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Aber die Pfingstrosen werden blühen

21. März 2026

von Maria Schneider

Pfingstrosen bohren sich durch den harten Boden. Foto: Maria Schneider

Es ist ein seltsam schwerer Tag. So als wüßte der sonnenstrahlende Himmel schon, dass nachmittags dunkle Wolken kommen werden. Zwei ganze Stunden brauche ich diesen Morgen – samt drei Espresso, einer pfeffrigen Brezel, der Buchung eines Friseurtermins, einem Anruf bei einer Freundin und einem einstündigen Spaziergang durch Weinberge und Vogelgezwitscher – bevor ich mich wieder als der fröhliche Mensch fühle, der ich doch eigentlich bin. Viel Aufwand, um mich von der immer engeren Ideologiezwinge um meinen Kopf, dem allgegenwärtigen Mediengeschnatter und dem Gefühl, mich durch einen dichten Sumpf quälend langsam nach vorne zu bewegen, zu befreien.

Wahrlich, ich fühle, wie die Hölle von allen Seiten unser Leben durchdringt, von oben herab- und von herunten aufsteigt. Goldene Sterne lasse ich durch mich rieseln, atme tief und befehle dem Bösen, Abstand zu halten. Ab-staaand, mit einer starken Betonung auf -staaand. So spricht meine 70-jährige ukrainische Bekannte das Wort aus, wenn ich mit ihr in ihrem uralten Mercedes fahre, der ihrer Aussage nach über eine Tonne wiegen soll. „Ab-staaaaand“ ruft sie immer erzürnter, wenn ihr jemand von hinten zu sehr auf die Pelle rückt. Wütend faucht sie in den Rückspiegel und zeigt wahlweise „Ab-staaaand“ zwischen Daumen und Zeigefinger, einen Vogel oder gleich den Stinkefinger. Begleitet werden die Gesten von Schimpfkanonaden wie: „Dumme Kuh! Was für ein klein Auto! Auto hat vorne nix. Ist tot bei Unfall!!! Es gibt Gesetz für Ab-staaaand! Du dumme Kuh!!“ Das ist erfrischend im Vergleich zu all dem aalglatten Geschwätz, das man ansonsten von leergesichtigen Promis, Politikern und salbadernden Talkfrauen vorgesetzt bekommt, die unliebsamen Gästen mit sanfter Stimme ein Gespinst aus freundlichen Fragen weben und sie sodann langsam mit kaltem Lächeln darin ersticken.

Ich will noch nicht nach Hause, wo viele Pflichten warten – der ständige Kampf nach Aufträgen, die eisernen Bandagen der Konkurrenz, das langsame Ausbluten der Industrie und meines Marktes. Stagnation. Niedergang. Schweigen zwischen mir und Menschen, mit denen mich vor Corona oder der Massenmigration noch herzliche Freundschaft verbunden hatte. Täuschung. Alles Täuschung gewesen.

Also gehe ich zum Einkaufszentrum, das schon lange von Migranten vor und hinter den Theken übernommen wurde. Dort bestelle ich bei den Kurden, die zur jetzigen Lage kein Blatt vor den Mund nehmen, mein Lieblingsgericht: Frisch gebratenes Huhn mit Reis, Gemüse und dünner Bratensoße. Was will man mehr für 8,50 €? Die Kurdin ist um die 45 Jahre alt und spricht perfekt deutsch. Sie arbeitet dort jeden Tag 10 Stunden. Ihre Schwester hat aufgepumpte Lippen und ein gestrafftes Gesicht, das sich noch stärker vor Wut aufplustert, wenn schwarz verschleierte Damen kommen und um noch mehr Essen für noch weniger Geld betteln, weil sie angeblich so arm wären. Nichts da! Die Kurden kennen ihre Pappenheimer. Bei ihnen beißen die angeblichen Bettlerinnen auf Granit. Das Einzige, was sie kostenfrei erhalten, ist ein Vortrag darüber, dass man erst etwa leisten muß, um sich dann etwas leisten zu können.

Ich knabbere mein Huhn, schlotze den Reis und beobachte das Treiben. Endlose Kolonnen von alten, verarmten Deutschen, deren Kleidung zerschlissen und abgetragen ist. Familien mit Kindern sind ausnahmslos orientalisch. Sie schieben übervolle Einkaufwagen mit Coca-Cola, Fanta und sonstigem ungesundem Essen vor ich her. Die Frauen tragen bodenlange Gewänder, Kopftuch und statt Gesichtsschleier FFP2-Masken. Die Männer wirken wie Soldaten auf Urlaub.

Es ist inzwischen 13:30 Uhr und erst jetzt sehe ich mich in der Lage, mich der Akquise, der Steuer und den tagtäglichen Schikanen zu widmen. Zuerst aber noch ein Espresso beim Italiener gleich nebenan. Während Corona war er eine Bastion des Widerstands und vergaß regelmäßig die Frage nach Impfausweis, Impfstatus oder sonstigen Nachweisen zur Existenzrechtfertigung, die sich der neofeudalistische Adel zur Unterjochung freier Menschen ausgedacht hatte.

Doch da passiert es. Irgendwie, irgendwo, ist mir zwischen dem Zahlen meines Gerichts und dem Hantieren mit Jacke, Rucksack und Fahrradhelm mein Geldbeutel abhandengekommen. Ich gehe von Geschäft zu Geschäft und frage, ob er abgegeben wurde. Nichts. Nach einem unerfreulichen Dialog mit einer schlichten Dame am Infostand, deren allumfassende Gleichgültigkeit sich bereits als schwarzer Klotz neben ihr manifestiert hat, gebe ich auf.

Ich setzte mich zum Italiener und bestelle mir mit meinem Notvorrat Bargeld, den ich stets in verschiedenen Taschen bei mir führe, einen Espresso und rufe die Polizei an. Nein, ich solle nicht persönlich kommen, sondern online meine Anzeige schalten. Es wäre heute sehr viel los. Ach so. Ich hatte schon vergessen, dass meine Steuern für die ganze Welt verwendet werden, während ich immer mehr selbst verrichten muss und mir so meine Lebenskraft für Nichtigkeiten abgesogen wird.

Sodann sperre ich meine Karten und denke schon mit Schrecken daran, dass ich – ebenfalls online – meinen Personalausweis, Führerschein und sonstige Karten werde neu bestellen müssen. Vorbei die Zeiten, wo man einfach in Ämter hineinmarschieren und sich einen neuen Ausweis holen konnte. Bei uns im Dorf kann man nur an einem Tag in der Woche ohne Termin erscheinen. Der Rest wird kafkaesk über Onlinetermine geregelt und eine Audienz wird ausschließlich unter Angabe der Terminnummer gestattet. War da nicht mal was, dass ich die unfreundliche Beamtin, die wie eine Königin hinter dem Schreibtisch thront, als StaatsDIENERIN mit MEINEN Steuern bezahle?

Ich schlürfe meinen Espresso und begebe mich mit einem schweren Seufzer zu meinem Fahrrad. Inzwischen ist die Sonne weg. Der Himmel hat sich zugezogen und es tröpfelt. Was für ein Tag! Und er ist noch nicht einmal vorbei! Zu Hause angekommen, betrachte ich den Vorgarten, den ich gegen den unnachgiebigen Widerstand und unter den Argusaugen eines verbitterten Miteigentümers „für umme“ pflege. Die gesamte Nachbarschaft erfreut sich an den Blumen – ausgenommen dieser Miteigentümer, der jedem, wo er nur kann, das Leben zur Hölle macht. Ich begrüße jede Blume und inspiziere den Boden auf Neuankömmlinge. Die Erde ist lehmig und ausgetrocknet. Dennoch blühen schon die Narzissen und Maiglöckchen. Die Rosen haben ausgeschlagen und die Pfingstrosen bohren sich unbeirrt durch die steinharte Decke nach oben. Es gibt Hoffnung. Denn die Pfingstrosen werden wieder blühen – und sei der Boden auch noch so hart.

***

Maria Schneider. www.aufderlichtung.ch. 21.03.2026

Dieser Beitrag erschien zuerst auf www.aufderlichtung.ch. Hier der Link:
https://aufderlichtung.ch/2026/03/21/aber-die-pfingstrosen-werden-bluehen/

Noch ein privates Anliegen, werte Leserinnen, werte Leser,

zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit; eher Genre politisches Sachbuch) und „Reise zum höheren Selbst“ (eher Genre Ratgeber) nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Als Basis für diese Bücher werden bestehende, diesbezügliche Artikel von mir herangezogen.
Wenn Sie in einem dem Genre entsprechenden Verlag arbeiten – oder eine entsprechende Person in einem infrage kommenden Verlag kennen, der eines meiner beiden Bücher veröffentlichen könnte, wäre ich Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Von Uwe Froschauer

Ja, was gibt es über mich zu sagen.
Ich genoss eine sehr angenehme Kindheit, verbrachte eine äußerst turbulente und ereignisreiche Jugend, und hatte sehr viel Sinn für Unsinn – was sich bis heute nicht geändert hat.

1979 machte ich mein Abi, und 1988 schloss ich mein Studium der Betriebswirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit Diplom ab. Mein vornehmliches Interesse galt der Wirtschaftspsychologie.
Während des Studiums gewann ich neben einem profunden Managementwissen erste Einblicke in psychologische und soziologische Grundlagen und baute diese weiter aus.

Mich interessieren u.a. die unterschiedlichen Fühl-, Denk-, Verhaltens- und Kommunikationsweisen von Mann und Frau. Zu diesem Thema veröffentlichte ich den Titel: Mann und Frau: „Sie verstehen sich nicht, weil sie sich nicht verstehen“, Band 1: „Was Frauen an Männern nervt“.

Meine Leidenschaft, zwischenmenschliche Beziehungen zu beobachten und zu analysieren, sowie die Beschäftigung mit psychologischen, soziologischen, anthropologischen, politischen, ökonomischen, ökologischen und philosophischen Themen prägen meine vielfältigen Schaffensgebiete.

Persönliche Weiterentwicklung im Kontext einer sich verändernden Gesellschaft ist mir ein besonderes Anliegen. Das Buch „Mach nicht mit – entwickle Dich weiter, 12 Wegweiser für ein sinnvolles und erfülltes Leben“ gibt Menschen Hilfestellung, sich aus einer machtorientierten und raffgierigen Welt zu lösen.

Mein Buch „Turbokapitalismus – eine Schmähschrift“, ruft die sozialen und ökologischen Kräfte auf, den Abgang dieses Killerkapitalismus zu beschleunigen.

Die Buchreihe „Vater, Sohn und die Welt“ ist ein reiner Dialog zwischen einem Vater und seinem flügge werdenden Sohn über die wichtigsten Bereiche des Lebens. Band 1 handelt von „Mann, Frau, Liebe, Sex, Prostitution, Beziehung, Ehe“, Band 2 von Wirtschaft und Politik.

Meine politsatirischen Bücher „Weltkasperletheater, Band 1“, und „Weltkasperletheater Band 2: Good Bye Demokratie“ bringen weltpolitisches Geschehen zeitnah auf den Punkt.

Mein erstes Buch zur angeblichen Pandemie „Corona – eine Chance“ erschien Anfang April 2020 zu Beginn des ersten Lockdowns – ein Schnellschuss, da ich bereits zu diesem Zeitpunkt richtigerweise vermutete, dass an der „Krise“ etwas (ober-) faul ist.

Das Buch „Die Verschwörung der Coronaviren“ setzt sich in einer Art Chronik kritisch, faktenbezogen und unterhaltsam mit dem Thema Corona im Rahmen einer Verschwörung der Viren mit dem Ziel „Reduzierung der Menschheit“ auseinander. Bei der Lektüre des Buches darf auch gelacht werden.

Das im Juli 2022 erschienene Buch „1 x 1 = 3 – oder jedes andere gewünschte Ergebnis“, Untertitel „Mathematik, Logik und Widerstand in Corona-Zeiten“ zeigt auf Basis offizieller Statistiken, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Pandemie gegeben hat. Des Weiteren geht es auf Widersprüche von Politikern und anderen Interessengruppen, sowie auf verschiedene Formen des Widerstands gegen die Corona-Maßnahmen ein.

Das letzte Buch "Das menschliche Schaf – Massenpsychologie und Manipulation" erläutert anhand von konkreten Beispielen aus den letzten und laufenden Krisen das Phänomen der Massenbildung, sowie Strategien und Techniken der Manipulation, die uns Dinge machen lassen, die wir eigentlich nicht wollen.

Ich gebe Seminare, coache Existenzgründer, und berate Unternehmen. Zum Thema Management schrieb ich 4 Grundlagenbücher und ein Buch zum Bereich Projektmanagement, die auf humorvolle und verständliche Weise die Managementinhalte näherbringen.

Meine Hobbys sind Reisen, viel Sport, insbesondere Kampfsport, Lesen und Schreiben, sowie recht und schlecht Gitarre spielen. Ich liebe Tiere und die Natur, und lerne sehr viel von Kindern.
Die Würde jedes Menschen ist mir sehr wichtig, Begriffe wie Ehre haben für mich einen hohen Stellenwert, und das Leben ist viel zu wichtig, um es zu ernst zu nehmen.
Politisch bin ich eher Mitte links orientiert. Bei wahren Worten ist es mir egal, wer sie ausspricht, gleichgültig welcher politischen Gesinnung entspringend.
Ich werde meine Kraft dem Kampf für eine lebenswerte Zukunft für meine Familie, für mich, für jeden Menschen widmen, für eine Zukunft, die in einem bisher nicht gekannten Ausmaß in Gefahr ist.

Ich wünsche euch viel Spaß mit meinen Beiträgen, und hoffe, dass ihr die eine oder andere neue Erkenntnis gewinnt.

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