Wenn spätpubertierende Böcke das Sagen haben

Von Georg Ohrweh
Wenn kriegerische Auseinandersetzungen nicht erfolgreich sind, dann muss man am Verhandlungstisch eine Lösung suchen-.
Eine derartige Aussage zeigt, wie weit sich der menschliche Verstand seit Erfindung der Keule weiterentwickelt hat, nämlich gar nicht. Nach wie vor gilt: Erst draufhauen, dann fragen, ob es weh getan hat.
Diese Strategie (wenn man denn überhaupt dieses Wort dafür gebrauchen kann) zeigt, welche Primitivlinge, vor allem in der sogenannten westlichen zivilisierten Welt, die Geschicke der Welt lenken, und wie lebensgefährlich es für uns Menschen ist, dass diese sehr spezielle Sorte der Gattung Mensch, seit Jahrtausenden, bis heute nicht, über das Entwicklungsstadium der Spätpubertät hinausgekommen ist. Der Werte-Westen hat einen massiven Menschheitsentwicklungsrückstau.
Straßenbanden ziehen breitbeinig durch die Lande, der mit der größten Klappe wird der Anführer. Hirn? Was brauch ich Hirn? Claims werden abgesteckt, das ist unser Viertel, hier habt ihr nichts zu sagen.
Diese Rotzlöffel wissen, wie sie die Wirtschaft hinter sich bringen, die will produzieren und verdienen. Erst mit Keulen, die alles kurz und klein kloppen, dann mit Gerät und Material, mit dem wieder alles aufgebaut wird. Menschen, Kosten – Nebensache. Interessen sind wichtiger.
In einem endlosen Zyklus, und am besten immer erst dann, wenn es die Generation nicht mehr gibt, die sich noch an das letzte Mal erinnern kann.
Berechtigung wird mit Moral begründet: Wir sind die Guten – Wir sind im Recht – Wir kämpfen für Gerechtigkeit – Wir können das nicht zulassen – Wir müssen Frieden mit Waffen schaffen – Wir müssen die Demokratie verteidigen-. Ein unreifer Erguss von Halbstarken reiht sich an den anderen.
Die, die das letzte Mal noch leibhaftig erlebt haben, die wurden zu Mahnern: – Besser tausend Stunden umsonst verhandeln, als auch nur eine Stunde schießen -. Die gibt es nicht mehr.
Nachgerückt ist eine Generation von Geschichtsvergessenen, die wie der Sohn dem Vater zeigen wollen, dass sie es besser können.
Das sieht man derzeit besonders gut am Beispiel eines komplett aus dem Ruder gelaufenen Deutschlands.
Da will es ein unreifer, gemeingefährlicher, realitätsverweigernder Kriegstüchtigkeitsminister und seine Bande, der Russen-Gang aber mal so richtig zeigen.
Die bleibt zwar in ihrem Viertel, aber das Testosteron will sich entladen, also zündelt man, mithilfe eines übergeordneten Bandenvereins, an der Grenze des Viertels, um die anderen zu reizen und herauszufordern. Mal sehen, wie weit wir gehen können. Aufgestachelt vom Anführer des Bandenvereins, der sich dann schnell in Sicherheit bringt, wenn es für ihn unangenehm wird, und den Doofen, die mitgemacht haben, das Feld überlässt.
Komm her, Du Feigling, lass mich hintern Baum! Nix los hier, also machen wir was los. Mal wieder so ne richtige Klopperei, das wär doch mal was!
Jetzt ist es aber so, dass die Pistolius-Bande gar nicht über genügend Keulen verfügt, und das auf absehbare Zeit auch nicht anders sein wird, obwohl die Keulenschnitzereien angetrieben werden, auf Hochtouren zu arbeiten. Dann finden sich auch nicht genug harte, hafermilchgestärkte Junx, die mitmachen wollen. Die meisten wollen einfach nur ihre Ruhe haben und ihrer Wege gehen, Mädels im Kopf haben, beruflich vorankommen, später vielleicht mal eine Familie gründen.
Und selbst, wenn sich ein paar Deppen finden, die anderen sind viel mehr.
Und im Nachbarviertel sind die Junx der Russen-Gang kampferprobt, die haben derzeit einen Battle mit einem direkten Nachbarviertel, in dem sogar viele ihrer Brüder sind.
Diese Junx gehen regelmäßig ins Fitness-Studio, boxen, treiben viel Sport, lieben den Langlauf, während die Pistolius-Bande Mitglieder hat, die noch nicht einmal Boxhandschuh fehlerfrei schreiben können.
Das hält die schlappe Pistolius-Bande aber nicht davon ab, siegessicher weiter darauf hinzuarbeiten, den durchtrainierten Junx von der Russen-Gang so richtig ordentlich mal was aufs Maul hauen zu wollen.
Weil aber auch der Bandenführer Pistolius nicht lesen kann, hat er keine Ahnung davon, dass es Bücher gibt, in denen steht, dass das schon zwei Mal schiefgegangen ist.
Ohnmächtig stehen die, die lesen können, daneben und warnen, doch alle Warnungen werden in den Wind geschrieben.
Was man sich ein Mal in den Kopf gesetzt hat, das wird durchgezogen. Koste es, was es wolle!
Derweil gehen die, die über das Entwicklungsstadium der Spätpubertät hinausgewachsen sind und sich dem Verstand eines erwachsenen Menschens bedienen können, so gut sie können, in Deckung. Sie versuchen sich aus der Gefahrenzone herauszubringen, um aus sicherer Entfernung zu beobachten, wie sich die Pistolius-Bande zielsicher und zu 100% selbst zerstören wird, zum Leidwesen derjenigen, die in diesem Viertel wohnen.
Um diesem irren Treiben ein Ende zu bereiten, hoffen inzwischen so manche Bewohner des Viertels darauf, dass die Russen-Gang der Pistolius-Bande mit einem gezielten Boxhieb einmal zeigt, wo der Hammer hängt, denn das scheint die einzige Möglichkeit zu sein, dass die Pistolius-Bande wieder zur Vernunft kommt und in ihre Schranken gewiesen wird. Und schon sind wir wieder zurück auf Los.
Von Seiten der Russen-Gang gibt es immer wieder Ansätze und die Bereitschaft, dass man die Zwistigkeiten doch auch anders regeln könnte, man könnte sich ja mal bei einem Bier irgendwo an einem neutralen Ort treffen und reden, doch die Pistolius-Bande ist dermaßen stur, arrogant und verbohrt, obwohl sie sich das eigentlich gar nicht erlauben könnte, dass sie sich partout nicht darauf einlassen will.
Hochmut kommt vor dem Fall, sagt schon eine alte Volksweise, die wohl wieder einmal bestätigt wird, wenn kein Sinneswandel, und der ist derzeit weit und breit nicht in Sicht, diese aufgeblasenen Gockel mit Nichts in der Hand zur Vernunft bringt.
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(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )
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(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)
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(Bild von pixabay)
Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts
Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/
Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
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https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln