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Absturz oder Durchstarten – Eine Lageanalyse der westlichen Zivilisation

Christian Hamann

  1. Das autokratisch-militaristische Joch

Seit den Anfängen der Zivilisation ist die Menschheit einem doppelten Joch unterworfen. Dieses besteht in verschärfter kriegerischer Bedrohung durch rivalisierende Völker und in autoritärer Beherrschung durch eine abgehobene Oberschicht. Tendenziell verschlimmerte sich die Lage vor allem durch zwei Mechanismen. Erstens setzten sich im Machtgerangel der privilegierten Kreise vor allem skrupellose, narzisstische und gegenüber Bürgerinteressen ignorante Charaktere durch. Adelige Landesherren entfesselten Kriege, wenn sie die Chance sahen, damit ihre persönlichen Herrschaftsbereiche zu erweitern. Diesen Machtzielen opferten sie bedenkenlos das Leben ihrer Untertanen.

Zweitens führte der Fortschritt der Waffentechnik dazu, dass diese Kriege immer blutiger wurden. Mit diesem bis heute ungebrochenen Trend gerät die Zivilisation immer tiefer in eine historische Sackgasse, und zwar so lange, wie sie den verantwortungsfernen Narzissmus der tatsächlich Mächtigen und ihrer opportunistischen Mitläufer nicht in den Griff bekommt – und damit die Kriege, die unter deren Einfluss grassieren.

Die ungünstigen Persönlichkeitsprofile auf der Führungsebene haben schon seit Jahrtausenden auch auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet zu destruktiven Trends geführt. Denn wo sich durchsetzungsstarke Zirkel Privilegien sichern und einen einseitigen Zugriff auf die Arbeitsergebnisse anderer Menschen verschaffen können, bleiben die freie wirtschaftliche Entfaltung, das Leistungsprinzip und damit auch die technologische Innovation auf der Strecke.

Die rund 60 Mio. Kriegstoten im 2. Weltkrieg waren als eindringliche Mahnung dazu geeignet, sich der historischen Sackgasse bewusst zu werden und sich entschlossen an ein Ausbrechen zu machen. Tatsächlich haben die Abgeordneten der UNO-Gründungskonferenz 1945 in der Präambel ihrer Charta auch den wegweisenden Vorsatz verkündet, „die Menschheit von der Geisel des Krieges zu befreien.“ Doch fehlte der Botschaft die Eindringlichkeit, dass dieser Paradigmenwechsel hin zu gewaltfreien Konfliktlösungen nicht nur höchst wünschenswert ist, sondern bereits auf mittlere Sicht eine Voraussetzung für das Überleben der Spezies.

2. Die versäumte Stabilisierung des demokratischen Prinzips

Schon viel früher, nämlich ab 1776, hätte die Loslösung der USA vom britischen Mutterland endgültig aus der dunklen Epoche des unterdrückten Fortschritts und der Menschenopferung für Machtinteressen herausführen können und müssen. Thomas Jefferson, Autor der Unabhängigkeitserklärung, hatte sogar ausdrücklich vor exakt den Störeinflüssen gewarnt, welche die demokratisch-rechtsstaatliche Ordnung seither schleichend unterminieren. Bei diesen Einflüssen handelt es sich um eine expansive Macht von Finanzinstituten, um die Wahrheitsverbiegung durch Zeitungen und um einen Militarismus in der Außenpolitik.

Trotz dieser Warnungen haben es Generationen amerikanischer und europäischer Politiker versäumt, die freiheitliche Demokratie so weiterzuentwickeln, dass sie gegen die Einflussnahme autokratisch ambitionierter Personen resistent bleibt. Dies ist eine historische Daueraufgabe; denn Narzissten finden sich niemals damit ab, wenn ihnen eine demokratische Gesellschaftsordnung die privilegierte Stellung vorenthält, die ihnen in ihrer Selbstwahrnehmung zusteht.

Weil Politiker die Warnungen Jeffersons aus Bequemlichkeit und Opportunismus ignorierten, konnte sich der Staat Schritt für Schritt von seinen freiheitlichen Idealen entfernen. Die westlichen Demokratien befinden sich inzwischen auf dem halben Weg einer Rolle rückwärts in die Autokratie, indem der Entstehung undemokratischer Machtstrukturen inmitten ihrer Rechtsordnung tatenlos zugesehen wird. Zu diesen Strukturen gehören u. a. privilegierte Finanzsysteme, ebenfalls (u. a. steuerlich) privilegierte Konzernoligopole sowie ein Informationssystem, das gleichfalls von einem Oligopol dominiert wird, nämlich dem der großen Nachrichtenagenturen. https://kontrast.at/noam-chomsky-medien-edward-s-herman/#:~:text

Auch die Geheimdienste und das Militär stellen teilautonome, autokratische Machtzellen innerhalb der demokratischen Gesellschaften dar. In Großbritannien und den USA ist die Entwicklung des Sicherheitsapparates zu einem Staat im Staate besonders weit vorangeschritten, mit eigener Militärgerichtsbarkeit und umfangreicher Rechenschaftsverweigerung.

3. Die „Früchte“ der Geldherrschaft

Der unkontrollierte Wildwuchs all dieser Machtstrukturen erweist sich als zunehmend kontraproduktiv. Als übergreifende Erscheinung hat uns die von unkritischen Mainstream-Medien stets aus dem Fokus gehaltene faktische Geldherrschaft inzwischen ein gesellschaftliches Ambiente beschert, das die Propagandisten einer militaristischen und Konzerne begünstigenden Politik mit lukrativen Posten belohnt, konstruktive Kräfte wie kleine Unternehmer und Selbständige aber mit Steuerbürden und Vorschriften unterdrückt. Wer sich diesem Kurs anpasst, schwimmt im Strom des Opportunismus; wer Wahrheit und Fairness sucht, wird beiseitegedrängt.

Das dauerhafte Ignorieren der Mahnungen Jeffersons und anderer Gründerväter hat unsere Zivilisation in die aktuellen militärischen Konflikte geführt. https://consortiumnews.com/2022/09/24/john-pilgers-2014-warning-about-ukraine/

Zudem wird deren enormes Eskalationspotenzial von Medien und Politik unverantwortlich ignoriert oder heruntergespielt – ebenso wie schon seit Langem die Unzuverlässigkeit aller politischen und militärischen Kräfte, die diese Kriege hätten verhindern, längst friedlich abstellen oder – im Falle des Nahostkonflikts – siegreich beenden können.

Die Geldherrschaft hat bereits eine dermaßen wirksame Debattenverengung geschaffen, dass für eine Infragestellung des objektiv klar erkennbaren Selbstmordkurses der Zivilisation kein Spielraum mehr bleibt. Wenn jenseits der bedingungslosen militärischen Unterstützung der Ukraine übergangslos russische Propaganda unterstellt wird, ist der Meinungspluralismus und damit ein Kernelement der vermeintlich verteidigten Demokratie dabei, über Bord zu gehen.

Die diese Einsichtsresistenz verursachenden psychologischen Beharrungs- und Selbstverstärkungsmechanismen des Systems machen eine absolut friedliche, faire und demokratische, aber umfassende Reform im gesamten Westen zum alternativlosen Ausweg.

4. Bestandsaufnahme

Dessen Ausgangspunkt bildet eine Bestandsaufnahme der maßgeblichen historischen Fehler und Versäumnisse. Unter diesen stellte der Federal Reserve Act von 1913 einen absoluten Super-GAU dar, der das Macht-Gleichgewicht nachhaltig zu Lasten der demokratischen Nationen und zugunsten des privaten Finanzsystems verschob. Prinzipiell schöpfen Geschäftsbanken bereits seit Jahrhunderten durch Buchungssätze und Kreditvergabe Geld aus dem Nichts. Doch das Federal Reserve-Gesetz von 1913 brachte einen qualitativen Systemsprung, indem es eine gewaltige Rationalisierung dieser Vorgänge ermöglichte. Die Etablierung einer Zentralbank als Rückhalt (Lender of Last Resort) erleichterte Geschäftsbanken die Schaffung neuen Geldes bei der Kreditvergabe und minimierte ihre Risiken. Die staatlich institutionalisierte Absicherung bildete damit ein Turbo-Privileg zur Geldschöpfung für private Banken. Seit nunmehr 113 Jahren wandert die reale Kaufkraft der westlichen Volkswirtschaften immer mehr zu einer Finanzelite und deren Heerscharen von Systemprofiteuren. Während Bill Clintons Präsidentschaft festigten zwei Gesetze die Position des Bankensektors als außerstaatliches Machtzentrum, in welchem wenige großer Player ein Oligopol halten. Die Finanzkrise von 2008 lässt sich direkt mit Clintons verheerender Deregulation (u. a. des Derivatehandels) in Verbindung bringen. https://journals.law.harvard.edu/hblr//wp-content/uploads/sites/87/2014/09/Derivatives-and-Credit-Crisis.pdf

Einen Gradmesser für die substanzzehrende Wirkung des entfesselten Finanzsystems stellt die Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung dar. Seit etwa Mitte der 1990er Jahre hat kaum noch eine Zunahme der realen Kaufkraft stattgefunden – trotz bedeutender Zunahme der Arbeitsproduktivität. In derselben Zeit sind auch die Staaten verarmt – wachsende Schulden, Ausverkauf durch Privatisierung und eine sanierungsbedürftige Infrastruktur.

5. Gefährliches Tandem MIC und Finanzwirtschaft

Grund zum Jubeln haben jedoch die Rüstungskonzerne. Dafür sorgt die enge Kooperation zwischen dem transnationalen Finanzimperium und dem militärisch-industriellen Komplex (MIC). Bereits während des 1. Weltkrieges hatte namentlich die Großbank J.P. Morgan die jahrhundertealte Praxis, Ländern Rüstungskäufe auf Kreditbasis zu ermöglichen, zu kriegsentscheidenden Dimensionen gesteigert. https://cdn.mises.org/The%20Merchants%20of%20Death_2.pdf

Die ‚Erfolge‘ des westlichen Militärs stehen allerdings spätestens seit dem Vietnamkrieg im umgekehrten Verhältnis zu den ins Absurde gesteigerten Rüstungsausgaben und zur surrealen Verschleppung der Militäreinsätze (Vietnam und Afghanistan je 20 Jahre mit desaströsem Abschluss). Rüstungsgeschäfte, Konfliktverwaltung und das Anbahnen neuer Interventionen wurden so zu profitablen Geschäftsmodellen, die ohne Rücksicht auf wahre Sicherheitsinteressen der Bürger im Automatikmodus weiterlaufen. https://www.imi-online.de/2022/09/20/ruestungsindustrie-im-kapitalismus/

U. a. sogenannte Drehtüreffekte sorgen dafür, dass der interessengetriebene Automatismus alle Komponenten des Systems koordiniert einschließt. So wechseln viele hohe Offiziere in die Rüstungsindustrie, deren Umsätze sie bei ihren Militäreinsätzen gepusht haben. Leute aus der Rüstungsindustrie werden dafür in politische Posten gehoben, wo sie ihren Ex-Arbeitgebern staatliche Aufträge verschaffen. Auch ohne zentrale Koordination arbeitet das System uhrwerkartig an der Verschleppung und Neuschaffung von Konflikten. https://www.govexec.com/management/2018/11/latest-count-revolving-door-defense-contractors-names-names/152836/

6. Die verhängnisvolle Zangenprogrammierung der Gesellschaft

Es schützt sich dabei vor einer Ablehnung durch die Bürger, und zwar durch deren Polarisierung in zwei miteinander verfeindete Lager, Linke und Konservative. Das funktioniert ebenfalls im automatischen Routinemodus, indem Medien und NGOs zwei große, ganz verschiedene Narrativ-Sammlungen bedienen, welche jedes der politischen Lager auf seine Weise von rationalen Prinzipien und wahren gesellschaftlichen Gefahren entfremden und sie ihre Energie gegeneinander vergeuden lassen.

Das bürgerlich-konservative Lager wurde in einen reflexhaften, unkritischen Militarismus getrieben. Patriotismus, so die Botschaft, müsste sich vor allem in bedingungsloser Unterstützung jeder militärischen Intervention äußern. Während blinder Hau-drauf-Militarismus zur Handlungsmaxime aufstieg, wurden das Lernen aus historischen Fehlern, Prinzipientreue, psychologisches Feingefühl, und strategische Weitsicht achtlos abgedrängt. Indem das politische Bewusstsein der Bürger und Politiker auf unterentwickeltem Niveau gehalten wurde, konnte die überfällige Säuberung des Sicherheitsapparates und des MIC nie auf die politische Agenda gelangen. Selbst während so drastischer Skandale wie der Iran-Contra-Affäre hat konzertiertes Gegensteuern der Medien politische Konsequenzen verhindert. https://theintercept.com/2014/09/25/managing-nightmare-cia-media-destruction-gary-webb/

Die politische Linke tendiert traditionell in die entgegengesetzte, pazifistische Richtung. Dieser Pazifismus mutiert jedoch seit dem Vietnamkrieg (1955-1975) zunehmend zu einem Appeasement, mitunter gesteigert bis zur Identifikation dem militärischen Gegner. Damit konterkariert man die Chancen auf Frieden, denn dieser gedeiht im Ambiente gegenseitigen Respekts. Einseitiges Nachgeben ohne Gegenleistungen zieht dagegen Respektlosigkeit und eine Kaskade weiterer Forderungen nach sich. Die linke Kritik am westlichen Militarismus ist vollkommen berechtigt, ignoriert aber dessen selbstbeschädigende Seite: Indem Zivilisten im Einsatzland mehr als unvermeidbar leiden, wird die Reputation der USA und des Westens untergraben, während Islamisten und andere Freiheitsfeinde über die Medienberichterstattung „moralische“ Rückendeckung erhalten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Konservative und Linke auf zwei ganz verschiedene, aber gleichermaßen die eigenen demokratischen Nationen beschädigende Wege geleitet werden. Diese doppelte außenpolitische Fehlorientierung wird durch eine innenpolitische ergänzt. Als Ergebnis polarisierender Medieneinflüsse nehmen sich Linke und Konservative als erbitterte Gegner oder gar Feinde wahr, während es quer über alle Parteigrenzen hinweg narzisstische und verantwortungsferne Fassadendemokraten sind, die einer Zukunft in Frieden, Freiheit und authentischer Rechtsstaatlichkeit im Wege stehen.

7. Das israelische Dilemma: Von der militärischen Stärke in die Dahiya-Falle

Die geopolitischen Konsequenzen der Fehlentwicklung zeigen sich im Nahen Osten besonders drastisch. Nach historischen Siegen 1948, 1956, 1967 und 1973 ist Israel unter Mitwirkung von Systemprofiteuren in den eigenen Reihen in die strategische Falle seiner Gegner gelaufen. Mit der sogenannten Dahiya-Doktrin seit 2008 lässt sich der jüdische Staat zu einem plumpen Militarismus verleiten, der das abschreckende Beispiel kontraproduktiver amerikanischer Militäreinsätze wie im Irak in nochmals gesteigerter Form kopiert.

Diese Antistrategie setzt auf die flächendeckende Zerstörung ziviler Bausubstanz und Infrastruktur zur vermeintlichen Abschreckung. Doch verwüstete Wohngebiete brechen weder den Willen von Terrorstrukturen wie Hamas, noch schwächen sie deren Rückhalt in der Bevölkerung. Ganz im Gegenteil kommt es zum Rally-around-the-flag-Effekt, der verarmte und verzweifelte Zivilisten direkt in die Arme ihrer extremistischen Führer treibt. Gleichzeitig liefert die Dahiya-Strategie der weltweiten Medienmaschinerie das perfekte Bildmaterial, um Israel als Aggressor zu brandmarken und das Judentum weltweit in eine gefährliche Isolierung zu drängen.

8. Die systemische Selbsttäuschung und das Erwachen

Das gesamte System wird von Millionen dezentraler Akteure am Laufen gehalten. Zu ihnen gehören außer Lobbyisten vor allem Karrieremacher aller Bereiche, u. a. in NGOs und in den Führungsetagen der Großkonzerne. Letztere stehen zunehmend unter dem Druck, riesige Spenden an NGOs (mit dem ‚richtigen‘ politischen Profil) zu leisten. Weitere lukrative Karrieremöglichkeiten bietet das System u. a. im Mediensektor, im Militär, in der Politik, in Verbänden und im Bildungswesen. In dem insgesamt gesellschaftsschädlichen Spiel agieren alle Beteiligten ohne übergeordneten Masterplan, allein ihren Karriereinteressen folgend. Die politische Arena steht ihnen so lange offen, wie sie die Diskursverengung durch die ‚Political Correctness‘ beachten.

Das objektiv sozial ungerechte, Verantwortung zerstörende und gefährlich polarisierende System wird im Ambiente einer über die wenigen großen Nachrichtenagenturen oligopolistisch aufgestellten Medienlandschaft schon viel zu lange künstlich vor Reformbestrebungen ‚geschützt‘, indem jede fundamentale Kritik reflexartig abgebügelt und stigmatisiert wird.


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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

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Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Über Gott. Und die Welt

Die Erschaffung Adams – Wikipedia

Eine Sichtweise von Werner Roth

Die meisten Menschenwesen brauchen einen Glauben. Ganz viele bedienen dieses Bedürfnis durch die Religion. Wenn aber Politik zur Religion gemacht wird wie in „UnsererDemokratie“, oder umgekehrt (Islamismus), sind die Zeitgenossen einer solchen Gesellschaft keinesfalls frei, sondern dogmatisch gefesselt an eine Ideologie bzw. Idiotie. Die Kirchen in „UnsererDemokratie“ sind schon, frei von Spiritualität, zu woken Sturmtruppen des „Imperium der Lügen“ mutiert. „So koos oam z’mindest voakemma.“

Die grundlegende Gedankenstruktur, wie vor tausend Jahren zur Zeit der Kreuzzüge, der religiös-fundamentalistische Fanatismus („Deus vult!“; Gott will es!), ist heute virulenter denn je. Sich die ganze Welt, inkl. der „Ungläubigen“ welcher Couleur auch immer, untertan zu machen, wird heutzutage noch inständiger von den Lenkern des „Imperium der Lügen“ praktiziert.

Alle Gegner, also alle, die nicht begeistert mitmachen in „UnsererDemokratie“, werden bis aufs Blut bekämpft. Alles im Namen „des Guten™“, ohne die moderne höchste Instanz irgendwie auch nur zu erwähnen: Den Mammon, das Geld, den Gott des Gemetzels.

Nicht nur die Herrschenden beten ihn an. Nein, man glaubt es kaum, auch ganz viele kleine Würstchen, lobpreisen diese Gottheit, damit sie auch mal dahin kommen mögen, wo die vergötterten Mega-Stars schon sind. Halleluja! Gepriesen sei Baal, der Gott des Kapitals, des Zasters! Das ist auch spirituell eingefärbt, allerdings als eine gelungene Verkehrung von Gut und Böse. „Des is doch a was, oda ned?“

Die Machthaber sind Psychopathen, die von Geisteskranken in ihrer Macht getragen und bestärkt werden.

Einer der wenigen Meister-Regisseure, Martin Scorsese, tiefgründelte da im Interview, was sehr exakt das „Imperium der Lügen“ beschreibt: „Eine Gesellschaft, die das Finanzielle über alles stellt, ist eine Gesellschaft ohne Spiritualität.“

Im krassen Gegensatz dazu stünde eine wirklich mehr spirituell geartete Gesellschaft, die auf das Streben zur Harmonie, hin zur inneren Balance, allgemein und individuell abzielt. Denn erst wenn man mit sich selbst im Reinen ist, kann auch die Seele im Gleichgewicht schwingen.

Ehrlichkeit ist hierzu oberstes Gebot, nach Außen, jedoch besonders gegenüber sich selbst. Ohne Ehrlichkeit ist Seelenheil bzw. Harmonie unerreichbar. Ehre und Ehrlichkeit haben, wenig überraschend, den gleichen Wortstamm. Es kann sogar passieren, dass das ganze Sein, von Innen erleuchtet, in die Welt hinaus strahlt und andere so berührt, dass auch die sich ihrem Seelengleichgewicht annähern.

Beim Jesus, Siddhartha Gautama (Buddha), Laotse, Gandhi und noch ein paar anderen hat’s ja offensichtlich funktioniert. Und dieses innere Berührtsein findet tagtäglich überall statt. Man muss es halt auch spüren bzw. wahrnehmen wollen.

Alles, was lebt, ist an eine Kraft angeschlossen, die allem das Leben erst gibt.

Andererseits stiefeln immer mehr gewissen- bzw. seelenlose „Geisteskrüppel“ durch die Welt, an denen solcherart Empfindungen einfach abperlen. Die sind fester Bestandteil der Matrix und je besser vernetzt, desto erfolgreicher im System.

Das Monster in uns gilt es zu bezwingen. Alle großen Geister und Philosophen aller Zeiten haben das gefordert. Heute haben wir den scheinbar leichteren Weg gewählt und lassen dieses innere Monster unbeschränkt über uns bestimmen.

Wer’s noch nicht wusste, sollte sich endlich klarmachen: Der größte Feind steckt in einem selbst! Und der stärkste Freund ebenso.

Anzuerkennen, das da noch was Unfassbares über und in uns existiert, macht manche demütig, manche ignorant, manche gar irre. Die Seele, das innere Gefühl, kann den Weg weisen, um die Informationen aufzunehmen, die den Horizont erweitern. Grundsätzlich tut es jedem Menschen gut, der Wahrheit näher zu kommen, denn das stärkt die innere Balance. Aber, „Jede Jeck is anders“….

Und hier liegt das (unlösbare?) Problem.

Apropos, Gott und die Welt. Da hat doch schon mal so ein Fotzenfritz rumgeplärrt und ein Gewaltverbrechen in den Raum gestellt. Wie hieß der noch gleich? Nichtwichtig? Nein. Nietzsche? Egal. Der hat doch laut getrötet und behauptet, Gott ist tot. Wurde dem denn schon adäquat nachgegangen? Wurden Untersuchungen durchgeführt? Gibt es da schon eine Spur? Wer leitete die Ermittlungen? Kommissar Overbeck?

Es wird nicht ohne Erfolg seit jeher versucht, Glaubensvorstellungen und Emotionen zu beeinflussen, um somit den Geist zu kapern. Dabei steht das Angst machen immer schon im Zentrum der Manipulierer, ob nun religiös verbrämt oder ganz weltlich. Hauptsache, die (vermeintliche) Erlösung aus der Pein wird gleich mit angeboten. „Wea Ongst hod, dea keat da Kotz.“

Für „Horst“ und „Erna“ ist der Umgang mit der Angst vor Gefahren ähnlich wie schon seit Urzeiten mit dem Säbelzahntiger. Der kann überall lauern und man vermeidet jeden Weg, auf dem er sein könnte. Heute wird auf allen Kanälen suggeriert, Gefahr und Bedrohung kommt von oben, unten, außen, innen und man duckt sich weg, wie immer schon. Die Mehrheit hofft auf eine höhere Macht, die einen beschützt. Ob das Gott, Kaiser, König oder sonstwer ist, ist beliebig, je nach Typus.

Macht braucht Kontrolle. Und umgekehrt.

Schon länger machen sich viele, sehr kluge und auch weniger kluge Leute in oppositionellen Kreisen Gedanken um ein besseres Gesellschafssystem als das kapitalistische. Alle möglichen Alternativen werden da durchgedacht und entwickelt.

Wichtig müsste dabei unbedingt sein, wie zu- bzw. abträglich ein System für die Menschen ist. Die Frage, wie nah oder wie weit weg eine Gesellschafsordnung von den elementaren Verhaltensmustern des Menschsein verortet ist, ist hierbei zentral.

Da alle Methoden und Regeln menschengemacht sind und von und mit Menschen umgesetzt werden, wird deshalb gerne mal der neue Mensch gefordert. Der Mensch soll also erstmal geändert werden, um ein Gesellschaftssystem zu etablieren, das besser für die Menschen wirkend sein soll. Das ist aber der fundamentale Irrtum in dieser Gedankenwelt und zeigt ein intrinsisches Dilemma auf.

„Obwoi? A Woid ohne Piefkes und Preißn war scho ned ganz so schlecht. Ma miasats hoit amoi brobian.“

Man denke sich ein möglichst perfektes Regierungs- bzw. Herrschaftssystem aus. Wenn Sie unbedingt wollen, können Sie auch „UnsereDemokratie“ nehmen. Und dann denke man sich an allen entscheidenden Positionen in diesem System die miesesten, hinterhältigsten, psychopathischsten, kriminellsten Leute. Also genau so, wie‘s grade ist. Kann das gut gehen?

Antwort: Machen Sie Augen und Ohren auf! Sie leben doch im „besten Deutschland aller Zeiten“. Also stellen Sie sich erst gar nicht vor, in einem irgendwie schlechteren Deutschland zu leben. „Des wäa a „staatsdelegitimierend“, wias jetza hoast.“

Andererseits muss berücksichtigt werden, dass jedes Gesellschaftssystem die jeweiligen Gesellschaftsmitglieder durchaus mehr oder weniger in ihrer Zielsetzung prägt, d.h. sie ebenso in ihrem Tun und Denken beeinflusst. Als Stichwort sei hier auf die „Anreiz-Beitrags-Theorie“ aus der Ökonomie verwiesen. Wenn die falschen Anreize für den Aufstieg im System gesetzt werden, werden auch die falschen Leute mit falschen Beiträgen, also bspw. mit Lug und Betrug, mit einem Aufstieg belohnt.

Dass „nix blaibt wias is“ sollte doch hinlänglich bekannt sein. Somit können sich natürlich, bei entsprechend gesetzten Anreizen, anfällige Charaktere in vollkommen destruktive Gestalten verwandeln. Letztlich ist jedes System nur so gut wie die Leute, die an den Schalthebeln der Macht sitzen.

Ohne dies hier groß zu vertiefen, sei auf den freien Willen hingewiesen.

Dieser ermöglicht den geistig kognitiven Ausbruch aus den Grenzen des Instinkts. Menschliche Phantasie und Vorstellungskraft können Menschen in vollkommen irreale Welten aufbrechen lassen. Nur aufgrund ihrer gedanklichen Leistung.

Allerdings sind auch hier die Grenzen des jeweils individuellen Vorstellungsvermögens sehr unterschiedlich gesetzt. Der Eine ist groß, der andere ist klein. Der Eine kann sich was leicht vorstellen, der andere macht nur „Häh?“ und hat keinen Schimmer.

Am Ende ist es aber vollkommen bedeutungslos, in welchem Gewand, mit welcher selbst zugeschriebenen Haltung, mit welcher Attitüde, mit welcher Show, mit welchem Habitus, etc. jemand daherkommt. Es ist total wurscht, wie jemand aussieht, welche Fahne jemand trägt, selbst was jemand so alles von sich gibt. Gerade auch in Bezug auf die systemrelevanten Individuen.

Auch schon Lao Tse hat sich dazu Gedanken gemacht: „Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr.“ Es steht ebenso geschrieben „Am Anfang war das Wort“, doch wenn den Worten keine Taten folgen, bleibt nur heiße Luft. Die wird dann „vom Winde verweht“.

Die Quintessenz daraus ist, dass das Einzige was zählt, die Handlungen und Taten sind. Am deutlichsten wird das, wenn Stress gegeben ist. Denken Sie an die Corona-Maskenzeit! Mehr De-Maskierung geht nicht. Die ganze Menschheit hinter Masken zu verhüllen, wie bei den Häftlingen in Guantanamo, als zur Erniedrigung dienende psychische Folter, war DAS Signal: Wir können mit euch machen, was wir wollen!

„Ois hängt hoid mit oim zamm.“

Unsere Welt ist polar, d.h. Nichts existiert ohne sein Gegenteil. So ist das auch beim Menschenbild. Spätestens seit der Aufklärung gibt es in Bezug auf die Einschätzung, wer und was der Mensch denn sei, eine Dichotomie, einen Gegensatz.

Grob gesagt, meinen die Einen, eher als „Rechts“ bezeichneten, Menschen seien weitgehend vorbestimmt im Charakter und ihrer Persönlichkeit. Damit gemeint ist, die Vererbung, die Blutlinie, die Gene präjudizieren das Wesen des Individuums.

Die gegensätzliche Ansicht zeigt sich im Sinnbild des unbeschriebenen Blattes, „Tabula rasa“, das den Menschen ausmacht, was auf Jean Jaques Rousseau zurückgeführt wird. Die Vertreter dieser Weltsicht sehen den Menschen als praktisch ausschließlich von den sozialen Umständen geprägt.

Dieses unterschiedliche Menschenbild ist die Trenn- und Konfliktlinie zwischen „den Linken“ und „den Rechten“. Die Antwort auf die Frage, wer denn nun recht hat, ist eindeutig: Beide! Denn jede Handlung, jeder Gedanke, jede Idee eines Menschen ist immer von beiden Quellen, genetischen und sozio-kulturellen, bestimmt. Um es nun vollkommen verwirrend zu machen, kommt auch noch die Zeit als Variable hinzu. Denn die Einflussverteilung ändert sich andauernd, auch kurzfristig.

Eigentlich müsste auch diese obskure höhere Macht einbezogen werden, die von den Meisten als Gott bezeichnet wird. Doch das wäre hier zu viel des Guten. Und, sind Sie noch da?

Es soll ein Sprichwort aus Afrika geben: „Nicht zu wissen ist schlecht. Nicht wissen zu wollen ist schlimmer.“

Offenkundig verläuft die Verblödung der Menschen reziprok zur technischen Entwicklung. Je mehr die Technik kann, desto weniger kann der Mensch. So betrachtet waren die Typen mit dem Faustkeil die wohl schlauesten Leute überhaupt.

Deren Blick war buchstäblich unverstellt und sie verfügten noch über ganz viel Gespür. Dass da noch eine höhere, unbegreifliche und alles bestimmende Macht über und in dieser Welt existiert, war unbestritten und das natürlichste überhaupt. Fragen Sie Crocodile Dundee. Zwangsläufig leitet sich aus diesem Weltverständnis eine grundlegend demütige Haltung ab.

Diese optisch hippieähnlichen Leutchen hatten etwas ganz wesentliches in sich, das den heutigen Westzivilisationsmenschlein vollkommen abgeht: Demut! Auch Cicero meinte sinngemäß, Jahrtausende später: Der Demut folgt der Ruhm wie ein Schatten! Ist was zum Nachdenken…

Das läuft irgendwann auf eine TV-Show hinaus, a la „Wer ist der Irrste (m/w/d) im Irrenhaus?“

Der Betonflüsterer hat beobachtet: „Heute sitzen die degenerierten jungen Leute bucklig wie die Glöckner vor ihren digitalen Ersatzgehirnen“. Das spiegelt keine Demut, sondern Selbstaufgabe.

Trotzdem könnte es einem bange werden um die Nachkommen. Man kann unendlich froh sein, wenn man sein Leben im Großen und Ganzen schon gelebt hat. Doch wer weiß, denn „Nix blaibt wias is“.

Wer sich sein eigenes inneres Gleichgewicht bewahren kann, wird alles überstehen. Dann kann man sich „in der Hand Gottes“ fühlen.

Bleib bei Dir! Dann bleibt auch Gott. Oder so….

Albert Camus formulierte das leicht und locker: „Anders zu sein ist weder eine gute noch eine schlechte Sache. Es bedeutet einfach, dass Sie mutig genug sind, Sie selbst zu sein.“

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Dieser Artikel erschien zuerst unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/ueber-gott-und-die-welt/


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Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

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Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Wer ist hier eigentlich demokratiefeindlich?

16. September 2026, von Albrecht Künstle

Wie kann es sein, dass die AfD in den Medien nie alleine mit ihrem Parteinamen genannt wird, sondern stets im Vorspann mit dem Etikett “die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestufte“ oder schlicht “gesichert rechtsextreme“ belegt wird? Zur Einleitung eine kleine Anekdote: Ein Vögelfreund – sorry: Vogelfreund – drehte seinem Papagei den Hals um, weil der ihn gegenüber einer Freundin verpetzt hatte. Der gelehrige Vogel hatte in ihrer Gegenwart zu häufig andere Frauennamen genannt.

Nachdem er den gefiederte Verpetzer zum Schweigen gebracht hatte, wollte der Halsumdreher bald wieder einen neuen Vogel und ging dazu in eine Tierhandlung. Er sah erblickte sogleich einen bunten Papagei und fragte nach dem Preis. Der Zoohändler offenbarte ihm, dass der nicht billig sei, weil er eine Fremdsprache beherrsche. Weiter hinten sah der Kunde einen noch bunteren Papagei, der aber noch teurer war. „Bestimmt wegen seiner Regenbogenfarben?“, mutmaßte der Mann. “Nein”, sagte der Händler, „der gehörte zuvor einer Bundestagsabgeordneten und beherrscht neben einer Fremdsprache auch noch Politiker-Kauderwelsch“. Gerade wollte der frustrierte Kunde schon wieder gehen, als er ein weniger schönes Exemplar sah. Er fragte, was dieser koste – woraufhin ihm der Händler einen geradezu horrenden Preis nannte. Überrascht wollte der Mann wissen: “Wieso das denn, kann der noch mehr Sprachen, ist er Dolmetscher?“ Der Händler verneinte und erwiderte, der Vogel könne eigentlich gar nichts. „Aber warum ist er dann so teuer?“, wollte der Kunde wissen. „Ganz einfach: Alle Papageien plappern einander nach und sagen Chef zu ihm“, so die Rechtfertigung des hohen Preises.

Ähnlich scheint es mit der Titulierung der AfD zu sein, die von den Kartellparteien und den Medien nur mit dem besagten Attribut „rechtsextrem” bedacht wird. Und alle plappern es nach. Sitzen in den Medien mehr Papageie als in den Zoohandlungen, Vogelkäfigen der Privathaushalte und Tierparks Deutschlands zusammen? Zur Rechtfertigung für die Vorverurteilung der AfD als rechtsextremistisch werden dann Verfassungsschutzbehörden der Länder genannt. Natürlich haben diese Herrschaften das Recht, dieser Meinung zu sein (oder sie müssen es, denn sie obliegen der Dienstaufsicht der Innenminister der Länder, die andere Parteibücher haben). Das macht es aber nicht wahrer.

DIe Umdeutung von “Remigration”

Wobei es sich die Medien einfach machen und meist überhaupt nicht mehr differenzieren zwischen Beobachtungsfällen, Verdachtsfällen und “gesicherten” Fällen von Extremismus. Die Maxime ist anscheinend: Rechts ist rechts und Schnaps ist Schnaps. Ich schaute mal nach, wie die “rechtsextreme” Gesinnung begründet wird: Besonders durch die Verwendung des Begriffes „Remigration“. Nun ja, woher wollen die linken Amtsbüttel und Mitarbeiter der heutigen Behörden wissen, dass der Begriff Remigration das offizielle Amtsdeutsch war, als unter der rot-grünen Bundesregierung Gerhard Schröder/Joschka Fischer nach dem Balkankrieg zehntausende Flüchtling aus Deutschland wieder zurückgeführt wurden? Selbst die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) überschreibt ihr Kapitel 3 ihrer Abhandlung zu “Migration und Integration ganz wertfrei und sachlich mit – „Remigrationspolitik“. Wird diese staatliche „Denkfabrik“ nun auch vom Verfassungsschutz beobachtet oder gilt sie als rechtsextrem? Sie verwendete den Begriff Remigration als akademischen Oberbegriff für die Rückführung ehemaliger Kriegsflüchtlinge auf freiwilliger Basis oder per Abschiebungen. „Abschiebung“ einfach über die Grenze, über die sie kamen? Nein, auf die Situation im Deutschland der 2020er Jahre trifft das schon lange nicht mehr zu: Wenn es sich nicht gerade um kriminelle Einwanderer und Straftäter handelt, werden Migranten komfortabler und mit reichlich Bargeld in der Tasche zurückgeflogen, viel mehr, als sie ihre Anreise auf Booten, zu Fuß und per Schwarzfahren antraten.

Und wie steht es mit dem Vorwurf eines angeblich „völkischen“ Denkens in der AfD? Eigentlich bedeutet der Vorwurf indirekt, dass das Volk schlecht denke, oder dass es schlecht sei, wenn man zuerst an sein eigenes Volk denke. Dass dies in Deutschland Vorgabe und Amtseid der Politiker ist und in allen Ländern der Welt der selbstverständliche Grundsatz ist, zuerst an die eigenen Bürger zu denken, gilt inzwischen also als “völkisch“. Sollte es allerdings um Rassismus und Antisemitismus gehen, so ist der Verdacht für einen bestimmten Rand leider nicht unbegründet. Nur: Die angeblich bis zu 15 Prozent der AfD-Sympathisanten, die ein „in sich geschlossenes rechtsradikales Weltbild“ vorweisen sollen, tummelten sich früher in den anderen Parteien – allen voran in der CDU/CSU, die den offenen Anspruch hegte, rechts von ihr dürfe es keine andere politische Kraft geben.

Wie war das mit den Grünen?

Altnazis unter Hitler brachten es gerade in der Union auch nach dem Krieg weit, bis in die Spitzen des neuen Staates. Und hätte es damals die Grünen schon gegeben (die später übrigens auch von echten früheren Nazis mitgegründet wurden): die ausgeprägte Natur- und Tierliebe ebenfalls auch ein Wesensmerkmal des Nationalsozialismus, was einst sogar dem “Spiegel” nicht verborgen blieb: „Tatsächlich war die Tierliebe der Nazis mitnichten nur propagandistische Inszenierung. Teile der Tierschutzbewegung – wie auch der Naturschutzbewegung – bezogen sich auf ganz ähnliche ideologische Grundlagen wie die Nationalsozialisten. Beide etwa beriefen sich auf die Vorstellungen des Komponisten Richard Wagner (1813-1883), der in Naturverbundenheit und Tierliebe eine besondere Charaktereigenschaft der ’nordischen Rasse‘ sah. Der Künstler, ein überzeugter Vegetarier wie nach ihm Hitler, wetterte gegen den Fleischverzehr – für ihn eine Vermischung von Rasse und Blut, durch welche die nordisch-germanischen Reinheit verschmutzt werde. Der Tierversuch war für Wagner Inbegriff ‚des Bösen und Jüdischen‘. Solch verquaster Mischmasch aus völkischen ‚Blut und Boden‘-Denken, Rassenideologie, Wissenschaftsfeindlichkeit und Antisemitismus vertraten keineswegs nur Nationalsozialisten, auch Tierschützern der Zeit war es nicht fremd.“ Soweit der “Spiegel“ zu den Grünen. Wer also im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Und die SPD? Hitler und seine Mannen verstanden sich nachdrücklich als Sozialisten. Natürlich keine demokratischen Sozialisten wie die SPD der Weimarer Republik und der Gegenwart, sondern als National-Sozialisten. Aber was ist das Selbstverständnis von Parteien noch wert? Die CDU/CSU nennt sich christlich, aber was ist an ihr noch christlich? Unter der CDU-Kanzlerin Merkel wurden die Scheunentore für den millionenfachen Zustrom von Muslimen vergrößert. Auch Kanzler Merz, der vor der Wahl eine Politikwende versprach, hat der zunehmenden Islamisierung Deutschlands bisher wenig entgegenzusetzen.

Martenstein bringt es auf den Punkt

Die Linke verstand sich einmal als eine bessere SPD, als „Speerspitze der Arbeiterklasse“, sieht aber ihre Klientel heute in allen möglichen Randschichten, nur nicht mehr in der Mehrheit des Volkes, den Berufstätigen, und verliert sich in linker Identitäten- und Minderheitenpolitik. Eine Volkspartei ist sie so wenig wie alle anderen Parteien, die bei Wahlen vom Volk abgestraft wurden. Hätten sie Anstand im Leib, würden sie – frei nach Bertold Brecht – ihre Abgeordnetenmandate zurückgeben und sich ein anderes Volk suchen.

Aber die AfD darf man natürlich “rechtsextremistisch” nennen. Oder etwa nicht!? Das Verwaltungs-gericht Köln stoppte jedenfalls vorerst die bundesweite Einstufung der Partei als „gesichert rechtsextremistisch“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz. Also versucht man es mit den einzelnen Landesverbänden, wo sich die Landesverfassungsschutzämter – oft sind es gar keine eigenen Behörden, sondern Abteilungen der Innenministerien (!) – weiterhin das Recht herausnehmen, eine demokratisch legitimierte Partei als “gesichert rechtsextremistisch” oder “rechtsextrem” einzustufen. Gilt der Lehrsatz „Bundesrecht bricht Landesrecht“ nicht für diese Rechtsfrage?

Und warum eigentlich dann AfD nicht einfach verbieten, statt sie kleinlich nur “rechtsextrem” zu nennen? “Bild“-Kolumnist Harald Martenstein hatte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt eine Idee und schrieb dem Kanzler in spe Hendrik Wüst: „Sie haben in Berlin angekündigt, dass Sie ein AfD-Verbot prüfen lassen. Verbotsexperten sollen herausfinden, ob das geht und wie man`s macht. ‚Wenn auf dem Tisch liegt, diese Partei kann verboten werden‘, dann, so sagten Sie, sei das für Sie ein ‚Handlungsbefehl‘. Es geht dabei da-rum, so sagen Sie, „die Verfassung zu schützen“. Davon, dass CDU-Ministerpräsidenten wegen der vielen AfD-Wähler ihr Amt verlieren könnten, steht nämlich kein Wort im Grundgesetz.”

Ein Vorschlag der Fairness

Und Martenstein fährt fort: “Ich habe nachgeschaut: Es steht wirklich nicht drin! Ich sehe zwei praktische Probleme. Erstens, die AfD könnte sich unter anderem Namen einfach neu gründen. Deshalb wäre es praktischer, wenn man das Verbot allgemeiner fasst. Etwa so: Oppositionsparteien, die mehr Stimmen als die CDU bekommen, sind laut Demokratie-Schutz-Gesetz automatisch verboten. Außer-dem gehen mit so einem Parteiverbot fast immer Massenverhaftungen einher. Beim letzten Verbot – die KPD, 1956 – landeten Zigtausende im Knast, allein 6400 Mitglieder der Jugendorganisation FDJ. Wir müssen also erst mal Platz in unseren überfüllten Gefängnissen schaffen. Wenn man Koks-Dealer freilässt, um stattdessen Ulrich Siegmund hinter Gitter zu bringen, könnte das allerdings landesweit für eine gewisse Unruhe sorgen, also für weitere Verhaftungen. Zum Glück haben wir in Berlin eine Menge Platz für Zelte, zum Beispiel das Tempelhofer Feld. Ihr Harald Martenstein.

Meinerseits ein fairer Vorschlag zur Güte, an die Adresse der Medien: Nennt künftig die schwarze Partei bitte wenigstens „ungesichert christliche CDU/CSU“, die Roten als „ungesichert soziale SPD“, die Sonnenblumenpartei „ungesichert Grüne“ – und die linke, rosarote Partei bitte „gesichert israelfeindliche LINKE“. Das würde Waffengleichheit in puncto Niveau und Parteilichkeit schaffen; dann könnte man auch mit dem Additiv „rechtsextreme AfD“ leben, das ein denkendes Medienpublikum ohnehin nicht mehr ernst nimmt. Wer der AfD abspricht, demokratisch zu sein, möge in sich gehen und prüfen, ob wirklich das alles mit dem Grundgesetz vereinbar ist, was da im eigenen Kopf herumspukt, von Brandmauer bis Parteiverboten.

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

Dieser Artikel ist mit „KI“, mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/wer-ist-hier-eigentlich-demokratiefeindlich/ erschienen

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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

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Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
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Klimalüge und Klimadiktatur? Teil 9: Die großen Klimamythen

Von Uwe Froschauer

„Die Wissenschaft ist sich einig.“ „Die Klimakrise wird immer schlimmer.“ „Extremwetter nimmt dramatisch zu.“ „Die Pole schmelzen.“ „Der Meeresspiegel steigt immer schneller.“ „Die Erde steht vor dem Kipppunkt.“

Solche Aussagen begegnen einem inzwischen beinahe täglich. Manche enthalten einen wissenschaftlich gut belegten Kern. Andere sind verkürzt, überzeichnet oder werden mit einer Sicherheit vorgetragen, die der tatsächlichen Datenlage oftmals nicht gerecht wird.

Nach den bisherigen Kapiteln über Treibhauseffekt, menschlichen Klimaeinfluss und wissenschaftlichen Konsens ist es deshalb an der Zeit, einige der bekanntesten Aussagen der Klimadebatte genauer unter die Lupe zu nehmen.

Was davon ist Fakt? Was ist Interpretation? Was ist Übertreibung – und was möglicherweise ein Mythos?

1. „Extremwetter wird immer häufiger und schlimmer“

Kaum vergeht ein Sommer ohne Bilder von brennenden Wäldern, ausgetrockneten Flüssen, Überschwemmungen oder Hitzewellen. Berichte von Extremwetterereignissen aus Belgien, Spanien, Frankreich, Deutschland und so weiter überstürzten sich 2026 geradezu. Schnell ist der Klimawandel als Ursache ausgemacht, wie auch Friedrich Merz am 22. August im Waldbrandgebiet im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald „feststellte“:

„Wir müssen damit rechnen, dass wir häufiger solche Ereignisse haben. Das ist Klimawandel.“

Eine einfache Botschaft, nicht wahr? Extremwetter wird immer häufiger und immer schlimmer.

Aber stimmt das überhaupt?

So pauschal jedenfalls nicht. Schon der Begriff Extremwetter wirft völlig unterschiedliche Ereignisse in einen Topf: Hitzewellen, Starkregen, Dürren, Hochwasser, tropische Wirbelstürme, Tornados, Hagel oder andere schwere Stürme. Diese Phänomene haben unterschiedliche Ursachen und entwickeln sich keineswegs überall auf der Welt gleich. Das zeigt auch der IPCC sehr deutlich.

Bei Hitzeextremen ist die Befundlage vergleichsweise eindeutig. Nach Einschätzung des IPCC haben Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse seit den 1950er-Jahren in den meisten Landregionen zugenommen. Dass der menschliche Einfluss der Haupttreiber dieser Entwicklung ist, bewertet der IPCC mit hoher Sicherheit. Gleichzeitig haben extreme Kälteereignisse abgenommen.

Auch bei Starkniederschlägen sieht der IPCC einen Trend. Über der Mehrheit der Landregionen, für die ausreichende Beobachtungsdaten vorhanden sind, hätten Häufigkeit und Intensität starker Niederschläge seit den 1950er-Jahren zugenommen. Der menschliche Einfluss gilt auf globaler Ebene für den IPCC als wahrscheinlicher Haupttreiber dieser Intensivierung.

Damit ist allerdings noch lange nicht jedes Hochwasser erklärt. Bei Flusshochwasser wird das Bild bereits wesentlich komplizierter. Starkregen ist nur ein Faktor. Hinzu kommen Bodenbeschaffenheit, vorherige Niederschläge, Schneeschmelze, Landnutzung, Flussausbau, Versiegelung und andere hydrologische Bedingungen. Entsprechend unterscheiden sich auch die regionalen Entwicklungen. Der IPCC behandelt Starkniederschlag und Hochwasser deshalb ausdrücklich nicht als ein und dasselbe Phänomen.

Ähnlich sieht es bei Dürren aus. Dürre ist nicht gleich Dürre. Der IPCC unterscheidet meteorologische Dürren – also vor allem länger anhaltenden Niederschlagsmangel –, landwirtschaftliche und ökologische Dürren, bei denen die Bodenfeuchtigkeit eine wesentliche Rolle spielt, sowie hydrologische Dürren, die etwa Flüsse und Wasserspeicher betreffen. Einen menschlichen Einfluss sieht der IPCC bei landwirtschaftlichen und ökologischen Dürren in einigen Regionen. Bei meteorologischen Dürren ist die Entwicklung regional sehr unterschiedlich.

Besonders interessant wird es bei tropischen Wirbelstürmen. Der IPCC stellt ausdrücklich keinen gesicherten langfristigen Anstieg ihrer weltweiten Gesamtzahl fest. Für einen solchen Trend über mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte bewertet er die Sicherheit als gering. Gleichzeitig hält er es für wahrscheinlich, dass innerhalb der auftretenden tropischen Wirbelstürme der Anteil der starken Stürme der Kategorien 3 bis 5 während der vergangenen vier Jahrzehnte zugenommen hat. „Wahrscheinlich“ ist dabei bewusst gewählt: Der IPCC spricht auch hier nicht von einem zweifelsfrei festgestellten Trend.

Das ist ein erheblicher Unterschied. Mehr starke Stürme im Verhältnis zu allen Stürmen bedeutet nicht automatisch mehr Stürme insgesamt. Für die Zukunft erwartet der IPCC sogar, dass die weltweite Gesamtzahl tropischer Wirbelstürme gleich bleiben oder abnehmen könnte, während ihr Anteil besonders starker Stürme zunimmt.

Diese Art der Informationen ergibt ein wesentlich differenzierteres Bild als die häufig gehörte Aussage:

„Durch den Klimawandel gibt es immer mehr Extremwetter.“

Bei Hitzeextremen ist der langfristige Trend deutlich. Bei Starkniederschlägen gibt es ebenfalls belastbare Hinweise auf eine Zunahme. Bei Dürren, Hochwassern und Stürmen hängt die Bewertung dagegen erheblich davon ab, welches Ereignis, welche Region und welcher Zeitraum betrachtet werden.

Das heißt keineswegs, dass der Klimawandel keinen Einfluss auf Extremwetter hat. Es heißt lediglich, dass „Extremwetter“ keine einheitliche Messgröße ist, die weltweit einfach nach oben zeigt.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Die Höhe von Katastrophenschäden ist kein Thermometer für den Klimawandel. Wenn heute mehr Menschen (über acht Milliarden), Häuser, Straßen und Industrieanlagen in gefährdeten Gebieten stehen als vor hundert Jahren (circa zwei Milliarden Menschen und entsprechende Aktivitäten), kann ein vergleichbares Naturereignis erheblich höhere Schäden verursachen. Aus steigenden Schadenssummen allein lässt sich deshalb nicht ableiten, dass das zugrunde liegende Wetterereignis entsprechend häufiger oder stärker geworden ist.

Die sachlich richtige Frage lautet deshalb nicht: Nimmt Extremwetter zu? Sie muss lauten: Welches Extremereignis, in welcher Region, über welchen Zeitraum – und mit welcher Sicherheit? Das klingt zwar weniger spektakulär, mit Wissenschaft hat es aber erheblich mehr zu tun.

2. „Jede Naturkatastrophe ist eine Folge des Klimawandels“

Nach jeder größeren Naturkatastrophe dauert es meist nicht lange, bis die Erklärung geliefert wird: Klimawandel.

Ein Wald brennt. Klimawandel.

Ein Fluss tritt über die Ufer. Klimawandel.

Eine Dürre legt Felder trocken. Klimawandel.

So entsteht in den Köpfen vieler Menschen beinahe automatisch eine Gleichung: Naturkatastrophe gleich Klimawandel. Diese Gleichsetzung ist wissenschaftlich jedoch zu einfach. Es muss zwischen der Ursache eines einzelnen Ereignisses und einer langfristigen Veränderung des Risikos unterschieden werden. Das sind zwei völlig verschiedene Sachlagen, Herr Merz!

Nehmen wir einen Waldbrand. Damit ein Wald brennt, braucht es zunächst eine Zündquelle. Ein Blitz kann ein Feuer auslösen, ebenso ein technischer Defekt, Brandstiftung oder menschliche Unachtsamkeit. Erst danach entscheiden Trockenheit, Temperatur, Wind und die vorhandene Vegetation darüber, wie schnell sich das Feuer ausbreitet und welche Fläche schließlich zerstört wird. Das Wetter beeinflusst also die Brandbedingungen – die Ursache der Entzündung ist damit noch längst nicht geklärt.

Oder nehmen wir ein Hochwasser. Auch hier reicht es nicht aus, auf starken Regen zu zeigen und anschließend den Klimawandel als alleinige Ursache zu benennen. Zwischen einem außergewöhnlichen Niederschlagsereignis und einer Überschwemmung liegen zahlreiche weitere Faktoren: die Bodenfeuchtigkeit, die bereits gefallenen Niederschläge der Wochen zuvor, Schneeschmelze, die Beschaffenheit des Geländes, versiegelte Flächen, Flussbegradigungen, Rückhaltebecken und der Zustand des Hochwasserschutzes. Der IPCC weist ausdrücklich darauf hin, dass Veränderungen bei Starkniederschlägen nicht ohne Weiteres auf Veränderungen bei Flusshochwassern übertragen werden können, weil Hochwasser von einem komplexen Zusammenspiel vieler Einflüsse abhängen.

Das bedeutet allerdings auch nicht das Gegenteil. Es wäre ebenso falsch zu behaupten, der Klimawandel spiele bei einzelnen Extremereignissen grundsätzlich keine Rolle. Die sogenannte Ereignisattribution – der Begriff Attribution wurde in vorhergehenden Kapiteln eingehend erklärt –versucht gerade herauszufinden, ob und in welchem Umfang der menschliche Einfluss die Wahrscheinlichkeit oder Intensität eines konkreten Wetterereignisses verändert hat. Dabei wird nicht gefragt: Hat der Klimawandel dieses Ereignis verursacht? Vielmehr lautet die wissenschaftliche Fragestellung: War ein vergleichbares Ereignis unter den heutigen Klimabedingungen wahrscheinlicher oder intensiver als in einer Welt ohne den zusätzlichen menschlichen Einfluss auf das Klima? Dieser Unterschied ist wesentlich.

Stellen wir uns zwei Würfel vor. Der eine ist völlig normal. Beim anderen wurden mehrere Seiten leicht zugunsten der Sechs verändert. Natürlich kann auch mit dem normalen Würfel eine Sechs fallen. Niemand würde deshalb behaupten, der manipulierte Würfel habe diese konkrete Sechs verursacht. Er erhöht lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass sie fällt.

Ebenso arbeitet die moderne Ereignisattribution. Sie untersucht Veränderungen von Wahrscheinlichkeiten, nicht die Monokausalität – der Klimawandel ist an allem schuld – einzelner Ereignisse. Bei großräumigen Hitzewellen gelingt diese Attribution (= Zuordnung) inzwischen häufig mit relativ hoher Aussagekraft. Bei lokal begrenzten Gewittern, Tornados oder manchen Hochwasserereignissen ist sie dagegen erheblich schwieriger, weil natürliche Schwankungen und lokale Einflussgrößen wesentlich stärker ins Gewicht fallen. Der IPCC betont diese Unterschiede ausdrücklich.

Wie bereits erwähnt, lässt sich auch aus der Höhe der Katastrophenschäden nicht unmittelbar auf einen stärkeren Klimaeinfluss schließen. Steigende Schäden können ebenso darauf zurückzuführen sein, dass heute mehr Menschen, Gebäude und Infrastruktur in gefährdeten Gebieten liegen.

Interessant ist deshalb weniger die schnelle politische oder mediale Erklärung als die wissenschaftliche Frage dahinter – wobei ich bezüglich der Aussagen des IPCC beziehungsweise der Wissenschaft oftmals auch skeptisch bin. Dennoch, die Wissenschaft sollte feststellen: hat sich das Risiko verändert? Oder wurde wieder einmal ein einzelnes Ereignis in der öffentlichen Kommunikation von Politikern und Medien in einen bereits bestehenden Deutungsrahmen eingeordnet?

Wer diese beiden Fragen voneinander trennt, verharmlost den Klimawandel nicht. Er verlangt lediglich das, was Wissenschaft eigentlich auszeichnen sollte: eine saubere Unterscheidung zwischen Ursache, Wahrscheinlichkeit und tatsächlichem Ereignis. Diese Differenzierung geht in der öffentlichen Debatte meist verloren. Aus einem komplexen Zusammenspiel natürlicher und menschlicher Einflussgrößen wird eine einfache Botschaft mit nur einem Schuldigen: der Klimawandel!

3. „Die Pole schmelzen weg“

„Die Pole schmelzen.“ Kaum eine Aussage über den Klimawandel erzeugt stärkere Bilder. Ausgemergelte Eisbären auf kleinen Eisschollen, abbrechende Eisberge und riesige schmelzende Gletscher gehören seit Jahren zum festen Repertoire der Klimaberichterstattung. Nur: Von „den Polen“ zu sprechen, wirft völlig unterschiedliche Dinge in einen Topf.

Arktis und Antarktis unterscheiden sich grundlegend. Im Zentrum der Arktis liegt ein von den nördlichen Landmassen umgebener Ozean, dessen Oberfläche teilweise von Meereis bedeckt ist. Die Antarktis dagegen ist ein von Ozean umgebener Kontinent, der von einem mächtigen Eisschild bedeckt ist. Hinzu kommt ein wichtiger Unterschied: Meereis ist nicht Landeis.

Meereis schwimmt bereits im Wasser. Sein Abschmelzen erhöht den Meeresspiegel daher kaum unmittelbar – ähnlich wie ein schmelzender Eiswürfel in einem Glas den Wasserstand kaum verändert. Schmilzt dagegen Eis auf Grönland oder dem antarktischen Kontinent und gelangt dieses Wasser ins Meer, trägt es zum Meeresspiegelanstieg bei.

Was zeigen nun die Messungen?

Bei der Arktis ist die langfristige Entwicklung eindeutig. Das sommerliche Meereis ist seit Beginn der Satellitenmessungen 1979 deutlich zurückgegangen. Über die gesamte Messreihe bis 2025 beträgt der Rückgang des Septemberminimums – also der kleinsten Ausdehnung des arktischen Meereises, die gewöhnlich am Ende der sommerlichen Schmelzperiode im September erreicht wird – nach Angaben des National Snow and Ice Data Center (NSIDC) rund 12,1 Prozent pro Jahrzehnt, bezogen auf den Durchschnitt 1981–2010.

Interessant ist allerdings der Blick auf die jüngere Entwicklung. Das bisherige Rekordminimum wurde 2012 mit rund 3,39 Millionen Quadratkilometern gemessen. 2023 waren es 4,26 Millionen, 2024 etwa 4,25 Millionen und 2025 rund 4,60 Millionen Quadratkilometer. Das Septemberminimum 2025 lag damit rund 1,21 Millionen Quadratkilometer über dem Rekordtief von 2012. Das entspricht ungefähr der 3,4-fachen Fläche Deutschlands.

Im Klartext: Die arktische Meereisfläche war beim Septemberminimum 2025 deutlich größer als 2012 – sie hat zwischen diesen beiden Vergleichsjahren um rund 36 Prozent zugenommen. Das steht zunächst einmal im Gegensatz zu dem häufig vermittelten Eindruck, die Eisfläche werde Jahr für Jahr kontinuierlich kleiner.

Wer daraus allerdings eine dauerhafte Erholung des arktischen Meereises ableiten wollte, würde denselben Fehler begehen, den ich an anderer Stelle kritisiere: einen passend gewählten Zeitraum zum allgemeinen Trend erklären.

Nochmals vereinfacht gesagt: Zunächst ging die arktische Meereisfläche über Jahrzehnte deutlich zurück. Seit 2007 ist sie im September aber nicht mehr statistisch eindeutig weiter geschrumpft, sondern schwankt auf diesem niedrigeren Niveau von Jahr zu Jahr. Das Rekordminimum wurde 2012 erreicht; 2025 lag die Eisfläche deutlich darüber. Alle getroffenen Aussagen sind gleichzeitig richtig.
Das ist ein treffendes Beispiel dafür, wie entscheidend der gewählte Zeitraum für die Aussage einer Statistik sein kann.

Hinzu kommt: Eisfläche ist nicht gleich Eismenge und schon gar nicht Eisdicke. Eine große Fläche dünnen, einjährigen Eises ist etwas anderes als dieselbe Fläche aus dickem, mehrjährigem Eis. Deshalb reicht der Blick auf die Quadratkilometer allein nicht aus, um den Zustand des arktischen Eises zu beurteilen. Denn dieselbe Eisfläche kann – je nach Dicke – eine völlig unterschiedliche Eismenge enthalten. Dünnes, einjähriges Eis kann während der sommerlichen Schmelzperiode leichter vollständig verschwinden als dickes, mehrjähriges Eis.

Grönland verliert erheblich an Landeis. Nach Angaben des IPCC verlor der grönländische Eisschild zwischen 1992 und 2020 rund 4.890 Gigatonnen Masse. Das entspricht einem Beitrag zum globalen mittleren Meeresspiegel von etwa 13,5 Millimetern. Die durchschnittliche Verlustrate stieg dabei von 39 Gigatonnen pro Jahr zwischen 1992 und 1999 auf 175 Gigatonnen zwischen 2000 und 2009 und 243 Gigatonnen pro Jahr zwischen 2010 und 2019.

Bei der Antarktis zeigt sich ein anderes Bild. Auch der antarktische Eisschild hat insgesamt Masse verloren. Der IPCC beziffert den Verlust zwischen 1992 und 2020 auf rund 2.670 Gigatonnen, entsprechend etwa 7,4 Millimetern globalem Meeresspiegelanstieg. Die Verluste konzentrieren sich stark auf die Westantarktis. Für die Ostantarktis ist die Entwicklung regional wesentlich uneinheitlicher.

Davon zu unterscheiden ist das antarktische Meereis, also das auf dem Meer schwimmende Eis rund um den Kontinent. Anders als in der Arktis zeigt sich seit Beginn der Satellitenmessungen 1979 kein statistisch signifikanter Rückgang des jährlichen Minimums. Allerdings wurden von 2022 bis 2025 besonders niedrige Sommerminima – die jeweils kleinste Meereisausdehnung am Ende des antarktischen Sommers, der in unsere Wintermonate fällt – gemessen. Das Rekordminimum wurde 2023 mit rund 1,79 Millionen Quadratkilometern erreicht; 2024 waren es rund 1,99 Millionen, 2025 etwa 1,98 Millionen Quadratkilometer.

2026 sah das bereits wieder deutlich anders aus. Das Sommerminimum lag nach Angaben des National Snow and Ice Data Center bei rund 2,58 Millionen Quadratkilometern. Gegenüber 2025 waren das etwa 600.000 Quadratkilometer mehr, gegenüber dem Rekordminimum von 2023 sogar rund 790.000 Quadratkilometer mehr – im Durchschnitt ungefähr zweimal die Fläche Deutschlands. Das Minimum 2026 lag damit wesentlich näher am langjährigen Durchschnitt und belegte lediglich Rang 16 der niedrigsten Werte in der 48-jährigen Satellitenmessreihe.

Auch beim Wintermaximum – der größten Meereisausdehnung am Ende des antarktischen Winters, also ungefähr im September – nahm die Fläche zuletzt wieder zu: von 17,07 Millionen Quadratkilometern 2023 über 17,26 Millionen 2024 auf 17,81 Millionen Quadratkilometer 2025. Allerdings waren dies weiterhin die drei niedrigsten Wintermaxima der Satellitenmessreihe seit 1979.

Das ergibt ein differenziertes Bild. Die Jahre 2022 bis 2025 waren beim sommerlichen Meereis tatsächlich außergewöhnlich eisarm. 2026 nahm die Fläche jedoch wieder deutlich zu. Daraus bereits eine dauerhafte Erholung abzuleiten, wäre ebenso voreilig wie aus wenigen besonders niedrigen Jahren einen gleichmäßigen, Jahr für Jahr fortschreitenden Rückgang abzuleiten. Das antarktische Meereis unterliegt erheblichen natürlichen Schwankungen. Deshalb entscheidet erst die langfristige Entwicklung darüber, ob aus einzelnen Ausschlägen ein belastbarer Trend wird.

Die pauschale Aussage „Die Pole schmelzen weg“ wird den tatsächlichen Entwicklungen deshalb nicht gerecht. Die Messdaten zeigen kein einheitliches Bild, sondern erhebliche Unterschiede zwischen den Polarregionen und den verschiedenen Eisarten.

Arktis ist nicht Antarktis, Meereis ist nicht Landeis, Eisfläche ist nicht Eisdicke – und ein einzelnes Jahr ist noch kein langfristiger Trend. Wer darüber seriös diskutieren möchte, sollte deshalb zunächst drei einfache Fragen beantworten:

Welches Eis? Wo? Und über welchen Zeitraum?

Das ist weniger spektakulär als das Bild von den „schmelzenden Polen“. Dafür ist es näher an den tatsächlichen Daten.

Die Frage nach dem schmelzenden Landeis führt unmittelbar zum nächsten großen Klimathema: dem Anstieg des Meeresspiegels.

4. „Der Meeresspiegel steigt immer schneller – ganze Küsten werden verschwinden“

Kaum ein Bild eignet sich besser für die Klimadebatte als eine überflutete Küstenstadt. Ganze Inselstaaten würden verschwinden, Küstenregionen unbewohnbar und Millionenstädte vom Meer bedroht – so jedenfalls klingt es häufig.

Zunächst zur unstrittigen Tatsache: Der globale Meeresspiegel steigt.

Nach Angaben des IPCC nahm der globale mittlere Meeresspiegel zwischen 1901 und 2018 um rund 20 Zentimeter zu. Die durchschnittliche Anstiegsrate lag zwischen 1901 und 1971 bei etwa 1,3 Millimetern pro Jahr, zwischen 1971 und 2006 bei 1,9 Millimetern und zwischen 2006 und 2018 bereits bei 3,7 Millimetern pro Jahr. Der IPCC sieht darin eine Beschleunigung und bewertet den menschlichen Einfluss seit mindestens 1971 als sehr wahrscheinlich wichtigsten Treiber.

Die Ursachen sind ebenfalls gut bekannt. Erwärmtes Meerwasser dehnt sich aus – die sogenannte thermische Expansion. Hinzu kommt Wasser aus schmelzenden Gletschern und Eisschilden an Land.

Bis hierhin gibt es wenig Anlass für Streit. Interessant wird es bei der Frage, was aus diesen Messungen für die Zukunft abgeleitet wird. Der IPCC erwartet gegenüber dem Mittel der Jahre 1995 bis 2014 bis zum Jahr 2100 – abhängig von den angenommenen zukünftigen Treibhausgasemissionen – einen globalen Meeresspiegelanstieg zwischen 28 und 55 Zentimetern bei einem sehr niedrigen Emissionsszenario und zwischen 63 Zentimetern und 1,01 Metern bei einem sehr hohen Emissionsszenario. Das sind keine Messwerte, sondern Projektionen, deren Größenordnung wesentlich davon abhängt, welches Emissionsszenario tatsächlich eintritt und wie insbesondere die großen Eisschilde reagieren.

Auch andere offizielle Projektionen zeigen eine erhebliche Spannweite. Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) – die nationale Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung – arbeitet beispielsweise mit Szenarien von etwa 30 Zentimetern bis zu zwei Metern bis 2100.

Die Streitfrage lautet deshalb weniger, ob der Meeresspiegel weiter steigt, sondern wie stark sich dieser Anstieg künftig beschleunigen wird.
Bei hohen Projektionen spielen Annahmen über zukünftige Emissionen und insbesondere über das Verhalten der großen Eisschilde eine entscheidende Rolle. Je weiter der Blick in die Zukunft reicht, desto größer werden deshalb die Bandbreiten. Die besonders hohen Werte sind mögliche Szenarien – keine Vorhersage dessen, was zwangsläufig eintreten wird. Auch der IPCC spricht hier ausdrücklich von großer beziehungsweise tiefer Unsicherheit.

Diese Abstufung zwischen wahrscheinlichen Entwicklungen und möglichen Extremverläufen ist für die Einordnung entscheidend, geht in der öffentlichen Darstellung jedoch schnell verloren. Zwischen einem wahrscheinlichen Bereich und einem extremen, aber nicht völlig auszuschließenden Szenario besteht ein erheblicher Unterschied.

Überdies: Den einen Meeresspiegel vor der eigenen Haustür gibt es nicht. Das klingt zunächst irritierend, denn Wasser scheint sich schließlich überall auf dasselbe Niveau einzupendeln. Der globale mittlere Meeresspiegel ist jedoch ein errechneter Durchschnitt. Die tatsächliche Höhe der Meeresoberfläche unterscheidet sich regional unter anderem durch Meeresströmungen, Winde, Temperatur und Salzgehalt des Wassers sowie Unterschiede im Erdschwerefeld. Hinzu kommt, dass sich das Land selbst heben oder senken kann. Gerade in Küsten- und Deltaregionen können beispielsweise Grundwasser- oder Rohstoffentnahmen zu erheblichen Bodenabsenkungen führen.

Umgekehrt hebt sich in Teilen Skandinaviens das Land noch heute als Spätfolge der letzten Eiszeit. Dort kann die Landhebung stärker sein als der Anstieg des Meeres. In diesem Fall sinkt der relative Meeresspiegel vor Ort, obwohl der globale mittlere Meeresspiegel gleichzeitig steigt.

Entscheidend für die Menschen an einer Küste ist deshalb nicht allein der globale Durchschnitt, sondern der relative Meeresspiegel – also die Höhe des Meeres im Verhältnis zum jeweiligen Land.

Wie wenig einzelne Jahre über den langfristigen Trend aussagen, zeigen die jüngsten NASA-Daten: 2024 stieg der globale mittlere Meeresspiegel um ungewöhnlich hohe 5,9 Millimeter, 2025 dagegen nur um 0,8 Millimeter. Als wesentlichen Grund für den geringen Anstieg 2025 nennt die NASA La Niña und die damit verbundene vorübergehende Verlagerung großer Wassermengen vom Ozean auf die Kontinente.

Der Meeresspiegel steigt, und seine langfristige Anstiegsrate hat sich erhöht. Das ist kein Mythos. Überzogen wird die Geschichte dort, wo aus wissenschaftlichen Projektionen sichere Zukunftsbilder gemacht werden, und der Eindruck entsteht, sämtliche Küsten der Erde seien gleichermaßen und unmittelbar vom Untergang bedroht.

Zwischen 20 Zentimetern gemessenem Anstieg in 117 Jahren, verschiedenen Projektionen für die kommenden Jahrzehnte und möglichen Extremverläufen liegen erhebliche Unterschiede. Diese Unterschiede sollte man benennen – nicht um den Meeresspiegelanstieg kleinzureden, sondern um Messung, Projektion und Extremszenario sauber auseinanderzuhalten.

Ein höherer Meeresspiegel ist erdgeschichtlich übrigens keineswegs ungewöhnlich: Während der letzten Warmzeit vor rund 125.000 Jahren lag er nach Einschätzung des IPCC wahrscheinlich etwa 5 bis 10 Meter(!) über dem heutigen Niveau. Eine Information, die von narrativtreuen Politikern und Medien verschwiegen wird. Warum wohl?

5. „Bei 1,5 Grad kippt das Klima“

Die Zahl „1,5 Grad Celsius“ hat die Klimadebatte geprägt. Sie steht auf Plakaten, in politischen Programmen und internationalen Abkommen. Schnell entsteht dabei der Eindruck, 1,5 Grad seien eine Art planetarische Belastungsgrenze: darunter beherrschbar, darüber droht die Klimakatastrophe. So einfach ist es nicht.

Die 1,5 Grad beziehen sich auf den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur gegenüber dem vorindustriellen Zeitraum 1850 bis 1900. Politisch besondere Bedeutung erhielt diese Marke durch das Pariser Klimaabkommen: Die Erwärmung soll deutlich unter 2 Grad gehalten und möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden.

Der wissenschaftliche Hintergrund ist nachvollziehbar, sollte aber nicht als der Weisheit letzter Schluss gesehen werden. Nach Einschätzung des IPCC nehmen zahlreiche klimabedingte Risiken mit steigender Temperatur zu. Bei 1,5 Grad sind sie höher als bei geringerer Erwärmung, bei 2 Grad wiederum höher als bei 1,5 Grad. Dazu gehören unter anderem Hitzeextreme, Starkniederschläge und in bestimmten Regionen Dürrerisiken. Der IPCC betont, dass sich viele Veränderungen mit jedem zusätzlichen Stück Erwärmung verstärken.

Aber: 1,5 Grad sind keine physikalische Klippe. Die Welt ist bei 1,49 Grad noch in Ordnung und bei 1,51 Grad plötzlich verloren?! Risiken verändern sich graduell und je nach Region und Klimafolge unterschiedlich. Die 1,5-Grad-Marke ist deshalb keine naturwissenschaftliche Trennlinie zwischen einem „sicheren“ und einem „katastrophalen“ Klima.

Hinzu kommt eine häufig übersehene Unterscheidung: Ein einzelnes Jahr mit mehr als 1,5 Grad Erwärmung bedeutet noch nicht, dass die 1,5-Grad-Grenze im klimatischen Sinne dauerhaft überschritten wurde. Der IPCC definiert das Erreichen eines Erwärmungsniveaus über langfristige Mittelwerte und weist ausdrücklich darauf hin, dass einzelne Jahre aufgrund natürlicher Schwankungen darüber oder darunter liegen können.

Das ist wichtig, wenn Schlagzeilen verkünden, die 1,5-Grad-Grenze sei „gerissen“ oder „durchbrochen“.

Auch ein Blick in die Klimageschichte hilft bei der Einordnung. Wärmere globale Klimazustände hat es bereits gegeben. Während der letzten Warmzeit vor rund 125.000 Jahren lag die globale Durchschnittstemperatur nach Einschätzung des IPCC über längere Zeit etwa 0,5 bis 1,5 Grad über dem Niveau von 1850 bis 1900. Im mittleren Pliozän vor rund drei Millionen Jahren waren es sogar etwa 2,5 bis 4 Grad mehr.

Das bedeutet nicht, dass die heutige Erwärmung deshalb bedeutungslos wäre. Es bedeutet aber, dass Temperaturen oberhalb der politischen 1,5-Grad-Marke erdgeschichtlich kein unbekannter Zustand sind. Entscheidend sind Geschwindigkeit und Ausmaß der Veränderung, ihre konkreten Folgen und die Fähigkeit von Menschen und Ökosystemen, sich daran anzupassen. Und der Mensch ist anpassungsfähig, und wird es auch in Zukunft sein – und auch sein müssen.

Die 1,5-Grad-Marke ist eine politisch vereinbarte Zielmarke, die sich auf wissenschaftliche Risikobewertungen stützt. Aus einer sinnvollen Orientierungsmarke sollte deshalb keine mystische Zahl werden.

6. „Wenn die Kipppunkte überschritten sind, gibt es kein Zurück mehr“

Eng verbunden mit der 1,5-Grad-Grenze ist ein weiterer Begriff, der in der Klimadebatte geradezu apokalyptische Wirkung entfaltet: der Kipppunkt.

Die Vorstellung klingt einleuchtend: Wird eine bestimmte Temperatur überschritten, kippt ein Teil des Klimasystems. Danach läuft der Prozess von selbst weiter und lässt sich nicht mehr aufhalten. Häufig genannte Beispiele sind das Abschmelzen des grönländischen oder westantarktischen Eisschildes, Veränderungen der Atlantischen Umwälzströmung – kurz AMOC – oder das Auftauen von Permafrostböden. AMOC – nicht Amok. Letzteres überlasse ich an dieser Stelle der gelegentlich etwas überhitzten Klimadebatte. „Späßle gmacht“, wie der Schwabe sagt.

Kipppunkte sind keine Erfindung. Der IPCC definiert einen solchen Punkt als kritischen Schwellenwert, jenseits dessen sich ein System häufig abrupt oder irreversibel neu organisiert. Auch aus der Klimageschichte sind abrupte Veränderungen bekannt.

Grundlegend ist jedoch das Wort „kritischer Schwellenwert“. Wo genau dieser bei den einzelnen Systemen liegt, wann er erreicht wird und wie schnell die anschließende Veränderung abläuft, lässt sich häufig nicht auf eine bestimmte Temperatur festnageln.

Eine viel beachtete Studie von Armstrong McKay und Kollegen kam 2022 zu dem Ergebnis, dass einige mögliche Kipppunkte bereits beim heutigen Erwärmungsniveau nicht völlig ausgeschlossen werden können und mehrere im Bereich von 1,5 bis 2 Grad wahrscheinlicher werden könnten. Die Autoren geben allerdings keine einzelne magische Temperatur an, bei der das Klimasystem als Ganzes kippt, sondern Unsicherheitsbereiche für unterschiedliche Systeme.

Auch der IPCC zeichnet ein differenziertes Bild. Für die Atlantische Umwälzströmung (AMOC) wird im 21. Jahrhundert eine Abschwächung erwartet. Dass sie vor 2100 abrupt zusammenbricht, hält der IPCC in seinem AR6 – dem Sechsten Sachstandsbericht – für eher unwahrscheinlich, beurteilt diese Einschätzung allerdings nur mit mittlerer wissenschaftlicher Sicherheit. Beim arktischen Meereis stellt der IPCC sogar ausdrücklich fest, dass kein Kipppunkt bekannt ist, nach dessen Überschreiten der Eisverlust unumkehrbar würde. Auch beim Permafrost bestehen erhebliche Unsicherheiten darüber, ob überhaupt ein eindeutiger Kipppunkt bestimmt werden kann, ab dem sich die Entwicklung grundlegend und unumkehrbar verändert.

Anders sieht es bei den großen Eisschilden aus. Bei anhaltender Erwärmung zwischen 2 und 3 Grad gibt es laut IPCC begrenzte Hinweise darauf, dass der grönländische und der westantarktische Eisschild langfristig nahezu vollständig und irreversibel verloren gehen könnten. Aber auch hier ist der Zeitraum entscheidend: Der IPCC spricht von mehreren Jahrtausenden, nicht davon, dass diese Eisschilde nach Überschreiten einer bestimmten Temperatur innerhalb weniger Jahre verschwinden.

Dieser riesige und nicht klitzekleine Unterschied ist für die öffentliche Diskussion wichtig. „Irreversibel“ bedeutet nicht automatisch „plötzlich“, und „Kipppunkt“ bedeutet nicht, dass morgen das gesamte Klimasystem zusammenbricht. Ein Schwellenwert kann einen langfristigen Prozess in Gang setzen, dessen vollständige Auswirkungen sich erst über Jahrhunderte oder Jahrtausende entfalten. Umgekehrt können bestimmte Veränderungen durchaus relativ schnell erfolgen.

Klimahistorisch sind abrupte Klimaänderungen nichts Unbekanntes. Der IPCC verweist unter anderem auf große Enteisungsphasen während des Quartärs –des vor rund 2,6 Millionen Jahren begonnenen und bis heute andauernden Erdzeitalters mit seinen wiederholten Kalt- und Warmzeiten – und auf die starke Erwärmung während des Paläozän/Eozän-Temperaturmaximums vor rund 56 Millionen Jahren, als die globale Temperatur zeitweise etwa 4 bis 8 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag. Solche Ereignisse zeigen, dass das Klimasystem tatsächlich zu erheblichen Zustandsänderungen fähig ist. Sie zeigen, dass Klima niemals ein statisches System war.

Es wäre ebenso falsch, Kipppunkte als reine Panikmache abzutun, wie aus ihnen einen bevorstehenden Weltuntergang abzuleiten. Die Risiken sind real, die Schwellenwerte teilweise unsicher und die Zeiträume höchst unterschiedlich. Diese drei Dinge gehören zusammen.

Aus dem wissenschaftlich sinnvollen Konzept des Kipppunktes wird erst dann ein Zerrbild, wenn aus „kann bei zunehmender Erwärmung wahrscheinlicher werden“ in der öffentlichen Wahrnehmung „bei 1,5 Grad kippt das Klima unwiderruflich“ wird.

Das eine ist Risikoforschung. Das andere ist eine Gewissheit, die die Wissenschaft in dieser Pauschalität nicht hergibt. An dieser Stelle beginnt die Inszenierung in der öffentlichen Kommunikation: Aus Unsicherheiten werden Gewissheiten, aus möglichen Entwicklungen scheinbar sichere Zukunftsszenarien und aus Risiken mitunter unmittelbar bevorstehende Katastrophen. Der wissenschaftliche Befund bleibt derselbe – verändert wird die Geschichte, die daraus erzählt wird.

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Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

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Was ist ein Staat ohne Steuergerechtigkeit anderes als ein Räuber?

Von Uwe Froschauer

Der Staat greift tief in die Taschen seiner Bürger. Er besteuert Einkommen, Konsum, Eigentum und Vermögensübertragungen, während sein eigener Apparat wächst. Gleichzeitig werden gigantische Summen für Aufrüstung mobilisiert und soziale Sicherungssysteme auf den Prüfstand gestellt. Kleine und mittlere Einkommen sollen nun steuerlich entlastet werden. Gut so. Aber reicht das? Steuergerechtigkeit bemisst sich nicht allein daran, wie viel ein Staat einnimmt. Sie bemisst sich auch daran, wem er wie viel nimmt – und wofür er das Geld ausgibt.

Frei nach Augustinus frage ich deshalb: Was ist ein Staat ohne Steuergerechtigkeit anderes als ein Räuber?

1. Vom Recht zu nehmen – und der Pflicht, Maß zu halten

„Was sind Reiche ohne Gerechtigkeit anderes als große Räuberbanden?“, fragte Augustinus vor mehr als 1.600 Jahren sinngemäß in seinem Werk De civitate Dei. Die Frage hat nichts von ihrer Sprengkraft verloren.

Selbstverständlich braucht ein funktionierender Staat Steuern. Straßen, Schulen, Polizei, Gerichte, Krankenhäuser, Verwaltung, Infrastruktur und soziale Sicherung gibt es nicht zum Nulltarif. Ich stelle deshalb nicht das Recht des Staates infrage, Steuern zu erheben. Ich stelle die Frage nach dem Maß, nach der Verteilung und nach der Verwendung.

Wie tief darf ein Staat seinen Bürgern in die Tasche greifen? Wer wird besonders stark belastet? Wer kann sich der Belastung leichter entziehen? Und was geschieht mit dem Geld?

Diese Fragen sind in Deutschland alles andere als akademisch. Deutschland gehört bei der Belastung von Arbeitseinkommen zur Weltspitze. Für einen alleinstehenden Durchschnittsverdiener ohne Kinder errechnete die OECD für 2025 einen Steuer- und Abgabenkeil von 49,3 Prozent der Arbeitskosten. Gemeint ist damit der Anteil der gesamten Arbeitskosten, der durch Einkommensteuer sowie die Sozialversicherungsbeiträge von Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgezehrt wird. Nur Belgien lag unter den OECD-Staaten noch höher. In diesem Wert sind Einkommensteuer sowie Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung enthalten.

Fast jeder zweite Euro der Arbeitskosten verschwindet damit in Steuern und Sozialbeiträgen, bevor über das verbleibende Einkommen frei verfügt werden kann. Danach kommt der Fiskus beim Konsum wieder vorbei: Mehrwertsteuer, Energiesteuern und diverse weitere Abgaben lassen grüßen.

Von einer Steuerquote von „über 50 Prozent“ möchte ich dennoch nicht sprechen. Das wäre methodisch unsauber, weil die verschiedenen Steuern unterschiedliche Bemessungsgrundlagen haben und nicht einfach addiert werden dürfen. Die belegbaren 49,3 Prozent beim Steuer- und Abgabenkeil sind drastisch genug.

2. Klingbeils Entlastung – zehn Milliarden gegen einen gewaltigen Abgabenberg

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil möchte gegensteuern. Das Bundeskabinett beschloss am 2. September 2026 den Entwurf eines Einkommensteuerreformgesetzes 2027. Das Entlastungsvolumen soll zehn Milliarden Euro betragen. Profitieren sollen vor allem kleine und mittlere Einkommen sowie Familien mit Kindern.

Klingbeil formuliert das so:

„Wir entlasten Familien mit Kindern. Wir sorgen dafür, dass am Ende des Monats etwas mehr zum Leben übrigbleibt.“

Und weiter:

„Arbeit und Leistung sollen sich stärker lohnen.“

Dagegen ist nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Die Frage lautet vielmehr: Warum erst jetzt – und warum in dieser Größenordnung?

Zehn Milliarden Euro Entlastung hören sich nach viel Geld an. Gemessen an der gesamten Belastung der Bürger und an einem Bundeshaushalt von mehr als einer halben Billion Euro relativiert sich die Zahl schnell. Der Regierungsentwurf für 2027 sieht Ausgaben von rund 555 Milliarden Euro vor. Gleichzeitig nimmt der Staat enorme neue Schulden auf.

Klingbeils Reform ist deshalb vordergründig eine Entlastung. Man sollte sie nicht kleiner reden, als sie ist. Man sollte sie aber auch nicht größer reden. Ein Hochabgabenland wird nicht dadurch zum Steuerparadies, dass der Finanzminister einen Teil der zuvor entstandenen Belastung zurücknimmt.

3. Der Staat wächst – und der Bürger bezahlt ihn

Wer den Bürger zur Kasse bittet, sollte zumindest mit dem Geld sorgsam umgehen.

Der Staatsapparat ist in den vergangenen Jahren nicht gerade auf Diät gesetzt worden. Nach einer aktuellen Auswertung der Stellenpläne stieg die Zahl der Stellen in den über den gesamten Zeitraum vergleichbaren Bundesministerien und im Bundeskanzleramt von 22.429 im Jahr 2017 auf 26.505 im Jahr 2026. Das sind 4.076 Stellen mehr beziehungsweise ein Zuwachs von 18,2 Prozent. Bei den Beamtenstellen betrug der Anstieg sogar 28 Prozent. Einschließlich neu geschaffener Ministerien sind 2026 in Bundesministerien und Kanzleramt 27.443 Stellen vorgesehen. Hinzu kommt das neue Digitalministerium mit 385 Stellen.

Nicht jeder zusätzliche Beamte ist überflüssig. Auch ein wachsender Aufgabenbestand kann zusätzliches Personal erforderlich machen. Nur sollte ein Staat, der seinen Bürgern ständig Reformbedarf, Sparzwänge und leere Kassen erklärt, dieselben Maßstäbe an sich selbst anlegen. Das vermisse ich.

Der Staat fordert Effizienz von Unternehmen. Er fordert Eigenverantwortung vom Bürger. Er diskutiert über längere Lebensarbeitszeiten, Sozialleistungen und Einsparungen. Bei der eigenen Organisation scheint der Sparwille erheblich weniger ausgeprägt zu sein.

Ein Staat darf nicht immer fetter werden und anschließend seinen Bürgern erklären, sie müssten den Gürtel enger schnallen.

4. Einmal verdient, mehrfach besteuert

Besonders augenfällig wird das Verhältnis zwischen Staat und Bürger beim Blick auf den Lebenszyklus eines Euro.

Ein Mensch arbeitet und erzielt Einkommen. Der Staat kassiert Einkommensteuer. Vom verbleibenden Geld kauft er Waren und Dienstleistungen. Der Staat kassiert Mehrwertsteuer und gegebenenfalls weitere Verbrauchsteuern. Er kauft ein Grundstück. Grunderwerbsteuer. Er besitzt Grund und Boden. Grundsteuer. Erzielt sein angespartes Kapital Erträge, werden diese grundsätzlich ebenfalls besteuert. Überträgt er Vermögen später auf seine Kinder, kann Erbschaft- oder Schenkungsteuer anfallen.

Formal juristisch gelten diese Belastungen nicht automatisch als unzulässige „Doppelbesteuerung“. Der Staat besteuert nämlich formal nicht immer dasselbe: Einmal wird das erzielte Einkommen besteuert, ein anderes Mal der Kauf einer Ware oder eines Grundstücks, später möglicherweise der Besitz einer Immobilie oder die Übertragung eines Vermögens auf die nächste Generation. Es handelt sich also um unterschiedliche steuerliche Vorgänge.

Für den Bürger bleibt faktisch dennoch die Tatsache bestehen, dass ein einmal erwirtschafteter Wohlstand im Laufe der Zeit mehrfach besteuert wird. Das Geld wurde durch Arbeit oder wirtschaftliche Tätigkeit verdient – und bei seiner Verwendung, seinem Besitz oder seiner Weitergabe greift der Staat erneut zu. Damit stellt sich die Frage, wie viele steuerliche Zugriffe auf bereits erworbenen Wohlstand noch angemessen sind.

Das ist für mich der Kern des Übels und die Verhaltensweise eines übergriffigen Staates. Nicht jede einzelne Steuer ist für sich genommen ungerecht. Die Summe der Zugriffe erreicht aber ein Ausmaß, bei dem der Bürger fragen darf und muss, für wen er eigentlich arbeitet.

Steuern finanzieren das Gemeinwesen. Sie sind aber kein Selbstzweck. Und der Bürger ist nicht die Melkkuh einer Politik, die ihre Ausgabenwünsche – beispielsweise für die sinnbefreite Kriegsverlängerung in der Ukraine (8,3 steuerfinanzierte Milliarden im Jahr 2025) – ständig erweitert und anschließend nach neuen Einnahmequellen sucht.

5. Arbeit, Erbschaft und Kapital – wo bleibt die Gerechtigkeit?

Steuergerechtigkeit bedeutet für mich nicht, erfolgreichen Menschen ihren Erfolg zu neiden. Auch wenn manche behaupten, Neid sei die deutsche Form der Anerkennung, gehört er dennoch nicht zu meinen Untugenden. Ich habe andere.

Wer eine Firma aufbaut, Arbeitsplätze schafft, Risiken übernimmt, Innovationen entwickelt, sechzig Stunden in der Woche arbeitet und damit ein Vermögen verdient, darf reich werden. Leistung muss sich lohnen. Alles andere wäre nicht sozial, sondern leistungsfeindlich.

Schwieriger wird es dort, wo Vermögen in gigantischer Höhe übertragen wird, ohne dass der Empfänger selbst einen entsprechenden Beitrag zu seiner Entstehung geleistet hat. Ein Unternehmen ist schließlich nicht allein das Werk seines Eigentümers. Seine Prosperität beruht auch auf den Leistungen Tausender Mitarbeiter, auf öffentlicher, steuerfinanzierter Infrastruktur, Rechtssicherheit, Bildungssystemen und einer Gesellschaft, die diese wirtschaftliche Tätigkeit überhaupt ermöglicht.

Nach Klingbeils eigenen Angaben werden in Deutschland jährlich Vermögenswerte von etwa 300 bis 400 Milliarden Euro vererbt. Das Erbschaftsteueraufkommen liegt demgegenüber bei ungefähr 13 Milliarden Euro. Bei Betriebsvermögen existieren weitreichende Vergünstigungen. Das Bundesverfassungsgericht beschreibt diese selbst als Regelungen, die von einer „weitgehenden Steuerfreistellung“ bis unter bestimmten Voraussetzungen zu einem „vollständigen Erlass“ reichen können. Über die Verfassungsmäßigkeit dieser Privilegien wird im Oktober 2026 verhandelt. Schauen wir mal!

Da darf man schon einmal fragen: Warum wird Arbeit in Deutschland international außergewöhnlich hoch belastet, während sehr große Vermögensübertragungen teilweise weitreichende Privilegien genießen?

Ähnliches gilt für Kapitalerträge. Ich möchte nicht unbedingt behaupten, Finanzmärkte erzeugten grundsätzlich keine volkswirtschaftliche Wertschöpfung. Unternehmen brauchen Kapital. Investitionen müssen finanziert werden. Ohne funktionierende Kapitalmärkte – abgesehen vom Casino-Kapitalismus – wäre eine moderne Volkswirtschaft kaum denkbar. So weit, so gut. Aber etwas anderes stört mich: Ein Arbeitnehmer kann seinen Arbeitsplatz, sein Einkommen und seine Steuerpflicht nicht mal eben nach Luxemburg, auf die Cayman Islands oder in eine internationale Holdingstruktur verschieben. Große Vermögen und international tätige Unternehmen besitzen Gestaltungsmöglichkeiten, von denen der normale Arbeitnehmer nur träumen kann.

Steuergerechtigkeit beginnt für mich dort, wo Leistung belastet wird, ohne diejenigen aus den Augen zu verlieren, die vom wirtschaftlichen und gesellschaftlichen System in außergewöhnlichem Umfang profitieren.

6. Beim Sozialstaat wird gerechnet – bei der Aufrüstung geklotzt

Spätestens hier wird die Steuerfrage politisch explosiv. Und sie wird zu einer Frage der Gerechtigkeit. Wenn der Staat seinen Bürgern hohe Belastungen abverlangt, gleichzeitig bei sozialen Leistungen den Rotstift ansetzt und auf der anderen Seite gewaltige Summen für Aufrüstung mobilisiert, dann gerät nicht nur etwas aus dem Lot. Dann stellt sich die Frage, ob dieser Staat seine finanziellen Prioritäten noch im Interesse seiner Bürger setzt. Meines Erachtens tut er das nicht – und das schon lange nicht mehr!

Für 2027 plant die Bundesregierung Verteidigungsausgaben von 109,7 Milliarden Euro. Hinzu kommen Mittel aus dem Sondervermögen Bundeswehr. Bis 2029 soll die NATO-Quote für Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Für die Unterstützung der Ukraine sind allein 2027 weitere 11,6 Milliarden Euro vorgesehen. In meinen Augen rausgeschmissenes, steuerfinanziertes Blutgeld!

Gleichzeitig wird über Einschnitte und Reformen im Sozialstaat gesprochen. Renten, Krankenversicherung, Pflege, Arbeitsmarktleistungen – plötzlich wird gerechnet, gemahnt und auf die Grenzen der Finanzierbarkeit verwiesen. Für 2027 sind zudem einschließlich der Sondervermögen neue Schulden von mehr als 200 Milliarden Euro vorgesehen.

Das passt für mich nicht zusammen. Beim Sozialstaat wird der Rotstift gezückt. Bei der Rüstung sitzt das Geld plötzlich locker. Ich habe bereits im Juli 2025 in meinem Artikel „Deutschlands Aufrüstung auf Kosten des Sozialstaats“ und später in „Sozialabbau für Kriegswirtschaft ist eine Kriegserklärung an das eigene Volk“ vor dieser Entwicklung gewarnt. Die Dimensionen sind inzwischen noch größer geworden.

Der deutsche Michel soll länger arbeiten, mehr Eigenvorsorge betreiben, steigende Sozialbeiträge schultern und Verständnis für Sparmaßnahmen aufbringen. Für Waffen, militärische Infrastruktur und die Fortsetzung der Ukraine-Unterstützung werden dagegen Milliardenbeträge mobilisiert.

Nein, Herr Klingbeil. So geht es nicht. Den Bürgern den Gürtel enger zu schnallen und gleichzeitig bei der Aufrüstung das Portemonnaie weit zu öffnen, ist eine Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit, die ich nicht teile. Klingbeil begründete seinen Kurs am 8. September 2026 im Bundestag unter anderem mit den Worten:

„Wir machen uns vor Putin nicht klein. Ohne neue Schulden sich zu verteidigen, das ist wie ohne Rakete zum Mond zu fliegen.“

Wenig später erklärte er:

„Wir haben unsere Sicherheit gestärkt, als Putin uns bedroht hat.“

Die Botschaft ist kaum misszuverstehen: Die enormen zusätzlichen Ausgaben für Verteidigung werden wesentlich mit der Bedrohung durch Russland gerechtfertigt.

Das halte ich für eine gefährliche und absolut bellizistische Verkürzung. Russland führt einen Krieg gegen die Ukraine – daraus folgt noch lange nicht, dass Putin Deutschland angreifen will. Wer eine Aufrüstung dieser Größenordnung mit einer russischen Bedrohung Deutschlands rechtfertigt, sollte für diese angenommene Angriffsabsicht belastbare Belege vorlegen. Die bloße militärische Fähigkeit Russlands ist noch kein Beweis für die Absicht, Deutschland oder einen anderen NATO-Staat anzugreifen. Der Besonnenheit Russlands – und ich hoffe die Russen bleiben so besonnen – ist es meines Erachtens zu verdanken, dass wir noch keinen dritten Weltkrieg haben und Deutschland möglicherweise in Trümmern liegt, und nicht den USA und schon gar nicht den kriegstreiberischen europäischen Staaten wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland, deren unfähige Führer anstatt auf Diplomatie auf Konfrontation setzen, um ihr innenpolitisches Totalversagen zu kaschieren.

Noch weniger überzeugt es mich, wenn auf diese Weise hausgemachte finanzielle und strukturelle Probleme Deutschlands mit einer äußeren Bedrohung verknüpft werden. Die Probleme bei Renten, Pflege, Krankenversicherung, Infrastruktur oder Staatsfinanzen sind nicht in Moskau entstanden. Sie sind zu einem erheblichen Teil das Ergebnis politischer Entscheidungen in Berlin. Dafür trägt Wladimir Putin keine Verantwortung, oder wie sehen Sie das, Herr Merz, Herr Klingbeil und Konsorten? Sie gefährden das Leben und die Zukunft meiner Tochter, und da verstehe ich absolut keinen Spaß!!!

Die Verantwortung für den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Niedergang Europas tragen diejenigen, die hierzulande und in der EU Politik machen.

7. Russland zwingt uns! Wirklich?

Begründet wird die gigantische Aufrüstung immer wieder mit Russland.

Im Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027 steht ausdrücklich, Deutschland müsse seine Verteidigungsfähigkeit „insbesondere“ vor dem Hintergrund der „russischen Aggression in Europa“ stärken. Klingbeil verteidigte die massive zusätzliche Verschuldung Anfang September ebenfalls mit der Sicherheitslage. Deutschland könne seine Verteidigungsfähigkeit ohne zusätzliche Schulden nicht gewährleisten. Die aggressive Politik der NATO unter Trumps willfährigem Vasallen Mark Rutte verschweigt er.

Russland führt seit Februar 2022 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine – keine Frage. Angesichts der Anzahl völkerrechtswidriger Kriege der USA seit ihrem Bestehen ist Russlands Agitation jedoch eher Kinderfasching. Aus der von der NATO provozierten Aggression Russlands folgt für mich nicht, dass Russland Deutschland oder einen NATO-Staat angreifen will. Das halte ich für eine der Angsterzeugung dienende Lüge. Schämt euch für eure schamlose, nicht evidenzbasierte Behauptung!

Aus der Fähigkeit Russlands, einen NATO-Staat möglicherweise irgendwann militärisch angreifen zu können, wird in der politischen Kommunikation allzu schnell die Vorstellung – oder auch die dem Volk zu kommunizierende Gewissheit, Russland werde es auch tun. Fähigkeit ist aber keine Absicht. Eine belastbare öffentliche Evidenz für einen konkret geplanten russischen Angriff auf Deutschland liegt nicht vor, und wenn doch, dann zeigen Sie mir diese Evidenz, Herr Klingbeil. Auch die Behauptung, Russland hätte eine mit Sprengstoff bestückte Drohne am Leipziger Flughafen platziert, löst sich immer mehr in Luft auf. Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, Herr Dobrindt und Herr Wadephul, dieser an den Haaren herbeigezogenen Behauptung Gewissheit zu verleihen? Schämen Sie sich nicht dafür?

Russland bestreitet jedenfalls solche Absichten. Das beweist natürlich noch nichts. Regierungen sind nicht deshalb glaubwürdig, weil sie in Moskau sitzen – aber auch nicht deshalb, weil sie in Berlin oder Brüssel sitzen.

Wie auch immer. Eine derart folgenschwere Politik dieser vermaledeiten europäischen Kriegstreiber sollte mehr hervorbringen als bloße Bedrohungsszenarien. Die Arbeit Berlins und Brüssels sehe ich innenpolitisch und außenpolitisch als Armutszeugnis an. Gehen Sie endlich Frau von der Leyen – Ladies first – und Herr Merz. Sie haben es nicht drauf! Sie arbeiten gegen das Volk, das Sie anscheinend für blöd halten, das aber Ihnen schon lange nicht mehr vertraut, wie letzte Wahlergebnisse zeigen!

Deutschland steht im Begriff, seine militärischen Ausgaben auf eine Größenordnung zu erhöhen, die noch vor wenigen Jahren politisch kaum vorstellbar gewesen wäre. Das Geld fehlt nicht irgendwo im luftleeren Raum. Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Was in Rüstung fließt, steht für andere Aufgaben nicht zur Verfügung – oder muss über zusätzliche Schulden finanziert und später einschließlich Zinsen bedient werden.

Die Rüstungsindustrie darf sich über volle Auftragsbücher freuen. Der Steuerzahler bekommt die Rechnung. Und möglicherweise noch etwas anderes: eine weitere Eskalation der Konfrontation mit der größten Atommacht.

Eine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik muss verteidigungsfähig sein. Sie muss aber ebenso diplomatiefähig und vor allem friedensfähig bleiben. Aufrüstung ohne ernsthafte Diplomatie ist keine Sicherheitsgarantie. Sie führt nicht zur Sicherheit, sondern zum Sicherheitsrisiko.

Sie gefährden mit Ihrer unsäglichen Politik unser aller Leben, Herr Merz und Herr Klingbeil! Ein Tipp für Sie, ganz kostenlos, Herr Merz: Fahren Sie nach Moskau, machen Sie einen Kotau vor Herrn Putin – wenn Sie nicht wissen, wie das geht, erkundigen Sie sich bei Herrn Habeck –, sagen Sie Putin, dass es Ihnen leidtut, dass die deutsche Aggression vor circa 85 Jahren 27 Millionen russische Leben gekostet hat, und das sich das nie, nie wieder wiederholen wird. Verbieten Sie Ihrem Kriegsminister Boris Pistorius, auch nur noch einmal das Wort Kriegstüchtigkeit in den Mund zu nehmen – und schwuppdiwupp wird aus dem aktuellen Kriegskanzler Friedrich Merz ein Friedenskanzler! Ihre Zustimmungswerte würden steigen – garantiert! Wäre das nichts für Sie? Okay, bei Rheinmetall, BlackRock und Selenskyj wären Sie nicht mehr so gut angesehen. Kollateralschäden, nicht wahr? Andererseits: Bei Beibehaltung Ihrer jetzigen Politik werden Sie zurecht als schlechtester Kanzler ever in die deutsche Geschichte eingehen. Wollen Sie das?
Ich hoffe, Sie können mir mental folgen.

8. SPD – wessen Interessen vertritt diese Partei noch?

Besonders bitter empfinde ich die seit einigen Jahren verlaufende Entwicklung bei einer Partei, die das Wort „sozial“ bereits im Namen trägt. Ich war bis auf die letzten 10 Jahre ein überzeugter SPD-Wähler. Das hat sich grundlegend geändert.

Die organisatorischen Wurzeln der SPD liegen in der deutschen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Ferdinand Lassalle gründete 1863 den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein. 1869 folgte unter August Bebel und Wilhelm Liebknecht die Sozialdemokratische Arbeiterpartei. 1875 vereinigten sich beide Strömungen. Seit 1890 trägt die Partei ihren heutigen Namen.

Das Eisenacher Programm verlangte gleiche Rechte und Pflichten sowie die Abschaffung der Klassenherrschaft. Das Gothaer Programm sprach von der Beseitigung sozialer und politischer Ungleichheit. Die Partei organisierte Menschen, die gegenüber wirtschaftlich Mächtigen wenig Macht besaßen.

Und heute?

Heute steht ein sozialdemokratischer – in Wirklichkeit neoliberaler – Finanzminister vor einem Haushalt mit Verteidigungsausgaben von knapp 110 Milliarden Euro. Gleichzeitig wird darüber debattiert, wie der Sozialstaat finanzierbar bleiben soll – na ja, mit massiven Einsparungen im Sozialbereich. Selbst bei der gesundheitlichen Vorsorge von Kindern wird inzwischen der Rotstift angesetzt. Kinderärzte warnen davor, dass die Budgetierung auch Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen treffen könnte. Ausgerechnet bei der Prävention für Kinder sparen zu wollen – geht’s noch?

Was ist aus dieser Partei geworden?

Die SPD hat sich spätestens mit der Agenda 2010 weit von Teilen ihrer traditionellen sozialen Basis entfernt. Sie hat Deregulierung und einen großen Niedriglohnsektor mitgetragen und soziale Sicherheiten zurückgebaut. Heute trägt sie eine Politik mit, die Deutschland militärisch in Dimensionen aufrüstet, die vor wenigen Jahren noch als kaum finanzierbar gegolten hätten.

Dann wundert man sich über den Verlust von Wählerstimmen. Schuld ist natürlich die AFD, und selbstverständlich der angebliche Steigbügelhalter BSW in Sachsen-Anhalt, nicht wahr Herr Lanz? Nein Herr Merz, und Herr Klingbeil, Ihre total verfehlte Innen- und Außenpolitik ist der unangefochtene Steigbügelhalter Nummer Eins für die AFD.

Vielleicht sollte sich die SPD weniger darüber wundern, warum sie Stimmen verlieren, und mehr darüber nachdenken. Eine Arbeiterpartei, die ihre Arbeiter verliert, hat kein Kommunikationsproblem. Sie hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Klingbeils Ansatz, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten und große Erbschaften stärker in den Blick zu nehmen, weist für mich durchaus in die richtige Richtung. Aber: Zehn Milliarden Euro Steuerentlastung für Familien und Arbeitnehmer auf der einen Seite wirken bescheiden, wenn auf der anderen Seite dreistellige Milliardenbeträge für Verteidigung vorgesehen sind. Man muss sich doch auch fragen, wo die zehn Milliarden herkommen sollen. Der Staat selbst hat kein Geld. Holt er sie sich wirklich von den Begüterten, oder wandert es von der einen sozialen Tasche in die andere?

Sozialdemokratische Politik müsste zuerst fragen, wie der Wohlstand der arbeitenden Bevölkerung gesichert werden kann – und nicht, wie diese Bevölkerung die nächste Aufrüstungsrunde finanziert.

9. Der Bürger ist nicht der Geldautomat des Staates

Jetzt komme ich zurück zu Augustinus.

Ich will keinen schwachen Staat. Ich will einen Staat, der seine Aufgaben erfüllt. Einen Staat, der Schulen instand hält, Brücken saniert, innere Sicherheit gewährleistet, eine menschenwürdige Pflege ermöglicht, vernünftige Renten sichert und seinen Bürgern eine leistungsfähige Infrastruktur bereitstellt sowie Frieden gewährleistet und nicht den Krieg anheizt.

Dafür zahle ich Steuern.

Was ich nicht akzeptiere, ist die Vorstellung, der Bürger sei ein nahezu beliebig anzuzapfender Geldautomat. Erst Einkommensteuer. Dann Verbrauchsteuern. Dann Steuern auf Eigentum und bestimmte Transaktionen. Dazu Sozialabgaben. Und wenn das Geld trotzdem nicht reicht: neue Schulden, die letztlich ebenfalls von den Bürgern und ihren Nachfahren getragen werden müssen.

Gleichzeitig wächst der Staatsapparat, und für eine massive militärische Aufrüstung werden Summen mobilisiert, bei denen die angebliche Unfinanzierbarkeit anderer Aufgaben plötzlich keine Rolle mehr spielt. Schämt euch!

Ein Staat besitzt Macht – das ist in Ordnung. Aber Macht braucht Grenzen. Steuern sind kein Beuterecht. Sie sind der finanzielle Beitrag der Bürger zu einem Gemeinwesen, das ihnen dienen soll. Dieses Verhältnis gerät aus den Fugen, wenn Belastungen immer weiter steigen, die Verteilung als ungerecht empfunden wird und politische Prioritäten sich zunehmend von den Bedürfnissen großer Teile der Bevölkerung entfernen.

Vielleicht sollte die Bundesregierung weniger darüber nachdenken, wo noch etwas zu holen ist, und stärker darüber, warum sie mit dem bereits Geholten nicht auskommt.

Augustinus stellte seine Frage vor mehr als anderthalb Jahrtausenden. Ich erlaube mir, sie für das Deutschland des Jahres 2026 ein wenig umzuschreiben und zu wiederholen:

Was ist ein Staat ohne Steuergerechtigkeit anderes als ein Räuber?

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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31.August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Unersättlicher Steuerstaat Deutschland

12. September 2026, von Albrecht Künstle

Die Finanzpolitik der (noch) amtierenden Merz-Klingbeil-Regierung – eigentlich wäre die Reihenfolge umgekehrt, da sie vom Finanzminister dominiert wird – gerät zunehmend außer Rand und Band, wie die Haushaltsdebatte dieser Woche zeigte. Schon im letzten Jahr 2025 betrug das Finanzierungsdefizit (ohne Schattenhaushalt) 119 Milliarden Euro betragen, und das trotz der um 5,7 Prozent gestiegenen Staatseinnahmen von 2,14 Billionen Euro (hier einige wenige Daten anschaulich aufbereitet). Die Staatsquote stieg – zur Freude der linken Parteien – auf über 50 Prozent; eine Dimension, wie wir sie nur aus sozialistischen Staaten kennen. Der öffentliche Sektor trug mit 833 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, die „Konsumausgaben“ des Staates betrugen jedoch bereits 2025 tatsächlich 1,013 Billionen Euro. Dieses Jahr und die nächsten Jahre schlägt der Staat noch mehr über die Stränge, sodass die Zinslast der nachfolgenden Generation den Steuerzahlern kaum noch Spielraum lässt für Vorhaben, welche diese für wichtig halten sollten.

An dieser Stelle soll er aber „nur“ um Steuern auf Grund und Boden gehen. Wie bekannt, verpflichtete das Bundesverfassungsgericht (BVerG) den Gesetzgeber, die Grundsteuer neu zu regeln. Die Länder machten von ihrem eingeräumten Gestaltungsrecht regen Gebrauch. Das grüne Baden-Württemberg beispielsweise nahm den Titel der „Grundsteuer“ beim Schopf: Jährlich besteuert wird hier der Grundbesitz alleine nach dem Wert des Bodens – egal, ob darauf ein Einfamilienhaus mit Garten, ob alles hitzetreibend mit Solarplatten überbaut ist oder ob ein Hochhaus draufsteht. Der Hintergedanke dabei ist der, die Eigentümer zu animieren, auf knappem Boden möglichst viele Wohnungen zu errichten – vor allem, um die anhaltende Zuwanderung besser aufnehmen zu können. Das BVerG entschied lediglich, dass das Grundsteueraufkommen aus Anlass einer anderen Besteuerungsgrundlage nicht steigen dürfe. Aber der Steuerstaat trickste das Gericht aus: Im Folgejahr der Umstellung stiegen die Grundsteuern massiv an. Gewusst wie!

Der Staat kassiert ab ohne Gegenleistung

Kommen wir zur Grunderwerbsteuer. In Baden-Württemberg beläuft sie sich auf 5 Prozent, in anderen Ländern auf noch mehr. Für den Ersterwerb von unbebauten Grundstücken hat diese Steuer dieselbe “Berechtigung” wie andere Steuern: der Staat muss eine Steuer nur wollen – eine Begründung findet er dann immer irgendwie. Politiker sind erfinderisch; das muss man ihnen lassen. Doch wie verhält es sich beim Eigentümerwechsel eines bebauten Grundstücks? Ein Beispiel: Auf einem bereits besteuerten Grundstück im Wert von 100.000 Euro wird eine Immobilie errichtet, die zum Beispiel das Fünffache des entrichteten Grundstückspreises – also 500.000 Euro – kostet. Somit hat das Objekt einen Gesamtwert von 600.000 Euro. Wird es zu diesem Preis einmal  verkauft, muss der Erwerber 30.000 EUR Grunderwerbsteuer zahlen (5 Prozent des Kaufpreises) – und das, obwohl der Staat bereits für den Ersterwerb des Grundstücks 5.000 Euro kassierte.

Außerdem hatte Vater Staat für die Baukosten der Immobilie bereits 79.832 Euro an Mehrwertsteuer eingenommen. Das gleiche „Spiel“ wiederholt sich beim nächsten Eigentümerwechsel. Näher besehen mutierte die Grunderwerbsteuer damit zu einer Immobiliensteuer, bei der der Staat keinen Finger krumm machen muss, sprich: keinerlei Gegenleistung erbringt (für die einzig zu erbringende Dienstleistung durch den Notar kommen weitere Kosten obendrauf).

Immobilienwechsel wird madig gemacht

Nun noch zu einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes (BFH Az. II R 32/22), die den Steuereintreibern das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen dürfte: Es ging dabei um einen Käufer, der ein Haus mit einem eingetragenen Wohnrecht – einem sogenannten Nießbrauch – für eine Etage erwarb. Normalerweise mindert eine solche “Dienstbarkeit” den Immobilienpreis, weil der Käufer damit nicht länger machen kann, was er will. Das “hohe Gericht” (was sich wohl kaum auf den “hohen” geistigen Horizont beziehen dürfte) entschied jedoch, dass das Wohnrecht „kapitalisiert“ werden muss. Also wurde die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer erhöht! Dazu muss der Mietwert der belasteten Wohnung bis zum statistischen Ableben der Wohnberechtigten ermittelt werden. „Es zähle zu den Verpflichtungen, die der Erwerber über den eigentlichen Kaufpreis hinaus eingegangen sei“, beschreibt das Monatsheft von “Haus & Grund” dieses Kuriosum. Eingegangene Pflichten werden also nicht anerkannt, sondern mit Steuer bestraft! Aus der Sicht des Staates gilt wohl: „pecunia non olet“, Geld stinkt nicht…

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Die Folge wird wohl sein, dass kein Wohnungsinteressent mehr ein Haus erwirbt, in dem er sich etwa in den Obergeschossen einrichten kann, während das Erdgeschoss noch von einem älteren Mieter oder Eigentümer bewohnt wird. Der Immobilienwechsel wird auf diese Weise vergrämt – und die Wohnungsnot vergrößert. Schuld ist auch hier wieder mal der Staat, der den Hals einfach nicht vollkriegen kann. Und Richter, die sich dem Fiskus offenbar mehr verpflichtet fühlen als den Steuerbürgern. Sicher ist: Auch die Grunderwerbsteuer gehört definitiv auf den Verhandlungstisch einer anstehenden echten Steuerreform!

Dieser Artikel ist mit „KI“, mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/unersaettlicher-steuerstaat-deutschland/ erschienen.

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 63

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

Schon 1953 hat Ray Bradbury mit formidabler Weitsicht in „Fahrenheit 451“ die Zustände beschrieben, in die wir im Zeitalter der Smombies eingebettet sind und die wir deshalb eigentlich erkennen können müssten:

„Stopfe ihnen den Kopf voll nüchterner Tatsachen, bis sie sich zwar überladen, aber doch „umfassend informiert“ vorkommen. Dann glauben sie, denkende Menschen zu sein und vom Fleck zu kommen, ohne sich im Geringsten zu bewegen. Und sie sind glücklich, weil diese Tatsachen keinem Wandel unterworfen sind.“

Anders ausgedrückt heißt das, verstopfe den Leuten ihre Gehirngänge mit nutzlosem, Angst machendem, Infoschlamm. Dann sind sie so überfordert, dass sie keine Ressourcen mehr zum tiefgehenden Nachdenken oder gar dem Erkennen von Zusammenhängen haben. Denn das führe sowieso nur zum seelischen Unglück.

Wer die Macht über die Bedeutung der Worte hat, der bestimmt, was die Leute wie zum Ausdruck bringen können. Man nehme als eindrückliches Beispiel das Wort „Solidarität“ und seine Aushöhlung und Bedeutungsumkehr mit Beginn von Corona.

Denn eine Handlung aus Zwang heraus ist keine Solidarität. Solidarität basiert auf Freiwilligkeit. Das sind die viel beschworenen „doppelten Maßstäbe“, die bis in die letzte Ritze dieses scheinklugen Gemeinwesens wuchern. Das ist die Kehrseite der Sprache, die uns massiv manipulieren kann, bis hin zum enthirnten Funktionswesen.

Präzises Denken bedingt eine präzise Sprache. Und umgekehrt.

Diese Formulierung soll den Geist der Sprachphilosophie eines Ludwig Wittgensteins wiederspiegeln, wobei er dies in die Worte kleidet: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“

Unseren Geisteszustand, unsere Gefühle und Phantasie, unsere Überlegungen und Ideen drücken wir hauptsächlich durch unsere Sprache aus. Neben anderen menschlichen Darstellungsweisen in Kunst und Kultur gibt es Schreiberlinge mit wunderbaren Wortschöpfungen und Formulierungen, die einem dafür Empfänglichen das Herz aufgehen lassen. Das ist, wie wenn Goethes Forderung mit dem Streben nach dem Wahren, Schönen und Guten bedient wird.

Die Diskrepanz zu den Realitäten, die damit genüßlich aufgespießt und seziert werden können, könnte dann größer kaum sein. Diese Art Gehirnnahrung kann für Sprach-Connaisseure wie eine Droge wirken. „Des koo sogoa an fätzign Lachrausch gemm…“

Wenn das Gehirn nicht genutzt, sprich trainiert, wird, verkümmert es.

Das mit dem „Nie wieder!“ wurde wohl zu lange als stille Post weitergetragen, so dass jetzt ein beschwingtes „Schon wieder! Russen töten!“ daraus wurde.

Jedoch zerstören sich Reiche letztendlich durch ihre eigene Arroganz irgendwann selbst, wenn sie auf der Logik von roher Gewalt, Heuchelei und dem Grundsatz „Macht gibt Recht“ beruhen. „Des hod scho da oide Griech‘ Thukydides gwusst.“

Die USA sind schon fast amüsant, wie sie mit dem wahnsinnigen Eifer eines Spielers ihren Einsatz verdoppeln, nachdem sie schon (fast) das letzte Hemd verloren haben. Dass das bloß nicht zu einem „Eingekesselte-Ratte-Effekt“ führt… vor allem weil das „Imperium der Lügen“ momentan dauernd „Sputnik-Momente“ erlebt.

„Also, wenn ein CIA Direx persönlich in Moskau anreist….Leute, da ist die Kacke richtig am dampfen….“, steht dazu im Internet. Oder hat das schon was vom Führer-Stellvertreter Rudolf Heß und seinem Gaga-Flug nach Engeland?

Die Politik verheddert sich in Floskeln und tarnt politische Leere mit Geschwurbel.

Scott Bessent kündigt wieder mal großspurig gegenüber den Mullahs an: „Jede Art von wirtschaftlichem Engagement mit diesem mörderischen Regime wird die Verantwortlichen der vollen Reichweite amerikanischer Macht aussetzen.“ Schon saublöd, dass diese Macht minütlich weniger weit reicht, wie der Iran demonstriert.

Die wirklich wichtige Frage stellt diese Sprechpuppe dann aber auch noch: „Warum sollte ich das globale Finanzsystem sprengen wollen?“ Tja, warum wohl? Vielleicht weil‘s eh kurz vorm Zusammenfallen steht?

Dies wird zeigen, wie Ben Norton zu wissen glaubt, „dass sich im Herzen des auf dem Dollar basierenden internationalen Finanzsystems eine zunehmende Krise abzeichnet.“

Man hört, leere Drohungen seien das Leibgericht von Chamenei jr., Putin und Xi. Je großspuriger, desto besser. Ob sich deren Reaktionen auch am deftig derben Luther orientieren: „Warum rülpset und furzet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmecket?“

Die Wahrheit ist bitter am Anfang, aber am Ende dann süß.

Auch die ehemalige US-Staatssekretärin, Investmentbankerin und Gründerin des Solari Report, Catherine Austin Fitts, zieht die Decke weg: „Das Syndikat, das Israel kontrolliert, ist amerikanisch – und sie plündern jetzt ihre eigenen Bevölkerungen.“ Was einst geopolitische Expansion war, ist heute – so Fitts – Selbstkannibalismus des Systems.

Von „Down Under“ stellt Henry Johnston alles auf den Kopf, wenn er fragt: „Befinden wir uns jetzt in einem System, in dem der Zugang zu realen Dingen (wie Rohstoffen) den Zugang zu Papierversprechen (wie Dollar) übertrumpft? … Der Fokus verlagert sich von Schuldtiteln zu realen Vermögenswerten – und das ist eine schlechte Nachricht für Länder, deren Wirtschaft auf einem Berg von Schuldenforderungen balanciert.“

Dazu hat der wuselige, früher hochgestellte Mantelkragen Larry C. Johnson eine erhellende Idee, denn „alles fügt sich zu einem einzigen, kohärenten Phänomen zusammen: einer Welt, die sich von einem Hub-and-Spoke-System mit einem einzigen obligatorischen Zentrum zu einem dichten Geflecht mit vielen Zentren neu verdrahtet. Das ist keine multipolare Welt, die gerade entsteht. Es ist eine multinodale – und das richtige Substantiv zu wählen, ist die erste Voraussetzung dafür, sie klar zu erkennen.“

Viele haben inzwischen unübersehbare Haltungsschäden von zu viel Haltung.

Die harten „gegen Rääächts“ Kämpen befinden sich im gleichen Geisteszustand wie Weltuntergangssekten, ähnlich den Flagellanten oder Geißlern im 13. und 14. Jahrhundert. Sie haben wahnhafte apokalyptische Visionen im Honig-Kopf über einen Wahlsieg der Schwefelpartei. Und doch wären sie ohne das Bild einer bestialischen „Gefahr-von-Rääächts“ ihres eigenen „sinnlosen, dekadenten, narzisstisch, idiotisierten Daseins“ beraubt und könnten sich selbst nicht mehr für „die Guten™“ halten.

Die ideal-typische grüne Schreckschraube im „Nahen Osten“ der Republik, Susan Sziborra-Seidlitz, muss ganz durcheinander sein. Denn sie plärrt andauernd FCKNZS und macht das auch noch in realiter. Zumindest, wenn sie ihre ehelichen Pflichten ernst nimmt. „So hintafotzig eazäin des de Schwuabla.“

Der ganz spezielle Humor in dieser Sache zeigt sich darin, dass ja tatsächlich ein Untergang stattfindet. Nämlich die immer schmerzvollere Zerbröselung des „Imperium der Lügen“, vulgo des güldenen Wertlos-Westens. Man sieht das an dem stetig zunehmenden Aufwand, die Lügengebäude zu stützen, die das ganze System ausmachen. Diese Sisyphusse sehen sich zwar mitten in der Erdverkochung, doch sie wollen einfach nicht mitkriegen, wie das Wasser heißer wird.

Und überhaupt…, wir haben doch jetzt das „Tassengate“. Der einzig würdige Nachfolger von Bernstein/Woodward, der Paule, der „Rotzistimeimer“, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Beziehungsweise der von ihm mit Hausbesuch beglückte Schwefelparteiler Til Schweiger, äähhh…, Till Schneider, äähhh… Tillschneider hat eine Russentasse!

Man muss sich das mal vorstellen! Welt-TV hält da gnadenlos drauf. Unter anderem Krempel steht da glatt eine Tasse mit DEM roten Stern der ewigen Tod-Feinde einfach so in der Wohnung rum. Jetzt ist klar wie Kloßbrühe, dass dieser „gesichert Rechtsextreme“ dem satanischen Putler garantiert jede Geheimdienstinfo gratis und frei Haus einfach so zusteckt. „Do muas ma si do wägschmaißn…“

Gibt es noch irgendwelche Gründe, Kassandra für verrückt zu halten?

Die Mehrheit glaubt weiterhin den charakterlosen, geldgeilen und chronischen Lügnern. Wie kommt das? Nun, die Mehrheit der Leute belügt sich schließlich auch täglich selbst, ist charakterlos und geldgeil. Seit Jahren, Jahrzehnten oder auch ein ganzes Leben. Der Begriff vom „Imperium der Lügen“ kommt nicht von ungefähr. Die Unteren tun dasselbe, was die Oberen ihnen vormachen. Und andersrum.

Die DNA im „Imperium der Lügen“, ganz vorne dabei „UnsereDemokratie“, ist die Lüge (© by Alice Weidel) und der Betrug. Sie sind das Grundprinzip und somit haben die Lügner und Betrüger das Ruder fest in der Hand.

Im „Imperium der Lügen“ ist das florierendste Geschäftsmodell die Ummünzung von Angst in Profit.

Wenn bei einer Shakespeare Aufführung Trigger-Warnungen erfolgen, weil Gefühle verletzt werden können, was machen die dann, wenn wieder die „Germans to the front“ sollen? „Ey, Alda… masch disch ma loggä… Chill east ma…“

Quertreiber Michael Klonovsky stellte da mal gleich die ketzerische Frage: „Würde unser einstweilen noch virtueller Wehrdienstleistender (m/w/d) sein Leben – also praktisch „Alles – für Deutschland“ geben?“

Der wahrscheinlich letzte echte Kabarettist im TV, der Georg Schramm ließ sich mal dergestalt vernehmen: „Du musst sie nur weiter systematisch verblöden, denn nur Idioten kaufen und fressen Gammelfleisch.“ Wobei der mit „Gammelfleisch“ sicher dieses harte Wort für die weiche Masse im Sinn hatte. Also, einfach wie das Endprodukt des Stoffwechsels gemeinhin benannt wird. Kurz: Krieg ist Scheiße!

Nur zur Erinnerung: Der letzte Krieg, den die USA gewonnen haben, war der gegen Grenada. Grenada? Sie wissen nichts mehr über die glorreichen 4 Tage vom 25. bis 29. Oktober 1983? „Mia dageng hamm jo scho ewig nix mea gwonna…“

Heute wollen alle dasselbe. Anders sein wie die anderen.

Das Leben schreibt die abgedrehtesten und bizarrsten Geschichten. Die alternativen Schreiberlinge sind bloß die Sekretäre, die einfach alles mitschreiben. Da gibt es noch unendlichen Vorrat.

Dass Philipp Amthor (ein Klon-Abkömmling des früher als Alfred E. Neumann bekannten Comic-Typ) unter dem Verdacht stehen soll, Bambi erschossen zu haben, ist natürlich totaler Unsinn.

Aber „weil es heutzutage ja alles, was sich so irre anhört, wirklich gibt“, wie Michael Sailer treffend anmerkt, weiß man nie.

Soll der Schöngeist Hermann Hesse das letzte Wort für hier haben: „Unrein und verzerrend ist der Blick des Wollens. Erst wo wir nichts begehren, erst wo unser Schauen reine Betrachtung wird, tut sich die Seele der Dinge auf, die Schönheit.”

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Der Artikel erschien zuerst unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/gschichtn-ausm-nachbargartn-folge-63/

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G’schichten aus dem Grimmschen Märchenwald

oder

Die wundersamen Geschichten des deutschen Pinocchio

Von Peter Müller

Es war einmal ein Untoter, der den Grabstein beiseite schob und dem Grab entstieg, in das er einst von Angi, der Mutter Teresa der Besitzlosen und Enterbten aller Länder, gelegt worden war.

Ich bin der neue Messias, sprach er forsch und wollte alles Böse besiegen, besonders die Russen und natürlich die Blauen, denn er wollte ja nicht, dass die Leute blau feiern.

In Deutschland wird zu wenig gearbeitet und so wurde festgelegt, keine Krankschreibung mehr ohne ärztliches Attest, vom ersten Tag an.

Die Rentner sind viel zu reich und geben ihr Geld nicht aus.

Also müssen wir die Renten kürzen und das Märchen vom bösen CO2 aufrecht erhalten, denn damit kriegt niemand die Temperaturen im Sommer runter.

Die Hitzetoten sind eh die Alten und das reduziert die Zuschüsse des Staates zur gesetzlichen Rente.

Gleichzeitig ein super Argument für die Fortsetzung der verlustreichen Energiewende. Umweltschutzvorschriften werden außer Kraft gesetzt.

Der Wald muss abgeholzt werden bei den tollen Weltmarktpreisen und er braucht Betonfundamente, da kann er kein Wasser mehr speichern.

Wir brauchen Schneisen im Wald und Inseln mit Spargeln aus Stahl, denn die erzeugen Infraschall. Den hört zwar keiner, aber sogar Wale werden verrückt und verlieren die Orientierung.

Da gibt es dann tolle Stories über die Hilfsaktionen zur Rettung von Walen, empfehlen seine Berater von der AGORA-Bande.

Außerdem, wenn der Wind so durch die Wälder und Felder frei wehen kann, trocknet das die Böden aus.

Und wenn wir kein Gas mehr importieren, gibt es keine Düngemittel. Die Preise für Nahrungsmittel steigen und am liebsten hatte man die reduzierte Mehrwertsteuer auf Lebensmittel abgeschafft.

Dekarbonisierung und Waffen für die Ukraine senken zwar keine Emissionen, denn die Faulgase der Toten enthalten auch Methan und das wirkt mehr als Kohlendioxid.

So eine kleine Rakete verbrennt außerdem viel mehr Treibstoff in kurzer Zeit als jeder Panzer.

Macht ja nix, wenn Preise steigen, da steigen auch die Einnahmen des Staates aus der Mehrwertsteuer. Mit der Kohlendioxidabgabe steigert sich das Bruttosozialprodukt ganz ohne jede Wertschöpfung, das ist gut für das Wachstum in der Statistik.

Erst versprach der Messias die Verschuldung des Staates zu beenden, dann erfand er die Sonderfonds, um mit noch mehr Schulden, die Profite der Monopole und Rüstungskonzerne zu erhöhen.

Den Traum Hitlers vom Endsieg, der war noch immer tief in seinem Herzen vorhanden.

Weil seinem Dienstherrn den Donald von Entenhausen das Geld ausging und im Geldspeicher  nur noch Schulden waren, musste der Größte Kanzler aller Zeiten gemäß der Tradition der Kanzlerakte die Kosten für den Russlandfeldzug bereitwillig übernehmen.

Sein Vorgänger Olaf der Vergessliche und dessen Vize mit den Kinderbuchgeschichten waren schon froher Hoffnung, als der debile Joe vom Teleprompter ablas und verkündete:

„Wenn Russland einmarschiert, wird es kein Nord Stream 2 mehr geben“

Die Grünen sahen jetzt ihre Chance, die Kulturrevolution von oben gemäß den Lehrsätzen der Mao-Fibel zu vollenden.

Nur sieht das Strafgesetz in Deutschland eigentlich vor, dass jene, die mit dem Feind im Außen kolportieren wegen Hochverrat eingesperrt werden müssten.

Und nach dem NATO-Statut hätte der Bündnisfall erklärt werden müssen, denn Europas Länder sind mit staatsterroristischen Methoden angegriffen worden.

Viele Jahre sind ins Land gegangen, um endlich zu verkünden, wie gründlich die deutschen Sicherheitskräfte die Story vom Segelboot der NYT für sich passend machen konnten, um gegen den Widerstand Polens 2 Ukrainer festzunehmen.

Unsere Demokratie funktioniert und da helfen auch Drohnen mit Sprengstoff, wo aber der Zünder versagt. Der hybride Krieg braucht halt Profis.

Das hatten die CIA schon im Kalten Krieg gelernt. Nach 1990 berichtete sogar das ZDF über die Methoden. Ja Russland setzt auch Mittel der hybriden Kriegsführung ein, aber die haben das vom tiefen Staat der USA gelernt.

Wir waren es nicht. Das waren irre Privatpersonen. So sagt es nun auch Selenskyj, nein wir waren das nicht. Stimmt, aber von Herzen gewollt hat er es schon.

Da gibt es noch einen Screenshot von einer Zeitungsmeldung in Neuseeland, die aber von der Zeitung bereits gelöscht war. Nur die Suchmaschine, da war die Schlagzeile noch vorhanden.

Kim Dotcom wurde befragt, was er wisse zu den Vorgängen.
Wer die Info verbreitet hat, ist nicht mitgeteilt worden.
Von den Russen eher nicht, die haben das meines Wissens nie benutzt aus verständlichen Motiven.

Die sollen aber schon vorher Lyz Truss gehackt haben lt BBC.

Kim Dotcom wurde als Profi-Hacker befragt, weil er nach anderen Quellen aus Eigeninteresse wegen seiner Streitigkeiten mit den Justizbehörden der USA das US-Außenministerium gehackt haben soll.

Der Artikel mit dem Interview war ja leider nicht mehr verfügbar.
Es gab diesen aber, nur als ich den richtig lesen wollte, da war er schon gelöscht.

Nun wir wissen, das der Hacker ein Problem mit der US-Justiz hat, aber immer noch in Neuseeland guter Dinge ist.

Wir durften jetzt aus den USA erfahren, wie die Corona-Krise entstanden ist und die Wahrheit verschwiegen wurde, um das Programm der Biowaffenforschung zu verheimlichen und die Krise zu einem Geschäft und zum Test staatlicher Zwangsmaßnahmen zu machen.

Es wird höchste Zeit, das Land aufzuräumen!

Bald wird er ans Kreuz geschlagen, aber ohne Auferstehung.

Nein, nicht länger
Kann ich’s lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!

In den guten alten Volksmärchen, die von den echten Gebrüdern Grimm einst gesammelt und aufgeschrieben worden waren, musste das Ende dann immer noch gut ausgehen.

Wir müssen zwar nicht in Österreich einmarschieren, aber wir brauchen das Thorium in den Karawanken.

Als neutrale Atommacht lösen wir die Energiefrage auch allein mit den Möglichkeiten der neuen Technologien und können gleichzeitig hinreichend Abschreckung aufbauen mit unseren U-Booten, die immer noch die besten der Welt sein sollen.

Austria kriegt eines von uns geschenkt. Wenn Südtirol wieder mit Tirol vereinigt wird, nehmen wir auch die Italiener mit ins Boot.

Auch den Franzosen können wir ein Angebot machen, wenn die ihren dekadenten Präsidenten und seine Entourage loswerden.

Frei von den Lasten des Amtes kann er sich dann den Wünschen von einem Mann mit künstlicher Vagina widmen und wird wegen Unfähigkeit nicht länger von seiner ehemaligen „Lehrerin“ verprügelt.

Wir brauchen also weder Panzer noch Soldaten, wirksame Verteidigungsfähigkeit geht billiger und effizienter, wenn wir dazu eine freiwillige Bürgerwehr nach Schweizer Vorbild im Land aufbauen.

Damit wir über unser Geld souverän entscheiden können und nicht von fremden Mächten sanktioniert werden können im Dollarsystem, brauchen wir eine eigene digitale Währung, die von einer KI verwaltet wird, die nach den Regeln arbeitet, die wir Bürger festgelegt haben.

Also, die Mahnungen und Warnungen der Gründer der AfD haben sich bestätigt.

Jetzt haben wir die technologischen Voraussetzungen und können uns das notwendige Wissen zum demokratischen und souveränen Gebrauch erarbeiten.

Sogar die Uschi hat gemerkt, dass die Deutschen 10 Billionen auf den Konten haben, die von den Banken nur genutzt werden, um noch mehr Geld aus dem Nichts zu schöpfen, damit die Politiker fest an der Nadel der „Masters of the Universe” hängen.

Ganz ohne geht es nicht, denn 1% Eigenkapital muss die Bank vorhalten.

Aber die Uschi will das Geld ausgeben und verbrennen!

Da wäre es doch besser, wir übernehmen unsere Betriebe als Eigentum der Beschäftigten mit den Bürgern als Investoren und Aufsichtsrat.

Machen wir einen Deal.

Die Fleißigen kriegen das Geld zum Investieren von uns Bürgern geliehen ohne Zinsen.

Dafür brauchen wir keine Steuern mehr bezahlen und die großen Unternehmen finanzieren das Allgemeinwohl der Gesellschaft aus den Überschüssen ihrer wert-schöpfenden Arbeit, selbst wenn da eines Tages nur noch Roboter sind.

Und jene, die dann nicht mehr in Deutschland bleiben wollen, können vor ihrer Ausreise keine zusammengeraubten Vermögenswerte oder den Judaslohn mehr ins Ausland verschieben.

Wir werden niemanden die Ausreise verwehren, die Stasi-Methoden werden nicht mehr angewendet.

Es gibt also Lösungen, um die deutsche Frage nun endgültig zu beantworten.

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Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

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Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
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Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Klimalüge und Klimadiktatur?Teil 8: Klimawissenschaft zwischen Erkenntnis und Inszenierung

Von Uwe Froschauer

„97 Prozent der Wissenschaftler sind sich einig.“ Dieser Satz begegnet einem in der Klimadebatte immer wieder. Er klingt nach Gewissheit. 97 Prozent – da scheint die Sache doch geklärt zu sein. Wer wollte sich da noch erdreisten, Fragen zu stellen?

Nur: 97 Prozent wovon? Und Einigkeit worüber?

An solchen Zahlen zeigt sich, wie aus einer differenzierten wissenschaftlichen Aussage eine scheinbar unumstößliche Wahrheit werden kann. Zahlen werden verkürzt, Bezugsgrößen verschwinden, Unsicherheiten werden ausgeblendet – und am Ende bleibt eine Botschaft hängen, die wesentlich eindeutiger klingt als die Untersuchung, auf die sie sich beruft.

In diesem Kapitel geht es nicht darum, wissenschaftliche Erkenntnisse pauschal infrage zu stellen. Es geht darum, genauer hinzusehen: Wie entsteht ein „wissenschaftlicher Konsens“? Was sagt er tatsächlich aus? Was wird politisch und medial daraus gemacht? Und was geschieht, wenn Wissenschaft, Politik und öffentliche Kommunikation zu eng miteinander verwoben werden?

Die berühmten 97 Prozent liefern dafür ein mustergültiges Beispiel.

97 Prozent – wovon eigentlich?

Ausgangspunkt ist eine 2013 veröffentlichte Studie von John Cook und seinen Mitautoren. Untersucht wurden die Zusammenfassungen – die sogenannten Abstracts – von 11.944 wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema globale Erwärmung beziehungsweise globaler Klimawandel aus den Jahren 1991 bis 2011.

Das Ergebnis ist interessant: 66,4 Prozent der untersuchten Abstracts enthielten keine erkennbare Aussage dazu, ob beziehungsweise in welchem Sinne der Mensch zur globalen Erwärmung beiträgt. Sie wurden deshalb von Cook und seinen Kollegen in die Kategorie „no position“ – keine Position zur menschengemachten globalen Erwärmung – eingeordnet. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass diese Arbeiten den menschlichen Einfluss bestritten. Aus ihren Abstracts ließ sich zu dieser konkreten Frage schlicht keine Position ableiten. 32,6 Prozent wurden als Zustimmung zu einem menschlichen Beitrag eingeordnet, 0,7 Prozent als Ablehnung und 0,3 Prozent als unsicher.[1] Im Klartext: Nur 33,6 Prozent äußerten sich überhaupt zum Beitrag des Menschen zur globalen Erwärmung.

Woher kommen dann die berühmten 97 Prozent?

Cook und seine Kollegen bezogen ihre Konsenszahl nicht auf sämtliche 11.944 untersuchte Abstracts, sondern nur auf diejenigen Arbeiten, die überhaupt eine Position zur menschengemachten Erwärmung erkennen ließen.

Die Rechnung dahinter ist einfach: 32,6 Prozent aller untersuchten Abstracts unterstützten einen menschlichen Beitrag zur globalen Erwärmung. Insgesamt äußerten rund 33,6 Prozent überhaupt eine Position zu dieser Frage.

Also:

32,6 ÷ 33,6 × 100 = rund 97,1 Prozent.

So entstehen die berühmten 97 Prozent.

Mathematisch ist daran zunächst nichts auszusetzen. Entscheidend ist die Bezugsgröße. Die 97,1 Prozent beziehen sich nicht auf sämtliche untersuchte Arbeiten, sondern nur auf die Teilmenge, die überhaupt eine Position bezüglich des menschlichen Einflusses auf das Klima erkennen ließ.

Bezogen auf alle 11.944 untersuchten Abstracts wurden 32,6 Prozent als Zustimmung zu einem menschlichen Beitrag eingeordnet. Die große Mehrheit von 66,4 Prozent äußerte in ihrem Abstract keine Position zu dieser Frage.

Nochmals, das bedeutet nicht, dass diese 66,4 Prozent den menschlichen Einfluss ablehnten. Aus ihrem Schweigen lässt sich weder Zustimmung noch Ablehnung ableiten. Eine wissenschaftliche Arbeit über beispielsweise Niederschlagsveränderungen muss nicht zwangsläufig eine Aussage darüber enthalten, welchen Anteil der Mensch an der globalen Erwärmung hat.

Problematisch wird es dort, wo aus

„97,1 Prozent der untersuchten Arbeiten, die eine Position zum menschlichen Beitrag äußerten, unterstützten einen menschlichen Beitrag zur globalen Erwärmung“

in der öffentlichen Wahrnehmung

„97 Prozent aller Klimawissenschaftler sind sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht ist“

wird. Das ist nicht dasselbe. Das ist ein mieser Taschenspielertrick!

Ebenso wichtig ist eine zweite Frage: Worüber bestand überhaupt Konsens?

Die Cook-Studie unterschied verschiedene Grade der Zustimmung. Schon Arbeiten, die einen menschlichen Beitrag zur Erwärmung ausdrücklich oder implizit bejahten, konnten zur Konsensgruppe gezählt werden. Die 97 Prozent bedeuten deshalb nicht, dass 97 Prozent der Wissenschaftler der Auffassung seien, der Mensch verursache die gesamte oder nahezu die gesamte beobachtete Erwärmung. Ebenso wenig bedeuten sie, dass 97 Prozent einer bestimmten Klimasensitivität, bestimmten Katastrophenszenarien oder einer bestimmten Klimapolitik zustimmen.

Das ist ein erheblicher Unterschied. Ein Wissenschaftler kann davon überzeugt sein, dass CO₂ die Erde erwärmt und der Mensch zur beobachteten Erwärmung beiträgt, und trotzdem die Höhe dieses Anteils, bestimmte Klimamodelle oder daraus abgeleitete politische Maßnahmen kritisch beurteilen, oder natürlichen Einflüssen einen höheren Stellenwert als menschlichen einräumen.

Die Cook-Studie selbst liefert eine interessante Kontrollgröße. Die Autoren baten Wissenschaftler zusätzlich, ihre eigenen Arbeiten einzuordnen. Von 8.547 angeschriebenen Autoren antworteten 1.200. Bei den selbst bewerteten Arbeiten, die eine Position zur menschengemachten Erwärmung erkennen ließen, ergab sich wiederum eine Zustimmung von rund 97 Prozent.[1]

Für mich bleibt dennoch die maßgebliche Frage nicht, ob 97, 90 oder 80 Prozent einer bestimmten Aussage zustimmen. Wissenschaftliche Erkenntnis wird nicht durch Mehrheitsbeschluss wahr.

Ein wissenschaftlicher Konsens kann ein wichtiges Indiz dafür sein, wie Fachleute den gegenwärtigen Wissensstand einschätzen. Die Zahl der Zustimmenden ist jedoch für sich genommen noch kein Beweis für die Richtigkeit einer wissenschaftlichen Aussage. Entscheidend bleiben die zugrunde liegenden Daten, Methoden und Begründungen. Vor allem darf aus einem Konsens über eine allgemeine Aussage nicht nachträglich ein Konsens über wesentlich weitergehende Aussagen konstruiert werden.

„Der Mensch trägt zur Erwärmung bei“ ist eine Aussage.

„Der Mensch verursacht praktisch die gesamte Erwärmung“ ist eine zweite.

„Die Folgen werden katastrophal“ ist eine dritte.

„Deshalb ist die gegenwärtige Klimapolitik notwendig und alternativlos“ ist eine vierte.

Wer diese vier Aussagen miteinander vermischt und anschließend 97 Prozent darüberstempelt, betreibt keine wissenschaftliche Aufklärung. Er produziert Gewissheit – die absolut nicht gegeben ist.

Konsens ist kein Beweis

Wissenschaft lebt nicht von Mehrheiten, sondern von überprüfbaren Erkenntnissen. Ein breiter Konsens unter Fachleuten ist zweifellos von Bedeutung: Er zeigt, welche Erklärung aufgrund der gegenwärtigen Datenlage von einer großen Mehrheit der Fachwelt für die überzeugendste gehalten wird. Mehr aber zunächst nicht.

Die Wahrheit wird nicht dadurch wahrer, dass viele Menschen an sie glauben. Oder etwas weniger vornehm ausgedrückt: Tausende Fliegen können nicht irren? Doch, können sie.

Die Zahl der Zustimmenden ist für sich genommen noch kein Beweis für die Richtigkeit einer wissenschaftlichen Aussage. Ausschlaggebend sind die zugrunde liegenden Daten, Methoden und Begründungen. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen überprüfbar und grundsätzlich auch widerlegbar bleiben. Darin unterscheidet sich Wissenschaft vom Glauben.

Wissenschaftlicher Konsens ist zudem keine unveränderliche Größe. Neue Messmethoden, bessere Daten oder neue Erkenntnisse können bestehende Auffassungen verändern. Das ist keine Schwäche der Wissenschaft, sondern eine ihrer Stärken.

Dissens ist die Essenz der Wissenschaft. Dieser Satz bringt auf den Punkt, was wissenschaftlichen Fortschritt überhaupt erst möglich macht. Erkenntnisse entstehen nicht dadurch, dass alle dasselbe sagen, sondern dadurch, dass bestehende Annahmen hinterfragt, überprüft und gegebenenfalls widerlegt werden. Wissenschaft braucht Widerspruch – gerade dann, wenn ein Konsens kaum noch hinterfragt wird.

Der amerikanische Publizist Walter Lippmann brachte es bereits 1915 treffend auf den Punkt: „Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht.“ Diese treffende Formulierung wird häufig auch Karl Valentin zugeschrieben.

Problematisch wird es, wenn aus dem Konsens ein Autoritätsargument wird – wenn eine Aussage also allein deshalb als richtig gelten soll, weil anerkannte Wissenschaftler oder Institutionen sie vertreten: 97 Prozent sagen es, also ist die Debatte beendet. Wer Zweifel äußert, stellt sich gegen „die Wissenschaft“. An diesem Punkt wird aus wissenschaftlichem Konsens ein Instrument der öffentlichen Kommunikation.

Und damit stellt sich eine weitere Frage: Wie offen geht Wissenschaft mit Daten, Unsicherheiten, Kritik und abweichenden Auffassungen um?

Wie brisant diese Frage ist, zeigte sich 2009 in einer Affäre, die weltweit für Schlagzeilen sorgte:

Climategate

Im November 2009, wenige Wochen vor dem Klimagipfel von Kopenhagen, gelangten Tausende E-Mails und Dokumente der Climatic Research Unit (CRU) der britischen University of East Anglia an die Öffentlichkeit. Die CRU gehörte und gehört zu den international bedeutenden Einrichtungen für die Erforschung der globalen Temperaturentwicklung. Entsprechend groß war die Wirkung.

Ein Satz aus einer E-Mail des damaligen CRU-Direktors Phil Jones vom November 1999 wurde weltberühmt. Jones schrieb davon, „Mike’s Nature trick“ angewandt zu haben, um den Rückgang – „hide the decline“ – zu verbergen. Ein Trick, um einen Temperaturrückgang zu verstecken?

Das klingt zunächst verheerend. Ganz so einfach war die Sache allerdings nicht. Mit dem „decline“ war kein Rückgang der tatsächlich mit Thermometern gemessenen globalen Temperatur gemeint. Es ging um sogenannte Proxy-Daten aus Baumringen. Solche Daten werden verwendet, um Temperaturen aus Zeiten zu rekonstruieren, in denen keine flächendeckenden instrumentellen Messungen vorliegen.

Das Problem: Bestimmte Baumringreihen folgten bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts recht gut den gemessenen Temperaturen, danach aber nicht mehr. Während die instrumentell gemessenen Temperaturen stiegen, zeigten diese Proxyreihen diesen Anstieg nicht entsprechend. Dieses Phänomen ist in der Fachliteratur als Divergenzproblem bekannt.

Für die grafische Darstellung einer Temperaturrekonstruktion wurden die nach etwa 1960 vom gemessenen Temperaturverlauf abweichenden Baumringdaten nicht weitergeführt. Stattdessen wurden für diesen Zeitraum instrumentell gemessene Temperaturen verwendet.

Das halte ich für äußerst fragwürdig. Hier drängt sich die Frage auf: Wenn Baumringe als Temperaturanzeiger für Jahrhunderte dienen sollen, aus denen keine Thermometermessungen vorliegen, stellt sich eine naheliegende Frage: Warum werden ihre Daten ausgerechnet dort nicht mehr verwendet, wo sie sich anhand tatsächlicher Temperaturmessungen überprüfen lassen? Und wenn sie dort nicht mit den gemessenen Temperaturen übereinstimmen – wie zuverlässig sind sie dann für Jahrhunderte, in denen eine solche Kontrolle gar nicht möglich ist?

Der britische Wissenschafts- und Technologieausschuss kam 2010 zu dem Ergebnis, dass die Formulierungen „trick“ und „hide the decline“ keinen Beleg für eine systematische Täuschung darstellten. Allerdings muss dieses Urteil im Zusammenhang mit dem begrenzten Umfang der damaligen Untersuchung gesehen werden. Der Ausschuss erklärte selbst, dass seine Untersuchung begrenzt gewesen sei und es nicht seine Aufgabe gewesen sei, die wissenschaftliche Arbeit der CRU umfassend zu überprüfen. Diese Aufgabe sollte anschließend einem gesonderten „Scientific Appraisal Panel“ zufallen.

Für mich hinterlässt das einen schalen Beigeschmack. Man kann die damaligen Untersuchungen als Entlastung der beteiligten Wissenschaftler betrachten. Man kann aber ebenso fragen, ob damit tatsächlich sämtliche durch Climategate aufgeworfenen Fragen beantwortet wurden oder ob hier vor allem versucht wurde, den entstandenen Vertrauensschaden zu begrenzen.

Der parlamentarische Ausschuss fand keinen Beleg für wissenschaftliche Unehrlichkeit von Phil Jones, stellte gleichzeitig aber erhebliche Defizite bei Transparenz und Informationsfreiheit fest. Nach Einschätzung des Ausschusses deuteten die veröffentlichten E-Mails auf eine „culture of non-disclosure“, eine Kultur der Nichtoffenlegung, bei der CRU hin. Das kennen wir auch aus Coronazeiten. Es gebe sogar Hinweise darauf, dass Informationen möglicherweise gelöscht worden seien, um ihre Offenlegung zu vermeiden. Der Ausschuss hielt außerdem fest, dass die University of East Anglia offenbar Wege gefunden habe, den Widerstand gegen Informationsanfragen von Klimaskeptikern zu unterstützen. Das ist keine Nebensächlichkeit.

Auch Vorwürfe, beteiligte Wissenschaftler hätten versucht, das Peer-Review-Verfahren– also die Begutachtung einer wissenschaftlichen Arbeit durch andere Fachwissenschaftler vor ihrer Veröffentlichung – zu beeinflussen und kritische Veröffentlichungen aus Fachzeitschriften herauszuhalten, wurden untersucht.
Der parlamentarische Ausschuss fand keinen hinreichenden Beleg dafür, dass Phil Jones das Peer-Review-Verfahren tatsächlich untergraben hatte. Die veröffentlichten E-Mails offenbarten allerdings einen teilweise ausgesprochen konfrontativen Umgang mit Kritikern. Die Corona-Zeit lässt grüßen. Jede Meinung, die nicht dem gängigen – angeblich evidenzbasierten, nachweislich jedoch verlogenen – Narrativ entsprach, wurde platt gemacht.

Climategate bewies damit nicht, dass die globale Erwärmung erfunden oder Temperaturdaten systematisch gefälscht wurden. Wer das behauptet, geht über das hinaus, was die Untersuchungen hergeben. Aber ebenso vorschnell wäre es, Climategate als bedeutungslosen Sturm im Wasserglas abzutun.

Der Vorgang berührt eine grundsätzlichere Frage: Wissenschaft wird von Menschen betrieben. Menschen haben Überzeugungen, Interessen und Konkurrenten. Wissenschaftler benötigen Stellen, Institute benötigen Geld und Forschungsprojekte benötigen Finanzierung. Damit ist selbstverständlich noch nicht gesagt, dass Wissenschaftler Ergebnisse manipulieren, weil ihre Forschung finanziert werden muss. Eine solche Behauptung wäre ohne konkrete Belege unseriös, wenn sicherlich auch nicht ganz gegenstandslos. Die Frage nach den Anreizstrukturen sollte deswegen gestellt werden: Welche Forschungsfragen werden finanziert? Welche kaum? Welche Themen versprechen Fördermittel, Publikationen und öffentliche Aufmerksamkeit? Und können solche Strukturen langfristig beeinflussen, welche Forschungsrichtungen wachsen und welche ein Nischendasein führen?

Der Volksmund bringt mögliche Abhängigkeiten unverblümt auf den Punkt: Die Hand, die einen füttert, beißt man nicht. Das ist kein Beweis dafür, dass Wissenschaftler ihre Ergebnisse nach den Wünschen ihrer Geldgeber ausrichten. Aber es ist ein guter Grund, Finanzierungsstrukturen, institutionelle Abhängigkeiten und die Vergabe von Forschungsgeldern kritisch im Blick zu behalten.

Bei der Klimaforschung ist diese Frage von erheblicher Bedeutung. Ihre Ergebnisse bleiben längst nicht im wissenschaftlichen Raum. Sie bilden die Grundlage für milliardenschwere Programme, Steuern, Verbote und tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.

Umso höher müssen die Anforderungen sein. Daten, Methoden und Berechnungen müssen nachvollziehbar und möglichst offen zugänglich sein – gerade für diejenigen, die widersprechen. „Vertraut der Wissenschaft“ kann kein Ersatz für Überprüfbarkeit sein. Wissenschaft beweist ihre Stärke nicht dadurch, dass sie Kritik fernhält, sondern dadurch, dass ihre Ergebnisse der Kritik standhalten.

Climategate ist für mich deshalb weder der Beweis für eine große Klimaverschwörung noch eine belanglose E-Mail-Affäre. Es ist eine Mahnung. Je größer die politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen wissenschaftlicher Aussagen sind, desto höher müssen die Anforderungen an Transparenz, Nachprüfbarkeit und einen offenen Umgang mit Kritik sein. Und damit schließt sich der Kreis zum wissenschaftlichen Konsens: Ein Konsens gewinnt nicht dadurch an Glaubwürdigkeit, dass Kritik ausgegrenzt wird. Er gewinnt an Glaubwürdigkeit, wenn er Kritik aushält.

Mit Zahlen kann man nicht lügen – oder doch?

Zahlen lügen nicht, heißt es. Das stimmt. Aber man kann mit richtigen Zahlen trotzdem ein falsches Bild erzeugen.Ein Beispiel dafür waren die bereits behandelten 97 Prozent. Die Zahl war nicht einfach erfunden. Entscheidend war, worauf sie bezogen wurde und welche Aussage anschließend daraus gemacht wurde. Das ist ein klassischer Taschenspielertrick der Kommunikationstreibenden: Nicht unbedingt die Zahl ist falsch – sondern der Eindruck, den sie erzeugt.

Diese Inszenierung von Zahlen und Daten funktioniert auf verschiedene Weise.
Eine der einfachsten Methoden ist die Wahl des Ausgangspunktes. Beginnt eine Temperaturkurve in einem besonders kalten Jahr, erscheint der anschließende Anstieg stärker. Beginnt sie in einem besonders warmen Jahr, kann derselbe langfristige Trend deutlich schwächer erscheinen. Umgekehrt lässt sich durch die Auswahl weniger Jahre sogar scheinbar eine Abkühlung erzeugen, obwohl der langfristige Trend nach oben zeigt. Deshalb ist die Verwendung kurzer Zeiträume bei Klimafragen problematisch.

Der Trick funktioniert in beide Richtungen. Wer einige ungewöhnlich warme Jahre auswählt, kann die Erwärmung dramatischer erscheinen lassen. Wer mit einem außergewöhnlich warmen El-Niño-Jahr beginnt und wenige Folgejahre betrachtet, kann scheinbar eine Abkühlung präsentieren. Beides ist Cherry-Picking – die gezielte Auswahl derjenigen Daten, die zur gewünschten Geschichte passen.

Ein zweites wirkungsvolles Instrument ist die grafische Darstellung. Dieselbe Temperaturveränderung kann auf einer weit gespannten Y-Achse nahezu wie eine waagerechte Linie aussehen und auf einer stark verkürzten Achse wie ein steiler Anstieg. Das ist nicht automatisch Manipulation. Bei Temperaturanomalien kann eine verkürzte Skala sogar sinnvoll sein, weil Veränderungen von einem oder zwei Grad sonst kaum sichtbar wären. Die Forschung zur Datenvisualisierung zeigt, dass eine Achse nicht zwangsläufig bei null beginnen muss; entscheidend sind eine transparente Skalierung und eine Darstellung, die Größenverhältnisse nicht verzerrt.

Problematisch wird die Darstellung dort, wo Gestaltung nicht mehr der Verständlichkeit dient, sondern der Dramatisierung. Ein gutes Beispiel sind die inzwischen bekannten Klimastreifen – blaue und rote Farbbalken, die Temperaturabweichungen über lange Zeiträume darstellen.

Quelle: https://showyourstripes.info/l/europe/germany/all

Sie sind optisch eindrucksvoll und zeigen einen realen Erwärmungstrend. Gleichzeitig verschwinden Zahlen, Unsicherheitsbereiche und konkrete Größenordnungen vollständig hinter Farben. Aus beispielsweise einigen Zehntelgrad Temperaturabweichung wird visuell der Übergang von tiefem Blau zu bedrohlichem Rot. Die Daten können korrekt sein. Doch ihre farbliche Inszenierung vermittelt weit mehr als bloße Temperaturwerte – sie erzeugt zugleich einen Eindruck von zunehmender Bedrohung.

Ähnliches lässt sich bei Wetterkarten beobachten. Ältere Fernseh-Wetterkarten stellten selbst sommerliche Temperaturen von 30 Grad und mehr teilweise vor grünen oder vergleichsweise neutralen Kartenhintergründen dar. Heute werden hohe Temperaturen häufig mit kräftigem Rot, Dunkelrot oder Braunrot visualisiert. 30 Grad bleiben 30 Grad – aber Grün vermittelt etwas völlig anderes als Feuerrot.

Natürlich lässt sich einwenden, dass moderne Wetterkarten häufig einer festgelegten Temperaturskala folgen: kühlere Temperaturen werden blau oder grün, höhere gelb, orange und rot dargestellt. Das ist zunächst eine legitime Form der Datenvisualisierung. Entscheidend ist jedoch: Farben transportieren nicht nur Information, sondern auch Emotion. Rot steht in unserer Wahrnehmung für Hitze, Warnung und Gefahr. Je dunkler und intensiver das Rot, desto bedrohlicher wirkt die Darstellung. Deshalb ist die Gestaltung keineswegs nebensächlich. Aus einer meteorologischen Information wird damit zugleich ein visuelles Warnsignal.

Wer alte und neue Wetterkarten nebeneinanderlegt, kann diesen Unterschied unmittelbar sehen. Die Temperatur mag dieselbe sein. Ihre mediale Inszenierung ist es nicht. Nachfolgend ein Internetfund, der diesen Unterschied humorvoll zuspitzt:

Hier zeigt sich ein weiteres wirkungsvolles Instrument der Kommunikation: Informationen werden nicht nur vermittelt, sondern in einen bestimmten Deutungsrahmen gestellt. In der Kommunikationswissenschaft nennt man das Framing.

Ein Ereignis wird nicht unbedingt falsch beschrieben, aber durch Wortwahl, Bilder und Kontext erhält es eine bestimmte Bedeutung. „Erwärmung“ klingt anders als „Erderhitzung“. „Klimawandel“ anders als „Klimakrise“. „Klimakrise“ wiederum anders als „Klimanotstand“.

Die gemessene Temperatur verändert sich durch diese Begriffe um keinen Tausendstelgrad. Die Wahrnehmung sehr wohl.

Hinzu kommt das Agenda-Setting. Damit ist gemeint, dass Medien nicht unbedingt bestimmen, was Menschen denken – sehr wohl aber beeinflussen können, worüber sie nachdenken. Wenn Dürren, Waldbrände, Überschwemmungen und Hitzewellen regelmäßig unter der Überschrift Klimawandel erscheinen, entsteht beim Leser zwangsläufig eine Verbindung zwischen Extremereignis und menschengemachter Erwärmung. Diese Verbindung kann wissenschaftlich berechtigt sein – muss es im konkreten Einzelfall aber nicht sein.

Wie schnell aus einem konkreten Ereignis eine eindeutige Klimabotschaft werden kann, zeigte  Bundeskanzler Friedrich Merz am 22. August 2026. Bei seinem Besuch im wenige Tage zuvor gelöschten Waldbrandgebiet im nordrhein-westfälischen Hürtgenwald erklärte er:

„Wir müssen damit rechnen, dass wir häufiger solche Ereignisse haben. Das ist Klimawandel.“

Und er legte nach:

„Ich will allen Leugnern des Klimawandels sagen: Schauen Sie sich das genau an, was hier passiert ist.“

Die Gewissheit, mit der Sie das sagen ist Bullshit, Herr Bundeskanzler! Bei dem Brand waren nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz NRW rund 300 bis 400 Hektar Wald verbrannt oder geschädigt. Die konkrete Brandursache war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend geklärt.

Hier zeigt sich das Problem. Selbst wenn steigende Temperaturen und Trockenheit das Waldbrandrisiko erhöhen, ist damit noch nicht bewiesen, dass ein einzelner Waldbrand durch den Klimawandel verursacht wurde. Zwischen einem langfristig veränderten Risiko und der Ursache eines konkreten Brandes besteht ein erheblicher Unterschied. Merz überspringt diese Differenzierung mit drei Worten: „Das ist Klimawandel.“

Noch interessanter finde ich den anschließenden Hinweis auf die „Leugner“. Der abgebrannte Wald wird damit geradezu zum Anschauungsbeweis: Schaut hin – hier seht ihr den Klimawandel.

Das ist Framing. Ein reales und zweifellos erschreckendes Ereignis wird unmittelbar in einen bestimmten Deutungsrahmen gestellt. Der Zuschauer sieht verkohlte Bäume, zerstörten Wald und erschöpfte Feuerwehrleute – und bekommt gleichzeitig die Erklärung geliefert: Das ist Klimawandel.

Eine differenziertere Aussage hätte gelautet: Der Klimawandel kann die Bedingungen verändern, unter denen Waldbrände entstehen und sich ausbreiten. Ob und in welchem Umfang er zu diesem konkreten Brand beigetragen hat, ist eine andere Frage. Das klingt allerdings weniger eindrucksvoll.

Darin liegt die Macht des Framings: Drei Worte bleiben eher hängen als drei Absätze wissenschaftlicher Differenzierung.

Bei Extremwetter ist die wissenschaftliche Befundlage durchaus nicht überall gleich. Bei Hitzeextremen bewertet der IPCC die Hinweise darauf, dass der menschliche Einfluss zu ihrer langfristigen Zunahme beigetragen hat, als besonders stark. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit jede einzelne Hitzewelle eindeutig dem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben werden kann. Es geht zunächst um die langfristige Entwicklung von Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse.

Hierzu ein kurzer Auszug aus einem Interview der Bild-Zeitung vom 18. August 2026 mit Diplom-Meteorologe Dominik Jung (1):

„Kurz vorweg: Es verschwindet nichts. Wasser wird nicht vernichtet, die Gesamtmenge auf der Erde ist praktisch konstant. Aber der Kreislauf ist global, nicht regional. Was über Deutschland verdunstet, regnet eben nicht zwangsläufig wieder über Deutschland ab – es kann Hunderte oder Tausende Kilometer weiter niedergehen.“ Vor allem in solch hitzigen Sommern sei es gut zu sehen: Während bei uns die Sonne brennt, säuft eine andere Region unter Dauerregen ab. Jung: „Der Wasserdampf, der bei uns aufsteigt, wird vom großräumigen Wind einfach mitgenommen und kommt woanders wieder runter. Der Kreislauf läuft – nur nicht über unseren Vorgarten.“
Da, wo der Regen dann am nötigsten ist, fällt er aber eben nicht. Solche Hitzeperioden, wie Deutschland sie in diesem Sommer erlebt hat, entstehen meist durch ein stabiles, kräftiges Hochdruckgebiet, das sich über Mitteleuropa festsetzt und wie eine Blockade wirkt. Jung: „In einem Hoch sinkt die Luft großräumig ab. Sinkende Luft erwärmt sich – und warme Luft kann viel mehr Wasserdampf aufnehmen, ohne dass er kondensiert. Die relative Feuchte sinkt, Wolken lösen sich auf, Regen wird regelrecht ‚ausgetrocknet‘. Selbst wenn also Wasser verdunstet, kondensiert es hier oben nicht zu Wolken und fällt nicht als Regen zurück.“ Also zum einen bilden sich keine Wolken dort, wo große Hitze herrscht. Zum anderen wirkt das Hoch wie eine Barriere. Atlantik-Tiefs, die sehr feucht sind und normalerweise Regen bringen, dringen nicht durch und werden herumgeleitet. Jung: „Nach Süden, nach Norden, jedenfalls an uns vorbei.“

So viel auch zu dem Geschrei der Klimahysteriker „Wir werden alle sterben…“

Bei anderen Extremereignissen ist die Zuordnung wesentlich schwieriger. Das zeigt sich beispielsweise bei Dürren. Der IPCC unterscheidet dabei verschiedene Formen – etwa meteorologische Dürren, bei denen über längere Zeit ungewöhnlich wenig Niederschlag fällt, oder landwirtschaftliche Dürren, bei denen vor allem die Bodenfeuchtigkeit für Pflanzen entscheidend ist. Je nach Region, Zeitraum und Art der Dürre fällt die wissenschaftliche Bewertung unterschiedlich aus.

Für langfristige Veränderungen meteorologischer Dürren stellt der IPCC in vielen Weltregionen nur eine geringe Sicherheit oder keinen eindeutigen menschlichen Einfluss fest. Bei der zentraleuropäischen Dürre 2015 fand eine vom IPCC zitierte Untersuchung beispielsweise keinen eindeutigen Nachweis dafür, dass der menschliche Einfluss das Niederschlagsdefizit verursacht oder verstärkt hatte; das Ergebnis hing unter anderem vom verwendeten Modell und der Untersuchungsmethode ab. Bei einigen anderen untersuchten Dürren spielte die natürliche Variabilität eine wesentliche Rolle.

Diese Differenzierung geht in der öffentlichen Darstellung schnell verloren. Aus einer komplizierten wissenschaftlichen Befundlage wird dann die wesentlich einfachere Botschaft: Extremwetter ist eine Folge des Klimawandels.

Das bedeutet nicht, dass der Klimawandel keinen Einfluss auf Dürren oder Extremwetter hat. Es bedeutet etwas anderes: „Extremwetter nimmt durch den Klimawandel zu“ ist als pauschale Schlagzeile wesentlich einfacher als die wissenschaftliche Befundlage darunter. Solche Feststellungen sind nicht okay.

Wissenschaft unterscheidet zwischen Hitze, Starkniederschlag, meteorologischer Dürre, landwirtschaftlicher Dürre, Hochwasser, tropischen Wirbelstürmen und vielen weiteren Phänomenen. Sie unterscheidet Regionen, Zeiträume und Wahrscheinlichkeiten. Der IPCC versieht seine Aussagen entsprechend mit Begriffen wie medium confidence, high confidence, likely oder very likely.

Die Schlagzeile hat für solche Feinheiten wenig Platz.

Aus:

„Bei diesem Ereignistyp hat sich in bestimmten Regionen die Wahrscheinlichkeit erhöht“

wird schnell:

„Der Klimawandel macht Extremwetter immer schlimmer.“

Und aus einem einzelnen Hochwasser, Waldbrand oder einer Dürre wird nicht selten der sichtbare Beweis dafür. Das ist kommunikativ wirkungsvoll. Wissenschaftlich muss jedoch genauer hingesehen werden.

Auch die Bezugsgröße kann die Wahrnehmung erheblich verändern. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gab beispielsweise die globale Temperatur für 2024 mit rund 1,55 Grad über dem Mittel von 1850–1900 an. Gegenüber dem wesentlich jüngeren Referenzzeitraum 1991–2020 betrug die Abweichung dagegen rund 0,67 Grad. Beide Zahlen beschreiben dasselbe Jahr und sind beide korrekt. Sie beantworten lediglich unterschiedliche Fragen. 1,55 Grad klingt selbstverständlich dramatischer als 0,67 Grad.

Daraus folgt nicht, dass die WMO trickst. Für die Klimapolitik ist der vorindustrielle Referenzzeitraum sogar sachlich begründet, weil sich das Pariser Temperaturziel darauf bezieht. Das Beispiel zeigt aber eindrucksvoll, wie entscheidend eine Bezugsgröße für die Wirkung einer Zahl ist.

Deshalb sollte bei jeder spektakulären Klimazahl gefragt werden: Auf was bezog sich die Zahl? Welcher Zeitraum wurde gewählt? Was wurde weggelassen? Handelt es sich um Messungen oder Modellrechnungen? Um globale oder regionale Daten? Um einen langfristigen Trend oder ein einzelnes Extremereignis? Und sagt die zugrunde liegende Studie tatsächlich das, was die Schlagzeile daraus macht?

Das sind keine „klimaleugnerischen“ Fragen. Das sind die Fragen, die kritischer Journalismus eigentlich stellen müsste – es aber größtenteils nicht tut.

Konsens – aber worüber eigentlich?

Was bleibt also vom viel beschworenen „wissenschaftlichen Konsens“?

Über grundlegende Punkte besteht tatsächlich breite Übereinstimmung: CO₂ ist ein Treibhausgas, der Mensch erhöht durch seine Aktivitäten dessen Konzentration in der Atmosphäre und trägt damit zur Erwärmung bei. Damit endet der einfache Teil der Geschichte.

Wie in Kapitel 7 ausführlich dargelegt, beginnen danach die Bandbreiten, Unsicherheiten und unterschiedlichen Einschätzungen – etwa bei der genauen Größenordnung des menschlichen Anteils, der Klimasensitivität, natürlichen Einflüssen oder einzelnen Folgen der Erwärmung. Das muss an dieser Stelle nicht noch einmal aufgerollt werden.

Maßgeblich ist etwas anderes: Ein Konsens über grundlegende Zusammenhänge darf nicht als Konsens über sämtliche daraus abgeleiteten Aussagen verkauft werden.

Dieses Kapitel hat gezeigt: Die berühmten 97 Prozent beziehen sich auf eine wesentlich enger gefasste Aussage, als die Zahl in der öffentlichen Debatte häufig vermuten lässt.
Climategate zeigte zumindest erhebliche Probleme im Umgang mit Transparenz und Kritik.
Zahlen, Grafiken, Farben, Begriffe und Schlagzeilen können wissenschaftlich korrekte Informationen in einen Deutungsrahmen stellen, der beim Publikum eine wesentlich eindeutigere oder dramatischere Botschaft hinterlässt, als diesen Informationen zukommt.

Damit liegt das eigentliche Problem für mich nicht im wissenschaftlichen Konsens an sich. Wissenschaftler dürfen und sollen zu übereinstimmenden Ergebnissen kommen, wenn die Datenlage dies rechtfertigt. Problematisch wird es, wenn aus dieser Übereinstimmung ein Autoritätsargument gemacht wird: Die Wissenschaft ist sich einig – also ist die Diskussion beendet. Das Gegenteil sollte gelten. Je größer die gesellschaftlichen Folgen einer wissenschaftlichen Aussage sind, desto wichtiger sind Transparenz, Nachprüfbarkeit und Dissens. Wissenschaft braucht keinen Schutz vor kritischen Fragen. Sie muss ihnen standhalten.

Und deshalb bleibt am Ende nicht die Frage, wie viele Wissenschaftler einer Aussage zustimmen, sondern was diese Aussage tatsächlich besagt, wie belastbar sie ist – und was sich daraus vernünftigerweise ableiten lässt.

Quellen:

(1)
https://www.bild.de/news/inland/wenn-wasser-nicht-verschwindet-sondern-im-kreislauf-ist-wo-ist-dann-unser-regen-hin-6a82dc4ea87e8142c31d2a69

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Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Leipzig, Russland und die „eindeutigen Beweise“ – Sanktionen oder Vorwand zur weiteren Eskalation?

Von Uwe Froschauer

Eine mit Sprengstoff bestückte Drohne am Flughafen Leipzig/Halle, ein vereitelter Anschlag – und für die Bundesregierung steht der Schuldige fest: Russland. Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul verkündeten am 1. September weitreichende Maßnahmen gegen Moskau. NATO-Generalsekretär Mark Rutte erklärte sogar: „Die Beweise sind eindeutig.“

Eindeutig?

Bislang hat die Öffentlichkeit keinen Beweis zu Gesicht bekommen, anhand dessen sie die zentrale Behauptung selbst überprüfen könnte, dass der russische Staat diesen Anschlag tatsächlich angeordnet hat. Genannt werden Indizien, Tatmuster und geheimdienstliche Erkenntnisse. Das kann schwer wiegen. Es ersetzt aber nicht die öffentliche Vorlage belastbarer Belege für eine Anschuldigung von enormer außenpolitischer Tragweite.

Umso mehr stellt sich die Frage: Geht es ausschließlich um die Aufklärung eines Anschlags – oder liefert Leipzig zugleich den willkommenen politischen Anlass, Sanktionen zu verschärfen, die militärische Unterstützung der Ukraine fortzusetzen und den Konfrontationskurs gegenüber Russland weiterzuführen?

Wer Frieden will, sollte bei Anschuldigungen dieser Größenordnung besonders sorgfältig mit Fakten umgehen. Wer eskaliert, bevor die Beweise öffentlich auf dem Tisch liegen, muss sich kritischen Fragen stellen. In den letzten Jahren hat es nicht danach ausgesehen, dass Deutschland beziehungsweise Europa Frieden wollen.

Was geschah am Flughafen Leipzig/Halle?

Am Abend des 4. August 2026 wurde im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff und einem Zündmechanismus präparierte Drohne entdeckt. Sie befand sich in unmittelbarer Nähe ukrainischer Frachtmaschinen. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen und sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.

Inzwischen ist bekannt, dass der Vorgang offenbar umfangreicher war als zunächst angenommen. Nach Recherchen mehrerer Medien sollen mindestens zwei mit Sprengstoff präparierte Drohnen eingesetzt worden sein. Die Zeit berichtet zudem über ein Erddepot nahe Merseburg, eine Relaisstation und weitere Spuren. Gegen zwei Beschuldigte werde ermittelt. Die ARD berichtet darüber hinaus, Ermittler seien auf mindestens eine Person gestoßen, die an einen russischen Geheimdienst angebunden sein soll.

Das sind ernstzunehmende Erkenntnisse. Sie müssen untersucht werden – ohne Vorverurteilung in die eine oder andere Richtung.

Zwischen der Feststellung, dass ein professionell vorbereiteter Anschlag stattgefunden hat, und dem Nachweis, dass die russische Staatsführung oder ein russischer Geheimdienst diesen Anschlag angeordnet hat, liegt ein erheblicher Unterschied.

Dobrindt: „Russland hat den hybriden Angriff zu verantworten“

Am 1. September traten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundesaußenminister Johann Wadephul gemeinsam vor die Presse.

Für die Bundesregierung ist die Sache geklärt. Dobrindt erklärte:

„Zusammen betrachtet belegen polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung für den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig.“

Nach seinen Angaben wurden Sprengstoff und Zündtechnik eingesetzt, die aus anderen Russland zugeschriebenen hybriden Operationen sowie aus dem Krieg in der Ukraine bekannt seien. Auch die Drohnenkonfiguration passe in dieses Bild.

Dobrindt verwies ferner auf das professionelle Zusammenspiel der eingesetzten Technik, ein hohes Maß an technischer Expertise und erheblichen organisatorischen Aufwand. Die eigentliche Durchführung sei dagegen sogenannten „Low-Level-Agenten“ zuzuordnen.

Sein Fazit:

„Die Bundesregierung kommt deswegen zum Schluss, dass Russland den hybriden Angriff in Leipzig am 4. August zu verantworten hat.“

Und weiter:

„Wir betrachten Leipzig nicht als ein einzelnes Ereignis, sondern sehen das im Zusammenwirken mit weiteren hybriden Aktionen.“

Deutschland müsse mit weiteren Angriffen rechnen:

„Wir gehen davon aus, dass Deutschland das Ziel weiterer hybrider Angriffe Russlands ist.“

Es bestehe sogar „eine Bereitschaft, durch hybride Angriffe auch größere Schäden auszulösen“.

In meinen Augen sind die zwei letzten Aussagen ein bewusst eingesetztes manipulatorisches Mittel, um Unsicherheit und Angst in der Bevölkerung zu erzeugen. Die Richtigkeit der steuerfinanzierten Maßnahme, weiterhin – kriegsverlängernde und todbringende – Waffen an die Ukraine zu liefern, soll untermauert werden. Für mein Dafürhalten: verantwortungslose Kriegstreiberei! Rheinmetall und seine Aktionäre freuen sich, nicht wahr Herr „BlackRock“?

Schließlich erklärte der Innenminister:

„Die Bundesregierung beantwortet diesen hybriden Angriff von Leipzig verhältnismäßig und besonnen, aber gleichermaßen entschlossen. Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung.“

Meines Erachtens befindet sich Russland noch nicht im Krieg mit Deutschland – der Besonnenheit Russland haben wir es zu verdanken, dass wir noch keinen weiteren Weltkrieg erleben müssen, und nicht den unverantwortlichen europäischen Kriegstreibern. Deutsche und andere europäische bellizistische Politiker dagegen halten den Krieg am Laufen, anstatt Verhandlungen anzustreben. Sie provozieren Russland, um es zu aggressiven Schritten zu verleiten, und damit die immer behauptete Aggressivität von Russland unter Beweis zu stellen. Billig, aber wirksam.

Was Innenminister Dobrindt vorgebracht hat, sind außerordentlich schwere Anschuldigungen. Die Darstellung der Bundesregierung ist jedoch äußerst problematisch. Die genannten Indizien können einen Verdacht begründen. Auch nachrichtendienstliche Erkenntnisse können ausgesprochen gewichtig sein. Doch der Öffentlichkeit wurde bislang nicht offengelegt, worin der belastbare Nachweis besteht, dass russische staatliche Stellen Auftraggeber des Anschlags waren.

Eine bestimmte Art von Sprengstoff beweist noch keinen Auftraggeber. Eine bestimmte Drohnenkonfiguration ebenfalls nicht. Auch die Ähnlichkeit mit früheren Tatmustern ist zunächst ein Indiz. Wenn darüber hinaus geheimdienstliche Erkenntnisse existieren, die eine direkte Verbindung zu russischen staatlichen Stellen zweifelsfrei herstellen, dann sollte zumindest so viel davon offengelegt werden, wie ohne Gefährdung von Quellen möglich ist.

Die Konsequenzen sind erheblich. Herr Dobrindt, das sind Indizien, „Bilder“ aber keine Beweise. Bevor Sie derartig schwerwiegende Behauptungen aufstellen, sollten Sie und Ihresgleichen Beweise liefern.

Wadephul zieht die Sanktionsschraube an

Außenminister Johann Wadephul kündigte unmittelbar ein ganzes Maßnahmenpaket gegen Russland an. Der russische Botschafter wurde ins Auswärtige Amt einbestellt. Das russische Generalkonsulat in Bonn soll zum 18. September geschlossen werden. Damit verbleibt Russland in Deutschland nur noch die Botschaft in Berlin als diplomatische Vertretung. Auch der Vertrag über das Russische Haus in Berlin wird gekündigt. Hinzu kommen verschärfte Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige. Deutschland will auf europäischer Ebene weitere Personen auf Sanktionslisten setzen lassen und den Druck auf die sogenannte russische Schattenflotte erhöhen.

Damit nicht genug.

Wadephul kündigte ausdrücklich an, Deutschland werde seine zivile und militärische Unterstützung der Ukraine fortsetzen. Hier liegt meines Erachtens der Hund begraben! Zusätzlich seien weitere nachrichtendienstliche Maßnahmen vorgesehen. Auch innerhalb der NATO werde Deutschland seine Verteidigungsfähigkeit weiter stärken und die Abschreckung gegenüber Russland ausbauen.

Spätestens an diesem Punkt sollte man hellhörig werden. Ein Anschlag, dessen staatlicher Auftraggeber der Öffentlichkeit bislang nicht anhand überprüfbarer Belege nachgewiesen wurde, führt nicht nur zu diplomatischen Sanktionen. Er wird zugleich in eine Politik eingebettet, die weitere Unterstützung der Ukraine, zusätzliche Sanktionen und eine stärkere militärische Abschreckung Russlands umfasst.

An dieser Stelle drängt sich ein Vergleich geradezu auf: Nord Stream. Am 26. September 2022 wurden drei der vier Stränge der Pipelines Nord Stream 1 und 2 durch Sprengstoffanschläge schwer beschädigt – ein massiver Angriff auf eine für Deutschland wichtige Energieinfrastruktur. Fast vier Jahre später ist zwar erheblich mehr über das mutmaßliche Täterkommando bekannt; deutsche Ermittler verfolgen inzwischen angeblich konkrete Spuren zu ukrainischen Tatverdächtigen. Wer den Anschlag letztlich in Auftrag gegeben hat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

Man lasse sich diesen Kontrast einmal auf der Zunge zergehen: Bei einem der schwersten Sabotageakte gegen deutsche Energieinfrastruktur dauert es nahezu vier Jahre, ohne dass der Auftraggeber zweifelsfrei feststeht. Im Fall Leipzig dagegen weiß die Bundesregierung bereits wenige Wochen nach dem Fund der Sprengstoffdrohne, wer verantwortlich sein soll: Russland.

Wie kann das sein?

Vielleicht verfügt die Bundesregierung tatsächlich über erdrückende geheimdienstliche Erkenntnisse. Dann soll sie – soweit dies ohne Gefährdung von Quellen möglich ist – offenlegen, worauf ihre Gewissheit beruht. Denn je schwerwiegender eine Anschuldigung und je weitreichender die daraus abgeleiteten politischen Konsequenzen sind, desto höher muss meines Erachtens auch die Anforderung an ihre Begründung sein.

Das gilt erst recht, wenn aus dieser Schuldzuweisung nicht nur diplomatische Maßnahmen folgen, sondern zugleich weitere Waffenlieferungen an die Ukraine, zusätzliche Sanktionen gegen Russland und eine verstärkte militärische Abschreckung begründet werden.

Und noch eine Frage drängt sich auf: Wo bleiben eigentlich die Sanktionen gegen die Ukraine?

Die Nord-Stream-Ermittlungen haben inzwischen eine Dimension erreicht, die sich nicht mehr mit einem beiläufigen Hinweis auf irgendwelche „Spuren in die Ukraine“ abtun lässt. Ein Ukrainer ist angeklagt, weitere ukrainische Tatverdächtige wurden identifiziert beziehungsweise festgenommen. Nach den Erkenntnissen deutscher Ermittler gehörten Mitglieder des mutmaßlichen Sabotagekommandos zum ukrainischen Militär oder verfügten über Verbindungen zu ukrainischen Sicherheitsstrukturen. In der Anklage gegen den mutmaßlichen Anführer ist sogar davon die Rede, dass der Plan „im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine“ entwickelt worden sei.

Sollte sich dieser Verdacht vor Gericht bestätigen, stellt sich eine ausgesprochen unangenehme Frage: Warum wird bei Russland innerhalb kürzester Zeit mit Sanktionen, der Schließung diplomatischer Einrichtungen und weiterer militärischer Abschreckung reagiert, während die Ukraine trotz des Verdachts einer Beteiligung staatlicher Stellen an einem ungleich folgenschwereren Anschlag auf deutsche Energieinfrastruktur weiterhin mit Milliardenbeträgen und steuerfinanzierten Waffenlieferungen unterstützt wird?

Die Sprengung von Nord Stream war schließlich kein Pappenstiel. Drei von vier Pipeline-Strängen wurden zerstört. Es ging um eine Infrastruktur, über die Deutschland zuvor einen erheblichen Teil seiner Gasversorgung abgewickelt hatte. Ein solcher Anschlag berührt unmittelbar deutsche Wirtschafts-, Energie- und Sicherheitsinteressen.

Sollte tatsächlich ein staatlicher ukrainischer Auftrag nachgewiesen werden, müsste deshalb auch die Frage nach politischen Konsequenzen gegenüber Kiew auf den Tisch. Alles andere ist das Anlegen unterschiedlicher Maßstäbe: Gegen Russland Sanktionen bereits aufgrund einer staatlichen Schuldzuweisung, deren maßgebliche Beweise der Öffentlichkeit bislang nicht präsentiert wurden – gegenüber der Ukraine dagegen weiterhin Milliardenhilfen und Waffenlieferungen, obwohl deutsche Strafverfolger inzwischen konkrete ukrainische Tatverdächtige verfolgen und sogar Anhaltspunkte für einen staatlichen Auftrag sehen.

Und bezahlen dürfen diese völlig verfehlte Politik bellizistischer Unfähiger am Ende die Bürger. Milliarden fließen in die militärische Unterstützung der Ukraine, während gleichzeitig in Deutschland über steigende Sozialabgaben, Einsparungen und die langfristige Finanzierbarkeit der Rente gestritten wird. Viele Rentner müssen mit vergleichsweise niedrigen Alterseinkommen auskommen und jeden Euro zweimal umdrehen. Welche Interessen vertritt die deutsche Bundesregierung eigentlich zuerst? Ist Friedrich Merz der Bundeskanzler Deutschlands oder der der Ukraine. Seine Beliebtheitswerte sind in Deutschland im Keller, in der Ukraine sehr hoch. Na sowas!

Die Bundesregierung vertritt in meinen Augen nicht mehr die Interessen der eigenen Bevölkerung, sondern die Interessen der ukrainischen Regierung, deren mögliche Rolle beim schwersten Anschlag auf die deutsche Energieinfrastruktur der vergangenen Jahrzehnte noch immer nicht abschließend aufgeklärt ist.

Mark Rutte weiß es bereits „eindeutig“

NATO-Generalsekretär Mark Rutte, Kriegstreiber und Schoßhündchen von Donald Trump ließ ebenfalls keinen Zweifel aufkommen:

„Die Beweise sind eindeutig.“

Ein interessantes Wort: eindeutig. Wenn die Beweise so eindeutig sind – warum bekommt die Öffentlichkeit sie dann nicht zu sehen?

Die Bundesregierung spricht von Tatmustern, technischen Übereinstimmungen und geheimdienstlichen Erkenntnissen. Das kann eine plausible Indizienkette ergeben. Eine für jedermann überprüfbare Beweiskette ist damit bislang nicht öffentlich dokumentiert.

Rutte erklärte außerdem die volle Solidarität der NATO mit Deutschland. Ich erkläre meine volle Solidarität mit friedliebenden Menschen, und verdamme diese elendigen Kriegstreiber!

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte sich hinter Berlin. Wer hätte es gedacht? Die Europäische Union bleibe angesichts des Vorgehens Russlands geeint; hybride Angriffe würden nicht ohne klare Antwort bleiben. Zusätzliche EU-Sanktionen stehen bereits zur Diskussion.
Was ich von dieser kriegstreiberischen und in meinen Augen nicht-integren Person halte, habe ich in mehreren Artikeln bereits dargelegt. Es wird Zeit, dass diese verantwortungslose Person Ihren Posten räumt.

So schnell kann aus einer nationalen Ermittlung eine europäische Eskalationsspirale entstehen.

Beschuldigung –> Schuldzuweisung –> Sanktionen –> NATO-Solidarität –> weitere Sanktionen.

Am Anfang dieser Kette sollte etwas stehen, das mehr ist als politisches Vertrauen in Geheimdienste und Regierungen: überprüfbare Evidenz.
Das alles sieht wie ein abgekartetes Spiel aus.

Sahra Wagenknecht warnt vor einer „brandgefährlichen Eskalation“

Gott sei Dank gibt es in Deutschland nicht nur die Altparteien, das Parteienkartell, sondern auch noch intelligente und verantwortungsvolle Politikerinnen und Politiker. Zu den deutlichsten Kritikern der deutschen Reaktion gehört Sahra Wagenknecht. Sie erklärte:

„Selbst wenn Russland dahinterstehen sollte, ist eine Drohne, die keinerlei Schaden angerichtet hat, kein Grund, eine brandgefährliche Eskalation anzuheizen.“

Eine solche Entwicklung könne letztlich in einem Krieg mit Russland enden. Ihre Warnung vor der Eskalationsdynamik ist mehr als berechtigt.
Deutschland und Russland sind Atommächte beziehungsweise – im deutschen Fall – Mitglied eines atomar bewaffneten Bündnisses. Wer in dieser Lage von Angriffen, Kriegszielen und hybrider Kriegsführung spricht, sollte wissen, welche politische Dynamik damit ausgelöst werden kann.
Das scheint der deutschen Regierung und den bellizistischen Elementen der EU aber sonstwo vorbeizugehen. Sie setzen unser aller Leben aufs Spiel. Ich habe eine Tochter, Herr Wadephul, Herr Dobrindt, Herr Merz, Frau von der Leyen, Herr Rutte, und deren Leben gefährden Sie seit Jahren in einem unvertretbaren Ausmaß mit Ihrer unentschuldbaren Kriegstreiberei.
Den Kriegstreibern gehört das Handwerk gelegt.

Moskau: „Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden“

Russland weist jede Verantwortung zurück. Kremlsprecher Dmitri Peskow reagierte auf die Anschuldigungen aus Berlin mit einer einfachen Forderung:

„Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden.“

Peskow kritisierte, Deutschland habe weder Beweise noch ausreichende Argumente für seine Schuldzuweisung öffentlich vorgelegt. Seine Einschätzung:

„Dass Deutschland den weiteren Weg der Eskalation geht, das ist offensichtlich.“

Moskau behauptet seinerseits – und aus meiner Sicht nicht ganz zu Unrecht –, Kiew könne von einem solchen Anschlag politisch profitieren. Aber auch dafür liegt bislang kein öffentlich belastbarer Beweis vor. Dennoch: derselbe Maßstab muss deshalb für beide Seiten gelten. Eine Behauptung wird nicht dadurch wahr, dass sie aus Berlin kommt. Sie wird aber ebenso wenig dadurch wahr, dass sie aus Moskau kommt.

Die gegenwärtige Debatte erinnert mich stark an Nord Stream. Als am 26. September 2022 drei der vier Stränge von Nord Stream 1 und 2 durch Sprengungen zerstört wurden, richteten sich Verdächtigungen sehr schnell auch gegen Russland. Schon damals stellte sich für mich eine simple Frage: Cui bono – wem nützt es? Warum sollte Russland eine milliardenschwere Infrastruktur zerstören, über die es jahrelang große Mengen Gas nach Europa geliefert und Milliarden verdient hatte? Einen wirtschaftlichen Vorteil Moskaus aus der Zerstörung seiner eigenen Absatzwege zu erkennen, fällt zumindest schwer.

Profitiert haben von der dauerhaften Unterbrechung russischer Gaslieferungen dagegen andere: Die Ukraine hatte seit Jahren massive politische und wirtschaftliche Einwände gegen Nord Stream 2 erhoben; die USA bekämpften das Pipelineprojekt ebenfalls seit Langem und belegten daran beteiligte Unternehmen sogar mit Sanktionen. Das beweist selbstverständlich weder eine ukrainische noch eine amerikanische Täterschaft – auch wenn ich sie vermute. Cui bono ist ein Ermittlungsansatz, kein Tatnachweis. Aber die Frage nach Motiv und Nutzen muss gestellt werden – bei Nord Stream genauso wie heute in Leipzig.

Umso aufschlussreicher ist der Blick zurück: Fast vier Jahre nach der Sprengung von Nord Stream konzentrieren sich die deutschen Ermittlungen längst nicht mehr auf Russland, sondern auf konkrete ukrainische Tatverdächtige; inzwischen reichen die Erkenntnisse sogar bis zum Verdacht eines Auftrags aus ukrainischen staatlichen Strukturen. Was unmittelbar nach dem Anschlag als mögliche russische Sabotage diskutiert wurde, erscheint vor diesem Hintergrund zumindest in einem völlig anderen Licht.

Und jetzt wieder Leipzig: Russland soll einen Sprengstoffanschlag auf deutschem Boden veranlasst haben. Wieder stellt sich deshalb neben der Frage nach den Beweisen auch die Frage: Cui bono? Wem würde eine weitere Verschärfung des deutsch-russischen Konflikts nutzen? Und wem nutzt es, wenn daraus weitere Sanktionen gegen Russland, eine stärkere NATO-Abschreckung und weitere Waffenlieferungen an die Ukraine folgen?

Vielleicht sollte bei all dem auch die Geschichte nicht völlig vergessen werden. Rund 27 Millionen Menschen verlor die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Trotz dieser unvorstellbaren Opfer entwickelten sich insbesondere seit der Ostpolitik Willy Brandts über Jahrzehnte enge politische und wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion beziehungsweise später Russland. Energie und Handel wurden zu wichtigen Brücken zwischen beiden Ländern. Die deutsch-russische Energiepartnerschaft war den USA seit Langem ein Dorn im Auge; Washington bekämpfte Nord Stream 2 offen und belegte am Projekt beteiligte Unternehmen mit Sanktionen. Heute sind die deutsch-russischen Beziehungen weitgehend zerstört – der vereitelte Anschlag in Leipzig ist ein weiterer Sargnagel für die ehemals guten Beziehungen zwischen Russland und Deutschland. Wem diese Entwicklung geopolitisch nützt, ist eine Frage, die gestellt werden muss.

Der russische Botschafter spricht von einer „Provokation“

Noch deutlicher äußerte sich der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew. Er bezeichnete die deutschen Anschuldigungen als „absurd“ und sprach von einer

„hastig zusammengezimmerten Provokation am Flughafen in Leipzig“.

Die angekündigten deutschen Maßnahmen seien

„eine beispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen“

und würden

„nicht ohne Folgen bleiben“.

Die Verantwortung für diese Entwicklung liege nach Darstellung Moskaus bei der Bundesregierung. Die russische Botschaft hatte bereits zuvor erklärt, die Vorgänge dienten „ausschließlich den Zielen Kiews und des militaristischen Flügels der europäischen politischen Klasse“.

Ich bin geneigt, diese Ansicht zu teilen, da die europäischen bellizistischen Provokationen keinesfalls der Bevölkerung dienen.

Weiter hieß es, Ukraine und europäische Regierungen benötigten Argumente, um weiterhin „unbegrenzte finanzielle Mittel in die Hände eines korrupten Regimes“ in Kiew fließen zu lassen.

Auch diese Ansicht teile ich zumindest insofern, als Korruption in der Ukraine keineswegs eine russische Erfindung ist. Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International gehört das Land seit Jahren zu den deutlich schlechter bewerteten Staaten Europas. Fairerweise darf dabei nicht verschwiegen werden, dass Russland in diesem Index ebenfalls sehr schlechter abschneidet. Korruption ist also gewiss kein Problem, das sich auf die Ukraine beschränkt.

Die Frage ist nach wie vor: Wem nutzt eine weitere Eskalation zwischen Deutschland und Russland politisch?

Sacharowa: Deutschland habe einen Vorwand gesucht

Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, kündigte Gegenmaßnahmen an. Russland werde „spiegelbildlich“ reagieren, ähnlich wie bei früheren aus Moskauer Sicht einseitigen Sanktionen.
Sacharowa geht noch weiter. Ihrer Darstellung zufolge habe die Bundesregierung lediglich einen Vorwand gesucht, um unter anderem das Russische Haus in Berlin schließen zu können.
Mit Blick auf den Zeitpunkt der deutschen Ankündigung am 1. September – dem Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939 – fragte sie auf Telegram zudem polemisch, ob Berlin dieses Datum zufällig gewählt habe. Diesen historischen Seitenhieb kann man für geschmacklos oder propagandistisch halten. Zur Klärung des Leipziger Anschlags trägt er nichts bei. Die Forderung nach Beweisen dagegen schon.

Putin: „Wo sind die Beweise?“

Schließlich meldete sich Wladimir Putin persönlich zu Wort. Der russische Präsident bezeichnete die deutschen Sanktionen als

„schweren Fehler“.

Dann stellte er die naheliegende Frage:

„Wo sind die Beweise?“

Putin behauptete darüber hinaus, bislang präsentierte Belege seien „gefälscht“. Einen öffentlich nachvollziehbaren Nachweis für diesen Vorwurf legte auch er nicht vor. Zudem unterstellte Putin Bundeskanzler Friedrich Merz innenpolitische Motive:

„Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt.“

Diesen letzten Satz unterschreibe ich Wort für Wort. Putin verbindet die Leipziger Affäre damit seinerseits mit der innenpolitischen Situation in Deutschland. Egal wie man zu diesem Statement auch stehen mag: Die Frage „Wo sind die Beweise?“ bleibt trotzdem legitim – unabhängig davon, wer sie stellt.

Würde Russland tatsächlich dieses Risiko eingehen?

Und damit komme ich zu einem Punkt, der mir erhebliche Zweifel bereitet. Russland soll ausgerechnet auf einem deutschen Verkehrsflughafen einen Sprengstoffanschlag veranlasst haben. Auf dem Gebiet eines NATO-Mitgliedstaates, mit einer Sprengstoffdrohne in unmittelbarer Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge. Ein erfolgreicher Anschlag mit Toten hätte eine politische und möglicherweise militärische Krise zwischen Russland und der NATO auslösen können. Im äußersten Fall hätte ein solcher Vorgang sogar Diskussionen über die NATO-Artikel 4 oder 5 provozieren können.

Welchen strategischen Nutzen hätte Russland davon? Natürlich können Staaten riskante, irrationale oder schlecht geplante Operationen durchführen. Das Argument „Russland wäre doch nicht so dumm“ ist kein Beweis für russische Unschuld. Aber die Anschuldigungen der deutschen Regierung sind ebenso wenig ein Beweis für Russlands Schuld.

Vom Drohnenfund zur Fortsetzung des Ukrainekrieges

Besonders aufschlussreich ist für mich, wie schnell der Leipziger Vorfall mit der Ukrainepolitik verbunden wird. Wadephul kündigt nicht nur diplomatische Maßnahmen an. Deutschland werde seine zivile und militärische Unterstützung für die Ukraine fortsetzen.
Bei den Beratungen der EU-Außenminister geht es parallel um Luftverteidigung, Energieversorgung, weitere Hilfen für Kiew und die mögliche Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte.

Damit schließt sich der politische Kreis. Der Leipziger Anschlag wird zum weiteren Argument dafür, Russland als unmittelbare Gefahr für Deutschland darzustellen. Aus dieser Gefahrenbeschreibung lassen sich wiederum höhere Verteidigungsausgaben, stärkere NATO-Abschreckung, weitere Sanktionen und fortgesetzte Waffenlieferungen an die Ukraine ableiten.

Das bedeutet nicht automatisch, dass der Anschlag inszeniert wurde oder die Ermittlungen falsch sind. Eine solche Behauptung wäre ohne Belege unseriös. Es bedeutet aber sehr wohl, dass die politischen Folgen des Anschlags bestimmten bereits bestehenden politischen Zielen entgegenkommen.

Erst Beweise, dann Eskalation

Sollten deutsche Ermittlungsbehörden zweifelsfrei nachweisen können, dass russische staatliche Stellen einen Sprengstoffanschlag auf dem Flughafen Leipzig/Halle in Auftrag gegeben haben, wäre das ein außerordentlich schwerwiegender Vorgang. Dann müsste Deutschland reagieren. Aus diesem Grund muss die Beweislage überzeugen. Nicht irgendwann, sondern bevor aus Anschuldigungen politische Tatsachen geschaffen werden, die kaum noch rückgängig zu machen sind.

Wenn Mark Rutte erklärt, „die Beweise sind eindeutig“, dann sollte gezeigt werden, was diese Eindeutigkeit begründet.
Wenn Dobrindt sagt, Russland habe den Angriff „zu verantworten“, sollte nachvollziehbar dargelegt werden, wie die Befehlskette zu russischen staatlichen Stellen nachgewiesen wurde.
Wenn Wadephul diplomatische Einrichtungen schließen lässt, weitere Sanktionen fordert und zugleich die Fortsetzung der militärischen Unterstützung der Ukraine ankündigt, muss gefragt werden, ob hier nicht sehr unterschiedliche politische Ziele miteinander verknüpft werden.
Und wenn Putin behauptet, Beweise seien gefälscht, gilt derselbe Maßstab: Auch dafür soll er Belege vorlegen.

Ich weiß nicht, wer den Anschlag von Leipzig in Auftrag gegeben hat. Die Bundesregierung behauptet, sie wisse es. Ich behaupte, sie weiß es nicht.

Dann soll die Regierung die Öffentlichkeit soweit wie irgend möglich an diesem Wissen teilhaben lassen. Frieden – soweit er ernsthaft angestrebt wird, was ich aus europäischer Sicht bezweifle – entsteht nicht durch immer neue Schuldzuweisungen, Sanktionen, Waffenlieferungen und Drohungen. Und schon gar nicht durch ein politisches Klima, in dem die Frage nach Beweisen bereits als störend empfunden wird. Diese Verhaltensweisen befeuern einen möglichen Krieg.

Eine Regierung, die von ihren Bürgern Zustimmung zu einer immer schärferen Konfrontation mit Russland verlangt, schuldet ihnen mehr als die Versicherung, die Geheimdienste hätten entsprechende Erkenntnisse. Sie schuldet ihnen Belege, besonders dann, wenn am Ende dieser Entwicklung nicht weniger auf dem Spiel steht als Krieg und Frieden.


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Uwe Froschauer

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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

„Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik“

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.