
Januar 6, 2026
Ein Versuch des Verstehens von Werner Roth
Wie soll man sich an so was Schwammiges wie „die Guten™“ herantasten, das für viele locker als Markenzeichen durchgeht? Wer dieser Trademark begegnet, hat entweder keine Ahnung, was damit gemeint sein könnte, oder die Person hat schon länger und intuitiv eine sehr spezielle Vorstellung von „den Guten™“. Diese trübe Suppe schreit danach, kräftig umgerührt zu werden.
Wie immer soll dessen ungeachtet aber auch hier betont werden, dass es die unterschiedlichsten Ausprägungen von Menschenwesen innerhalb „der Guten™“ gibt. Zwischen Voll-Gaga bis fast alt-normal ist da gleichermaßen alles Mögliche vertreten. Dennoch kann man übereinstimmende Wesenszüge und Ähnlichkeiten aufzeigen, die eine Gruppenzugehörigkeit nahelegen.
Also, an was und wie kann man „die Guten™“ identifizieren? Was sind zutreffende Kriterien, um „die Guten™“ auszumachen? Wie müssen die Schubladen beschaffen sein, damit „die Guten™“ da reinpassen?
Vordringlich einbezogen werden muss dabei unbedingt der Begriff der „Dünkeldeutschen“, der die – vermeintlich – besser gestellten ignoranten Arroganzlinge bzw. die arroganten Ignoranten umfasst. Gerade auch solche Gestalten sind als „die Guten™“ im Umlauf.
Wo liegt der Grenzwert in der Dosis für das Gift?
Der naheliegendste Ansatz wäre, „die Guten™“ werden deshalb so bezeichnet, weil sie Gutes wollen. Sie wollen, dass niemand mehr ausgeschlossen bleibt, diskriminiert wird, in den Gefühlen verletzt wird, unterdrückt wird, ausgebeutet wird, einfach, dass alles gut wird. So wie bei der Agrar-Diesel-Rückerstattung, die Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, stolz als einer der größten Erfolge der Regierungsarbeit hervorhebt. Das ist doch auch supi, oder?
Sicherheit und Freiheit für alle und jedes! Wobei man hier, wie so oft, am ewigen Geheimrat (Weiß noch wer, was das eigentlich ist?) Johann Wolfgang von Goethe wieder mal nicht so leicht vorbei kommt: „Niemand ist so hoffnungslos versklavt wie diejenigen, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.“
Das wird sarkastisch noch weiter zugespitzt von Anne Burger: „Das richtige Frei (Nein! Nicht der Thorsten! Tststs, Dummerle…) ist, nur an den eigenen Geldbeutel und die eigene Karriere zu denken. Kompromisslos und ohne einen Gedanken an den Rest der Menschheit oder die eigenen Gefühle.“ Die bezieht das hier aber mehr auf den heutigen Feminismus, der desgleichen eine unangenehm lärmende Facette bei „den Guten™“ ausmacht.
Missgünstige Miesepeter weisen hier natürlich auf den ausgelutschten Spruch hin, dass der Weg zur Hölle gepflastert ist mit guten Absichten. Also, gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Aber hey, leben wir nicht im besten Deutschland aller Zeiten? Nein? Nicht wirklich? Ein Ösi würde dazu trocken meinen: „Gäh Schaißn! Heast!“
Alles in allem kann man doch trotzdem nichts dagegen haben, oder?
Denn „die Guten™“ sind doch ganz im Sinne des ollen Goethe unterwegs und streben nach dem Wahren, Schönen und Guten. Naja, das mit dem „Schönen“ ist durchaus relativ, wenn man sich die Grazien da so anschaut. Habbels und Blablubb waren dahingehend nur optische Köder für Verstand, Sinn und Niveau befreite Zeitgenossen. In der Schlapphutbranche nennt man das „Honigfalle“. „Weas mog… is hoid ned fia an jedn.“
Das mit dem „Wahren“ ist auch nicht so einfach, da bei „den Guten™“ ja die Realität per Sprechakt gebildet wird, ganz nach der Frankfurter Schule von Marcuse, Adorno und Habermas. Eine wirklich wahre Realität mit einer darin verankerten Wahrheit kann es demnach nicht geben, weil doch alles, also auch die Wahrheit, erst durch Worte (Sprechakt, siehe Geschlechtswahl) geformt wird. Die LGBTQI+-Problematik steht hier exemplarisch als Aushängeschild.
Kurz und schmerzvoll bedeutet das, jeder kann sich seine eigene Wahrheit aus seinen eigenen Worten basteln. Ein möglichst undurchdringlicher Wortdschungel bzw. gigantische verbale Müllberge sind äußerst hilfreich bei der Verschleierung eines jeglichen Sinns. Die Werke der eben aufgeführten Frankfurter Schule und deren zahlreichen Nachfolger sind dabei unübertroffen vorbildlich. Wer braucht denn schon Sinn? „Hauptsache, ihr habt Spaß!“ sagt doch auch die Werbung.
Das passt wie Auge auf Topf. Oder Faust auf Deckel. Ach …
Das grundlegende Maß der Zugehörigkeit zu „den Guten™“ ist die Betroffenheit. Betroffen sind sie gern, „die Guten™“. Wenn das Betroffenheitsfass dann mal von zu vielen Krokodilstränen überläuft, füllt es umgehend das Reservoir der Empörung.
Empört wird sich noch lieber als in Betroffenheit zerfloßen. Aber immer gegen das Richtige, also gegen Rechts, gegen CO 2, gegen einfach alles, was den offiziellen Geschichten widerspricht. „Ist der Feind bekannt, hat der Tag Struktur“, grinste schon Volker Pispers ins Publikum. Das Leben kann so einfach sein.
Da entspringen dann auch die Quellen für Beleidigungen aller Art. Gottseidank gibt es heutzutage professionelle Hilfe von zahlreichen gott-… ääähh…, selbstlosen Organisationen, gern NGOs genannt, die mit Steuergeldern bestens ausgestattet sind. Die unterstützen jede Amtsperson bzw. prominente Person bei der Geltendmachung ihrer Schmerzensgelder für die unflätig verletzten und missachteten Gefühle durch Hass&Hetze von nichtsnutzigen Staatsdelegitimierern.
Dazu passt die Kurzbeschreibung unserer Zeit und vielleicht der Moderne überhaupt: „Ich will mit mir nichts zu tun haben!“ Ergänzend könnte man anfügen: „Mit allen anderen auch nicht!“ Selbsthass und Hass und Hetze gegenüber anderen schließen sich nicht aus, sondern sind offenkundig aufeinander angewiesen und verstärken sich gegenseitig. Könnte man meinen…
Andererseits müssten „die Guten™“ eigentlich, bei der Vehemenz, mit der sie sich selbst und untereinander ohne Unterlaß auf die Schulter klopfen beim gegenseitigen Lamettabehängen (Nein! Früher war NICHT mehr Lametta!), schon längst ungespitzt im Boden versunken sein. Das kann man dann unter Selbstherrlichkeit oder Geltungssucht verbuchen, die den Selbsthass verdecken und konterkarieren helfen sollen.
Der Vorläuferbegriff war der „Gutmensch“, aber der ist offensichtlich weitflächig verschwunden.
Wer gegen das Böse schlechthin, also gegen die Nazis, kämpft, ist doch zwangsläufig auf Seiten „der Guten™“, schon aus Gründen der Polarität der Welt. Der guuude Michael Klonovsky hat dazu mal einen rausgehauen, das treffender zur Beschreibung „der Guten™“ nicht sein könnte: „Es ist die Nazimentalität auf der Nazisuche“.
Um Missverständnisse zu vermeiden, sei darauf hingewiesen, dass „Woke“ und „die Guten™“ nicht deckungsgleich sind. Zwar sind alle „woken“ auch bei „den Guten™“ anzutreffen, aber umgekehrt gilt das nicht. Der Spruch mit der Nazimentalität trifft aber auf beide zu. So unbedingt wie Gratismut a la „Antifa muss nicht in JVA…“
Doch was ist mit den grundlegenden Absichten bei „den Guten™“? Von Vielfalt und Buntheit bleibt real nur Einfalt und Eintönigkeit. Statt Achtung der individuellen Unterschiede wird alles und jedes auf Gleichförmigkeit gebürstet. Doppelmoral, Doppelstandards und Doppeldenk sind dabei zwingend notwendige, fundamentale Wesensmerkmale.
Gratismut und Verantwortungslosigkeit dürfen hier natürlich nicht unterschlagen werden. Wir leben ja schon länger in einer Gesellschaft, in der niemand mehr für irgendwas verantwortlich ist. So wird der Umstieg zur seelenlosen, rein maschinellen KI-Verwaltung von allem, noch mehr befördert. Das Fundament hierfür ist ein infantiles Entwicklungsstadium, das niemals abgelegt wurde.
Nur am Rande sei hier noch auf die totale Humorlosigkeit, die vollkommene Ironieabsenz und die personalisierte Unlustigkeit (u.a. Blinddarm-Bosetti) „der Guten™“ hingewiesen. Motto: Platte Flach-Witze für seichtesten Niveau-Limbo ohne jegliche Substanz oder Tiefe. „Asonstn kannt oam ja jeda bläd dahea kemma, oda?“
Deutschland war mal Exportweltmeister. Jetzt sind wir Weltmeister im Export von Weltanschauung.
So durften wir am Beginn der „tödlichsten Pandemie der Weltgeschichte“ von einer damaligen Bundesministerin, die niemand mehr kennt oder kennen muss, erfahren, dass im Grundgesetz stehen würde, „wir“ müssten jedes Leben retten. Ab da haben wir dann endlich die Glaubensauffassung des Jainismus, einer indischen Sekte, ins Grundgesetz integriert.
„Die Guten™“ benehmen sich sowieso mehr wie ideologische Sektierer für Regierungsunterwürfigkeit und sind darin tatsächlich religiösen Predigern gleich. Sie verkünden Heilslehren, definieren Ketzer und drohen mit dem Weltuntergang – nur dass ihre Offenbarung nicht göttlich, sondern mit der richtigen Haltung, nämlich ihrer „eigenen“, tatsächlich der von oben vorgegebenen, begründet wird.
Wer „glaubt“, muss nicht argumentieren. Wer seinen politischen Standpunkt sakralisiert, erhebt ihn über jede rationale Diskussion. Die eigene Position wird zur moralischen Wahrheit, Andersdenkende zu Häretikern.
„Die Guten™“ sind vielleicht deshalb autoritär ohne Vitalität. In ihrem spätimperial dekadenten Habitus produzieren sie die blödsinnigsten Sprachregelungen und willkürlichste Zensur. Dazu schlagen sie in einer Art um sich, die immer mehr an die Raserei eines Durchgedrehten erinnert.
„Die Guten™“ sind völlig unfähig, ihre eigene Unvollkommenheit zu ertragen.
Demzufolge wollen diese „Suizidversager“ (© by Rudi Birkenberger; „D‘Häifte vo’m Driihimtiiihm“) zuerst alle anderen, die sie daran erinnern, aus dem Weg räumen. Das bis zum Ende durchgedacht läuft jedoch auf das Motto vom „Highlander“ hinaus: „Es kann nur Einen geben!“ Roberto de Lapuente meint lässig souverän dazu: „Kurz gesagt: Der Andere muss weg. Egal wie. Es ist doch unsere Demokratie. Ganz allein unsere.“
Da hilft auch nicht das „tägliche Bad in unangemessener Überheblichkeit“, wie Gerhard Mersmann genial formuliert, denn „sie treibt die Großmannssucht bemitleidenswerter Versager.“ Würde man die besonders eifrigen unter „den Guten™“ als ein menschliches Individuum sehen, wäre es wegen seiner Psychosen, Neurosen, seiner Aggressionen und seines unterirdischen IQs längst in der Geschlossenen.
Wenn „die Guten™“ überhaupt denken, dann nicht logisch, sondern ideologisch.
Um wieder zu Sinnen zu kommen, müssten sie ihre ideologische Konditionierung, die durch Medien, Beruf und Ausbildung installiert wurde, aus ihrem Hirn wieder tilgen. Allerdings betrifft dies alle Bewohner des „Imperiums der Lügen“, nicht nur „die Guten™“. „Do brauchns ned so vadruggst dua. Sie sann do a mit gmoand!“
Denn alle hier groß gewordenen haben genau die Vorstellung über die Welt, die wir über Jahrzehnte so „gelernt“ haben. Vor allem die Mutter aller Lügen steckt quasi in unserer DNS und lautet: „Wir sind die Guten“. Also wir im Westen.
Um überhaupt einigermaßen klar sehen zu können, müsste unsere gesamte werte-westliche Weltanschauung in Frage gestellt und von Grund auf neu aufgebaut werden – wie bei einem Kind oder einem Alien, das versucht, die Welt zu verstehen. Oder wie es gute Tradition in der Wissenschaft war, bevor diese zu „die Wissenschaft™“ (gemacht) wurde.
Bei der hier im Focus stehenden, aktuellen Version von „den Guten™“ zeigt sich, dass sie einen zwangläufig folgenden nächsten Schritt gedanklich nicht mehr vollziehen können. Das ist in deren Denkraum nicht vorhanden. Obendrauf scheuen sie das wie der Teufel das Weihwasser. Warum? „Wais ses hoid ned kenna!“
„Die Guten™“ sind geistig zu beschränkt, um zu erkennen, dass sie nur dazu benutzt werden, eine Agenda voranzutreiben.
Ihren Fädenziehern, den Deepies, ist es restlos egal, was am Ende mit ihnen passiert. Sie sind nicht-beachtenswerte Opfer, für die Selberdenken als igittigitt gilt!
Darüber hinaus gehört es zur Leit-Strategie der mächtigsten Clans dieser Zeit, den Rockefellers, den Rothschilds, den Morgans, etc. die konzertiert die Deepies bilden, dass von Zeit zu Zeit ein Depp aus dem Haufen der Subalternen, die selbstverständlich alle bei „den Guten™“ sind, sein Maul weit aufreißen soll. Gerade zu sog. strittigen Themen. Über die Mainstreammedien wird das dann weitflächig verbreitet.
Denn das ist ein wirkungsvolles Element im permanenten Verwirrungsprogramm, das die große Verdummung vorantreibt. Je abwegiger, verschwurbelter und unsinniger, desto besser für die Zielerreichung. Tagesschau und Co. sind hier stilbildend. So behaupten das zumindest die Feinde von „UnsererDemokratie™“ und wedeln dazu aufgeregt mit den Aussagen des Pentagon zum „mindwar“ rum.
Tja, so ist das wohl, wenn man Lack gesoffen hat…
Inzwischen sind immer öfter Stimmen zu vernehmen, die unsere „Eliten“, also „die Guten™“ ohne Wenn und Aber, am Rand eines Nervenzusammenbruchs sehen. Die spannende Frage ist: Wann sind sie endlich einen Schritt weiter?
Martin Armstrong meint, „die Anzeichen seien eindeutig: Europa steuere auf einen „Panikzyklus“ zu.“ Und fügt noch zur Beruhigung hinterher: „Die Geschichte macht eines deutlich: Wenn Regierungen von innen heraus zu zerfallen beginnen, geben sie ihr Versagen nicht zu – sie lenken die öffentliche Wut auf eine Bedrohung von außen.“
Vielleicht ist die umstrittene These in dem gleichnamigen Buch von Francis Fukuyama, die legendär wurde, auf ganz andere Weise zutreffend, als das viele glauben. Um das Ganze hier abzuschließen ist sie jedenfalls unschlagbar:
„Ende der Geschichte!“*
*vorläufig…
Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/
Der Artikel wurde zuerst bei AnderweltOnline veröffentlicht. Hier der Link
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/die-gutentm-ein-schwer-begreifbares-phaenomen
Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.
Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts
Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/
Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.
Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln
Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen
- Ukrainekonflikt
- Ampelkoalition
- Corona
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Ein anderer Bestell-Link als Amazon ist leider nicht möglich, da das Hochladen über andere Plattformen trotz wochenlangem Versuchen und unbeantworteten Anfragen mir nicht gelang.
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