißt, verwaltet und verteilt?

Mit einer Staatsquote von 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukt habe man bereits einen faktischen Sozialismus, sagte schon Helmut Kohl. Könne das sein, wenn doch eine „sozialdemokratische“ SPD oder gar die Unionsparteien in Berlin und den Ländern das Sagen haben? Die Sozialisten der Grünen und Linken Partei waren nie alleine an der Macht. Dann können wir doch keinen Sozialismus haben? Diese rhetorische Frage lenkt den Blick auf China, das der landläufigen Meinung nach ein kommunistischer Einparteienstaat ist. Steht dieses Land deshalb für Kommunismus? Nein, Namen und Begriffe sind eigentlich nur Schall und Rauch. Schauen wir einmal hinter die Kulissen, warum China trotz seines „Kommunismus“ so erfolgreich ist.

Faktischer 24-Jahres-Plan in Deutschland

Anders als Deutschland, das mit seiner Staatsquote von 49,5 Prozent im europäischen Mittelfeld liegt, beträgt die Staatsquote Chinas nur 33,4 Prozent, und liegt damit weltweit nur auf dem Platz 79. Den Spitzenplatz in Europa nimmt die wirtschaftlich desolate Ukraine ein (66 Prozent), gefolgt von den hochverschuldeten Ländern Frankreich (58,3 Prozent) und Italien (56,7 Prozent) und so fort. An diesen Platzierungen erkennt man schon einen Zusammenhang: je höher die Staatsquote, desto schlechter ist die Bilanz der Länder. Überlässt ein Staat denen mehr Raum, die von Wirtschaft mehr verstehen als er selbst, sind die Volkswirtschaften erfolgreicher. So war es auch mit der Wirtschaftspolitik Ludwig Erhards nach der Devise „Wohlstand für alle“. Womit er die eigene Bevölkerung meinte, nicht ein Deutschland als Sozialamt der Welt.

Zurück zum ebenso erfolgreichen China: Die „kommunistische“ (?) Staatsführung hält sich im Wirtschaftsgeschehen stärker zurück als unsere. Natürlich gibt es dort traditionell Fünfjahrespläne. Warum soll eine Regierung nicht planen dürfen, was sie in einem Zeitraum, der unserer Legislaturperiode entspricht, anstrebt. Unsere Regierenden haben jedoch größere Planungszeiträume im Kopf und machen entsprechende Gesetze. Sogar fünf Fünfjahrespläne in Folge, wie zum Beispiel das sogenannte Klimaneutralitätsgesetz von 2021 für das Jahr 2045 – immerhin nicht für 2145. So beschloss der schon abgewählte Bundestag am 22. März 2025, den Wahnsinn sogar mit dem Artikel 143h ins Grundgesetz aufzunehmen. Da Grundgesetzänderungen nur mit Zweidrittelmehrheit möglich sind, machten die Unionsparteien bei diesem Unfug einfach mit. Künftige, eventuell nichtsozialistische deutsche Regierungen sind nun einer 24-jährigen (!) Planwirtschaft verpflichtet – solange das Planungsziel nicht mit einer anderen Zweidrittelmehrheit revidiert wird.

China tut, was nötig ist!

Um nicht falsch verstanden zu werden. China tut in Sachen Umwelt viel und erfolgreich. Wobei nicht der bei uns vergötterte „Klimaschutz“ im Vordergrund steht; wer schon einmal chinesische Millionen-Metropolen besucht hat, der weiß, dass es mit dem Smog nicht so weitergehen konnte. Kohleheizungen mussten ersetzt werden und der zunehmende Autoverkehr hätte das Leben in Städten unerträglich gemacht. Aber die Devise Chinas ist: Wir machen was im Land nötig ist, und produzieren, was von der Welt gewünscht wird. Das gilt für E-Autos wie für Wärmepumpen. Letztere werden auch in China verkauft und verbaut, aber dreimal so viele ins Ausland verkauft. Woher die Abnehmerländer den Strom für den Betrieb der Wärmepumpen hernehmen, ist China egal.

China erzeugt auch seinen Strom überwiegend regenerativ. Photovoltaik wird nicht nur verkauft, sondern auch im Land selbst eingesetzt. Aber mit nur 150 Einwohner/km² ist dort viel mehr Platz für Großanlagen. Dasselbe gilt für Standorte von Windrädern. Bei uns kollidieren die „Regenerativen“ zunehmend mit der Knappheit an Land, mit unseren 234 Einwohner/km². Und was regenerativ nicht gedeckt werden kann, wird dort mit Kernenergie, Kohlekraftwerken, Gas und Öl ausgeglichen.

Von wegen “irreversibel”

Bei uns dagegen wurden Kraftwerke und Pipelines gesprengt, aktuell werden Kohlegruben unwiederbringlich geflutet. Bei uns wird die Energie zuerst durch staatliche Maßnahmen stark verteuert, um danach durch denselben Staat teuer subventioniert und zeitweise aus dem Ausland zugekauft zu werden. Diese nur noch irre Energiepolitik erhöht die Staatsquote und schädigt über hohe Energiepreise sowohl unsere Wirtschaft, als auch die privaten Haushalte. Merkel hielt diese Politik für „alternativlos“, Merz bezeichnet denselben Wahnsinn nur mit anderen Worten: „irreversibel“. Ja, so heißen sie, uns bescheißen sie! Sie sind nicht besser als die Öko-Sozialisten von Rot und Grün.

Wohin Deutschlands Klimasozialismus führen wird, zeigte sich schon bisher. Seit Jahren stagniert unsere Volkswirtschaft. Wir strangulieren uns nicht nur mit Bürokratie, sondern auch mit unnötig hohen Energiepreisen. Und die mageren Wirtschaftsprognosen werden wohl erneut unterschritten. Die Wähler wollten es so, resümiert der Chef des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest. Albert Einstein soll zum nicht neuen Phänomen von Experimenten gesagt haben: “Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.” Ich sage: Man kann kein prosperierendes Land erwarten, wenn unsere Staatsquote nicht auf ein ökonomisch gesundes Maß zurückgeführt wird. „Mehr Wirtschaft wagen, statt mehr Staat!“.

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/deutschlands-weg-in-den-klimasozialismus/ erschienen.

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Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


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Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 44

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

Die westlichen Gesellschaften sind gespalten wie nie, obwohl, oder weil, auf allen Feldern alles vereinheitlicht wird, Diskriminierung aber sowas von geächtet und verboten ist und es nur eine, von Hass & Hetze und Desinformation und Fake-News porentief gereinigte und geprüfte Wahrheit gibt.

In den Gedankenverwirrungs-Fabriken, gerne auch Think Tanks (deutsch: Denk-Panzer!) genannt, rauchen zwar die Schlote nicht mehr (wg. CO2-Reduktion?), aber die Köpfe umso mehr. Die müssen kurz vorm Schmelzpunkt sein.

Im Krieg der Propaganda gegen die Realität in Sachen Ukraine und ganz besonders Iran steht es momentan mindestens 10:0! Für „uns“! Trump selbst bezeichnete unlängst den Krieg gegen Iran schon mal als „praktisch beendet“. Mit dem Geschick der Kulissenschieber im Dienste der Deepies könnten nicht mal mehr die besten Illusionisten wie ein David Copperfield mithalten. Naja, der vielleicht schon…

Das System des „Imperium der Lügen“ kann – und wird – nur an sich selbst scheitern.

„Die Hölle ist die Abwesenheit von Vernunft.“ Wenn diese Aussage am Ende von Oliver Stones Film „Platoon“ aus 1986 zutrifft, in welcher Welt leben wir dann jetzt? Die Antwort hierzu liegt auf der Hand: Das kommt ganz drauf an. Paradiesische Verhältnisse gibt es sicher für die ganz oben an der Spitze der Gesellschaftspyramide. Der Rest kuckt eher bedröppelt drein.

Die Bevölkerungen im „Imperium der Lügen“ verhalten sich überwiegend schlafend, schweigend und scheuen die Realität und die Wahrheit wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen lassen sie sich mit Kriegstüchtigkeit, Klima, Gefahr von Räächts, Viren und all den anderen, meist frei erfundenen Geschichten, durch die Propaganda der Mainstreammedien in permanente Angst versetzen.

Das humane Nutzvieh leistet dazu eine mehr oder weniger bedingungslose Kapitulation vor den alles bestimmenden „Eliten“, indem sie die körperliche (z.B. Impfungen), geistige (z.B. Lügen-Narrative) und monetäre (z.B. Ausbeutung) Sklaverei wie sedierte Halbtote hinnehmen. „Vanimftig is wos anders!“

Da wird mit einer hingebungsvollen Verbissenheit jede noch so blödsinnige Brandmauer zur Logik bis auf’s Blut verteidigt.

Jedenfalls ist das Publikum bestens abgelenkt vor den wirklichen Schrecknissen und Themen, wie das stille, aber unerbittliche Plattmachen der Wirtschaft (Pleite-Rekorde), Willkür/Rechtsunsicherheit, Auflösung aller Gesellschaftsstrukturen mit einer Explosion von psychischen Krankheiten, einer statistisch empirisch bestätigten Wucherung von Dummheit, dem andauernden Völkermord an den „palästinensischen Tieren“, dem militärischen Desaster in der Ukraine, dem sich abzeichnenden Debakel in Sachen Iran und das durch die Epstein-Geschichte aufgezeigte satanische Ausmaß der Verruchtheit der gesamten westlichen Führungsschicht.

Der in die Länge gezogene Zusammenbruch des anglo-amerikanisch-khasarischen Finanzmarktkonstrukts ist da nicht nur die Kirsche obendrauf, sondern eher das Finale furioso.

Wie die (Trauer-)Feierlichkeiten für die globale Ent-Dollarisierung zusammen mit der unvorstellbaren  Schuldenkatastrophe im gesamten Westen, vorrangig der USA, im Einzelnen ablaufen werden, schwankt noch zwischen Tschingdarassabumms, Ufftata Ufftata, dem üblichen Chopin’schen Trauermarschgedöns und dem „Highway to hell“ der Wechsel-/Gleichstromer von Down Under. Vielleicht geben ja auch die himmlischen Heerscharen in ihren Chorälen ein Herzen zerreißendes Frohlocken mit einem dreifach gepriesenen „Hallelujah“? „Lujah, sog i. Bringts ma nua a Mass!“

Wie fühlten sich eigentlich die Prärieindianer in der 2.Hälfte des 19. Jahrhunderts?

Deren gesamte Welt wurde denen genommen. Einfach alles. Die Insassen im „Imperium der Lügen“ sind auf dem besten Weg, für sich ein vergleichbares Schicksal zu vergegenwärtigen.

Ungeachtet dessen bedauerte Marco Rubio im Bayerischen Hof zu München beim MSC ausdrücklich den Niedergang der „großen westlichen Imperien“ und beschwörte die historische Glorie, indem er die damalige koloniale Expansion in den Himmel lobte. Das Motto spricht Bände: „Under Destruction“

Unter „Standing Ovations“ erzählte er was von den selbstlosen, edlen „Missionaren, Pilgern, Soldaten, Entdeckern“. Das ist mal eine kreative Geschichtsdarstellung. Da haben die Leute in den Denk-Panzern ihre Aufgabe bravurös gelöst.

Jedoch ist die Wahrnehmung “der Guten™“ nicht nur eine extrem absonderliche, subjektive Wahrnehmung, sondern pure Projektion. Hinter der Fassade der Gewissheit ist nur Leere, die durch die blendend glänzende Performance das unendliche Vakuum verdecken soll. Hier zeigt sich deren vollendete Entfremdung von allem.

Der Blogger und Denker Markus Vollack, selbstgenannter Epikur, fasst das bestens in die Worte: „Realitätsverdrehung im Endstadium. Alles erlaubt und alles legitim, solange es gegen „die Bösen“ geht.“

Die unerbittliche Realität der Weltläufte scheint allerdings was gegen eine Reconquista im Sinne Rubios zu haben.

Somit wird Europa wieder an seinen ihm geografisch zustehenden Platz verwiesen. Als der westliche kleine Zipfel der riesigen euro-asiatisch-afrikanischen Landmasse.

Wer das nun als sexistisch brandmarkt, hat die einzig richtige, die feministische Sicht der Dinge. Denn die umgangssprachliche Bezeichnung des Phallus „steht“ ja metaphorisch für die angeborene toxische Männlichkeit. Und woher kam und kommt denn die kriegerische Eroberungssucht der letzten 500 Jahre? Genau!

„Es sind immer die Männer!“ erschallt es im Chor aus den zarten Kehlchen der weiblich gelesenen Sumpfdottergewächse des woken Universums. Aber, was ist mit Elisabeth I., Isabella I. und Johanna der Wahnsinnigen im 16. Jahrhundert?

Dann muss man auch noch innerhalb der Europäer differenzieren. Der britische Historiker Niall Ferguson schrieb, dass das Britische Empire den Kampf um Indien gegen die Franzosen gerade deshalb gewann, weil sie vor nichts zurückschreckten. Wer in seiner Bösartigkeit und Verschlagenheit keinerlei Grenzen kennt, obsiegt über den, der da Grenzen hat. Je ruchloser, oder gern auch teuflischer, desto siegreicher?

Es muss erst alles noch viel schlimmer werden, bevor es besser werden kann.

So ein Typ von der UNO, ein Arthur Dahl, Co-Präsident des International Environment Forum, wirft da mal ein ganz besonderes Argument in den Ring zur Bekämpfung des menschenerdachten Klimawandels. Denn ein „nuklearer Winter“ könnte die Erde vorübergehend abkühlen und damit den Klimawandel bremsen. „Das do no koana vo de Klimahysterika drauf kumma is, hah?“

Wohin sind eigentlich die ganzen Tassen aus all den Schränken verschwunden? Gibt’s überhaupt noch jemand, der noch alle Tassen im Schrank hat? Oder vielleicht auch nur eine angeschlagene?

Sekten erkennt man nicht an ihren Symbolen, sondern an ihrer Logik: Der Glaube geht vor. Vor der Realität. Vor den Konsequenzen. Vor dem Überleben der eigenen Mitglieder. Wem da Gedanken an die „Wiedertäufer“ vor ungefähr 500 Jahren kommen, liegt so falsch nicht.

Die jetzt bei uns flächendeckend kultivierte Unwissenheit ist das Resultat aus jahrzehntelanger westlicher Feindbildpropaganda, die als Denk- und Bildungsersatz dient. Obendrein leben wir in einer Zeit, die sich rauschhaft, ja wahnhaft, in all den technischen Möglichkeiten verliert, in die wir wohlig und bräsig eingebettet sind.

Allumgreifend könnte man anfügen, dass der Satz, „Die fürchterlichsten Ereignisse kommen fast immer aus Dingen, die mit irgendeiner guten Absicht dahinter getan werden“, alles auf den Punkt bringt. Doch dazu muss auch nerv tötend die immer gleiche, ewig gültige Menschheitsweisheit jedem um die Ohren gehauen werden: „Die Dosis macht das Gift!“

Zusammenbruch ist ein Prozess, kein Ereignis.

Während die USA in Afghanistan zwanzig Jahre und mehrere Billionen Dollar investiert haben, um das Taliban-Regime durch ein Taliban-Regime auszutauschen, hat Trump hingegen nur neun Tage gebraucht, um für Chamenei Chamenei zu bekommen. Diese Anekdote geht gerade steil.

Der neue, der Mojtaba Khamenei, nennt das aktuelle Rumms-Bumms-Wumms jetzt den Krieg der „Überheblichkeitsfront“ gegen die „Widerstandsfront“. „Dea Hundskrippi dea, aba so komma’s a segn.“

Noch sind die Deepies und ihre Satrapen allerdings von ihrer absoluten Macht überzeugt und dies verleitet sie Dinge zu tun, die man nur deswegen tut, weil man sie tun kann. Das vermittelt ihnen ein Gott-ähnliches Gefühl.

Der Hegemon kann Souveränität bei anderen nicht ausstehen und muss sie als Aggression behandeln. Die Erzählungen, ausschließlich Propagandalügen, sind die Deckung, hinter der sich der Weltberrschungsanspruch verbirgt. Das kann lange gutgehen, bis am Ende das System unter seinen eigenen Widersprüchen zusammenbricht.

Die Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung in „UnsererDemokratie“ ist galaktisch.

Die 3i (ignorant, inkompetent, ideologisch) sind heute Einstellungsvoraussetzung für jeden Job, der eine gewisse Entscheidungsbefugnis innehat. Milena Preradovic sagt es noch griffiger: „Der Doppelstandard ist der neue Goldstandard in Deutschland.“

Die damit gemeinten Zeitgenossen, auch als „die Guten™“ bekannt, kann man gut und gerne auch als „Gehirnamputationssekte“ bezeichnen. Leider sitzen die ja inzwischen überall. Damit das so bleibt, sehen sie sich gezwungen, zu ihrer Verteidigung Krieg gegen die Wirklichkeit zu führen.

Je verbissener dieser Kampf ausgetragen wird, desto mehr Amüsement liefert er aber auch. Da küsst der Wahnsinn dann auch gerne mal den Arsch des Irrsinns und fährt dabei Dreirad im Quadrat. Anschauungsmaterial müssen Sie sich aber selbst aus TV oder Presse zuführen. Die liefern dazu, nicht nur symbolisch gesprochen, bis zum Erbrechen.

Allerdings erzwingen die derzeitigen degenerativen Prozesse deutlich sichtbarere und beständig weiter eskalierende Verhaltensweisen. Das führt unweigerlich zur Selbstzerstörung bzw. Reduktion der ursächlichen Missstände.

Mit „sollten“ und „müssten“ ist da nichts zu machen. Die Schöpfung reguliert sich selbst. Das war, ist und bleibt so. „Ausgred is!“

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Der Artikel erschien zuerst bei AnderweltOnline unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/gschichtn-ausm-nachbargartn-folge-44/

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

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Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


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Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
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Doppelte Medien-Moral der US-Regierung

Von Uwe Froschauer

Die Doppelmoral der Trump-Regierung in Sachen Meinungsfreiheit ist nicht mehr zu übersehen.

Sicherheitskonferenz München 2025

Die Szene ist gerade einmal ein Jahr alt. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz am 14. Februar 2025 stellte sich der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance auf die Bühne und warf Europa einen schleichenden Verlust demokratischer Grundwerte vor. Seine zentrale These: Die eigentliche Gefahr für Europa komme nicht von außen, sondern aus den eigenen politischen Systemen. Wörtlich sagte er:

„Die Bedrohung, die mir in Bezug auf Europa am meisten Sorgen bereitet, kommt nicht von Russland, nicht von China und auch nicht von irgendeinem anderen äußeren Akteur. Was mir Sorgen macht, ist die Bedrohung von innen.“

Der Grund dafür sei aus seiner Sicht eine wachsende Einschränkung der Meinungsfreiheit.

„In Großbritannien und in ganz Europa, fürchte ich, ist die Meinungsfreiheit auf dem Rückzug.“

Politische Eliten würden Kritik zunehmend unter dem Schlagwort „Desinformation“ delegitimieren.

„Für viele von uns auf der anderen Seite des Atlantiks sieht es zunehmend so aus, als würden alte, fest etablierte Interessen sich hinter Begriffen aus der Sowjetzeit wie ‚Fehlinformation‘ und ‚Desinformation‘ verstecken.“

Demokratien dürften jedoch keine Angst vor abweichenden Meinungen haben, warnte Vance.

„Wenn Sie aus Angst vor Ihren eigenen Wählern handeln, kann Amerika Ihnen nicht helfen.“

Und er fügte einen Satz hinzu, der zum zentralen Argument seiner Rede wurde:

„Es gibt keine Sicherheit, wenn man Angst vor den Stimmen, den Meinungen und dem Gewissen der eigenen Bevölkerung hat.“

Die damalige Sichtweise des US-Vizepräsidenten spiegelt eins zu eins meine Empfindung die Meinungsfreiheit in Europa betreffend wider. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Diese in meinen Augen wahren Worte sorgten in München für deutlichen Widerspruch. Viele europäische Politiker sahen in der Rede eine ungerechtfertigte Attacke auf demokratische Systeme in Europa. Vielleicht fühlten sie sich auch ertappt, und wollten sich ihre teils antidemokratischen Denk- und Verhaltenseisen selbst nicht eingestehen. Allein schon die Existenz von Begriffen wie „Brandmauer“ oder „Delegitimierung des Staates“ in Deutschland weisen auf die Richtigkeit der Vorwürfe von Vance hin.
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius reagierte unmittelbar und ungewöhnlich scharf:

„Wenn ich ihn richtig verstanden habe, vergleicht er Zustände in Teilen Europas mit autoritären Regimen. Das ist nicht akzeptabel.“

Er widersprach Vances Darstellung entschieden:

„Das ist nicht das Europa und nicht die Demokratie, in der ich lebe“,

sagte Boris Pistorius seinerzeit in München.

Nun, Herr Pistorius – dann leben Sie offenbar in einem anderen Europa als ich.

Mir sind jedenfalls Fälle zu Ohren gekommen, die ein anderes Bild zeichnen. Fälle, in denen bei politisch Andersdenkenden morgens um sechs Uhr die Polizei klingelt, die Tür von einem noch im Bademantel stehenden Herren und Betreiber eines Online-Magazins geöffnet wird, sämtliche Datenträger und Kommunikationsgeräte beschlagnahmt werden – und der weitere Betrieb eines Mediums erst einmal untersagt wird.

Genau so geschah es etwa im Fall des Magazins Compact, als Ermittler frühmorgens die Redaktion durchsuchten und umfangreiche Materialien mitnahmen.

Eingefädelt wurde dieses Vorgehen ausgerechnet von Pistorius’ Parteikollegin, der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Unter ihrer politischen Führung entwickelte sich ein Kampf gegen alles, was diese „Dame“ irgendwie als „rechts“ eingeordnet hatte – ein Kampf, der mitunter den Eindruck erweckte, als sei bereits jede abweichende Meinung verdächtig.

In der politischen Debatte wurde vieles pauschal als „rechts“ etikettiert, was schlicht nicht dem linken Meinungsspektrum entsprach – unabhängig davon, wo die betreffenden Menschen politisch tatsächlich standen.

Man kann über Inhalte, Stil oder politische Ausrichtung des Mediums Compact denken, was man will. Aber die Frage bleibt: Ist das wirklich jenes Europa, das Pistorius vor Augen hatte, als er erklärte:

„Wir kämpfen auch dafür, dass du gegen uns sein kannst.“

Der Satz klingt gut. In der Realität wirkt er wenig überzeugend.

Auch die damalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock – der ich jetzt mal unterstelle, dass sie auch verstand, was J.D. Vance sagte – reagierte irritiert auf den Ton aus Washington. Europa stehe angesichts autoritärer Bedrohungen fest zu seinen demokratischen Werten, ließ sie sinngemäß wissen – Belehrungen aus den Vereinigten Staaten über den Zustand der europäischen Demokratie brauche man nicht.

Das ist eine bemerkenswerte Position. Denn sie kommt aus dem Mund einer Politikerin, die selbst mit Aussagen aufgefallen ist, die viele Bürger verunsichert zurückließen.

So erklärte Baerbock bei einer Veranstaltung in Prag, sie werde ihre Unterstützung für die Ukraine aufrechterhalten, „egal, was meine deutschen Wähler denken“, wenn sie den Ukrainern einmal zugesagt habe, an ihrer Seite zu stehen.

Und im Europarat formulierte sie später den vielzitierten Satz:

„Wir kämpfen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander.“

Beide Aussagen mögen im jeweiligen Kontext gemeint gewesen sein. Doch sie tragen kaum dazu bei, das Vertrauen der Bürger in eine Politik zu stärken, die sich stets auf demokratische Prinzipien beruft.

Wenn man dann gleichzeitig aus Europa heraus empört reagiert, sobald jemand – wie J.D. Vance in München – Fragen zum Zustand der Meinungsfreiheit und der demokratischen Debattenkultur stellt, ist diese Empörung mehr als erklärungsbedürftig.

Auch auf europäischer Ebene wurde der Ton der Rede kritisch gesehen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte, der amerikanische Auftritt wirke wie eine unnötige Konfrontation innerhalb des westlichen Bündnisses. Wörtlich sagte sie:

„Es wirkt, als wollten die Vereinigten Staaten einen Streit mit Europa beginnen.“

Der frühere schwedische Ministerpräsident und langjährige außenpolitische Beobachter Carl Bildt

reagierte ebenfalls kritisch und bezeichnete den Auftritt als unnötige Provokation gegenüber europäischen Demokratien.

Viele europäische Politiker interpretierten die Rede als Versuch, europäische Demokratien öffentlich zu belehren – und reagierten entsprechend empört. Doch Empörung ersetzt keine Debatte. Denn Beispiele dafür, dass politische Entwicklungen in Europa Fragen nach dem Zustand demokratischer Verfahren aufwerfen, gibt es jeder Menge.

Man denke nur an Rumänien. Dort wurde nach massiven Kontroversen die Präsidentschaftswahl durch das Verfassungsgericht annulliert – der aussichtsreichste Kandidat durfte letztlich gar nicht erst antreten. Offiziell geschah dies wegen mutmaßlicher Einflussnahme aus dem Ausland und Unregelmäßigkeiten im Wahlkampf. Ich sehe darin jedoch ein problematisches Signal: Wenn Wahlergebnisse politisch nicht ins etablierte Gefüge passen, wird plötzlich der gesamte Wahlprozess juristisch kassiert. Antidemokratie pur!

Der frühere EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton äußerte in diesem Zusammenhang sinngemäß, man müsse demokratische Systeme auch gegen politische Kräfte verteidigen, die sie von innen heraus verändern wollten. Für manche klang das nach einer legitimen Warnung. Für mich dagegen war es eine unmissverständliche Botschaft: Wenn Wahlergebnisse politisch nicht passen, findet sich immer ein Weg, sie zu korrigieren.

Auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz selbst zeigte sich eine merkwürdige Vorstellung von politischer Offenheit. Demokratisch gewählte Parteien wie die AfD oder das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) waren gar nicht erst eingeladen worden. Die Begründung lautete, sie teilten angeblich nicht die Grundprinzipien der Konferenz. Diese beiden Parteien repräsentierten zu diesem Zeitpunkt mehr als ein Viertel der Wählerschaft, das heißt jeder vierte Wähler wurde mit dieser Entscheidung abgewatscht und wird es auch heute noch!

Eine Demokratie, die bestimmte politische Kräfte gar nicht erst anhört, weil ihre Positionen unerwünscht sind, bewegt sich auf einem gefährlichen Pfad. Wenn gewählte Parteien von zentralen politischen Debatten ausgeschlossen werden, ist das keine gelebte Demokratie, sondern politische Ausgrenzung.

In Anbetracht dieser Tatsachen, Herr Pistorius, sollten Sie Ihre Aussage „Das ist nicht das Europa und nicht die Demokratie, in der ich lebe“ nochmals überdenken, finden Sie nicht?

Für viele Bürger stellt sich inzwischen eine andere Frage: In welcher Demokratie leben wir eigentlich? Solche Entwicklungen nähren bei vielen Bürgern den Eindruck, dass demokratische Verfahren zwar beschworen werden – aber nur solange, wie das Ergebnis politisch in das bestehende System passt.

Vance hatte recht – bis Washington selbst so handelte

Vance sprach damals Klartext über Probleme der Meinungsfreiheit in Europa. Doch inzwischen zeigt sich ein Paradox: Während Washington Europa zurecht belehrte, begann man im eigenen Land selbst, den Druck auf Medien zu erhöhen.

Die Doppelmoral aus Washington

Als J.D. Vance am 14. Februar 2025 auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärte, in Europa ist die Meinungsfreiheit „auf dem Rückzug“, traf er durchaus ins Schwarze. Viele Europäer reagierten empört über die Unverfrorenheit, sich die Wahrheit anhören zu müssen. In Europa gibt es eindeutige Tendenzen, politische Debatten einzuengen oder missliebige Stimmen unter dem Schlagwort „Desinformation“ zu delegitimieren.

Umso enttäuschender ist es für mich, was seitdem in den Vereinigten Staaten selbst geschieht.
Am 14. März 2026 warnte der Vorsitzende der amerikanischen Medienaufsicht FCC, Brendan Carr, Rundfunksender öffentlich, sie müssten ihre Berichterstattung „korrigieren“, andernfalls könne ihre Sendelizenz gefährdet sein. Anlass waren kritische Berichte über den Krieg mit Iran. Der gut beginnende, mittlerweile vom Friedens- zum Kriegspräsidenten gewandelte Donald Trump – auch Trump ist inzwischen eine große Enttäuschung für mich – hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social mehrere große Medienhäuser – darunter die New York Times und das Wall Street Journal – als Verbreiter von „Fake News“ und „Hoaxes“ attackiert.

Carr griff diese Linie auf und richtete seine Warnung gezielt an Fernsehsender und Radiosender, die tatsächlich unter die Regulierung der FCC fallen. Kritische Kriegsberichterstattung könne, so die Botschaft, am Ende auch eine Lizenzfrage werden.

Für mich und andere ist das ein alarmierendes Signal. Die Washington Post wertete Carrs Aussagen als offene Drohung gegen kritische Medien. Auch Reuters berichtete, der FCC-Chef habe Rundfunksendern unmissverständlich klargemacht, dass ihre journalistische Linie künftig auch regulatorische Konsequenzen haben könne. Mit Demokratie hat das nichts zu tun!

Doch dieser Vorgang steht nicht allein.

Bereits im Februar 2025 geriet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) ins Visier der Trump-Regierung. Der Grund war fast surreal: Die Agentur hatte sich geweigert, Trumps politisch verfügte Umbenennung des Golf von Mexiko in „Gulf of America“ in ihrer Berichterstattung zu übernehmen. Daraufhin wurde die AP von Presseterminen im Oval Office sowie von Reisen mit Air Force One ausgeschlossen – eine Reaktion, als hätte man einem Kind seinen Lollypop weggenommen. Das waren schon erste Anzeichen des Auflebens einer Trumpschen Monarchie.

Ein Bundesrichter ordnete am 8. April 2025 an, diese Zugangsbeschränkung wieder aufzuheben. Doch das Weiße Haus reagierte mit einem neuen Schritt: Ende Februar 2025 übernahm es selbst die Kontrolle darüber, welche Medien Zugang zum sogenannten Press Pool erhalten. Bereits kurz darauf wurden unter anderem Reuters, HuffPost und der deutsche Tagesspiegel von einem Kabinettstermin ausgeschlossen.

Am 16. April 2025 wurden die Regeln erneut verschärft. Nachrichtenagenturen erhielten nur noch eingeschränkten Zugang zu offiziellen Terminen. Kritiker sahen darin den Versuch, die journalistische Berichterstattung aus dem Weißen Haus stärker politisch zu filtern.

Parallel dazu begann die Regierung, auch regulatorischen Druck aufzubauen.

Kurz nach Amtsantritt nahm die FCC im Januar 2025 eine zuvor bereits abgewiesene Beschwerde gegen CBS wegen eines Interviews in der Sendung „60 Minutes“ mit Kamala Harris erneut auf. Der Sender warnte im März 2025 ausdrücklich, staatliche Eingriffe in redaktionelle Entscheidungen würden letztlich auf Zensur journalistischer Arbeit hinauslaufen.

Auch Unterhaltungssendungen gerieten plötzlich ins Visier. Am 21. Januar 2026 erklärte die FCC, Talkshows könnten künftig unter die sogenannten „equal time“-Regeln fallen, wenn sie politische Kandidaten interviewen. Der Hintergrund: Gleichbehandlungspflichten im Rundfunk.

Kurz darauf berichtete der US-Late-Night-Moderator Stephen Colbert, dass der Sender CBS ein bereits aufgezeichnetes Interview mit einem demokratischen Kandidaten vorsichtshalber nicht ausgestrahlt habe. Der Grund: Nach neuen Signalen der Medienaufsicht FCC bestand die Sorge, dass solche Interviews künftig unter die sogenannte „equal time“-Regel fallen könnten. Diese verpflichtet Rundfunksender, politischen Kandidaten grundsätzlich gleiche Sendezeit einzuräumen.

Parallel bestätigte FCC-Chef Brendan Carr, dass seine Behörde auch eine Beschwerde gegen die ABC-Talkshow „The View“ prüfe. Kritiker sahen darin ein weiteres Beispiel dafür, dass politische Interviews im Fernsehen zunehmend unter regulatorischen Druck geraten könnten.

Damit beschränkte sich der Druck längst nicht mehr auf einzelne Nachrichtenredaktionen. Er griff immer tiefer in den gesamten Medienbetrieb ein.

Hinzu kamen finanzielle Hebel. Am 2. Mai 2025 unterzeichnete Präsident Trump eine Anordnung, die Bundesmittel für die öffentlich finanzierten Sender NPR und PBS streichen sollte. NPR klagte später dagegen und berief sich ausdrücklich auf den First Amendment, den verfassungsrechtlichen Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit.

Auch im Verteidigungsministerium verschärfte sich der Ton. Unter Verteidigungsminister Pete Hegseth wurden neue Regeln für Journalisten eingeführt, die den Zugang zur militärischen Berichterstattung deutlich einschränkten. Im Oktober 2025 weigerten sich mehr als 30 Medienhäuser, diese Regeln zu akzeptieren. Mehrere Journalisten gaben aus Protest ihre Arbeitsplätze im Pentagon auf.

Und selbst während der aktuellen Iran-Krise setzte sich dieser Kurs fort. Fotografen wurden von Pressebriefings ausgeschlossen, während Hegseth gleichzeitig CNN öffentlich als „Fake News“ bezeichnete.

All diese Schritte ergeben ein Muster.

Es ist das Muster einer Regierung, die Medien nicht einfach kritisiert – das gehört zur Demokratie – sondern die versucht, Zugang, Regulierung und Finanzierung als politische Druckmittel einzusetzen.

In meinen Augen Doppelmoral, denn in München erklärte J.D. Vance, die größte Bedrohung für Europa komme „von innen“. Gemeint war die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Nun zeigt sich, dass ausgerechnet die Regierung, deren Vizepräsident diese Kritik formulierte, im eigenen Land selbst zunehmend Druck auf Medien ausübt.

Selbstverständlich darf ein Präsident Medien kritisieren, auch scharf, vielleicht auch mal ein wenig polemisch. Doch wenn kritische Berichterstattung plötzlich zu einer Lizenzfrage, zu einer Zugangsfrage oder zu einer Finanzierungsfrage wird, dann ist die Grenze zwischen politischer Kritik und politischem Druck überschritten.

Fazit

Die Debatte über Meinungsfreiheit ist wichtig. In Europa ebenso wie in den Vereinigten Staaten. Aber sie muss ehrlich geführt werden. Wer anderen Demokratien Vorträge über freie Meinungsäußerung hält, muss im eigenen Land besonders sorgfältig darauf achten, diese Freiheit zu schützen. Sonst entsteht der Eindruck, der derzeit immer stärker wird: Meinungsfreiheit gilt – aber nur, solange sie politisch nützt. Oder zugespitzt formuliert: Free Speech für die eigene Seite. Druck für alle anderen.

Darin liegt die eigentliche Ironie der Münchner Rede von J.D. Vance. Denn die größte Gefahr für die Glaubwürdigkeit demokratischer Werte kommt nicht von außen. Sie entsteht, wenn Regierungen beginnen, ihre eigenen Prinzipien nur noch dann ernst zu nehmen, wenn sie ihnen politisch passen.

Freiheit ist kein geopolitisches Argument. Sie ist ein Maßstab für das eigene Handeln. Wenn sie nur dann verteidigt wird, wenn sie politisch nützt, bleibt von der großen Rede über Demokratie am Ende nur eines übrig: Rhetorik.


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zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; eher Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (eher Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen.
Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
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