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Persönliche Entwicklung (Teil 15) – Selbstreflexion 

Von Uwe Froschauer

Der Begriff der Selbstreflexion ist Gegenstand in vielen kulturellen, religiösen und philosophischen Kontexten. Antike Weisheitsschulen, religiöse Heilslehren oder auch moderne Konzepte persönlicher Entwicklung fordern uns auf, den Blick nach innen zu richten. Nicht aus Narzissmus, sondern aus Verantwortung, nicht um sich ein Urteil über sich zu bilden, sondern um sich zu erkennen.

Bereits in der antiken Philosophie galt Selbstreflexion als Voraussetzung eines gelungenen Lebens. Der sokratische Imperativ „Erkenne dich selbst“ war weniger psychologischer Rat als viel mehr moralische Forderung. Ein Mensch, der sich selbst nicht prüft, so Sokrates, lebt unter seinen Möglichkeiten – er bleibt fremd gegenüber den Motiven seines Handelns und damit unfrei. Philosophie ist im sokratischen Sinne keine abstrakte Theorie, sondern eine Praxis der Selbstprüfung. Bei den Stoikern wurde diese Haltung zur täglichen Übung: Das eigene Denken, die eigenen Affekte und Handlungen wurden regelmäßig betrachtet, um innere Klarheit und Gelassenheit zu entwickeln.

Selbstreflexion bedeutete hier, Verantwortung für die eigene Haltung zu übernehmen – gerade dort, wo äußere Umstände nicht kontrollierbar sind.

Die großen Religionen verstehen Selbstreflexion nicht als Selbstzweck, sondern als Weg auf ein höheres persönliches Level des Bewusstseins.

Im Christentum ist sie eng mit dem Gewissen verbunden – jener inneren Instanz, die den Menschen zur Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ruft. Die Aufforderung zur Selbstprüfung dient hier nicht der Selbstanklage, sondern der Umkehr: der bewussten Neuausrichtung des eigenen Lebens. In der Beichte, im Gebet oder im stillen Innehalten begegnet der Mensch nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Begrenztheit. Selbsterkenntnis führt zur Demut und möglicherweise zu größerer Nächstenliebe.

Im Judentum findet sich mit der „Seelenbilanz“ eine besonders konkrete Form der Selbstreflexion. Die Seelenbilanz im Judentum ist ein zentrales spirituelles Konzept, das unter dem hebräischen Begriff „Cheschbon HaNefesch“ bekannt ist. Wörtlich bedeutet er „Abrechnung der Seele“ oder „Bilanz der Seele“. Gemeint ist eine regelmäßige, ehrliche Selbstprüfung des eigenen Denkens, Handelns und Charakters – vor Gott, vor anderen Menschen und vor sich selbst. Im Judentum wird der Mensch nicht als grundsätzlich verdorben verstanden, sondern als moralisch verantwortliches Wesen, das stets zwischen Gut und Böse wählen kann. Die Seelenbilanz dient dazu, diese Verantwortung bewusst wahrzunehmen. Dabei geht es nicht um Selbstanklage, sondern um Bewusstwerdung und Veränderung:

Wo bin ich meinem ethischen Anspruch gerecht geworden?
Wo bin ich davon abgewichen?
Was kann und will ich konkret verändern?
Die Frage ist weniger: „Was bin ich?“
Sondern: „Wie habe ich gehandelt – und wie will ich handeln?“

Das eigene Handeln wird regelmäßig überprüft, nicht abstrakt, sondern sehr praktisch: Wo habe ich verletzt? Wo habe ich mich meiner Verantwortung entzogen? Ziel ist nicht Schuldsuche bei sich selbst, sondern Wiedergutmachung und moralische Reifung.

Ähnlich versteht der Islam die Selbstprüfung als spirituelle Disziplin. Der Gläubige wird dazu angehalten, sich selbst ehrlich zu betrachten, bevor er andere beurteilt. Diese innere Prüfung – oft als Muhasaba bezeichnet – bedeutet, das eigene Denken, Fühlen und Handeln regelmäßig vor dem eigenen Gewissen und vor Gott zu überprüfen. Selbstreflexion ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern von Reife: Wer sich selbst kritisch betrachtet, erkennt seine Fehler, Motive und Versuchungen und übernimmt Verantwortung für sie.

In diesem Verständnis ist Selbstreflexion Ausdruck von Gottesbewusstsein, also von innerer Wachheit gegenüber dem eigenen Tun. Der Mensch weiß sich nicht nur von außen beobachtet, sondern entwickelt ein inneres Maß für richtig und falsch. Dadurch entsteht eine Haltung der Achtsamkeit: Worte, Absichten und Handlungen werden bewusster gewählt, weil man sich ihrer Folgen für sich selbst und für andere bewusst wird.

Zugleich schützt diese Form der Selbstprüfung vor moralischer Überheblichkeit. Wer gelernt hat, die eigenen Schwächen zu erkennen, wird vorsichtiger darin, andere zu verurteilen. Das eigene Fehlbarsein wird zum Maßstab für Milde, Geduld und Mitgefühl. Selbstreflexion wird so zu einer Quelle von Bescheidenheit und ethischer Sensibilität und trägt dazu bei, dass religiöse Praxis nicht äußerlich bleibt, sondern das innere Leben formt.

Auf diese Weise verbindet der Islam Selbstreflexion mit Verantwortung: Der Mensch ist aufgefordert, nicht nur zu glauben, sondern sich auch selbst zu prüfen, sich zu korrigieren und an sich zu arbeiten. Dadurch wird Selbstreflexion zu einem Weg der inneren Läuterung und zu einem Mittel, das eigene Leben bewusster, gerechter und menschlicher zu gestalten.

Der Buddhismus lehrt, Gedanken, Gefühle und Impulse aufmerksam zu beobachten, ohne sich mit ihnen zu identifizieren. In der meditativen Selbstreflexion geht es nicht darum, ein moralisch „besseres Ich“ zu formen oder sich vor einer höheren Instanz zu rechtfertigen, sondern darum, die inneren Vorgänge nüchtern wahrzunehmen: Was entsteht gerade? Was vergeht wieder? Welche Regung ist nur Gewohnheit, welche Reaktion nur konditioniert? Die Selbstbeobachtung ist dabei frei von Schuldzuweisung oder Selbstverurteilung, sondern dient der Einsicht in die Funktionsweise des eigenen Geistes.

Im Unterschied zu den abrahamischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam –, in denen Selbstreflexion meist in Beziehung zu einem personalen Gott steht und mit Begriffen wie Verantwortung, Schuld, Reue oder Umkehr verbunden ist, richtet sich die buddhistische Selbstreflexion nicht auf ein göttliches Gegenüber. Sie ist radikal innerweltlich und erfahrungsbezogen. Es gibt kein festes Ich, das sich vor Gott bewähren müsste, sondern nur Prozesse: Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Wollen. Der Mensch wird nicht als sündiges oder geprüftes Wesen verstanden, sondern als bedingt entstandenes Bündel von Erfahrungen.

Die Selbstreflexion zielt daher nicht auf Charakterveredelung im moralischen Sinn, sondern auf Erkenntnis. Diese Erkenntnis lautet: Das, was wir gewöhnlich als Selbst betrachten – unsere Rollen, Geschichten, Verletzungen, Wünsche und Ängste –, besitzt kein festes, unveränderliches Wesen. Alles ist vergänglich, bedingt und im Fluss. Wer das nicht nur denkt, sondern existenziell einsieht, beginnt, sich weniger an seine inneren Zustände zu klammern. Ärger wird als Ärger erkannt, Angst als Angst, Freude als Freude – ohne sofort zu sagen: Das bin ich.

In dieser Einsicht liegt Befreiung. Wer sich nicht mehr mit jedem Gedanken oder Gefühl gleichsetzt, gewinnt Abstand zu sich selbst und damit Freiheit vom Leiden – eines der zentralen Ziele des Buddhismus. Leiden entsteht dort, wo das Ich sich an Zustände bindet: Ich bin verletzt, ich bin gescheitert, ich bin begehrend, ich bin wütend. Die buddhistische Selbstreflexion löst diese Verstrickung, indem sie zeigt: Da ist Verletzung, da ist Wut, da ist Begehren – aber kein festes Ich, das damit identisch wäre.

Damit unterscheidet sich der Buddhismus grundlegend von den abrahamischen Religionen: Dort dient Selbstprüfung vor allem der moralischen Ausrichtung des Menschen vor Gott, im Buddhismus dient sie der Auflösung der Ich-Illusion. In beiden Fällen geht es um innere Wandlung – aber auf sehr unterschiedliche Weise. Während die einen zur Verantwortung vor Gott führen, führt die buddhistische Selbstreflexion zur Einsicht in die Leerheit und Wandelbarkeit des Selbst. Aus dieser Einsicht entsteht Gelassenheit, Mitgefühl und eine tiefere Freiheit gegenüber den eigenen inneren Dramen.

Auch im Hinduismus, besonders in den vedantischen Traditionen, ist Selbstreflexion ein zentrales Werkzeug. Die Frage „Wer bin ich wirklich?“ führt über die alltägliche Identität hinaus – über Rollen, Gedanken und Emotionen – hin zu einer tieferen Wirklichkeit des Selbst. Selbsterkenntnis wird hier zur spirituellen Erkenntnis, zur Erinnerung an das Wesentliche.

Trotz aller Unterschiede in Sprache, Symbolik und Zielrichtung teilen diese Traditionen eine grundlegende Einsicht: Der Mensch ist fähig zur Selbsttäuschung – und zugleich zur Selbsterkenntnis. Selbstreflexion markiert den Übergang von einem reaktiven, unbewussten Leben zu einem bewussten, verantworteten Dasein. Sie ist unbequem, weil sie Ehrlichkeit verlangt. Sie ist jedoch unverzichtbar, wenn man zu innerer Freiheit gelangen möchte.

In einer Zeit, die zur ständigen Ablenkung verführt, gewinnt diese alte Einsicht neue Aktualität.

Selbstreflexion bedeutet heute vielleicht mehr denn je, innezuhalten, den Mut zu haben, die eigenen Motive zu hinterfragen, eigene Schatten anzuerkennen und nicht jede innere Regung sofort auszuleben oder zu rechtfertigen. Sie ist kein schneller Weg zur Optimierung, sondern ein langsamer Prozess der Reifung, und erfordert Geduld.

Selbstreflexion ist eine stille Bewegung nach innen, aus der verantwortliches Handeln nach außen erwächst. Oder anders gesagt: Wer sich selbst begegnet, beginnt, bewusster zu leben.

Auch Philosophen wie Immanuel Kant oder Jean-Paul Sartre haben sich mit dem Thema der Selbstreflexion beschäftigt. Für Immanuel Kant ist der Mensch nicht primär dadurch moralisch, dass er bestimmten Regeln folgt, sondern dadurch, dass er sich selbst prüft. Moralisches Handeln entsteht aus der Frage nach dem eigenen Wollen: Handle ich aus Pflicht – oder aus Neigung, Angst oder Eigennutz? Diese Selbstprüfung ist kein äußeres Kontrollinstrument, sondern ein inneres Gericht. Das Gewissen fungiert als Instanz, vor der der Mensch sich selbst Rechenschaft ablegt. Selbstreflexion bedeutet hier, sich als vernünftiges und verantwortliches Wesen ernst zu nehmen, das sich nicht hinter Umständen oder Trieben verstecken darf.

Während Kant die Selbstreflexion noch stark an Vernunft und moralisches Gesetz bindet, radikalisieren die Existenzialisten diese Perspektive. Bei Denkern wie Søren Kierkegaard oder Jean-Paul Sartre wird der Mensch nicht mehr als Träger einer vorgegebenen Essenz verstanden, sondern als Wesen, das sich durch seine Entscheidungen erst formt.

Selbstreflexion ist in diesem Kontext keine gelegentliche Innenschau, sondern eine existentielle Notwendigkeit. Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt, wie Sartre formuliert – und damit auch zur Verantwortung für das, was er aus sich macht. Sich nicht zu reflektieren bedeutet hier, in Selbsttäuschung zu leben, Rollen zu spielen oder sich hinter gesellschaftlichen Erwartungen zu verstecken.

Authentizität wird so zu einem zentralen Begriff. Selbstreflexion heißt, sich der eigenen Freiheit bewusst zu werden und die damit verbundene Verantwortung nicht abzuwehren. Sie zwingt den Menschen, sich selbst als Urheber seines Lebens zu erkennen. In diesem Sinne ist Selbstreflexion bei den Existenzialisten weniger beruhigend als herausfordernd: Sie konfrontiert den Menschen mit der Tatsache, dass er nicht nur handelt, sondern sich durch sein Handeln definiert.

So verbinden oben genannte Philosophen Selbstreflexion unauflöslich mit Verantwortung. Sie ist nicht bloß ein Mittel zur Selbsterkenntnis, sondern ein Akt der Selbstverpflichtung. Wer reflektiert, übernimmt Verantwortung für sein Denken, sein Wollen und letztlich für sein eigenes Sein.

Selbstreflexion im Alltag

Im täglichen Leben kann Selbstreflexion anfangs ein leichtes Unbehagen auslösen, ein Gefühl, dass etwas nicht ganz stimmig ist oder dass man sich selbst in bestimmten Bereichen hinterfragt. Gerade in einer Gesellschaft, die Leistung, Sichtbarkeit und ständige Optimierung in den Vordergrund stellt – immer größer, besser, schneller – wird dieses leise Unbehagen leicht übertönt. Man beschäftigt sich mit Produktivität, vergleicht sich ständig mit anderen oder sucht Ablenkung in Unterhaltung, Konsum oder digitalen Medien.

Genau deshalb ist Selbstreflexion heute kein Luxus, sondern eine notwendige Gegenbewegung. Sie ermöglicht, innezuhalten, den eigenen Weg bewusst zu prüfen, Prioritäten zu erkennen und persönliche Werte nicht aus den Augen zu verlieren. Wer sich regelmäßig selbst reflektiert, lernt, Muster zu erkennen, Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen und Entscheidungen aus einer klaren, selbstbestimmten Haltung zu treffen.

Selbstreflexion ist zugleich ein Weg, authentischer zu leben: Man spürt die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Wünsche deutlicher und kann Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Je häufiger man innehält und sich selbst ehrlich betrachtet, desto mehr entsteht innere Klarheit, Gelassenheit und die Fähigkeit, bewusst zu gestalten, statt nur zu reagieren. In einer Welt, die von äußerem Druck und ständiger Reizüberflutung geprägt ist, wird die stille Praxis der Selbstreflexion so zu einem wichtigen Instrument der Freiheit und persönlichen Entwicklung.

In der modernen Leistungskultur wird der Mensch häufig über sein Tun definiert. „Was machst du?“, ist oft die erste Frage, nicht „Wie geht es dir?“ oder „Was bewegt dich?“ Viele Menschen beginnen unbewusst, ihren eigenen Wert an Effizienz, Erfolg oder Durchhaltevermögen zu knüpfen. Selbstreflexion setzt hier an einem heiklen Punkt an: Sie fragt nicht nur, ob wir leistungsfähig sind, sondern warum wir glauben, es sein zu müssen.

Wer innehält und sich fragt, ob der innere Druck aus eigener Motivation oder aus Angst vor Strafe oder Bedeutungslosigkeit oder auf der Suche nach Anerkennung entsteht, berührt einen sensiblen Kern. Häufig zeigt sich, dass Erschöpfung nicht allein aus zu viel Arbeit entsteht, sondern aus dem Gefühl, nie genug zu sein.

In meiner Funktion als Managementtrainer möchte ich auf diesen Punkt noch etwas genauer eingehen.

Wer heute von Motivation spricht, spricht selten noch von Gehorsam. In Managementseminaren wie in politischen Reden hat sich der Ton verändert: Es wird nicht mehr befohlen, sondern eingeladen, nicht mehr gedroht, sondern Sinn versprochen. Engagement, Eigenverantwortung, Identifikation – das Vokabular wirkt menschlich, beinahe fürsorglich. Und doch lohnt es sich, genauer hinzuhören, denn genau in dieser Verschiebung liegt eine neue Form von Macht.

Der äußere Druck, der früher durch klare Hierarchien, Sanktionen oder materielle Zwänge wirkte, ist vielerorts einem inneren Druck gewichen. Menschen sollen nicht nur arbeiten, sie sollen sich einbringen, nicht nur Pflichten erfüllen, sondern sich mit Zielen identifizieren. Arbeit wird zur Bühne der Selbstverwirklichung, Leistung zum Ausdruck der Persönlichkeit. Wer motiviert ist, braucht keine Kontrolle – er kontrolliert sich selbst. Diese Logik ist effizient, aber sie ist nicht neutral und nicht ausschließlich positiv zu bewerten.

Managementlehre und politische Kommunikation greifen dabei auf zutiefst menschliche Bedürfnisse zurück: das Bedürfnis nach Anerkennung, nach Zugehörigkeit, nach Bedeutung. Wer dazugehören will, muss engagiert sein. Wer gesehen werden möchte, muss leisten. Wer Sinn sucht, findet ihn – so die Erzählung – in Produktivität und Einsatz. Scheitern erscheint in diesem Rahmen weniger als strukturelles Problem, denn als persönlicher Mangel. Nicht die Bedingungen waren zu hoch, sondern der Einsatz war zu gering.

Besonders wirksam ist dabei die Angst vor Bedeutungslosigkeit.

In einer Gesellschaft, in der Identität zunehmend über Leistung definiert wird, ist die Aussicht, „nicht gebraucht“ zu werden, bedrohlicher als jede formale Strafe. Motivation funktioniert dann nicht mehr über Zwang, sondern über die ständige implizite Frage: Bin ich genug? Diese Frage hält Menschen in Bewegung – oft über ihre eigenen Grenzen hinaus.

Anerkennung wird in diesem Zusammenhang zu einem machtvollen Steuerungsinstrument. Lob, Sichtbarkeit und moralische Aufwertung ersetzen materielle Sicherheit. Wer sich engagiert, gilt als verantwortungsvoll, wer zögert, schnell als defizitär. So entsteht eine subtile Moral der Leistung, in der Engagement nicht nur erwünscht, sondern erwartet wird. Abweichung wird nicht sanktioniert, sondern beschämt.

Dabei ist diese Form der Steuerung selten das Ergebnis bewusster Manipulation. Vielmehr handelt es sich um ein System aus Denk- und Sprachmustern, das von jenen reproduziert wird, die selbst darin sozialisiert wurden. Manager, Lehrende, Politiker und dergleichen glauben oft ehrlich an die Versprechen von Sinn, Motivation und Eigenverantwortung. Gerade diese Aufrichtigkeit macht das System stabil. Macht zeigt sich hier nicht als Unterdrückung, sondern als Selbstverständlichkeit.

Die Folgen werden dort sichtbar, wo Erschöpfung nicht mehr durch Überarbeitung allein erklärbar ist. Burnout entsteht nicht nur aus zu vielen Aufgaben, sondern aus der Erfahrung, trotz permanenter Anstrengung nie zu genügen. Wer ständig motiviert sein soll, darf kaum noch müde sein. Wer Sinn in Leistung finden soll, verliert leicht das Recht auf Zweifel. Erschöpfung wird individualisiert – und damit entpolitisiert.

In diesem Kontext gewinnt Selbstreflexion eine neue Bedeutung. Sie ist nicht länger nur eine private Praxis der Selbsterkenntnis, sondern ein Moment der Entkopplung. Wer innehält und fragt, ob der eigene Antrieb aus innerem Wunsch oder aus der Angst vor Austauschbarkeit entsteht, unterbricht den automatischen Kreislauf der vermeintlichen Selbstoptimierung. Solche Fragen sind unbequem, weil sie die Grenze zwischen persönlicher Verantwortung und strukturellem Druck der Umwelt sichtbar machen.

Vielleicht liegt genau hier das subversive Potenzial der Selbstreflexion. Nicht darin, sich weiter zu verbessern, sondern darin, sich der permanenten Aufforderung zur Verbesserung zu entziehen. In einer Kultur, die Motivation zur Pflicht gemacht hat, kann das Innehalten selbst zu einer Form von Widerstand werden – leise, unspektakulär, aber tiefgreifend.

Social Media verstärken diese Dynamik auf subtile Weise. Die ständige Konfrontation mit anderen Lebensentwürfen erzeugt – oftmals unbewusst – einen Vergleich. Selbstreflexion bedeutet hier, den eigenen inneren Zustand ernst zu nehmen: Was macht dieses „Sehen” mit mir? Suche ich Inspiration – oder Bestätigung? Fühle ich mich mit dem Gesehenen verbunden oder eher entfremdet von mir selbst?

Ein weiterer Raum alltäglicher Selbstreflexion ist der Umgang mit Erwartungen. Viele Entscheidungen – Beruf, Lebensstil, Beziehungsformen – entstehen nicht aus einem klaren inneren Wunsch, sondern aus übernommenen Bildern davon, wie ein „gelungenes Leben“ auszusehen habe.

Selbstreflexion bedeutet hier, zwischen eigener Stimme und internalisierten Stimmen zu unterscheiden. Diese Unterscheidung ist nicht einfach, denn gesellschaftliche Erwartungen klingen oft vertraut, fast wie die eigenen Gedanken. Oftmals versuchen Menschen, es möglichst vielen anderen Menschen recht zu machen. Ihre eigene, innere Stimme geht dabei nicht selten unter. „Everybodys darling is everybodys Depp“, wie der CSU-Politiker Franz Josef Strauß es ausdrückte.

Auch Gefühle wie Neid oder Unruhe, die im Alltag gern verdrängt werden, sind zentrale Ausgangspunkte für Selbstreflexion. Neid gilt als negatives Gefühl, dabei verweist er häufig auf unerfüllte Bedürfnisse oder unterdrückte Wünsche. Wer sich selbst ehrlich fragt, was genau am Erfolg anderer schmerzt, gelangt oft näher zu sich selbst als durch abstrakte, fremddefinierte Selbstoptimierung. Nicht der Vergleich ist das eigentliche Problem, sondern die fehlende Verbindung zum eigenen Maßstab.

Selbstreflexion zeigt sich besonders im Umgang mit Erschöpfung, Gereiztheit oder innerer Leere. Anstatt diese Zustände sofort „beheben“ zu wollen, lädt sie dazu ein, ihnen nachzuspüren und Fragen zu stellen: Reagiere ich auf die aktuelle Situation – oder auf etwas Altes, das wieder berührt wurde? Brauche ich tatsächlich mehr Disziplin, oder vielmehr die Erlaubnis zur Pause?

In einer Kultur, die ständiges Funktionieren und Leistung belohnt, ist es fast schon ein stiller Akt des Widerstands, das eigene Empfinden nicht zu übergehen. Wer diese Momente bewusst wahrnimmt, kann erkennen, welche inneren Bedürfnisse oder Grenzen gerade angesprochen werden. So wird Selbstreflexion zu einem Werkzeug, nicht nur um Reaktionen zu verstehen, sondern auch um Mitgefühl mit sich selbst zu entwickeln, innere Ressourcen zu stärken und bewusster zu handeln, statt automatisch auf Stress, Druck oder alte Muster zu reagieren.

Je häufiger man innehält und diese Fragen ehrlich beantwortet, desto leichter fällt es, eigene Prioritäten zu erkennen, Überforderung vorzubeugen und Entscheidungen aus Klarheit statt aus Reaktion zu treffen. Selbstreflexion wird so zu einem Schlüssel, um innere Balance zu finden und dem ständigen Leistungsdruck der Außenwelt souverän zu begegnen.

Autoritäres und humanistisches Gewissen — Gesinnungsethik und Verantwortungsethik

Erich Fromm unterscheidet in seiner humanistischen Psychoanalyse zwei grundlegend verschiedene Formen des Gewissens: das autoritäre und das humanistische. Diese Unterscheidung ist mehr als eine psychologische Typologie; sie berührt den Kern der Frage, wie der Mensch sich selbst gegenübertritt und worauf seine moralische Orientierung gründet.

Das autoritäre Gewissen entsteht dort, wo moralische Maßstäbe von außen übernommen werden. Es ist die verinnerlichte Stimme einer Autorität – der Eltern, der Gesellschaft, der Religion oder des Staates. Gut ist, was geboten wird – schlecht, was verboten ist.

Schuld entsteht nicht primär durch die Verletzung eigener Werte, sondern durch Ungehorsam. Selbstreflexion vollzieht sich hier im Modus der Anpassung: Habe ich getan, was von mir erwartet wurde? Habe ich die Regeln eingehalten? Das autoritäre Gewissen ist deshalb nicht selten streng, strafend und angstbesetzt. Es sichert Ordnung, kann aber die innere Reife des Menschen untergraben, weil moralisches Urteil nicht aus eigener Einsicht, sondern aus Gehorsam hervorgeht.

Demgegenüber beschreibt Fromm das humanistische Gewissen als Ausdruck der eigenen Lebendigkeit und Vernunft. Es ist keine äußere Instanz, sondern die innere Stimme des Menschen, insofern er um seine Möglichkeiten, Bedürfnisse und Grenzen weiß. Das humanistische Gewissen fragt nicht: „Was darf ich?“ oder „Was wird von mir verlangt?“, sondern: „Was entspricht meinem Menschsein?“ Schuld entsteht hier nicht aus Regelbruch, sondern aus Selbstverfehlung – aus dem Zurückbleiben hinter den eigenen Möglichkeiten zu Liebe, Verantwortung und produktivem Leben. Selbstreflexion wird damit zu einem Akt der Selbstbegegnung: Habe ich mich selbst ernst genommen? Habe ich aus Angst, Eigennutz oder Bequemlichkeit gegen meine eigene Einsicht gehandelt?

In dieser Perspektive wird deutlich, dass Selbstreflexion nicht neutral ist. Sie kann entweder der Anpassung oder der Reifung dienen. Das autoritäre Gewissen begünstigt eine Form der Reflexion, die nach Rechtfertigung sucht – das humanistische Gewissen hingegen eine, die nach Wahrhaftigkeit strebt.

Hier öffnet sich auch ein Anschluss an Max Webers Unterscheidung von Gesinnungsethik und Verantwortungsethik. Die Gesinnungsethik orientiert sich primär an der Reinheit der inneren Haltung. Entscheidend ist, ob jemand aus den „richtigen“ – meist fremdgesteuerten – Motiven handelt, unabhängig von den Folgen. Diese Haltung weist strukturelle Parallelen zum autoritären Gewissen auf, sofern moralische Selbstprüfung oft an festgelegte Prinzipien oder Überzeugungen gebunden bleibt. Der Mensch kann sich moralisch im Recht fühlen, selbst wenn das eigene Handeln destruktive Konsequenzen hat – denn die Gesinnung gilt als unantastbar. Man denke beispielsweise an den Fraktionszwang deutscher Politiker im Hinblick auf die mehr als zweifelhafte Unterstützung der israelischen Regierung in ihrer Auseinandersetzung mit Palästina. Ein verantwortungsethischer Politiker mit humanistischem Gewissen hätte seine Unterstützung dem kinder- und völkermordenden israelischen Regime entzogen.

Die Verantwortungsethik fordert, das eigene Handeln an seinen Wirkungen zu messen. Sie verlangt eine reifere Form der Selbstreflexion: Nicht nur die Absicht, sondern auch die Konsequenzen müssen verantwortet werden.

In dieser Hinsicht steht sie dem humanistischen Gewissen näher. Wer aus einem humanistischen Gewissen heraus handelt, fragt nicht allein, ob er sich selbst treu geblieben ist, sondern auch, wie sein Handeln auf andere wirkt. Verantwortung bedeutet hier nicht äußeren Zwang, sondern die Bereitschaft, die Komplexität menschlichen Handelns anzuerkennen und sich ihr zu stellen.

Der Zusammenhang ist dabei nicht identisch, aber strukturell verwandt: Das autoritäre Gewissen tendiert zur Gesinnungsethik, das humanistische Gewissen zur Verantwortungsethik. Beide Unterscheidungen markieren einen Übergang von heteronomer zu autonomer Moral – von einem Moralverständnis, das auf Gehorsam beruht, zu einem, das auf Einsicht, Selbstreflexion und Beziehung ausgerichtet ist.

So verstanden ist Selbstreflexion bei Fromm nicht nur eine psychologische Technik, sondern eine ethische Haltung. Sie entscheidet darüber, ob der Mensch sich selbst als Objekt von Normen oder als Subjekt verantwortlichen Handelns begreift. Ein humanistisches Gewissen entsteht dort, wo der Mensch lernt, sich selbst zuzuhören – nicht um sich zu entschuldigen, sondern um sich ernst zu nehmen. Und vielleicht liegt gerade darin eine der anspruchsvollsten Formen moralischer Reife: nicht nur nach dem Guten zu streben, sondern bereit zu sein, die Verantwortung für das eigene Menschsein zu tragen.

Gesinnungsethik und Fraktionszwangs in der deutschen Politik

Politiker schwanken zwischen Gewissensbekenntnis, Parteizwang und Verantwortung.

Wenn man die deutsche Politik der letzten Jahre betrachtet, fallen Muster auf, die über rein sachlich-politische Auseinandersetzungen hinausweisen: Politiker verhalten sich oft, als würden sie zuerst eine Haltung vertreten, eine innere Überzeugung oder eine parteipolitische Identität bestätigen wollen – und dann erst prüfen, welche Folgen diese Haltung konkret zeitigen könnte. Diese Beobachtung lässt sich entlang der Krisen der Gegenwart illustrieren. Nachfolgend werden in diesem Zusammenhang kurz die Corona-Politik, die Ukraine-Krise sowie der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina beleuchtet.

In der Corona-Krise wurde besonders deutlich, wie stark gesinnungsethisch aufgeladene Überzeugungen das politische Handeln bestimmen können. Entscheidungen in der Coronazeit orientierten sich weniger an der Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland, sondern an den nicht immer redlichen Zielen der eliteinstruierten Politiker. Der Gesundheitsexperte der SPD und spätere Gesundheitsminister Karl Lauterbach gab oftmals einem moralisch aufgeladenen Verantwortungsgelaber den Vorzug vor einer nüchternen Faktenanalyse. Sein Einsatz für harte Maßnahmen entsprang nicht einer klinischen Bewertung epidemiologischer Daten, sondern einer vermeintlichen Schutz-Überzeugung – einem Bekenntnis, das bei vielen seiner Anhänger viel Zustimmung fand, dabei aber immer wieder zu Recht kritisiert wurde, weil andere gesellschaftliche Konsequenzen wie psychische Belastungen, wirtschaftliche Folgen oder Freiheitsfragen vergleichsweise wenig Raum erhielten.

Ein ähnliches Gemisch aus moralischer Überzeugung – das Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit scheint in Deutschland besonders stark ausgeprägt zu sein – und parteipolitischer Loyalität prägt auch die deutsche Haltung zur Ukraine-Krise und zu Russland. Bundeskanzler Olaf Scholz’ „Zeitenwende“-Rede, die eine historische Zäsur in der deutschen Sicherheitspolitik markierte, wurde weithin als notwendiger moralischer Entschluss verstanden: Solidarität mit der angegriffenen Ukraine müsse deutlich und unmissverständlich sein. Für Scholz und viele in der Ampel-Koalition war es notwendig, moralisch entschlossen aufzutreten, nicht zuletzt, um innenpolitische Zerrissenheit zu vermeiden und ein gemeinsames europäisches Projekt zu festigen.

Doch diese Haltung zeigt zugleich, wie parteiinterne und fraktionsübergreifende Übereinstimmung die Verantwortungsethik überlagern kann: Die Frage, wie weit man gehen sollte bei Waffenlieferungen, Sanktionen oder bei der Einbindung weiterer Staaten in den Konflikt, wurde häufig eher im Rahmen parteipolitischer Positionen verhandelt als in offenen Folgenabschätzungen. Die Gesinnungsethik des deutschen Parteienkartells – bestehend aus der Union, der SPD, FDP und den Grünen – dämonisierte Russland und Wladimir Putin und stand fest an der Seite der US-amerikanischen, bellizistischen, Deep-State-geleiteten Biden-Regierung. Wären Verantwortungsethiker statt Gesinnungsethiker am Werk gewesen, hätte der Konflikt bereits sechs Wochen nach Ausbruch beigelegt und Hunderttausende Tote vermieden werden können. Wahrscheinlich wäre er erst gar nicht entstanden.

Der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina zeigt in besonderem Maße auf, wie dicht historische Verantwortung, moralische Symbole und parteipolitische Linien beieinander liegen. In Deutschland ist die politische Haltung zu Israel stark durch das historische Vermächtnis des Holocaust geprägt.

Diese kollektive Erfahrung wirkt bis heute in den Reaktionen auf Konflikte im Nahen Osten mit und prägt das normative Gerüst vieler Entscheidungsträger: Sicherheit für Israel wird oft als unantastbare Verpflichtung verstanden. Olaf Scholz hatte unmittelbar nach den Angriffen von Oktober 2023 erklärt, Deutschland stehe fest an der Seite Israels, und dieser Satz wurde im Parlament quer durch die Fraktionen getragen.

Der amtierende Bundeskanzler Friedrich Merz steht in der Tradition dieser deutschen Grundhaltung. Er hat mehrfach bekräftigt, dass Deutschland die Sicherheit Israels als Teil seiner Staatsräson begreift. Sollte die Staatsräson nicht derart ausgeprägt sein, auf der Seite des Rechts zu stehen, und nicht auf der Seite des Unrechts? Das israelische Regime hat mehr als 20.000 Kinder ermordet. Den Chef dieser Mörderbande, Benjamin Netanjahu, nach Deutschland einladen zu wollen, schlägt dem Fass den Boden aus.

Die gesinnungsethische, meines Erachtens verwerfliche Position des Bundeskanzlers ruht vermutlich auf moralischen Überzeugungen darüber, was gerecht und geboten sei, und auf historischen Verpflichtungen, weniger auf einer nüchternen, umfassenden Folgenanalyse darüber, wie eine solche Haltung die Dynamik des Konflikts und sein humanitäres Leid tatsächlich beeinflusst. Merz’ Haltung, die Anerkennung Palästinas nicht zu unterstützen, obwohl andere europäische Staaten dies tun, ist ein Beispiel dafür, wie moralisch begründete Linien beibehalten werden, auch wenn sie außenpolitisch oder humanitär umstritten sind.

Kinder- und Völkermörder lädt man nicht ein, Herr Merz, unter keinen Umständen, auch wenn Donald Trump das in verwerflicher Form nach wie vor praktiziert!

Innerhalb der SPD gibt es Stimmen, die eine drastischere Neubewertung deutscher Rüstungsexporte fordern und sogar ein Ende der Waffenlieferungen an Israel ins Gespräch bringen – nicht nur aus moralischem Unbehagen über Menschenrechtsverletzungen, sondern als Appell an eine andere Verantwortungsethik, die Wirkungen des eigenen Handelns stärker berücksichtigt. In parteipolitischen Debatten – etwa bei den Linken – wurde die humanitäre Katastrophe in Gaza aufgegriffen und die Frage nach Konsequenzen deutscher Politik laut, was in Teilen der Bevölkerung auf breite Resonanz trifft.

Doch diese innerdeutsche Debatte bleibt fragmentiert. Die Regierungskoalition formuliert Solidarpakete mit Israel und zugleich vorsichtige Kritik an bestimmten militärischen Entscheidungen, während Oppositionsparteien lautstark eine andere ethische Bewertung verlangen. All dies geschieht in einem politischen Klima, in dem Fraktionszwang, parteipolitische Loyalität und das Bedürfnis nach moralischer Kohärenz oft dominieren. Gewissensentscheidungen, die sich in parlamentarischen Abstimmungen manifestieren könnten, werden selten sichtbar – stattdessen folgen die meisten Abgeordneten parteipolitischen Linien, die eine starke moralische Botschaft transportieren, aber nicht zwangsläufig die komplexen Wirkungsgeflechte berücksichtigen.

Im Ergebnis zeigt sich in Deutschland ein politisches Feld, in dem Gesinnungsethik deutlich wirkt, weil moralische Grundüberzeugungen und historische Verpflichtungen parteiübergreifend hoch gewichtet werden – und in dem Verantwortungsethik, also die sorgfältige Abwägung von Folgen, oft der parteipolitischen Identität und dem inneren moralischen Kompass weicht. Politik wird so weniger als reflektiertes Entscheiden über Wirkungen, Risiken und Hoffnungen wahrgenommen, sondern mehr als Ausdruck einer Haltung, die in erster Linie moralische Zustimmung erzeugen soll.

Diese Dynamik ist kein deutsches Alleinstellungsmerkmal, aber sie ist in Deutschland besonders ausgeprägt, weil moralische Argumentationen – ob beim Pandemieschutz, bei der Solidarität mit der Ukraine oder im Nahostkonflikt – politisch selten offen hinterfragt werden. Der Mut zur Selbstreflexion – im Sinne eines humanistischen Gewissens, das nicht nur Haltungen, sondern auch Konsequenzen prüft – bleibt eine Herausforderung für den politischen Alltag.

Fazit

Selbstreflexion ist nicht frei von Ambivalenz. Sie kann zur Quelle von Klarheit werden – oder zur subtilen Form der Selbstkontrolle.

Gesunde Selbstreflexion ist neugierig, offen, manchmal sogar freundlich. Ungesunde Selbstreflexion ist hart, anklagend und kreist um die Frage, was mit einem nicht stimmt. In diesem Sinne bedeutet Selbstreflexion nicht, sich ständig zu analysieren, sondern sich selbst als lernendes, widersprüchliches Wesen anzuerkennen.

Vielleicht ist das die tiefste Form alltäglicher Selbstreflexion: nicht alles sofort einordnen zu müssen, nicht jedes Gefühl zu erklären, nicht jede Unsicherheit zu lösen, sondern wahrzunehmen, wie man gerade in Beziehung steht – zu sich selbst, zu anderen, zur Welt, ohne eine Situation bewerten zu müssen. In einer Zeit permanenter Bewertung kann genau das ein stiller, aber radikaler Akt sein, und zu einem höheren Level der persönlichen Entwicklung führen.

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Zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.  

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Friedrich Merz als Parteivorsitzender bestätigt – Der Kanzler, der aus der Kälte kam

Von Uwe Froschauer

Friedrich Merz ist der Kanzler der Kehrtwenden und der sozialen Kälte.Er versprach Haushaltsdisziplin, Migrationswende und wirtschaftliche Vernunft. Geblieben sind Neuverschuldung, soziale Härten und eine Energiepolitik, die Industrie und Verbraucher belastet. Friedrich Merz steht für eine Politik, die Prinzipien über das Wohl des Landes stellt – und dafür einen hohen Preis verlangt.

Mit 91,17 Prozent der Stimmen wurde Friedrich Merz auf dem CDU-Parteitag erneut als Parteivorsitzender bestätigt. Die Delegierten bescheinigen ihm damit Rückhalt – doch seine Rede wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Zwar präsentierte sich Merz rhetorisch souverän und staatsmännisch, konkrete Ansatzpunkte für echte und beschleunigte Reformen blieben jedoch aus. Wo im Wahlkampf klare Kanten in Migrations-, Finanz- und Energiefragen angekündigt wurden, dominieren nun Kompromissformeln, Durchhalteparolen und die Rechtfertigung politischer Kurswechsel. Reformen werden beschworen, aber nicht terminiert und Probleme benannt, ohne dass erkennbar wird, wie sie gelöst werden sollen. Zwischen den Versprechen vor der Wahl und der politischen Wirklichkeit klafft nach wie vor eine riesige Lücke.

Inhaltlich verband Merz in seiner Rede klassische konservative Motive mit aktuellen Krisenthemen. Er beschwor die Geschlossenheit der Partei und betonte, CDU und CSU müssten als stabile Kraft der politischen Mitte auftreten. Zugleich erneuerte er seine kategorische Absage an jede Zusammenarbeit mit der AfD und stellte die Union als Bollwerk gegen politische Ränder dar. Diese Selbstverortung in der „Mitte“ sollte Stabilität signalisieren, wirkte jedoch eher defensiv als richtungsweisend.

Nach aktuellen Umfragen würde momentan etwa jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland die AfD wählen. Diese Wähler pauschal aus dem demokratischen Diskurs auszuschließen, ist antidemokratisch. Die sogenannte Brandmauer wird als Abgrenzung gegenüber Parteiführungen begründet – gegenüber Millionen Bürgern ist sie jedoch eine politische Missachtung des Wählerwillens und damit ein Schlag ins Gesicht der Wähler und der Demokratie.
Ich bin nicht gerade ein Freund der AfD. Als Demokrat, der sich der offenen Debatte verpflichtet fühlt, halte ich es jedoch für grundlegend falsch, einen wachsenden Teil der Bevölkerung dauerhaft zu delegitimieren, statt sich inhaltlich mit seinen Motiven auseinanderzusetzen. Wer Demokratie ernst nimmt, Herr Merz, muss auch unbequeme Wahlergebnisse aushalten – sowie politisch beantworten, und nicht moralisch wegdefinieren. Momentan sind es die Altparteien, die sich antidemokratisch verhalten, und nicht die AfD.

Zentrale Schwerpunkte setzte Merz bei wirtschaftlichen Reformen. Er sprach von Bürokratieabbau, von der Notwendigkeit, Investitionen zu erleichtern, und von der Senkung von Energiepreisen als Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Auch strukturelle Veränderungen im Sozial- und Rentensystem kündigte er erneut an. Doch diese Reformrhetorik blieb weitgehend abstrakt. Zeitpläne, konkrete Maßnahmen oder politische Prioritäten nannte er nicht. Stattdessen verwies er auf die Zwänge der Regierungsarbeit und die Notwendigkeit von Kompromissen innerhalb der Koalition – ein deutlicher Kontrast zu den klaren Versprechen des Wahlkampfs.

Auffällig war dabei der doppelte Ton seiner Rede: Einerseits bemühte sich Merz um Geschlossenheit und Durchhaltewillen, andererseits verteidigte er bereits vollzogene Kursänderungen. Wörtlich sagte er:

„Vielleicht haben wir nach dem Regierungswechsel nicht schnell genug deutlich gemacht, dass wir diese gewaltige Reformanstrengung nicht von heute auf morgen schaffen werden. Diese Kritik nehme ich an. Ich will nicht nur moderieren. Ich will nicht nur den kleinsten gemeinsamen Nenner als unser größtes Ziel ausrufen. Ich will antreiben … Deutschland muss zur Höchstform auflaufen.“

Damit räumte er ein, dass zentrale Reformvorhaben langsamer umgesetzt werden als angekündigt, und zugleich stellte er klar, dass er die politische Linie seiner Partei weiterhin aktiv vorantreiben will – eine Mischung aus Selbstkritik und Rechtfertigung, die den Ton seiner Rede prägt.
In meinen Augen, Herr Merz, wollen Sie zu einer „Höchstform“ Deutschlands durch einen weitgehenden Sozialabbau kommen. Das Vermögen der Finanzelite soll unangetastet bleiben.

In der politischen Richtung, die aus der Rede ablesbar wurde, zeigte sich Merz als ein Kanzler und Parteichef, der auf Stabilisierung statt auf Umbruch setzt. Die CDU soll als ordnende Kraft der Mitte erscheinen, Reformen sollen behutsam erfolgen, Konflikte mit Koalitionspartnern vermieden werden. Was fehlt, ist der Bruch mit dem Status quo, den Merz vor der Wahl in Aussicht gestellt hatte. Statt klarer Kurskorrekturen bietet er nun politische Beruhigung.

So wirkt die Wiederwahl weniger wie ein Startsignal für einen neuen Reformkurs als wie die Bestätigung einer Politik, die auf Angleichung und Abstimmung setzt. Merz spricht von Erneuerung, liefert aber vor allem Rechtfertigungen für Anpassung. Seine Rede zeigt damit nicht den Kanzler, der Wahlversprechen einlöst, sondern den Parteivorsitzenden, der das Arrangement mit der SPD erklärt.

Sein und Schein

Das tatsächliche politische Handeln von Friedrich Merz erzählt eine andere Geschichte: die eines Mannes, der vor Wahlen Klarheit verspricht und nach Wahlen seine Positionen relativiert und teilweise ins Gegenteil verkehrt – mit spürbaren Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft.

Vor der Wahl gab Merz den Hüter der schwarzen Null. Neue Schulden seien der falsche Weg, hieß es. Kaum war die Wahl vorbei, wurden neue Kredite in astronomischer Höhe politisch akzeptabel. Auch in der Migrationspolitik folgte auf die harte Rhetorik der Rückzug in Koalitionskompromisse. Die SPD gab diesbezüglich den Ton an.
Politik lebt vom Ausgleich – doch wenn zentrale Versprechen kassiert werden, verliert politische Führung ihre Glaubwürdigkeit. Wer mit Entschlossenheit wirbt und anschließend nachgibt, hinterlässt das Bild eines Kanzlers der Kehrtwenden.

Politik für oben, Zumutungen für unten

Merz’ berufliche Vergangenheit in der Finanzwelt ist kein Vergehen, ist und bleibt für einen Mann, der Volksinteressen vertreten soll, jedoch fragwürdig. Seine Vergangenheit wirft die politische Frage auf: Wessen Perspektive prägt sein Handeln? Wenn Sozialausgaben unter Spardruck geraten, während große Vermögen weitgehend unangetastet bleiben, entsteht das Bild einer Politik, die Lasten gezielt nach unten durchreicht. Die unausgesprochene Botschaft lautet: mehr arbeiten, länger arbeiten, mit weniger Absicherung. Was dabei als „Produktivitätsdebatte“ ausgegeben wird, ist in Wahrheit die moralische Umverpackung sozialer Kürzungen. Nicht politische Prioritäten stehen zur Diskussion, sondern das angeblich zu geringe Leistungsniveau der Bevölkerung – eine Frechheit diese Haltung den hart arbeitenden und steuerlich abgezockten Bürgern gegenüber.

Produktivität dient in dieser Rhetorik als Hebel, um Verzicht zu rechtfertigen: längere Arbeitszeiten, höhere Rentenalter, geringere Leistungen. Gleichzeitig bleibt unausgesprochen, wofür diese Einschnitte notwendig sein sollen. Der Sozialstaat steht unter Dauerverdacht, die Aufrüstung unter Bestandsschutz. Bei Sozialleistungen wird jeder Cent eingespart – die enormen Summen für Verteidigung und Waffen gelten als alternativlos.

So wird aus einer Debatte über wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eine Debatte über soziale Belastbarkeit. Wer „produktiver“ sein soll, bedeutet in dieser Logik nicht besser entlohnt, sondern stärker beansprucht zu werden. Nicht Vermögen wird in die Pflicht genommen, sondern Arbeitskraft. Der Sozialstaat erscheint als Kostenfaktor, während Militärausgaben als Investition etikettiert werden. Diese Verschiebung ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer Politik, die Aufrüstung finanziell absichert, indem sie sozialen Ausgleich relativiert – schändliche Kriegstreiberei auf Kosten der Bürger!

Was als Reform verkauft wird, ist damit kein Projekt des Fortschritts, sondern eines der Verlagerung: Arbeit wird verdichtet, Sicherheit abgebaut, während bellizistische Strategien Vorrang erhalten. Eine Regierung, die die Produktivitätsfrage mit Sozialabbau beantwortet, tauscht wirtschaftliche Stabilität gegen soziale Instabilität – und nennt das Verantwortung.

„Nimm die Gerechtigkeit weg – was ist ein Staat anderes als eine große Räuberbande?“
Augustinus von Hippo

Der ursprüngliche Kontext stammt aus De civitate Dei („Der Gottesstaat“), einem der Hauptwerke des bedeutenden Kirchenvaters des 4./5. Jahrhundert, in dem Augustinus schrieb, dass Reiche ohne Gerechtigkeit faktisch wie großräuberische Vereinigungen wären, weil sie Macht über Menschen ausüben, ohne dem Gemeinwohl zu dienen. Friedrich Merz spiegelt den Typus Politiker wider, der die Reichen auf Kosten des Volkes vertritt.

Aufrüstung statt Ausgleich in Deutschland und Europa

Merz setzt auf dauerhaft steigende Rüstungsausgaben und eine kompromisslose Unterstützung der Ukraine. Diese Politik umfasst nicht nur Waffenlieferungen in Milliardenhöhe, sondern auch langfristige finanzielle Hilfen, Garantien und Wiederaufbauzusagen, die letztlich von den Steuerzahlern in Deutschland und Europa getragen werden. Militärische Hilfe, Haushaltsmittel und EU-Fonds fließen in einen Krieg, dessen Ende von europäischen Kriegstreibern bewusst hinausgezögert wird und dessen Eskalationsrisiko stetig wächst.

Auf dem CDU-Parteitag betonte Merz ausdrücklich, dass Deutschland und Europa an der Seite der Ukraine stehen werden:

„Wir stehen an der Seite des ukrainischen Volkes ohne Wenn und Aber.“
„Wir werden uns niemals damit abfinden, wie ein verbrecherisches russisches Regime systematisch Krieg führt gegen die Zivilbevölkerung dieses Landes … gegen alte Menschen, Frauen und Kinder.“

Merz sagte, Russland verbinde den seit vier Jahren währenden Angriff gegen die Ukraine „mit einer geradezu unerträglichen Nazipropaganda gegen das ukrainische Volk“ – ein Volk, das unter deutscher und russischer Gewaltherrschaft historisch stark gelitten habe. Diese Propaganda werde „jederzeit auf unseren entschiedenen Widerspruch stoßen“.

Herr Merz, das russische Regime ist nicht verbrecherisch, sondern wehrt sich gegen den Würgegriff der NATO, die in den letzten 30 Jahren immer weiter in Richtung Russland vorgerückt ist. Die imperialistischen USA, die sich gegen eine unaufhaltsame multipolare Weltordnung stellen, haben diesen Krieg provoziert, und führten unter dem Biden-Regime einen Stellvertreterkrieg in der Ukraine. Wladimir Putin tut wesentlich mehr für sein Volk als Sie es tun. Auch wenn man nicht mit seiner Vorgehensweise in allen Punkten übereinstimmen muss, ist Putin ein Staatsmann, dem Sie nicht das Wasser reichen können. Das ukrainische Volk, an dessen Seite Sie „ohne Wenn und Aber“ stehen, wird von einem Regime geführt, das mit Korruptionsskandalen übersät und faschistisch unterminiert ist. Die Verehrung des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera als Nationalhelden ist unübersehbar.

Bevor am 24. Februar 2022 der Krieg begann, hat das Kiew-Regime mehr als 14.000 Menschen in der Ostukraine getötet, und die ostukrainische Bevölkerung von der Lebensmittelversorgung und der finanziellen Unterstützung weitgehend abgeschnitten, die daraufhin Russland übernehmen musste. Wenn die Bevölkerung in der Ostukraine lieber zu Russland gehören möchte, ist das legitim und verständlich. Sie sollten aufhören mit Ihrer russlandfeindlichen Propaganda, und die deutsche Bevölkerung über die wahren Verhältnisse in der Ukraine aufklären. Sie werden in die deutsche Geschichte als ein Kanzler eingehen, der wegen einer Mischung aus Verbohrtheit, Elitenverbundenheit und politischer Dummheit sein eigenes Volk leiden ließ und an den Rand eines Dritten Weltkriegs gebracht hat. Ihr Widerspruch auf die russische Propaganda ist nichts weiter als der bellizistische Versuch, den Krieg in der Ukraine am Laufen zu halten. Das vermeidbare Töten geht weiter, und dazu liefern Sie mit Ihrer kriegstreiberischen Einstellung, ebenso wie Keir Starmer, Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen ihren Beitrag.

Die bellizistische Linie wird auf europäischer Ebene maßgeblich von der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der estnischen Ministerpräsidentin Kaja Kallas vorangetrieben. Beide fordern eine nahezu bedingungslose Fortsetzung der militärischen und finanziellen Unterstützung der Ukraine – unabhängig von wirtschaftlichen Belastungen oder sozialen Folgekosten innerhalb der EU. Die Parole lautet sinngemäß: Die Ukraine wird unterstützt, koste es, was es wolle! Doch was hier als geopolitische Verantwortung deklariert wird – in Wirklichkeit aber Kriegstreiberei darstellt –, ist eine massive Umverteilung öffentlicher Mittel in unproduktive Rüstungsprogramme und Kriegsfinanzierung, von denen sich die Menschen in Europa keine Scheibe abschneiden können. Es ist ein Verrat an den europäischen Bürgern.

Friedrich Merz setzt eine klare Priorität: Militär vor Sozialem. Während für Waffen, Munition und militärische Infrastruktur Milliardenbeträge mobilisiert werden, geraten Renten, Pflege, Bildung und kommunale Haushalte unter Druck. Wer in dieser Lage Sozialausgaben begrenzt oder kürzt, während militärische Ausgaben als alternativlos gelten, trifft keine neutrale Haushaltsentscheidung, sondern eine bellizistische. Diese Entscheidung bedeutet, dass gesellschaftliche Sicherheit der militärischen Sicherheit nachgeordnet wird.

Die politische Botschaft ist eindeutig: Für Krieg ist Geld da, für soziale Stabilität muss gespart werden. So verwandelt sich Solidarität mit der Ukraine in eine dauerhafte Belastung der eigenen Bevölkerung. Nicht Vermögen werden herangezogen, sondern die Allgemeinheit. Während Rüstungsunternehmen Rekordgewinne verzeichnen, werden Bürgerinnen und Bürger auf Verzicht eingeschworen.

Eine solche Politik ist außenpolitisch bellizistisch, innenpolitisch ist sie ein Bruch des sozialen Versprechens. Sie fordert dümmliche, kriegstreiberische Loyalität nach außen, während sie nach innen Kürzungen rechtfertigt. Wer diesen Kurs vertritt, muss sich fragen lassen, ob er das Gemeinwohl schützt – oder ob er pseudo-geopolitische Zielsetzungen über den sozialen Zusammenhalt stellt.

Energiepolitik gegen die eigene Wirtschaft

In seiner Rede sprach Friedrich Merz von einer Senkung der Energiekosten. Merz’ Haltung in der Energiefrage ist jedoch widersprüchlich. Deutschland verzichtet auf russisches Pipeline-Gas und setzt stattdessen auf teures Flüssiggas aus Übersee. Dieses LNG ist ökologisch belastender, aufwendig zu transportieren und wirtschaftlich deutlich teurer. Für eine Industrie, die auf bezahlbare Energie angewiesen ist, bedeutet das nicht nur Wettbewerbsnachteile, sondern drohende Produktionsverlagerungen und Arbeitsplatzverluste.

Die Gasspeicher in Deutschland schrumpfen kontinuierlich. Mit einem Winter, der kälter ausfällt als erwartet, gehen die Vorräte langsam, aber sicher zur Neige. In einer solchen Lage wäre es aus industrie- und sozialpolitischer Sicht naheliegend, alle verfügbaren Optionen pragmatisch zu prüfen. Stattdessen bleiben die Pipeline-Lieferungen aus Russland kategorisch ausgeschlossen, und eine Annahme der Energie – verbunden mit versöhnlicher und notwendiger Dankbarkeit gegenüber Russland oder einfach nur pragmatischem Realismus – wird abgelehnt. Die hochmütige und mittlerweile verlogene „Wertewesten“-Ideologie mit dem Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit steht über den Notwendigkeiten der Realität. Die energiepolitischen Entscheidungen des Realitätsverweigerers Merz treffen direkt Unternehmen, Beschäftigte und Verbraucher: steigende Kosten, unsichere Versorgung und Druck auf Haushalte und Kommunen sind die Folge.

Russisches Pipeline-Gas war und ist preiswerter, klimafreundlicher als LNG und langfristig verlässlich. Anstatt diese Option sachlich zu nutzen, setzt Merz auf moralische Abgrenzung und geopolitische Härte. Außenpolitik wird so zur Prinzipienfrage, die wirtschaftliche Realität von Industrie und Bevölkerung ignoriert. Die Belastungen tragen nicht abstrakte Märkte, sondern Menschen und Unternehmen vor Ort. Energiepolitik wird dadurch zu einer Belastungspolitik: Hohe Preise, sinkende Speicherstände und Produktionsrisiken sind das Ergebnis einer ideologisch starren, dummen und arroganten Haltung – eine Politik, die klar gegen die Interessen der deutschen Industrie und Bevölkerung arbeitet.

Verweigerter Dialog

Merz lehnt Gespräche mit Moskau grundsätzlich ab. Diplomatie gilt ihm als Schwäche, Abschreckung als Tugend. Dumm, dümmer geht’s nicht! Wer Dialog ausschließt, ersetzt Politik durch Eskalationslogik. Das bindet Ressourcen, verschärft wirtschaftliche Belastungen und verengt den Handlungsspielraum auf militärische Optionen. Für ein exportabhängiges Land wie Deutschland ist das kein Zeichen von Stärke, sondern von strategischer Verbohrtheit und wirtschaftlichem Suizid.

Dabei zeigt Russland durchaus Bereitschaft zu Kooperationen: Pipeline-Gas könnte geliefert werden, technische Lösungen für sichere Abnahme existieren, und das Land hat mehrfach signalisiert, dass Verhandlungen möglich sind. Wladimir Putin äußerte sich jüngst verwundert über die deutsche Haltung: „Ich verstehe nicht, warum diese Politik gemacht wird, wenn doch die Gasspeicher leer sind und Gas zur Verfügung steht.“ Auch andere Nationen und Politiker, darunter Vertreter aus Frankreich und Italien, haben wiederholt betont, dass Gespräche mit Russland notwendig seien, um Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten.

Trotz dieser Signale verharrt Merz auf seiner Linie der Konfrontation. Die Entscheidung, nicht zu verhandeln oder pragmatische Lösungen zu prüfen, steigert die Kosten für Industrie und Verbraucher weiter und erhöht die wirtschaftlichen Risiken für Deutschland. Es wäre an der Zeit, dass Herr Merz sich ernsthaft überlegt, Dialog zuzulassen – nicht als Schwäche, sondern als strategisches Instrument, um Ressourcen zu schonen, Versorgungssicherheit zu gewährleisten und wirtschaftlichen Schaden abzuwenden. Ohne diese Kurskorrektur bleibt die Energiepolitik ein ideologisch geprägtes Spiel auf Kosten der Bevölkerung und der Industrie.

Ethik der Verantwortung

Am Ende steht die Frage nach der politischen Ethik. Eine Politik, die soziale Kürzungen hinnimmt, hohe Energiepreise akzeptiert und gleichzeitig massive Rüstungsausgaben ausweitet, folgt einer klaren Logik: Ideologie vor Ausgleich, Prinzipien vor Pragmatismus. Der Kanzler fordert mehr Leistung von den Bürgern, bietet ihnen aber weniger Sicherheit. Milliarden fließen in einen militärischen Konflikt, während der innere Zusammenhalt erodiert.

Ein Regierungschef schwört, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Doch eine Politik, die Arbeitsplätze gefährdet, soziale Sicherung schwächt und wirtschaftliche Vernunft der geopolitischen Symbolik opfert, verfehlt diesen Anspruch. Friedrich Merz präsentiert sich als Mann der Ordnung – tatsächlich steht er für eine Ordnung, in der sich die Lasten nach unten verschieben und die Risiken nach innen.

Was dabei besonders auffällt, ist das fehlende Maß an Demut und Selbstreflexion von Herrn Merz. Wer politische Verantwortung trägt, muss Entscheidungen nicht nur durch ideologische Brille sehen, sondern auch die realen Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft bedenken. In meinen kürzlich erschienenen Artikeln über Selbstreflexion und Demut habe ich beschrieben, dass diese Tugenden unverzichtbar sind, um Macht nicht zu überschätzen und die Folgen des Handelns realistisch einzuschätzen. Genau dieses Innehalten, das Erkennen eigener Grenzen, das Hinterfragen eigener Annahmen und das Abwägen von Konsequenzen fehlt bei Friedrich Merz.

Statt sich selbstkritisch zu fragen, ob politische Prinzipien die Bevölkerung belasten oder die Industrie gefährden, folgt er stur einer Linie, die symbolische Härte über pragmatische Lösungen stellt. Die Konsequenz: Eine Politik der Härte, die die Bürgerinnen und Bürger belastet, Konflikte eskaliert und Möglichkeiten des Dialogs ausschließt. Verantwortungsbewusstsein erfordert Demut – die Bereitschaft, zu erkennen, dass Macht immer an ihre Grenzen gebunden ist. Fehlende Selbstreflexion und übermäßiger Glaube an die eigene Richtigkeit verwandeln politische Verantwortung in politische Blindheit.

Merz’ Politik zeigt genau dieses Muster: Eine Mischung aus ideologischer Starrheit, fehlender Anpassungsbereitschaft und mangelnder Demut. Die Folgen spüren diejenigen, die auf politische Vernunft und soziale Absicherung angewiesen sind. Verantwortung zu tragen, bedeutet nicht, Prinzipien rigoros durchzusetzen, sondern abzuwägen, Kompromisse zu prüfen und Schaden vom Volk abzuwenden. Wer dies nicht tut, riskiert, dass Führung zur Last wird – statt Sicherheit, Stabilität und Vertrauen zu schaffen. Politische Führung wird dann kontraproduktiv. Sie schadet dem Volk mehr als sie ihm nutzt.

Verantwortung kommt von innen, Herr Merz, und die sind Sie für die deutschen Bürger nicht bereit zu übernehmen. Pflicht wird von außen auferlegt. Wem fühlen Sie sich verpflichtet, Herr Merz, BlackRock, Rheinmetall?

Fazit

Friedrich Merz ist kein Kanzler der Stabilität, sondern einer der Brüche. Seine Kehrtwenden bei Schulden und Migration untergraben Vertrauen. Seine Sozialpolitik belastet die Schwächeren. Seine Energie- und Außenpolitik gefährdet Industrie und Wohlstand. Wer so Politik macht, regiert nicht im Namen der Mehrheit, sondern im Namen einer harten Linie – selbst dann, wenn sie dem eigenen Land schadet.

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Zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.  

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 41

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

Das intellektuelle Niveau in der allumspannenden Matrix ist so dermaßen irrsinnig, dass man es eigentlich nur noch im Vollsuff ertragen kann. Sie erinnern sich hoffentlich noch an die seit Wochen rausgeplärrten Parolen, die Deutschen müssten länger und mehr arbeiten?

„Wir müssen die Beschäftigten zu mehr Arbeit treiben“, wie Yasmin Fahimi, DGB-Vorsitzende in einer deutschen Talkshow zum Besten gab. Ob die damit intendierte Assoziation des Peitschen schwingenden Sklaventreibers gewollt war oder nicht, bleibt spekulativ.

Eine Nachfrage zu dieser Aussage bei der so genannten „KI“ läuft inzwischen ab, wie das simple Leitmotiv für Anhänger von „UnsererDemokratie“: Jeden möglichen Vorwurf sofort umdrehen und gegen den Gegner richten. Das Ganze so schnell, dass der vollkommen verdutzt gar nicht mehr reagieren kann.

Die „KI“ antwortet über sich selbst: „KI erkennt Muster in riesigen Datenmengen und wählt dann aus, was statistisch am besten passt. … Das wirkt manchmal sehr schlau, ist aber im Grunde ein sehr komplexes Wiedererkennen und Wiederholen.“

Der „Maggus“ ist beim Mehr-Schuften-gegen-Putin als Obernarr logisch ganz vorne dabei, aber ebenso, wie jedes Jahr, auch beim Fasching. Diesmal haben seine Berater-Lakaien mal wieder eine Bombenidee für den Einzigartigen aus dem Hut gezaubert. Södolf ging als „Braveheart – Es kann nur einen geben“ ins närrische Treiben. Ein besseres Motto in Zeiten des Endkampfes kann man sich nicht mehr verpassen lassen. Trotz allem munkeln manche weiterhin: „Dea gonze Bua a Depp!“

Wir haben schon bald keine „Kritische Infrastruktur“ mehr, sondern nur noch Infrastruktur in kritischem Zustand.

Ständig prasseln die Meldungen von Rekordarbeitslosenzahlen, Firmenpleiten en masse und jährliche Immigration in der Größenordnung einer mittleren Großstadt auf das Volk hernieder. Selbst wenn die Zuwanderer aus lauter Nobelpreisträgern bestünden, würden die in einer Wirtschaft mit viel zu geringer Nachfrage kaum einen produktiven (!!!) Arbeitsplatz schaffen. Na gut, einen oder zwei, vielleicht. Angebot – Nachfrage? Schon mal gehört? „Gäht des nua nei in dene ia vanoglts Hirn?“

Frage: Wie blöd muss man sein, um nicht zu erkennen, dass in einem Land, das permanent Arbeitsplätze verliert, weil das Angebot von Produkten und Dienstleistungen wegen zu hoher Preise nicht mehr verkauft werden kann, vor allem aufgrund von zu hohen Herstellungskosten (Energiepreise), jede Stunde Mehrarbeit die Misere nur noch zusätzlich verschlimmert?

Diese blanke Unkenntnis von grundlegenden wirtschaftlichen Zusammenhängen ist schon atemberaubend. Was bleibt von Deutschland, wenn die 3 stärksten Säulen der hiesigen Wirtschaft platt gemacht worden sind? Auto-Industrie, Maschinenbau, Chemie schrumpfen wie Turtur, der Scheinriese, wenn man mal näher hinschaut.

Der gleiche Denkkategorienfehler wird übrigens beim Thema Rente gemacht. Denn es geht nämlich nicht um die Anzahl von arbeitenden Personen, sondern schlicht um den tatsächlichen Mehrwert, der für die Rente zur Verfügung steht. Egal ob früher von 100 Leuten erwirtschaftet oder jetzt von 10. Produktivitätsfortschritt? Effizienzsteigerung?„Scho amoi k‘head?“

„Die Guten™“ haben nicht nur den Ausgang aus ihrer selbstverschuldeten Blödigkeit verpasst, sondern die haben auch sämtliche Ausgänge von innen verrammelt.

+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!+++Eilmeldung!

Eliten verspeisen kleine Kinder! Hillary Clinton in der NYT: „Die kleinen Popos der 3-jährigen, schön rösch rausgebraten, sind exquisit!“ Ganz ruhig! Das sind selbstverständlich fake-news. Doch was würde passieren, wenn dies zig-fach belegt und praktisch vollständig bewiesen im Zuge der Epstein-Geschichte gemeldet würde? Ziemlich sicher nicht viel.

Sie finden das vielleicht sogar geschmacklos? Nun, dieses Attribut in diesem Zusammenhang kann man auch als degoutant bezeichnen. Das wahrhaft Verwerfliche ist doch die Kaltherzigkeit und selbstbezogene Abgestumpftheit, die in „UnsererDemokratie“ konstituierend, also wesensbildend, sind.

Die bisherigen Reaktionen auf die menschlichen Abartigkeiten und Gepflogenheiten in den immer noch so bezeichneten „besseren“ und „höchsten Kreisen“, die in diesen Epstein-Files auftauchen, sind auch mit noch so viel Erbrochenem kaum wegzufluten. Da gereicht die Benennung dieser höher gestellten Wesen als Zombies schon zur Verharmlosung der armen Untoten. „High Society? I wea narrisch!“

Übrigens: Ein Blick in alte und ganz alte Quellen unterstreicht, dass das Verspeisen von Kinderfleisch als Symbol absoluter Macht schon ewig ganz oben ansteht.

Haben die Schwurbler am Ende schon wieder Recht?

Hinsichtlich dieser Epstein-Saga hält der Autor Lucas Leiroz da nicht mehr hinterm Berg: „Und die unbequeme Wahrheit, die unmöglich zu ignorieren ist, lautet, dass all dies immer noch Teil eines noch tieferen und makabreren Plans des Deep State sein könnte – der sowohl Demokraten als auch Republikaner umfasst –, um das „Epstein-Problem“ durch eine brutale Kampagne kollektiver Abstumpfung zu „lösen“, indem in der öffentlichen Meinung die Vorstellung „normalisiert“ wird, dass die westliche Elite aus Pädophilen, Satanisten und Kannibalen besteht.“

Bob Moran drückt sich dazu ungekünstelt anschaulich aus: „Glaube ich, dass Epstein ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter ist/war? Ja. Glaube ich, dass viele reiche und berühmte Menschen pädophile Aktivitäten ausüben? Ja. Glaube ich, dass die „Epstein-Akten“ nur ein von einer KI generierter Haufen Unsinn sind, der aus sechs Jahren Gerüchten in Verschwörungstheorie-Chatrooms zusammengebastelt wurde? Ja.“

Bestätigt wird das auch von Lars Grünewald: „Aufgrund fehlender Selbstreflexion bleiben den Menschen ihre eigenen Charaktereigenschaften dabei vollkommen unbekannt: Eine Gesellschaft, die ihre eigene Dekadenz erkennt, wäre ein Widerspruch in sich.“

„Das ist keine Verschwörung: Es ist die Logik der Macht.“

Der Dichter Lucan, der die Abartigkeiten Neros genießen durfte, schrieb, dass man angesichts „der schwersten Katastrophen“ den Beweis habe, dass „die Götter nicht um unsere Sicherheit besorgt sind, sondern um unsere Bestrafung“.

Der Hegemon besinnt sich unterdessen mehr und mehr auf das unspektakulärere, lautlosere Töten. Statt Videoclip-taugliche „Shock and Awe“ wie im Irak zu produzieren, macht man es inzwischen mehr israelisch. Subtiler, hinterhältiger, boshafter und niederträchtiger.

Das Bild, mittels eines Kissens jemand zu ersticken, drängt sich v.a. in Bezug auf Iran auf. Denn hier wird die Gefahr der Entdollarisierung, einer alternativen widerständigen Staatsführung und eines Demonstrationseffekts, des Beweises, dass Ungehorsam gegen den US-Hegemon erfolgreich sein kann, bekämpft.

Im Focus steht die Verhinderung einer multipolaren Gegen-Welt durch eine Verunmöglichung von Frieden und Stabilität. Nur mal so nebenbei bemerkt: Persien, heute Iran, war übrigens das erste Großreich der Geschichte überhaupt.

Das mit dem Untergang des „Imperiums der Lügen“ zieht sich und zieht sich.

Napoleon sagte, im Krieg verhalte sich das Psychologische zum Physischen wie 3 zu 1. Wenn man diese These aufgreift, wer ist dann wem überlegen? Das „Imperium der Lügen“ dem ganzen anderen Rest? Oder andersrum?

Victor Klemperer brachte es 1947 treffend auf den Punkt: „Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“

Gleichzeitig zur Gehirnvergiftung durch die fortschrittlichsten Manipulationsmethoden  verfolgen alle westlichen „Eliten“ eine Formel wie ein bestens dressierter Hund: „Zerstöre alle bisherigen Ordnungen, das schafft Chaos, um die Menschen aufzuhetzen, und präsentiere dann eine Lösung für das Chaos unter dem Deckmantel „des Guten™“.“ Denn sie sind das erste faschistisch-totalitäre Unterdrückungs-Regime in der gesamten Menschheitsgeschichte, das auf der Seite „des Guten™“ steht. Äähhääm, …Späßle g’macht…

Die fühlen sich alle wie Major Tom: „völlig losgelöst…“ Nur dass der Major immerhin noch einen Scherz gemacht hat ….

Können „die Guten™“ in ihren Denk-Käfigen das jemals verstehen?

Der Vatikan der Hochfinanz, geläufiger als City-of-London oder nur als „die City“, also das „Imperium der Lügen“, zappelt wie verrückt in seinen eigenen Fallstricken. Die produzieren zwar Chaos, wo es nur geht, aber vor allem chaotisieren sie nun vordringlich die Seehandelswege. Zu arg viel mehr reichts wohl nicht mehr…

„Alles auf Anfang“ könnte man denken, denn mit Raub, Mord und Piraterie begann einst der Aufstieg des „British Empire“ unter Elisabeth der Ersten im Vorfeld und im Nachklang des Untergangs der spanischen Armada 1588. Wobei vorher dermaßen viel Gold und Silber von den spanischen Galeeren erbeutet wurde, dass mit diesem Raubgut erst die englische Flotte aufgebaut werden konnte.

Im Hier und Jetzt wird, wie die fantastische Dagmar Henn konstatiert, alles getan, „das eigene Polster vor dem Absturz noch etwas zu verstärken.“ Denn die permanenten Katastrophenmeldungen „bieten eine Möglichkeit für Insiderhandel, vorausgesetzt, man gehört zu jenen, die vorab Kenntnis von anstehenden Ereignissen haben.“ Je größer die Volatilität „der Märkte“, desto höher die Spekulationsgewinnmöglichkeiten.

Die Deepies wissen – im Gegensatz zu den oppositionellen Kreisen – halt ganz genau, was sie wollen, nämlich „die Erhaltung ihres persönlichen Reichtums samt seiner politischen Reichweite.“

Ob das eine ultrafaschistische Dystopie ist, die sich da im Westen gerade manifestiert? Das kann aber doch nicht sein, weil‘s nicht sein darf. „Des dadn de do nianed macha, oda doch?“

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“ Mahatma Gandhi

Wer irgendwo eine Tendenz, ein „Fitzelchen von Schale von Zitron‘“ (Serge) von einem Silberstreif am Horizont der Hoffnung sieht, der Zuversicht vermittelt, darf das gern behalten und einrahmen.

Ansonsten: Zurücklehen! Show genießen! Welche Generation hat schon das „Vergnügen“, einem Zivilisationsuntergang solchen Ausmaßes live und in Farbe beiwohnen zu können? Sehen Sie. „Always look on the bright side of life…“

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Dieser Artikel wurde zuerst bei AnderweltOnline veröffentlicht. Hier der Link:
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/gschichtn-ausm-nachbargartn-folge-41/

Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,

zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar. 

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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NATO-Operation gelungen, Patient und Ärzteteam tot

13. Februar 2026, von Albrecht Künstle

Zu den wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges

– Die „Rettung“ der Ukraine wird die Retter ruinieren

– Uns droht dasselbe Desaster wie Putins Russland

Die beginnende Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat dieses Jahr ein denkwürdiges Motto: „Unter Zerstörung“. Was sich Ex- und Jetzt-wieder-Präsident Wolfgang Ischinger und sein Team dabei wohl gedacht haben? Diese MSC ist jedenfalls Anlass zu erörtern, was in Europa schief läuft. Um es kurz vorwegzunehmen: Die NATO-Operation zur Einverleibung der Ukraine in ihren Herrschaftsbereich lässt den Patienten – Selenskyjs Ukraine – auf dem OP-Tisch wirtschaftlich verbluten, während die um den OP-Tisch versammelten Ärzte – die kriegswilligen Länder Europas – vom selben Schicksal eingeholt werden, wie es bereits Russland ereilt hat. Doch der Reihe nach.

Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben und bewiesen sein: Der „Angriffskrieg auf die Ukraine“ muss man angesichts aller bekannten Fakten als Putins letzte Reaktion auf die Expansion der NATO bis vor die Haustüre Russlands einordnen, wobei es hier weniger um formale Osterweiterung geht als die Versuche des Westens, über diese hinaus durch “Farbrevolutionen” und Kommandooperationen (Stichwort “Euromajdan”) den Einfluss Russlands auf Nachbarländer systematisch zurückzudrängen. Es handelt sich durchaus um eine Art von „Vorwärtsverteidigung“ des militärisch relativ schwachen Russland gegenüber der NATO – ohne die Berücksichtigung der Atomwaffen, die allenfalls eine machtpolitische Relevanz haben, jedoch keine militärische, denn deren Einsatz würde nur die Antwort darauf geben, wessen Bündnis samt seiner Menschen zuletzt untergehen würde.

Gefährliches Machtvakuum nach 1991

Nach dem Ende des Warschauer Paktes am 31. März 1991 und dem Zusammenbruch der Sowjetunion am 26. Dezember desselben Jahres entstand in Moskau ein gefährliches Machtvakuum, aus dem der Europa zugewandte Block mit Putin die Oberhand gewann. Zehn Jahre später zu Beginn dieses Jahrhunderts applaudierte nicht nur der Bundestag der Rede Putins im Bundestag, der von einem vereinigten Europa von Russland bis Gibraltar träumte; sogar die – meines Erachtens von vorneherein absurde – Idee der NATO-Mitgliedschaft Russlands, die bereits unter Boris Jelzin im Raum stand, machte wieder die Runde. Aber alles sollte nicht sein: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“, meinte schon Friedrich Schiller. Interessierte Mächte des Westens animierten und sponserten Kräfte des früheren Ostblocks – in der Erwartung, diese mögen doch die NATO zur Hilfe rufen.

Nach und nach bis zum Jahr 2020 wurden fast alle Frontstaaten in die NATO aufgenommen; es fehlten nur noch die Ukraine, Belarus und Finnland. Das informelle Versprechen an Gorbatschow und später an Putin, die NATO nicht in Richtung Russland zu erweitern, wurde dreist gebrochen. Auch wenn diese Erweiterung nicht von der NATO erzwungen, sondern von den betreffenden Ländern selbst demokratisch gewünscht wurde, hätte die NATO auf russische Interessen Rücksicht nehmen müssen; die Anerkennung der Ostausdehnung in der NATO-Russland-Grundakte von 1997 noch unter Jelzin war eine eher vordergründige Bestätigung des Faktischen, doch sie konnte das russische Misstrauen nicht beseitigen.

Russland ist schwer angezählt

Über die Motive, warum die NATO diese Osterweiterung proaktiv betrieb, kann man spekulieren. Wahrscheinlich war die Fortführung der Roll-Back-Politik des Westens, den russischen Bären zurückzudrängen (oder besser zu erobern), das Hauptmotiv. Denn Russland verfügt über riesige Rohstoff- und Energievorkommen. Diese waren für uns billig, aber vielleicht wollte man sie ganz umsonst? Vielleicht wollte man, wie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, Russland totrüsten, was damals nicht gelang. Aber auf, zu einem neuen Versuch? Die Strategie Putins aus der militärischen Schwäche heraus, war die Einrichtung einer „Pufferzone“ von Ländern. Die größte Pufferzone wäre neben Belarus die Ukraine gewesen.

Zar“ Putin glaubte, er könne eine Militärkolonne nach Kiew schicken, um die NATO-hörige Regierung zu entmachten und durch eine neutrale zu ersetzen – ähnlich Belarus. Diese „Militäroperation“ misslang nach Strich und Faden, weshalb er dann quasi kleinere Brötchen backen wollte und versuchte, lediglich die vier Oblaste Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson als Puffer zu installieren. Auch das schafft er militärisch (noch) nicht, trotz seiner Überlegenheit an Soldaten und der massiven Aufrüstung während des Krieges. Die NATO-Strategie der Schwächung Russlands ging also halbwegs auf, denn Russland ist schwer angezählt.

Wachstum ohne Entwicklung

Russland leidet wohl doch massiv unter den vielen Sanktionen und der Aufrüstung. Dieser Bericht ist ernst zu nehmen, auch wenn er von der “taz” kommt. Eine vorab zugängliche Studie aus Frankreich stellt hier in Kurzfassung fest, dass die „Todeswirtschaft“ Putins zwar ein vorübergehend nachfragegetriebenes Wirtschaftswachstum angekurbelt, aber der russischen Gesellschaft und Wirtschaft tatsächlich schweren Schaden zugefügt habe. Millionen Russen, Häftlinge, Verarmte, Überschuldete und Menschen aus den Randgebieten des Landes wurden mit Anwerbeprämien von vier Millionen Rubel (umgerechnet bis 52.000 Euro) an die Front gelockt. Zusammen mit anderen Vergünstigungen und den „Sargprämien“ für die Gefallenen sollen die Kosten je Soldat über 200.000 Euro betragen. Jährlich würden zwei Prozent des BIP alleine für diese Soldzahlungen und Todesfallleistungen aufgewendet.

Weil auch der Rubel nur ein Mal ausgegeben werden kann, bleiben produktive Großinvestitionen auf der Strecke. Nur die Rüstungsindustrie floriert und wird teurer, weil die Arbeitskräfte knapp und teuer werden. Das „Wachstum ohne Entwicklung“ lässt die Inflation ansteigen. Insolvenzen und faule Kredite nehmen zu. Russlands Industrie steckt in der Rezession, die Staatseinnahmen sinken. Der „Reservefonds“ schmilzt wie Schnee in der Sonne. Die Ökonomen konstatieren ein rasant steigendes Haushaltsdefizit. Soweit die Studienlage.

Anfang vom Niedergang

Dasselbe Schicksal teilt aber auch die Ukraine. Sie ist zwar nicht militärisch am Ende, weil sie vom Westen ständig mit Waffenersatz versorgt wird, aber wirtschaftlich umso mehr. Der Krieg blutete das Land aus. Es kann nur noch mittels für uns teure finanzielle „Elektroschocks“ wiederbelebt und am Leben erhalten werden. Genau diese Entwicklung ist auch die Blaupause für uns in Deutschland. Die aberwitzigen Sonderschulden der neuen Regierung in Höhe von hunderten Milliarden Euro werden, wie in Russland, nur ein Strohfeuer entfachen, aber unser Land nach den Jahren des Stillstandes gänzlich ruinieren. Die massive Verdreifachung der Militärausgaben werden ziemlich exakt die gleichen wirtschaftlichen Folgen haben wie in Russland. Zum gleichen Ergebnis kommt “Tichys Einblick” hier. Ist es das alles wert?

Dazu noch eine ergänzende Zuschrift von David Cohnen: „Ein Krieg ohne deutschen Nutzen – aber mit deutschen Kosten. Deutschland wird nicht von Russland angegriffen. Dennoch hat die Bundesrepublik in den vergangenen Jahren nach vorsichtigen Berechnungen mindestens 140 Milliarden Euro in die Unterstützung der Ukraine investiert – finanziell, militärisch und strukturell. Diese Mittel fehlen im eigenen Land: bei Infrastruktur, Bildung, Energie, sozialem Zusammenhalt.“ So ist es, und das ist nur der Anfang vom Niedergang Deutschlands. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Die NATO-Operation zur Einverleibung der Ukraine in ihren Herrschaftsbereich lässt den Patienten, Selenskyjs Ukraine, auf dem OP-Tisch wirtschaftlich verbluten. Und die Ärzte um den OP-Tisch, die kriegswilligen Länder Europas, werden vom selben Schicksal eingeholt, wie es Russland schon ereilt hat.

Wir brauchen Fachkräfte für die Wirtschaft – nicht für den Krieg!

Was tun? Zum Beispiel dies: Lasst die Brandstifter aus den USA und London außen vor, zieht sie aber nur zur Begleichung der Kriegsschäden und Kriegsfolgelasten heran! Die USA waren der Rädelsführer der NATO-Osterweiterung, und der wirre Boris Johnson hat einen möglichen Friedensschluss in Istanbul kurz nach Ausbruch des Krieges hintertrieben. Starmer steht ihm nicht nach. Und lasst die Bewohner der umkämpften Gebiete unter Aufsicht der OSZE entscheiden, wohin sie gehören, oder unabhängig werden wollen. In drei Gebieten fanden solche Abstimmungen statt, die aber vom Westen nicht anerkannt wurden – nach dem Motto, da könne ja jeder kommen und auf dem Recht der Völker auf Selbstbestimmung bestehen!

Was dabei herauskommt, wenn man eine Atommacht zu sehr reizt, sehen wir in der Ukraine. Und wer meint, die Russen aus den von ihnen beherrschten Gebiete zurückzuschlagen, soll selbst an die Front gehen und nicht auch noch unsere Jungend in einem solchen entfesselten Krieg verheizen. Wir brauchen Fachkräfte für die Wirtschaft – nicht für den Krieg. Über dieses Sein oder Nichtsein wird hoffentlich auch bei den anstehenden Landtagswahlen entschieden.

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/die-wirtschaftlichen-folgen-des-ukrainekriegs-nato-operation-gelungen-patient-und-aerzteteam-tot/ erschienen.

Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,

zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar. 

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Offizielle Pressemitteilung – Ärzteverfolgung in Deutschland: Dr. med. Bianca Witzschel ist der lebende Beweis

Die erneute Inhaftierung von Dr. med. Bianca Witzschel markiert eine weitere Eskalationsstufe staatlicher Repression gegen kritische Ärztinnen und Ärzte in Deutschland. Nur zwölf Tage nach dem öffentlichen Appell von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., diese politische Verfolgung zu beenden, folgte die Ladung zum Haftantritt – ein provokant wirkender Akt staatlicher Missachtung.

Das offizielle Dementi aus dem Bundesgesundheitsministerium, es gebe keine Ärzteverfolgung, entpuppte sich binnen Tagen erneut als Falschmeldung. Die Chronologie kommt wie blanker Zynismus daher und wirft einmal mehr ein schlechtes Licht auf den Zustand des Rechtsstaates.

Das dabei offen zutage tretende Maß an Verachtung gegenüber der verfassungsrechtlich geschützten ärztlichen Therapiefreiheit sowie den rechtsstaatlichen Normen, die diese sichern, ist durch dieses rigide Vorgehen der staatlichen Behörden kaum noch zu überbieten.

Dr. med. Bianca Sabine Witzschel, 69, war bis zu ihrer ersten Inhaftierung in Untersuchungshaft am 28.02.2023 im Rahmen einer der insgesamt fünf (!) Durchsuchungen ihrer Arztpraxis über einen Zeitraum von insgesamt 23 Jahren als niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Fachärztin für Pharmakologie und Toxikologie in Moritzburg tätig und verfügte über 40 Jahre Berufserfahrung.

Nach bereits 476 Tagen in Untersuchungshaft und insgesamt 27 Verhandlungstagen im Zeitraum vom 14.11.2023 bis 16.06.2024 vor der 15. Großen Strafkammer des Landgerichts Dresdenwurde sie mit Urteil vom 17.06.2024 zu einer zeitlichen Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 8 Monaten verurteilt. Fast sämtliche Beweisanträge der Verteidigung wurden während der sich über ein halbes Jahr hinziehenden Hauptverhandlung durch das Gericht abgewiesen. Man kennt diese Vorgehensweise der Gerichte schon aus anderen Verfahren gegen Corona-kritische Ärzte oder auch andere politisch Verfolgte seit der Zeit der Pandemie, u.a. Rechtsanwälte wie Dr. Reiner Füllmich.

Des weiteren wurde mit dem Urteil die Einziehung von Wertersatz in Höhe von über 47.000,00 € angeordnet. Auch die Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten musste Bianca Witzschel selbst tragen. Rechtskräftig wurde das Urteil schließlich am 19.09.2025 durch Bestätigung seitens des Bundesgerichtshofes per Beschluss ohne erneute mündliche Verhandlung.

Eine weitere Folge des Urteils ist darüber hinaus der Ausspruch des Ruhens der Approbation von Dr. Bianca Witzschel für einen Zeitraum von weiteren 3 Jahren ab Rechtskraft des Urteils am 19.09.2025. In dem Urteil des LG Dresden wird die Ärztin beschuldigt, in insgesamt 1003 Fällen angeblich unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt zu haben – im Einzelnen geht es dabei um Bescheinigungen zur Befreiung von der Maskenpflicht, um Impfunfähigkeitsbescheinigungen sowie um Bescheinigungen zur Durchführung von Spucktests anstatt von Nasenabstrichen im Rahmen der Corona-Tests.

Darüber hinaus wurde sie wegen angeblichen Betruges und vorsätzlichen Besitzes einer verbotenen Waffe für schuldig befunden. Bei letzterer soll es sich um ein sogenanntes „Elektroimpulsgerät“ gehandelt haben. Tatsächlich aber handelte es sich lediglich um eine Taschenlampe mit entsprechender Zusatzfunktion, die laut Gutachter zudem im vorgefundenen Zustand nicht einmal funktionsfähig war. Frau Dr. med. Bianca Witzschel bestreitet, wissentlich jemals eine solche Taschenlampe in ihrem Besitz gehabt zu haben und verweist auf ehemalige Mieter, welche nach ihrem Auszug auf ihrem Grundstück noch einige Dinge hinterlassen hätten. Dem separaten Betrugsvorwurf liegt letztendlich eine Bestellung ganzer drei Bücher im Gesamtwert von knapp 48 € (!) zugrunde, die Frau Dr. Witzschel angeblich vorsätzlich bestellt habe, obwohl sie gewusst habe, finanziell nicht in der Lage zu sein, diese später zu bezahlen. DieserVorwurf erscheint besonders konstruiert: Zum einen handelt es sich allein aufgrund des geringen Betrages um eine absolute Lappalie, zum anderen dürfte ein derartiger Vorwurf in keiner Weise nachweisbar gewesen sein – hierzu findet sich im Übrigen auch nichts Substantielles in den Urteilsgründen –, denn wie häufig werden in Deutschland und auch weltweit täglich Bestellungen ausgelöst, die schließlich in einem Mahnverfahren enden, weil Betroffene möglicherweise schlicht vergessen haben, was sie bestellt haben, oder Zahlungen verspätet anweisen. Zum anderen erinnert dieser Vorwurf und die konstruierten Anschuldigungen gegen Michael Ballweg, der schließlich gerade aufgrund seiner Inhaftierung in der Untersuchungshaft sowie der Beschlagnahme seines gesamten Vermögens nicht mehr in der Lage war, seine Steuererklärung fristgerecht abzugeben, oder – wie hier vorliegend im Fall von Dr. Witzschel -, die aufgrund der Vorgehensweise der Strafverfolgungsbehörden ebenfalls vollständig finanziell ruiniert wurdeund ihre Rechnungen nicht mehr pünktlich begleichen konnte.

Darüber hinaus lesen sich insbesondere die ersten Seiten des Urteils wie ein Denunziationspapier; so wird sie dort auch noch in die rechte Reichsbürger-Ecke gerückt. Und als wäre all das nicht bereits genug, leitete das Gericht aus ihrem eigenen Schlusswort als Angeklagte schließlich auch noch eine politische Motivation ab: Sie sei bereits grundsätzlich infolge ihrer inneren Einstellung gegen das Tragen von Masken, die Durchführung von Corona-Tests und Impfungen gewesen – unabhängig von den getroffenen medizinischen Befunden, die als reine Makulatur dargestellt worden seien.

Insgesamt musste Frau Dr. Witzschel ganze 5 (!) Haus- und Praxisdurchsuchungen über sich ergehen lassen. In deren Rahmen wurde zudem ihre gesamte IT sowie ihre sämtlichen Bioresonanz-Therapiegeräte eingezogen und bis heute von den Behörden nicht wieder an sie herausgegeben. Aufgrund der Einziehung einer Summe von 47.000,00 € sowie der durch die 27 Verhandlungstage entstandenen, entsprechend hohen Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren wurde das Wohnhaus, in dem sich auch die Arztpraxis befand, im Februar 2025 für weniger als die Hälfte seines tatsächlichen Wertes zwangsversteigert. Am Verkauf des Hauses durfte sich Frau Dr. Witzschel aus der U-Haft nicht beteiligen, dem von ihr beauftragten Anwalt wurde die Beteiligung ebenfalls verweigert.

Parallel wurde Bianca Witzschel bereits 2022 die Approbation entzogen, die Praxis geschlossen und ihre gesamte berufliche Existenz vernichtet. Sämtliche IT-Systeme, Patientenakten und Datenträger wurden beschlagnahmt und gelöscht. Sie verlor ihren gesamten Patientenstamm. Konten und Krankenversicherung wurden gekündigt. Dies entspricht in Summe einem Approbations-Entzug für mehr als 6 Jahre!

Nachdem Frau Dr. med. Witzschel bereits 476 Tage in Untersuchungshaft verbracht hat, drohen ihr nun aktuell mit dem rechtskräftigen Urteil weitere 498 Tage im Gefängnis in Strafhaft. Darüber hinaus stehen noch zwei weitere Strafverfahren mit identischen Tatvorwürfen an – eines ist bereits per Gerichtsbeschluss eröffnet, das andere befindet sich noch in der Ermittlungsphase der Strafverfolgungsbehörden.

Was das Gericht verschweigt: In jedem Fall gab es Anamnese, Untersuchung, Dokumentation, also kein Attest ohne Patientenkontakt. Frau Dr. med. Witzschel arbeitete mit Bioresonanzdiagnostik – einer in naturheilkundlichen Kreisen durchaus verbreiteten Methode. Das Landgericht erklärte die Bioresonanzmessung jedoch kurzerhand zu einer nicht wissenschaftlich anerkannten Methode, die eingesetzten Geräte zu reinen „Lifestyleprodukten“. Dass diese Methode in der Naturheilkunde seit rund 50 Jahren erfolgreich genutzt wird, wurde dabei nicht berücksichtigt. Der vom Gericht hinzugezogene Sachverständige – der Leiter des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität Dresden – erstellte nachträglich im Prozess ein Gutachten dazu, dass die Bioresonanzmessung seiner Ansicht nach keine medizinisch-wissenschaftlich anerkannte Diagnostik- und Behandlungsmethode sei. Begründet wurde dies von ihm mit den angeblich vielen Fehldiagnosen, welche in Studien gemessen worden seien, die Bioresonanzmethode sei daher eine „bloße Suggestion“. So habe das verwendete Messgerät beispielsweise bei Versuchen an einem Leichnam diesen nicht als solchen erkannt bzw. ihn für gesund befunden; oder es seien für einen Leberkäse und ein Tuch die gleichen Befunde gemessen worden, welche zum Teil mit denen von lebenden Probanden übereingestimmt hätten.

All dies erinnert in seiner Ausprägung jedoch stark an die in gleicher Art fehlerhaften Messungen mit dem PCR-Test – dem angeblich „wissenschaftlichen Gold-Standard der Medizin“ laut Prof. Drosten – welcher in Versuchen an Lebensmitteln wie z.B. Kiwis oder Coca-Cola oder an einer Ziege ebenfalls zu den gleichen Ergebnissen kam wie bei menschlichen Probanden. Dies änderte am großflächigen Einsatz des PCR-Tests weltweit während der Corona-Krise als Gold-Standard hingegen nichts. Trotz dieser offensichtlichen Messfehler beruhten darauf sämtliche Grundrechtseinschränkungen weltweit, wie Lockdowns, wochenlange Schließungen von Geschäften, Kindergärten, Schulen etc., monatelange Verpflichtungen zum Tragen von Gesichtsmasken, die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitswesen in Deutschland und vieles mehr.

Deutlicher kann man die völlig willkürliche Beschränkung der Therapiefreiheit von Ärzten und das sprichwörtliche Messen mit zweierlei Maß wohl kaum ausdrücken als durch das Urteil gegen die Ärztin Dr. med. Bianca Witzschel.

Während ihrer bereits in U-Haft verbrachten 476 Tage wurde Dr. med. Bianca Witzschel behandelt wie eine Schwerverbrecherin oder Terroristin und war wiederholt Maßnahmen ausgesetzt, die als „weiße Folter“ bezeichnet werden können, wie die permanente Vorführung in Hand- und Fußfesseln, auch vor Gericht, oder die teilweise wochenlange Beschränkung und Untersagung telefonischer Kontakte oder die Verbringung in Einzelhaft. Willkürlich durfte sie beispielsweise über längere Zeit weder ihre Tochter noch ihre Verteidigung telefonisch kontaktieren, was keine übliche und vor allem keine rechtliche zulässige Praxis in Deutschland ist.

In ihrem Fall wurde – wie in anderen bekannten Fällen auch – ein absehbarer finanzieller, sozialer und beruflicher Ruin augenscheinlich in Kauf genommen. Es erinnert stark an ein möglicherweise sogar beabsichtigtes sogenanntes „Defunding“ als politische Vernichtungsmethode von Dissidenten in diktatorisch geführten Staaten.

Der Fall von Bianca Witzschel scheint jedenfalls genau das zu bestätigen, was Kennedy kritisierte: Medizinische Entscheidungen werden politisch sanktioniert. Therapiefreiheit wird kriminalisiert. Dissens wird bestraft. Ärztliches Gewissen wird als politische Gesinnung gewertet, Fürsorge fürPatienten zu einem Delikt pervertiert.

Die zeitliche Abfolge ist bezeichnend: Kennedys Brief am 10. Januar. Warkens Dementi unmittelbar danach. Die Ladung zum Haftantritt nur zwölf Tage später. Ist das Zufall?

Die deutsche Regierung antwortet auf internationale Kritik ein weiteres Mal nicht mit ernstzunehmender Aufklärung, sondern mit Repression – und dem faktischen Beweis des Gegenteils: der eigenen Leugnung stattfindender Ärzteverfolgung durch das Bundesgesundheitsministerium, aktuell unter der Zuständigkeit von BGM Warken.

Dr. med. Bianca Witzschel ist kein Einzelfall. Sie ist das Opfer eines Systems, das während der Coronakrise errichtet wurde – und bis heute fortwirkt: Juristische Verfolgung, wirtschaftliche Zerstörung, soziale Auslöschung – auch und gerade von kritischen Ärzten, die sich dem ärztlichen Grundprinzip „zuerst nicht schaden“, dem Genfer Gelöbnis und dem Nürnberger Kodexverpflichtet haben

Was hier als Rechtsstaat verkauft wird, ist politische Justiz. Und der Fall Bianca Witzschel zeigt, wie weit Deutschland bereit ist zu gehen, um abweichende Ärzte und auch deren Patienten mundtot zu machen. Die verfassungsrechtlich geschützte ärztliche Therapiefreiheit ist eine Lüge und leere Worthülse, solange Ärzte wie Dr. med. Bianca Witzschel explizit wegen ihres Handelns aufgrund der gesetzlich garantierten Therapiefreiheit eingesperrt, verfolgt, sanktioniert und bestraft werden.

Dies ist ein Aufruf an uns alle, für die umgehende Änderung dieser Zustände einzustehen und die gesetzlich gegebenen Garantien vehement einzufordern.

Unterzeichnet von

Katja Wörmer | Rechtsanwältin
Kontakt: woermer@ra-woermer.de

Dr. Monika Jiang | Fachärztin für Allgemeinmedizin
Kontakt: DrJiang@pm.me

Kerstin Heusinger | Freie Journalistin
https://www.facebook.com/kerstin.heusinger

Dr. med. Bianca Witzschel
Weitere Informationen und Updates:

https://t.me/freeDrBiancaWitzschel

Kommentar von Uwe Froschauer:

Auf der Anklagebank sitzen diejenigen, die während eines der größten Verbrechen gegen die Menschheit – die Corona-Diktatur in Form von Freiheitsentzug, massiver gesundheitlicher Schädigung der Menschen, Aushebelung des Grundgesetzes, verfassungswidriger einrichtungsbezogener Impfpflicht, Diffamierung Andersdenkender, Zerstörung wirtschaftlicher und physischer Existenzen u.v.m. – den Menschen in dieser Zeit des staatlich verordneten Unrechts geholfen haben. Die verantwortungslosen, verfassungswidrig agierenden Entscheider in der Coronazeit dagegen sind noch auf freiem Fuß. Mit Rechtsstaat hat das nichts mehr zu tun. Wenn die Justiz zum verlängerten Arm der Exekutiven wird, ist der Rechtsstaat und damit die Demokratie am Ende.

In der Bergpredigt sagte Jesus (Matthäus 7,1-5):

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.

Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?

Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken?

Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 40

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

„Jede Jeck is anders“, weiß man nicht nur in Kölle. Der Spruch hat ja auch vollkommen Recht, denn jeder sieht die Welt durch seine ur-eigene Brille. Da sind natürlich große Unterschiede zwischen den Menschen in ihrem Verständnis der Welt.

Ganz drastisch formuliert, meint das, dass der Eine wirklich viel versteht und er vielleicht ein weiser Mensch ist, wohingegen der Andere so gut wie gar nichts versteht und deshalb auch jeden Blödsinn glaubt. Die große Mehrheit schwappt da, verteilt in einer Gaus’schen Normalverteilungswelle, dazwischen hin und her. Das hat übrigens wenig bis gar nichts mit „Bildung“, oder oft besser „Ver-Bildung“ zu tun.

Manche lesen bspw. aus dem Auftritt von Mark Carney, dem Premierminister Kanadas, in Davos einen nachdenkenswerten Gedanken heraus. Den Tod der „regelbasierten Ordnung“.

Wenn dahingehend die USA, als bisher unumstößlicher Leitstern auf allen Feldern, offiziell mehr und mehr zum „Bösewicht“ auf der Matrix-Leinwand gezeichnet werden, können bestimmte Bildschirmköpfe vom „Imperium der Lügen“ zu Helden inszeniert werden und mit größtmöglicher Zustimmung dieses Böse erschlagen. Die alte (imaginäre) „regelbasierte internationale Ordnung“ wird zu Staub zerstieben und der „Great Reset“ kann endlich vollendet werden.

Es ist schwer, sich etwas vorzustellen, das man nicht versteht.

Die angelsächsischen Weltbeherrscherwollenden zeigen immer unverstellter die Fratze des Dämonischen, das kaum noch durch moralische Plattitüden verhüllt wird. Die Eliten bereiten sich nicht darauf vor, die Menschheit zu retten – sondern sich selbst. Je mehr „die da oben“ bemerken, dass ihnen die Felle davonschwimmen, umso aggressiver agieren sie.

Sie inszenieren sich selbst, aber v.a. ihre Helfer aus Politik, „Zivilgesellschaft“ (NGOs) und Medien dabei äußerst gekonnt stets als Opfer, wobei sie in jeder ihrer Taten selbstverständlich immer nur das Beste anstreben. Das mündet dann in der Ansicht: „Wir dürfen alles, weil uns sonst alles genommen wird.“

Im vorliegenden Spruch sind augenscheinlich mit „alles genommen“ der Verlust der Posten, die Unangreifbarkeit und die Macht gemeint, das aber nicht offen verbalisiert wird. Und was ist mit denen, deren Konto, Arbeitsplatz, bis hin zur Existenzgrundlage auf dem Spiel stehen? Können die den o.g. Satz nicht ebenso auf sich beziehen?

Wie hier anschaulich ersichtlich, ist jede Aussage mehrdeutig. Sie kann in einer ganz bestimmten Situation wahr sein und in einem anderen Kontext einen vollkommen anderen, manchmal diametralen Sinn zum Ausdruck bringen. „Blickas nua duach, hah?“

„Wenn wir so weitermachen, haben wir bald mehr Säue als Dörfer.“ Monika Gruber

Der Fritzi, das Merzilein, ist wirklich ein besonderes Exemplar eines Humanoiden. Windiger Wendehals als Bezeichnung gibt dem höchstens eine leise Ahnung, wes‘ geistig Kind bzw. was für ein Charakterwrack unser „spackiger Provinzdulli“-Kanzler  wohl ist. VT-ler unterstellen ihm sogar eine inoffizielle Mission zugunsten seines früheren Arbeitgebers Blackrock, wo er „Stuhlmann“, also Chairman, gewesen sein soll.

Nun murmelt der seit Mitte Januar was davon, dass wir uns mit Russland irgendwann doch verständigen müssten. Wohin rudert der? Was ist mit der Ruinierung der Russen, wie von Blablubb schon vor Jahren angekündigt? Die Aussage „Sich einen Merz labern“ geht steiler und steiler… Wer hat dem gesagt, was er da jetzt sagt?

Im Tagesrhythmus wabert derzeit sowieso Witz auf Witz durch die Parlaments- und Ministeriensflure. Einer beginnt mit: „Schickt der Merz Truppen nach Grönland…“

Die „Narrativbaukombinate“ haben Mords was zu tun. Diese „Parallelweltschaffenden“ sind wahre Helden.

Tacitus erlebte das Leben unter absoluter Macht, wie wir heute im „Imperium der Lügen“ und stellte fest, dass es gleichermaßen erniedrigend sei, diese Macht auszuüben oder sich ihr zu unterwerfen.

Ob die alte römische Tradition mit dem Sklaven, der den Lorbeerkranz über den Caesar hielt und dem unablässig ins Ohr sprach: „Memento moriendum esse!“ (Bedenke, dass du sterblich bist), bei einem Wackeldackel wie Merz etwas helfen würde? Heutzutage natürlich technisch up-to-date mit Knopf im Ohr?

Das alles wäre wahrscheinlich einfach zu „komplex“ für „Friedrich, den allerletzten“ und die Panzer-Hirne unserer Bundesruinierung. „Gegen Merz war sogar Herr Honecker eine Respektsperson!“, hasst und hetzt es aus dem Internetz.

Ein russischer Politologe beklagt ein „so niedriges Niveau an intellektuellen Fähigkeiten in der Führung der meisten europäischen Länder“, wie es aus der Geschichte nicht bekannt sei. Es gibt halt immer ein erstes Mal.

„Nimm das Recht weg — was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande.“ Augustinus (354-430 n.Chr.)

Das waren noch Zeiten, als General Colin Powell im April 1991 ausrief: „Mir gehen die Dämonen aus. Mir gehen die Schurken aus. Mir bleiben nur noch Castro und Kim Il Sung.“ Diese Klarheit. Diese Übersichtlichkeit. Diese Einfachheit. Quadratisch, praktisch, gut, wie es sein müsste.

Wo sind eigentlich die spektakulären Terroranschläge wie Bataclan oder Madrid oder London oder oder? Nur noch läppische Autoraserfahrten in irgendwelche Märkte und ähnlich provinzielles. Haben wir den „Krieg gegen den Terror“ vielleicht gewonnen?

Es gibt freilich rote Fäden bei Terroranschlägen. Ein Faszinosum ist, dass fast alle Täter am Tatort Ausweispapiere hinterlassen. Ob 9/11, Breitscheidplatz, Nizza, sogar Nord-Stream, und und und. Der gemeine globale Terrorist ist offenbar sehr unordentlich und verlegt gern mal was…

Die „Staatsdelegitimierer“ blubbern da rum, der anglo-amerikanische Deep State, das „Imperium der Lügen“, wäre in jeder Hinsicht das pure Böse. Stets würde das genaue Gegenteil der Wahrheit erzählt. Denen sei keine Bösartigkeit niederträchtig genug, als dass sie es nicht machen würden. Wie könne man diesen Leuten auch nur noch ein einziges Wort glauben? „Dadn Sie so wos glam?“

Wie kommt eigentlich die Doppelnull in den Firmennamen „Google“?

Wollte man „die rechte Gefahr“ ernsthaft bekämpfen, müsste man die gesamte Schlapphutbranche ins Bürgergeld überführen. Manche Verrückten glauben das ja, denn die seien die Geldgeber, die Organisatoren, die Medien-Profis und bestens geschulten Instrukteure des ganzen Zirkus und wenn die aus dem Spiel genommen wären, wäre ratz-fatz Ruhe im Karton. „Jo, so wos g’spinnats, hah.“

Nichtsdestotrotz hat diese geheimnisvolle Spionagewelt schon was Faszinierendes. Die Branche gilt ja als die zweitälteste der Welt. Es gibt auch einige Überschneidungen mit dem ältesten Gewerbe. Wenn der Preis stimmt, wird alles geliefert.

Nur die Sache, jemanden ins Paradies zu befördern, wird von den Beschäftigten in den jeweiligen Berufsfeldern sehr unterschiedlich gehandhabt. Bei den einen bezieht sich das eher auf die irdischen Ausprägungen, die mehr im Erfüllen unerfüllbar scheinenden erotisch-lustvoller Gelüste liegt.

Bei den anderen abgewichsten Kollegen wird die Durchführung stets gleich ganz aufs Befördern ins endgültig Jenseitige verlegt. Hauptsache sie ruhen in Frieden.

Was ist denn beispielshalber das Perverseste das Sie sich vorstellen können?

Bei den meisten ist das wohl sexueller Mißbrauch von Kindern. Was haben Kinseys und anderer Kollegen Werke, pädophile Aktivisten der späten 68er und frühen Grünen, LGBTQ+-Protagonisten heutiger Zeiten mit den Eppstein-Geschichten zu tun? Also, wer so was zusammen denkt, kann doch nur Matsch in der Birne haben.

Wer Kontakte hat bzw. verbandelt ist mit den geheimen Schlapphüten, dem damit eng verbundenem Mob des OK, global wirkmächtigen Konzernen bis hin zu diversen Hochadelshäusern, dem kann keiner was. Die elitären Kreise im „Imperium der Lügen“ leben nach dem Motto: „Wir können alles tun und kommen damit davon“. Satanisch? „Bist däppad? Gäh scheißn, heast!“

Eppstein war so einer. Diese Spinne im Pädophilie-Netz und Vorzeige-Selfmademan hat ganz sicher, hundertprozentig, seine Bilderberger-, äähhh…, Bilderbuch-Karriere absolut aus eigener Kraft geschafft. Bis er dann halt nicht mehr hilfreich war und somit entsorgt werden konnte. So kann’s auch gehen… Nun gibt’s ja ansonsten Palantir. Das ist Epstein als System. Kein Mensch. Kein Problem.

Der Mossad weiß von nichts. Woher auch? Und warum sollten die was wissen sollen? Auch der Don, der gelbhaarige, meint, dass jetzt „amoi a Ruah sei muas! Kreizkruzitiaknsaklzementnoamoi!“

„Gehe hin in Frieden, wir lassen dir dein Leben, aber es wird schlimmer als der Tod.“

Aus Indien schien kürzlich die große Weltbevölkerungsauslöschung bevorzustehen. Ein niegel-nagel-neues Killervirus streckte da frech die Nasenspitze aus dem Pandemiesumpf raus. Nipah-Virus wurd’s genannt. Corona klang da weitaus besser.

In Deutschland, dem Land zwischen Größenwahn und Wehleidigkeit, wie ein Buchtitel das benennt, hauten „die Guten™“ innerhalb ihres engen Denkraum-Zwingers kurzzeitig alles an rhetorischen und rabulistischen Kunststückchen raus, um diesem Untergang Einhalt zu gebieten. Obwohl – oder weil –  auch dieser Versuchsballon nicht wirklich abhob? Die Luft war zu schnell wieder raus. Pfffff…

Können Sie sich noch an das weithin gefürchtete Ebola-Virus erinnern? Das ist schon ein ganz besonderer Fall. Seit Jahrzehnten bleibt es unbeweglich am Arsch der Welt, irgendwo im Nirgendwo im westafrikanischen Busch. Wie kriegen die das eigentlich da hin? Ob das an der WHO und deren exorbitanter Expertise liegt?

Man stelle sich mal einen Ausbruch dieses Ebola vor. Absolut tödlich und höchst ansteckend. Dem man sich nur nähern kann mit Überdruckanzügen wie ein Astronaut, so gefährlich ist das. Hat man doch im Fernsehen gesehen.

Ob eine uralte chinesische Weisheit hier weiterhülfe, bliebe abzuwarten:

„Sobald die erste Stechmücke auf deinem Hoden landet, lernst du ein Problem gewaltfrei zu lösen.“ Na dann…

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


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Zu viel Kriegsgedöns und zu wenig Friedensgedanken

„Kriegstüchtigkeit“ – die neue Normalisierung?

Von Uwe Froschauer

Europa erlebt eine sprachliche Zeitenwende. Noch vor wenigen Jahren wären Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ in politischen Reden kaum vorstellbar gewesen. Heute fallen sie in Parlamentsdebatten, Talkshows und Leitartikeln fast beiläufig. Diese Verschiebung der politischen Sprache markiert mehr als nur eine Reaktion auf geopolitische Krisen. Sie verändert das gesellschaftliche Denken selbst.

Parallel zu dieser neuen Kriegsrhetorik wächst weltweit eine Friedensbewegung, die so vielfältig ist wie lange nicht mehr. Sie besteht aus Demonstrationen, Artikel pazifistischer Autoren, intellektuellen Debatten, spirituellen Initiativen und politischen Interventionen. Sie ist weder homogen noch einheitlich organisiert. Doch sie verbindet eine gemeinsame Sorge: dass sich Gesellschaften erneut daran gewöhnen könnten, Krieg als normalen Bestandteil der Politik und ihres Lebens zu akzeptieren.

Die zentrale Frage lautet daher nicht nur, wie Kriege beendet werden können. Die entscheidendere Frage ist, wie es überhaupt wieder so weit kommen konnte, dass Krieg als denkbare Zukunft erscheint.

Krieg als politisches Projekt – nicht als Naturgesetz

Ein wichtiger Ausgangspunkt vieler Friedensbewegungen ist die Kritik an einer weit verbreiteten Annahme: der Vorstellung, Krieg sei ein natürlicher Zustand menschlicher Gesellschaften. Genau diese Frage wird derzeit auch in Politik, Kirche und Medien offen diskutiert. Bischof Heiner Wilmer erklärte in einem Interview, Krieg sei „ein Normalzustand“. Diese Aussage markiert eine bemerkenswerte Verschiebung: Selbst religiöse Stimmen, die historisch stark mit Friedensethik verbunden waren, sprechen heute von Krieg als dauerhafter Realität, mit der Gesellschaften umgehen müssten.

Auch in den Medien zeigt sich diese Veränderung der Perspektive. In ihrer Talkshow fragte Caren Miosga den ehemaligen Außenminister Joschka Fischer, wie man den „Pazifismus in der DNA“ überwinden könne – eine Formulierung, die sinnbildlich für die gegenwärtige Debatte steht. Pazifismus erscheint hier nicht mehr als moralisches Ideal, sondern als historisches Hindernis, das es politisch zu „überschreiben“ gilt. Sahra Wagenknecht postete diesbezüglich auf X:

„Was für ein Offenbarungseid: Caren #Miosga fragt Joschka #Fischer freimütig, wie sich der – aus ihrer Sicht – lästige Pazifismus in der DNA der Deutschen „schneller überschreiben“ lasse. Schließlich weiß auch der #ÖRR: Keine Kriegstüchtigkeit ohne Kriegslustigkeit. Wie passend, dass die #ARD dafür mit dem ehemaligen Grünen-Außenminister, der Deutschland mit der Beteiligung am völkerrechtswidrigen NATO-Angriff auf Jugoslawien zum ersten Mal nach 1945 in einen Krieg geführt hat, einen ausgewiesenen Experten zu Gast hat.“

Nun, Joschka Fischer kann sich ja auch die Atombombe für Deutschland recht gut vorstellen. Was hat sich im Kopf des ehemaligen Bundesaußenministers eigentlich ereignet? Wie kam der Wandel vom Pazifisten zum Bellizisten zustande? Ein Fall für den Psychiater?

Aussagen wie die von Heiner Wilmer oder Caren Miosga verweisen auf ein deutlich älteres philosophisches Spannungsfeld. Bereits Thomas Hobbes beschrieb den Naturzustand des Menschen als „Krieg aller gegen alle“. Für Hobbes war Frieden kein natürlicher Zustand, sondern ein fragiles Ergebnis politischer Macht und Abschreckung. Sicherheit entstehe laut Hobbes nur durch Stärke und durch die Fähigkeit, Gewalt anzudrohen. Das „Kriegsgen“ scheint den Briten im Blut zu liegen, wie ihre bellizistische Vergangenheit zeigt.

Gegen diese Denkweise richtet sich ein zentraler Impuls moderner Friedensbewegungen. Sie widersprechen der Vorstellung, Krieg sei die anthropologische Grundkonstante der Menschheit. Stattdessen betrachten sie Krieg als Ergebnis politischer Entscheidungen, gesellschaftlicher Narrative und historischer Entwicklungen – und damit als etwas, das veränderbar bleibt.

Historische und anthropologische Forschung stellt diese Annahme, Krieg sei eine Grundkonstante der Menschheit, zunehmend infrage. Über lange Zeiträume der Menschheitsgeschichte lebten Menschen in kleinen Gemeinschaften ohne organisierte Großkriege. Erst mit der Entstehung staatlicher Strukturen wurden Massenkriege technisch und organisatorisch möglich.

Diese Perspektive verändert die Debatte grundlegend. Wenn Krieg kein Naturgesetz ist, dann ist er eine politische Entscheidung. Und politische Entscheidungen können hinterfragt werden.

Philosophisch ist diese Idee keineswegs neu. In der griechischen Antike betrachteten Stoiker wie Seneca den Frieden als Ausdruck rationaler Selbstkontrolle. In asiatischen Traditionen wurde Gewalt häufig als Folge von Unwissenheit und Gier interpretiert. Laotse schrieb im Dao De Jing: „Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt untergehen.“ Diese Gedanken sind heute aktueller denn je.

Friedensbewegungen greifen diese Traditionen wieder auf. Sie erinnern daran, dass Krieg nicht unvermeidlich ist, sondern politisch erzeugt wird – durch Narrative, Interessen und Machtstrukturen.

Die Rückkehr der Aufrüstung – und der Protest dagegen

Während die politische Sprache militärischer wird, wächst gleichzeitig der gesellschaftliche Widerspruch.

Die Rückkehr militärischer Logik in die politische Sprache zeigt sich nicht nur in abstrakten Begriffen, sondern auch in konkreten Aussagen führender Politiker. Immer häufiger wird offen über militärische Stärke, Abschreckung und sogar über eine Ausweitung des Krieges gesprochen. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter erklärte in einem Interview, der Krieg müsse „nach Russland getragen werden“. Gemeint war die Forderung nach stärkeren militärischen Maßnahmen, die den Krieg nicht nur defensiv begreifen, sondern aktiv in russisches Territorium hineinwirken lassen sollen.

Auch Außenministerin Annalena Baerbock sorgte international für Aufmerksamkeit, als sie im Europarat sagte: „Wir führen einen Krieg gegen Russland.“ Die Aussage wurde später diplomatisch relativiert, verdeutlichte jedoch, wie stark sich die politische Rhetorik verändert hat.

Ähnliche Töne sind auch in anderen europäischen Ländern zu hören. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, Europa müsse bereit sein, „alles zu tun, was nötig ist“, um einen russischen Sieg zu verhindern, und schloss dabei sogar die Entsendung westlicher Soldaten nicht grundsätzlich aus. Der britische Premierminister Keir Starmer betont regelmäßig, dass Europa sich langfristig auf eine Konfrontation mit Russland einstellen müsse. Der tief verwurzelte britische Russenhass reicht weit in die Vergangenheit des ehemaligen Empires. Die estnische Ex-Ministerpräsidentin und aktuelle EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert seit Beginn des Ukrainekriegs konsequent eine massive militärische Unterstützung und warnt davor, Russland dürfe den Krieg „unter keinen Umständen gewinnen“ – den Russland längst – und von Anfang an –gewonnen hat, auch wenn es dieser estnischen Traumtänzerin schwer aufstoßen mag.

Diese Aussagen markieren eine deutliche Verschiebung des politischen Diskurses. Militärische Stärke, Abschreckung und Aufrüstung werden wieder offen als zentrale Elemente europäischer Sicherheitspolitik formuliert. Vor diesem Hintergrund formieren sich neue Protestbewegungen, die diese Entwicklung kritisch hinterfragen.

In Amsterdam demonstrierten kürzlich Menschen auf dem Dam-Platz für Frieden mit Russland und gegen eine zunehmende Militarisierung Europas. Solche Proteste sind kein Einzelfall. In vielen europäischen Städten entstehen Initiativen, die Diplomatie und Verhandlungen stärker in den Mittelpunkt rücken wollen. In Berlin versammelten sich Anfang 2023 zehntausende Menschen bei der Kundgebung „Aufstand für Frieden“, zu der unter anderem Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer aufgerufen hatten. Die Demonstration richtete sich gegen eine weitere militärische Eskalation des Ukrainekriegs und forderte stärkere diplomatische Bemühungen.

Auch in Rom fanden wiederholt große Friedensmärsche statt, bei denen Gewerkschaften, kirchliche Gruppen und zivilgesellschaftliche Organisationen gemeinsam gegen Aufrüstung und für Verhandlungen demonstrierten. In Paris, Prag und Wien gingen ebenfalls Menschen auf die Straße, um ein Ende der militärischen Eskalation und mehr diplomatische Initiativen zu fordern.

Diese Proteste knüpfen an eine lange europäische Tradition von Friedensbewegungen an, die bereits während des Kalten Krieges großen gesellschaftlichen Einfluss hatten. Neu ist jedoch, dass sich diese Initiativen in einer Zeit formieren, in der militärische Aufrüstung wieder zu einem zentralen politischen Thema geworden ist.

Diese Demonstrationen sind Ausdruck einer wachsenden Sorge, dass Europa sich schrittweise in eine Logik der dauerhaften Konfrontation hineinbewegt. Es entwickelt sich eine mögliche, äußerst gefährliche Eskalationsspirale: Je stärker Aufrüstung und militärische Vorbereitung zur Normalität werden, desto wahrscheinlicher erscheint ihr Einsatz.

Die Publizistin Gabriele Krone-Schmalz warnte bereits früh vor dieser Entwicklung. In einem Vortrag sagte sie:
„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Spirale der Eskalation geraten, in der jede Seite ihre Schritte als Reaktion auf die andere versteht und sich dadurch immer weiter hochschaukelt.“
(Quelle: Vortrag „Russland verstehen“)

Ihre Perspektive steht exemplarisch für eine wachsende Debatte: ob Sicherheit tatsächlich durch militärische Stärke entsteht – oder durch politische Verständigung. In meinen Augen eindeutig durch Letzteres.

Die Sprache des Krieges verändert das Denken

Besonders kritisch sehen Friedensbewegungen die Veränderung politischer Sprache. Begriffe wie „Kriegstüchtigkeit“ wirken zunächst technisch und nüchtern. Doch Sprache formt Wahrnehmung. Was benannt wird, wird denkbar. Was denkbar wird, wird politisch möglich.

Die Politikerin Sahra Wagenknecht kritisierte bei verschiedenen Anlässen Aussagen von Politikern, die militärischen, bellizistischen Wortschatz benutzen, und einen Krieg für möglich erscheinen lassen – manche unverbesserliche, verantwortungslose Ewiggestrige anscheinend auch für wünschenswert. Ihre mehr als berechtigte Kritik richtet sich weniger gegen die Verteidigungsfähigkeit des Landes als gegen eine politische Logik, die militärische Lösungen zunehmend in den Vordergrund rückt.

Friedensbewegungen argumentieren richtigerweise, dass Gesellschaften historisch immer dann in Kriege geraten sind, wenn militärische Vorbereitung zur Normalität wurde. Aufrüstung erzeugt nicht nur Sicherheit – sie erzeugt auch Erwartungshaltungen. Diese Beobachtung lässt sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg erkennen. In den Jahrzehnten vor 1914 entwickelte sich in Europa ein intensives Wettrüsten zwischen den Großmächten. Militärbudgets stiegen kontinuierlich, Bündnissysteme verfestigten sich, und Kriegsplanung wurde zu einem festen Bestandteil staatlicher Politik. Historiker sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Mobilisierungslogik“: Je stärker Armeen vorbereitet waren, desto plausibler erschien ihr Einsatz im Krisenfall. Als sich die politische Lage im Sommer 1914 zuspitzte, griffen Regierungen auf fertige Mobilisierungspläne zurück – ein Prozess, der die Eskalation zusätzlich beschleunigte.

Auch vor dem Zweiten Weltkrieg lässt sich eine ähnliche Dynamik beobachten. Die massive Aufrüstung im nationalsozialistischen Deutschland, aber auch die zunehmende Militarisierung anderer Staaten in den 1930er-Jahren, veränderte die politische Atmosphäre grundlegend. Militärische Stärke wurde erneut zum zentralen Maßstab internationaler Politik.

In einer solchen Umgebung erscheint Krieg nicht mehr als Ausnahme, sondern als mögliche und irgendwann sogar erwartbare Option. Friedensbewegungen verweisen daher auf die historische Erfahrung, dass Aufrüstung zwar mit dem Ziel der Abschreckung betrieben wird, zugleich aber eine politische und psychologische Realität schafft, in der militärische Lösungen zunehmend denkbar und schließlich wahrscheinlicher werden.

Friedenspolitik als geopolitische Perspektive

Historiker und Publizisten wie Daniele Ganser betonen die Bedeutung diplomatischer Lösungen. In seinem Buch „Illegale Kriege“ schreibt er:

„Frieden entsteht nicht durch Waffen, sondern durch Dialog, Diplomatie und das Einhalten des Völkerrechts.“
(Daniele Ganser, Illegale Kriege)

Seine Position und beispielsweise die von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zeigen, wie stark die Diskussion über Außenpolitik polarisiert ist. Gerade diese Kontroversen machen deutlich, dass Friedenspolitik wieder zu einem zentralen gesellschaftlichen Thema geworden ist.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich die neue Friedensbewegung in einer ungewöhnlichen Initiative in den USA. Buddhistische Mönche aus mehreren asiatischen Ländern durchqueren zu Fuß verschiedene Bundesstaaten. Sie wanderten durch Schnee und Kälte, trafen tausende Menschen und predigten eine Botschaft, die ebenso simpel wie radikal ist: Frieden beginnt im Inneren des Menschen. Bei Veranstaltungen kamen teilweise zehntausend Zuhörer zusammen. Die Mönche sprachen über Mitgefühl, über das Loslassen von Hass und über die Verantwortung jedes Einzelnen für das gesellschaftliche Klima.

Diese Bewegung steht für eine andere Dimension der Friedensarbeit. Sie zeigt, dass Frieden nicht nur politisch, sondern auch kulturell und psychologisch gedacht werden muss. Gesellschaften, die dauerhaft in Angst leben, sind anfälliger für Kriegsrhetorik. Gesellschaften, die Vertrauen und Kooperation stärken, sind widerstandsfähiger gegen Eskalation.

Die Macht- und Besitzeliten sorgen jedoch dafür, dass dieses Vertrauen und die notwendige Kooperation nicht entstehen, und die Angst aufrechterhalten wird. Sie versuchen – leider erfolgreich – die Gesellschaft zu spalten, indem sie mit ständig neuen Spaltungsthemen und Krisen wie dem angeblich menschengemachten Klimawandel, Kriegen, Plandemien und dergleichen Öl aufs Feuer gießen, um ihre meist menschenverachtenden, kranken Ziele zu erreichen.

Fazit

Von der Antike bis zur Gegenwart zieht sich eine philosophische Linie, die Frieden als kulturelle Errungenschaft begreift. Aristoteles schrieb, das Ziel von Politik sei das gute Leben. Immanuel Kant entwarf in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ die Vision einer internationalen Ordnung, die Kriege überflüssig machen sollte. Kants Gedanke ist wieder hochaktuell. Er sah Frieden nicht als Idealismus, sondern als ein rationales Projekt. Staaten, die wirtschaftlich und politisch miteinander verflochten sind, haben weniger Anreiz, Kriege zu führen.
Dieser Verflechtung wirken Politiker wie Donald Trump entgegen, und erhöhen somit bewusst oder unbewusst die Gefahr für Eskalationen. Seine Mission als Friedenspräsident – die auch ich ihm anfänglich abnahm – verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit. Er wollte den Deep State zerschlagen, entpuppt sich aber mehr und mehr als dessen Gesandter. Er ist ein Präsident zwischen Krieg und Frieden, und wird jeweils diejenige Option wählen, die für seine „Deals“ und Interessen und die seiner Drahtzieher als geeigneter erscheint.

Diese Idee Kants sollte unsere Gesellschaft und ihre nationalen und internationalen Institutionen, die für alle Menschen und nicht für wenige errichtet wurden, prägen. Doch sie gerät zunehmend unter Druck.Die größte Sorge moderner Friedensbewegungen ist nicht der aktuelle Krieg, sondern die Gewöhnung an die Möglichkeit zukünftiger Kriege. Die Geschichte zeigt, dass Gesellschaften sich schrittweise an neue Realitäten anpassen. Was gestern undenkbar war, wird morgen selbstverständlich.

Die Friedensbewegung versucht, diesen Prozess sichtbar zu machen. Sie stellt unbequeme Fragen. Sie fordert Debatten ein. Sie erinnert daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.Die heutige Friedensbewegung ist kein monolithischer Block. Sie besteht aus Demonstranten, Journalisten, Politikern, Philosophen, Aktivisten und spirituellen Gemeinschaften. Sie ist heterogen, manchmal widersprüchlich und wird vom bellizistischen Lager bekämpft.Gerade diese Vielfalt dieser Bewegung ist ihre Stärke. Sie zeigt, dass Frieden nicht nur ein politisches Projekt ist. Frieden ist ein gesellschaftliches Projekt.

Jede Generation steht vor Entscheidungen, die ihre Zukunft prägen. Die aktuelle Generation steht vor der Frage, ob sie eine Welt akzeptieren will, in der militärische Stärke erneut zum zentralen politischen Maßstab wird. Die Friedensbewegung erinnert daran, dass es Alternativen gibt. Sie fordert nicht Naivität, sondern Debatte. Nicht Wehrlosigkeit, sondern Verantwortung. Vielleicht beginnt Frieden genau dort: mit der Weigerung, Krieg als unvermeidlich zu akzeptieren.

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Können Mieten und Zinsen krank werden?

10. Februar 2026, von Albrecht Künstle

– Die SPD will diese nun auch mit Beiträgen belegen

– Klingbeil & Co. scheinen so krank zu sein wie die Kassen

– Fachleute zu den spezialdemokratischen Plänen …

Beschäftigte und Rentner können krank und müssen wieder gesund werden. Deshalb gibt es Krankenkassen, in die sie einzahlen. Auch die Unternehmen zahlen in die Krankenkassen ein, weil sie gesunde Arbeitskräfte brauchen. Nun kommen die SPD-Granden Finanzminister Lars Klingbeil und Arbeitsministerin Bärbel Bas auf die Idee, auch Mieteinnahmen, Spargroschen-Erträge, und was sich sonst noch greifen lässt, zur Finanzierung der Krankenkassen heranzuziehen. Können Mieten und Zinsen denn auch krank werden? Oder sind solche Ideen nicht einfach krank? Ob Finanzminister Klingbeil beim altrömischen Kaiser Vespasian in die Lehre ging, der mit seinem „Pecunia non olet“ meinte „Geld stinkt nicht“, als er die Latrinensteuer einführte?

Richtig ist, dass Krankenkassen selbst krank sind. Die Beiträge steigen und steigen. Doch der Blick der Medien wird geschickt auf die Rentenversicherung gelenkt, während deren Beiträge seit zehn Jahren stabil sind. Doch woran leiden die Krankenkassen? Anders als in Sachen Altersversorgung bin ich für Krankenkassen nicht dezidiert kompetent, aber ich weiß, dass es auch hierbei versicherungsfremde Leistungen gibt, die ihnen zu schaffen machen. Dazu weist das Bundesgesundheitsministerium insbesondere auf Folgendes hin:

  • Die beitragsfreie Versicherung während des Erziehungsurlaubs, die beitragsfreie Mitversicherung von nicht berufstätigen beziehungsweise geringfügig beschäftigten Ehegatten oder Lebenspartnern sowie Kindern;
  • Leistungen rund um die Schwangerschaft und Mutterschaft, zum Beispiel Vorsorge- und Entbindungskosten, Haushaltshilfe oder häusliche Krankenpflege während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung;
  • Leistungen zur Empfängnisverhütung;
  • Leistungen zur künstlichen Befruchtung;
  • das Mutterschaftsgeld vor und nach der Geburt;
  • Krankengeld bei der Betreuung eines kranken Kindes;
  • Betriebs- und Haushaltshilfen für alle Versicherten, insbesondere zur Vermeidung oder Verkürzung von Krankenhausaufenthalten.

Teils abstruse Kassenleistungen

Dabei unterschlägt das Ministerium beschwichtigend, dass beispielsweise auch die Beratung für Schwangerschaftsabbrüche und die vielen durchgeführten Aborte selbst zu Lasten der Krankenkassen gehen. Und wie war das nochmal mit den Bürgergeld-Beziehern? Doch lassen wir die Fachleute für solche Fragen zu Wort kommen – und zwar den GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Anlässlich der Kabinettsklausur der Bundesregierung gaben die KBV und der GKV-Spitzenverband eine gemeinsame Stellungnahme ab.

Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, erklärt darin: „Wir brauchen dringend eine saubere Abgrenzung zwischen staatlicher Daseinsvorsorge und den Aufgaben der gesetzlichen Kranken- und der sozialen Pflegeversicherung. Die Bundesregierung muss nun endlich und kurzfristig dafür sorgen, dass die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung kostendeckende Bundesmittel für die Aufgaben bekommt, die sie für den Staat übernimmt. Insbesondere bei den Beiträgen für Bürgergeldbeziehende erleben wir, dass sich der Staat seit Jahren auf Kosten der GKV-Beitragszahlenden entlastet. Jahr für Jahr bleibt der Bund den gesetzlichen Krankenkassen hierfür rund zehn Milliarden Euro schuldig. Darunter leiden die 75 Millionen gesetzlich Versicherten und die Arbeitgebenden, denn Arbeit wird durch weiter steigende Beiträge immer teurer und das schadet der gesamten Wirtschaft. Es geht hier um Fairness und Stabilität!

Keine Überschüsse, sondern Verluste

Und Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der KBV, meint: „Die Bundesregierung muss jetzt handeln. Versicherungsfremde Leistungen dürfen nicht länger von der Gemeinschaft der Beitragszahler finanziell gestemmt werden. Das ist nicht nur ungerecht, sondern gefährdet auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Allein durch die Herausnahme des Bürgergelds könnten die Beitragszahler um rund zehn Milliarden Euro entlastet werden. Das wäre der richtige und ehrliche Weg, auf jeden Fall besser als medizinische Leistungen zu streichen oder mit der Rasenmähermethode im Gesundheitswesen Ausgaben zu kürzen. Wir unterstützen hier voll und ganz den GKV-Spitzenverband, der den juristischen Klageweg beschritten hat.

Und wie sollte das eigentlich technisch funktionieren, die Mieteinnahmen mit Beiträgen zur Krankenversicherung zu belegen? Bei den Zinsen wäre das relativ einfach, etwa so wie bei der Kapitalertragssteuer. Aber von den Bruttomieten gehen nicht umlagefähige Kosten, Instandhaltungs- und Modernisierungskosten, Steuern und anderes ab. Und in Jahren, in denen wegen der Auflagen für Investitionen in zusätzliche Dämmung, andere Heiztechnik und so weiter keine Überschüsse, sondern Verluste eintreten – erhält der Vermieter dann von der Krankenkasse Geld, also Negativbeiträge?!?

Doch die „spezialdemokratische“ SPD-Politik tickt wohl nach demselben Muster wie in der Steuerpolitik. Statt die Ausgaben zu begrenzen, erfinden sie nun neue Einnahmequellen für die Krankenversicherung. Der Beifall der Grünen ist der SPD gewiss, das Veto der CDU/CSU ernst-gemeint? „Deutschland, das Land der Tüftler und Denker“, entwickelt sich in einem ganz anderen Sinn – Land der Steuer- und Abgabenerfinder. Was aus Berlin kommt ist einfach nur erbärmlich.

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/koennen-mieten-und-zinsen-krank-werden/ erschienen.

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Soziale Realität trifft politische Selbstbedienung

Von Albrecht Künstle und Uwe Froschauer

Albrecht Künstle hat mir am 6. Februar einen Text zukommen lassen, der mich dazu bewegte, auch ein paar Zeilen zu der schreienden Ungerechtigkeit die Verteilung der Mittel und Lasten in Deutschland betreffend zu schreiben.

Während Millionen Menschen in Deutschland jeden Monat neu rechnen müssen, wie sie steigende Mieten, höhere Krankenkassenbeiträge und wachsende Eigenanteile im Gesundheitssystem bezahlen sollen, diskutiert die Union über längere Arbeitszeiten, den Wegfall von Feiertagen und die Einschränkung des Rechts auf Teilzeit. Was als „Produktivitätsdebatte“ verkauft wird, trifft in Wahrheit jene, die ohnehin am stärksten belastet sind.

Besonders entlarvend war der inzwischen zurückgezogene Begriff der sogenannten „Lifestyle-Teilzeit“, der aus einem Antrag der CDU für den Bundesparteitag stammte. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge nannte diese Wortwahl bei Maybrit Illner eine „absolute Unverschämtheit gegenüber der Lebensrealität von Frauen“. Rund 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten seien Frauen – nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil sie neben ihrem bezahlten Job den zweiten, unbezahlten leisten: Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und Haushaltsarbeit.
„Frauen haben in diesem Land zwei Jobs. Der eine wird bezahlt, der andere nicht“, so Dröge. Die Debatte zeige, wie „abgehoben“ Teile der Politik von der Wirklichkeit vieler Familien seien.

Thorsten Frei, Kanzleramtsminister (CDU), wies die Empörung zurück und verwies darauf, dass der Begriff inzwischen gestrichen und eine Entschuldigung ausgesprochen worden sei. Er sprach von einer „politischen Überformung“ der Diskussion. Doch das Problem liegt tiefer: Die Richtung bleibt dieselbe. Mehr Arbeit, weniger Schutz, weniger soziale Absicherung.

Denn es bleibt nicht bei der Teilzeit. Parallel wird über längere Wochenarbeitszeiten und die Abschaffung eines Feiertags diskutiert. Und als wäre das nicht genug, forderte zuletzt der CDU-Wirtschaftsrat sogar, die kostenlose Zahnbehandlung abzuschaffen. Frei distanzierte sich davon zwar vorsichtig, nannte es jedoch lediglich „kein gutes Beispiel“ – und erklärte Zahngesundheit sei kein entscheidender Kostenfaktor, zudem spiele Prophylaxe eine wichtige Rolle.

Für viele Bürgerinnen und Bürger klingt das wie Hohn. Während immer neue Eigenbeteiligungen eingeführt werden, während Pflege, Rente und Gesundheit zunehmend privatisiert werden, sollen Beschäftigte noch mehr leisten – länger arbeiten, später in Rente gehen, mehr selbst bezahlen.

Gleichzeitig bleibt ein anderes Thema auffällig leise: die eigenen Einkommen der politischen Entscheidungsträger. Bundestagsabgeordnete erhalten monatlich knapp 12.000 Euro Diäten plus über 5,000 Euro steuerfreie Pauschalen. Zusammen sind das circa 17.000 Euro – ein Einkommen, das weit entfernt ist von dem, was die Mehrheit der Bevölkerung zur Verfügung hat. Die vom Steuerzahler zu finanzierenden Aufwendungen für einen Parlamentarier im Bundestag belaufen sich jedoch auf das Dreifache – auf ca. 50.000 Euro –, wie mein geschätzter Kollege Albrecht Künstle im zweiten Teil dieses Artikels aufzeigen wird.
Wer in dieser Lage den Menschen erklärt, sie müssten „mehr schuften, um den Wohlstand zu retten“, sollte sich fragen lassen, wessen Wohlstand eigentlich gemeint ist.

Der Bäckermeister Matthias Grenzer brachte es bei Maybrit Illner auf einen anderen Punkt: Mehr Vollzeit funktioniere nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen – bessere Kinderbetreuung und mehr Netto vom Brutto. Seit Jahren werde darüber geredet, doch bei der arbeitenden Bevölkerung komme kaum etwas an.

Genau hier liegt der Kern der Unverschämtheit: Nicht die wirtschaftlichen Herausforderungen werden bestritten, sondern die Richtung der Lösungen. Statt Steuerflucht, große Vermögen oder Übergewinne stärker in die Verantwortung zu nehmen, wird der Druck nach unten weitergereicht. Teilzeit wird moralisch diskreditiert, soziale Rechte werden infrage gestellt, Gesundheitskosten individualisiert.

Wer die soziale Wirklichkeit zur „Lifestyle-Entscheidung“ erklärt, verwechselt Privileg mit Notwendigkeit. Und wer fordert, dass die Bevölkerung länger arbeitet und mehr selbst bezahlt, während politische Eliten finanziell abgesichert bleiben, darf sich über wachsende Politikverdrossenheit nicht wundern.

Auch CSU-Chef Markus Söder schlug in dieselbe Kerbe. Eine zusätzliche Arbeitsstunde pro Woche sei, so Söder, „doch nicht tragisch“. Man müsse „wieder mehr arbeiten, um den Wohlstand zu sichern“. Diese Sätze wirken harmlos – solange man sie aus der Perspektive dessen spricht, der weder körperlich belastende Schichtarbeit leistet noch Betreuungszeiten organisieren oder Zahnarztrechnungen selbst bezahlen muss.

Was als kleine Zumutung verkauft wird, bedeutet für viele: weniger Zeit für Kinder, mehr Erschöpfung, noch weniger Spielraum im Alltag. Wenn Söder sagt, eine Stunde mehr Arbeit sei „nicht tragisch“, dann spricht daraus nicht ökonomische Notwendigkeit, sondern politische Bequemlichkeit. Denn während die Bevölkerung länger arbeiten soll, steigen die politischen Bezüge automatisch weiter – unabhängig von Produktivität, Überstunden oder Lebensrealität. Die politischen Leistungen dagegen sinken rapide.

So entsteht ein vertrautes Muster: Mehr Leistung wird von unten eingefordert, während oben Stabilität und finanzielle Sicherheit herrschen. Wer diese Schieflage kritisiert, wird als überempfindlich dargestellt. Wer sie erlebt, weiß: Es geht nicht um eine Stunde. Es geht um Respekt.

Diese Debatte ist kein technisches Detail der Wirtschaftspolitik. Sie ist eine Frage von Respekt – vor Arbeit, vor Care-Arbeit und vor jenen, die dieses Land jeden Tag am Laufen halten. Und das sind momentan nicht die Politiker. Sie werfen hart erwirtschaftete Steuerzahlungen nicht nur für den eigenen Wohlstand zum Fenster hinaus, sondern verpulvern Milliarden für unproduktive Projekte wie Aufrüstung – was habe ich von einem Panzer, der produziert mir keine Semmeln, aber im Ernstfall Leichen – und für nicht gewinnbare Kriege, um „Unsere Demokratie“ von einem faschistisch unterlaufenen Regime in der Ukraine verteidigen zu lassen. Was für ein Schwachsinn!
Ist doch auch wahr, oder?

Nun zu den außerordentlich treffenden und informativen Zeilen von Albrecht Künstle, der einen weiteren Sargnagel für das Irrenhaus Deutschland aufzeigt.

06. Februar 2026, von Albrecht Künstle

Was Bundestagsabgeordnete alles erhalten

– Unsere Renten sind Schlusslicht, anders für Abgeordnete

– Das „Abgeordnetengesetz“ zu durchforsten ist mühsam

– Abgeordnete werden „entschädigt“ – wofür eigentlich?

Im Zusammenhang mit der Rentendebatte werden auch die Beamtenpensionen und insbesondere die Versorgung der Abgeordneten bei Bund und Ländern diskutiert. Dabei kursieren viele Zahlen, die oft auch falsch sind. Das Ergebnis meiner Recherche: Die Diskrepanz zwischen der Versorgung der Wähler und der Gewählten ist noch ungerechter als angenommen. Die Mandatsträger (einer „träger“ als der andere?) werden geradezu mit Geld- und Sachleistungen überschüttet.

Was am meisten überrascht: Der Geldregen wird im Abgeordnetengesetzes im § 11 als „Abgeordnetenentschädigung“ überschrieben. Wer hat sich denn so etwas ausgedacht? Erleiden denn die Abgeordneten durch ihre Wahl einen Schaden, der entschädigt werden müsste? Oder sind damit Entschädigung gemeint, die viele Abgeordnete ohne fachliche Kompetenz, sogar ohne irgendeine abgeschlossene Ausbildung, durch ihre falschen Entscheidungen verursachen und sie dafür geradestehen müssen? Nein, nichts dergleichen; für alles haben die Steuerbürger aufzukommen.

Im Folgenden werden die Vergütungen an die Bundestagsabgeordneten beziffert.

11.833 Euro im Monat als „Abgeordnetenentschädigung“
5.052 Euro als „Kostenpauschale“ zusätzlich, nachfolgende kommen hinzu
Unentgeltlich, Bereitstellung eines komplett möblierten Büros
1.000 Euro im Monat für Laptop, Tablett, Information- und Kommunikationstechnik
5.350 Euro im Monat für das Abgeordnetenbüro im Wahlkreis (Miete etc.)
25.873 Euro im Monat für Mitarbeiter in Berlin und im Wahlkreisbüro
Unentgeltlich, freie Nutzung aller staatlichen Verkehrsmittel 1. Klasse, auch privat
Unentgeltlich, Inlandsflüge und Schlafwagen (zum dienstlichen Gebrauch)
Unentgeltlich, Hälfte der Beiträge zur Krankenversicherung, keine RV-Beiträge

Die Summe beläuft sich auf über 50.000 Euro im Monat je Abgeordneter. Die Abgeordnetenbezüge werden „Diäten“ genannt. Mit Schmalkost hat dieser Begriff jedenfalls nichts zu tun. Bei 630 Bundestagsabgeordneten macht das fast 400 Millionen Euro im Jahr. Für Fraktionssprecher und andere Mandatsträger gibt es zusätzliche Amts- und Funktionszulagen. Für Staatssekretäre und Minister noch mehr.

Aufsichtsratsbezüge? Abgeordnete werden gerne mit Aufsichtsratsposten bedacht oder sitzen als Repräsentanten in Aktiengesellschaften, an denen der Staat Beteiligungen hält. Die Abgeordneten müssen solche Nebeneinkünfte nur melden, dürfen sie aber ohne Anrechnung auf ihre anderen Bezüge behalten. Von so etwas träumen z.B. Witwen, denen ihre Rente gekürzt wird, wenn sie mit Arbeits- oder sonstigen Einkünften Freigrenzen überschreiten, die ein Bruchteil von Diäten ausmachen. Alles im Rahmen „Unserer Demokratie“?

Für das Leben nach dem Bundestag, Übergangsgeld, Altersentschädigung

Es trifft nicht zu, dass Abgeordnete ihre Altersversorgung sofort nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag erhalten. Richtig ist vielmehr, dass es zuerst einmal ein Übergangsgeld https://www.gesetze-im-internet.de/abgg/__18.html gibt. Es wird in gleicher Höhe der bisherigen Vergütung für so viele Monate gezahlt, wie sie Jahre Abgeordnete waren. Zwar werden ab dem zweiten Monat nach dem Ausscheiden Erwerbseinkünfte vom Übergangsgeld abgezogen. Wer aber wird nach z.B. drei Amtszeiten bei 12 Monate Abgeordneten-„Arbeitslosengeld“ (Übergangsgeld) in voller Höhe (! nicht nur 60 Prozent wie normales Arbeitslosengeld) bei 11.833 Euro im Monat eilig haben, sich einen Job suchen? Schon gar nicht, wenn keine Beratertätigkeit angeboten wird oder der/die Betreffende die Treppe hoch fällt wie Annalena Baerbock.

Damit sich Parlamentarier vom gemeinen Volk abheben, erhalten sie weder eine Altersrente oder Pension, sondern bei Erreichung der Altersgrenze (63-67 Jahre) eine Altersentschädigung. Die Höhe beträgt für jedes Jahr der Mitgliedschaft im Bundestag 2,5 Prozent der „Abgeordnetenentschädigung“, aktuell jene 11.833,47 Euro. Im obigen Fall von drei Amtszeiten wären das also 12 x 2,5 Prozent = 3.550 Euro – ohne irgendwelche Beiträge bezahlt zu haben. Anders als für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte besteht für den Anspruch auf Renten keine Wartezeit (Beitragspflicht) von fünf Jahren, sondern ein einziges Jahr reicht!

Überversorgung der „Staatsdiener“

Ein Beispielfall für jene Abgeordneten, die dem letzten Bundestag nur dreieinhalb Jahre angehörten und am 23. Februar 2025 abgewählt wurden: Zuerst einmal erhielten sie für dreieinhalb Monate Übergangsgeld in voller Höhe weiter. Wenn sie sich dann einmal zur Ruhe setzen, erhalten sie für diese dreieinhalb zeitweiser Jahre in Berlin 3,5 x 2,5 Prozent x 11.833,47 Euro = 1.035 Euro Altersentschädigung, die natürlich nicht statisch gelten, sondern um die erhöhte „Abgeordnetenentschädigung“ im Zeitpunkt des Ruhebeginns angepasst werden. Ein Rentner mit Durchschnittsverdienst müsste über 25 Jahre gearbeitet haben, um eine solche Rente zu erzielen. Bundestagsabgeordnete schaffen das schon mit 3,5 Jahren. Alles im Rahmen „Unserer Demokratie“?

Wie seitens der Beamten und auch der Abgeordneten entgegengehalten wird, seien ihre Alterseinkünfte aber zu versteuern. Das ist jedoch bei den Renten aus der Gesetzlichen Rentenversicherung inzwischen ebenso der Fall. Wer 2026 in Rente geht, hat 84 Prozent seiner Altersrente zu versteuern https://senioren-nachrichten.de/grundfreibetrag-2026 . Der steuerfreie Grundfreibetrag von 12.348 Euro (im Monat 1.029 Euro) wird durch die meisten Renten überschritten. Die Überversorgung der „Staatsdiener“ lässt sich also mit dem Argument der Steuerpflicht ihrer Altersruhegelder nicht mehr rechtfertigen. Abschließend kann man sarkastisch konstatieren, dass Parlamentarier „in sehr gesicherter Armut“ leben. Und es verwundert nicht, dass es um die aussichtsreichen Listenplätze der Parteien immer ein Hauen und Stechen gibt. Da nimmt sich keine Partei aus. Denn in welchem anderen Job kann man auch ohne Qualifikation so lange und so gutes Geld machen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/entschaedigungen-wofuer-eigentlich-was-bundestagsabgeordnete-alles-erhalten/ erschienen.

Danke, Herr Künstle, für diese aufschlussreichen Zeilen.

Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, bitte wieder teilen. Danke dafür. Ihnen eine angenehme Zeit.

Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

in diesem Blog, den ich alleine ohne jede fremde Unterstützung – inhaltlich wie finanziell – betreibe, steckt mein Herzblut. Ich möchte meine diesbezügliche – meines Erachtens nutzbringende – Aktivität keinesfalls einschränken. Der Zeitaufwand hierfür reduziert jedoch meine Möglichkeiten für den Broterwerb. Für eine Spende wäre ich Ihnen sehr dankbar.

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Vielen Dank!

Herzlichen Dank auch für bereits eingegangene Spenden.

Zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar. 

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
  • Corona
  • Neue Weltordnung

https://www.amazon.de/s?k=Uwe+Froschauer+Behauptungen+oder+Wahrheit&i=stripbooks

Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.

Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.

Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Der große Manipulations-Hammer

Eine Auseinandersetzung mit dem Fernsehen von Werner Roth

„Die größte Macht hat der, der das Denken der Menschen kontrolliert“, ist ein Satz, auf den jeder mit halbwegs normalen Verstand kommen kann. Genau deshalb wird er vielen und somit keinem eindeutig zugeschrieben. Das Ziel jeder Herrschaft ist die weitgehend freiwillige Kapitulation vor ihr. Man will keine Sklaven in Ketten. Man will Sklaven, die ihre Ketten für Freiheit halten und jeden beißen, der sie befreien will.

Da ist das Konzept des „mindwar“, wie es vom Pentagon nun seit ein paar Jahren offiziell bezeichnet, aber bereits seit Jahrzehnten betrieben wird, nur folgerichtig. Selbstverständlich hat hierbei auch „die Politik“ die ihr zugedachte Rolle zu spielen.

Der „oide Grantla“ Uwe Froschauer formuliert das passgenau: „Die Aufgabe der Politiker in diesem „Spiel“ ist es, die Privilegien und das Vermögen der Besitzenden durch entsprechende Gesetze, Rechtsprechung und Maßnahmen abzusichern und möglichst zu erweitern.“ Die Implantierung in die Köpfe der Massen geschieht bis heute, samt Internet, zum Großteil via TV.

Dabei können sich die Meister der Lügen und Vollverblödeten, die momentan an der Macht sind, auf die mindestens genauso brunsdummen Untertanen stützen, die so wenig von irgendwas verstehen, wie die Oberen selbst. Intellektuell Degenerierten, die sich selbst belügen, kann man jeden Bullshit erzählen, da sie absolut unfähig sind, Blödsinn von Sinnhaften zu unterscheiden. „De sann hoid z’bläd dazua.“

Unser (Ver-)Bildungssystem hat zu einer Epidemie von „klugen Dummköpfen” geführt.

Kämpfer gegen Rechts dürfen jetzt nicht ausflippen und müssen ganz ruhig bleiben, denn die Nazis waren auch beim Einführen des Fernsehens ganz vorn dabei. Sogar das Internetz bestätigt das (noch): „Das weltweit erste reguläre Fernsehprogramm startete am 22. März 1935 in Berlin.“ Bestimmte, heute bestens bekannte, Umstände brachten damals das Vorhaben zur flächendeckenden Etablierung des bis heute wirkmächtigsten Propagandawerkzeugs allerdings zum Erliegen.

Nach dem Endsieg, aus Sicht der Nazis, für die falsche, anglo-amerikanische Seite, ging‘s mit dem Fernsehen enorm bergauf. Zunächst im Land der größten Sieger aller Zeiten, den glorreichen USA.

Da die Verbrechernation der Verlierer, natürlich unter subtiler, aber dennoch sehr bestimmenden Aufsicht vom großen Bruder aus Angelsachsien, nun in die Rolle des Schaufensters vom Garten Eden positioniert wurde, konnte hierzulande das TV zeigen, zu was es ebenso imstande war. Dadurch war von einer durchaus hochwertigen Wissensvermittlung, über vielschichtige und manchmal sogar tiefgründige Filmproduktionen, bis zu „sittsamen“ Unterhaltungsformaten alles vorhanden.

Allerdings wurde im Lauf der Zeit jedes Format mehr und mehr auf Gefühl gebürstet, möglichst ohne Anforderungen in Sachen Niveau oder Hirntätigkeit. Bilder, entsprechend musikalisch unterlegt, machen substanzielle Kommentare platt. Tiefgründigkeit, Ernsthaftigkeit und nachdenkenswerte Aussagen haben in einer überdies verblödelten Gesellschaft gegen Oberflächlichkeit und Zerstreuung keine Chance.

Das Fernsehen ersetzt die sinnhafte Wahrnehmung der Welt.

Die Bedeutung einer Information für die breite Masse geht immer noch zuerst vom Mainstream aus ins Internet und nicht umgekehrt. Wirklich weitflächige Wirkung zeigt sich nur auf diese Weise. Erst wenn eine Info via TV groß gemacht wurde, schauen alle, auch und gerade die Internetzer, hin und wälzen das dann gegebenenfalls noch weiter aus.

Eine nur im Internet vorkommende Info wie bspw. die RKI-Protokolle oder die vielen anderen Aufdeckungsgeschichten bleiben ohne Mainstream im Abseits. Die Masse kriegt einfach nichts mit! Wie viel Menschen tummeln sich nochmal bei den sog. alternativen Medien und wie viele glotzen TV?

Der „Nirwana-Irrsinn“ der Verdummung geschieht ohne Unterlass.

Inzwischen kommt die alt-bewährte und mit Abstand größte Reichweiten erzielende Dampfwalze zum Plattmachen der Denkfähigkeit, das Fernsehen, unter zunehmender Abnahme von Substanz und Niveau, daher in Form von unterirdisch dümmlichen Quizshows, Herz/Schmerz Tralala Sendungen, neudeutsch Daily-Soaps, die jede Geistesarmut problemlos weiter absenken.

Dazu Promi-Beweihräucherungs-Formate und Adelsverherrlichungen weit über der Peinlichkeitsgrenze, die nicht wegzudenkenden TV-Krimis, übersättigt getränkt mit Herrschaftsnarrativen und natürlich den flachsten, dümmsten, lautesten Hollywood-Dumpfbacken-Kinomachwerken zur endgültigen Niederstreckung des Restverstands. Humor? Welcher Humor? Sie sind lustig.

An der Spitze der Intelligenz-Verachtung unter all diesem Mentalmüll befinden sich die virtuellen Stammtischersätze, die Talkshows, die mittlerweile ebenso seit Jahrzehnten dem Publikum einen Ersatz bieten sollen für die früher überall zu findenden Debattenrunden der „kleinen Leute“. Die Phrasendichte und Floskelwucht, die Selbstherrlichkeit und die Lügenquote der zweidimensionalen Versionen sprengen dabei die Grenzen jeder noch so abwegigen Phantasie.

Obwohl (oder gerade deshalb?) diese Fernsehquatschbuden alle von vorn bis hinten durchdekliniert, sprich gecastet, gescripted, nach Drehbuch, nach klassischen Storytelling-Regeln, geplant und umgesetzt sind, würde ausnahmslos jeder dieser Labersäcke an einem traditionellem Wirtshausstammtisch nach maximal 2 Sätzen entfernt werden. Aber Erna und Horst finden‘s gut.

Dem Fass den nicht mehr vorhandenen Boden schlagen jedoch die Doku-, Reportage- und Info-Formate aus. Was da an unverschämtester Beleidung des Verstandes, an hirnlosestem Schwachsinnsgeseier, dampfhammerartigen Propagandagedöns (gerade Klima) und gnadenloser geistiger Leere in Potenz auf den Betrachter eindrischt, müsste eigentlich die Macher und Verantwortlichen den Kopf kosten.

„So, jetz olle ab zum Rudl-Speim! Manchmoi muas dea Dregg hoid naus…“.

Jede Bildstörung verdient mehr Zuschauer! Diese Art von TV verwandelt Menschen in gehirnamputierte Seelenkrüppel. Wie wär‘s denn mal mit einer Show, in der die Kandidaten Pferdeäpfel schälen?

Die erst kürzlich verstorbene Psychoanalytikerin Almuth Bruder-Bezzel († 2025) hat der Welt auch dies hinterlassen: „Die Bevölkerung, das Wahl-Volk wird nicht als politischer Bürger angesprochen, dessen Stimme man gewinnen will, sondern als entmündigter, kastrierter Zuschauer einer Medienshow, der beschallt werden muss wie ein Insasse einer geschlossenen Abteilung der Psychiatrie.“

Trotz allem prägt das Fernsehen das Weltbild, Werte und Normen, indem es bestimmte Verhaltensweisen als wünschenswert oder normal darstellt. Das wiederum beeinflusst künftige Wahrnehmungen und Entscheidungen. Positive oder negative emotionale Reaktionen auf Protagonisten (Sympathie/Antipathie) beeinflussen die Bewertung der gezeigten Handlungen und können das eigene Verhalten spiegeln oder verändern.

Die Zuschauer imitieren beobachtetes Verhalten, sie lernen durch Beobachtung, wie Kinder. Man sieht, was belohnt wird und macht das dann nach. Das umfasst alle Formate, von Nachrichten, Info, Dokus, Reportagen, bis zu Spielfilmen und natürlich Reality-TV oder Serien.

Diese emotionale Wirkmächtigkeit ist hervorragend für jedes Agenda-Setting geeignet. Bildschirmmedien formen, was wir für wichtig halten und wie wir die Realität wahrnehmen. Die Leute haben Angst vor allem Möglichen durch die unablässige Angstmacherei auf allen Kanälen.

Bloß nicht an der Oberfläche kratzen!

Heute kommt die Manipulation oft in ranwanzenden (Sprach)Verkleidungen daher und aufreizend verpackt in Rumms-Bumms-Wumms, Glitzer, Glamour und präsentiert von TV-Göttern auf den zeitgeistigen Altären der Flatscreens. Ein großer Teil der Menschen zeigt sich im versammelten Elend der Selbstgefälligen, als bräsig-dumpf-blöde Tagesschaugläubige, die „Ungläubige“ unter Androhung von Gewalt und mittels „Zersetzung“, siehe Stasimethodenhandbücher, dazu zwingen, das Maul zu halten.

Wenn dann noch bspw. jemand wie der Welke im unmittelbaren Umfeld in höchsten Tönen lobgepreist wird, wächst der Zusammenreißzwang ins Unerträgliche. Wer da kurz davor steht, innerlich zu explodieren, weil die moralischen Antennen zu sensibel sind, um die Ausstrahlung von Seelenlosigkeit und geistig-mentalem Vakuums dieser Untoten einfach wegzudrücken, für den wird der Einzelgängerstatus zum Segen.

Oder man haut – selbstverständlich nur gedanklich – bei der nächsten geist-, witz- und espritlosen Äußerung dem Betreffenden ansatzlos einen auf die Zwölf. Man gönnt sich ja sonst nichts…

Der Umgang mit solcherart Zeitgenossen ist wie eine Diskussion über die Form eines Objektes, das objektiv ein Quadrat ist, doch das Gegenüber kann da nur einen Kreis sehen. Viel Spaß bei der Überzeugungsarbeit. Meister Eder bleibt hierzu unerreicht: „Es muas a bleede gem. Aba, es wean oiwai mera…“

Was versteht man unter dem Begriff „Kultivierungstheorie“?

Die Allwissenheitsmaschine meint dazu: „Die Kultivierungstheorie (engl. cultivation theory/hypothesis), entwickelt von George Gerbner in den 1960er Jahren, besagt, dass langfristiger Fernsehkonsum die Wahrnehmung der sozialen Realität formt und verzerrt. Vielseher neigen dazu, die reale Welt eher so einzuschätzen, wie sie im Fernsehen dargestellt wird – oft als gefährlicher.“

Seit es Fernsehen gibt, wird untersucht, ob und wie stark das Verhalten der TV-Zuschauer von dem Verhalten, das im TV gezeigt wird, beeinflusst ist. Wenig überraschend hat sich in den USA dabei schon in den 80ern herausgestellt, dass die realen Gangster die Kollegen im TV imitieren in Gestus, Sprache und Attitüde. „Schmeiß di weg. Wea häd des dengt?“

Es schadet sicher nicht, sich an den wohl letzten großen Großmeister der Großkritiker, den verschmitzt verknitterten, alten Juden Marcel Reich-Ranitzki, zu erinnern, der schon vor Jahrzehnten meinte: „Das Fernsehen macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer.“ Das gilt übrigens für Internet und KI genauso.

In einer idealen Bildung müssten heute unbedingt die Erkenntnisse eines Edward Bernays tief verankert werden. Um darauf aufbauend die neuesten Einsichten zur Gehirnmanipulation zu lehren.

Uns werden Lügen eingetrichtert von den ersten Schritten bis wir sterben. Kurz und schmerzlos meint Caitlin Johnstone dazu: „Kein Wunder, dass wir immer unglücklicher, dysfunktionaler und verrückter werden.“

Ganz am Ende wird dann das „Imperium der Lügen“ einen finalen Schlag aus Fake News landen. Live und in Farbe im Fernsehen. Popcorn!

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Der Artikel erschien zuerst bei AnderweltOnline unter

https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/der-grosse-manipulations-hammer

Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,

zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar. 

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln