19. Mai 2026, von Albrecht Künstle
Um es nochmal stichwortartig in Erinnerung zu rufen: Baden-Württemberg, der grüne Winfried Kretschmann kam in die Jahre, turnusmäßig wurden Neuwahlen fällig. Die CDU hatte die Grünen in der Wählergunst abgelöst, doch am Wahltag lag Özdemirs Partei hauchdünn vorn, und er beanspruchte das Amt des Ministerpräsidenten. Der „anatolische Schwabe“ wurde dann am 13. Mai auch im ersten Wahlgang gewählt. Anders als Bundeskanzler Merz ist er kein Regierungschef der zweiten Wahl.
Allerdings versagtem ihm 19 Abgeordnete die Stimme, vermutlich aus den Reihen der CDU-Fraktion. Sie hatten wohl nicht vergessen, welche „Enthüllungen“ eine grüne Abgeordnete aus der untersten Schublade holte, um den jungen Hagel madig zu machen. Der Ministerpräsident hätte auch ein anderer als Özdemir sein können: Die AfD schlug nämlich CDU-Chef Manuel Hagel vor. Würde die CDU wirklich regieren wollen, wäre dies möglich. Denn 56 CDU-Sitze und 35 der AfD hätten ebenso für eine deutliche Mehrheit gereicht, wie die 93 Stimmen für Özdemir. Und die SPD? SPD, wer war nochmals die SPD? Sie kommt tatsächlich in den Berichten der Medien nicht vor.
Leidliche Trefferquote bei der Würfel-Partie
Aber wie sieht künftig die Ministerriege aus? Man glaubt seinen Augen nicht zu trauen, denn es scheint, die Posten wurden ausgewürfelt. Denn nur in wenigen Fällen werden die Ministerinnen und Minister nach ihren Fähigkeiten berufen, sondern nach was auch immer. Der Reihe nach: Bauministerin wird Theresia Schopper (Grüne). Sie war bisher Kultusministerin. Was sie einmal gelernt hat, ist dem Steckbrief der Lokalpresse nicht zu entnehmen, aber sie war jedenfalls Landeschefin der Grünen in Bayern; das muss wohl reichen. Das Wissenschaftsministerium übernimmt Petra Olschowski (Grüne). Sie zeichnet sich aus durch ihre Liebe zur Kunst und hatte Posten in der Kunstakademie und im Kunstverein. Na denn!
Thekla Walter (Grüne) bleibt Ministerin für Umwelt und Energie, obwohl sie Amerikanistik und Geschichte studiert hat. Doch weil sie das Null-CO2-Ziel bereits für 2040 propagiert, scheint sie die ideale Besetzung zu sein – eine Null-Nummer! Oliver Hildbrand (Grüne) wird Sozialminister, obwohl er Psychologie studierte. Was ihn für sein Amt qualifizierte, war anscheinend sein Amt als Sprecher für Queerpolitik. Die Wiederberufung von Danyal Bayaz (Grüne) zum Finanzminister dürfe das einzig treffende Ergebnis des Auswürfelns sein.
“Hagelschaden”: Ein Bankbetriebswirt als Innenminister
Und so sieht die Trefferquote der Würfel-Partie bei der CDU aus: Der “wohl profilierteste Umwelt- und Energiepolitiker in Deutschland“ (so die “Badische Zeitung”), Andreas Jung, wird Kultusminister. Die Ernennung wird das Geschenk zu seinem 51. Geburtstag: Er ist ein „Intimfreund“ Özdemirs und „kommt fachlich ohne Vorbelastung“ zu seinem Amt. Die studierte Lehrerin Nicole Razavi wird Verkehrsministerin, gilt aber als „Allzweckwaffe“. Die studierte Betriebswirtschaftlerin Nicole Hoffmeister-Kraut bleibt Wirtschaftsministerin; zumindest hier fiel in Sachen Qualifikation der Würfel richtig. Was auch für das Justizministerium zutreffen könnte, das von Moritz Oppelt übernommen wird: Der hat immerhin fachlich juristische Grundlagen, was aber auch für die bisherige Justizministerin Marion Gentges zutrifft. Für sie fiel der Würfel dumm, er landete auf dem Feld Agrarministerin. Diese exzellente und beliebte Politikerin holte für die CDU und im eigenen Wahlkreis ein traumhaftes Ergebnis. Aber Würfel sind eben unberechenbar – wie die Politik.
Manuel Hagel wurde stellvertretender Ministerpräsident und übernimmt das Innenministerium. Er ist gelernter Bankbetriebswirt – und kann als solcher wenigsten die Statistik der Banküberfälle in Baden-Württemberg aufmerksam verfolgen. Hagel löst Thomas Strobl ab – und der wiederum die bisherige Landtagspräsidentin Muhterem Aras, die seine Stellvertreterin wird. Um zu verhindern, dass die nach dem Willen der Wähler stärkste Opposition, die AfD, irgendetwas zu sagen hat, wurde ihr ein Stellvertreteramt verwehrt – so wie überall sonst auch (erst gestern auch in Rheinland-Pfalz). Es dürfte wohl einzigartig in Deutschland sein, dass beide Spitzenpolitiker, Özdemir und Aras, Alewiten aus der Türkei sind – und tonangebend in einem deutschen Landtag. Da sage mal jemand, dass Menschen mit Migrationshintergrund bei uns keine Chance haben. In der Politik ist alles möglich…
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/baden-wuerttemberg-wird-weiter-gruen-regiert-und-von-fachfremden-ministern/ erschienen.
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