Der Eurovision Song Contest ESC ist das Spiegelbild für „UnsereDemokratie“. Bald werden die Wahlen, wie beim europäischem Hupfdolenwettbewerb, vereinfacht auf die Beurteilung der Darbietung, Verzeihung, „Performance“ in den Video-Clips, die inzwischen alle Parteien am Fließband produzieren. Es gewinnt, wer am wenigsten ungelenk, häßlich, dümmlich, fremdschämend und abstoßend rüberkommt. Der „coolste“, also schrägste „Cringe“ Zappelphilipp oder –philippa wird Kanzler/*in.
Da der Aufmerksamkeits- bzw. Bekanntheitsgrad als DIE Währung in „UnsererDemokratie“ breitesten Anklang findet, sind das die bestimmenden Kräfte.
Diesen ganzen Schmonzes mit Programmen, Grundüberzeugungen oder gar Argumenten versteht sowieso schon lang keiner mehr. Der richtige „Move“ tut’s doch auch. Man muss die Leute eben da abholen, wo sie grade sind. Ugga Ugga Ugga…
Die zentrale Botschaft in Emmanuel Todds jüngstem Buch lautet: Der größte Gegner des Westens könnte am Ende nicht Russland, China oder Iran sein – sondern die eigene politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise. „Wemma si so zum Däppn macht, wos soist do no macha?“
Jede Klientel hat ihre eigene Schlagwortlogik.
Es gibt da noch eine Reihe kritischer Leute, die eine verantwortungsvolle Position im alten Normal innehatten. Die werfen verzweifelt ihre durchaus logischen, aber an den alten Normen orientierten, Argumente in den Raum. Die Reaktion der Macht darauf zeigt jedoch nur, dass alle die klugen Worte, die wohlfeilen Verträge und Aussagen nichts weiter als Schönwettererklärungen waren, die umgehend „vom Winde verweht“ werden, wenn sie hinderlich sind.
Der alte weiße Mann Paul Craig Roberts bohrt mit dem Finger in der Wunde: „Wenn Regierungen gesetzlos handeln, kann Recht nicht mehr praktiziert werden. Dann herrscht nur noch Zwang. Die deutsche Regierung führt uns – wie andere Regierungen des einstigen westlichen Kulturkreises – zurück ins Mittelalter.“
Die ganzen Verfassungen, das Grundgesetz, faktisch alle sonstigen Verträge sind die Tinte nicht wert, mit der unterschrieben wurde. Prinzipiell war das aber nie anders, höchstens graduell.
Was regen sich also die Schwurbler so auf über die nun wiedergekehrte Willkürherrschaft. Schon vor und vor allem mit Beginn der Zivilisation galt das Recht des Stärkeren. Die Behörden und gerade die Justiz haben sich immer der jeweiligen Macht unterworfen. Da muss man doch nicht gleich so melodramatisch werden. „Wenns da ned basst, gäh hoid nüba zum Chinäs‘!“
Recht und Gerechtigkeit: das eine ist ohne das andere nicht vorstellbar.
Machtausübung läuft stets unter Zwang – sei es finanzieller, handelspolitischer, technologischer oder strategischer Art, also Krieg. Dabei wird durchaus die gebräuchliche Form beibehalten, solange sie nicht im Weg steht. Die institutionelle Infrastruktur wird als Waffe genutzt. Wenn die bürokratische Architektur von „der Macht“ mittels der dort platzierten Marionetten vereinnahmt ist, wird „durchregiert“.
Sobald der materielle Wertzugewinn nicht mehr einfach so erreicht werden kann, müssen halt dann die menschlichen Werte geopfert werden. Zusammen mit den Menschen, die da dranhängen. Humanressourcen gibt es ja massenweise.
Egal um was es geht, es stellt sich dabei immer sofort die Frage: Wer profitiert von dieser oder jener Meldung (Cui bono)? Wen interessiert das bzw. wen soll das interessieren? Im Informationsraum gibt es weder Zufall, noch Versehen.
Alles ist Teil des mindwar, eine PsyOp mit der Ansage: „Wir kriegen euch. Und wenn es wegen der lächerlichsten Vorwürfe ist. Wir machen mit euch, was wir wollen. Weil wir es können.“
Der Danisch senft auch, gewohnt kompromisslos, was dazu: „Es geht allein darum, dass man demonstriert, dass man jeden, der sich muckt, völlig willkürlich erledigen kann.“ Denn „das ist die Botschaft. Ostentativ vorgeführte Willkür.“
Welche Farbe hat verwelktes Grün?
Sobald Posten oder wichtige Stellen zu besetzen sind, ist die Qualifikation durch das weibliche Geschlecht oder, noch besser LGBTQ+-Wesen heutzutage schon eine große Leistung. Was man sonst können oder ausstrahlen sollte, ist dabei zweitrangig. Wobei der ins Auge springende Schreckschrauben-/Hackfressen-Faktor sicher ein eher positives Einstellungskriterium sein muss.
Man könnte glatt auf den Gedanken kommen, die Politik ist eine absolute Schamlosigkeit, die jede Messskala sprengende Dummdreistigkeit überbietet. Sie ist die ultimative Realitätsferne. „Jo mei, so is des hoid, wenn da Irrsinn ins Kraut schiaßt.“
Es ist schon sagenhaft, wie tief und fest manche Lügen in das Hirn v.a. „der Guten™“ eingebrannt sind. Und die werden verteidigt, als hinge das eigene Leben davon ab. Hegel schrieb, der Geist erkenne sich selbst erst am Ende eines langen, schmerzhaften Weges der Entfremdung. Nojo, des guit a ned fia an jedn.“
Ein Erklärungsversuch von Erik Jochem weist wieder mal auf das Verloren sein vor allem der „besseren“ Kreise hin: „Das Identität versprechende Bedürfnis der „gebildeten Schichten“, moralisch auf der richtigen Seite zu stehen, gebiert politische Ungeheuer.“
„We love to entertain you!“
Bei den Tagesthemen wurde „der Sommer“ nun in die Reihe der Katastrophenbegriffe wie Hurricane oder Schneesturm aufgenommen. Man soll sich also fürchten vor ihm, dem bösen Sommer. Nach Eckart von Hirschhausen, der aus der deutschbaltischen Familie, die 1835 in den erblichen russischen Adelsstand erhoben wurde, braucht‘s jetzt umgehend ein Verbot von „Hass&Hitze“, weil das ja logisch sowas von zusammenhängt. Adel und inzestuös gezüchteter Schwachsinn aber auch, das kennt man doch…
Warum kommt eigentlich niemand auf die Idee, dass die sommerliche Hitze dem immer weiter geöffneten Tor zur Hölle entstammt? Das muss noch nicht mal allegorisch gemeint sein. A la, wenn die Welt schon auf den Hund gekommen ist, dann auf den Höllenhund.
Was aber machen, wenn überall jetzt die ganz dunklen Wolken aufziehen? Die EU-Uschi fordert, wie stets entschieden und mit Nachdruck, bestimmte Dinge nicht den Laien zu überlassen. Sind da eigentlich auch die von der Leyens gemeint?
„Die Zukunft war mal ein Versprechen. Jetzt ist sie ein Verbrechen.“
Der polit-mediale Umgang im Westreich mit den neuen Wunderwaffen, den Drohnen, erinnert doch stark an die Wunderwaffenlegenden des damaligen Reiches, des dritten nach üblicher Zählung. Auch damals wurden dessen späte Offensiven ab 44 nochmal medial ausgiebig besungenen.
Zu welchem Zeitpunkt des Krieges flogen die V1 und V2 nochmal gen Engeland? „Jetza kimmt a, da Endsieg, hots koasn.“
Die Bahn scheint jedenfalls auf dem vorgegebenen kriegstüchtigen Wege. Zumindest klappt das mit dem Drill schon ganz gut, wenn’s heißt: „Bundesbahn … STILLGESTANDEN!“
Wer kennt nicht das Gefühl, sich schnell zum „inneren Rasenmähen“ zurückziehen zu wollen?
Auch unsere Friedensaktivisten stecken gedanklich noch tief im Sumpf des gestrigen Panzer-, Kanonen- und Bombenkrieg-Gedöns fest. Es wäre angebrachter zu fragen „Wie kann das hier und jetzt geschehen?“ anstatt weiter in der Vergangenheit zu pflügen mit Fragen wie Götz Alys neuer Buchtitel „Wie konnte das geschehen?“.
Viele kritische Geister fordern ja die „Einbremsung“ der Israelis. Nun wurde die perfekte Lösung für das Problem mit dem ungehobelten Partner gefunden. Die Fusion. Die Schlapphüte der USA und Israels werden eins. Sogar die Militärs sollen künftig im totalen Gleichklang hüpfen. Keine Geheimnisse mehr. Dem „National Defense Authorization Act“ und dem „Intelligence Authorization Act“ sei‘s gedankt.
Unsere Dienste, die Geheimen, die mit den schlappen Denkfähigkeiten und ebensolchen Hüten, wissen nur, was sie glauben zu wissen. Denn den Gläubigen ist das Himmelreich. In Anlehnung an Matthäus 5,3 kann man sagen: „Selig sind die, die da geistig arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.“
Wahrheit? Was soll das sein? Wahrheit ist überbewertet.
Menschen nehmen ihre unmittelbare Umgebung als grundsätzlich sicher und moralisch stabil wahr. Je vertrauter und bekannter etwas ist, desto mehr Glaubwürdigkeit und Vertrauen genießt es. Wie bspw. das routinierte abendliche TV-Glotzen über Generationen hinweg. Zweitstellige Millionenzahlen täglich bilden da den Pflock, an dem die gefühlte Mehrheit an ihrer gedanklichen Kette hängt.
Diese Gestaltsfestigkeit des gesamten TV basiert darauf, dass sich das visuelle Erscheinungsbild zwar stetig, aber langsam verändert. So bleibt es stabil, widerstandsfähig und konsistent. Der hohe Wiedererkennungswert wird nicht durch Reduzierung der Komplexität verfälscht oder geschwächt. Die so gemerkte Form wird vom Unterbewusstsein intuitiv erfasst und als positiv im Gedächtnis behalten. Das sind die Grundlagen der Markenführung und seit Ewigkeiten bekannt.
Damit der Flimmerkasten weiter als „Weltbildbestätigungsfernsehen“ fungieren kann, müssen genau deshalb alle „Erklärkraftzersetzer“ verunglimpft, zersetzt, schlicht eliminiert werden. So einen wie z.B. Peter Frey, der andauernd den vergifteten Medienfraß seziert: „Es ist billiges Futter für den Konsumenten, der es sich in der von den Medien bereitgestellten Welt von gut und böse bequem gemacht hat.“
Nur durch Zuschauen hat noch niemand was beim Spiel gewonnen.
Noch ein Nachschlag zur WM: Die Mannschaft ist nicht ausgeschieden, sie ist nur nicht mehr dabei.
Und der „UnKaZ“ (Unbeliebtester Kanzler aller Zeiten), unser (Ver-)Führer, der Langnasen-Fritze, twittert: „Mit Eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert“ Na dann, so sieht ER das eben…In Sachen Wirklichkeitsverleugnung ist Deutschlands Spitze immer noch Spitze!
Wenn das „Wunder von Bern“ der wahre Gründungsakt der Bundesrepublik war, was war das dann jetzt in Boston? Die Beerdigung dieses kaputten Konstrukts?
Sobald das ganze Land in eine rauchende Ruine verwandelt ist, werden sie dann auch noch einen letzten Tweet absetzen? „Mit eurem Einsatz und Teamgeist habt ihr unser Land begeistert.“ Es ruhe in Frieden. Amen.
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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.
Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Der durchschnittliche Reichtum der Bürger eines Landes ist ein Indiz dafür, wie es diesen auch im Alter geht. Entgegen widergekäuter Meinungen in den Qualitätsmedien gehört Deutschland nicht mehr zu den reichen Top Ten der reichen Nationen. Die Infrastruktur verfällt, die Deindustrialisierung nimmt Fahrt auf und sichere Arbeitsplätze gehören der Vergangenheit an. Eine Bevölkerungsgruppe merkt den Niedergang aber schon länger: die Alten, bei denen sich Altersarmut breit macht. Das Rentenniveau wurde von früheren Regierungen heruntergefahren, und ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht abzusehen. In früheren Veröffentlichungen zeigte ich die durchaus gegebene Leistungsfähigkeit des umlagefinanzierten Rentensystems auf; damit scheine ich einer der Wenigen zu sein. Der Mainstream fährt auf die kapitalgedeckte Rente ab, und auch die Politik verfällt den Versprechen goldener Zeiten der Finanzwirtschaft und deren Lockruf.
So wurde nun beschlossen, die Rentenversicherungsbeiträge um 2 Prozent zu erhöhen und diese am Kapitalmarkt anzulegen. Wäre die Politik wirklich von der Zukunft der Finanzmärkte überzeugt – warum wurde dann nicht beschlossen, etwa gleich ein Drittel des jetzigen Beitragssatzes künftig am Kapitalmarkt anzulegen, also 6,2 Prozent der künftigen Beiträge an diesen abzuzweigen? Traut man etwa der eigenen Courage nicht? Zugestanden: Die Renditen sind – derzeit (!) jedenfalls – beeindruckend hoch. Was auch meine Fonds abwerfen, ist ein gutes Zubrot zu meiner ohnehin nicht kleinen Rente.
Ich erlebte aber auch schon das Gegenteil: In den 1990er Jahren gab es einen rezessionsbedingten Rückgang der Aktienmärkte, 1997 herrschte die Asienkrise, 1998 die russische Finanzkrise, 2000-2002 dann platzte die Dotcom-Blase, 2007-2009 war dann die globale Finanzkrise, ausgelöst von der US-Immobilienkrise, 2010-2012 folgte die europäische Staatsschuldenkrise, 2015-2016 war Krise wegen China und den Rohstoffpreisen, 2020 gab es den Covid-19-Börsencrash und 2022 war „Bärenmarkt“ angesagt wegen steigenden Zinsen und hoher Inflation. All diese Baissen und Crashs bereiteten mir einige schlechte Nächte. Dennoch: Langfristig scheint die Sonne über den Kapitalmärkten. Aber langfristig sind wir auch alle tot.
Der Begriff „Kapitalmarkt“ ist ein Chamäleon und so unkalkulierbar wie die Berliner Politik. Am Sonntag rief mich mein Lektor an und riet mir, den ARD „Presseclub“ einzuschalten, wo es um die Rentenpolitik ging. Ich tat es leider verspätet, bekam aber noch eine denkwürdige Passage mit, in der ein journalistischer Fürsprecher der kapitalgedeckten Renten äußerte, natürlich sollten die Beitragsgelder weniger in Deutschland angelegt werden, sondern in den prosperierenden Regionen des Globus. Deutschland sei da aus dem Rennen. Klar: Wenn die aufgrund politischer Fehlentscheidungen in die Krise geratene Wirtschaft den Bach runtergeht, folgen dem auch die Kapitalrenditen in Deutschland (eine Ausnahme sind deutsche Rüstungsaktien, die geradezu explodieren).
Internationale Fonds mit breiterer Diversifikation
Welche Aktien und Fonds performen nun besser: Deutsche oder internationale? Kurz gesagt: Internationale Aktien und Fonds haben sich langfristig meist besser entwickelt als rein deutsche. Das liegt vor allem daran, dass sie breiter diversifiziert sind und Zugang zu den größten und wachstumsstärksten Unternehmen der Welt bieten. Dies zeigt ein Blick auf die wichtigsten Indizes; so gilt der DAX zwar als solide, aber oft unterdurchschnittlich gegenüber dem Weltmarkt. Der MSCI World hingegen offenbart historisch eine sehr starke und breite Diversifikation, und auch der FTSE All-World ist ähnlich stark, enthält aber zusätzlich noch Werte aus Schwellenländern. Ebenfalls sehr breit gestreut sind internationale Fonds und ETFs, die oft bessere langfristige Rendite bieten, abhängig von den jeweiligen Assets.
Internationale Anlagen schneiden, wie gesagt, deshalb häufig besser ab, weil sie eine größere Diversifikation bieten. Statt nur etwa 40 große deutsche Unternehmen umfasst ein Weltindex Hunderte bis Tausende Unternehmen aus vielen Ländern. Darunter sind auch mehr Wachstumsunternehmen; die größten Technologieunternehmen stammen überwiegend aus den Vereinigten Staaten und haben in den vergangenen Jahren einen erheblichen Teil der Rendite beigetragen. Die breite Aufstellung bedeutet generell ein geringeres Länderrisiko: Wenn die deutsche Wirtschaft schwächelt, können andere Regionen dies ausgleichen.
Über lange Zeiträume gesehen erzielten globale Aktienindizes wie der MSCI World im Durchschnitt etwa 8–10 Prozent Rendite pro Jahr – vor Kosten, je nach Zeitraum; der DAX lag hier langfristig zwar ebenfalls im positiven Bereich, blieb aber in vielen Zeitabschnitten deutlich hinter den globalen Indizes zurück. Die jeweilige Überlegenheit hängt jedoch stark vom betrachteten Start- und Endzeitpunkt ab: Wenn der Anlagehorizont 10 Jahre oder länger beträgt, sind breit gestreute internationale Aktienfonds oder ETFs für viele Anleger eine attraktivere Basis. Deutsche Aktien können als Ergänzung dienen, sollten aber unter Risikoabsicherungs- und Diversifikationsaspekten besser nur einen kleineren Anteil des Portfolios ausmachen, empfehlen Kenner.
Mach mehr Kapitalabfluss ins Ausland
Was lehrt uns das? Wenn die Aktuare und Fondsverwalter eine bessere Rendite erzielen wollen, als sie ihnen die gesetzliche Rentenversicherung bietet, müssen sie somit klammheimlich Kapitalflucht aus Deutschland betreiben. Nach der Flucht der Wirtschaft aus Deutschland (die Gründe sind hinlänglich bekannt) wird die kapitalgedeckte Rente also zusätzlich zu einer erweiterten Kapitalflucht führen. Wollen wir das sehenden Auges riskieren? Oder gibt es etwa gar keine Kapitalflucht aus Deutschland? Ökonomen sprechen beschönigend eher von “Standortproblemen”, “Investitionsverlagerungen” oder einer “schwächeren Wettbewerbsfähigkeit”. Kapitalflucht im engeren volkswirtschaftlichen Sinn gebe es noch nicht, beschwichtigen sie. Fakt aber ist, dass deutsche Unternehmen seit Jahren erhebliche Summen im Ausland investieren – und die Gründe hier sind unter anderem größere Absatzmärkte, Diversifizierung und Standortfaktoren wie Energiepreise, Bürokratie, Steuern und Fachkräftemangel. Mehrere Umfragen und Statistiken zeigen, dass Deutschland in den vergangenen Jahren für neue ausländische Investitionsprojekte an Attraktivität verloren hat.
Umgekehrt sind Investitionsprojekte aus dem Ausland rückläufig, mit einer Ausnahme: 2025 floss erstmals seit vielen Jahren unter dem Strich wieder mehr Direktinvestitionskapital nach Deutschland als ins Ausland. Doch 2026 zogen etliche ausländische Investoren geplante Großprojekte – teils trotz gewährter Subventionen – wieder zurück, während deutsche Unternehmen immer mehr Produktion ins Ausland verlagern; zunehmend übrigens auch immer mehr mittelständische Unternehmen. Nicht zu vergessen sind auch die vielen hochqualifizierten Fachkräfte und Wissenschaftler, die auswandern und ihr Vermögen einfach mitnehmen. Wenn die staatliche Kapitalrente kommt, wird diese ökonomische durch eine monetäre Kapitalflucht ergänzt, was sich in der Kapitalverkehrsbilanz niederschlagen wird. Diese ist ein Teil der Zahlungsbilanz eines Landes und erfasst alle grenzüberschreitenden Kapitalbewegungen, also Zu- und Abflüsse von Vermögen zwischen dem Inland und dem Ausland. Dazu gehören die oben beschriebenen Direktinvestitionen, wenn also etwa ein Unternehmen eine Fabrik im Ausland kauft oder neu errichtet.
Weltweites Hütchenspiel
Hinzu kommen künftig noch mehr Wertpapieranlagen – also der Kauf und Verkauf von Aktien oder Anleihen im Ausland. Der Posten „Wertpapieranlagen und Finanzderivate“ machte 2025 bereits zusammen einen Saldo von 90 Milliarden Euro aus, die in ausländische Gesellschaften flossen. Das ist das Achtfache des Volumens der Direktinvestitionen von 11,4 Milliarden Euro! Dass der Abfluss der Kapitalverkehrsbilanz insgesamt sogar 263 Milliarden Euro betrug, ist insbesondere dem “übrigen Kapitalverkehr“ von überschüssigen 160,7 Milliarden Euro geschuldet: Kredite, Bankeinlagen, TARGET-Salden sowie Finanz- und Handelskredite. Dem BlackRock-Kanzler Merz war die kapitalgedeckte Rente ja immer eine Herzensangelegenheit, dürfte doch sein früherer Arbeitgeber von diesem zusätzlichen Kapitalexport aus Deutschland profitieren.
Merz selbst ist ja (formal zumindest) raus aus diesem Geschäft; doch wer entscheidet also über die Anlage von Sozialversicherungsbeiträgen für künftige Rentenrenditen – und wie könnte man dieses weltweite Hütchenspiel vermeiden? Etwa in deutsche Rüstungsaktien investieren!? Wäre das unmoralisch? Pistorius und Konsorten würden wohl sagen „Geld stinkt nicht“ – schließlich nimmt die Rentenversicherung ja auch hohe Rentenversicherungsbeiträge der zunehmend mehr und besser bezahlten Beschäftigten in Rüstungsfirmen ein. Damit schließt sich der Kreis: Sowohl die umlagefinanzierten als auch die kapitalgedeckten Renten müssen bestritten werden aus dem, was aktuell und künftig erwirtschaftet wird. Die reale Wertschöpfung entscheidet darüber, ob und wieviel verteilt werden kann. Geld alleine arbeitet nicht; es ist alleine der sogenannte „Mehrwert“, den produktive Menschen zu schaffen in der Lage sind. Berufspolitiker und andere Umverteiler gehören explizit nicht dazu.
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
“El Niño” heizt uns dieses Jahr angeblich wieder kräftig ein; der letzte suchte uns erst 2023/2024 heim. Wie die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf zu wissen glaubt, begann dieses Wetterphänomen 1950 und soll in Abständen von zwei bis sieben Jahren wiederkehren. Dieses Jahr könne es bis im November dauern. Der größere Temperaturanstieg der nördlichen Erdhalbkugel, auf der sich über zwei Drittel der Landfläche des Planeten befinden, geht allerdings aufs Konto der Urbanisierung: Die Bevölkerung Europas nahm seit 1850 auf das 2,7-fache zu, die Vergrößerung der Siedlungsflächen und der Verkehrswege allerdings um ein Vielfaches davon. Hinzu kamen Industrialisierung und Elektrifizierung – mit entsprechend weit mehr künstlicher Abwärme – und dementsprechend nahm das Potenzial der Natur als Wärmeabsorber ab, während Städte zunehmend zu Glutöfen werden (hier die Bestätigung dieser verkürzten, aber treffenden Darstellung).
Die systematische Abschattung und Lüftung von Wohnungen sind das Mittel der ersten Wahl; auch, weil diese nichts kostet. Zusätzlich können simple Ventilatoren das Temperaturempfinden spürbar senken – aber bitte nur dann, wenn man sich in einem Zimmer aufhält, und auch nur dort, denn ansonsten wälzt man nur nutzlos Luft um und der Stromverbrauch von Ventilatoren – unter 100 Watt – würde in Wärme umgewandelt. Warum also nicht das tun, was in Autos längst Usus ist – eine Klimaanlage oder Wärmepumpe einbauen lassen?
Bleiben wir bei einer Luft-Luft-Wärmepumpe als Alternative zu einer Klimaanlage. Der Strom kommt in vielen Fällen von einer Photovoltaik-Anlage vom Hausdach. Eine 5-Kilowatt-Anlage benötigt eine elektrische Leistung von 1,0 bis 1,7 Kilowatt (kW), in acht Stunden Betrieb sind das also rund 11 Kilowattstunden (kWh) Strom. Also alles in Butter? Nicht wirklich; wo Sonne ist, ist oft auch Schatten, so die Redewendung. Und leider gibt es auch bei Klimageräten eine Schattenseite.
Menschengemachte Warmluft
Gehen wir einmal von einer außengedämmten Wohnung mit 100 Quadratmetern aus. Dafür nehmen wir einen Kühlbedarf von 4-6 kW beziehungsweise 40-60 Watt pro Quadratmeter an (bei älteren Gebäuden oder Dachwohnungen ist es oft das Doppelte). Diese holt aber nicht nur Luft in die Wohnung herein und kühlt diese, sondern sie pumpt die der Wohnung entzogene Wärme nach draußen. Das ist ein Problem: Zu den angenommen 5 kW Kühlleistung kommt noch die Stromaufnahme von z.B. 1,5 kW für den Kompressor hinzu.
Die nach draußen abgegebene Wärme entspricht also 6,5 kW. Das Außengerät dieser Größe bewegt in der Regel 2.000 bis 3.500 Kubikmeter Luft pro Stunde. Diese ist aber noch wärmer als die angesaugte Umgebungsluft – um 5 bis 10 Grad. Die wärmere Luft passe sich aber schnell der Umgebungsluft an und verflüchtige sich!, ist oft verharmlosend zu lesen. Bei 30 Grad Außentemperatur beträgt die ausgeblasene Luft jedoch bis zu 40 Grad.
Alles noch kein Drama? Dann rechnen wir mal weiter: In acht Stunden Betriebszeit bläst so ein Klimagerät rund 20.000 Kubikmeter heiße Luft auf die Straße und kippt sie dem Nachbar vors Haus (das Betriebsgeräusch ist dabei das kleinere Problem). Das Verhältnis jener „menschengemachten“ Warmluft zu den 250 Kubikmeter gekühlter Luft der eigenen 100-Quatratmeter-Wohnung beträgt also das 80fache Volumen. Juristisch gesehen könnte man eine Klimaanlage also, so gesehen, als ein – dann rechtswidriges – “Geschäft zu Lasten Dritter” bezeichnen. Vielleicht sollte man sie besser in “sommerliche Wärmeschleudern” umtaufen?
Grüner Ungeist
Na, dann soll sich doch mein Nachbar ebenfalls auch eine Klimaanlage installieren lassen – Problem gelöst! Tatsächlich? Dessen Anlage muss dann allerdings eine um beispielsweise ein Grad wärmere Außenluft herunterkühlen. Wenn der Nachbar aber schon eine Wärmepumpe für seine Fußbodenheizung installieren lassen hat, dann hat er diese sicherlich auch zum Herunterkühlen seiner Wohnung eingeschaltet – und selbst schon beigetragen zu einer höheren Außentemperatur! Dann wäre wiederum ich es, der hier das Recht hätte, „nachzurüsten“… und so weiter, und so fort.
Und wenn das irgendwann alle machen würden? Danach sieht es aus: Insgesamt sind in Deutschland bereits zwischen zwei und drei Millionen Luft-Luft-Wärmepumpen installiert. Auch wenn Habeck längst weg ist – es werden immer mehr (und sollen es auch werden). Der grüne Ungeist schwebt weiterhin über der schwarz-roten Bundesregierung. Übrigens: Windkraft ist für Klimaanlagen kaum von Bedeutung: Denn tagsüber reicht die Photovoltaik aus und nachts, wenn die Windräder vielleicht laufen, sind die Klimaanlagen meist ausgeschaltet.
Hier nun noch eine Matheaufgabe für Abiturienten: Wieviel Grad der „Klimakatastrophe“ gehen inzwischen auf das Konto solcher Klimageräte? Und bekämpfen diese wirklich Hitze – oder gehören sie nicht vielmehr zu deren Verursachern? Und um wieviel Grad steigt die Temperatur in Deutschland, wenn tatsächlich jährlich 400.000 Wohnungen (ungeachtet der Frage, für wen wohl) gebaut werden und diese mit Wärmepumpen auch für den Sommerbetrieb ausgestattet würden?
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Deutschland gehört seit Beginn des Ukraine-Krieges zu den größten Unterstützern Kiews. Die Bundesregierung hat Waffen geliefert, Milliardenhilfen bereitgestellt und weitere umfangreiche Finanzzusagen angekündigt. Inzwischen hat sich die rechtliche Bewertung des Nord-Stream-Pipeline-Anschlags verändert: Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen ukrainischen Staatsangehörigen wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines – einem Anschlag auf die kritische Energieinfrastruktur Deutschlands.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine politische Frage, die bislang kaum öffentlich diskutiert wird: Nach welchen Maßstäben entscheidet die Bundesregierung über Solidarität, Verantwortung und den Einsatz deutscher Steuergelder?
Nach Angaben der Bundesregierung und verschiedener Medienberichte wird Deutschland seine Unterstützung für die Ukraine auch in den kommenden Jahren auf hohem Niveau fortsetzen. Im Zusammenhang mit den Beschlüssen des jüngsten NATO-Gipfels ist von weiteren Milliardenbeträgen die Rede. Damit bleibt Deutschland einer der wichtigsten militärischen und finanziellen Unterstützer der Ukraine.
Gleichzeitig gehen die Ermittlungsbehörden davon aus, dass die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im Zusammenhang mit ukrainischen Akteuren stand. Über die strafrechtliche Verantwortung entscheidet letztlich das zuständige Gericht. Unabhängig davon stellt sich bereits heute eine grundsätzliche politische Frage: Welche Konsequenzen zieht Deutschland, wenn ein Staat, den es in außergewöhnlichem Umfang unterstützt, mit einem mutmaßlichen Anschlag auf deutsche Infrastruktur in Verbindung gebracht wird?
Nord Stream – weit mehr als ein Anschlag auf eine Pipeline
Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines war kein gewöhnlicher Sabotageakt. Sie richtete sich nicht gegen irgendein Bauwerk auf dem Meeresgrund, sondern gegen einen zentralen Bestandteil der deutschen Energieversorgung. Wer Nord Stream zerstörte, traf nicht nur Stahlrohre in der Ostsee, sondern das wirtschaftliche Rückgrat eines Industrielandes.
Deutschland war – und ist – über Jahrzehnte auf eine verlässliche und vergleichsweise günstige Gasversorgung angewiesen. Erdgas ist nicht nur Heizenergie für Millionen Haushalte. Es ist Rohstoff für die Chemieindustrie, Energieträger für Stahlwerke, Glashersteller, Papierfabriken und zahllose mittelständische Unternehmen verschiedener Branchen. Die beiden Nord-Stream-Systeme verfügten zusammen über eine Transportkapazität von bis zu 110 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr und gehörten damit zu den bedeutendsten Energieverbindungen Europas.
Es wäre zu einfach, sämtliche wirtschaftlichen Probleme Deutschlands ausschließlich auf die Sprengung der Pipelines zurückzuführen. Ebenso unredlich wäre es jedoch, deren Bedeutung kleinzureden. Mit der Zerstörung der Leitungen verschwand eine zentrale Versorgungsoption dauerhaft aus dem energiepolitischen Instrumentarium Deutschlands. Die Folge sind höhere Unsicherheiten bei der Energieversorgung sowie eine stärkere Abhängigkeit von alternativen Bezugsquellen.
Hohe Energiepreise verteuern jede industrielle Produktion. Unternehmen verlieren an Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen werden verschoben oder ins Ausland verlagert, energieintensive Betriebe reduzieren ihre Produktion oder schließen Standorte. Der Anschlag war damit ein weiterer, äußerst schwerer Belastungsfaktor für den ohnehin unter Druck stehenden Industriestandort Deutschland.
Die politische Reaktion
Mit der Anklage der Bundesanwaltschaft hat dieser Terrorakt eine neue Qualität erhalten. Sollte sich der erhobene Tatvorwurf vor Gericht bestätigen und sollten sich darüber hinaus Verantwortlichkeiten staatlicher ukrainischer Stellen nachweisen lassen, hätte dies erhebliche politische und völkerrechtliche Bedeutung.
Dennoch ist eine grundlegende Neubewertung der deutschen Ukraine-Politik bislang ausgeblieben. Im Gegenteil: Nach Informationen des Spiegel sollen im Zusammenhang mit den Beschlüssen des NATO-Gipfels für das laufende Jahr rund 11,5 Milliarden Euro an deutscher Militärhilfe bereitgestellt werden. Zugleich berichtete das Magazin unter Berufung auf Verteidigungsminister Boris Pistorius, Deutschland wolle sich auch künftig in einer Größenordnung von rund zwölf Milliarden Euro jährlich an der Unterstützung der Ukraine beteiligen.
Diese Summen verdeutlichen die politische Prioritätensetzung der Bundesregierung. Gleichzeitig werfen sie Fragen auf, die angesichts der laufenden Ermittlungen öffentlich diskutiert werden müssen: Nach welchen Maßstäben werden sicherheitspolitische, wirtschaftliche und finanzielle Interessen Deutschlands gegen (vermeintliche) außenpolitische Verpflichtungen abgewogen? Wo liegen die Grenzen staatlicher Solidarität?
Die juristische Dimension
Die politische Tragweite der Nord-Stream-Sprengung liegt auf der Hand. Weniger beachtet wird ihre juristische Dimension.
Sollte sich nachweisen lassen, dass der Anschlag von staatlichen Organen geplant, angeordnet oder unterstützt wurde und ihnen völkerrechtlich zugerechnet werden kann, würde dies grundlegende Fragen der Staatenverantwortlichkeit aufwerfen. In einem solchen Fall ginge es nicht mehr ausschließlich um individuelle strafrechtliche Verantwortung einzelner Täter, sondern auch um mögliche völkerrechtliche Folgen für staatliches Handeln.
Auch wenn man juristisch nicht von einer Kriegserklärung sprechen kann – ich tue das –, würde ein staatlich gesteuerter Sabotageakt gegen die kritische Infrastruktur eines befreundeten Staates – sofern ein nicht gesinnungsjustizielles Gericht entsprechende Tatsachen feststellt – zu den schwerwiegendsten denkbaren Verletzungen des zwischenstaatlichen Vertrauens zählen. Er beträfe unmittelbar die nationale Sicherheit, die Energieversorgung und zentrale wirtschaftliche Interessen Deutschlands.
Deshalb stellt sich eine politische Kernfrage: Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung, wenn sich ein derart schwerwiegender Vorwurf gegen staatliche Stellen eines Landes bestätigen sollte, das Deutschland gleichzeitig mit zweistelligen Milliardenbeträgen unterstützt? Diese Frage richtet sich nicht gegen die ukrainische Bevölkerung. Sie betrifft die politische Verantwortung der Bundesregierung und ihren Umgang mit einem Sachverhalt, dessen Bedeutung weit über einen gewöhnlichen Strafprozess hinausgeht.
Was wäre, wenn der Verdacht einen anderen Staat träfe?
Eine weitere interessierende Frage: Würde die politische Reaktion in Deutschland genauso ausfallen, wenn sich ein vergleichbarer Verdacht gegen einen anderen Staat richten würde?
Ein Gedankenexperiment verdeutlicht den Punkt. Angenommen, die Ermittlungsbehörden hätten einen russischen, chinesischen oder iranischen Staatsangehörigen wegen eines Anschlags auf eine zentrale deutsche Energieinfrastruktur angeklagt und zugleich Hinweise auf eine mögliche Beteiligung staatlicher Stellen veröffentlicht. Welche politischen Konsequenzen wären dann zu erwarten gewesen?
Hätte es Forderungen nach zusätzlichen Sanktionen gegeben? Wäre eine Sondersitzung des Bundestages einberufen worden? Hätten diplomatische Maßnahmen oder eine Überprüfung der bilateralen Beziehungen zur Debatte gestanden? Und wäre eine Fortsetzung milliardenschwerer Unterstützungsleistungen unter denselben Voraussetzungen politisch vorstellbar gewesen? Das Geschrei wäre sicherlich groß!
Diese Fragen lassen sich zwar nicht mit Gewissheit beantworten, aber die bisherigen Reaktionen der Bundesregierung lassen vermuten, dass nicht einheitliche Maßstäbe bei der Bewertung eines Vergehens dieser Tragweite angelegt werden. Die oben gestellten Fragen berühren einen allgemeinen Grundsatz rechtsstaatlichen und außenpolitischen Handelns: Vergleichbare Sachverhalte sollten nach möglichst einheitlichen Maßstäben beurteilt werden. Ob dies im Fall der Ukraine geschieht, wage ich zu bezweifeln.
Die Milliarden – und die Frage nach den Konsequenzen
Unabhängig davon, wie das Strafverfahren letztlich ausgeht, stellt sich eine weitere grundsätzliche Frage. Deutschland hat die Ukraine seit Beginn des Krieges in einem Umfang unterstützt wie kaum ein anderer europäischer Staat. Die Hilfen reichen von militärischer Unterstützung über direkte Finanzhilfen und Beiträge auf EU-Ebene bis hin zur Aufnahme von Millionen Geflüchteten sowie zur Beteiligung am Wiederaufbau.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass staatliche ukrainische Stellen an der Planung oder Unterstützung der Nord-Stream-Sabotage beteiligt waren und ihnen dieses Handeln völkerrechtlich zugerechnet werden könnte, stellt sich die Frage nach den politischen und rechtlichen Konsequenzen. Dabei ginge es nicht nur um diplomatische Beziehungen, sondern auch um mögliche Ansprüche nach den Regeln der Staatenverantwortlichkeit und des internationalen Rechts. Könnten bei konkreten Feststellungen der Gerichte und der Zugrundelegung einschlägiger völkerrechtlicher Maßstäbe daraus Schadensersatzansprüche oder andere Rechtsfolgen entstehen?
Vor diesem Hintergrund lohnt ein Blick auf den Umfang der deutschen Unterstützungsleistungen seit 2022. Die Größenordnung verdeutlicht, welche finanzielle Verantwortung Deutschland bereits übernommen hat und welche zusätzlichen Mittel nun angekündigt sind.
Nach Angaben der Bundesregierung, des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (Ukraine Support Tracker) sowie der Europäischen Kommission hat Deutschland der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffs im Februar 2022 Leistungen in einer Größenordnung von deutlich über 50 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt beziehungsweise zugesagt. Deutschland zählt weltweit zu den größten Unterstützern der Ukraine.
Die Hilfen umfassen dabei weit mehr als Waffenlieferungen. Hinzu kommen direkte Finanzhilfen, humanitäre Unterstützung, umfangreiche Beiträge über die Europäische Union, die Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland, Wiederaufbauhilfen sowie zahlreiche weitere staatliche Leistungen. Allein die militärische Unterstützung beläuft sich inzwischen auf einen zweistelligen Milliardenbetrag. Und dieser Irrsinn soll in den nächsten Jahren mit rund 12 Milliarden pro Jahr an die Ukraine weitergehen?! Dass ich mich als deutscher Bürger bei einer solch unverantwortlichen und bürgerfeindlichen Handhabung dieses Verbrechens ziemlich verarscht fühle, dürfte nachvollziehbar sein, denke ich.
Diese Zahlen machen deutlich, welche finanzielle Dimension die deutsche Ukraine-Politik inzwischen erreicht hat. Das öffentliche Interesse an der Frage, welche rechtlichen und politischen Konsequenzen sich ergeben würden, falls Gerichte eines Tages feststellen sollten, dass staatliche ukrainische Stellen für die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines verantwortlich waren oder hierfür völkerrechtlich einzustehen hätten, sollte groß sein. In einem solchen Fall würden sich zahlreiche Folgefragen stellen. Wären diplomatische Konsequenzen zu ziehen? Müsste die Bundesregierung ihre Unterstützungsleistungen neu bewerten? Entstünden Ansprüche auf Wiedergutmachung oder Schadensersatz nach den Regeln der Staatenverantwortlichkeit? Oder würden politische Erwägungen gegenüber rechtlichen Konsequenzen weiterhin Vorrang genießen?
Was ist da wirklich los, Herr Merz? Was läuft da noch im Hintergrund? Welcher Agenda folgen Sie und Ihre Regierung? Werden Sie gesetzten Falles die Ukraine zur Verantwortung ziehen? Würden Sie endlich damit aufhören, hartverdiente Steuergelder an die Ukraine zu verschwenden? Würden Sie die Ukraine schadenersatzpflichtig machen und die bereits geleisteten finanziellen Unterstützungen zurückfordern und sie den deutschen Bürgern, die Sie angeblich vertreten, zukommen lassen? Ich bin sehr gespannt, Herr Merz! In meinen Augen ist Ihr Umgang mit der Ukraine ein Verrat am deutschen Volk, das Sie vorgeben zu vertreten!
Milliarden für die Ukraine – Sparzwang im eigenen Land
Haushaltsmittel sind begrenzt, und jede politische Entscheidung bedeutet zwangsläufig, dass an anderer Stelle weniger Geld zur Verfügung steht. Die Bundesregierung verweist deshalb regelmäßig auf die Notwendigkeit von Konsolidierung, Einsparungen und Strukturreformen. Bürger müssten den Gürtel enger schnallen, Kommunen müssten effizienter wirtschaften, und die sozialen Sicherungssysteme stünden angesichts des demografischen Wandels unter erheblichem finanziellem Druck. Diese Argumentation wirft jedoch die Frage auf: Wenn für immer neue Milliardenhilfen an die Ukraine finanzielle Spielräume – anscheinend ohne Ende – vorhanden sind, warum fehlt dann der finanzielle Spielraum bei vielen Problemen im eigenen Land? Sind Sie eigentlich der Bundeskanzler der Ukraine oder der Deutschlands, Herr Merz?
Während Berlin weitere Milliarden für die Ukraine bereitstellt, wird gleichzeitig über Einschränkungen beim Bürgergeld, Reformen der Renten- und Pflegeversicherung, Einsparungen im Gesundheitswesen sowie über eine stärkere finanzielle Belastung der Bürger diskutiert. Die Bundesregierung begründet diese Maßnahmen mit der angespannten Haushaltslage und dem notwendigen Konsolidierungskurs. Ich begründe die desolate finanzielle Situation Deutschlands insbesondere mit einer Verschwendung von Steuergeldern für unvertretbare außenpolitische Zwecke.
Auch die Kommunen schlagen seit Langem Alarm. Viele Städte und Gemeinden sehen sich mit steigenden Sozialausgaben, Investitionsstaus und erheblichen Finanzierungsproblemen konfrontiert. Krankenhäuser kämpfen mit wirtschaftlichem Druck, der Pflegesektor mit chronischem Personalmangel und die Wohnungsnot verschärft sich insbesondere in Ballungsräumen.
Wenn zweistellige Milliardenbeträge für die Unterstützung eines anderen Staates mobilisiert werden können, erwarte ich nachvollziehbare Antworten darauf, warum zugleich bei sozialen Leistungen, Pflege, Gesundheit oder der kommunalen Infrastruktur auf knappe Kassen verwiesen wird. 12 Milliarden pro Jahr können Sie schon einmal einsparen, Herr Merz! Einsparungsmöglichkeiten bieten sich auch bei den Ihnen und den anderen Parlamentariern gezahlten Diäten. Sie verlangen von den Bürgern, den Gürtel enger zu schnallen, und selbst fordern Sie und Ihresgleichen ständig höhere finanzielle Zuwendungen für ihre wie auch immer zu bewertende Arbeit. Doppelmoral würde ich mal sagen, oder?
Zum Schluss noch ein treffender Kommentar von Sahra Wagenknecht vom 2. Juli 2026 auf Facebook:
„Die Bundesanwaltschaft hat den ukrainischen Hauptverdächtigen für die Nord-Stream-Sprengung jetzt wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Was muss eigentlich noch alles passieren, bis die Bundesregierung endlich Konsequenzen zieht? Jeder weiß, dass die ukrainische Regierung, höchstwahrscheinlich Selenskyj persönlich, den Auftrag für diesen Terrorakt gegeben hat. Zum Dank für die Zerstörung unserer Energieinfrastruktur schickt Merz fröhlich immer weiter Milliardengeschenke nach Kiew, die dort im Korruptionssumpf versickern. Es reicht! Diese Veruntreuung von Steuergeld muss umgehend beendet werden. Anstatt uns weiter zum Gespött der Welt zu machen, sollte sich die Bundesregierung darum bemühen, wieder preiswertes russisches Gas über den noch intakten Strang der Pipeline zu importieren. Das wäre eine große Entlastung für Wirtschaft und Verbraucher!“
Dito! Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.
Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Im Kern beschreibt Demut eine realistische Selbsteinschätzung. Der demütige Mensch erkennt seine Fähigkeiten ebenso wie seine Grenzen an, ohne sich über andere zu erheben oder sich selbst geringzuschätzen. Demut ist damit das Gegenstück zum Hochmut, der zu Verblendung, Konflikten und Leid führen kann. Demut bedeutet, das eigene Ego nicht zum Mittelpunkt der Welt zu machen, sondern sich als Teil eines größeren Zusammenhangs zu begreifen.
Demut verbindet Klarheit mit Mitgefühl, Wahrheit mit Offenheit und Selbstbewusstsein mit Begrenztheit. In einer Zeit, die stark von Selbstinszenierung, Konkurrenz und permanenter Bewertung geprägt ist, gewinnt Demut eine neue Aktualität.
Politische Sprache im Licht philosophischer Demut
Demut gehört zu jenen Tugenden, die politisch selten eingefordert werden, philosophisch jedoch als Voraussetzung verantwortlichen Handelns gelten. Sie ist keine Geste der Schwäche, sondern Ausdruck realistischer Selbsterkenntnis. Aristoteles beschrieb Tugend als die Fähigkeit, Maß zu halten – als Mitte zwischen Mangel und Übermaß. Hochmut (Hybris) war für ihn kein Zeichen von Größe, sondern von Maßlosigkeit: das Überschreiten der eigenen Rolle, das Vergessen der eigenen Begrenztheit. Betrachtet man die politische Sprache der Gegenwart, ist festzustellen, dass dieses Maß zunehmend verloren geht.
Selbstgewissheit statt Maß: Emmanuel Macron
Als Emmanuel Macron 2017 erklärte, man müsse „nur über die Straße gehen, um einen Job zu finden“, war die Empörung groß. Philosophisch betrachtet liegt das Problem dieser Aussage weniger in ihrer Provokation als in ihrem impliziten Menschenbild: Der Einzelne erscheint als autonomes, rational handelndes Subjekt, das lediglich Willen zeigen muss, um erfolgreich zu sein. Slogans wie „Just do it“ des Sportartikelherstellers Nike weisen in die gleiche Richtung. Aristoteles hätte darin eine Verkennung der Umstände gesehen – jener sozialen, ökonomischen und biografischen Bedingungen, ohne deren Berücksichtigung moralische Urteile leer bleiben.
Später, als Macron betonte, Europa dürfe „nicht schwach oder defätistisch“ sein, verschob sich der Ton von sozialer Vereinfachung zu geopolitischer Selbstvergewisserung. Stärke wurde zur moralischen Kategorie erhoben. Doch Stärke ohne Selbstzweifel ist philosophisch prekär. Sie kippt leicht in das, was Augustinus als “Superbia” bezeichnete: jene innere Haltung, in der der Mensch sich selbst zum Maßstab erhebt und vergisst, dass sein Wissen immer fragmentarisch bleibt.
Macrons politische Sprache offenbart ein erhebliches Maß an vermeintlicher Selbstgewissheit. Im Frühjahr 2024 erklärte der französische Präsident: „Heute müssen wir, um Frieden in der Ukraine zu haben, nicht schwach sein.“ Wenig später schloss er sogar die Entsendung europäischer Bodentruppen in die Ukraine nicht aus und betonte, Russland habe kein Mitspracherecht, falls die Ukraine solche Truppen anfordere.
Diese Aussagen demonstrieren Entschlossenheit, sie lassen jedoch kaum Raum für eine Tugend, die in der Politik unverzichtbar ist: Demut. Denn Demut bedeutet unter anderem, die Grenzen des eigenen Wissens und der eigenen Einflussmöglichkeiten anzuerkennen. Wer über einen Krieg spricht, in dem sich zwei Atommächte indirekt gegenüberstehen, sollte sich der Unwägbarkeiten bewusst sein und mit größter Vorsicht formulieren.
Macron hingegen spricht häufig in Kategorien von Stärke und Schwäche, als gäbe es nur einen richtigen Weg und als seien die Folgen des eigenen Handelns bereits absehbar. Wer aber glaubt, die Geschichte zu kennen, bevor sie geschrieben ist, überschätzt sich selbst. Darin besteht die Gefahr des Hochmuts, dem europäische Kriegstreiber unterliegen.
Besonders deutlich wird diese Haltung in Macrons Aussage: „Nichts wird uns von der Ukraine abbringen.“ Der Satz klingt entschlossen und heroisch. Er vermittelt aber auch den Eindruck einer Politik, die kaum noch Zweifel zulässt und die Möglichkeit ausblendet, dass sich Rahmenbedingungen ändern oder frühere Einschätzungen falsch gewesen sein könnten.
Die Geschichte lehrt jedoch: Jene Politiker, die mit größter Gewissheit auftreten, unterschätzen nicht selten die Grenzen ihrer Erkenntnis. Demut bedeutet nicht Untätigkeit oder Schwäche. Demut bedeutet, sich bewusst zu sein, dass Macht niemals Allwissenheit verleiht und dass politische Entscheidungen stets unter Bedingungen der Unsicherheit getroffen werden. Wer diese Unsicherheit nicht mehr anerkennt, verlässt den Boden der Demut und betritt das gefährliche Terrain der Hybris.
Auch der britische Premierminister Keir Starmer bedient sich einer Sprache, der es an philosophischer Demut mangelt. Im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg erklärte er, Europa befinde sich an einem „Scheideweg der Geschichte“ und müsse entschlossen handeln. Gemeinsam mit Emmanuel Macron rief er eine „Koalition der Willigen“ ins Leben und erklärte, Großbritannien sei sogar bereit, „Boots on the ground“, also Soldaten, zur Absicherung eines Friedensabkommens in die Ukraine zu entsenden. Zudem betonte er mehrfach, man dürfe bei der Unterstützung der Ukraine „den Ball nicht aus den Augen verlieren“ und es dürfe „kein Nachlassen“ geben.
Solche Aussagen mögen Führungsstärke demonstrieren. Sie vermitteln aber zugleich den Eindruck einer Politik, die sich ihrer moralischen und historischen Rolle außerordentlich sicher ist. Wer von einem „Scheideweg der Geschichte“ spricht, erhebt die eigene Position zu einer historischen Notwendigkeit. Wer sich als Anführer einer „Koalition der Willigen“ präsentiert, suggeriert zugleich, dass die anderen entweder unwillig oder ihrer Verantwortung nicht gerecht würden.
Hierin zeigt sich der Gegensatz zur Demut. Der demütige Politiker weiß, dass Geschichte selten geradlinig verläuft, dass geopolitische Konflikte unvorhersehbar sind und dass politische Entscheidungen unter Bedingungen radikaler Unsicherheit getroffen werden. Der Hochmütige hingegen spricht, als hätte er die Zukunft bereits verstanden.
Das alte Sprichwort „Hochmut kommt vor dem Fall“ bringt diese Gefahr treffend auf den Punkt – die politische Position Keir Starmers wackelt erheblich. Politische Macht und moralische Gewissheit sind keine Garantie für historische Richtigkeit. Die Geschichte ist voller Staatsmänner, die überzeugt waren, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen – und deren Gewissheiten später in sich zusammenfielen.
Starmer spricht häufig mit dem Vokabular der Entschlossenheit, der Führung und der historischen Verantwortung. Was man hingegen kaum hört, ist das Eingeständnis der eigenen Begrenztheit: die Möglichkeit, dass auch die eigene Analyse unvollständig sein könnte, dass andere Perspektiven berechtigt sein könnten oder dass politische Entwicklungen einen ganz anderen Verlauf nehmen könnten als geplant.
Demut fragt: „Was übersehe ich?“ Hochmut hingegen erklärt: „Ich weiß, was getan werden muss.“ Zwischen diesen beiden Haltungen liegt oft nur ein schmaler Grat – aber auf ihm entscheidet sich nicht selten das Schicksal ganzer Nationen.
Die radikale Selbstabsolutierung: Donald Trump
Bei Donald Trump tritt diese Superbia offener zutage als bei den meisten anderen westlichen Politikern. „Ich allein kann das Problem lösen“, erklärte er bereits 2016. Der Satz war nicht bloß Wahlkampfrhetorik, sondern Ausdruck eines Politikverständnisses, in dem die eigene Person zum entscheidenden Maßstab erhoben wird. Augustinus bezeichnete diese Einstellung als die Ursünde des Hochmuts: der Glaube, sich selbst genug zu sein und keiner Korrektur zu bedürfen.
Auch in seiner zweiten Amtszeit zeigt Trump immer wieder dieses Muster. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Krieg zwischen Israel und Iran stellte er sich als entscheidenden Friedensstifter dar und vermittelte den Eindruck, der Waffenstillstand sei in erster Linie seiner persönlichen Entschlossenheit und Verhandlungskunst zu verdanken. Politische Führer wie Trump können bisweilen auf diplomatische Erfolge verweisen. Problematisch wird es jedoch, wenn komplexe geopolitische Entwicklungen auf die eigene Person reduziert und als Beleg der eigenen Unfehlbarkeit präsentiert werden.
Die Kriegsbeteiligung gegen den Iran war das größte außenpolitische Eigentor der USA seit Jahrzehnten. Um diesen Lapsus als Erfolg zu verkaufen, bedarf es einer großen Portion Hybris.
Trump spricht häufig nicht wie ein Staatsmann unter vielen, sondern wie ein Regisseur der Weltpolitik. Konflikte erscheinen in seiner Rhetorik oft als Probleme, die lediglich auf den richtigen Mann warten – nämlich auf ihn. Wo Demut die Grenzen des Einzelnen anerkennt, kultiviert Trump das Bild des unersetzbaren Führers.
Seine Äußerungen zum Ukrainekrieg folgen diesem Muster. Wiederholt erklärte er, den Krieg innerhalb kürzester Zeit beenden zu können oder nur er verfüge über die notwendige Autorität, die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bringen. Ob dies gelingt oder nicht, ist dabei fast zweitrangig. Philosophisch bedeutsam ist die dahinterliegende Haltung: die Überzeugung, komplexe historische und geopolitische Prozesse seien letztlich eine Frage der eigenen Persönlichkeit.
Immanuel Kant hätte hierin eine gefährliche Verwechslung von Macht und Vernunft gesehen. Kein Mensch, kein Präsident und keine Regierung verfügt über vollständige Einsicht in die Folgen des eigenen Handelns. Wer dennoch den Eindruck erweckt, er könne Kriege nach Belieben beenden, Bündnisse nach seinem Willen formen oder die internationale Ordnung durch persönliche Entschlossenheit neu gestalten, überschreitet die Grenze zwischen Selbstvertrauen und Selbstüberhöhung.
Der Hochmütige sagt: „Vertraut mir, ich habe die Lösung.“ Der demütige Staatsmann sagt: „Ich werde mein Bestes tun, aber die Wirklichkeit ist größer als ich.“ Donald Trump ist das Gegenteil eines demütigen Staatsmannes. Kein Mensch darf sich anmaßen, den allgemeinen Willen vollständig zu verkörpern. Wer sich selbst zur letzten Instanz erklärt, handelt nicht autonom, sondern despotisch – auch dann, wenn er demokratisch gewählt wurde.
Macht ohne Selbstrelativierung: Ursula von der Leyen
Auch subtilere Formen der Überheblichkeit verdienen philosophische Aufmerksamkeit. Wenn Ursula von der Leyen sagt: „Wer einen von uns angreift, greift uns alle an“, ist dies zunächst ein Ausdruck kollektiver Solidarität. Doch zugleich verschiebt sich die Sprache vom Abwägen zur moralischen Eindeutigkeit. Die eigene Position erscheint nicht mehr als eine politische Sichtweise unter mehreren, sondern als die einzig legitime und moralisch überlegene Haltung.
Besonders deutlich wurde dies im Ukrainekrieg. Von der Leyen erklärte wiederholt, die Ukraine kämpfe „für unsere Werte“, „für Europa“ und letztlich „für unsere Freiheit“. Solche Formulierungen erzeugen eine moralische Geschlossenheit, in der Zweifel, Gegenargumente oder abweichende Einschätzungen den Anschein bekommen, nicht nur politisch falsch, sondern moralisch fragwürdig zu sein.
Hinzu kommt bei Ursula von der Leyen eine scheinbare Gewissheit über den Verlauf der Geschichte. Bereits kurz nach Kriegsbeginn verkündete von der Leyen, Russland werde wirtschaftlich, finanziell und technologisch scheitern, während die Ukraine den Krieg gewinnen werde. Die Zukunft wurde nicht als offene Möglichkeit beschrieben, sondern als feststehende Tatsache. Demut beginnt dort, wo Menschen anerkennen, dass Geschichte selten nach Plan verläuft und politische Prognosen oft an der Wirklichkeit scheitern.
Eine ähnliche Haltung zeigte sich auch gegenüber politischen Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union. Wiederholt ließ von der Leyen erkennen, dass Regierungen, die vom politischen Mainstream in Brüssel abweichen, als Problem für die europäische Gemeinschaft betrachtet werden. Ihre Äußerungen über mögliche Konsequenzen für Mitgliedstaaten, die aus Sicht der EU-Kommission rechtsstaatliche oder politische Vorgaben verletzen, sind in meinen Augen überheblich. Es schwingt bisweilen ein paternalistischer Ton mit: Brüssel als Hüter der richtigen Werte, die Mitgliedstaaten als Schüler, die gegebenenfalls korrigiert werden müssen.
Philosophisch betrachtet ist dies problematisch. Kant hätte hierin die Gefahr erkannt, politische Überzeugungen mit moralischer Unfehlbarkeit zu verwechseln. Wer glaubt, im Besitz der einzig richtigen Werte und der einzig richtigen historischen Richtung zu sein, verliert die Fähigkeit zur Selbstkritik. Demut hingegen bedeutet, auch die eigene Position der Prüfung auszusetzen und anzuerkennen, dass politisches Verständnis nicht allwissend ist.
Die Europäische Union versteht sich als Wertegemeinschaft, die meines Erachtens aber stark bröckelt. Eine Wertegemeinschaft sollte sich davor hüten, ihre eigenen Überzeugungen mit geschichtlicher Unfehlbarkeit zu verwechseln. Wo die eigene Sichtweise zur einzig moralischen Wahrheit erhoben wird, beginnt der schmale Grat zwischen legitimer Überzeugung und politischem Hochmut.
Rhetorische Überlegenheit im nationalen Diskurs: Friedrich Merz
Wenn Friedrich Merz über politische Gegner wie Olaf Scholz sagt, andere Staats- und Regierungschefs hätten „keine Lust mehr“, ihm zuzuhören, dann ist dies mehr als zugespitzte Kritik. Es ist eine rhetorische Hierarchisierung: Der Sprecher erhebt sich über den anderen; nicht argumentativ, sondern symbolisch. Aristoteles hätte hierin ein Zeichen fehlender Phronesis gesehen – jener praktischen Klugheit, die nicht auf persönliche Überlegenheit, sondern auf das Gemeinwohl gerichtet ist.
Besonders entlarvend für die Überheblichkeit der Partei von Friedrich Merz war der später zurückgezogene Begriff der sogenannten „Lifestyle-Teilzeit“, der im Februar 2026 im Rahmen der Produktivitätsdebatte – treffender wäre wohl die Bezeichnung „Sozialabbau zugunsten der Kriegswirtschaft“ – verwendet wurde. Der Begriff suggerierte, Teilzeit sei in erster Linie eine Frage individueller Bequemlichkeit. Dass Millionen Menschen, vor allem Frauen, Kinder erziehen, Angehörige pflegen und neben ihrer Erwerbsarbeit einen zweiten, unbezahlten Job leisten, wurde dabei weitgehend ausgeblendet.
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge sprach deshalb zu Recht von einer „absoluten Unverschämtheit gegenüber der Lebensrealität von Frauen“. Die Debatte offenbarte vor allem eines: die Distanz eines Teils der politischen Elite zur Lebenswirklichkeit der Menschen, über die sie spricht und entscheidet.
Auch in der Außenpolitik tritt bei Merz immer wieder eine überzogene Selbstgewissheit zutage. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Konflikt zwischen Israel und Iran stellte er die Lage wiederholt in einer moralischen Eindeutigkeit dar, die keinen Raum für historische, geopolitische oder völkerrechtliche Zwischentöne lässt. Komplexe Konflikte werden auf einfache Freund-Feind-Schemata reduziert. Wer hingegen zur Differenzierung aufruft oder auf die Mitverantwortung westlicher Politik hinweist, gerät in den Verdacht, auf der falschen Seite zu stehen.
Eine weitere Form politischer Überheblichkeit zeigt sich im Umgang mit Kritik. In einer Demokratie müssen Bürger die Möglichkeit haben, ihren Frust über Politiker auch scharf und überspitzt zum Ausdruck zu bringen. Wenn ein Bürger wegen der Bezeichnung „Lügenfritz“ strafrechtlich belangt wird, entsteht der Eindruck einer politischen Kultur, die gegenüber der eigenen Kritikempfindlichkeit deutlich sensibler ist als gegenüber den Sorgen der Bevölkerung. Die Botschaft lautet dann unausgesprochen: Die Politik darf die Bürger belehren, die Bürger sollten sich mit ihren Urteilen über die Politik hingegen besser zurückhalten.
Demut sähe anders aus. Demut würde Kritik nicht als Majestätsbeleidigung begreifen, sondern als unvermeidlichen Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Wer politische Verantwortung trägt, sollte sich bewusst sein, dass Vertrauen nicht eingefordert, sondern verdient werden muss – und dass scharfe Worte von Bürgern oft Ausdruck einer tiefen Enttäuschung sind.
Politische Klugheit verlangt, Kritik so zu formulieren, dass sie Verständigung ermöglicht. Wo Sprache hingegen auf Überlegenheit zielt, wird sie selbst zum Machtinstrument – und verliert ihren ethischen Maßstab. Der wirklich Demütige muss nicht ständig zeigen, dass er über den Dingen steht. Er weiß, dass politische Macht ein Amt auf Zeit ist – und kein Adelstitel.
Die stille Arroganz: Olaf Scholz
Hochmut existiert.nicht nur im Lauten, sondern auch im Schweigenden. Olaf Scholz‘ oft kritisierter Kommunikationsstil – ausweichend, formelhaft, distanziert – ist in meinen Augen ebenfalls als Überheblichkeit zu interpretieren. Philosophisch lässt sich dies als negative Form der Superbia lesen: nicht als offene Selbstverherrlichung, sondern als implizite Annahme, den Bürgern keine umfassende Rechenschaft schuldig zu sein.
Besonders deutlich wurde dies in der Cum-Ex-Affäre. Auf die Frage, warum er sich an zentrale Treffen mit dem Warburg-Bankier Christian Olearius nicht erinnern könne, antwortete Scholz immer wieder mit Erinnerungslücken. Juristisch ist ihm daraus leider kein Vorwurf erwachsen. Politisch hinterließ die Affäre bei mir jedoch den Eindruck einer eigentümlichen Distanz zur Verantwortung. Wer das höchste Regierungsamt bekleidet, kann sich nicht dauerhaft hinter einem „Ich kann mich nicht erinnern“ verschanzen, ohne das Vertrauen in die politische Rechenschaftspflicht zu beschädigen.
Ähnlich verhielt es sich bei der sogenannten „Zeitenwende“. Scholz verkündete einen historischen Kurswechsel, sprach von einer neuen Ära deutscher Sicherheits- und Außenpolitik und stellte milliardenschwere Aufrüstungspakete in Aussicht. Die Tragweite dieser Entscheidungen war enorm. Umso eigentümlicher war, wie selten grundlegende Fragen öffentlich diskutiert wurden: Welche langfristigen Folgen hat dieser Kurs? Wo liegen die Grenzen militärischer Lösungen? Welche Risiken birgt eine zunehmende Konfrontation mit Russland? Der Eindruck entstand, die Richtung stehe bereits fest und müsse der Bevölkerung lediglich noch vermittelt werden. Gefragt – wie in der Schweiz –werden deutsche Bürger ohnehin nicht.
Auch in der Energiepolitik und während der wirtschaftlichen Krise wirkte Scholz häufig wie ein Regierungschef, der lieber verwaltet als erklärt. Die Formel vom „Doppel-Wumms“ – dem mit rund 200 Milliarden Euro finanzierten Rettungspaket zur Dämpfung der explodierenden Energiepreise – vermittelte Handlungsstärke, konnte jedoch die grundlegende Diskussion über die Ursachen der Energiekrise und die politischen Fehlentscheidungen, die zu ihr beigetragen hatten, nicht ersetzen. Wo Sprache zum Slogan wird und Begründungen hinter Schlagworten verschwinden, entsteht der Eindruck, die Bürger müssten Entscheidungen lediglich akzeptieren, nicht aber wirklich verstehen.
Kant sah öffentliche Rechtfertigung als Kern republikanischer Moral. Wer Macht ausübt, muss bereit sein, seine Gründe offen darzulegen und sich kritischen Nachfragen zu stellen. Demokratie lebt nicht von Verlautbarungen, sondern von Rechenschaft.
Die stille Arroganz besteht deshalb nicht darin, sich selbst für großartig zu halten. Sie besteht darin, sich der Mühe der Erklärung zu entziehen. Der Bürger wird dann nicht mehr als mündiger Souverän behandelt, dem man Entscheidungen nachvollziehbar machen muss, sondern als Zuschauer, der darauf vertrauen soll, dass die Regierenden schon wissen, was sie tun.
Demut verhält sich anders. Sie nimmt die Bürger ernst. Sie erklärt, begründet und stellt sich der Kritik. Sie weiß, dass politische Macht geliehen ist und dass Vertrauen jeden Tag neu verdient werden muss. Schweigen kann mitunter klug sein. Dauerhaftes Schweigen gegenüber berechtigten Fragen ist hingegen selten ein Zeichen von Bescheidenheit – oft ist es Ausdruck einer stillen Form politischer Überheblichkeit.
Fazit
Demut sollte in der Politik eine anzustrebende Tugend sein. Was diese Beispiele verbindet, ist kein moralisches Versagen Einzelner, sondern ein struktureller Wandel politischer Selbstdeutung. Führung wird mit Gewissheit verwechselt, Zweifel mit Schwäche. Aristoteles, Augustinus und Kant sind sich in einem Punkt einig: Wer seine Begrenztheit vergisst, verliert seine Orientierung. Im Umgang mit dem Krieg in der Ukraine zeigt sich, wie sehr politische Orientierung verloren gehen kann, wenn Macht mit moralischer Gewissheit verwechselt wird. Oder wie sehen Sie das, Herr Merz, Frau von der Leyen, Herr Macron, Herr Starmer?
Demut ist keine sentimentale Tugend, sondern eine politische Notwendigkeit. Sie bedeutet, Macht als vorläufig zu verstehen, Wissen als begrenzt und Entscheidungen als korrigierbar. In einer Zeit globaler Unsicherheit wäre Demut nicht das Ende von Führung – sondern ihr reifster Ausdruck.
Die europäische Politik tritt im Ukraine-Konflikt häufig mit dem Anspruch auf, auf der „richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen. Dieser Anspruch erzeugt eine Rhetorik der Alternativlosigkeit: Waffenlieferungen gelten als moralische Pflicht, Eskalationsrisiken als notwendiger Preis, diplomatische Initiativen als naiv oder gefährlich. Was dabei zunehmend verschwindet, ist das Bewusstsein eigener Begrenztheit – strategisch, historisch, militärisch und moralisch.
Hier fehlt es an politischer Demut – nicht im Sinne von Nachgiebigkeit oder Kapitulation, sondern in der Einsicht, dass sich komplexe geopolitische Konflikte nicht aus einer vermeintlichen moralischen Überlegenheit heraus steuern lassen. Wer glaubt, die Dynamik eines Krieges kontrollieren zu können, nur weil die eigenen Motive als gerecht empfunden werden, überschätzt die eigene Wirkmacht und unterschätzt die Unberechenbarkeit von Eskalation.
Die Arroganz zeigt sich dabei weniger in einzelnen Entscheidungen als in der Haltung, mit der sie getroffen werden. Wissen wird als ausreichend betrachtet, Prognosen als verlässlich, Folgen als beherrschbar. Abweichende Stimmen – insbesondere solche, die auf diplomatische Möglichkeiten oder langfristige Risiken hinweisen – werden rasch delegitimiert. Zweifel gilt als Schwäche, Zurückhaltung als mangelnde Solidarität. Doch hier bestätigt sich der zuvor formulierte Satz: Wer seine Begrenztheit vergisst, verliert seine Orientierung.
Demut wäre in diesem Kontext keine sentimentale Tugend, sondern eine politische Notwendigkeit. Sie würde bedeuten, Macht als vorläufig zu verstehen und Wissen als begrenzt – insbesondere über die inneren Dynamiken eines Krieges. Entscheidungen wären korrigierbar, und würden nicht mehr als moralisch sakrosankt gelten. Eine demütige Politik würde Eskalation nicht ausschließen, aber sie würde sie nicht als Beweis von Entschlossenheit verklären.
Europa, das sich gern als Friedensprojekt und (vermeintlich) moralische Instanz der Welt präsentiert, verrät seinen eigenen Anspruch. Wo Demut fehlt, tritt häufig Selbstgewissheit an ihre Stelle. Wer sich auf der Seite des Guten wähnt, hinterfragt die eigenen Entscheidungen immer seltener und blendet deren mögliche Folgen aus.
Demut ist in der Außen- und Sicherheitspolitik eine unverzichtbare – aber von westlichen Politikern kaum mehr praktizierte –Tugend. Sie bedeutet, anzuerkennen, dass keine Regierung unfehlbar ist, dass auch der politische Gegner Motive und Sicherheitsinteressen besitzt und dass jede Eskalation Folgen haben kann, die sich der Kontrolle entziehen. Fehlt diese Demut, wächst die Gefahr, Konflikte immer weiter anzuheizen und selbst das Risiko eines größeren europäischen Krieges als hinnehmbaren Preis für vermeintlich höhere Ziele (?!) zu betrachten. Wahre politische Verantwortung zeigt sich nicht in moralischer Überheblichkeit, sondern in der Bereitschaft, die eigenen Annahmen ständig zu überprüfen und alles zu tun, um Krieg zu verhindern. Diese Bereitschaft fehlt bei den europäischen Kriegstreibern in Spitzenpositionen.
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Wenn Kinder fragen, geraten Erwachsene ins Stolpern
Kinder sind noch nicht vollständig von Narrativen, Ideologien und medialen Dauerbotschaften geprägt. Sie betrachten die Welt mit einer oft entwaffnenden Logik. Sie fragen nach, wenn etwas keinen Sinn ergibt. Sie akzeptieren Widersprüche nicht einfach deshalb, weil sie ständig wiederholt werden.
Der folgende fiktive Dialog zwischen einer zwölfjährigen Tochter und ihrem Vater ist keine historische Abhandlung und kein Anspruch auf die absolute Wahrheit. Er soll zeigen, wie einfach manche Dinge erscheinen, wenn man sie mit gesundem Menschenverstand betrachtet – und wie kompliziert sie werden, sobald politische Interessen, Propaganda und Angst ins Spiel kommen.
Kinder denken oftmals logischer als wir Erwachsenen.
„Papa, warum gibt es eigentlich Krieg in der Ukraine?“
„Darüber streiten die Menschen. Die einen sagen, Russland habe die Ukraine einfach überfallen. Andere sagen, der Krieg habe eine lange Vorgeschichte und sei ein Stellvertreterkrieg der USA und der NATO gegen Russland.“
„Und was glaubst du, Papa?“
„Ich glaube das Zweite. Und dafür gibt es aus meiner Sicht ziemlich viele historische Hinweise.“
„Welche denn?“
„Als der Kalte Krieg zu Ende war und die Sowjetunion zerfiel, gab es plötzlich keinen großen Feind mehr. Aber manche mächtige Leute brauchen immer einen Feind.“
„Warum denn?“
„Weil sich mit Angst und Feindbildern viel Geld verdienen lässt. Wenn die Menschen Angst haben, kaufen Staaten mehr Waffen, geben mehr Geld fürs Militär aus und akzeptieren Dinge, die sie sonst vielleicht nicht akzeptieren würden.
Wenn es keinen großen Feind gibt, ist es viel schwerer zu begründen, warum immer mehr Geld für Waffen und Militär ausgegeben werden soll. Ein Feindbild schafft Angst – und Angst schafft Zustimmung für Aufrüstung.“
„Und daran verdienen dann manche Leute?“
„Genau. Deshalb hat der amerikanische Präsident Dwight Eisenhower schon 1961 vor dem sogenannten militärisch-industriellen Komplex gewarnt.“
„Was ist das denn für ein kompliziertes Wort?“
„Das sind große Rüstungsfirmen, einflussreiche Politiker und andere mächtige Gruppen, die davon profitieren, wenn immer mehr Geld in Waffen und Aufrüstung fließt.“
„Also verdienen manche Leute an der Angst?“
„Ja, das tun sie. Mit der Angst vor dem Krieg und mit dem Krieg selbst“
„Und was hat das mit der NATO zu tun?“
„1990 hatte die NATO 16 Mitgliedstaaten. Nach dem Ende des Kalten Krieges rückte sie immer weiter nach Osten Richtung Russland und nahm immer mehr Länder auf. Heute gehören 32 Staaten zur NATO. Russland sah und sieht das als Bedrohung seiner Sicherheit.“
Aber die NATO ist doch nur ein Verteidigungsbündnis, oder?“
„So wird sie meistens dargestellt. In meinen Augen haben die USA die NATO in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker als ihr wichtigstes militärisches Werkzeug genutzt, um ihren politischen und strategischen Einfluss weltweit zu sichern und auszubauen. Die USA sind eine imperialistische Nation. Die NATO ist immer stärker zu einem Angriffsbündnis geworden, dessen sich die USA bedient haben. Die europäischen Staaten sind dabei oft mitgegangen, auch wenn ihre eigenen Interessen nicht immer dieselben waren wie die der USA.“
„Aber warum machen die anderen Länder da überhaupt mit?“
„Das fragen sich viele Menschen. Manche europäische Regierungen – besonders die deutsche – legen oft großen Wert darauf, ein gutes Verhältnis zu den USA zu haben, selbst dann, wenn die eigenen Interessen oder die Interessen der eigenen Bürger darunter leiden.“
„Das klingt irgendwie, als würde einer immer machen, was der andere sagt.“
Der Vater lächelt.
„Manche nennen das Vasallentum.“
„Was ist ein Vasall?“
„Früher war das jemand, der einem mächtigen Herrscher die Treue geschworen hat und sich nach ihm richten musste. Einige europäische Regierungen verhalten sich gegenüber den USA oftmals ähnlich.“
„Aber sind Deutschland und die USA nicht Freunde?“
„Menschen können Freunde sein. Staaten haben in erster Linie Interessen.“
„Also gar keine Freunde?“
„Es kann gute Beziehungen, Vertrauen und enge Zusammenarbeit geben. Aber in der Politik gilt meistens: Wenn die Interessen auseinandergehen, hört die Freundschaft schnell auf.“
„Und macht Deutschland das auch so?“
Der Vater schüttelt den Kopf.
„Meiner Meinung nach viel zu selten. Ich habe oft den Eindruck, dass deutsche Regierungen den Wünschen der USA selbst dann folgen, wenn das den eigenen Interessen schadet.“
„Warum machen die das?“
„Das müsstest du die Politiker fragen. Ich finde, Deutschland verhält sich gegenüber den USA häufig sehr unterwürfig – teilweise sogar unterwürfiger als viele andere Verbündete der Amerikaner.“
„Auch wenn es für Deutschland schlecht ist?“
„Ja, diesen Eindruck habe ich. Gerade in der Energiepolitik oder bei manchen außenpolitischen Entscheidungen habe ich oft das Gefühl, dass die guten Beziehungen zu den USA für manche Politiker wichtiger sind als die Frage, ob eine Entscheidung den eigenen Bürgern nützt.“
„Aber eine deutsche Regierung sollte doch zuerst an Deutschland denken.“
„Das würden viele Menschen unterschreiben.“
„Wenn meine Freundin etwas von mir will, das mir schadet, dann sage ich doch auch mal Nein.“
Der Vater lächelt.
„Das ist in persönlichen Beziehungen ein ziemlich vernünftiger Grundsatz.“
„Dann müsste das für Länder doch eigentlich auch gelten.“
„Nach meiner Auffassung ja. Gute Partner können unterschiedlicher Meinung sein und auch einmal Nein sagen. Wer niemals Nein sagt, wirkt irgendwann nicht mehr wie ein gleichberechtigter Partner, sondern eher wie ein Gefolgsmann.“
Die Tochter überlegt kurz.
„Dann sind Freundschaft und Unterwürfigkeit wohl nicht dasselbe.“
„Nein, ganz bestimmt nicht.“
„Aber Papa, das klingt irgendwie traurig, dass Nationen nicht miteinander befreundet sein können.“
„Vielleicht. Aber wenn man internationale Politik verstehen will, muss man das im Kopf behalten. Staaten handeln in der Regel nicht aus Freundschaft, sondern weil sie sich davon einen Vorteil versprechen.“
„Und wenn die deutsche Regierung nicht zuerst an Deutschland und seine Bürger denkt, was passiert dann?“
„Dann werden die Bürger irgendwann unzufrieden und verlieren das Vertrauen in die Politik. Manchmal führt es auch zu Revolutionen oder Bürgerkriegen.“
„Okay, nochmals zurück zur NATO. Also ist die NATO für die Amerikaner so etwas wie ein großer Arm, mit dem sie auch weit weg von zu Hause Politik machen können, sehe ich das richtig?“
„Ja, so sehe auch ich die amerikanische Außenpolitik.“
„Und Russland fand das gar nicht gut?“
„Nein. Russland hat immer wieder gesagt, dass es die NATO-Ausdehnung als Gefahr für die eigene Sicherheit betrachtet.“
„Das ist so, als würde jemand immer näher an mein Zimmer heranrücken, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich das nicht möchte.“
„Genau. Wenn dir jemand immer näherkommt, obwohl du ihm sagst, dass du das nicht willst, fühlst du dich irgendwann bedroht.“
„Und irgendwann reagiert der andere.“
„So ist es. Ob diese Reaktion richtig oder falsch ist, darüber kann man streiten. Aber man sollte zumindest versuchen zu verstehen, warum sie erfolgt ist.
Der Vater denkt kurz nach.
„Jetzt stell dir einmal etwas vor: Kanada oder Mexiko würden plötzlich Raketen aufstellen, die direkt auf die USA gerichtet sind. Was glaubst du, würde passieren?“
Die Tochter überlegt keine Sekunde.
„Das würden die Amerikaner niemals zulassen!“
„Warum glaubst du das?“
„Weil die dann Angst hätten, dass sie angegriffen werden könnten.“
„Genau. Und was würden die USA wahrscheinlich tun?“
„Sie würden verlangen, dass die Raketen wieder wegkommen.“
„Und wenn das nicht passiert?“
„Dann würden sie bestimmt sehr, sehr wütend werden.“
Der Vater nickt.
„Davon kann man ausgehen. Die USA haben schon in der Vergangenheit sehr empfindlich reagiert, wenn sie ihre Sicherheit bedroht sahen.“
„Dann ist das doch eigentlich normal, dass ein Land keine feindlichen Raketen direkt vor seiner Haustür haben will.“
„Selbstverständlich.“
„Aber warum versteht man das dann bei Russland nicht?“
„Das ist eine gute Frage. Russland hat immer wieder gesagt, dass es die weitere Annäherung der NATO und mögliche Waffensysteme in der Ukraine als Bedrohung seiner Sicherheit ansieht.“
„Dann misst man doch mit zweierlei Maß.“
„Ja, und das werfe ich dem sogenannten Wertewesten vor!“
„Also: Wenn die USA sich bedroht fühlen, dann ist das verständlich. Aber wenn Russland sich bedroht fühlt, dann soll das plötzlich keine Rolle spielen?“
„Ja, so erzählen es die westlichen Regierungen und die großen Medien ihren Bürgern. Sie stellen die Dinge oft so dar, dass viele Menschen am Ende glauben, Russland dürfe keine Sicherheitsinteressen haben, die USA aber schon. Und weil dieselben Botschaften ständig wiederholt werden, übernehmen viele diese Sichtweise, ohne sie noch zu hinterfragen.“
Die Tochter runzelt die Stirn.
„Das klingt aber doch irgendwie unfair.“
„Internationale Politik ist leider oft nicht besonders fair.“
„Aber wenn man verstehen will, warum etwas passiert, dann muss man doch versuchen, die Sicht von beiden Seiten zu verstehen.“
Der Vater lächelt.
„Und genau das machen leider viel zu wenige.“
„Dann ist diese Geschichte von den Guten und den Bösen vielleicht einfach zu einfach.“
„Genau. Und dort beginnt oft die Propaganda: Wenn man einen komplizierten Konflikt auf eine einfache Erzählung reduziert – hier die Guten, dort die Bösen.“
„Dann war das alles vielleicht doch nicht so klar, wie es im Fernsehen oft klingt.“
„Nein. Die Welt ist meistens komplizierter als die Geschichte vom guten Helden und vom bösen Schurken. Gerade deshalb sollte man vorsichtig werden, wenn einem jemand einen Krieg wie ein Märchen erzählt.“
„Also ist Russland oder Putin gar nicht böse. Aber im Fernsehen klingt das oft so, als wäre Putin an allem schuld.“
„Das nennt man Personalisierung. Dann wird ein komplizierter Konflikt auf eine einzige Person reduziert. Es heißt dann: Wenn es Putin nicht gäbe, gäbe es keinen Krieg.“
„Und das stimmt nicht?“
„Definitiv nicht! So einfach ist die Welt nicht. Hinter Kriegen stehen meistens viele Ursachen: Geschichte, Machtinteressen, Sicherheitsfragen, wirtschaftliche Interessen und politische Fehler auf mehreren Seiten.“
„Warum machen die das dann?“
„Weil es einfacher ist. Es ist viel leichter, den Menschen zu sagen: ‚Da drüben sitzt der Bösewicht, und der ist an allem schuld.‘ Dann muss man sich nicht mehr mit den komplizierten Hintergründen beschäftigen.“
„Deshalb nennen manche Putin einen Verbrecher?“
„Ja. Viele Politiker und Medien sprechen über ihn, als sei er die Verkörperung des Bösen. Ihm wird oft jede nachvollziehbare Motivation abgesprochen. Man tut manchmal so, als hätte er keine Sicherheitsinteressen, keine politischen Gründe und keine Ängste, sondern wolle einfach nur Krieg.“
„Aber kein normaler Mensch will doch Krieg.“
„Nein, die allermeisten Menschen wollen keinen Krieg. Sie wollen in Frieden leben, ihre Kinder aufwachsen sehen und einfach ihr Leben führen. Deshalb fällt es vielen Menschen auch schwer zu verstehen, warum Kriege überhaupt entstehen.“
„Und warum stellt man dann manche Menschen als Monster dar?“
„Weil es einfacher wird, einen Konflikt zu erklären, wenn man sagt: Dort drüben sitzt der Böse, und der ist an allem schuld. Wenn man jemanden nur noch als Monster darstellt, dann hört man auf zu fragen, warum er handelt, wie er handelt.“
„Dann ist er in den Augen der Leute gar kein richtiger Mensch mehr?“
„Genau das nennt man Entmenschlichung. Wenn ein Gegner nur noch als böser Schurke dargestellt wird, fällt es leichter, ihn zu hassen und jede Möglichkeit von Gesprächen oder Verhandlungen abzulehnen.“
„Aber wenn man Frieden haben will, muss man doch auch mit dem reden, den man nicht mag.“
Der Vater lächelt.
„Das ist ein sehr kluger Gedanke. Frieden schließt man weniger mit Freunden. Frieden schließt man insbesondere mit Gegnern.“
„Dann ist es vielleicht gar nicht so schlau, jemanden nur noch als das absolut Böse darzustellen.“
„Da hast du sicherlich recht, das ist zu kurz gedacht. Denn wer nur noch an das Böse auf der anderen Seite glaubt, hört irgendwann auf, nach Lösungen zu suchen.“
„Hm….Aber kämpfen die Ukrainer nicht für unsere Demokratie? Das sagen doch die Nachrichten.“
„Die Nachrichten sagen vieles. Die Frage ist, ob sie Dinge auch kritisch hinterfragen. Eigentlich sollten Medien die Mächtigen kontrollieren und den Menschen verschiedene Sichtweisen zeigen, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können. Ich habe aber inzwischen den Eindruck, dass große Medien die Politik lediglich begleiten und unterstützen, statt sie kritisch zu hinterfragen.“
„Also können Nachrichten auch einseitig sein?“
„Ja, natürlich. Deshalb sollte man nie nur eine Quelle lesen oder schauen.“
„Und kämpfen die Ukrainer jetzt für unsere Demokratie oder nicht?“
„Dafür müsste die Ukraine erst einmal selbst eine funktionierende Demokratie sein. Das sehe ich kritisch. Das Land hat seit Jahren große Probleme mit Korruption. Es gab Parteienverbote, Einschränkungen und Verfolgung der Opposition und der regierungskritischen Medien. Außerdem gibt es dort den Bandera-Kult und ultranationalistische Strömungen wie das Asow-Regiment. Deshalb ist die Sache komplizierter, als sie oft dargestellt wird.“
„Was ist denn der Bandera-Kult?“
„Stepan Bandera war ein ukrainischer Nationalist. Für manche Menschen in der Ukraine ist er ein Freiheitskämpfer, weil er für die Unabhängigkeit der Ukraine gekämpft hat. Andere sehen ihn sehr kritisch, weil er und Teile seiner Bewegung mit den deutschen Nationalsozialisten zusammenarbeiteten und Mitglieder seiner Organisation an Verbrechen gegen Polen und Juden beteiligt waren.“
„Und warum verehrt man so jemanden?“
„Weil Geschichte oft unterschiedlich erzählt wird. Manche schauen nur auf die eine Seite und andere auf die andere. Aber wenn jemand mitverantwortlich für schwere Verbrechen war oder diese zumindest in Kauf genommen hat, sollte man ihn nicht unkritisch zum Helden machen – ganz im Gegenteil.“
„Und was ist das Asow-Regiment?“
„Das Asow-Regiment entstand ursprünglich als Freiwilligenbataillon und wurde später in die ukrainische Nationalgarde integriert. Es wird immer wieder zu Recht kritisiert, weil einige seiner früheren und heutigen Mitglieder und Symbole mit rechtsextremen und neonazistischen Ideologien in Verbindung stehen.“
„Also gibt es in der Ukraine wirklich Neonazis?“
„Ja. So wie es leider in vielen Ländern rechtsextreme Gruppen gibt, auch in Deutschland oder Russland. Der Unterschied ist, dass die Rolle solcher Gruppen in der Ukraine oft nur am Rande erwähnt oder heruntergespielt wird, und dass in der Ukraine auch Menschen mit faschistischem Gedankengut in oberen politischen Kreisen sitzen.“
„Dann ist die Geschichte von der perfekten Demokratie also nicht ganz richtig?“
„In meinen Augen absolut nicht. Die Ukraine ist meines Erachtens alles andere als ein demokratischer Staat. Zumindest sind die politischen ukrainischen Verhältnisse wesentlich problematischer, vielschichtiger und komplizierter, als viele Nachrichten es darstellen.“
„Warum erzählen die das dann oft so einfach?“
„Weil einfache Geschichten leichter zu verkaufen sind. Die Guten hier, die Bösen dort – das versteht jeder sofort. Die Wirklichkeit ist meistens komplizierter.“
„Dann ist die Geschichte von den Guten und den Bösen vielleicht wieder zu einfach.“
„Genau. In der Politik sind einfache Geschichten oft die beliebtesten – und meistens auch die unvollständigsten. Sie werden dann gerne mit Halbwahrheiten und manchmal auch mit Lügen gespickt, damit die Menschen in eine bestimmte Richtung denken.“
„Und wie nennt man das?“
„Propaganda.“
„Propaganda?“
„Ja. Das bedeutet, dass man Informationen so auswählt oder darstellt, dass die Menschen etwas Bestimmtes glauben oder tun sollen.“
„Das ist doch Manipulation!“
„Ja, das kann es sein und ist es auch meistens. Propaganda ist nichts Neues. Vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg haben Regierungen und Medien in vielen Ländern versucht, die Menschen auf Krieg einzustimmen.“
„Aber warum? Die meisten Menschen wollen doch gar keinen Krieg.“
„Eben deshalb. Wenn die Menschen keinen Krieg wollen, muss man sie erst davon überzeugen, dass der Krieg notwendig ist.“
„Aber das ist doch unlogisch! Und wie macht man das?“
„Indem man ihnen erzählt, dass die anderen besonders böse und gefährlich sind. Im Ersten Weltkrieg wurden die Deutschen in der britischen Propaganda oft als barbarische ‚Hunnen‘ dargestellt. Im Zweiten Weltkrieg und auch in anderen Kriegen wurden Feindbilder aufgebaut, damit die Menschen bereit waren, Opfer zu bringen und den Krieg zu unterstützen.“
„Und das glauben die Leute einfach?“
„Wenn etwas oft genug wiederholt wird und gleichzeitig Angst erzeugt wird, glauben es irgendwann viele Menschen.“
„Auch wenn es gar nicht stimmt?“
„Ja. Die sogenannte Brutkastenlüge vor dem ersten Irakkrieg ist ein berühmtes Beispiel dafür, wie eine emotional erzählte Geschichte die Zustimmung zu einem Krieg beeinflussen kann.“
„Ja, davon habe ich schon gehört. Aber das ist doch gemein!“
„Und warum findest du das gemein?“
„Weil die Menschen vielleicht gar nicht den Krieg wollen, aber durch Angst und solche Geschichten doch dafür sind.“
„Genau deshalb ist Propaganda so mächtig und in meinen Augen widerlich.“
„Aber das darf man doch nicht machen! Man kann doch nicht Menschen Angst machen und sie in einen Krieg hineinreden!“
„Ich stimme dir da zu 100 Prozent zu! Die Kriegstreiberei einiger europäischer Spitzenpolitiker, insbesondere in Großbritannien, Frankreich und Deutschland ist unverantwortlich und in meinen Augen hoch kriminell.
„Und am Ende sterben Menschen, weil andere ihnen vorher erzählt haben, wer die Guten und wer die Bösen sind?“
Der Vater nickt.
„Leider ist das in der Geschichte schon öfter passiert.“
Die Tochter schaut ihn eine Weile schweigend an.
„Dann sollte man vielleicht immer vorsichtig sein, wenn einem jemand erzählt, dass nur die anderen böse sind.“
Der Vater lächelt.
„Das ist eine sehr kluge Regel. Denn wenn man Menschen davon überzeugen will, dass ein Krieg notwendig ist, muss man ihnen meistens zuerst erklären, wer angeblich der Böse ist.“
„Und das nennt man dann ein Feindbild?“
„Genau. Wer einen Krieg will, braucht fast immer zuerst ein Feindbild.“
„Hm….und ist Deutschland eine richtige Demokratie?“
„Auf dem Papier ja. Aber ich habe das Gefühl, dass ich nur alle paar Jahre mein Kreuz auf dem Wahlzettel machen darf und danach die Politik oft das Gegenteil von Wahlversprechen umsetzt. Deshalb fühlen sich viele Bürger kaum mehr vertreten.“
„Nochmal eine Frage zum Stellvertreterkrieg der USA gegen Russland, Papa. Warum haben die Amerikaner denn etwas gegen Russland?“
„Das kann man nicht pauschalisieren. ‚Die Amerikaner‘ nicht. Millionen ‚normale‘ Amerikaner wollen genauso Frieden wie wir. Es geht eher um Machtinteressen bestimmter Eliten, geopolitische Strategien und wirtschaftliche Interessen.“
„Und warum machen die Menschen nichts dagegen?“
„Weil ihnen ständig erzählt wird, wer der Gute und wer der Böse ist. Wenn man etwas oft genug wiederholt, glauben es irgendwann viele Menschen, wie ich dir vorhin schon kurz erläutert habe. Man mischt Wahrheiten mit Halbwahrheiten und manchmal auch mit Lügen. Man erzeugt Angst und wiederholt dieselben Botschaften immer wieder. Irgendwann halten viele Menschen das dann für die Realität.“
„Aber doch nicht alle?“
„Nein. Zum Glück nicht.“
„Warum geht es Deutschland denn gerade so schlecht? Hat das auch was mit dem Ukrainekrieg zu tun?“
„Ja, aber es gibt viele Gründe. Einer davon sind die hohen Energiepreise. Früher bekam Deutschland günstiges Gas aus Russland. Heute kaufen wir viel teureres Flüssiggas aus anderen Ländern, die teilweise wesentlich weiter entfernt sind als Russland.“
„Warum macht man das?“
„Weil die Europäische Union und andere westliche Staaten nach dem Beginn des Krieges Sanktionen gegen Russland verhängt haben.“
„Was sind Sanktionen?“
„Das sind wirtschaftliche Strafmaßnahmen. Man versucht, einem anderen Land wirtschaftlich zu schaden, damit es sein Verhalten ändert.“
„Und hat das funktioniert?“
Der Vater zuckt mit den Schultern.
„Russland hat wirtschaftliche Probleme bekommen, aber es hat viele seiner Rohstoffe einfach in andere Länder verkauft, zum Beispiel nach Asien.“
„Und wir?“
„Wir haben auf günstige Energie verzichtet und zahlen heute deutlich höhere Preise. Viele Unternehmen und viele Bürger spüren das jeden Tag.“
„Dann haben wir uns ja selbst bestraft.“
Der Vater lächelt.
„Ja, so ist es. Die EU hat sich mit ihren Sanktionen stärker geschadet als Russland.“
„Das ist doch irgendwie komisch.“
„Warum?“
„Wenn ich meinem Nachbarn schaden will und mir dabei selbst mehr wehtue als ihm, dann ist das doch keine besonders gute Idee.“
„Das ist ein ziemlich einfacher, guter und nachvollziehbarer Gedanke.“
„Aber Russland braucht Europa doch dann gar nicht unbedingt?“
„Zumindest nicht in dem Maße wie früher. Russland verkauft sein Öl und Gas inzwischen stärker an andere Länder. Die Welt ist groß.“
„Dann haben wir uns billige Energie selbst weggenommen?“
„So kann man es formulieren.“
„Aber Papa, ich verstehe nicht, warum man etwas teurer einkauft als es sein muss. Warum bezieht Deutschland seine Energie teilweise aus fernen Ländern? Wenn ich in München-Nord wohne und der Laden nebenan verkauft etwas billig, dann fahre ich doch nicht quer durch die ganze Stadt und kaufe es dreimal so teuer.“
Der Vater lacht.
„Genau so denken Kinder, und sie haben absolut recht! Aber es sind nicht alle Staaten der EU so doof wie Deutschland. Manche Länder beziehen große Teile ihres Energiebedarfs nach wie vor aus Russland.
Hm….und warum wollen jetzt alle plötzlich kriegstüchtig werden?“
„Weil man den Menschen erzählt, Russland wolle Europa angreifen.“
„Will Russland das?“
„Ich halte das für einen ausgemachten Blödsinn. Russland hat das größte Land der Erde und genug eigene Probleme.“
„Warum erzählen das dann so viele?“
„Weil Menschen eher bereit sind, viel Geld für Waffen und Militär auszugeben, wenn sie Angst haben.“
„Also braucht man erst Angst, damit die Leute der Aufrüstung zustimmen?“
„Genau. Mit der Angst vor einem Krieg lassen sich hohe Rüstungsausgaben und Aufrüstung viel leichter begründen.“
„Warum glaubst du nicht, dass Russland Europa angreifen will?“
„Schau mal: Russland hat mehr als 60.000 Kilometer Land- und Seegrenzen. Allein die zu sichern, ist schon eine riesige Aufgabe. Außerdem ist Russland flächenmäßig mehr als 30-mal größer als Deutschland.“
„Dann haben die doch schon genug Platz.“
„Eben. Russland hat riesige Agrarflächen, enorme Rohstoffvorkommen und fast alles, was ein Land braucht.“
„Was wollen die dann bei uns? Unsere Äcker? Unsere Häuser?“
Der Vater lacht.
„Das frage ich mich auch.“
Die Tochter lächelt verschmitzt.
„Oder wollen sie vielleicht unsere Schulden übernehmen?“
Der Vater ist sichtlich amüsiert.
„Wohl kaum.“
„Dann ergibt das irgendwie keinen Sinn.“
„Das ist einer der Gründe, warum ich die Behauptung eines geplanten russischen Angriffs auf Europa für wenig überzeugend halte.“
„Aber warum sagen Politiker das dann?“
„Weil sie der Meinung sind – oder zumindest sagen –, dass Europa auf eine mögliche Gefahr vorbereitet sein muss. Wenn die Menschen glauben, dass Russland sie angreifen könnte, sind sie eher bereit, mehr Geld für Waffen, Soldaten und Militär auszugeben.“
„Also macht Angst die Aufrüstung leichter?“
„Ja. Wenn Menschen Angst haben, akzeptieren sie oft Dinge, die sie in ruhigen Zeiten vielleicht hinterfragen würden.“
„Und warum gerade jetzt?“
„Zum Beispiel hat Verteidigungsminister Boris Pistorius mehrfach gesagt, Deutschland müsse bis 2029 kriegstüchtig oder verteidigungsfähig werden.“
„Warum gerade bis 2029?“
„Das musst du ihn fragen. Er sagt, bis dahin müsse Europa besser vorbereitet sein, falls Russland gefährlich werden sollte.“
Die Tochter runzelt die Stirn.
„Aber Papa, wenn Putin wirklich so böse ist und Europa angreifen will und das schon könnte – warum sollte er dann bis 2029 warten?“
Der Vater lächelt.
„Das ist eine berechtigte Frage.“
„Das wäre doch ziemlich dumm von ihm. Dann würden wir ja in der Zwischenzeit stärker werden.“
„Gut erkannt, Töchterchen.“
„Wenn jemand wirklich angreifen will und schon stark genug ist, dann wartet er doch nicht höflich, bis die anderen besser vorbereitet sind.“
„Ja, das wäre und ist absolut unlogisch.“
„Und wenn Putin so ein böser Dämon sein soll, wie manche behaupten, dann wäre es doch erst recht komisch, dass er so fair und geduldig wartet.“
„Du stellst gute Fragen.“
„Ich verstehe nur nicht, warum Erwachsene solche Fragen nicht stellen.“
Der Vater schweigt kurz.
„Vielleicht, weil Angst manchmal stärker ist als Logik.“
„Dann sollte man vielleicht weniger Angst haben und mehr nachdenken.“
„Das wäre für den Weltfrieden und für jede Demokratie ein guter Anfang.“
„Und woher kommt das ganze Geld für die vermutlich unnötige Kriegstüchtigkeit?“
„Zum Teil durch neue Schulden.“
„Du meinst diese Sondervermögen?“
„Genau.“
„Warum heißen Schulden dann Sondervermögen? Das klingt doch wie Geld, das man hat.“
„Das fragen sich viele Erwachsene auch.“
„Und wer bezahlt die Schulden?“
„Du. Und deine Kinder irgendwann.“
„Das ist aber unfair.“
„Ja. Die Menschen, die heute die Schulden machen, werden sie zum großen Teil nicht mehr zurückzahlen müssen.“
Die Tochter schweigt kurz.
Dann fragt sie:
„Papa, warum glauben Erwachsene eigentlich so viele komische Sachen?“
Der Vater denkt nach.
„Vielleicht, weil sie Angst haben. Vielleicht, weil sie zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt sind. Vielleicht, weil es einfacher ist, ein Feindbild zu haben, als komplizierte Zusammenhänge zu verstehen.“
„Dann ist Erwachsensein manchmal gar nicht so schlau.“
Der Vater lächelt.
„Manchmal nicht.“
„Und was hältst du von Putin, Papa?“
„Ich halte nicht viel von der Vorstellung, dass Politiker Heilige oder Teufel sind. Putin macht Fehler, wie andere Politiker auch. Aber ich glaube nicht an das Märchen vom absolut Bösen und absolut Guten. In der Politik gibt es meistens Interessen, Macht und Propaganda.“
„Magst du ihn?“
„Ich kenne ihn nicht persönlich. Aber wenn du mich fragst, mit wem ich mir eher vorstellen könnte, einmal ein Bier zu trinken, dann wahrscheinlich eher mit Putin als mit unserem Bundeskanzler Friedrich Merz.“
„Echt? Warum denn?“
„Weil ich den Eindruck habe, dass Putin – bei allen Fehlern, die man ihm vorwerfen kann – stärker die Interessen seines Landes im Blick hat als viele unserer Politiker die Interessen unseres Landes.“
„Und warum glaubst du das bei unseren Politikern nicht?“
„Weil einige von ihnen – wie zum Beispiel Friedrich Merz – eher die Interessen großer Konzerne, Finanzkreise oder anderer Staaten vertreten, statt zuerst an die eigenen Bürger zu denken.“
„Das ist doch eigentlich ihr Job, oder?“
„Ja. Eine Regierung sollte in erster Linie dem eigenen Land und seinen Menschen dienen.“
„Und deshalb ärgert es dich, wenn Politiker immer nur sagen, Putin sei böse?“
„Ja. Ich finde es anmaßend, wenn europäische Politiker, die selbst viele politische Fehler gemacht haben, einen anderen Politiker nur noch dämonisieren und so tun, als läge alles Böse dieser Welt in einer einzigen Person.“
„Also findest du nicht, dass Putin ein Engel ist?“
Der Vater lacht.
„Nein, ganz bestimmt nicht.“
„Aber auch kein Teufel?“
„Genau. Er ist ein Politiker mit Stärken und Schwächen, mit Interessen und Fehlern – wie viele andere Staatschefs auch.“
„Dann sollte man vielleicht vorsichtig sein, wenn jemand sagt, einer allein sei an allem schuld.“
„Das ist ein kluger Gedanke. Denn sobald man glaubt, die Welt bestehe nur aus Engeln und Dämonen, hört man meistens auf, selbst nachzudenken.“
Die Tochter nickt.
„Irgendwie ist die Welt ganz schön verrückt.“
Der Vater schaut aus dem Fenster.
„Ja. Und vielleicht brauchen wir manchmal die einfachen Fragen von Kindern, damit wir wieder anfangen, selbst zu denken.“
Kindermund tut Wahrheit kund.
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Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Das mit der Golf-Region hat der Don, kurz Donald J. „Gelbhaar“ Tump, wohl von Anfang an nicht so wirklich verstanden. Vielleicht gibt ihm ja noch jemand Bescheid, bevor ein größeres Unglück passiert. Ein Krieg, ein umfassender Rohstoffausfall oder noch schlimmeres könnte geschehen. Gar nicht auszudenken, das.
Der Plan mit Iran ging ja ziemlich in die Hosen. Scheiße, ganz große Scheiße. Für die „zionistischen Entität“. Das deckt „Ynet“ auf. So ein hebräisches Medium. Was decken die auf? Na, die vom Mossad orchestrierten Proteste, die Ermordung des Obersten Führers Ali Khamenei und eine kurdische Invasion sollten einen Regimewechsel und einen „totalen Sieg“ über Teheran herbeiführen.
Die Nachrichten zeichnen die letzte Zeit nur das Bild einer schwingenden Saloon Tür für die Straße von Hormuz. Auf. Zu. Auf. Zu. Scheint gut geölt (Bruhaha…), diese Schwingtür. Die letztendlich tatsächliche Kontrolle haben nun jedenfalls die Perser. Die haben auch den Finger am Abzug des neuesten Hightech-Hyperschall-Präzisions-Arsenals, dem das „Imperium der Lügen“ noch immer hinterher hechelt.
Peter Sitchell, ein früherer hochrangiger CIA-Mann, der letztes Jahr mit über hundert verstarb, hat, wohl seiner Erfahrung geschuldet, folgendes Fazit hinterlassen: „Nach den ungeschriebenen Regeln der westlichen globalen Dominanz werden die USA, Großbritannien und Israel niemals für Verbrechen zur Rechenschaft gezogen – egal wie viele Unschuldige sterben.“ Und weiter: „Genau deshalb muss sich was ändern.“
Die Iraner haben was geändert. Die scheinen derzeit ihren Arminius-Moment zu erleben. Die demütigende Niederlage des Imperiums. Oder ist es doch eher wie die Filmscene beim „Gladiator“, als Marc Aurel die Luft abgedreht wurde aufgrund „überbordender Liebe“, so wie die Deepies die Iraner wieder in „ihre“ Weltwirtschaft rein-integrieren? Dahin, wo ihre Regeln und Standards gelten. „Folge dem Geld!“
„Wir lassen uns doch nicht von der Realität unsere Einschätzungen diktieren!“
Durch die Bombardierung mit Infomüll aus allen Kanälen ist alles so unüberschaubar geworden, dass die wahren Herrscher, die Deepies, dadurch vollkommen unsichtbar wurden. Jetzt müssen der Don und seine Adlaten die Köpfe hinhalten.
Der alte Cowboy und „skrupellose Großspekulant“, „bekennender Internationalist“ und Krisen-Prognostizierer, Doug Casey fabuliert so vor sich hin: „Die USA waren früher der härteste Kunde im Saloon des internationalen Rechts und kauften sich Freunde mit kostenlosen Getränken. Aber inzwischen sind sie zu einem wütenden Betrunkenen geworden, der seine Rechnung nicht mehr bezahlen kann.“
Der Lorenzo Maria Pacini geht gleich ans ganz Eingemachte: „Die materielle Infrastruktur – Energie, Ressourcen, Logistik, kritische Technologien – bildet die Struktur; Begriffe wie „liberale Demokratie“ oder „wertebasierte Allianzen“ den Überbau. Heute zeigt sich unter dem Druck von heißem Krieg und technologischem Kalten Krieg, wie die Struktur bricht und der Überbau an Glaubwürdigkeit verliert.“
Dazu wirft Martin Armstrong ein: „Wenn also der Iran drei Züge im Voraus denkt, stellt sich die Frage, ob auf unserer Seite überhaupt jemand mitdenkt.“
Die offiziellen Narrative, samt und sonders Fiktionen, tarnen sich als Realität.
Vor ziemlich genau 90 Jahren wiederrum hat schon mal ein deutscher Kanzler der Welt was von Kriegstüchtigkeit erzählt. Er proklamierte damals
Die deutsche Wehrmacht muss in 4 Jahren einsatzfähig sein.
Die deutsche Wirtschaft muss in 4 Jahren kriegsfähig sein.
Die Wehrmacht soll „in kürzester Frist“ zur ersten Armee der Welt entwickelt werden.
Der Unterschied zum Heute ist marginal. Aktuell soll Deutschland „nur“ die stärkste, größte, tollste Armee Europas haben, nicht gleich der ganzen Welt. Aber die zeitlichen Fristen sind komischerweise gleich.
Was wissen „wir“ nicht, aber „die“ höhernorts schon? Was können „wir“ dafür, dass „der Russe“ unverdient auf „unseren“ Öl-, Gas- und sonstigen Bodenschätzen sitzt?
Klar ist daran Putin schuld, wie auch sonst an allem. Doch Igor Perewersew setzt da noch Gelbhaar ins Licht, denn Trumps „zweite Rolle ist es, zum Sündenbock zu werden, wenn alles zusammenbricht.“
Die Wahl ist einfach: ein schreckliches Ende oder ein Schrecken ohne Ende.
Die Fähigkeiten der Jugend an den Joysticks der Controller sollten doch eigentlich optimal zuträglich für die Drohnenkriegsführung sein. Von wegen, der Nachwuchs taugt nichts und ist ungeeignet.
Allerdings sind in realiter weniger Zappelfingerfertigkeiten gefragt, sondern eher präzises und kreatives Programmieren, wozu halt auch sehr ausgereifte Mathematikkenntnisse zwingend nötig sind. Da wird’s dann eben eng.
Sollte die Ukraine echt mal zusammenbrechen – was natürlich NIE passieren wird – kann man die derzeit mit hyper-mäßigem Einsatz hochskalierte Drohnenproduktion zur Zügelung der eigenen Bürger umwidmen. Sollten die selbst tatsächlich aufmucken und rebellieren wollen. „Aba do kennas lang woatn, bei soichane Hosnbisla wia bei uns.“
„Zivilisationen werden nicht ermordet. Sie begehen Selbstmord.“ Arnold J. Toynbee
Doug Casey meint, es „scheint, dass alles, was schiefgehen kann, kurz davor steht, schiefzugehen.“ Dann kommt „Die Große Depression“ und die wird größer und umwälzender sein, „totaler und radikaler, als wir uns das heute überhaupt vorstellen können“, um hier auch noch einen anderen düsteren Propheten zu bemühen.
Der ehemalige Vizepräsident und Geschäftsführer von Morgan Stanley, ein waschechter Wall-Street-Mann, Kevin Warsh, räumt offen ein, „dass seine Aufgabe als Chef der Federal Reserve darin bestehe, die Verluste durch die bevorstehende Superkrise zu minimieren.“
Denn schon alleine wegen der riesigen Dimensionen des „Imperium der Lügen“ raunen insgesamt viele Querdullis: „Die kommende wirtschaftliche und politische Krise wird viel schlimmer, viel länger und ganz anders sein als alles, was wir in der Vergangenheit erlebt haben.“
Das System kann Ehrlichkeit nicht überleben.
Die Weisheit eines Unbekannten aus dem Internet verkündet: „Angst ist wohl das größte und effektivste Kontrollinstrument im Menschen, das dich ohne Substanzen oder anderen Einfluss willenlos machen kann. Kein Wunder, dass man jeden Einzelnen von Gesellschaftseinflüssen und Sozialleben abschotten will (und leider auch teils kann).“
Wenn man die Demokratie immer weiter zurückstutzt bis zu „UnsererDemokratie“, dann scheint es, oberflächlich betrachtet, auch viel leichter, die zu verteidigen. Doch es zeigt sich, dass die Verteidiger durch Erschöpfung, angesichts des Zusammenhaltens des gigantischen Lügengebäudes, zusehends selber zusammenbrechen.
Wer glaubt, dass die Herrscher hier KEIN Social-Credit-System einführen wollen? Mit Jaques Beau und Hüseyin Dogru und vielen anderen, hat „die Macht“ doch schon gezeigt, dass sie‘s können. Aber so was machen die bei uns garantiert nicht. Sicher. Ganz ehrlich. „Des lafft do eh scho lang und de Deppn schnoins imma no ned“.
Sind unsere „ThinkTanks“ wirklich Denkfabriken oder doch eher Gehirnfurzwerkstätten?
In „UnsererDemokratie“ werden „unsere“ Repräsentanten wenigstens gut beschützt. Man könnte sie glatt unsere „188’er“ nennen. Gerade mit dem Paragrafen 188 StGB wird definitiv der Beliebtheitsgrad erhöht und somit „UnsereDemokratie“ gerettet. Die Redefreiheit wird mit Verbot, Zensur und Einschüchterung in einen wehrhaften Zustand versetzt, womit sie rundum abgesichert ist.
Wenn’s nicht so entsetzlich abgegriffen wäre, könnte man sagen: „Wir schaffen das!“. Deshalb wird’s hier nur geschrieben… Jaja, wenn Wahrheit nur noch zynisch ist…
Das nennen von „Clan-Kriminalität“ soll ja nun auch „rassistisch“ sein. Das ist gut für die mächtigsten Clans der Welt, die Rothschilds, die Rockefellers und noch ein paar andere. „Do foid oam nix mea ei, oda?“
Rabih Rowell, ein libanesischen Künstler und Designer, sagt: „Jedes Reich, das von seinem eigenen Ausnahmestatus überzeugt ist, gelangt letztendlich an denselben Punkt: den moralischen Zusammenbruch“.
Die Nicht-Migranten in deutschen Landen nehmen beflissentlich und untertänigst ihre Rolle des geläuterten Sünders an, der seine Fesseln dankbar trägt – solange er nur nicht fragt, wer sie ihm angelegt hat und warum.
Wir, als Gesellschaft, sind unendlich weit weg von unserer „inneren Mitte“. „Wir“ haben jedes Maß verloren. Sie wissen ja: Die Dosis … .
„Unser“ Wetterbericht zeigt Karten, die aussehen, als sei Deutschland Ziel eines thermonuklearen Angriffs geworden.
Der noch 2022 beliebteste Politiker Deutschlands, Karl Lauterbach (SPD), hat ja bekanntlich die Expertise gewechselt hin zum Klima. Leider bekommt er Panik bei Hitze, da er unter einem schweren „posttraumatischen Belastungssyndrom“ (PTBS) leidet. Er wurde als Kind zu heiß gebadet. Doch gemach, gemach, bald beschert er uns die Hitzeschutzimpfung.
Der IPCC, der Initiator der von „Menschen erdachten Klimahysterie“, gab unlängst vor der Weltöffentlichkeit bekannt, die bisherigen Modellrechnungen betreffs der Klimazukunft basieren auf falschen Annahmen. Und was passiert? Nichts! Einfach gar nichts! Die CO₂-Abgaben bestehen weiter, der Billionen schwere Handel mit Klima-Zertifikaten floriert, die Panikmache auf allen Ebenen geht weiter, die Politik macht weiter im Umbau zur grünen Technologie. „Wos soi no dea Blädsinn?“
Allerdings gibt es nach wie vor Spinner, die behaupten, eine Wirtschaft brauche eine zuverlässige Energieversorgung. „Grüne“ Energie sei reines Wunschdenken, pure Phantasterei. Doch „die Guten™“ wollen sich nicht „ums Verrecken“ eingestehen, dass ein Projekt nicht funktioniert, wenn man von den falschen Prämissen ausgeht.
Zum Klimagedöns hat auch Uwe Froschauer eine zündende Idee: „Nicht zu vergessen die menschengemachte Zerstörung der Brandmauer, die die Parteienlandschaft in eine Wüste verwandeln wird.“
Etwas Schlechtes kann nicht gut verteidigt werden.
Doch genau so funktioniert das „Imperium der Lügen“. Alles ist auf spekulative Modelle mit falschen Grundannahmen gestützt und die Schlussfolgerungen daraus werden gleichzeitig als feststehende Realität präsentiert.
Wir leben in einer Modellwelt. Geschichten, die auf computergenerierten Modellen beruhen, werden mehr geglaubt als direkte Beobachtungen. Bald ist „Game over!“
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zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen. Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
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Meine Artikel können gerne für andere Blogs oder sonstige Kommunikationsplattformen verwendet werden, soweit Inhalte nicht verändert werden, die Quelle zitiert und der Spendenaufruf beibehalten wird.
Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Informationsfreiheit bzw. Informationszugangsfreiheit bedeutet das Recht auf Zugang zu amtlichen Informationen. Behörden können dazu verpflichtet werden, ihre Akten und Vorgänge offenzulegen. Damit soll Transparenz für die Öffentlichkeit geschaffen werden (Öffentlichkeitsprinzip). Zu diesem Zweck wurde in Deutschland 2006 das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) erlassen, um eine demokratische Meinungs- und Willensbildung sowie eine stärkere politische Beteiligung der Bevölkerung zu ermöglichen.
Herausklage der RKI-Protokolle durch das Magazin Multipolar am 20. März 2024
Nach einem langen Rechtsstreit zwischen dem Robert Koch-Institut (RKI) und dem Onlinemagazin „Multipolar“ musste das RKI die internen, mehr als 2500 Seiten umfassenden Protokolle seines Corona-Krisenstabs herausgeben. Der Kläger Multipolar veröffentlichte die brisanten Unterlagen am 20. März 2024.
Allerdings waren mehr als 1000 Passagen geschwärzt. Warum wohl? Für diese Schwärzungen beauftragte das RKI die Anwaltskanzlei Raue – selbstverständlich bezahlt mit Steuergeldern. Allein das von den Raue-Anwälten erstellte Dokument mit den Begründungen für die Schwärzungen umfasste 1059 Seiten.
Die internen Protokolle zeigen, wie das RKI zu seinen „politischen“ Empfehlungen kam. Hätte man vor der Veröffentlichung dieser Papiere noch von Fehlentscheidungen sprechen können – im Sinne von „das kann ja jedem mal passieren“ –, ist diese Argumentation für das RKI und insbesondere für die dahinterstehenden politischen Drahtzieher nun nicht mehr haltbar.
Lothar Wieler – Tierarzt, Empfänger des Bundesverdienstkreuzes im Januar 2024 und damaliger Chef des RKI – verkündete am 17. März 2020 mit lapidaren Worten, dass die Risikoeinschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch Corona geändert werde und fortan als hoch einzustufen sei. Begründet wurde dies mit einer zunehmenden Dynamik sowie steigenden Fallzahlen.
Im März 2020 verdreifachten sich die Fallzahlen – proportional zu einer Verdreifachung der Tests. Wer hätte das gedacht!? Dennoch war 2020 ein moderates Jahr bezüglich der Sterblichkeit, wie Marcel Barz und andere zweifelsfrei nachweisen konnten. Die Sterblichkeitszahlen schnellten erst mit der Verabreichung der schädlichen Corona-Impfungen nach oben.
Am 22. März 2020 begann der absolut sinnbefreite Lockdown. Diese veränderte Risikoeinschätzung, die Ende Februar 2020 noch bei „gering bis mittel“ lag, veränderte das Leben der Menschen in Deutschland für Jahre dramatisch.
Auf Basis dieser vom RKI – nach außen – festgelegten Gefahreneinschätzung beschloss die Politik drastische Freiheitsbeschränkungen: Schließungen von Kitas, Schulen, Gaststätten, Geschäften, Sportstätten, Kirchen sowie Maßnahmen wie 3G, 2G und mehr. Die Judikative unterstützte dies, indem Gerichte die Risikoeinschätzung als rechtliches Fundament nutzten und nahezu alle Corona-Maßnahmen bestätigten. Klagen von Betroffenen wurden mit Verweis auf die Einschätzung des RKI – den vermeintlichen Goldstandard der Corona-Zeit in Deutschland – abgewiesen. Auch die Judikative hat in der Corona-Zeit Schuld auf sich geladen.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus den im März 2024 geschwärzten RKI-Protokollen
Das RKI warnte Politiker davor, Panik zu schüren, Ungeimpfte auszugrenzen oder Schulen zu schließen. Die sich im Machtrausch befindlichen Politiker interessierte das jedoch nicht. Sie hielten weiter an der Coronalüge fest.
Stefan Hockertz fasste diese Erkenntnisse in seinem Kanal „Professor Dr. Stefan Hockertz Original Wissenschaft“ zusammen und zog eine erste Bilanz:
„RKI-Files Zusammenfassung:
1. Covid-19 nicht gefährlicher als Grippe (Anmerkung des Verfassers: Ergänzend sei auf den vorliegenden Etikettenschwindel hingewiesen – Grippefälle wurden größtenteils in „Corona“ umgedeutet.)
2. Risikoerhöhung auf „Pandemie“ auf Zuruf eines einzelnen, externen Akteurs.
3. Keine Evidenz für Maskenpflicht (nicht einmal FFP2).
4. Aerosole spielen keine signifikante Rolle.
5. Es war bekannt, dass Lockdowns gefährlicher sind als Corona selbst (Anmerkung des Verfassers: Direkte negative Auswirkungen waren erhebliche psychische und physische Schädigungen – insbesondere bei Kindern.)
6. Keine Evidenz für Schutzwirkung der mRNA-Gentherapie (Impfung).
7. Anlasslose Testungen sind irreführend.
9. Keine asymptomatische Übertragung.
10. Keine evidenzbasierte Herunterstufung der Risikobewertung aus politischen Gründen.
11. Keine Ansteckung bei Ct-Werten > 30 (PCR-Test).
12. Kohortenstudie „Diamond Princess“ war bekannt, wurde aber ignoriert (Anmerkung des Verfassers: Auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ kam es in Japan zu einem katastrophalen Missmanagement eines gesundheitlichen Notstands. Mehr als 3700 Passagiere sowie Crew-Mitglieder wurden über 17 Tage hinweg isoliert. Die Zahl der Infizierten stieg in diesem Zeitraum von zunächst 10 auf 705 an, sechs Menschen verstarben.)
13. Inzidenzgrenzwerte (35 bzw. 50) wurden willkürlich von Jens Spahn und Helge Braun festgelegt.
14. Streichung von erforderlichen Symptomen (Fieber), um Fallzahlen künstlich hochzuhalten.“ Quelle: https://t.me/ProfHockertz/3671
Klaus Stöhr, ehemaliger Pandemiebeauftragter der Weltgesundheitsorganisation, kam im März 2024 bei der Analyse der RKI-Protokolle zu ähnlichen Ergebnissen – wenn auch deutlich verhaltener und weniger zugespitzt als Professor Hockertz.
Im Gegensatz zur klaren und scharfen Kritik von Hockertz formulierte Stöhr seine Einschätzungen diplomatischer, inhaltlich jedoch mit erkennbaren Parallelen. Auch er stellte zentrale Entscheidungen und Bewertungen im Umgang mit der Pandemie infrage.
Hierzu veröffentlichte die Die Welt ein entsprechendes Video mit Professor Stöhr, in dem er seine Analyse der RKI-Protokolle darlegt.
Die geschwärzten Dokumente ließen bereits im März 2024 vermuten, dass es niemals eine Pandemie gab. Dennoch wurde eine einer politischen Agenda folgende Coronadiktatur auf Basis einer Coronalüge aufgebaut.
Nachfolgend eine von vielen Reaktionen auf die (teilweise) Offenlegung der RKI-Files:
„… ich will Handschellen klicken hören. (…) Die Akten des Robert Koch-Instituts sagen eindeutig: Die Verschwörungstheorien sind reinste Realität und jetzt erwarte ich, dass doch endlich die Politik sagt nicht nur Aufklärung, sondern Schuldzuweisung – ohne dem hat das doch gar keinen Sinn – wir wollen jetzt wissen, wer ist schuld daran, dass das zur Ideologie wurde. Und jetzt kann ich Ihnen ganz klar sagen was mein Vorschlag ist: Lasst doch endlich aus den Gefängnissen die Leute raus, die da immer noch sitzen – Ärzte, Hebammen, Gesundheitspersonal, die falsche Impfausweise ausgestellt haben und sowas (…), lasst die frei, wir brauchen jetzt viel Platz für Politiker, für die Verantwortlichen (…) es bleibt mein Satz bestehen: Ich will Handschellen klicken hören – das Schlimmste ist, dass die Leute sich jetzt aus der Verantwortung stehlen…“
…weil sie kein Rückgrat, keine Ehre, kein Format besitzen! Es lohnt sich, das ganze 90 Minuten dauernde Interview mit Peter Hahne anzusehen, der Deutschland als moralisch verseuchtes Notstandsgebiet beschreibt.
Hätte in dem von „Unsere-Demokratie“-Lügnern gepriesenen Rechtsstaat nicht eigentlich die Staatsanwaltschaft die Räumlichkeiten des RKI und der damaligen Entscheidungsträger durchsuchen müssen? Hätten nicht Festplatten, Datenträger, Dokumente, Computer und sonstige Unterlagen beschlagnahmt werden müssen, um gegen all jene zu ermitteln, die die Arbeit des RKI sabotiert und die Empfehlungen von Experten ignoriert haben – um stattdessen ihr politisch motiviertes eigenes Süppchen zu kochen?
Hätten dann nicht Politiker und andere Verantwortliche festgenommen und vor Gericht gestellt werden müssen – so, wie es teilweise mit tatsächlich rechtsprechenden Richtern und tatsächlich helfenden Ärzten geschah?
Und hätte nicht auch zwingend hinterfragt werden müssen, warum das RKI seine eigenen Erkenntnisse nicht transparent öffentlich gemacht und die Bevölkerung entsprechend der tatsächlichen Datenlage informiert hat?
Wenn ich mir vor Augen führe, dass ausgerechnet Personen wie Nancy Faeser, damalige Bundesinnenministerin, öffentlich verkündeten: „…ich habe Compact verboten…“, während der Betreiber dieses Online-Magazins bei weitem weniger Dreck am Stecken hatte als die Entscheidungsträger der Corona-Zeit, wird mir regelrecht übel.
Rechtsstaat? Nein – eine Scharade, eine Farce.
Und dann sprechen genau solche Leute auch noch von „Delegitimierung des Staates“ und ähnlichem Unsinn, wenn Bürger den Staat kritisieren – oder ihn schlicht nicht mehr ernst nehmen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht, Frau Faeser!
Das Onlinemagazin Multipolar klagte nach der erfolgreichen Herausgabe der RKI-Files konsequent auch die Entschwärzung der Protokolle ein.
Zunächst zierte sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach noch mit der vollständigen Entschwärzung der Corona-Files. Doch am 28. März 2024 wurde der öffentliche Druck schließlich zu groß: Lauterbach kündigte maximale Transparenz durch eine weitgehende „Entschwärzung“ der Protokolle an – auch wenn dies, wie er meinte, einige Wochen in Anspruch nehmen könne.
Herausgabe der zum großen Teil entschwärzten RKI-Files am 30. Mai 2024
Ende Mai 2024 wurden der Öffentlichkeit schließlich die entschwärzten RKI-Protokolle zur Verfügung gestellt, die den Zeitraum von Januar 2020 bis April 2021 abdecken. Die restlichen Protokolle sollten nach entsprechender Prüfung ebenfalls veröffentlicht werden.
Die freigegebenen RKI-Files ließen keinen Zweifel mehr an der Willkür der Entscheidungsträger in der Corona-Zeit. Die Politik handelte vielfach bewusst gegen wissenschaftliche Empfehlungen – und das auf Kosten von Leib und Leben der Menschen, um eigene beziehungsweise eliteinstruierte Ziele durchzusetzen.
Den Bürgern wurde tagtäglich vermittelt, die Corona-Maßnahmen seien wissenschaftlich fundiert. Eine glatte Lüge! Wie sollte das auch der Fall gewesen sein, wenn das Bundesgesundheitsministerium, ein fachfremd agierendes Innenministerium, eine in medizinischen Fragen nicht qualifizierte Bundeskanzlerin sowie diverse Landesregierungen die Einschätzungen des RKI von Beginn an ignorierten?
Kritiker – Menschen mit fachlicher Expertise wie Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi – wurden diffamiert, diskreditiert und gezielt etikettiert: als Verschwörungstheoretiker, „Schwurbler“, „Covidioten“, Rechtsradikale, Antisemiten und Schlimmeres. Statt sich mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen, wurden sie ausgegrenzt und schikaniert.
Ein Blick in diese Protokolle offenbart eine Vielzahl brisanter Details, die das offizielle Narrativ der damaligen Corona-Politik in wesentlichen Punkten infrage stellen.
Frühe und berechtigte Bedenken des RKI – beispielsweise hinsichtlich des AstraZeneca COVID-19 Vakzins, insbesondere für ältere Menschen – wurden von der Politik ignoriert. Der Impfstoff wurde dennoch weiterhin empfohlen.
Darüber hinaus behandeln die Protokolle zentrale Fragen zur Wirksamkeit beziehungsweise Unwirksamkeit der Corona-Impfungen, mögliche Langzeitfolgen des Maskentragens – insbesondere bei Kindern – sowie erhebliche Defizite bei der Erfassung von Impfschäden und Nebenwirkungen.
Nachfolgend der Einführungstext des RKI aus den weitgehend ungeschwärzten RKI-Protokollen:
„Hinweise zu den COVID-19-Krisenstabsprotokollen des Robert Koch-Instituts
Aufgrund des öffentlichen Interesses am Inhalt der COVID-19-Krisenstabsprotokolle stellt das RKI diese weitestgehend ohne Schwärzungen zur Verfügung.
Während der COVID-19-Pandemie wurden im Zuge des RKI-internen Lage- bzw. Krisenmanagements Besprechungen durchgeführt, in denen die Lage bewertet und RKI-Aktivitäten koordiniert wurden. Zu diesen Treffen wurden Protokolle angefertigt. Als interne Arbeitsdokumente haben sie dazu gedient, den Informationsfluss und die Abstimmung innerhalb des RKI sicherzustellen.
Die Protokolle spiegeln den offenen wissenschaftlichen Diskurs wider, in dem verschiedene Perspektiven angesprochen und abgewogen werden. Die Bewertungen reflektieren den Stand des Wissens und auch der öffentlichen Debatte im Krisenstab zum jeweiligen Zeitpunkt. Einzelne Äußerungen im Rahmen solcher Diskussionen stellen nicht zwangsläufig eine abgestimmte Position des RKI dar und sind ohne Kenntnis der Zusammenhänge nicht immer verständlich. Kontext und Datengrundlagen werden nicht immer im Protokoll wiedergegeben, da diese den Teilnehmenden bekannt waren. Deshalb müssen die Protokolle immer in ihrem Kontext gesehen und interpretiert werden. Eine wichtige Quelle dafür sind die Tages- und Wochenberichte des RKI (weiterhin auf den RKI-Internetseiten zugänglich) und andere Veröffentlichungen.“
Machen Sie sich, werte Leserinnen und Leser, Ihren eigenen Reim auf diese einführenden Worte.
Ein/e Whistleblower/in lässt die gesamten ungeschwärzten Protokolle des RKI-Krisenstabes aus den Jahren 2020 bis 2023 freien Journalisten zukommen
Ein Whistleblower bzw. eine Whistleblowerin ließ die vollständigen, ungeschwärzten Protokolle des RKI-Krisenstabs aus den Jahren 2020 bis 2023 freien Journalisten zukommen.
Die mutige Quelle aus dem Robert Koch-Institut spielte der freien Journalistin Aya Velázquez Anfang Sommer 2024 die kompletten Unterlagen zu. Velázquez sichtete die unzensierten Protokolle gemeinsam mit dem freien Journalisten Bastian Barucker sowie dem Finanzwissenschaftler Stefan Homburg in wochenlanger Arbeit.
Die Ergebnisse präsentierten sie am 23. Juli bei einer Pressekonferenz im „Sprechsaal“ in Berlin-Mitte.
In den Protokollen finden sich bislang unbekannte und für die Bundesregierung höchst brisante Details – etwa zur Rolle von Christian Drosten und Jens Spahn, zu mRNA-Impfungen bei Kindern sowie zu der intern festgehaltenen „unerwarteten Gegenwehr aus der Bevölkerung“.
Aya Velázquez veröffentlichte am 23. Juli um vier Uhr morgens einen entsprechenden Beitrag auf der Plattform X:
„Wir beenden das Drama um die Schwärzungen der #RKIProtokolle an dieser Stelle. Hier kommt der komplette Datensatz aller Sitzungsprotokolle des @rki_de-Krisenstabs, von 2020 bis 2023, ungeschwärzt, inklusive 10 GB Zusatzmaterial:
Ein/e Whistleblower/in, ein/e ehemalige Mitarbeiter/in des Robert-Koch-Instituts, ist auf mich zugekommen und hat mir den Datensatz zugespielt. Einzelheiten zur Person unterliegen selbstverständlich dem Informantenschutz, aber so viel kann ich sagen: Die Person hat es aus Gewissensgründen getan. Für die Wahrheit, für eine vollumfängliche Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen – und nicht zuletzt für die Menschen in diesem Land.
Auch wenn das RKI in den letzten vier Jahren eine eher unrühmliche Rolle gespielt hat, indem es vor einer übergriffigen, grundrechtswidrigen Politik eingeknickt ist: Auch im RKI gab es in den letzten vier Jahren Menschen, die auf der Seite der Bürger standen, und mit dem Handeln ihrer Behörde, den widersprüchlichen Empfehlungen an die Politik, und dem Abnicken politischer Willkürentscheidungen nicht einverstanden waren. Der neue RKI-Leak ist daher auch als eine Handreichung, als eine Geste der Versöhnung zu verstehen: Zwischen Bürgern – über behördliche Grenzen, Firewalls und Mauern in den Köpfen hinweg.
Wir sollten uns daran erinnern, dass in vermeintlich gesichtslosen Behörden auch Menschen sitzen: Menschen, die ihren eigenen Kopf haben, die sich, ebenso wie wir, ihre Gedanken machen, und für uns alle eine bessere Zukunft wollen: Frei von Totalitarismus, politischer Bevormundung und der systematischen Verletzung körperlicher Selbstbestimmungsrechte.
Dieser Geist – unsere Verbundenheit als Bürger untereinander – ist uncancelbar. Die Mächtigen wissen das. Es ist das, wovor sie am meisten Angst haben. Die Achillesferse des aktuellen politischen Systems sind wir Menschen, denn jeder einzelne von uns hat Macht.
Vorsichtshalber haben wir die Protokolle neben der Seite https://rki-transparenzbericht.de auch auf diversen weiteren Hosting-Plattformen hochgeladen. Wenn ein Download-Link überlastet sein sollte – einfach die nächste Alternative ausprobieren:
Die Download-Alternativen zu den 10 GB Zusatzmaterial folgen in wenigen Stunden. Bis dahin bitte auf der Webseite zum Leak herunterladen.
Einige Mitstreiter und ich haben die Protokolle bereits gelesen. Man braucht für die Lektüre teilweise starke Nerven, aufgrund der darin enthaltenen, eklatanten Widersprüche. Die RKI-Protokolle beweisen: Unsere Corona-Politik basierte nicht auf rationalen, wissenschaftlichen Abwägungen. Zahlreiche politische Entscheidungen, wie etwa 2G, die einrichtungsbezogene und geplante allgemeine Impfpflicht, oder die Impfung von Kindern, waren rein politische Entscheidungen, für die das RKI als weisungsgebundene Behörde eine vermeintlich wissenschaftliche Legitimation lieferte. Wir werden erfahren, warum Christian Drosten trotz der vollmundigen Ankündigung in seinem Buch offenbar Bauchschmerzen damit hatte, seinen Namen in den Protokollen entschwärzen zu lassen – und wir werden daran erinnert, dass sich Jens Spahn schon vor der EMA- und STIKO-Empfehlung für eine großangelegte Kinder-Impfkampagne aussprach.
Wir werden erfahren, dass das RKI nicht widersprach, als die EMA und Pfizer die Phase-III Studien ausfallen lassen wollten, und die Impfung gleich breit an der gesamten Bevölkerung austesten – damit es mit der Notzulassung schneller geht. Und wir werden erfahren, dass sich das RKI leider trotz des Wissens um fehlenden Fremdschutz und schwerste Nebenwirkungen sowohl für die einrichtungsbezogene, als auch für die allgemeine Impfpflicht aussprach.
Heute Morgen um 10 Uhr werde ich zusammen mit einigen Mitstreitern, die mit mir zusammen in den letzten Wochen die RKI-Protokolle analysiert haben, eine Live-Pressekonferenz aus dem „Sprechsaal“ in Berlin-Mitte, Marienstr. 26, zum heutigen Leak geben. Die Pressekonferenz wird live auf X gestreamt:
Pressevertreter und interessierte Bürger sind dazu herzlich vor Ort eingeladen. Für Fragen zum neuen RKI-Leak stehe ich auch die nächsten Tage zur Verfügung. Ich verneige mich in tiefstem Respekt vor einer/m unfassbar mutigen und integren ehemaligen RKI- Mitarbeiter/in, dem/der wir den heutigen Tag zu verdanken haben. Mein tiefster Dank gilt ebenfalls dem Journalisten Paul Schreyer, der durch seinen beharrlichen Rechtsstreit um die RKI-Protokolle diesen Stein überhaupt erst ins Rollen gebracht hat. Sie beide haben diesem Land einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Des Weiteren möchte ich meinen Mitstreitern danken, die im Hintergrund die letzten Wochen passioniert mitgeholfen haben, den heutigen Leak in seinen vielen Dimensionen überhaupt erst möglich zu machen.
Mit dem vollständig entschwärzten Datensatz aller RKI-Krisenstab-Protokolle kann nun eine kompromisslose und ehrliche Aufarbeitung der Corona-Politik in Deutschland beginnen.
Am Ende siegt immer die Wahrheit. In diesem Sinne: Happy Digging!“
Danke an Aya Velázquez für ihre unschätzbar wertvolle Arbeit für das historische Gedächtnis der Menschheit – und insbesondere an den couragierten Whistleblower für das Zurverfügungstellen dieser Daten.
Leider hapert es nach wie vor an der Aufarbeitung. Das derzeitige Format – die Enquete-Kommission auf Bundesebene – trägt zum historischen Bewusstsein der Gesellschaft praktisch nichts bei.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Pressekonferenz am 23 Juli 2024
(hauptsächlich entnommen aus https://www.schwaebische.de/politik/corona-rki-files-protokolle-drosten-spahn-das-wollte-die-regierung-den-deutschen-verheimlichen-2726483
Schon vorab: Die größten Printmedien in Deutschland – darunter Bild, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Welt, Handelsblatt, Die Zeit, Rheinische Post, Stuttgarter Zeitung, Berliner Morgenpost, Neue Osnabrücker Zeitung, Der Spiegel, Focus und weitere – hielten es offenbar nicht für notwendig, auf dieser Pressekonferenz zu erscheinen und auf diese Jahrhundertlüge aufmerksam zu machen.
Auch suchte man vergeblich nach Mikrofonen von ARD („Allgemeines Rum Diskutieren“) und ZDF („Zentrum der Finsternis“), die bei Pressekonferenzen von Christian Drosten, Lothar Wieler, Jens Spahn und anderen fragwürdigen Entscheidern und Beratern regelmäßig präsent waren. Komisch, oder?
Damit haben sich die meisten der genannten Printmedien sowie die öffentlich-rechtlichen Sender einmal mehr als Propagandaorgane der Regierung erwiesen – anstatt ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen: einer objektiven und neutralen Meinungsbildung zu dienen.
Vor Ort vertreten waren hingegen die Berliner Zeitung sowie die Schwäbische Zeitung.
In der Schwäbische Zeitung wurden am 24. Juli im Artikel „Corona: Was die Regierung vor den Deutschen verheimlichte“ folgende brisante Punkte aus den Coronaprotokollen hervorgehoben:
„Impfen und Testen in Greiz sehr akzeptabel, im Saale-Orla-Kreis nicht, hier Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Bewohnende wegen Verweigerung nur zu 50% geimpft, überraschende Gegenwehr aus Bevölkerung.“ (Protokoll vom 07.05.2021)
„Normalerweise plant man 12-18 Monate ab Beginn Phase I. EMA und Pfizer überlegen, ob sie ggf. die Phase III Studien auslassen und direkt in eine breite Anwendung gehen, wenn das von den Regulatoren so entschieden wird, dann kann es schneller gehen als 12-18 Monate.“ (Protokoll vom 15.04.2020)
„Textentwurf Christian Drosten: Empfehlung für den Herbst, Darstellung der Ideen und Einschätzung (Folien hier). Kontext: Der Artikel ist vertraulich. Hr. Drosten hat zwischenzeitlich entschieden, das Papier nicht zu publizieren, da ungezielte Testung im Text als nicht sinnvoll betrachtet wird und dies dem Regierungshandeln widerspricht.“ (Protokoll vom 29.07.2020)
„Impfung von Kindern: Auch wenn (von) STIKO die Impfung für Kinder nicht empfohlen wird, BM Spahn plant trotzdem ein Impfprogramm.“ (Protokoll vom 19.05.2021)
„Es gibt keine Anzeichen, dass Impfungen an Ausscheidungen etwas ändern. (…) Die fachlichen Empfehlungen werden beibehalten, solange es keine anderslautende Anweisung vom BMG gibt.“ (Protokoll vom 12.10.2022)
„Pädiatrische Fachverbände stehen der Impfung von Kindern zurückhaltend gegenüber. Politik bereitet bereits Impfaktionen vor, damit die entsprechenden Jahrgänge zum Ferienende geimpft sind. Frage der Equity – in vielen Regionen der Welt fehlen Impfstoffe, hier werden Gruppen ohne/mit sehr geringem Risiko geimpft.“ (Protokoll vom 21.05.2021)
„Zurzeit ist auch eine Booster-Impfung von Kindern aus ministerieller Seite angedacht, obwohl dazu keine Empfehlung und teils keine Zulassung besteht.“ (Protokoll vom 15.12.2021)
„Sofern es ausreichend Evidenz gibt, z.B. empfiehlt die American Academy of Peds das generelle Maskentragen ab 2J (Face Masks (aap.org), sollte hier eine verschärftere Formulierung gefunden werden. (…) Das Tragen von Masken sollte auch bei niedrigen Inzidenzen ohne Einschränkung beibehalten werden und als Beibehaltung von Basismaßnahmen verstanden werden. Daher bitte Formulierung ‚nachschärfen‛.“ (Protokoll vom 02.07.2021)
„Die Testung sollte in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Wie kann dem politischen Wunsch nach verstärkter Testung entgegengekommen werden?“ (Protokoll vom 29.06.2020)
„Zielgruppenspezifische Kommunikation. Wer sollte insbesondere adressiert werden? Primär junge Menschen, diese verhalten sich anders. Es muss cool sein, sich impfen zu lassen.“ (Protokoll vom 14.07.2021)
„Zielgruppe jüngere Menschen & Impfung: Z.B. Influencer-Vaccination Challenge auf YouTube (…) Viele Aspekte des Themas könnten mit mehr Humor angegangen werden (z.B. Angst vor Impfnachwirkung thematisieren). Z.B. hat elhotzo bei seiner Impfung seine Impfreaktion thematisiert.“ (Protokoll vom 14.07.2021)
„BMG möchte vermutlich Ausnahmen für Geboosterte für 3 Monate. Geimpfte müssen irgendwelche Privilegien erhalten, dies muss in Einreiseregelung enthalten sein.“ (Protokoll vom 07.01.2022)
„Die STIKO- Empfehlung ist nicht immunologisch begründet, sondern dient dem Einsparen von Impfstoff.“ (Protokoll vom 10.05.2021)
„Am Donnerstag erfolgte vor Veröffentlichung der Aktualisierung des Kontaktnachverfolgungsmanagement- Papiers eine ministerielle Weisung zur Ergänzung. (…) Eine derartige Einflussnahme seitens des BMG in RKI-Dokumente ist ungewöhnlich. Die Weisungsbefugnis des Ministers bei technischen Dokumenten des RKI wird derzeit von L1 rechtlich geprüft. Aktuelle Einschätzung der RKI-Leitung ist, dass die Empfehlungen durch das RKI in der Rolle einer Bundesbehörde ausgesprochen werden, und einer ministeriellen Weisung zur Ergänzung dieser Empfehlung nachgekommen werden muss, da das BMG die Fachaufsicht über das RKI hat und sich als Institut nicht auf Freiheit der Wissenschaft berufen kann. Die wissenschaftliche Unabhängigkeit des RKI von der Politik ist insofern eingeschränkt.“ (Protokoll vom 10.09.2021)
Diese Fragmente aus den RKI-Files zeigen, dass die Entscheidungsträger in der Corona-Zeit in keiner Weise der Wissenschaft folgten, sondern ausschließlich ihrer politischen Agenda. Die Gesundheit der Bevölkerung spielte dabei offenbar keine Rolle.
Und genau diese Akteure sträuben sich bis heute gegen einen echten Corona-Untersuchungsausschuss und stellen sich stattdessen – wenn überhaupt – lediglich der Alibi-Veranstaltung einer Enquete-Kommission, einem zahnlosen Tiger. Schande über diese rückgratlosen Politiker!
Die Corona-Plandemie war eines der größten Verbrechen der letzten hundert Jahre – und die Verantwortlichen versuchen nun, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Wann klicken endlich die Handschellen, wie Peter Hahne es zu Recht forderte?
Christian Drosten blieb offenbar trotz besseren Wissens auf Regierungslinie. So viel zur viel beschworenen Freiheit der Wissenschaft. Entlasten Sie Ihr Gewissen, Herr Drosten, und sprechen Sie sich für einen echten Corona-Untersuchungsausschuss aus. Geben Sie in diesem Zusammenhang Ihr Bundesverdienstkreuz 1. Klasse zurück – Sie haben es nicht verdient!
Das Gleiche gilt selbstverständlich auch für andere verantwortliche Protagonisten der Corona-Zeit wie Alena Buyx, Vorsitzende des Deutscher Ethikrat von 2020 bis April 2024, oder Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Institut von 2015 bis 2023, die ebenfalls Auszeichnungen für das Aufrechterhalten der Corona-Lüge erhalten haben. Haben diese Personen keinerlei Gewissensbisse – gerade Sie, Frau Buyx, als ehemalige Vorsitzende eines „Ethik“-Rates?
Die Protokolle legen zudem nahe, dass der Bevölkerung Impfstoffe verabreicht wurden, die nicht ausreichend getestet waren – etwa durch ein mögliches Auslassen der Phase-III-Studien, in denen Wirksamkeit und Sicherheit an großen, unterschiedlichen Patientengruppen überprüft werden.
Ebenso zeigen die Protokolle, dass darüber nachgedacht wurde, wie insbesondere jüngere Menschen beeinflusst werden können. Diese Überlegungen und deren Umsetzung waren offenbar erfolgreich, wie die hohe Impfquote in Deutschland zeigt. Die Betroffenen tragen diese Stoffe nun dauerhaft in sich und müssen mit den möglichen Folgen leben.
Selbst wenn es irgendwann zu ernsthaften Corona-Untersuchungsausschüssen kommen sollte – woran ich mittlerweile zweifle –, wird das begangene Unrecht niemals vollständig aufgearbeitet werden. Das Böse, das kein Gewissen kennt, weiß sich zu schützen. Die Schuld, die Entscheidungsträger sowie ihre wissenschaftlichen und medialen Unterstützer auf sich geladen haben, wird sich nicht tilgen lassen.
Fast schon zynisch wirkt vor diesem Hintergrund die Formulierung „überraschende Gegenwehr aus der Bevölkerung“. Offenbar hatten die verdummenden Einfluss- und Steuerungsversuche von Politik und Medien noch nicht den gewünschten Erfolg erzielt.
Als besonders gravierend ist die Impfung von Kindern zu sehen, die trotz bestehender Vorbehalte und ohne entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorangetrieben wurde. Ist diesen Politikern nichts mehr heilig? Haben sie nicht selbst Kinder? Haben sie diese impfen lassen?
Auch die Passage „Geimpfte müssen irgendwelche Privilegien erhalten…“ deutet auf eine gezielte Spaltung der Gesellschaft in „Gut“ und „Böse“ hin – mit erheblichen Folgen, insbesondere für Ungeimpfte, gegen die sich im Verlauf der Coronaplandemie offene gesellschaftliche Ablehnung entwickelte.
Selbst nach der Veröffentlichung der vollständigen RKI-Protokolle sind keine ernsthaften Schritte in Richtung einer echten Aufarbeitung oder strafrechtlichen Verfolgung durch die Judikative erkennbar. Die Enquete-Kommission bleibt eine Lachnummer.
Die Demokratie – oder das, was von ihr noch übrig ist – hat sich endgültig aus Deutschland verabschiedet, sollte dieses Jahrhundertverbrechen nicht konsequent und ernsthaft aufgearbeitet werden.
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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher „Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
Von den 33 Punkten, die die Rentenkommission der Bundesregierung als “Empfehlungen” vortrug, sorgten einige für hitzige Debatten in der Öffentlichkeit. Einige davon sowie die wichtigsten Aspekte hierzu sollen in diesem Beitrag kommentiert werden. Eine zentrale These lautet, die Leute werden immer älter und es gebe immer weniger Beitragszahler. Die Behauptung hinsichtlich der Beitragszahler war bisher – statistisch klar widerlegt – falscher als falsch:
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm etwa seit dem Jahr 2000 von 27,8 Millionen um über 7 Millionen auf 34,9 Millionen zu. Soll man jemandem glauben, der die Leier der „immer weniger Beitragszahler“ spielt und für die Zukunft das Gegenteil behauptet? „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“, wer unentwegt lügt ist ein Scharlatan. Wird den zugewanderten Ausländern mit ihren vielen Kindern unterstellt, dass sie nicht arbeiten und keine Rentenversicherung zahlen werden?
Die These, man müsse das Rentenalter der steigenden Lebenserwartung anpassen, unterstellt, dass dies bisher versäumt wurde. Das Gegenteil ist richtig, denn die Regelaltersgrenze wurde ab dem Jahr 2012 stärker angehoben als das Sterbealter zunahm. Für die Rentenversicherung ist nicht die Lebenserwartung ab Geburt, sondern die „weitere Lebenserwartung“ ab dem Alter 65 maßgebend, weil vorher gar keine Altersrenten gezahlt werden, oder nur mit Abschlägen. Aber: seit dem Jahr 2021 stagniert das Sterbealter nahezu (auch die noch weiter gesunkene Geburtenrate seit Corona ist ein Rätsel).
Die Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung wurde durch das sogenannte „Rente mit 67“-Gesetz wegen der steigenden Lebenserwartung schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Die Anhebung begann 2012 für den Jahrgang 1947 und ist mit dem Jahrgang 1964 abgeschlossen. Zunächst stieg die Altersgrenze um einen Monat je Jahrgang, ab dem Jahrgang 1959 sogar um zwei Monate je Jahrgang. Für alle ab 1964 Geborenen gilt schon die Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Und diese Rentenaltersgrenze soll jetzt noch weiter angehoben werden?
Immerhin soll das Rentenalter nun über 10 Jahre hinweg nur noch um ein halbes Jahr steigen, also alle zwei Jahre um einen Monat. Diese Anhebung ist moderater als die bisherigen und wohl ein Eingeständnis, dass die Menschen nicht mehr in dem Maße wie früher älter werden. Aber Erhöhung ist Erhöhung – obwohl im europäischen Ausland mit nur zwei Ausnahmen weniger lang gearbeitet wird als in Deutschland. Haben die selbstherrlichen Rentenreformer die Jungen gefragt, wie lange sie einmal arbeiten wollen? Die aktuelle Yougov-Umfrage wurde vom “VersicherungsJournal” zusammengefasst und ist unbedingt anschauenswert.
Erst zum Bestatter vor der Rente?
Ein Ergebnis der Umfrage deutet auf einen deutlichen Kontrast zwischen Erwartung und Wunsch hin: Die 18 bis 35-Jährigen rechnen im Durchschnitt damit, erst mit 69 Jahren ab-schlagsfrei in Rente gehen zu dürfen. Würden sie frei entscheiden können, läge ihr gewünschtes Renteneintrittsalter hingegen bei durchschnittlich nur 60 Jahren. Will die Politik wirklich über die Köpfe der Jungen hinweg heute entscheiden, wie lange diese einmal zu arbeiten haben? Befürchten die heutigen Machthaber nicht, dass die nächste Generation eher die Flucht ins Ausland antritt, als sich durch Arbeit vernichten zu lassen? Wie das gehen soll, später berufstätig zu sein und früher aufhören zu wollen, ist in 20 oder 30 Jahren deren Sache, nicht die unsere.
Sogar die „Rente für besonders langjährig Versicherte“ soll abgeschafft werden, die bis zum heutigen Tag unter dem falschen Etikett „Rente mit 63“ verkauft wird, von der Politik herauf bis zu den Medien hinunter. Aber es gibt keine Rente mit 63 mehr, selbst nach 45 Beitragsjahren nicht. Die Idee, statt dem Lebensalter die Beitragsdauer über den Rentenzugang entscheiden zu lassen, wurde offensichtlich verworfen. Von denselben Herrschaften, die wahrscheinlich erst mit 30 etwas Produktives (wenn man das Politikerleben überhaupt so bezeichnen will) zu tun begannen und keine 45 Arbeitsjahre erreichen würden – und weil sie von den besonders langjährigen Beiträgen selbst keinen Nutzen hätten, soll diese Rente für Normalsterbliche gestrichen werden. Als Ersatz für die Arbeit bis ins hohe Alter ist eine Regelung angedacht, damit jene ausgenommen werden, die nicht bis zum bitteren Ende malochen können. Doch für diesen Fall gibt es ja schon jetzt die Erwerbsminderungsrente. Sollen dann alle körperlich Angeschlagenen vorher den Arzt oder Bestatter aufsuchen müssen, um vor 70 den Hut nehmen zu dürfen?
Der flexible Renteneintritt unter Hinnahme von Rentenabschlägen scheint der Vergangenheit anzugehören. Wäre es jedoch nicht vernünftiger, die Abschläge vernünftiger festzusetzen?! Denn diese stimmen versicherungsmathematisch nicht. Gehen wir von 20 Rentenbezugsjahren aus, also von 240 Monaten, dann wäre der korrekte Abschlag 0,417 Prozent (1/240). Jedoch werden pro Monat vorzeitigen Rentenbezug nur 0,3 Prozent abgezogen, wodurch die gesamte Rentensumme trotz des Abschlags höher ist, als wenn bis zur regulären Altersgrenze ohne Abschläge gearbeitet wird. Dass die 0,3 Prozent nicht stimmen können, müsste selbst den Laienrechnern der Kommission vermittelbar sein, weil der Zuschlag für jeden Monat des Weiterarbeitens über die Altersgrenze hinaus bisher mit 0,5 Prozent Rentenerhöhung vergoldet wird. Warum wird der Abschlag nicht auf 0,4 Prozent geändert und damit weiterhin ein flexibler Rentenbeginn ermöglicht?
Kneifen bei den Beamten
“Der Rentenbeitrag wird sinken” erzählt Kanzler Merz; tatsächlich wird er aber von 18,6 Prozent mit dem zweiprozentigen Kapitaldeckungsbeitrag auf 20,6 Prozent angehoben. Das sind mehr als er schon einmal mit 20,3 Prozent war, aber für die Beschäftigten immerhin weniger als der hälftige Arbeitnehmerbeitrag von 9,3 Prozent plus 4 Prozent Riester-Sparen. Ob die Hoffnung auf eine bessere Kapitalrendite aufgeht, muss sich erst noch zeigen. Dass „Geld arbeitet“ ist ein weit verbreitetes Märchen. Sowohl umlagefinanzierte Renten als auch Erträge aus Kapitalrentenfonds, müssen letztlich aus dem gleichen Bruttoinlandsprodukt aufgebracht werden. Und die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung zeigt, dass die Basis für die Umlagefinanzierung – der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen – zugenommen hat, während der Anteil aller anderen Einkommen abgenommen hat.
Nach der Wende 1991 betrugen die Arbeitnehmereinkommen noch das 2,34-fache der Vermögenseinkommen; bis 2025 stieg deren Anteil auf das 3,06-fache. Umgekehrt sanken die Vermögenseinkommen, in denen Dividenden und Zinsen enthalten sind. Wie wird das weitergehen? Wie gerissen unser Pinocchio-Kanzler ist, zeigte sich am Freitag, als er sagte: „Ich habe mich geärgert, dass ich nicht selbst darauf gekommen bin“ – gemeint ist die verpflichtende Kapitalrente, heuchelt der Ex-BlackRocker.
Kommen wir zu den nicht beitragsgedeckten Leistungen. Solche Leistungen ohne Beitragsbezug sollen fortan transparenter als „Bundesanteil“ ausgewiesen und künftig stärker durch Steuermittel finanziert werden, lautet der Punkt 17 von 33. Würde das wirklich getan, könnte man sich die Einschnitte bei der Rentenversicherung gänzlich sparen. Man wird sehen, was daraus wird. „Die Kommission sieht eine Erwerbstätigenversicherung, in die neben abhängig Beschäftigten auch Selbständige, Beamte, Abgeordnete und Vorstände von Aktiengesellschaften einbezogen sind, als Idealbild der Alterssicherung an“, so der Kommissionsbericht. Doch ausgerechnet bei den Beamten kniff die Kommission – und die Politik wohl noch mehr; das mit den Beamten sei nunmal “so schwierig”, heißt es aus der Koalition. Der Autor zeigte bereits im Januar 2026, wie es gehen könnte, wenn man nur wollte.
Der “Auftragsmord“ an den Minijobs
Auch geringfügig Beschäftige mit Minijobs sollen den Kommissionsplänen zufolge in die Gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden; ihr steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Sonderstatus soll abgeschafft, die bisherige Rentenarmutsfalle soll geschlossen werden. Ausnahmen sollten nur noch für Schülerinnen und Schüler vorgesehen werden. „In der Folge erübrigt sich auch die gesonderte Berechnung der beitragspflichtigen Einnahmen im sog. Übergangsbereich (Midijobs)“, schreibt die Kommission wörtlich.
Dieser Punkt stößt absehbar auf den heftigsten Widerstand. Arbeitgeber bestimmter Branchen jammern schon, obwohl ihre Lohnnebenkosten für diese „Billigjobs“ (?) zwischen 32 und 33 Prozent liegen. Im Normalfall sind es 21 Prozent, in Privathaushalten nur 14,6 Prozent. Es sind eigentlich die Beschäftigten, welche diese Jobs „Brutto für Netto“ wollen – am liebsten „bar auf die Tatze“. Wenn es der Kommission tatsächlich um die Rentenversicherung ginge, könnte einfach das Recht auf die bisher mögliche Befreiung auf Antrag gestrichen werden. Wer wohl hinter diesem geplanten „Auftragsmord“ an den Minijobs steckt…?
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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.
es geht nicht um die Frage, ob sich klimatische Verhältnisse mit der Zeit ändern. Das ist dokumentiert. Diese Veränderungen hatten und haben vielfältige, zeitgleiche Ursachen.
Es geht im Folgenden ausschließlich um die Interpretation.
Wie war das? Wenn man zu kaltes und regnerisches Wetter für einen Monat als Beweis für den CO2-„Klimaschwindel“ benennt, wird man belehrt, dies sei „Wetter“ und kein Klima. Aber jeder Tag einer Hitzeperiode wird als „Erdverbrennung“ bezeichnet, ein Beweis für den menschengemachten CO2-Klimawandel.
Hier „liegen“ argumentativ-kombinatorisch beide „Lager falsch“.
Insgesamt ein exemplarisches, „extrem langes, extrem heißes, extrem trockenes“, historisches ABER zur dokumentierten Sachlage, zur Selbstanalyse: Das Jahr 1540, 11 Monate (!!!) fiel damals so gut wie kein Regen. Unzählige Waldgebiete in Europa gingen in Flammen auf, beißender Rauch trübte das Sonnenlicht, im ganzen Sommer 1540 wurde kein einziges Gewitter registriert. Schon im Mai wurde das Wasser knapp, Brunnen und Quellen fielen trocken, die Mühlen standen still, die Leute hungerten, das Vieh wurde notgeschlachtet. In Europa starben in jenem Jahr schätzungsweise eine Million Menschen. Mit CO2 in der Atmosphäre als Auslöser hatte das 1540 nichts zu tun.
Hand aufs Herz: Heute würden schon bei nicht einmal annähernd vergleichbaren Wetterbedingungen viele komplett durchdrehen; es käme zu drastischen Regierungs-Maßnahmen, die nahezu jegliche CO2-Emissionen verbieten würden, zu Hitzelockdowns und wohl auch Einsatz des Militärs. Mehr noch: Die Anhänger des Dogmas vom signifikant von Menschen verursachten CO2-bedingten globalen Klimawandels würden mitunter Selbstjustiz an den “Klimasündern” verüben, Meinungsabweichler würden unter Androhung drakonischer Strafen endgültig zum Schweigen gebracht.
Heutige Tatsachen sind: Der aktuelle Bevölkerungs-Zeitgeist trägt nach wie vor extreme (pseudo-)religiöse, metaphysische Züge…
Das hysterische, getriggerte Denken, Wünschen und Handeln der gelenkten Massen ist nichts (wirklich) Neues: Der Psychologe Solomon Asch wies mit seinen Versuchen nach: „Für die meisten Menschen hat die Anpassung an das, was andere sagen und tun – egal wie objektiv falsch oder absurd es ist – Vorrang vor der Anpassung an die Realität und der Entdeckung der Wahrheit.“ Theodor Fontane: “Das Sensationelle gilt und nur einem strömt die Menge noch begeisterter zu – dem baren Unsinn.”
Eine Pflichtlektüre ist »Psychologie der Massen« von Gustave Le Bon.
These, wer Solomon Asch’s Versuche, die Versuchs-Ergebnisse nicht kennt und Le Bon nicht gelesen hat, sollte, mangels psychologischer Bildung, von Bewertungen ausgeschlossen werden. Das betrifft das Gros der deutschen Bevölkerung.
Wie nachfolgend gezeigt wird, sollten auch alle, argumentativ-logisch begründet, ausgeschlossen werden, die nicht ergebnisoffen sind und nur über rudimentäre mathematisch-analytische Fähigkeiten verfügen. Auch das betrifft die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung.
Gängiges Narrativ zum postuliert menschengemachten Klimawandel ohne wissenschaftliche Grundlage
Die Ergebnisse zeigen, dass die in »IPCC Sachstandsbericht 6« häufig zitierte Zahl, wonach die Erde Energie mit einer Rate von 0,7 ± 0,2 Watt pro Quadratmeter akkumuliert, eine tatsächliche Unsicherheit aufweist, die etwa zehnmal größer ist als vom IPCC angegeben, wodurch der zentrale Wert „statistisch nicht von Null zu unterscheiden“ ist.
…„Der Öffentlichkeit wurde gesagt, dass sich die Ozeane ‚erwärmen‘ und über 90 % der ‚überschüssigen‘ Wärme des Planeten absorbieren“, erklärte Cohler. „Als wir jedoch untersuchten, wie diese Zahlen tatsächlich berechnet werden, stellten wir fest, dass es sich eher um Berechnungsartefakte als um Messungen der tatsächlichen physikalischen Energie handelt, was den gesamten Prozess zu einem Kategorienfehler macht.“…
März/April 2026
44 IPCC-Autoren haben das extreme RCP-8.5-Szenario als „unplausibel“ verworfen, was die Grundlage des kritisierten Klima-Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) von 2021 angreift. Das Gericht ging von einer globalen Erwärmung von über 3 Grad Celsius bis 2100 als wahrscheinlich aus, stützte sich dabei auf IPCC-Berichte, die dieses Szenario enthielten, und betrachtete den Weltklimarat als „zuverlässige Zusammenfassung“.
Neue IPCC-Szenarien und Prognosen
Die 44 Autoren unter Federführung von Prof. Detlef van Vuuren stellten am 7. April 2026 fest, dass Temperaturerhöhungen bis zu 5 Grad Celsius bis 2100 nicht mehr plausibel sind. Stattdessen wird das mittlere Szenario als wahrscheinlichstes angesehen, das von einer weiteren Erwärmung um ca. 1,1 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 ausgeht. Das neue hohe Emissionsszenario wird von den Autoren ebenfalls als unwahrscheinlich bezeichnet, da es eine Bevölkerungsexplosion auf 14,5 Milliarden Menschen und einen weiteren Anstieg der Emissionen um 30 Prozent voraussetzt.
Mai 2026
Forschungen des US National Science Foundation, National Center for Atmospheric Research zeigen, dass die biologische Produktivität des Südlichen Ozeans im Sommer deutlich höher ist als viele frühere Schätzungen vorhersagten. Diese neuen Erkenntnisse könnten für die Wissenschaft weitreichende Folgen haben.
Der Südliche Ozean ist zentral für die Regulierung des globalen Klimas. Seine Zirkulation bestimmt, wie Wärme aufgenommen und umverteilt wird, und steuert die Versorgung und Verteilung der Nährstoffe. Zudem ist sie auch entscheidend für die Bildung von Tiefwassermassen, die Kohlenstoff über Jahrhunderte speichern.
Eine in 2025 veröffentlichte Studie der Queen’s University of Belfast für den Zeitraum von 1899 bis 2024 ergibt, als zentrale Aussage, Folgendes:
…“eine direkte Untersuchung der öffentlich zugänglichen täglichen Temperaturdaten von Wetterstationen stimmt nicht mit der Vorstellung überein, dass CO2 der Haupttreiber der globalen Erwärmung ist. Wäre dies der Fall, würden Perioden mit höheren CO2-Emissionen eine schnellere Erwärmung aufweisen als Perioden mit niedrigeren Emissionen. Im Gegensatz dazu kommt diese Studie zu dem Ergebnis, dass es in einigen jüngeren Zeiträumen trotz starker CO2-Emissionsanstiege zu einer globalen Abkühlung gekommen ist. Darüber hinaus war der langfristige Temperaturanstieg in früheren Zeiträumen, in denen die CO2-Emissionen im Vergleich zu den heutigen Werten moderat waren, steiler.“…
…“a direct examination of publicly available daily temperature data from weather stations does not align with the notion that CO2 is the primary driver of global warming. If this were the case, periods with higher CO2 emissions would exhibit a faster rate of warming than periods with lower emissions. In contrast, this study finds that some recent periods have witnessed global cooling despite sharp increases in CO2 emissions. Furthermore, the long-term temperature rise was steeper in earlier periods when CO2 emissions were modest compared to current levels.“
Verschwiegen, relativiert und ignoriert, Beispiele,
Januar 2025
In Norwegen lähmt eine extreme Kältewelle das öffentliche Leben teilweise komplett. Im Norden des Landes wurde stellenweise Frost von bis fast –40 Grad gemessen. Wegen der extremen Bedingungen wurde der Verkehr mehrerer Züge eingestellt. Am kältesten war es in der Ortschaft Karasjok, nahe der finnischen Grenze. Dort fiel das Thermometer auf −39,5 Grad. Der Bahnverkehr zwischen der Küstenstadt Narvik und Gällivare wurde gleich ganz eingestellt.
Extreme Kälte und Schneesturm
Auch in Schweden herrschen extreme Temperaturen. Im nordschwedischen Gielas wurde ebenfalls ein Tiefstwert von –38,4 Grad gemessen. Zudem sorgt Schneesturm Anna fast im gesamten Land für viel Niederschlag.
Die USA waren im Winter 2024/2025 von mehreren massiven Polarwirbel-Ausbrüchen betroffen, die zu extremen Kältereichen und lebensgefährlichen Bedingungen führten.
Januar 2025: Ein starker Kälteeinbruch brachte Temperaturen bis zu -40 °C im Mittleren Westen und Nordosten. Besonders betroffen waren Bundesstaaten wie Minnesota, Illinois und New York, wo es zu Schneestürmen und massiven Stromausfällen kam.
Februar 2025: Eine erneute Welle arktischer Luft führte zu noch extremeren Werten, mit gefühlten Temperaturen von bis zu -55 °C in Montana und North Dakota. Der Schneesturm Kingston sorgte für chaotische Zustände, während die Kälte sogar bis an die Golfküste von Texas und Louisiana reichte.
Das großeBild
Übergeordnet
Nachfolgendes Argument ist zwingend, die innere Logik ist einfach zu verstehen…
Wenn man die Prämisse akzeptiert („Mensch beeinflusst Klima signifikant“), dann ist folgende Schlussfolgerung mathematisch und logisch unangreifbar:
Jeder Mensch hat einen ökologischen Fußabdruck (Nahrung, Energie, Konsum).
Die Bevölkerung wächst (von 1 Mrd. um 1800 auf 8 Mrd. heute, Richtung 9-10 Mrd. 2050).
Jede Einsparung pro Kopf wird durch zusätzliche Köpfe überkompensiert, solange das Wachstum anhält.
Die effektivste Maßnahme ist daher die Reduktion der Anzahl der Köpfe.
Die beiden genannten Studien↓ belegen das:
Studie
Kernaussage
Wynes & Nicholas (2017)
Die wirksamsten individuellen Klimaschutz-Maßnahmen werden systematisch nicht kommuniziert.
Murtaugh & Schlax (2009)
Ein Kind in den USA hinterlässt einen CO₂-Fußabdruck, der 20-mal größer ist als alles, was ein Mensch durch Verzicht einsparen kann.
Rational betrachtet: Wer das Klima „retten“ will und den Menschen als Verursacher sieht, muss beim Menschen ansetzen – nicht beim Pro-Kopf-Verbrauch, sondern bei der Anzahl der Menschen.
Die Umsetzbarkeit: Warum das Argument ignoriert wird
Die Maßnahme „Bevölkerung reduzieren“…
Problem
Erklärung
Politisch tabu
Eingriff in Fortpflanzung ist menschenrechtlich höchst problematisch. Keine Partei kann „weniger Kinder“ fordern, ohne als inhuman zu gelten.
Kulturell-religiös unmöglich
In den Regionen mit höchstem Wachstum (Afrika, Teile Asiens) sind Kinderreichtum und religiöse Gebote zentral.
Ökonomisch unerwünscht
Wirtschaftssysteme basieren auf Wachstum – auch Bevölkerungswachstum. Eine schrumpfende Bevölkerung bedeutet schrumpfende Märkte, Fachkräftemangel, Rentenprobleme.
Ethisch heikel
Wer soll weniger Kinder bekommen? Der Westen hat bereits niedrige Geburtenraten. Die Forderung müsste an die ärmsten Regionen gehen – das ist postkolonialer Sprengstoff.
Langfristig träge
Selbst wenn heute alle Frauen nur noch 2 Kinder bekämen, würde die Bevölkerung aufgrund der Altersstruktur noch Jahrzehnte wachsen.
→Die Glaubwürdigkeitsfrage
Die „Klimabewegung“ hat keine Glaubwürdigkeit, weil sie diesen Punkt unerwähnt lässt.
Wenn man jahrelang „CO₂ sparen“ predigt, aber die Bevölkerungsfrage ausklammert, liegt der Verdacht sehr nahe, dass es nicht um Wissenschaft handelt, sondern es um Lebensstilpolitik geht – also um die Frage, wie wir im Westen leben, nicht um die globale Bilanz.
Rationale Bewertung
frei von Tabus und politischer Korrektheit:
Die Logik ist wasserdicht.
Die Evidenz ist klar.
Die Ignoranz ist auffällig.
Die Glaubwürdigkeit der Klimabewegung ist nicht gegeben.
Die einzig rationale Antwort auf die Frage „Wie ist das rational zu bewerten?“ lautet daher:
Innerhalb des Denkmodells „Mensch verursacht Klimawandel“ ist die Fokussierung auf Pro-Kopf-Emissionen bei gleichzeitigem Ignorieren der Bevölkerungszahl ergebnisorientiert – plakativ formuliert – falsch. Eine rationale Klimapolitik müsste die Bevölkerungsfrage ins Zentrum stellen – oder zugeben, dass es ihr nicht um Klima, sondern um Lebensstil geht.
„Die Theorie bestimmt, was gemessen werden soll„
Das ist der heikelste Punkt. Wenn die Theorie vorgibt, welche Messungen relevant sind, dann wird die Theorie durch die Messungen nicht mehr geprüft – sie wird nur noch bestätigt.
Argumentation:
Die Theorie sagt: CO₂ ist der Treiber.
Also misst man CO₂.
Man findet einen Anstieg.
Man schließt: Die Theorie ist bestätigt.
Was man nicht misst (Sonnenaktivität, Ozeanzyklen, kosmische Strahlung, Vulkanismus,…), kann die Theorie nicht widerlegen.
Heinz von Foerster: „Objektivität ist die Wahnvorstellung, Beobachtungen könnten ohne Beobachter gemacht werden.“
Jede Messung ist eine Interaktion zwischen Beobachter und Natur. Der Beobachter entscheidet:
Was wird gemessen?
Wie wird gemessen?
Wie werden die Daten interpretiert?
Welche Daten werden verworfen?
Eisbohrkerne sind ein perfektes Beispiel. Sie sind nicht „die Wahrheit“. Sie sind das Ergebnis tausender Entscheidungen von Beobachtern.
Es gab keine direkten CO₂-Messungen in den letzten Jahrhunderten. Die Daten, die als „vorindustrielle CO₂-Werte“ präsentiert werden, sind keine Messungen im heutigen Sinne, sondern Rekonstruktionen mit Modellen und Annahmen.
Hier die Methodik und ihre Tücken:
Methode
Was sie vorgibt zu messen
Das ungelöste Problem
Eisbohrkerne[1]
In Luftblasen eingeschlossenes CO₂ aus vergangener Atmosphäre
Die Luft ist jünger als das umgebende Eis. Die Diffusion durch den Firn (die poröse Schneeschicht) dauert 10-30 Jahre und vermischt die Gase . Ein „Jahr-1000-Wert“ ist also ein Gemisch aus mehreren Jahrzehnten.
Chemische Nassmessungen (19. Jh.)
Direkte Absorption von CO₂ in Lösungen
Die Messungen ergaben Werte zwischen 290 und 420 ppm . Die Spannbreite ist größer als der gesamte Anstieg, den wir heute diskutieren. Welcher Wert ist der „richtige“?
Rekonstruktion aus Proxy-Daten
Indirekte Ableitung aus anderen Messgrößen
Jede Umrechnung von Proxy (z.B. Isotopenverhältnisse) in CO₂-Konzentration setzt ein Modell voraus – und damit Annahmen.
Der gesamte Prozess der Wissensgewinnung über vergangenes CO₂ ist theorieinduziert:
Probenentnahme: Wo bohrt man? Warum dort? Welche Theorie der Repräsentativität steckt dahinter?
Altersbestimmung: Wie weiß man, wie alt das Eis ist? (Schichtzählung, Modelle der Eisdynamik, Datierungsmarker)
Gasextraktion: Wie bekommt man die Luft aus den Blasen, ohne sie zu verändern?
Messung: Welches Messverfahren? Mit welcher Kalibrierung?
Interpretation: Was bedeutet der gemessene Wert für die globale Atmosphäre?
Jeder dieser Schritte setzt Theorien voraus. Ohne diese Theorien gibt es keine Daten – nur Eis.
Ein entscheidender Punkt: Die unbeantwortete Frage
…da es keine CO2-Messungen in den letzten Jahrhunderten gab, ist doch völlig ungeklärt, ob es ähnliche Schwankungen vor 100, 200, 500, 1000, 2000 etc Jahren bereits gab.“
Das ist logisch zwingend. Wenn wir keine kontinuierlichen, direkten Messungen haben, können wir nicht sagen, dass der heutige Wert „einzigartig“ ist. Darüber hinaus wissen wir aus der Erdgeschichte, dass es auch ohne Menschen Eiszeiten, freie Pole und Heißzeiten gab.
Und seit es Menschen gibt… Wie war das noch mal mit dem grünen Grönland? Wie war das noch mal mit dem Weinanbau in England und sogar im südlichen Schottland(800–1300)? Die Region war schon während des Römischen Klimaoptimums (ca. 200 v. Chr. bis 200 n. Chr.) wärmer als heute, was zu einer Blüte der Landwirtschaft und der Ausbreitung wärmeliebender Pflanzen wie Olivenbäume und Weinreben führte.
Es gibt zahlreiche weitere, gut dokumentierte menschliche Warmzeiten, diese werden kategorisch – in Analogie und Ausprägung – von der »Klimasekte« verschwiegen oder argumentationslos relativiert. Die eigentlichen, primär publizierenden »Wahrheitsleugner« zum Thema Klimaveränderungen sind nachweislich die Protagonisten der etablierten Massen-Medien. Denn diese haben die Pflicht ergebnisoffen und historisch ehrlich zu berichten. Dies geschieht nicht. Und politisch insbesondere Vertreter der »Grünen«, auch das ist faktisch belegt.
…exemplarisch: Zitat der „Grünen“ Luisa Neugebauer im September 2024 auf Instagram
„In Tirol steht kein einziges Windrad. Das heißt in der Konsequenz, man ist hier abhängig von Gas von Putin oder importiertem Kohle-Strom. Kacke! Also reden alle über Windkraft […] und es gibt eine Sache, die ich gar nicht am Schirm hatte: Und das ist, wie fucking effizient Windräder sind.“
Tatsachen sind jedoch: Das gebirgige Tirol ist topographisch begünstigt und kann sich mit Wasserkraft selbst versorgen. In manchen Jahren produziert man davon gar so viel, dass man Strom exportieren kann. Der Landes-Energieversorger „Tiroler Wasserkraft“ verkaufte im Vorjahr einen Strom-Mix, der zu 95% aus Wasserkraft gewonnen wurde. Weitere 2,88% kamen aus der von Neubauer so angepriesenen Windkraft, 1,8% aus Solarenergie und 0,3% aus anderen erneuerbaren Energieträgern. Die Erneuerbaren-Quote betrug somit 100%. Quelle
Die unbequemen* Fakten
*aus Sicht der Eindimensionalen
Beispiel, Supervulkanausbrüche: massive natürliche CO₂-Quellen … Ein einziger großer Vulkanausbruch kann lokal und temporär die CO₂-Konzentration massiv verändern. Wie diese Ereignisse in den Eisbohrkernen „verschwinden“ oder „gemittelt“ werden, ist eine Frage der Modellierung.
Die Beck-Kontroverse: Der Biologielehrer E.G. Beck hat historische Messungen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zusammengetragen und daraus Schwankungen von bis zu 100 ppm innerhalb weniger Jahrzehnte abgeleitet. Die Klima-„Wissenschaft“ lehnt diese Arbeit ab.
Die eigentliche Pointe
Der „Fehler“ ist also nicht in den Daten. Der Fehler ist, dass diese Daten im öffentlichen Diskurs mehrheitlich systematisch ignoriert, relativiert oder umgedeutet werden, während gleichzeitig ein Narrativ propagiert wird, das bei genauer Detailsicht historisch nicht standhält.
Die Klimawissenschaft ist heute, was die Phlogiston-Theorie im 18. Jahrhundert war: ein geschlossenes Denksystem, das Zweifel nicht zulässt, Abweichler ausgrenzt, und dessen Gläubige nicht merken, dass sie in einem Modell gefangen sind.
Es werde Licht, extrem sonnige Grüße
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