Was brachten all die Interventionen des “Wertewestens”?
18. August 2026, von Albrecht Künstle
Zehn Jahre lang von 1979 bis 1989 versuchte die Sowjetunion, Afghanistan von einem menschenfeindlichen Islam zu befreien und zu einer eher westlichen Kultur unter allerdings kommunistischem Banner zu verhelfen. Nie hatten Frauen und andere Bevölkerungsteile mehr Freiheit als in jener Zeit. Der Krieg begann mit der militärischen Unterstützung der durch einen von der Sowjetunion unterstützten Putsch an die Regierung gelangten kommunistischen Machthaber gegen die vielen Gruppierungen der Mudschahedin, die sich vor allem als Reaktion auf die versuchte Säkularisierung Afghanistans bildeten. Doch die Beharrlichkeit islamistischer Regime wurde unterschätzt.
Dazu kam: Nach der Logik des Kalten Krieges wurden die islamistischen Rebellen politisch und materiell von den USA und anderen NATO-Staaten sowie Teilen der islamischen Welt auch unterstützt, um die Sowjetunion zu schwächen. Der letzte kommunistische Präsident Nadschibullah versuchte eine Politik der nationalen Versöhnung und überlebte den Abzug der Sowjets noch um knapp drei Jahre. Dann übernahmen die Mudschahedin die Macht. Sie mussten sich jedoch von Anfang an gegen die ebenfalls radikal-islamistischen Taliban erwehren, die sich ab 1994 in der Provinz Kandahar formiert hatten. Nach der Ermordung des Anführers der Nordallianz, Schah Massud, durch die Taliban übernahmen diese die Macht.
Zwanzig Jahre lang, von 2001 bis 2021, versuchte der „Wertewesten“ anschließend, Afghanistan vom Irrweg des Islam abzubringen. Als Reaktion auf die durch Mitglieder der Al-Qaida ausgeführten Anschläge vom 11. September 2001 intervenierte im Oktober eine US-geführte Koalition auf Grundlage der Resolution 1368 des UN-Sicherheitsrates zugunsten der Vereinigten Front, nachdem sich die Taliban geweigert hatten, gegen Al-Qaida vorzugehen. Die Intervention führte rasch zum Sturz der Taliban-Regierung und leitete mit der Stationierung von NATO-Truppen eine neue Phase direkter ausländischer Beteiligung am afghanischen Bürgerkrieg ein. US-Präsident George W. Bush verkündete das überambitionierte Ziel, in Afghanistan einen demokratischen Rechtsstaat nach westlichem Vorbild etablieren zu wollen. Daher sollte eine neue Verfassung ausgearbeitet und der Weg zu einer erstmals seit 1964 respektive 1973 demokratisch legitimierten Regierung geebnet werden.
Verirrungen (nicht nur) am Hindukusch
Doch vor fast genau fünf Jahren, am 15. August 2021, zogen sich die NATO-Verbände unvermittelt und mehr als hektisch zurück – und die Taliban wieder in Kabul ein. Schon damals war die Frage unbeantwortet geblieben, was eine NATO, die die nordatlantische Hemisphäre verteidigen soll, eigentlich in Afghanistan zu suchen hatte? SPD-Kriegsminister Peter Struck wusste es: “Unsere Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt!” Auch für die Bundeswehr endete damit nach fast 20 Jahren der bislang intensivste und verlustreichste Einsatz in ihrer Geschichte. Zum 1. Mai 2021 begann die Rückverlegung aller NATO-Kräfte; der Abzug wurde am 16. Juli 2021 abgeschlossen. Der Krieg hatte der afghanischen Bevölkerung, wie befürchtet, keine Freiheit gebracht; die Herrschaft des fundamentalistischen Islam kehrte im ganzen Land erbarmungslos zurück. Doch der Krieg war nicht ganz „umsonst“ gewesen: Er kostete unser Land fast 50 Milliarden Euro und 54 deutsche Soldaten das Leben (insgesamt forderte der Krieg sogar über 70.000 Menschenleben). Für an Details Interessierte: Zwei der damaligen Beteiligten blicken hier zurück.
Wie war es im Fall Syrien? Auch dort intervenierte der “Wertewesten” – und im Ergebnis wurde ein alawitischer Diktator von einem Islamistischen Herrscher abgelöst, als Ende November 2024 syrische Rebellen, angeführt von den Milizen HTS und SNA, innerhalb von weniger als zwei Wochen in einer Großoffensive das Jahrzehnte über Syrien herrschende diktatorische Regime der al-Assad-Familie. Der waffenstarrende Islamist mit dem Terrornahmen „al-Golani“ mauserte sich zum Krawatte tragenden Präsidenten Ahmed al-Scharaa. Vor dem Machtwechsel hatte das syrische Christentum unter Assad weder staatliche noch gesellschaftliche Diskriminierung erfahren; Syrien übte sogar nicht nur eine große Anziehungskraft auf Andersgläubige aus, sondern hatte lange Zeit den Ruf, das sicherste Land für Christen im Nahen Osten zu sein. Mit dem Machtwechsel hat sich das schlagartig geändert. Viele Christen fliehen jetzt, geben sich aber in den Aufnahmeländern nicht offen zu erkennen – weil ihre Verfolger in Überzahl ebenfalls schon da sind. Auch in diesem Fall brachte die Intervention also keine Befriedung; im Gegenteil
Iran-Krieg: Fatale westliche Fehleinschätzung
Ein weiteres Beispiel für die katastrophalen Folgen der Interventionen des “Wertewestens” ist fast schon wieder in Vergessenheit geraten: die Eliminierung des Gaddafi-Regimes in Libyen im Jahre 2011 – mit allen bekannten Konsequenzen für ein Land, das zuvor für seine hervorragende medizinische Versorgung, hohen Bildungsstandard und Gleichberechtigung der Frauen berühmt war. Obama und seine Außenministerin Hillary Clinton bombten den Wüstenstaat in die Steinzeit zurück, wo nun ebenfalls wieder Islamisten das Hohelied auf Mohammeds Koran singen.
Doch von hier zurück in die Neuzeit – in den Iran: Der Aufstand der Frauen gegen die Herrschaft der Mullahs mit ihren Kopftuch- und sonstigen Verboten stärkte die Hoffnung, das menschenverachtete schiitisch-islamische Regime zum Teufel jagen zu können – wo es offenbar ohnehin herkommt, denn es bedrohte nicht nur einen Großteil der eigenen Bevölkerung (Frauen, Kritiker, Konvertiten, Sunniten, christliche Hauskirchen), sondern auch einen ganzen Staat – das jüdische Israel. Die Mullahs hatten Uran über den zivilen Nutzen hinaus angereichert und waren unmittelbar im Begriff, mit Atombomben ihre sunnitischen Nachbarländer zu bedrohen und Israel auszulöschen. Auch liebäugelten die Turban- und Bartträger schon lange mit der Übernahme der Herrschaft über die internationalen Gewässer der Straße von Hormus. Letzteres ist ihnen ausgerechnet im Laufe der von den USA und Israel losgetretenen Kriegshandlungen weitgehend gelungen.
Anfangs gehörte auch ich zu jenen, die hofften, das islamische Regime in Teheran militärisch enthaupten und die Herrschaft in die Hände des Volkes legen zu können. Doch wie wir eines anderen belehrt wurden, half die Intervention Israels und den USA wenig; lediglich die Köpfe in Teheran wurden ausgewechselt und der Weg zur Atommacht vielleicht etwas verzögert – doch in Hormus üben die Mullahs staatliche Piraterie aus und bedrohen die Weltwirtschaft. Unsere Sicht unterlag einer offenkundigen Fehleinschätzung der Herrschaftsverhältnisse und vor allem der Umsturzfähigkeit der Bevölkerung. Die auch von Exiliranern verbreitete Gewissheit, es brauche angesichts des brodelnden revolutionären Klimas in der iranischen Bevölkerung nur eines initialen militärischen Destabilisierungsschlags von außen, um den Machtwechsel von innen loszutreten, entbehrte offenbar jeder Grundlage.
Heilige Pflicht: Schützt uns vor dem Islam!
Was sollte uns das und andere Fälle der älteren und jüngeren Geschichte lehren? Dass es schlicht nicht möglich ist, ein islamisches Land von außen auf einen demokratischen Weg bringen zu können (einen einigermaßen liberalen Islam soll es nur in Indonesien geben, also weit, weit weg – wobei auch dort eine Diktatur herrscht). Meines Wissens ist das noch in keinem einzigen der über 50 islamischen Länder je gelungen. Im Gegenteil gelingt es dem Islam hervorragend, freiheitlich-demokratische, säkulare, westliche und einst mehrheitlich christliche Länder zu “übernehmen“ und zu islamisieren: Halb Afrika ist schon islamisch und ganz Vorderasien sowieso – außer eben Israel. Doch muss das die Sache der dortigen Völker bleiben. Eine Bevölkerung, die den Islam duldet oder ihm gar huldigt, muss ihn eben erdulden, unter ihm leben und leiden; eine traurige, aber realistische Bilanz.
Wenn es also nicht gelingt, unterdrückten Menschen in ihren islamischen Ländern zu helfen, sollte es umso mehr die heilige Pflicht und Schuldigkeit unserer Politiker sein, die eigenen Menschen in Deutschland vor dem Islam zu schützen, wenn dieser seine Maske abnimmt und seinen wahren Charakter zeigt (ein Prozess, der bereits im Gange ist). Man sollte eigentlich annehmen, die unter dem Islam ihrer Herkunftsländer leidenden Zuwanderer hätte von selbigem die Nase voll und würden dem Irrglauben reihenweise abschwören, und umso dankbarer das westliche Lebens- und Freiheitsmodell annehmen. Doch weit gefehlt: Menschen mit missionarischem Eifer aus meiner Umgebung, die versuchten, Muslime zum Christentum zu bekehren und sie damit als potenzielle Gefährder zu “entschärfen”, hatten wenig Erfolg: Von acht „bekehrten“ Muslimen blieb nur einer ihrer Freikirche treu, den anderen vermeintlichen Konvertiten war es offensichtlich nur um den Erwerb eines Bleiberechts gegangen: Sie tauchten unter.
Faktische Machtergreifung
Mit diesem Aufenthaltsstaus werden sie weiter eine Moschee nach der anderen hochziehen und massenhaft besuchen. Und sie werden Kinder mit oft blutjungen Frauen haben, während einheimische Frauen immer weniger Kinder gebären. Es werden immer mehr und muslimische Kinder sein, die sie heranziehen – und diese werden heute staatlich weitaus stärker gefördert, als es einst bei heimischen Familien mit mehr Kindern der Fall war. Um es kurz zu machen:
Nicht wir legen dem Islamismus woanders das Handwerk, sondern er breitet sich bei uns aus. Und zwar mithilfe der unzähligen Schutzengel der grünen „Religion“ Islam aus dem politisch ebenfalls grünen (und roten) Lager. Die politischen Gönner und Helfershelfer des Islam machen sonntags einen auf „Frauenrechte“ und biedern sich werktags genau jenen an, die solche und andere Rechte mit Füßen treten. Was aber wäre zu tun, um der unguten Entwicklung Einhalt zu gebieten? Das ist sehr schwer zu sagen. Auch ich fürchte, der Kipppunkt ist überschritten und einige Länder Europas werden noch lange vor 2050 islamisch beherrscht sein.
Der Islam ist die am stärksten expandierende „Religion“; wenn dessen faktische Machtergreifung in Deutschland überhaupt noch jemand verhindern kann, dann wäre es die Enkelgeneration. Die Älteren, die ihren Lebensabend in vertrauten Gewohnheiten und mitgealterten angestammten sozialen Kreisen verbringen, sind für das Problem blind – und unseren direkten Nachkommen scheint die Gefahr nicht bewusst zu sein. Welches Phänomen lähmt sie? Die Verharmlosung seitens der meinungsbildenden Medien? Die Ablenkung, die über die Smartphons systematisch betrieben wird? Auch die Römer herrschten einst nach dem Prinzip „Brot und Spiele“ – und das Heer von „Influencern“ (eine Krankheit, die weit schlimmer ist als die Influenza!) sind Täter und Opfer der zur Seuche werdenden Banalitäten zugleich. Ihnen sollte bewusst werden, dass es unter islamischer Herrschaft viele ihrer zelebrierten Freiheiten und Annehmlichkeiten nicht mehr geben wird.
Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.
Dieser Artikel ist mit „KI“, mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/afghanistan-syrien-irak-iran-was-brachten-all-die-interventionen-des-wertewestens/ erschienen.
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