
Gedanken folgen von Werner Roth
Ein Gespenst geht um in Europa. Schon wieder und nicht nur dort, sondern in allen westlich dominierten Gesellschaften. Diese Erscheinung kommt diesmal daher als Frage: Wie zum Teufel sind wir in diese absolut gequirlte Scheiß-Situation überhaupt reingeraten? Fast unmerklich, leise und oft verschämt geistert diese Frage in immer mehr Köpfen in immer stärkerer Intensität herum.
Wenn man sich‘s leicht macht, kann man beharrlich tönen, die da oben sind schuld. Aber wer ist mit „Die-da-oben“ genau gemeint? Wer die Leute auf den Bildschirmen meint, schießt meilenweit vorbei. „Die, die gewählt sind, haben keine Macht. Und die, die die Macht haben, sind nicht gewählt.“ So plauderte fröhlich vor Jahren der Horst Seehofer. „Do hod de oide Wuaschthaud moi d’Wahrheit rausglassn.“
Vor Anno 14 waren die obersten Bestimmer noch fast ausschließlich Monarchen. Die waren damals noch bestens sichtbar und weitläufig bekannt, so eitel wie die meistens waren. Hing doch von den Hoheiten in jeder Amtsstube ein Steckbrief respektive Portraitbild und beglückte überall in der Landschaft ein schmeichelndes Standbild die braven Untertanen.
Die Verantwortlichen für oder gegen das Gedeihen des Gemeinwesens konnten dadurch leicht identifiziert und bei Missfallen direkt angegangen werden. In einem gut belegten Fall verlor dabei sogar das herrschende Königspaar den Kopf. Im Rest Europas sorgte dieses für intensives Kopfzerbrechen bei den Mächtigen, wie die Wiederholung eines gleichartigen Vorfalls ausgeschlossen werden konnte.
Der Krieg der Reichen gegen die Menschheit nahm dann so richtig Fahrt auf.
Mit der Etablierung der Demokratien nach dem WK I bot sich für die wirklich Mächtigen eine Chance, ausgesuchte Watschngesichter zum Abreagieren für die tumben Massen zu installieren. Diese „Weltbeherrschungskreise“, lakonisch „Deepies“ genannt, brachte Bert Brecht als „die im Dunkeln sieht man nicht“ ganz offen auf die Bühne. „So richtig vastandn ham des oba de Wenigstn.“
Die Deepies, die mit der Macht über das Geld – und damit über die Welt – die Clans der Rockefellers, der Rothschilds, der Carnegies, der Warburgs etc. und die Lords auf ihrer Insel nicht vergessen, agieren nach einem Muster, das seine Wirkung am besten im Verborgenen entfaltet. Hinter den Kulissen ist halt besser munkeln.
Die Deepies jenseits des Atlantiks wurden einst vom Fußvolk als „Räuber-Barone“ geschmäht. Auf Anraten von Edward Bernays, der die Propaganda in die akademischen Sphären überführte, nahmen sie aus Imagegründen das Bildungswesen (Wer zahlt schafft an, s. Harvard, MIT, etc.) und gleichzeitig die Medizin (alte Heilkunst ist abergläubischer Schamanismus und voll Bäääh!) unter ihre Fittiche.
Dazu propagierten und beförderten sie auch noch demokratische Staatsformen, wo immer sie dies konnten. So können die „paar Oligarchen und Imperiumsmanager einen ganzen Planeten voller Menschen herumkommandieren“, wie Caitlin Johnstone das treffend beschreibt.
Fortan badeten da im Rampenlicht ganz vorne auf der Staatsbühne die größten Selbstdarsteller, die man für Geld kaufen kann, in ihrer eigenen Selbstherrlichkeit, die von Lügengespinsten ringsum abgestützt sind. Die Deepies dagegen wurden unsichtbar – wie das Fundament eines Gebäudes, das nebenbei auch treffend als das „Imperium der Lügen“ bezeichnet wird.
„Krisen verändern nicht nur die Welt. Sie verändern die Regeln, nach denen sie funktioniert.“
Wie ergibt sich eigentlich bei den Menschenwesen eine Herrschaft von einer oder wenigen Personen über die vielen? Zunächst haben alle Rudelwesen, zu denen auch die Menschen zählen, ein Leittier, eine Führung. Doch nur bei Menschen kann der Weg an die Spitze auch durch Intrigen, Lügen und Betrügen gelingen. Kein Oberaffe könnte sich aufgrund einer solchen Eigenschaftenmixtur als „Cheffe“ etablieren und dort halten.
Für Menschen gibt es diverse Möglichkeiten, zur Herrschaft zu gelangen und diese auch möglichst dauerhaft auszuüben. Die längste Tradition in den Herrschaftsstrategien dürfte wohl das „teile und herrsche“ Prinzip aufweisen. Dabei sind eben Intrigen, Lügen und Betrügen die fundamentalen Funktionen zum Erreichen der Ziele. „Des is so, seid ma a Züvilisation hamm, moanan manche.“
„A jeda gheat zu ana Minderheit. An jedn geht wos o.“ Wolfgang Ambros
Um dieses Vorgehen praktisch umzusetzen, muss man erstmal entsprechende Teile identifizieren, die man vom Ganzen abspalten und gegeneinander in Stellung bringen kann. Dazu kann man schon bestehende Unterscheidungsmerkmale emotional so aufladen, dass hieraus ein veritabler Konflikt erwächst.
Naheliegende Felder sind hier bspw. Religion, Sprache, Traditionen oder Rasse, äh…, Ethnizität. Aber ganz oben steht der ewige Zwist zwischen Männlein und Weiblein. Da gibt’s schon immer Zoff, mindestens seit Adam und Eva überliefert.
Den natürlichen Gegensatz der Geschlechter zum „Teilen“ zu nehmen, liegt quasi auf dem Silbertablett und wird in westlichen Gefilden gern genommen – inzwischen in einem übel machenden, eklatanten Übermaß. Zwei gleich große Teile der Menschheit gegeneinander in Stellung zu bringen, ist aber doch einfach ideal für jede Herrschaft.
Vielfalt in Einfalt ist der irrsinnigste Traum, den man wohl haben kann. Das ist eine hysterische Flucht aus der Realität.
Eine bestehende Dichotomie zu instrumentalisieren, ist mittels unzähliger Methoden durchführbar. Und wenn’s der Tullius Destructivus ist, der aber am Ende allerdings auch nicht den gewünschten Erfolg zeitigte. Asterix-Leser wissen hierzu mehr.
Denn neben der Heraushebung einer Gruppe, die Frauen genannt werden, als strukturell benachteiligte, ist ja noch so viel mehr zu tun. Was ist mit den einfach gestrickten Geistern, den Blöden jederlei Geschlechts? Was ist mit den Menschenwesen, die faktisch mit keinerlei Talent oder Begabung ausgestattet sind? Es sind unendlich viele Gestalten, die aufgrund ihres bloßen Seins benachteiligt werden.
Es gibt nun mal Menschen über 2 Meter Größe, mit herausragenden Talenten in Musik, Fußball, Mathe, Intellekt usw. usf. und natürlich gilt das auch fürs Gegenteil, für die nicht so gesegneten, eher unbegabten oder „brunzkegeldummen“ Zeitgenossen.
Nudging bis zum unkontrollierbaren Lachkrampf.
Die überkandidelten Selbstdarsteller aus der Buchstabensuppler-Community sind sinnbildlich für die Hohlheit des Westens. Wenn Innen nichts ist, muss es Außen umso lauter und schriller sein. Gerade, wenn kein geistig-moralisches Gerüst aufgrund von Traditionen, Sitten und Gebräuchen mehr existiert. Im „geistig-moralischen“ Vakuum bläst sich jede Hohlbirne sozusagen von selbst auf.
Dieser rosarot abgedrehte Kleinmädchentraum vom „Alle-hamm-sich-liiieb“ ist das Angebot der herrschenden Weltbeglücker ans zu kuschende Fußvolk. Es wird dem Pöbel wie ein Angebot von Luca Brasi unterbreitet. Das kann und darf man nicht ablehnen. Kurzum: Wer das von oben gehypte Wunderland nicht vollumfänglich als toll erachtet, ist raus aus der Volksgemeinschaft. Spaltkeil erfolgreich gesetzt!
Die Volten und Überschläge in Sachen „Wer bin ich?“ sind bei dieser ent- und ver-rückten Weltsicht in einer Skurrilität ausgeprägt, die ein Lachen provoziert, das man von durchgeknallten Wahnsinnigen am Ende eines einschlägigen Films aus dem entsprechenden Genre der B-Movie-Schocker erwartet.
Die mediale Matrix-Welt, in der wir überwiegend leben, braucht als Futter immer mehr Gefühligkeit.
Wir existieren in einem Land, in dem die von oben ausgewählte „Elite“ (s. bspw. YGL Young Global Leader), diejenigen, die IM Fernseher/Bildschirm sind, die die angewiesene Verhaltensnorm und den Takt vorgeben. Das nicht sehen zu wollen, ist so dümmlich und infantil wie das Augen-zu-halten eines Kleinkindes und folgt dem gleichen Prinzip.
Ein Geistlicher namens Joseph Gill steuert dazu bei: „Jahrtausendelang wurden Kulturen innerhalb von Gemeinschaften weitergegeben. Heute jedoch wird Kultur durch Medienkonsum selbst definiert.“ Deshalb ist Propaganda so wichtig, weil das System nur funktioniert, wenn die Leute sich fügen, also die Akzeptanz der Öffentlichkeit gewährleistet ist. „Des laaft do guad, wemma se so umschaud, oda?“
Der modus operandi, also die bevorzugte Tonalität der Kommunikation, ist bestens abgestimmt auf die vorrangige Weltsicht des ver-weiblichten, ver-ängstigten und gefühlsduselig- bibbernden größten Teils der Einwohnerschaft. Das passt bestens ins Konzept der Propaganda, denn die will gefühlsmäßig überwältigen und setzt auf der Ebene des Unterbewussten an, im Kleinhirn, im Reich der Gefühle.
Vor denen und den medial allgegenwärtig weinerlichen Warmduschern mit Identitätsproblemen müssen die Feiglinge, die als eingesetzte Satrapen herrschen dürfen, folglich keine Angst mehr haben. Und für die wirklich Herrschenden gilt: Sie haben ihr Ziel erreicht!
„Spaltung ist keine Nebenwirkung des Systems. Sie ist das System.“ John und Nisha Whitehead
Als diskriminierte und unterdrückte Person kann man ja ungehemmt gegen „Hassrede“ und „virtuelle Gewalt“ hetzen, was das Zeug hält – solang man auf der richtigen Seite ist. Solche geistigen Niederträchtigkeits-Auswüchse, wie z.B. Sprachvergehen, lassen sich eben auch einfacher verfolgen als reale Vergewaltigungen oder Messer-Mißgeschicklichkeiten von zugewanderten Raketenwissenschaftlern bzw. systematische sexuelle Gewalt gegen Kinder durch Mitglieder der gesellschaftlichen Epstein-Elite.
Übrigens stehen in Sachen verbaler Verrohung die Schwestern den Brüdern nicht nach. So manches Menschenwesen mit XX-Chromosomensatz spült seinen eigenen (geistigen) Dünnschiss nicht mehr ins Klo, sondern ungefiltert in die „sozialen“ Netze.
Ist diese Lust am Pathologisieren schon selbst pathologisch? „Die Guten™“ sehen in Deutschland ein Vorbild feministischer und klimafreundlicher Lebensführung, wobei das allerdings in jedem anderen Land der Erde als mindestens übergriffig und aufdringlich gesehen wird.
Der Gerechte wird ungerecht, wenn er selbstgerecht wird.
Eine wirklich hinterfotzige Idee von den Deepies ist es, irgendwelche ausgewiesenen Dumpfbacken und Flachdenker in eine Machtposition zu hieven. Denken Sie stellvertretend an „Habbels & Blablubb“, DAS ikonografische Traumpaar, das Duo Ruinoso zur Spaltung und Ruinierung der deutschen Lande.
Es heißt doch, den wahren Charakter beim Menschen erkennt man in der Not. Das stimmt sicherlich. Doch viel aufschlussreicher wird das Ganze, wenn ein durchschnittlich normales oder gar ein unterdurchschnittlich anormales Menschenwesen ohne Macht zu Macht gelangt. Dann zeigt sich wirklich, aus welchem Holz jemand geschnitzt ist.
Die allermeisten können mit Macht nicht umgehen und missbrauchen sie, wo und wie sie nur können. Nur ganz wenige verfügen über die innere Stärke, verantwortungsvoll und selbstlos damit umzugehen. Die sind die Ausnahme, die die Regel bestätigen.
Sie können sich ja ihr Hirn zermartern, ob Ihnen jemand einfällt, dessen Charakter nicht negativ durch die Macht beeinflusst wurde. Dann nennen Sie dazu noch eine Frau mit Macht, die wirklich menschenfreundlich mit ihrer Macht umgegangen ist.
Kleiner Tipp: Hillary oder Uschi sind es nicht. Mutti auch nicht. Annalena hat sich leider im Bällebad verirrt. Wenn Sie fündig werden, werden Sie „Held des Feminismus“. Garantiert!
Wer Recht hat, ist auch „Rääächts“. So einfach.
Der Felix Feistel hat zur Methode Teile & Herrsche wie immer clever und smart angemerkt: „Diese ganze Situation, in der angebliche Rechte zum Rechtsextremismus getrieben und gegen Linke und Migranten aufgehetzt, in der Migranten gegen Europäer gehetzt und „Linke“ gegen „Rechte“ gehetzt werden, wird schrittweise zur Eskalation getrieben. Sie ist Teil der teile-und-herrsche-Strategie der Herrschenden.“
Wobei „links“ und „rechts“ hier vollkommen gegensätzlich in einer Orwell’schen Bedeutungsumkehr verwendet werden. Denn vom ursprünglichen Grundsatz her wurden die Gruppen, die für die Mächtigen sind, als rechts und die, die für die Ohnmächtigen gegen die Mächtigen sind, als links bezeichnet.
Die idealen Propaganda-Opfer-Individuen leiden obendrein an „chronischer paranoider Schizophrenie”. Die sind schon in sich in brauchbarer Weise gespalten. Und es werden immer mehr…
Es ist in einer solchen Gemengelage nicht mehr auszuschließen, dass bald ein abrahamitischer Loyalitätstest gefordert wird, mit der Vernunft als Opfer. Zu weit hergeholt? Denken Sie an die unzähligen selbsternannten Maskensitzkontrolleure. „De hättn so an Test mit links b’standn.“
Ein Igor Karaulow düstert da obendrauf noch rum: „Eine Rückkehr zum früheren Leben und zu den früheren Wertvorstellungen nach dieser Bewährungsprobe ist unmöglich.“
Ob das Internet hier eine (un-)tröstliche Wahrheit liefern kann? „Der gesellschaftlich-zivilisatorische Niedergang kommt nicht mit einem Knall, sondern mit einem müden Schulterzucken.“
Genau deshalb gilt jetzt wieder für alle U 70: Kopf hoch! Brust raus! Schultern gerade! Rääächts um! Im Laufschritt! Marsch Marsch! An die Front!
Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/
Der Artikel ist zuerst erschienen unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/divide-impera/
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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts
Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/
Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln
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